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1.300 Menschen demonstrieren in Annaberg-Buchholz pro und contra Abtreibung

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Mehrere hundert Abtreibungsgegner und -befürworter sind am Samstag in Annaberg-Buchholz auf die Straße gegangen. Am Nachmittag hatte der Verein "Lebensrecht Sachsen" zu einem Schweigemarsch aufgerufen. Daran beteiligten sich laut Polizei 700 Menschen. Auf dem Marktplatz wurden leere Kinderwagen aufgestellt - als Symbol für abgebrochene Schwangerschaften.

Kritiker werfen der Bewegung eine gegen Frauen, Homosexuelle und Transgender gerichtete Politik vor. Mit einem Straßenfest und Kundgebungen rief das Bündnis "Pro Choice" zu Toleranz auf. Rund 600 Menschen kamen zur Gegenveranstaltung. Ein Großaufgebot der Polizei sichert die Veranstaltungen ab.

Seit den 1990er Jahren hat sich die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Sachsen mehr als halbiert. Das Statistische Landesamt hat 1991 rund 15.000 Schwangerschaftsabbrüche im Freistaat gezählt. Im Jahr 2017 waren es rund 6.000.