• Demokratiekonferenz am 22. November im Alten Gasometer. © Ben Ulke/Alter Gasometer

     

     

2.000 Gäste bei Zwickauer Novembertagen

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Die Novembertage in der Region Zwickau sind Geschichte und haben viele Menschen miteinander ins Gespräch gebracht. Etwa 2.000 Gäste haben bei 26 Veranstaltungen ein vielschichtiges Programm erlebt, wie der Veranstalter, das Bündnis für Demokratie und Toleranz, mitteilte.

Kino, Theater, Kneipenquiz, Bildungsfahrten, Workshops und Lesungen gingen dabei weit über klassisches Gedenken hinaus. Prominente Gäste wie die Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau und der Sächsische Ministerpräsident a.D. Stanislav Tillich konnten ebenfalls in Zwickau begrüßt werden.

Hängen bleibt aber vor allem ein Ergebnis: Die Debatte um das Gedenken an die Opfer des NSU ist in Zwickau auf einer neuen Ebene angelangt. So schwebt jetzt der Vorschlag eines Dokumentations- und Bildungszentrums in Zwickau im Raum. Ein Arbeitskreis soll dazu ins Leben gerufen werden.

"Ebenso haben uns Ausflüge mit Schülerinnen und Schülern in den geschlossenen Jugendwerkhof nach Torgau dazu ermutigt, auch dieses Thema in Zukunft gerade bei Jugendlichen weiter auf die Agenda zu heben", so Koordinator Matthias Bley. "Hier, wie auch beim Thema NSU, wird klar, dass man für grausame Taten an Menschen leider gar nicht erst bis zur Naziherrschaft zurückblicken muss, sondern auch die jüngere Geschichte in den letzten 30 Jahren unfassbare und teils ungeklärte Beispiele parat hält, die es weiter aufzuarbeiten gilt."