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Ablösen und Umkleben von Preisschildchen auf Waren ist Urkundenfälschung

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Wer Preisschilder von Waren ablöst oder umklebt, macht sich der Urkundenfälschung schuldig. Das Amtsgericht Bonn hat jetzt eine 62 Jahre alte Hausfrau zu einem Monat Haft auf Bewährung verurteilt. Die Angeklagte hatte in einem Baumarkt kurzerhand das Original-Etikett auf einem Wein-Kapsel­schneider über 10,99 Euro mit einem Sonderpreis von zwei Euro überklebt. Den selbst gemachten Dumping­preis zahlte sie schließlich an der Kasse.

Die Angeklagte war schon einmal beim Umetikettieren von Waren erwischt worden. Wie das Amtsgericht Bonn mitteilte, hatte ein Detektiv die gelernte Anwalts­gehilfin bei der Manipulation jedoch beobachtet und auf dem Parkplatz gestellt. Die Angeklagte ist nicht das erste Mal mit dem Um­etikettieren von Waren aufgeflogen: Bereits zwei Mal wurde sie deswegen zu Geldstrafen über 2.000 Euro verurteilt.

Eine erneute Geldstrafe kam bei der Wiederholungs­täterin laut Straf­richterin nicht mehr in Frage. Als Bewährungs­auflage muss sie jetzt 300 Euro in Raten an den Verein "Ärzte ohne Grenzen" zahlen. Falls sie in den nächsten zwei Jahren rück­fällig werden sollte, muss sie die Haftstrafe auch antreten.

Quelle: refrago