Ticker zum Coronavirus: Alle Infos zur Lage in Sachsen

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28. Mai 2020

15:45 Uhr: Sachsen hilft bei Vorhaben zur Pandemiebekämpfung

Sachsen will Projekte zur Eindämmung der Corona- Pandemie etwa in afrikanischen Ländern mit 200.000 Euro unterstützen. «Covid 19 ist ein globales Problem. Sachsens Möglichkeiten sind begrenzt, in kleinem Rahmen können wir aber etwas tun», erklärte Staatskanzleichef Oliver Schenk am Donnerstag in Dresden. Die Unterstützung solle Menschen in den ärmsten Ländern der Welt zugutekommen, die besonders hart von der Pandemie betroffen sind. Schenk erinnerte an die weltweit steigenden Infektionszahlen. Allein am vergangenen Wochenende seien 160.000 neue Infektionen registriert worden. Das sei nur das, was offiziell feststehe. Die Weltgesundheitsorganisation rechne allein für Afrika in den kommenden Monaten mit 44 Millionen Infektionsfällen. Da es in vielen Ländern Defizite in der Gesundheitsfürsorge und kaum intensivmedizinische Krankenhausplätze gebe, seien Maßnahmen zur Eindämmung und Prävention dort besonders wichtig.

14:47 Uhr: Lockerungen für den Sport angekündigt

Sachsen will Einschränkungen für den Sport in der Corona-Kreise nach Pfingsten weitgehend lockern. Grundsätzlich sollen ab 6. Juni alle Sportstätten wieder offen sein. Dies gelte für alle Sportarten, sagte Innenminister Roland Wöller (CDU) am Donnerstag beim Video-Briefing der Regierung in Dresden. Auch Schwimmhallen dürfen wieder öffnen. Wettkämpfe sind erlaubt - allerdings ohne Publikum. Im Sport sind Hygieneregeln einzuhalten, der Freistaat gibt diese aber nicht mehr pauschal vor und sieht die Fachverbände in der Pflicht. Die Öffnung sei auch ein wichtiges Signal für den Kinder- und Jugendsport, sagte Wöller. Hallenbäder müssten genehmigte Hygienekonzepte der lokalen Behörden vorlegen.

14:35 Uhr: 20 neue Coronafälle in Sachsen - 2 neue Todesfälle

Die Zahl der positiven Coronatests in Sachsen ist erneut gestiegen. Es gibt 20 Neuinfektionen im Vergleich zu Mittwoch. Insgesamt wurden in Sachsen 5.268 Menschen positiv getestet. Allerdings sind geschätzt 4.810 Menschen wieder genesen. Einen Anstieg gibt es auch bei den Sterbefällen. Es gibt zwei neue Todesfälle und damit insgesamt 209 in Sachsen.

11:32 Uhr: Exporte der sächsischen Wirtschaft wegen Corona eingebrochen

Die Exporte der sächsischen Wirtschaft sind in der Corona-Krise erwartungsgemäß eingebrochen. Wie das Statistische Landesamt in Kamenz mitteilte, wurden im März Waren im Wert von 3,1 Milliarden Euro exportiert. Das sind 16 Prozent weniger als vor einem Jahr und vier Prozent weniger als im Februar 2020. Auch der Exportwert für das 1. Quartal lag um fünf Prozent unter dem des Vorjahreszeitraumes. Der Export von Autos und Wohnmobilen dominiere den Außenhandel Sachsens weiter, hieß es.

8:00 Uhr: Reduzierte Gottesdienste zu Pfingsten

Nach Ostern können Christen in Sachsen auch Pfingsten wegen der Corona-Pandemie nicht wie sonst üblich feiern. Anders als im April aber sind zumindest Gottesdienste wieder möglich, und sogar Konzerte - nur in kleinerem Rahmen. «Volle Kirchen werden wir nicht erleben», sagt Matthias Oelke von der evangelischen Landeskirche. Die Regelungen zum Infektionsschutz schränkten den Zutritt zu den Gotteshäusern und Großveranstaltungen unter freiem Himmel sowie die Dauer ein. «Die Pfingsten üblichen großen Konzerte mit Chören und Orchester finden nicht statt, wie auch die Konfirmationen.» Aber die Dresdner Frauenkirche nimmt mit ersten Abendmusiken ihr Konzertprogramm vorsichtig wieder auf. Die Dresdner Kruzianer und die Leipziger Thomaner werden Motetten, Vespern und Gottesdienste in reduzierter Besetzung begleiten. Oelke rechnet generell mit einer Resonanz ähnlich wie zu Himmelfahrt, wo alle vorhandenen Plätze in den Kirchen besetzt waren. «Das kommt der Normalität relativ nah.»

7:55 Uhr: Runder Tisch mit Kretschmer, Bürgern und Experten

In Sachsen werden die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie deutlicher zurückgeschraubt als in vielen anderen Bundesländern. Da diese Maßnahmen kontrovers diskutiert werden, lädt Ministerpräsident Michael Kretschmer heute zu einem Runden Tisch in die Staatskanzlei nach Dresden. Gemeinsam mit Experten aus den Bereichen Medizin, Pflege und Verwaltung sowie Vertretern aus Wirtschaft und Kultur und Bürgern soll ein konstruktiver Austausch stattfinden. Kretschmer hatte versichert, dass sich die sächsische Regierung bei all ihren Entscheidungen von Experten beraten lasse. Nach dem wochenlangen Lockdown setzt die Landesregierung nun auf die Eigenverantwortung der Menschen. Zwar sollen Abstandsgebote und Maskenpflicht im Einzelhandel und Nahverkehr bleiben, viele andere Verbote fallen demnächst aber weg.


27. Mai 2020

15:11 Uhr: Weiter geringer Anstieg an Neuinfektionen

Die Zahel der positiven Coronatests in Sachsen ist erneut gestiegen. Im Vergleich zu Dienstag gibt es zwölf Neuinfektionen, wie das Sozialministerium heute mitteilte. Damit sind insgesamt 5.248 Menschen im Feistaat positiv getestet worden. Von denen sind geschätzt 4.770 wieder gesund. Erfreulich ist, dass es zu gestern keinen neuen Todesfall gibt.

14:11 Uhr: Sachsen stellt Unterbringungsförderung für Grenzpendler ei

Sachsen reagiert auf die angekündigten Lockerungen von Polen und Tschechien an der Grenze zu Deutschland und stellt seine Förderung für Berufspendler aus den Nachbarländern ein. Wie das sächsische Wirtschaftsministerium am Mittwoch mitteilte, wurden bislang mehr als 1,8 Millionen Euro Unterbringungszuschuss an gut 1100 tschechische und polnische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gezahlt.

Da die strengen Einreisebeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie in Polen und Tschechien weitgehend aufgehoben seien, laufe die Förderung zum 31. Mai aus, teilte das Ministerium in Dresden mit. «Ab 1. Juni 2020 wird es keine Neubewilligungen mehr geben, eine rückwirkende Antragstellung ist bis 31. Mai 2020 möglich», hieß es.

12:55 Uhr: Sachsen startet Corona-Soforthilfe für soziale Organisationen

Soziale Organisationen in Sachsen bekommen eine Corona-Soforthilfe. In Not geratene Einrichtungen sozialer Träger können ab sofort Geld bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) beantragen. Je nach Anzahl der Beschäftigten und Bedarf können die Organisationen gestaffelt eine Einmalzahlung von bis zu 30.000 Euro erhalten. Neben sozialen Einrichtungen fast aller Bereiche und Tierschutzorganisationen sollen auch Jugendübernachtungsstätten, Familienferienstätten sowie Ehrenamtliches Engagement und Freiwilligendienste gefördert werden. So können laut SAB zum Beispiel Jugendherbergen mit bis zu 500 Euro pro Bett unterstützt werden.

12:07 Uhr: Osten will besondere Berücksichtigung bei Corona-Konjunkturpaket

Die ostdeutschen Länder fordern vom Bund eine besondere Berücksichtigung ihrer Belange bei dem geplanten Konjunkturpaket für die Wirtschaft in der Corona-Krise. Der Bund sei aufgefordert, bei der Ausgestaltung des milliardenschweren Förderprogramms «den Besonderheiten der Wirtschafts- und Sozialstruktur der ostdeutschen Länder hinreichend Rechnung zu tragen», heißt es in einer Beschlussvorlage für die Videokonferenz der Ost-Regierungschefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch. Das Papier liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

11:08 Uhr: Verfassungsschutz hat Extremisten bei Corona-Demos im Visier

Der sächsische Verfassungsschutz hat Extremisten bei den Corona-Demonstrationen im Visier. Das betreffe unter anderem Aktivitäten der Partei «Der III. Weg» in Plauen, von «Pro Chemnitz» sowie von Rechtsextremisten aus dem Umfeld von Pegida, teilte das Landesamt für Verfassungsschutz mit. An Versammlungen und «Spaziergängen» würden sich sowohl traditionelle Rechtsextremisten als auch Gruppierungen der «Neuen Rechten» beteiligen. «Diese Szene mischt sich bei einzelnen Versammlungen mit der bürgerlichen Mitte und verbreitet dort beispielsweise Verschwörungstheorien», hieß es.

10:26 Uhr: Ministerpräsident Kretschmer empfängt Reiseveranstalter

In Dresden haben heute Bus-Unternehmen demonstriert, um auf ihre Probleme in der Pandemie aufmerksam zu machen - und sie sind auf Gehör gestoßen. Etwa 50 Busse sind heute Vormittag in einem Korso durch die Innenstadt gefahren. Sie fordern die Rettung ihrer Unternehmen. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich dem Gespräch gestellt, und den Unternehmern und Fahrern zugehört.

10:03 Uhr: Bundespolizei hat Razzien nachgeholt

Die Bundespolizei hat am Mittwochmorgen mehr als ein Dutzend wegen der Corona-Krise verschobener Razzien in sieben Bundesländern nachgeholt. Einen Zusammenhang zwischen den Ermittlungen, bei denen es um Schleuserkriminalität und Onlinebetrug geht, gab es demnach nicht, wie eine Sprecherin der Bundespolizei in Halle sagte. Die Durchsuchungen seien aufgrund des Infektionsschutzes zunächst nicht durchgeführt worden und jetzt gesammelt nachgeholt worden. In Sachsen durchsuchten Ermittler zwei Privatwohnungen in Leipzig und eine in Grimma.

9:40 Uhr: Filmnächte am Elbufer finden statt

Die 30. Filmnächte am Elbufer werden stattfinden. Das Gesundheitsamt Dresden hat das Hygienekonzept bestätigt, teilten die Veranstalter heute mit. Wie geplant werden vom 25. Juni bis zum 23. August verschiedene Filme gezeigt. Allerdings wird es nur noch 972 Plätze geben und Ticktes können Besucher nur vorab online kaufen. Großkonzerte werden verschoben, sofern das möglich ist. Das Programm wird Mitte Juni bekanntgegeben werden.  

9:33 Uhr: Leipziger Messe plant im Herbst wieder Messen und Kongresse

Nach der monatelangen Zwangspause wegen der Corona-Pandemie plant die Leipziger Messe im Herbst wieder erste Messen und Kongresse. Dafür lägen differenzierte Hygiene- und Abstandskonzepte vor, sagte Geschäftsführer Markus Geisenberger. Kaum jemand sei so erfahren damit, Verstaltungen sicher durchzuführen, wie Messegesellschaften. Die Leipziger Messe hofft nun auf grünes Licht durch den Freistaat Sachsen.

9:20 Uhr: Reisebusse demonstrieren wieder in Dresden

In Dresden demonstrieren wieder Bus-Unternehmen, um auf ihre Probleme in der Pandemie aufmerksam zu machen. Etwa 50 Busse fahren heute Vormittag in einem Korso durch die Innenstadt. Sie fordern die Rettung der Reisebus-Unternehmen. Gleichzeitig wollen sie darauf aufmerksam machen, dass Busfahren besonders klimafreundlich ist.

26. Mai 2020

15:57 Uhr: Coronavirus-Infektionen steigen weiter nur gering in Sachsen

Die Zahl der registrierten Infektionen mit dem Coronavirus steigt in Sachsen kaum noch an. Am Dienstag wurden sieben neue Fälle binnen 24 Stunden gezählt. In neun Landkreisen gab es keine Neuinfektionen, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag in Dresden und sprach von einer positiven Entwicklung. Seit Beginn der Pandemie haben sich insgesamt 5236 Menschen im Freistaat mit dem Virus infiziert. 207 Todesopfer sind zu beklagen, zwei mehr als am Vortag. 4740 Frauen und Männer gelten inzwischen wieder als genesen.

14:26 Uhr: Sachsen kündigt weitere Lockerungen an

Sachsen will die Einschränkungen in der Corona-Krise ab 6. Juni weiter lockern. Das teilten Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Dresden mit. Maßnahmen wie Abstandsgebot und Maskenpflicht bleiben, Kontaktbeschränkungen sollen etwa bei Familienfeiern aber erleichtert werden. Auch Busreisen sollen wieder möglich sein. Endgültig will das Kabinett in der kommenden Woche darüber befinden. Zuvor soll es eine Anhörung geben.

11:00 Uhr: Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" wird verschoben

Der bundesweite Wettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft" wird aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr auf 2023 verschoben. Das teilte heute das Sächsisches Staatsministerium für Regionalentwicklung mit. Auch der vorgelagerte 11. Sächsische Landeswettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft« wird dementsprechend um ein Jahr verschoben und findet somit 2022 statt. Der Wettbewerb in den sächsischen Landkreisen wird 2021 durchgeführt. Sächsische Orte mit bis zu 3.000 Einwohnern können sich ab sofort bis zum 30. April 2021 anmelden. Bisherige Anmeldungen bleiben bestehen, so das Ministerium.

10:16 Uhr: Corona-Krise trifft viele Zulieferer in Sachsen

Unternehmen der Automobilindustrie in Sachsen sehen ihre Geschäfte durch die Corona-Krise massiv beeinträchtig. Laut einer Kurzumfrage des Netzwerk Automobilzulieferer Sachsen (AMZ) schätzt rund ein Drittel der Zulieferer das Risiko einer «akuten wirtschaftlichen Notlage» ‎als hoch ein, elf Prozent sogar als sehr hoch. Zwar seien die Zulieferer erleichtert, dass die Automobilproduktion nun langsam wieder anlaufe, sagte Netzwerkmanager Dirk Vogel am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. «Aber die Aussichten werden schon als sehr schwierig eingeschätzt, auch noch für das nächste Jahr.»

AMZ hatte seine rund 160 Mitglieder vom 11. bis zum 18. Mai zur wirtschaftlichen Lage in der Corona-Krise befragt. Es beteiligten sich mehr als 100 Unternehmen - vor allem aus den Regionen Zwickau, Chemnitz, Erzgebirge und Mittelsachsen.

9:40 Uhr: Ab Juni starten wieder Flieger vom Dresdner Flughafen

Ab Juni starten wieder Flieger vom Flughafen in Dresden-Klotzsche. Eurowings bietet ab dem 02.06. Flüge von Dresden nach Düsseldorf an. Ein wenig später starten dann auch Maschinen der Lufthansa nach Frankfurt/ Main. Die Verbindung wird ab dem 15.06. wieder nutzbar sein.

9:20 Uhr: Grenzen zu Tschechien wieder offen

Unser Nachbarland Tschechien hat seine Grenzen wieder geöffnet, allerdings nur für Pendler. Doch am derzeit geltenden Einreiseverbot für Touristen nach Tschechien ändere sich dadurch nichts, betonte eine Sprecherin des tschechischen Innenministeriums. Mit dem Beginn der Corona-Pandemie hatte Tschechien vor rund neun Wochen seine Grenzen geschlossen. Nur ein paar auserwählte Übergänge waren für Pendler offen.

9:10 Uhr: Handelsverband: Kunden nach Corona-Lockerung verhalten

In Sachsen haben Einkaufszentren und große Läden seit Mitte Mai wieder geöffnet - doch das gewohnte Leben kehrt nur langsam wieder in die Innenstädte zurück. Der Einzelhandel sei weiterhin erheblich von der Corona-Krise betroffen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes, René Glaser, der Deutschen Presse-Agentur. Neben den vollständig ausgefallenen Umsätzen in den Wochen des Lockdowns zeigten sich nun die Kunden zurückhaltend. «Die Verbraucher- und Konsumstimmung ist deutlich eingebrochen.»

25. Mai 2020

16:50 Uhr: Oper Leipzig beendet Spielzeit wegen Corona-Krise vorzeitig

Die Oper Leipzig hat die Spielzeit wegen der Corona-Krise vorzeitig beendet. Der Schritt sei bedauerlich, aber der Schutz von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Besucherinnen und Besuchern sowie ein verantwortungsvolles Handeln stünden im Vordergrund, teilte die Oper am Montag mit. Zudem werde der Vorverkauf für die kommende Spielzeit bis zum Juli verschoben. Die Überarbeitung eines Spiel- und Saalplans, die den derzeit gültigen Abstandsregeln genügt, benötigt noch Zeit, hieß es.

15:43 Uhr: DFB-Bundestag gibt grünes Licht für 3. Liga

Die Saison in der 3. Liga wird wie geplant am Samstag fortgesetzt. Auf dem Außerordentlichen DFB-Bundestag stimmten knapp 95 Prozent der 250 Delegierten für eine Fortsetzung der Spielzeit. Der Antrag auf Abbruch der Verbände aus Sachsen und Sachsen-Anhalt kam dadurch nicht mehr zur Abstimmung. Abgelehnt wurde zudem ein Antrag die 3. Liga künftig in zwei Staffeln aufzuteilen.

15:32 Uhr: Kaum noch neue Coronavirus-Infektionen in Sachsen

Die Zahl der bekannten Coronavirus-Infektionen steigt in Sachsen nur noch minimal an. Am Montag wurden nach einer Übersicht des Sozialministeriums lediglich drei neue Fälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie haben sich demnach 5229 Menschen angesteckt, rund 4720 von ihnen gelten inzwischen wieder als genesen. Von den zehn Kreisen und drei kreisfreien Städten meldeten nur noch der Erzgebirgskreis (plus zwei) und der Kreis Bautzen (plus eins) neue Nachweise. Zudem starb in der Landeshauptstadt Dresden ein weiterer Corona-Patient, so dass die Zahl der Todesfälle in Sachsen auf insgesamt 205 stieg. Die Sterberate liegt demnach bei 3,9 Prozent.

14:00 Uhr: Tägliche Bescheinigung für Schüler unverhältnismäßig

Dass Eltern in Sachsen gegenüber Schulen und Kitas täglich bescheinigen müssen, dass ihre Kinder keine Corona-Symptome zeigen, ist unverhältnismäßig. Das hat das Verwaltungsgericht Leipzig heute in einem Beschluss bekanntgegeben. Das Gericht gab damit einem Vater eines Grundschülers Recht, der die Regelung für „sinnfrei und völlig ungeeignet“ hielt. Laut Gericht sei es ausreichend, wenn die Eltern ihr Kind vom Unterricht abmelden, sollte es Symptome zeigen.

Die Entscheidung gilt vorerst aber nur für diesen einen Vater. Alle anderen Eltern müssen also weiterhin täglich die entsprechenden Zettel ausfüllen. Das Kultusministerium will nun gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts vorgehen. Wie uns eine Sprecherin des Ministeriums gesagt hat, wird beim Sächsischen Oberverwaltungsgericht Beschwerde eingereicht.

13:50 Uhr: Sachsen kündigt Wende bei Corona-Einschränkungen an

Nach Thüringen hat auch Sachsen eine grundlegende Änderung beim Umgang mit Einschränkungen in der Corona-Krise angekündigt. «Wenn die Zahl der Neuinfektionen weiterhin stabil auf einem niedrigen Niveau bleibt, planen wir für die Zeit ab dem 6. Juni in der nächsten Corona-Schutzverordnung einen Paradigmenwechsel», sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Montag in Dresden.

«Statt wie jetzt generell Beschränkungen zu erlassen und davon viele Ausnahmen für das zu benennen, was wieder möglich ist, wird dann generell alles freigegeben und nur noch das Wenige an Ausnahmen benannt, was noch nicht möglich sein wird», erklärte Köpping. Zuvor hatte die «Leipziger Volkszeitung» berichtet.

11:50 Uhr: Bilanz des Einzelhandels in Corona-Zeiten

Der Einzelhandel in Sachsen hat eine gegensätzliche Bilanz der ersten Wochen der Corona-Krise gezogen. Supermärkte (plus 10,3 Prozent), der Internet- und Versandhandel (plus 35,7 Prozent) sowie Apotheken (plus 15,4 Prozent) verbuchten im März - verglichen mit dem Vorjahresmonat - eine enorme Umsatzsteigerung, wie das Statistische Landesamt am Montag in Kamenz mitteilte. Dagegen hatten Geschäfte, die Mitte März coronabedingt schließen mussten, empfindliche Einbußen hinzunehmen.

Dem Einzelhandel mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren ging demnach fast ein Drittel des Umsatzes gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat verloren. Beim Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren, der gerade in das Frühjahrs- und Sommergeschäft starten wollte, brach der Umsatz sogar um mehr als die Hälfte ein.

10:15 Uhr: Sachsens Gesundheitsministerin übergibt Masken an Tafeln

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping übergibt heute Vormittag in den Dresden 6.000 Schutzmasken an den sächsischen Landesverband der Tafel. Rund 1.400 Ehrenamtliche und Mitarbeiter versorgen täglich viele Menschen in Sachsen mit den gespendeten Lebensmitteln.
 

9:08 Uhr: Kretschmer: Staaten müssen gemeinsam aus der Krise

Die vom Coronavirus gelähmte Weltwirtschaft kann es nach Ansicht von Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer nur gemeinsam aus der Krise schaffen. Nun gehe es international darum, sich nicht mit Protektionismus Vorteile zu verschaffen. Die Staaten müssten gemeinsam aus der Krise heraus, damit es keine Weltwirtschaftskrise wie vor etwa 90 Jahren gibt, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

Nach Ansicht von Kretschmer ist nun ein Mix an Maßnahmen für die Wirtschaft erforderlich. Es gehe darum, jenen Unternehmen zu helfen, die nicht sofort wieder am Markt erfolgreich sein könnten. Ihnen sollten vorerst weiter die Sozialversicherungsbeiträge gestundet werden. Es gehe auch um Investitionen in die Digitalisierung.

24. Mai 2020

14:28 Uhr: 10 neue Fälle in Sachsen

Die Neuinfektionen in Sachsen sind weiter auf einem sehr geringen Maß steigend. Im Vergleich zum Samstag gibt es nur zehn neue positive Tests im Freistaat. Damit haben sich seit Ausbruch des Coronavirus in Sachsen 5.228 Menschen infiziert. Von denen sind geschätzt 4.710 aber auch wieder gesund. Es gibt allerdings auch einen neuen Todesfall im Landkreis Zwickau. In Sachsen sind damit 204 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Der Anteil der Verstorbenen an der Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionsfälle beträgt weiterhin 3,9%.

13:31 Uhr: Städtetagspräsident Jung sorgt sich um Innenstädte in Corona-Zeiten

Der Präsident des Deutschen Städtetages, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung, sorgt sich wegen der Corona-Folgen um das Überleben der Innenstädte. «Diese anhaltende Krise betrifft die Innenstädte noch einmal besonders schwer - Handel, Gastronomie, Kultur, einfach alles», sagte er dem Berliner «Tagesspiegel». Er könne keine Prognose abgeben, wie lange Kaufhäuser und kleinere Händler durchhalten werden. Allerdings sei er zuversichtlich, dass die Menschen in die Innenstädte zurückkehren werden. Sie bräuchten Begegnungen und wollten die Plätze und Gelegenheiten dafür nicht missen, sagte Jung.

13:25 Uhr: Sächsischer Fußballverband fordert Drittliga-Abbruch

Die Fußball-Landesverbände Sachsen (SFV) und Sachsen-Anhalt (FSA) fordern vom Deutschen Fußball-Bund den Abbruch der 3. Liga wegen der Corona-Pandemie. Ein entsprechender Antrag für den DFB-Bundestag an diesem Montag wurde nach dpa-Informationen am Freitag dem DFB zugestellt. In dem Antrag wird gefordert, dass es in dieser Saison keine Absteiger in die Regionalligen geben soll. Gleichzeitig sollen die per 27. Spieltag auf den Aufstiegsrängen zur 2. Bundesliga stehenden Vereine genauso aufsteigen wie der Tabellen-Dritte, der eigentlich eine Relegation spielen müsste. Die beiden Verbände beziehen sich bei ihrem Antrag nach dpa-Informationen auf die nach wie vor geltenden unterschiedlichen Verfügungslagen in Deutschland in der Corona-Pandemie, was einen fairen Wettbewerb nicht zulasse.

13:10 Uhr: Dehoga-Landeschef: Hygienekonzepte in der Gastronomie funktionieren

Aus der Häufung von Corona-Infektionen nach einem Restaurantbesuch in Niedersachsen lassen sich nach Einschätzung des sächsischen Dehoga-Chefs keine Rückschlüsse für die gesamte Branche ziehen. «Das ist ein Beispiel, das nicht repräsentativ ist für alle Regionen», sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Sachsen, Axel Klein, am Sonntag. Zudem müsse in dem Fall erst noch überprüft werden, ob sich die Gäste an die Corona-Regeln gehalten haben. In Sachsen habe er bisher den Eindruck gewonnen, dass die Wiederöffnung der Gastronomie gut laufe, sagte Klein. «Wir haben Hygienekonzepte, die funktionieren.» Selbst am Himmelfahrtstag, der auch dem Branchenverband im Vorfeld Sorgen gemacht habe, habe das Abstandhalten «im Großen und Ganzen» gut geklappt. Dehoga-Landeschef Klein sagte, die Hauptsorge der sächsischen Betriebe sei neben dem Gesundheitsrisiko das wirtschaftliche Überleben. «Das ist auch dramatisch.» Der Dehoga fordert einen Rettungsfonds des Bundes, damit die Branche die Folgen der Corona-Pandemie bewältigen könne. «Es gibt ja Zeichen, dass er kommt. Aber es muss jetzt schnell gehen, sonst wird es Insolvenzen geben», sagte Klein.

10:03 Uhr: Bundesverwaltungsgericht sucht Ausweichhalle für Großverfahren

Für das Großverfahren zum Fehmarnbelttunnel im Herbst sucht das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig derzeit ein Ausweichdomizil. Es werden so viele Beteiligte erwartet, dass unter Corona-Bedingungen selbst der große Sitzungssaal in dem Gerichtsgebäude zu klein ist. Dazu kämen noch interessierte Zuschauer. Es werde darum geprüft, «ob die Verhandlung in einer Räumlichkeit außerhalb des Bundesverwaltungsgerichts durchgeführt wird», teilte Gerichtssprecher Carsten Tegethoff mit. Die Prüfung sei aber noch nicht abgeschlossen. Gegen den Planfeststellungsbeschluss für das Bauvorhaben hat unter anderem der Naturschutzbund Nabu Klage eingereicht.


23. Mai 2020

13:55 Uhr: Minimaler Anstieg an Neuinfektionen

Der Anstieg an Neuinfektionen in Sachsen ist von Freitag auf heute nur sehr gering. Das Sächsische Sozialministerium hat sechs neue Fälle vermeldet. Damit sind in Sachsen insgesamt 5.218 Menschen bisher positiv getestet worden. Es gibt einen neuen Todesfall. 203 Menschen in Sachsen sind bisher im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. Die Zahl der Genesenen im Freistaat wird auf 4.700 geschätzt.

10:30 Uhr: Große Hilfsbereitschaft in der Krise

Beim Einkauf helfen, anderen die Wohnung reinigen, bei Arztbesuchen begleiten: Die Hilfsbereitschaft der Menschen während der Corona-Krise ist teilweise riesig. «Wir waren überrascht», sagte der Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes in Sachsen, Kai Kranich, bei einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa anlässlich des Tages der Nachbarn am 29. Mai. Fast 3.200 freiwillige Helfer hätten sich während der Corona-Krise spontan gemeldet. Doch es wird auch berichtet, dass sich in einigen Fällen Helfer und Hilfesuchende wegen der Infektionsgefahr eher zurückhielten. Freiwillige Helfer hätten unter anderem bei den Corona-Teststützpunkten die Schreibarbeiten übernommen wie das zeitraubende Ausfüllen von Formularen. Andere hätten als Begleiter von Schulbussen darauf geachtet, dass die Infektionsschutzbestimmungen eingehalten wurden. Wieder andere seien in der Nachbarschaftshilfe tätig.

10:00 Uhr: Sachsens Tanzschulen legen wieder los

Tanzschulen dürfen in Sachsen seit 15. Mai wieder unterrichten. So begann auch bei der Tanzschule Nebl in Dresden am vergangenen Sonntag der Unterricht - zumindest für einige Tänzer. «Die festen Paare sind richtig glücklich», berichtete Tanzschulen-Inhaber Kersten Nebl. Anstatt 15 tanzbegeisterte Paare pro Kurs lernen nun je nach Saalgröße fünf oder neun Paare die Schritte zu Walzer, Jive und Discofox - mit Abstand zueinander. Zwei bis vier Kurse fänden pro Tag statt, sagte Nebl. «Das sind Schritte zur Normalität», freute er sich. Die Online-Kurse, mit denen er die coronabedingte Schließung überbrückte, stellte Nebl nun ein. Anders in der Tanzschule Oliver & Tina in Leipzig und Umgebung. Onlinekurse wollte Oliver Thalheim schon seit längerer Zeit anbieten, mit Corona wurde der Plan dann in die Tat umgesetzt, wie der Tanzlehrer sagte. «Das wurde gut angenommen», berichtete er. Immerhin etwa 500 Zugriffe pro Tag verzeichnete die Tanzschule mit ihren 14 Standorten laut Thalheim in Corona-Zeiten. Darum wolle er das Online-Angebot zusätzlich zum klassischen Unterricht auch beibehalten.

8:00 Uhr: Kretschmer: Corona-App bringt «keine ausreichende Sicherheit»

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer zweifelt am Nutzen der geplanten Corona-Warn-App. «So wie die Corona-App jetzt auf den Weg gebracht worden ist, bringt sie keine ausreichende Sicherheit», sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wichtig seien für die Leute heute 1,50 Meter Abstand und das Tragen eines Mund-Nasenschutzes. Die Corona-Warn-App soll helfen, Ansteckungen nachzuverfolgen. Sie soll erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind - und Nutzer warnen, wenn sich herausstellt, dass sie sich neben infizierten Personen aufgehalten haben. In Deutschland wird die App von der Deutschen Telekom und dem Software-Konzern SAP entwickelt. Es dürften noch einige Wochen vergehen, bis sie einsatzbereit ist.


22. Mai 2020

15:43 Uhr: Universität und Uniklinik Leipzig starten Studie an sächsischen Schulen

Die Universität und die Uniklinik Leipzig starten in der kommenden Woche eine Corona-Studie an Schulen im Freistaat. Wie die Uniklinik mitgeteilt hat, werden Schüler und Lehrer in den Regionen Leipzig, Dresden und Zwickau untersucht. Die Teilnahme ist freiwillig. Mit einem Rachenabstrich wird getestet, ob die Probanden aktuell mit dem Coronavirus infiziert sind. Zusätzlich soll eine Blutprobe klären, ob die Getesteten bereits zu einem früheren Zeitpunkt infiziert waren und inzwischen Antikörper gegen das Virus gebildet haben. Mit der Studie will die Uni herausfinden, wie sich die Lockerungen auf das Infektionsgeschehen in Schulen auswirkt.

15:30 Uhr: Kretschmer für Aufnahme russischer Corona-Patienten

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich für eine Aufnahme russischer Covid-19-Patienten in Deutschland ausgesprochen. «Es wäre ein starkes Zeichen der Europäischen Union, wenn wir auch Patienten aus Russland bei uns behandeln würden», sagte er dem «Spiegel». «Wir versuchen insgesamt in Europa zu helfen. Und ich finde, wir sollten auch solidarisch sein mit Russland.» Sachsen hatte 14 Corona-Patienten aus Italien und Frankreich aufgenommen. Einige von ihnen starben, andere konnten nach wochenlanger Behandlung aus den Krankenhäusern entlassen werden. In Russland sind inzwischen mehr als 300.000 Coronavirus-Infektionen nachgewiesen worden.

15:15 Uhr: 95 Prozent der Grundschüler zurück an den Schulen

Nach der Wiedereröffnung der Grundschulen in Sachsen hat sich die große Mehrheit für den Unterricht vor Ort entschieden. Etwa 95 Prozent der Grundschüler seien nach der Corona-Zwangspause zurückgekehrt, sagte eine Sprecherin des Kultusministeriums am Freitag auf Anfrage. Nach einem Gerichtsentscheid ist der Besuch einer Grundschule in Sachsen zunächst bis zum 5. Juni freiwillig. Wer von den restlichen Schülern aber krank zu Hause sei oder aus Angst vor einer Infektion zu Hause lerne, werde nicht erhoben, hieß es. Insgesamt sei man nach den ersten Tagen Kita-Betrieb und Schulöffnung «vorsichtig positiv» gestimmt.

14:03 Uhr: 5.212 Infektionen in Sachsen

Das Sächsische Sozialministerium hat wie immer am frühen Nachmittag die neuen Infektionszahlen bekanntgegeben. 5.212 Menschen im Freistaat sind positiv getestet worden. Das sind 18 neue Infektionsfälle im Vergleich zu Donnerstag. Es bleibt bei 202 Sterbefällen in Sachsen. Der Anteil der Verstorbenen an der Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionsfälle beträgt 3,9%.

7:40 Uhr: Sachsens Ministerpräsidetn gegen Urlaubsgutscheine

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer ist gegen den Vorschlag aus Bayern, wegen der Pandemie Gutscheine für Urlaub in Deutschland auszugeben. Das berichtet die "Thüringer Allgemeine". Die Lage sei so ernsthaft und sensibel, dass man sich auf die absolut notwendigen Dinge konzentrieren sollte. Urlaubsgutscheine würden nicht dazugehören, meint Kretschmer.


21. Mai 2020

16:02 Uhr: Kilometerlange Staus an polnischer Grenze

Eine Rückreisewelle polnischer Arbeitnehmer hat am Donnerstag zu einem riesigen Stau auf der Autobahn 4 von Dresden nach Görlitz geführt. Wie die Polizeidirektion Görlitz mitteilte, staute sich der Verkehr zeitweilig bis zur Anschlussstelle Bautzen-Ost - das ist etwa 50 Kilometer von der Grenze entfernt. Am Nachmittag war die Blechlawine auf etwa 20 Kilometer Länge geschrumpft. Allerdings war sich die Polizei nicht sicher, ob nicht noch eine zweite Welle kommt.

Viele Polen wollen Christi Himmelfahrt als wichtigen Tag der Kirche sowie das verlängerte Wochenende in der Heimat verbringen. Nach Angaben der Polizei waren im Stau Autos mit Kennzeichen aus allen Landesteilen Polens zu sehen. Da die Grenzabfertigung einige Minuten in Anspruch nimmt, wuchs die Warteschlange schnell.

15:50 Uhr: Zwischenfazit Polizei spricht bislang von ruhigem Vatertag

Sachsens Polizei hat am Vatertag bis zum späten Nachmittag keine größeren Einsätze absolvieren müssen. Das ergab eine Umfrage in allen Polizeidirektionen. Die Lage sei entspannt und noch einmal ruhiger als in den vergangenen Jahren, sagte Dresdens Polizeisprecher Thomas Geithner. Im Großen und Ganzen würden die Regeln im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie eingehalten. Bislang hätten Ansprachen der Polizei ausgereicht, wenn etwa die Ansammlungen zu groß gewesen seien.

In Leipzig fuhr die Wasserpolizei Streife. Die Polizeidirektion Zwickau berichtet nur von kleinen Zwischenfällen mit Betrunkenen. Traditionell wird Christi Himmelfahrt von vielen Männern im Freien mit Alkohol begossen.

15:02 Uhr: Weiterer Corona-Fall bei Dynamo Dresden

Bei Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden ist ein weiterer Spieler positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Das teilte der Club am Donnerstag mit. Zudem ist bei einer sogenannten «Kontaktperson der Kategorie I», also einem engen Kontakt, eines Mitglieds aus dem Trainer- und Betreuerstab das Virus nachgewiesen worden. Der Dynamo-Angestellte, die Kontaktperson sowie der Spieler müssen nun weitere 14 Tage in häuslicher Quarantäne bleiben. Das gesamte Dresdner Trainerteam sowie der Kader befinden sich bereits seit dem 9. Mai in häuslicher Quarantäne und werden weiterhin regelmäßig auf das Coronavirus getestet. Am Samstag darf das Training wieder aufgenommen werden.

14:58 Uhr: Wieder mehr Corona-Neuinfektionen in Sachsen

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen in Sachsen hat am Mittwoch und Donnerstag etwas deutlicher zugenommen als in den Tagen zuvor. Wie das Gesundheitsministerium in Dresden mitteilte, stieg die Anzahl der Infizierten am Donnerstag um 21 auf nunmehr 5194 Fälle. Am Mittwoch lag das Plus bei 31. Zudem gab es zwei weitere Todesfälle. Damit sind seit Auftreten der ersten Infektion im Freistaat am 2. März insgesamt 202 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Im Vergleich zum Vortag kamen zwei neue Todesfälle in den Landkreisen Bautzen und Sächsische Schweiz/Osterzgebirge hinzu.

13:54 Uhr: Künstler warnen vor Ungleichbehandlung in der Corona-Krise

Künstler der freien Szene aus Dresden haben vor einer Ungleichbehandlung in der Corona-Krise gewarnt. «Die Kultur darf nicht in zwei Lager gespalten werden: in diejenigen, die in der Krise unterstützt werden und dadurch diese Zeit überstehen einerseits und diejenigen, die nicht unterstützt werden und aus eigener Kraft diese unverschuldete Krise nicht überstehen können andererseits», heißt es in einer am Donnerstag in Dresden veröffentlichen Stellungnahme der Aktion «Stumme Künstler». Man brauche beides, den überwiegend staatlichen geförderten Kulturbetrieb und den freien. Nötig seien bei Bedarf auch maßgeschneiderte Hilfsangebote, um ein Überleben zu ermöglichen und den Schaden zu minimieren.

13:31 Uhr: 3. Liga startet am 30. Mai wieder

Die 3. Liga wird ihre Saison am 30. Mai fortsetzen und will die Spielzeit bis zum 4. Juli abschließen. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Donnerstag mit, nachdem die Entscheidung im Präsidium per Umlaufverfahren fixiert worden war. Die Clubs waren bereits per E-Mail am späten Mittwochabend unterrichtet worden. Zuerst hatte die «Bild» darüber berichtet. «Die bevorstehende Rückkehr in den bundesweiten Spielbetrieb der 3. Liga erfolgt unter Berücksichtigung der politischen Verfügungslagen», heißt es in der Mitteilung.

12:22 Uhr: Umwelt- und Naturschutzverbände können Corona-Hilfen bekommen

Auch Umwelt- und Naturschutzverbände können in der Corona-Krise auf staatliche Unterstützung bauen. Es gebe viele Vereine und Verbände, die eine engagierte und gesellschaftlich enorm wertvolle Arbeit leisteten, etwa im Ehrenamt, in der Umweltbildung und in Bereichen wie Landschaftspflege und Biodiversität, erklärte Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) am Donnerstag in Dresden: «Ihnen helfen wir, mit den finanziellen Folgen der Corona-Pandemie klarzukommen.»

11:15 Uhr: Sächsische Wirtschaft fordert millionenschweres Konjunkturprogramm

Die sächsische Wirtschaft fordert ein Konjunkturprogramm vom Freistaat, um die Folgen der Corona-Krise abzumildern. Das am Mittwoch in Dresden von Industrie-, Handels- und Handwerkskammern vorgeschlagene Hilfspaket umfasst Maßnahmen von insgesamt mehr als einer Milliarde Euro. Die Situation sei katastrophal, sagte der Dresdner IHK-Präsident, Andreas Sperl.

Unternehmen litten unter Liquiditätsproblemen und ganze Märkte seien weggebrochen. Kundenbeziehungen könnten außerdem wegen der Reisebeschränkungen nicht mehr aufrechterhalten werden. Viele Beschäftigte sind derzeit in Kurzarbeit - die Kammern fürchten einen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Freistaat.

10:22 Uhr: Quarantänepflicht für Reisende in Sachsen gelockert

Sachsen lockert ab Donnerstag die Einreisebestimmungen in der Corona-Krise. Wer nicht von außerhalb Europas einreist, muss nicht mehr in eine 14-tägige Quarantäne, teilte das Sozialministerium in Dresden am Mittwoch mit. Alle anderen müssen sich unverzüglich in ihre Wohnung oder eine andere Unterkunft begeben und für zwei Wochen nach ihrer Einreise ständig dort bleiben. In dieser Zeit ist es ihnen auch nur eingeschränkter Besuch gestattet. Die Regelung gilt bis zum 14. Juni.

9:20 Uhr: Kretschmer: Corona-Demonstranten «nicht ernst nehmen wäre falsch»

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer will Demonstranten gegen die Corona-Beschränkungen ernst nehmen. «Ich möchte verstehen, was die Menschen umtreibt. Das ist eine zwingende Voraussetzung dafür, dass dieses Land sich nicht weiter spaltet», sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstag). «Diese Leute nicht ernst nehmen wäre falsch.» Dem Politiker zufolge könnte die Zahl der Demonstranten zunehmen, wenn Menschen mit kritischen Positionen «sofort in eine Ecke gedrängt und als Gesprächspartner ausgeschlossen» würden.

Kretschmer hatte am Samstag in Dresden eine Stunde lang Gespräche mit Demonstranten bei Protesten gegen die Corona-Maßnahmen geführt und dafür viel Kritik geerntet. Auch weil er dabei keinen Mundschutz trug. Er hatte die Gespräche bereits Anfang der Woche verteidigt. In dem Funke-Interview räumte aber ein, dass es angesichts der vielen Menschen besser gewesen wäre, eine Maske aufzusetzen.

5:00 Uhr: Angemessene Polizeikontrollen zum "Vatertag"

Sachsens Polizei rechnet nach den Erfahrungen der letzten Jahren mit einem weitgehend friedlichen «Vatertag». Traditionell wird Christi Himmelfahrt von vielen Männern im Freien mit Alkohol begossen. Die Polizei werde mit ausreichend Personal präsent sein werde. Alle Voraussetzungen für einen guten Tag seien gegeben. In den beiden vergangenen Jahren habe es keine nennenswerten Störungen gegeben. Man werde am Donnerstag mit Fingerspitzengefühl vorgehen und sich auf die Unvernünftigen konzentrieren. Zugleich erinnerte Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar daran, dass wegen der Corona-Einschränkungen die Abstandsregeln und die Kontaktbeschränkungen gelten.


20. Mai 2020

19:30 Uhr: Sachsen sichert Beteiligungen an Unternehmen mit 71,6 Millionen Euro

Zur Stabilisierung von Unternehmensbeteiligungen des Landes hat die sächsische Landesregierung insgesamt 71,6 Millionen Euro aus dem Corona-Bewältigungsfonds bereitgestellt. Der Haushalts- und Finanzausschuss des Sächsischen Landtages habe dem zugestimmt, teilte das Finanzministerium am Mittwoch mit. Mit den Geldern sollen coronabedingte Einnahmeausfälle abgefedert und Insolvenzrisiken vorgebeugt werden. Der Freistaat ist an 30 sächsischen Unternehmen, mit 5480 Beschäftigten, unmittelbar beteiligt.

16:10 Uhr: Kretschmer: Corona-Krise kann Europa zusammenrücken lassen

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer hofft darauf, dass die Europäische Union Lehren aus der Corona-Krise zieht und enger zusammenrückt. Die Erfahrung, die man bisher gemacht habe, sei aber überwiegend enttäuschend, sagte der 45 Jahre alte Politiker im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Dresden und erinnerte an die seit Monaten geschlossenen Grenzen. Den Regionen müsse - auch länderübergreifend - mehr Kompetenz eingeräumt werden, so dass sie die Dinge miteinander klären könnten. Als Beispiele nannte Kretschmer etwa gemeinsame Hygienekonzepte und Gesundheitsvorsorge in den Krankenhäusern von Görlitz und Zgorzelec. «Wenn die nächste Pandemie oder die nächste Welle kommt, darf es nicht so sein, dass Grenzen geschlossen werden, sondern es muss gemeinsame Standards geben», sagte er. «Wir haben eine Verantwortung, dass die Europäische Union nicht auseinander fliegt.»

15:16 Uhr: Sächsisches Unternehmen produziert OP-Masken

Im Vogtland hat das erste sächsische Unternehmen mit der Produktion von zertifizierten OP-Mundschutzmasken begonnen. Die Firma Textile Expert Germany (TEG) in Heinsdorfergrund hat die Herstellung der Medizinprodukte Mitte Mai aufgenommen. Dafür habe man bislang eine halbe Million Euro investiert, sagte Geschäftsführer Timo Fischer am Mittwoch im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Die Kapazität liege bei mehreren 100.000 OP-Schutzmasken pro Woche. Mittelfristig wolle man mehrere Millionen Stück pro Woche herstellen. Im Sommer soll zudem die Produktion von FFP2-Masken anlaufen. Man plane mit einer Kapazität von 200.000 Stück pro Woche.

Das Bundesgesundheitsministerium geht kurzfristig von einem großen Bedarf aus. Man rechne damit, dass das deutsche Gesundheitswesen während der Corona-Pandemie im Jahr mindestens 400 Millionen FFP2- und rund 800 Millionen Mund-Nasen-Schutzmasken benötige, teilte das Ministerium auf dpa-Anfrage mit.

14:36 Uhr: 31 Neue Coronafälle in Sachsen

Die Zahl der Neuinfektionen in Sachsen ist im Vergleich zu Mittwoch um 31 positive Tests gestiegen. Das hat das Sächsische Sozialministerium heute bekanntgegeben. Insgesamt sind damit 5.173 Menschen in Sachsen positiv getestet worden, von denen geschätzt 4.590 wieder gesund sind. Es gibt drei neue Todesfälle. Insgesamt sind im Freistaat damit 200 Menschen im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. Der Anteil der Verstorbenen an der Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionsfälle beträgt 3,9%.

13:36 Uhr: Sächsische Wirtschaft fordert Konjunkturprogramm

Die sächsische Wirtschaft fordert angesichts der Corona-Krise ein millionenschweres Konjunkturprogramm vom Freistaat. Das am Mittwoch in Dresden von Industrie-, Handels- und Handwerkskammern vorgeschlagene Hilfspaket umfasst Maßnahmen von insgesamt mehr als einer Milliarde Euro. Unter anderem regen die Kammern an, die Investitionsausgaben des Landes für Modernisierung und Infrastruktur um mindestens 600 Millionen jährlich auszuweiten - vor allem für Digitalisierung, Elektromobilität, Straße und Schiene. Zudem verlangen die Kammern einen sächsischen Beteiligungsfonds in Höhe von 250 Millionen Euro, um das Eigenkapital der von der Corona-Krise bedrohten sächsischen Firmen zu stärken. Um den Privatkonsum anzukurbeln, stellen sich Industrie und Handwerk «Anerkennungsprämien» in Höhe von 50 Euro vor, die einmalig an die Bürger in Sachsen verteilt werden. 

12:46 Uhr: Leipziger Freibäder rüsten sich für Saisonstart

Die Leipziger Freibäder rüsten sich für die Saison. Ab Montag sollen sie wieder öffnen, wie der Geschäftsführer der Leipziger Sportbäder, Martin Gräfe sagte. Wegen des Coronavirus gelten jedoch strenge Auflagen: So sollen jedem Badegast mindestens 15 Quadratmeter Liegefläche zur Verfügung stehen, und im Kassenbereich sowie in den Sanitärräumen sind Masken zu tragen. Schilder weisen auf Abstandsregeln hin. Höchstens 800 Badegäste dürften etwa gleichzeitig ins Schreberbad kommen. In den vergangenen Jahren waren dort bis zu 2000 Menschen gleichzeitig. Am 1. Juni sollen das Ökobad Lindenthal und das Kinderfreibecken «Robbe» öffnen.

11:25 Uhr: Sächsische Tourismusbranche demonstriert für Rettungsschirm

Die sächsische Tourismusbranche hat am Vormittag in der Dresdner Innenstadt für einen Rettungschirm demonstriert...

11:17 Uhr: Sachsen lockert Quarantäne-Pflicht für Reisende

Sachsen lockert ab Donnerstag die Einreisebestimmungen. Wer nicht von außerhalb Europas einreist, muss nicht mehr in eine 14-tägige Quarantäne, teilte das Sozialministerium in Dresden am Mittwoch mit. Alle anderen müssen sich unverzüglich in ihre Wohnung oder eine andere Unterkunft begeben und für zwei Wochen nach ihrer Einreise ständig dort bleiben. In dieser Zeit ist es ihnen auch nur eingeschränkter Besuch gestattet. Die Regelung gilt bis zum 14. Juni. Neu sei, dass Reiserückkehrer von der Quarantänepflicht vorzeitig befreit werden können, wenn sie nach ihrer Rückkehr einen negativen Corona-Test vorweisen, hieß es. Ausgenommen von häuslicher Quarantäne sind Menschen, die im Gütertransport grenzüberschreitend einreisen. Gleiches gilt für Beschäftigte etwa im Gesundheitswesen und anderen wichtigen Bereichen. Auch Saisonarbeitskräfte sind bei Einhaltung bestimmter Voraussetzungen nicht betroffen.

9:40 Uhr. Sächsische Tourismusbranche demonstriert in Dresden

Die von der Corona-Krise besonders schwer getroffene sächsische Tourismusbranche demonstriert heute am Vormittag in der Dresdner Innenstadt für einen Rettungschirm. Seit mehr als zwei Monaten stehen Reiseveranstalter, Omnibusbetriebe und Stadtführer ohne jegliche Einnahmen da. Nahezu 90 Prozent der Mitarbeiter sind in Kurzarbeit, vielen droht die Arbeitslosigkeit. Organisatorin Birgit Büttner kämpft mit ihren Branchenkollegen um das wirtschaftliche Überleben. Unter anderem fordert sie einen Rettungsschirm für die gesamte Touristik und nicht rückzahlbare Finanzhilfen.  

19. Mai 2020

17:00 Uhr: Rammstein setzt Europa-Tour 2021 fort - Auftakt in Leipzig

Rammstein hat den zweiten Teil der Europa-Tour auf das kommende Jahr verlegt. Die international erfolgreiche Band gab am Dienstag nach der coronabedingten Absage der Konzerte in diesem Jahr neue Termine für 2021 bekannt. «Bleibt gesund! Wir freuen uns auf euch in 2021», kommentierte die Berliner Band auf ihrer Internetseite. Auftakt für die Fortsetzung der erfolgreichen Stadion-Tour ist am 22. und 23. Mai 2021 in Leipzig. 

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EUROPE STADIUM TOUR RESCHEDULED TO 2021! Today we're delighted to announce the new, rescheduled dates for this year’s Rammstein - tour, which had to be cancelled due to COVID-19. All shows have now been rescheduled to 2021, and already-purchased tickets will remain valid for the new dates! We are very much looking forward to seeing many of you next year! New dates: 𝟮𝟮.𝟬𝟱.𝟮𝟬𝟮𝟭 𝗟𝗲𝗶𝗽𝘇𝗶𝗴, 𝗥𝗲𝗱 𝗕𝘂𝗹𝗹 𝗔𝗿𝗲𝗻𝗮 𝗟𝗲𝗶𝗽𝘇𝗶𝗴 (rescheduled from 29.05.2020) 𝟮𝟯.𝟬𝟱.𝟮𝟬𝟮𝟭 𝗟𝗲𝗶𝗽𝘇𝗶𝗴, 𝗥𝗲𝗱 𝗕𝘂𝗹𝗹 𝗔𝗿𝗲𝗻𝗮 𝗟𝗲𝗶𝗽𝘇𝗶𝗴 (rescheduled from 30.05.2020) 𝟮𝟳.𝟬𝟱.𝟮𝟬𝟮𝟭 𝗞𝗹𝗮𝗴𝗲𝗻𝗳𝘂𝗿𝘁, 𝗪ö𝗿𝘁𝗵𝗲𝗿𝘀𝗲𝗲 𝗦𝘁𝗮𝗱𝗶𝗼𝗻 (rescheduled from 25.05.2020) 𝟯𝟭.𝟬𝟱.𝟮𝟬𝟮𝟭 𝗦𝘁𝘂𝘁𝘁𝗴𝗮𝗿𝘁, 𝗠𝗲𝗿𝗰𝗲𝗱𝗲𝘀-𝗕𝗲𝗻𝘇 𝗔𝗿𝗲𝗻𝗮 (rescheduled from 02.06.2020) 𝟬𝟭.𝟬𝟲.𝟮𝟬𝟮𝟭 𝗦𝘁𝘂𝘁𝘁𝗴𝗮𝗿𝘁, 𝗠𝗲𝗿𝗰𝗲𝗱𝗲𝘀-𝗕𝗲𝗻𝘇 𝗔𝗿𝗲𝗻𝗮 (rescheduled from 03.06.2020) 𝟬𝟱.𝟬𝟲.𝟮𝟬𝟮𝟭 𝗕𝗲𝗿𝗹𝗶𝗻, 𝗢𝗹𝘆𝗺𝗽𝗶𝗮𝘀𝘁𝗮𝗱𝗶𝗼𝗻 (rescheduled from 04.07.2020) 𝟬𝟲.𝟬𝟲.𝟮𝟬𝟮𝟭 𝗕𝗲𝗿𝗹𝗶𝗻, 𝗢𝗹𝘆𝗺𝗽𝗶𝗮𝘀𝘁𝗮𝗱𝗶𝗼𝗻 (rescheduled from 05.07.2020) 𝟭𝟮.𝟬𝟲.𝟮𝟬𝟮𝟭 𝗕𝗲𝗹𝗳𝗮𝘀𝘁, 𝗕𝗼𝘂𝗰𝗵𝗲𝗿 𝗥𝗼𝗮𝗱 𝗣𝗹𝗮𝘆𝗶𝗻𝗴 𝗙𝗶𝗲𝗹𝗱𝘀 (rescheduled from 17.06.2020) 𝟭𝟲.𝟬𝟲.𝟮𝟬𝟮𝟭 𝗖𝗮𝗿𝗱𝗶𝗳𝗳, 𝗣𝗿𝗶𝗻𝗰𝗶𝗽𝗮𝗹𝗶𝘁𝘆 𝗦𝘁𝗮𝗱𝗶𝘂𝗺 (rescheduled from 14.06.2020) 𝟭𝟵.𝟬𝟲.𝟮𝟬𝟮𝟭 𝗖𝗼𝘃𝗲𝗻𝘁𝗿𝘆, 𝗥𝗶𝗰𝗼𝗵 𝗔𝗿𝗲𝗻𝗮 (rescheduled from 20.06.2020) 𝟮𝟯.𝟬𝟲.𝟮𝟬𝟮𝟭 𝗔𝗮𝗿𝗵𝘂𝘀, 𝗖𝗲𝗿𝗲𝘀 𝗣𝗮𝗿𝗸 (rescheduled from 04.08.2020) 𝟮𝟲.𝟬𝟲.𝟮𝟬𝟮𝟭 𝗗𝘂𝘀𝘀𝗲𝗹𝗱𝗼𝗿𝗳, 𝗠𝗲𝗿𝗸𝘂𝗿 𝗦𝗽𝗶𝗲𝗹-𝗔𝗿𝗲𝗻𝗮 (rescheduled from 27.06.2020) 𝟮𝟳.𝟬𝟲.𝟮𝟬𝟮𝟭 𝗗𝘂𝘀𝘀𝗲𝗹𝗱𝗼𝗿𝗳, 𝗠𝗲𝗿𝗸𝘂𝗿 𝗦𝗽𝗶𝗲𝗹-𝗔𝗿𝗲𝗻𝗮 (rescheduled from 28.06.2020) 𝟯𝟬.𝟬𝟲.𝟮𝟬𝟮𝟭 𝗛𝗮𝗺𝗯𝘂𝗿𝗴, 𝗩𝗼𝗹𝗸𝘀𝗽𝗮𝗿𝗸𝘀𝘁𝗮𝗱𝗶𝗼𝗻 (rescheduled from 01.07.2020) 𝟬𝟭.𝟬𝟳.𝟮𝟬𝟮𝟭 𝗛𝗮𝗺𝗯𝘂𝗿𝗴, 𝗩𝗼𝗹𝗸𝘀𝗽𝗮𝗿𝗸𝘀𝘁𝗮𝗱𝗶𝗼𝗻 (rescheduled from 02.07.2020) 𝟬𝟱.𝟬𝟳.𝟮𝟬𝟮𝟭 𝗭𝘂𝗿𝗶𝗰𝗵, 𝗦𝘁𝗮𝗱𝗶𝗼𝗻 𝗟𝗲𝘁𝘇𝗶𝗴𝗿𝘂𝗻𝗱 (rescheduled from 06.06.2020) 𝟬𝟲.𝟬𝟳.𝟮𝟬𝟮𝟭 𝗭𝘂𝗿𝗶𝗰𝗵, 𝗦𝘁𝗮𝗱𝗶𝗼𝗻 𝗟𝗲𝘁𝘇𝗶𝗴𝗿𝘂𝗻𝗱 (rescheduled from 07.06.2020) 𝟬𝟵.𝟬𝟳.𝟮𝟬𝟮𝟭 𝗟𝘆𝗼𝗻, 𝗚𝗿𝗼𝘂𝗽𝗮𝗺𝗮 𝗦𝘁𝗮𝗱𝗶𝘂𝗺 (rescheduled from 09.07.2020) 𝟭𝟬.𝟬𝟳.𝟮𝟬𝟮𝟭 𝗟

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16:32 Uhr: Kretschmann kritisiert Kretschmer wegen Auftritt bei Corona-Demo

 Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat nicht vor, wie sein sächsischer Amtskollege Michael Kretschmer (CDU) auf Tuchfühlung mit Gegnern der Corona-Maßnahmen zu gehen. Er werde nicht ohne Schutzmaske zu einer solchen Demonstration gehen, sagte er am Dienstag in Stuttgart. «Ich halte das für hochproblematisch in diesen Zeiten.» Das seien zudem «Leute, die alles, was wir machen, für mehr oder weniger falsch halten».

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer hatte sich am Samstag mehr als eine Stunde lang Gegnern der Corona-Maßnahmen in Dresden gestellt. Ihm war später vorgeworfen worden, keinen Mundschutz getragen und den Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten zu haben.

16:20 Uhr: Online Bürger Debatten zur Corona-Krise geplant

Die Corona-Krise und ihre Folgen sollen ab Juni in sogenannten Online-Bürger Debatten diskutiert werden. Für das neue Projekt der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung hat das Kabinett heute finanzielle Mittel beschlossen. Ab den 8. Juni sind pro Wochen 4 Debatten geplant u.a zu den Themen: Mittelstand, Bildung, Zukunft von Kultur, Kirche oder Ehrenamt sowie den Veränderungen in der Arbeitswelt. Zuvor werden verschiedene Artikel in Wochen- oder Anzeigenblätter veröffentlicht. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 165.000 Euro – davon bringt die Landeszentrale 45.000 Euro aus eigenen Mitteln auf.

16:05 Uhr: Himmelfahrt: Evangelische Gottesdienste im Freien

Zu Himmelfahrt setzt die evangelische Kirche auf gutes Wetter. Die Gottesdienste zum Feiertag an diesem Donnerstag sollen in Brandenburg und Görlitz vorwiegend unter freiem Himmel stattfinden, teilte die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) am Dienstag mit.

An Christi Himmelfahrt, 40 Tage nach dem Ostersonntag, erinnern die Christen an den Weg zum Ölberg, von wo aus Jesus der Überlieferung nach in den Himmel aufgenommen wurde. In Deutschland wird dabei der Vatertag oder Herrentag oft lautstark und mit viel Bier gefeiert. Das geht auf einen Volksbrauch zurück. Aus Prozessionen entwickelten sich im 19. Jahrhundert Herrenpartien, die nach Einführung des Muttertages zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum Gegenstück, dem Vatertag, wurden.

 

14:45 Uhr: Stabile Corona-Zahlen im Freistaat

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Sachsen ist am Dienstag weiter auf einem niedrigen Niveau gestiegen. Im Vergleich zum Vortag wurden zwölf neue Fälle registriert. Insgesamt liegt die Gesamtzahl der nachweislich Infizierten in Sachsen damit bei 5142. Innerhalb von 24 Stunden wurde ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet - insgesamt starben bisher 197 positiv getestete Menschen im Freistaat. Das Gesundheitsministerium geht nach Berechnungen davon aus, dass mehr als 4560 infizierte Menschen inzwischen wieder genesen sind.

11:22 Uhr: Aue-Boss rechnet mit hohen finanziellen Verlusten

Präsident Helge Leonhardt von Erzgebirge Aue rechnet trotz des vollzogenen Neustarts in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga mit hohen finanziellen Einbußen für seinen Verein. «Bleiben die strikten Vorgaben über den Sommer hinaus bestehen, starten wir mit Geisterspielen in die neue Saison. Dann wären ungefähr zwei bis drei Millionen Euro weg», sagte Leonhardt dem Online-Portal «Tag24» (Dienstag).

Der Unternehmer fürchtet Einnahmeverluste speziell im Zuschauer- und Sponsoring-Bereich. «Unserem Verein steht eine brutale Restrukturierung bevor. Es wird zwangsläufig Einstriche in allen Bereichen geben», erklärte Leonhardt und kündigte entsprechende Etat-Anpassungen an: «Das betrifft alle Bereiche des Clubs - nicht nur die Profis.»

10:15 Uhr: Leipzig plant Kurzarbeit in Kulturbetrieben

Die Stadt Leipzig plant in vier Kulturbetrieben Kurzarbeit. Die Regelung soll von 1. Juni bis 15. Juli gelten und beträfe Oper, Gewandhaus, Schauspiel Leipzig sowie Theater der Jungen Welt, sagte Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (Linke) am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit laufe die Abstimmung mit dem Personalrat. Die Betroffenen sollen nach Tarifvertrag 90 bis 95 Prozent ihres bisherigen Gehalts bekommen, so Jennicke. Zuvor hatten Medien berichtet.

9:18 Uhr: Zahl der Übernachtungsgäste im März mehr als halbiert

Die Zahl der Übernachtungsgäste in Sachsen ist im März coronabedingt massiv eingebrochen. Insgesamt gab es rund 245 000 Besucher in den Unterkünften im Freistaat, wie das Statistische Landesamt am Dienstag mitteilte. Das waren rund 58 Prozent weniger Gäste als im März 2019. Auch die Zahl der Übernachtungen ging um rund 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf knapp 718 000 Übernachtungen zurück. Besonders stark sanken die Zahlen in Dresden und Leipzig. Allein die Jugendherbergen, Ferienheime und Ferienzentren mussten einen Rückgang von Besuchern um zwei Drittel verkraften. Bei den Ferienhäusern und -wohnungen logierten etwa 40 Prozent weniger Gäste als im Vorjahresmonat.

9:00 Uhr: Vatertag als Herausforderung für Gastwirte und Sicherheitspersonal

Angesichts der Auflagen im Gaststättenbereich setzt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Sachsen zu Christi Himmelfahrt auf die Vernunft der Gäste. «Wir hoffen, dass viele Gäste kommen und die Regeln akzeptieren – vor allem auch zum Herrentag», sagte Axel Klein, Hauptgeschäftsführer des Dehoga in Sachsen. Er erinnerte daran, dass die Infektionsgefahr immer noch bestehe.


18. Mai 2020

17:05 Uhr: Schwacher Anstieg bei den Corona-Infektionen in Sachsen

Sachsen hat am Montag im Vergleich zum Vortag acht neue Coronavirus-Infektionen registriert - und damit so wenig neue Fälle wie seit Wochen nicht. Allerdings könnte es sein, dass die Gesundheitsämter noch Infektionen vom Wochenende nachmeldeten, erklärte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums auf Anfrage. Die Zahlen seien daher mit Vorsicht zu behandeln. Insgesamt liegt die Gesamtzahl der nachweislich Infizierten in Sachsen damit bei 5130. Innerhalb von 24 Stunden wurde ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet - insgesamt starben bisher 196 positiv getestete Menschen im Freistaat. Das Gesundheitsministerium geht nach Berechnungen davon aus, dass mehr als 4500 infizierte Menschen inzwischen wieder genesen sind.

14:40 Uhr: Kretschmer verteidigt Vorgehen bei Corona-Demonstration in Dresden

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer hat seine Gespräche mit Demonstranten bei Protesten gegen die Corona-Maßnahmen am Samstag in Dresden verteidigt. «Ich wollte mir ein Bild über die Stimmung verschaffen und respektiere, wenn Menschen eine andere Meinung haben», sagte er am Montag auf Anfrage. Kretschmer war später vorgeworfen worden, keinen Mundschutz getragen und den Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten zu haben.

Schon vor Ort hatte er erklärt, dass er normalerweise eine Mund-Nase- Bedeckung nutze, bei dieser Gelegenheit aber darauf verzichte, weil die Demonstranten einen solchen Mundschutz ablehnten. «Wenn ich mich dabei anstecke, dann ist das mein eigener Fehler. Aber dann trage ich das», hatte er seinen Gesprächspartnern gesagt. Auf den Mindestabstand wies er selbst immer wieder hin. Allerdings umringten Anwesende ihn in einem Pulk.

14:02 Uhr: Sachsen will keine Corona-Tests in Schlachthöfen ohne Anlass

In Sachsen sollen Mitarbeiter von Schlachthöfen nicht ohne Anlass auf das neuartige Coronavirus getestet werden. Die Gesundheitsämter würden anlassbezogen testen, teilte das sächsische Sozialministerium in Dresden am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. «Eine generelle Testung ohne triftigen Grund ist nicht vorgesehen. Dies gilt auch für Schlachthöfe», hieß es. Dem Gesundheitsministerium sind demnach keine Corona-Fälle auf Schlachthöfen bekannt.

Zuletzt war es in mehreren Bundesländern gehäuft zu Coronavirus-Ausbrüchen in Fleischbetrieben gekommen. Erst am Sonntag waren bei einem Betrieb im Landkreis Osnabrück 92 Mitarbeiter positiv getestet worden. Die Bundesregierung will deswegen über strengere Regeln für die Branche beraten.

13:09 Uhr: Elternräte begrüßen Aussetzen der Schulbesuchspflicht

Elternvertreter in Sachsen haben die vorübergehende Aussetzung der Schulbesuchspflicht begrüßt. Landeselternrat und Kreiselternräte hätten das bereits mehrfach angesprochen, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Montag. Nach Einschätzung der Elternvertreter ist die derzeitige Situation nicht mehr tragbar, sie warfen dem Kultusministerium in Sachsen mangelnde Kommunikation, nicht stimmige Maßnahmen und Vorgaben sowie fehlende längerfristige Konzepte vor.

Das Kultusministerium hatte am Wochenende die Schulbesuchspflicht für Grundschüler nach einer Gerichtsentscheidung ausgesetzt. Eltern können bis zum 5. Juni vorerst selbst entscheiden, ob ihre Kinder in der Schule oder zu Hause lernen. Das Verwaltungsgericht Leipzig hatte in einem Eilverfahren zugunsten der Eltern eines Siebenjährigen entschieden, die sich gegen die Öffnung der Grundschulen ohne Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern gewandt hatten.

12:48 Uhr: Sachsen setzt sich für Videotelefonie und Internet für Gefangene ein

Gefangene in deutschen Gefängnissen sollen nach dem Willen des sächsischen Justizministeriums Zugang zu Videotelefonie und Internet bekommen. Man setze sich für eine weitere Digitalisierung des Justizvollzugs ein, teilte das Ministerium in Dresden am Montag vor einer Videokonferenz der Justizminister der Länder mit.

Angesichts der Corona-Krise habe sich gezeigt, dass die flächendeckende Bereitstellung von Videodolmetschertechnik und überwachter Videotelefonie für Gefangene kurzfristig realisierbar sei, hieß es. Zudem befürwortet Sachsen, dass Gefangene einen kontrollierte Zugang zum Internet erhalten. Dies diene auch einer Angleichung an die Lebensverhältnisse und damit einer besseren Chance auf eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft.

12:32 Uhr: Positiver Corona-Test bei Chemnitzer FC

 Bei Fußball-Drittligist Chemnitzer FC ist ein Spieler positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Das bestätigte der Club am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten der MDR und «Tag24» darüber berichtet. Demnach ist das Virus bei dem Profi bei der am Samstag vorgenommenen zweiten Testreihe nachgewiesen worden. Bei der ersten Testung am Donnerstag waren noch alle Spieler negativ gewesen. Trotz des Falles kann der CFC wie geplant am Dienstag ins Mannschaftstraining einsteigen. Das Gesundheitsamt erteilte die Freigabe.

Der betreffende Spieler sei umgehend in eine 14-tägige häusliche Quarantäne gegangen, sagte ein Vereinssprecher. Zudem müssen zwei weitere Akteure in Quarantäne, die zwar negativ getestet worden waren, aber in Kontakt zu dem positiven Spieler standen. Alle Personen sind symptomfrei.

11:15 Uhr: Anzeige gegen Sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer

Gegen Ministerpräsident Michael Kretschmer ist Anzeige erstattet worden. Der Sprecher der Dresdner Polizei Marko Laske hat uns bestätigt, dass ein Bürger eine Online-Anzeige gegen den Regierungschef gestellt hat. Sie nehme Bezug auf das Bürgergespräch, dass Kretschmer am Samstag im Dresdner Großen Garten mit Demonstranten geführt hatte. Dabei hatte er keinen Mund-Nasen-Schutz getragen. Die Polizei bearbeite jetzt die Anzeige, so Laske. Dabei wird wohl geprüft, ob es sich um eine Ordnungswidrigkeit oder eine Straftat handeln könnte.

10:50 Uhr: Jugendweihe und Konfirmation in Sachsen später wegen Corona

Trotz zwischenzeitlicher Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen in Sachsen finden Konfirmationen und die Jugendweihe in diesem Jahr später als sonst statt. Die evangelische Landeskirche hat den üblichen Zeitraum bis zum Reformationsfest Ende Oktober verlängert, der Sächsische Verband für Jugendarbeit und Jugendweihe die vom 1. Juni bis 18. Juli geplanten Feiern in die Monate September bis Dezember verlegt. Das Landeskirchenamt rechnet mit insgesamt gut 4750 Teilnehmern und damit 250 weniger als 2019. Die Zahl der Jugendweihe-Teilnehmer liegt nach Verbandsangaben diesmal bei etwa 12 300 und damit auf dem Niveau der Vorjahre.

5:00 Uhr: Kitas und Schulen öffnen

Das Lernen zu Hause hat für die meisten sächsischen Schüler ein Ende: Von diesem Montag an öffnen Grundschulen und weiterführende Schulen nach wochenlanger Corona-Zwangspause wieder ihre Türen. Allerdings bleibt der Grundschulbesuch vorerst freiwillig. Nach einem Urteil des Verwaltungsgerichtes Leipzig hatte das Kultusministerium am Wochenende die Schulbesuchspflicht für die Klassen eins bis vier kurzfristig ausgesetzt. Eltern können bis zum 5. Juni selbst entscheiden, ob ihre Kinder in der Schule oder zu Hause lernen.

Das Gericht gab den Eltern eines Siebenjährigen recht, die sich gegen die Öffnung der Grundschulen ohne Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern gewandt hatten. Für die älteren Schüler gilt: Sie können nach Einschätzung des Kultusministeriums die Abstandsregeln besser einhalten und sollen daher in kleinen Gruppen unterrichtet werden - in einem Wechsel aus Lernzeiten zu Hause und Unterricht an der Schule.


17. Mai 2020

14:31 Uhr: Zahl der Neuinfektionen weiter langsam steigend

In Sachsen ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus erneut zurückgegangen. Wie das sächsische Gesundheitsministerium am Sonntag bekanntgab, stieg die Gesamtzahl der mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gegenüber dem Vortag um zwölf Fälle auf 5.122. Schon von Freitag auf Samstag hatte die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit 28 auf niedrigem Niveau gelegen. Die geschätzte Zahl der Genesenen wurde mit 4.450 angegeben, nachdem am Vortag noch 4.480 genannt wurden. Die Zahl der im Zusammenhang mit der Atemwegserkrankung Covid-19 gestorbenen Menschen im Freistaat liegt weiterhin bei 195.

10:05 Uhr: Chancen und Probleme der Energiewende

Die Corona-Krise schärft nach Ansicht von Sachsens Energieminister Wolfram Günther den Blick für Probleme und Chancen der Energiewende. «Wir müssen uns schneller auf die mit dem Kohleausstieg verbundenen Fragen konzentrieren als ursprünglich gedacht. Durch die Krise öffnet sich ein Fenster und wir können sehen, welche Versorgungs- und Entsorgungsprobleme zu lösen sind», sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Durch die Entwicklung der vergangenen Wochen und Monate finde der bis 2030 geplante Kohleausstieg in Teilen praktisch schon jetzt statt. Günther zufolge gab es in diesem Jahr bisher witterungsbedingt eine hohe Einspeisung erneuerbarer Energien in das Netz. Wegen der sehr niedrigen Gaspreise hätten Gaskraftwerke Strom zum Teil billiger herstellen können als Kohlekraftwerke. 

9:42 Uhr: Kretschmer will Fans wieder zulassen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und sein niedersächsischer Amtskollege Stephan Weil plädieren dafür, in der nächsten Saison der Fußball-Bundesliga wieder Zuschauer in die Stadien zu lassen. Kretschmer setzt sich zum Ziel, «dass Besuche von Fußballspielen, Konzerten, Theater- oder Opernaufführungen in Sachsen nach dem 1. September wieder möglich werden. Mundschutz und 1,5-Meter-Sicherheitsabstand reichen nach menschlichem Ermessen aus, um sich nicht anzustecken», sagte er der Bild amm Sonntag. «Dann sind zwar die Stadien nicht ausverkauft, aber es gibt wieder Spiele vor Publikum.»


16. Mai 2020

17:36 Uhr: Kretschmer stellt sich Demonstranten

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer hat am Samstag im Großen Garten von Dresden das Gespräch mit Demonstranten gegen die Corona-Auflagen gesucht. Der Besuch sei spontan erfolgt und deshalb vorher nicht angekündigt worden, hieß es. Kretschmer wurde teilweise dicht umlagert und musste sich zahlreichen kritischen Fragen stellen. Immer wieder wurde die sofortige Aufhebung aller Beschränkungen in der Corona-Krise gefordert. Manche Gesprächspartner leugneten die Existenz des Virus. Kretschmer versuchte zu erklären, warum die Regierung Maßnahmen traf und weshalb jetzt eine Lockerung möglich sei. Zahlreiche Teilnehmer zollten ihm für seinen Auftritt Respekt.

17:11 Uhr: Schulpflicht für Grundschüler vorübergehend ausgesetzt

Für die Grundschüler in Sachsen besteht von Montag an vorübergehend keine Schulpflicht. Wie das Kultusministerium am Samstag auf Anfrage bestätigte, können Eltern vorläufig selbst entscheiden ob, sie ihre Kinder in die Schule schicken oder zu Hause unterrichten wollen. Damit reagierte das Ministerium auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts Leipzig vom Freitag. Dieses hatte im Eilverfahren zugunsten der Eltern eines Siebenjährigen entschieden, die sich gegen die Öffnung der Grundschulen ohne Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern gewandt hatten. Man respektiere den Beschluss und werde die Schulbesuchspflicht für Schülerinnen und Schüler im Primarbereich vorerst aussetzen, sagte Kultusminister Christian Piwarz. Die Festlegung des Kultusministeriums gilt bis zum 5. Juni und betrifft Grundschulen sowie den Primarbereich der Förderschulen. Das Ministerium kündigte an, den Beschluss des Verwaltungsgerichts Leipzig vor dem Oberverwaltungsgericht in Bautzen anfechten zu wollen.

14:06 Uhr: Tschechien verlängert Einreisestopp für Ausländer

In Tschechien läuft der wegen der Coronavirus-Pandemie verhängte Ausnahmezustand in der Nacht von Sonntag zu Montag aus. Doch der Einreisestopp für Touristen aus Deutschland und anderen Ländern bleibe auf anderer Grundlage bestehen, stellte ein Sprecher des Innenministeriums in Prag auf dpa-Anfrage klar. Das tschechische Gesundheitsministerium veröffentlichte am Samstag eine diesbezügliche Verordnung zum «Schutz vor einer Einschleppung von Covid-19». Sie gilt ab dem 18. Mai vorerst unbefristet.

14:00 Uhr: 28 neue Infektionsfälle in Sachsen

Die Zahl der Corona-Infektionen in Sachsen ist erneut gestiegen, aber wieder in Maßen. Das Sächsische Sozialministerium hat am Nachmittag bekanntgegeben, dass es von Freitag zu heute 28 Neuinfektionen gibt. Insgesamt wurden in Sachsen 5.110 Menschen positiv getestet. Demgegenüber steht die weiter stetig steigende Zahl von geschätzt 4.480 Genesenen. Die Zahl der Sterbefälle wurde korrigert. Nachdem es am Freitag noch 196 Fälle wren, sind es heute 195. Der Landkreis Bautzen hat einen Todesfall korrigiert. Der Anteil der Verstorbenen an der Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionsfälle beträgt 3,8%

10:15 Uhr: Kitas und Grundschulen bereiten sich vor

Vor der Wiedereröffnung von Grundschulen und Kitas in Sachsen am Montag laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. «Seit Tagen tun wir alles, was geht», sagte etwa die Leiterin der Dresdner Kita Pirolino, Romy Müller. Mit Klebeband wurden Abstände auf dem Boden markiert, Dienstpläne geschrieben, Kollegen und Kinder den Räumen zugeordnet. Denn durften sich die Kinder bisher aussuchen, ob sie ins Atelier, den Sport- oder Rollenspielraum gehen, müssen sie nun in einem Raum zusammen bleiben - strikt getrennt in festen Räumen, möglichst mit immer denselben Erzieherinnen. Damit sollen sich Infektionsketten besser nachverfolgen lassen. Zudem gelten strenge Hygiene-Regeln. Gewerkschaft und Erzieher kritisieren die Wiedereröffnung als zu schnell und warnen vor einer Überlastung der Erzieher und Betreuer durch Mehrarbeit und Überstunden.

10:00 Uhr: Rund 170.000 Nutzer bei Kretschmers Sprechstunden

Ministerpräsident Michael Kretschmer hat bei bisher fünf Online-Bürgersprechstunden über seinen Facebook-Kanal laut Staatskanzlei rund 170.000 Internet-Nutzer erreicht. Er wolle dieses Format zunächst fortsetzen, um mit den Bürgern im Gespräch zu bleiben, sagte Regierungssprecher Ralph Schreiber. Auch einige Landtagsabgeordnete halten so Kontakt zu ihren Wählern. «Das Interesse ist deutlich höher als bisher», sagte der Leipziger SPD-Abgeordnete Holger Mann. Im Plenarsaal tagen dagegen weniger Mandatsträger als sonst. Und manche Stadträte sind zeitweise auf andere Räume ausgewichen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergeben hat - in Chemnitz zum Beispiel auf die Kongressebene des Fußballstadions.


15. Mai 2020

17:41 Uhr: Erster Coronafall unter Gefangenen

Unter den sächsischen Häftlingen gibt es einen ersten Coronavirus-Fall. Wie das Justizministerium am Freitag mitteilte, wurde eine Frau im Krankenhaus der Justizvollzugsanstalt in Leipzig positiv getestet. Die Gefangene war am 13. Mai wegen einer Sportverletzung aus Chemnitz in das Haftkrankenhaus verlegt worden. Sie wurde am Donnerstag getestet, am Freitag lag das Ergebnis vor. Die Gefangene werde in dem Krankenhaus unter Quarantäne gestellt. Sie habe bisher keinerlei Krankheitssymptome. Die Gesundheitsämter in Chemnitz und Leipzig versuchen nun, die Infektionskette nachzuvollziehen. Im sächsischen Justizvollzug hatte es unter Bediensteten schon mehrere Corona-Infektionen gegeben.

16:16 Uhr: Negative Corona-Tests beim Chemnitzer FC

Die erste von mindestens zwei Corona-Testreihen beim Fußball-Drittligisten Chemnitzer FC hat ausschließlich negative Ergebnisse erbracht. Darüber informierte der Verein am Freitag. Tags zuvor hatten sich 27 Spieler und 13 Mitglieder des Trainer- und Betreuerstabs der Untersuchung unterzogen. Die entnommenen Proben wurden in einem durch den DFB zugewiesenen Labor in Jena ausgewertet. Bereits am Samstag soll beim CFC wieder getestet werden. Bleibt auch die zweite Testung negativ, kann der Übergang aus dem Kleingruppen- ins Mannschaftstraining erfolgen.

16:05 Uhr: Verwaltungsgericht bestätigt Schulschließungen als rechtmäßig

Das Verwaltungsgericht Dresden hat die länger andauernden Schulschließungen für einen Großteil der sächsischen Schüler als rechtmäßig gebilligt. Es wies Eilanträge eines 13 Jahre alten Gymnasiasten und einer neunjährigen Grundschülerin ab, die damit einem Schulbesuch ab 4. Mai hatten durchsetzen wollen. Die Schulschließungen seien durch das Infektionsschutzgesetz gedeckt, teilte das Gericht am Freitag mit. Die Eltern hatten unter anderem geltend gemacht, dass das in der Verfassung verbriefte Recht ihrer Kinder auf Schulbildung verletzt werde. Dass Sachsen die Schulen zunächst nur für die Abschluss- und danach für die Vorabschlussklassen geöffnet habe, verstoße gegen das Gleichheitsgebot des Grundgesetzes. Diesen Argumenten folgte die 6. Kammer des Verwaltungsgerichts nicht. Dass einige Jahrgänge früher in die Schulen zurück durften, verstoße nicht gegen den Gleichheitsgrundsatz, denn für diese Differenzierung gebe es einen sachlichen Grund. Auch das Recht der Kinder auf Schulbildung und Chancengleichheit werde nicht verletzt.

15:40 Uhr: Sächsische Zoos verzeichnen wieder mehr Besucher

Die Zoos in Sachsen registrieren knapp zwei Wochen nach der coronabedingten Zwangspause zunehmend viele Besucher. Die Nachfrage steige kontinuierlich, sagte Kerstin Eckart, Sprecherin des Zoos in Dresden. Erstmals hätten am selben Tag Gäste auf den Einlass warten müssen, so Eckart. Denn in den Dresdner Zoo dürfen höchstens 1000 Besucher gleichzeitig. «Die Leute waren total froh, dass sie mit ihren Kindern wieder was machen können», beobachtete Eckart. Weil Tierhäuser und begehbare Anlagen noch geschlossen sind, wurde der Eintrittspreis deutlich gesenkt.

In Leipzig kommen nach Angaben von Zoo-Sprecherin Maria Saegebarth beinahe alle Besucher mit Onlinetickets. «Bislang funktioniert das sehr gut», sagte sie. Maximal 4000 Menschen dürfen gleichzeitig die Tiere in den Ausengehegen in Leipzig beobachten. Laut Saegebarth seien jedoch seit der Öffnung am 4. Mai nie mehr als 3000 Besucher gleichzeitig auf dem Gelände gewesen. Etwa 5000 Menschen seien vergangenen Samstag gekommen, jedoch über den Tag verteilt. Die Einnahmen des Zoos lägen derzeit unter der Hälfte der geplanten Einnahmen, so Saegebarth. Der Zoo hoffe auf Unterstützung aus der Politik.

14:04 Uhr: 36 Neuinfektionen in Sachsen

Die Zahl der Neuinfektionen in Sachsen ist weiter steigend. Wie das Sächsische Sozialministerium mitteilte, sind im Freistaat bisher 5.082 Menschen positiv getestet worden. Das sind 36 neue Fälle im Vergleich zu Donnerstag. Geschätzt 4.450 Menschen sind wieder gesund. Es gibt 196 Todesfälle, zwei mehr als am Donnerstag. Der Anteil der Verstorbenen an der Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionsfälle beträgt 3,9%.

13:13 Uhr: Vorgaben zur Kita-Öffnung nicht sensibel genug

Die Vorgaben der Landesregierung an die Kitas zur Wiedereröffnung am Montag sind nach Ansicht der Johanniter nicht sensibel genug. Unter anderem müssten Gruppengrößen, die Regeln für die Übergabe der Kinder und die Betreuungszeiten auf den Prüfstand, teilte der sächsische Landesverband der Johanniter-Unfall-Hilfe in Leipzig mit. Manche Vorgaben ließen sich nicht einhalten. Nicht in allen Einrichtungen könne die ursprünglich vereinbarte Zeit angeboten werden. Zudem sollten Eltern die Einrichtungen betreten können, um ihre Kinder zu bringen oder abzuholen. So ließe sich eine unnötige psychische Belastung bei Kind, Erzieher und Eltern minimieren, betonten die Johanniter.

13:05 Uhr: Leipziger Gewandhausorchester beendet Saison vorzeitig

Das Leipziger Gewandhausorchester hat die Saison im Großen Saal coronabedingt vorzeitig beendet. Wie ein Sprecher des Konzerthauses am Freitag sagte, seien die kommenden Konzerte für große Ensembles geplant gewesen, zudem seien mehr Eintrittskarten verkauft worden, als nun wegen der Corona-Krise zugelassen. Man habe sich entschieden, die Konzerte bis 5. Juni abzusagen. Die Konzert-Saison im Großen Saal sei daher beendet. Denn ab Ende Mai wird das Konzertpodium wie geplant neu gebaut. Hoffnung gibt es für kleinere Konzerte: Wenn das erforderliche Hygienekonzept vom Gesundheitsamt genehmigt wird, könnten im Mendelssohn-Saal ab Mitte Juni kleinere Vorträge, etwa Recitals und Kammermusik, stattfinden, so der Sprecher. Diese würden neu aufgelegt, bereits geplante Konzerte erfüllten nicht die Hygienevorschriften.

13:01 Uhr: Landestourismusverband drängt auf weitere Öffnungen

Der sächsische Landestourismusverband und der Städte- und Gemeindetag dringen auf eine Wiederöffnung von Freizeitbädern und Thermen. Die Öffnung von Gaststätten und Hotels sei ein erster Schritt, erklärten die Verbände am Freitag. Aber es schränke den Gästezustrom ein, dass die Bäder, Thermen sowie Sauna- und Wellnessanlagen coronabedingt weiter geschlossen bleiben. Es müsse eine zeitnahe Öffnung der Anlagen geben. Anderenfalls seien einige Einrichtungen in ihrer Existenz bedroht. «Die Tourismusorte und die Betreiber der Freizeitbäder und Thermen brauchen eine klare Perspektive und einen Zeitplan, wann diese Einrichtungen wieder geöffnet werden können. Diese Perspektive muss sehr kurzfristig eröffnet werden», erklärte der Geschäftsführer des Städte- und Gemeindetages, Mischa Woitschek. Die Staatsregierung solle zudem frühzeitig Hygieneregeln für die Badeanstalten kommunizieren.

11:26 Uhr: Corona-Krise hat tiefes Loch in Finanzplanung gerissen

Die Corona-Krise reißt ein tiefes Loch in Sachsens Finanzplanung. Anhand der neuesten Steuerschätzung rechnet das Land dieses Jahr mit Steuereinnahmen von 14,4 Milliarden Euro. Das seien zwei Milliarden Euro weniger als bisher erwartet, teilte das Finanzministerium in Dresden mit. Auch in den nächsten Jahren werden die Corona-Folgen demnach deutlich zu spüren sein. Bis 2024 rechnet Sachsen mit fast fünf Milliarden Euro weniger als noch nach der Steuerschätzung im vorigen Oktober. Dieser «historische Einbruch der Steuereinnahmeerwartungen» enge die Spielräume bei den Ausgaben ein, erklärte Finanzminister Hartmut Vorjohann.

11:20 Uhr: Hotels und Restaurants empfangen wieder Gäste

Sachsen bittet zu Tisch oder Bett: Restaurants und Hotels im Freistaat können wieder Gäste empfangen. Tourismusministerin Barbara Klepsch machte sich im Parkhotel von Bad Schandau ein Bild davon, wie die mit der Corona- Pandemie verbundenen Hygieneauflagen umgesetzt werden: «Ich habe großen Respekt und ganz viel Bewunderung für alle Betreiber und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass sie sich dieser Herausforderung stellen und unter den neuen Bedingungen ihre Hotels und Restaurants wiedereröffnen. Hier steckt viel Aufwand und Mehrarbeit dahinter, damit sie ihre Gäste wieder bewirten und beherbergen können.» Klepsch erinnerte daran, dass der Tourismus eine der Branchen ist, die am stärksten von der Corona-Krise betroffen ist. Im März und April habe allein der Tourismus in Sachsen einen Verlust von rund 1,2 Milliarden Euro erlitten.

11:10 Uhr: Gastronomie in Sachsen startet wieder

Nach zweimonatiger Zwangspause wegen der Corona-Pandemie haben heute zahlreiche gastronomische Betriebe in Sachsen wieder geöffnet. «Die Mehrzahl hat geöffnet, obwohl die Betreiber wissen, dass es nicht wirtschaftlich ist», sagte Axel Klein, Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Sachsen. Es sei aber für die Betriebe wichtig, wieder in den Arbeitsablauf zu kommen. Gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern (IHK) im Freistaat hatte die Dehoga die Auflagen mit der Landesregierung beraten. Demnach muss das Personal einen Gesichtsschutz tragen oder von den Gästen durch eine Scheibe getrennt sein. Zwischen den Tischen ist ein Abstand von 1,5 Metern vorgeschrieben. Für Gäste sind Desinfektionsspender aufzustellen und Hinweise sowie Piktogramme anzubringen. Der Verzehr ist lediglich an Tischen oder für die Mitnahme erlaubt, nicht an der Theke oder der Bar. «Betriebe und Gäste müssen sich jetzt an die Regeln halten», betonte Klein.

10:40 Uhr: Ministerpräsident wirbt für kritische Sicht auf Meldungen aus dem Internet

Ministerpräsident Michael Kretschmer hat angesichts zahlreicher ‎Verschwörungstheorien zur Corona- Krise um eine kritische Sicht auf Informationen aus dem Internet ‎geworben. «Es ist ein Medium, das die eigene Sicht und Meinung immer weiter verstärkt und Skandale ‎oder Verschwörungstheorien viel stärker wirken lässt als Informationen und Fakten», sagte der 45-‎Jährige der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Eine Information aus dem Netz sei aber mitunter ‎kein Fakt und müsse noch lange keine Wahrheit sein. Deutschland sei ein sehr pluralistisches Land. Wer ‎das möchte, finde in klassischen Medien ein ausgewogenes Meinungsspektrum.‎

9:39 Uhr: Kretschmer: Kontaktbeschränkungen bleiben auf absehbare Zeit

Trotz weniger Neuinfektionen werden die Kontaktbeschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie nach Einschätzung von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer auf absehbare Zeit bestehen bleiben. Die Dauer werde «vom weiteren Infektionsgeschehen abhängig sein und von der Umsicht aller Bürgerinnen und Bürger», sagte er der «Sächsischen Zeitung». Der Ministerpräsident begründete die jüngsten Lockerungen mit geringeren Infektionszahlen. «Wenn das Risiko abnimmt, müssen staatliche Maßnahmen zurückgenommen werden, und es ist mehr Eigenverantwortung gefragt.» Kretschmer sprach sich für eine Kaufprämie für Autos aus. Dabei sollten nicht nur Elektrofahrzeuge gefördert werden. «Neue Autos sollten einen niedrigeren CO2-Ausstoß haben, aber das muss dann auch reichen.»

8:00 Uhr: Kritik am Mathe-Abi

Der Landesschülerrat hat das sächsische Kultusministerium aufgefordert, die Aufgaben des Mathe-Abiturs zu überprüfen. Es müsse zwingend geprüft werden, ob die Zeitaufteilung im Leistungskurs gerecht und ob der B-Teil zu schwierig beziehungsweise zu textlastig war, sagte die Landesschülersprecherin Joanna Kesicka. Viele Schülerinnen und Schüler hätten diese Kritik geäußert. Zudem hatten mehr als 1.300 Menschen eine Schüler-Petitionen im Internet unterzeichnet. Darin wird gefordert, dass der gesamte Bewertungsmaßstab für das Matheabitur den Umständen entsprechend angepasst wird. Das Kultusministerium warb für Gelassenheit. «Die Emotionen sind gerade nach der Mathe-Prüfung immer sehr hoch. Die Schülerinnen und Schüler sollten zunächst mal die Ergebnisse abwarten», sagte Ministeriumssprecherin Susanne Meerheim. Einen generellen «Coronoa-Bonus» auf die Benotung werde es aber nicht geben.

5:00 Uhr: Neue Corona-Verordnung

In Sachsen gilt ab heute eine neue Corona-Verordnung. Mit dieser fallen fast alle Beschränkungen. So dürfen u.a. Gastronomen und Hoteliers wieder öffnen – ebenso Kinos, Theater oder Freibäder. Nach wie vor gelten die Hygienevorgaben – d.h. ein Mindestens von 1,5 Metern und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Außerdem dürfen sich 2 Familien aus unterschiedlichen Haushalten reffen. Weiterhin geschlossen bleiben Schwimmhallen oder Diskotheken. Besuche in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder bei der Reha sind nur in Ausnahmefällen möglich.


14. Mai 2020

16:20 Uhr: Rege Nachfrage nach Steuerstundungen

Sachsens Finanzämter registrieren in der Corona- Krise eine rege Nachfrage nach einer Anpassung von Steuervorauszahlungen und Stundungen. Bis Ende April hätten die Ämter rund 52.700 Hilfsmaßnahmen bewilligt, sagte Finanzminister Hartmut Vorjohann am Donnerstag in Dresden. Das Gesamtvolumen der steuerlichen Entlastung liege aktuell bei etwa 530 Millionen Euro. Die Unterstützung diene vor allem dazu, dass Unternehmen ihre Liquidität verbessern könnten. Nach Angaben des Finanzministeriums wird am häufigsten von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, Vorauszahlungen bei der Einkommenssteuer oder Körperschaftssteuer herabsetzen zu lassen. Die Finanzämter minderten aufgrund entsprechender Anträge die Vorauszahlungen um insgesamt rund 263 Millionen Euro für das laufende Jahr. Bei der Umsatzsteuer seien bisher mehr als 137 Millionen Euro erstattet worden. In 14.600 Fällen wurden Steuernachzahlungen im Umfang von über 130 Millionen Euro gestundet.

16:19 Uhr: Zeitgeschichtliches Forum öffnet wieder

Das Zeitgeschichtliche Forum in Leipzig will am Dienstag nach etwa zwei Monaten coronabedingter Schließung wieder öffnen. Sowohl die Dauerausstellung als auch die Wechselausstellung mit dem Titel «Purer Luxus» könnten dann wieder besucht werden, teilte das Museum am Donnerstag mit. Die Wechselausstellung wurde demnach bis 12. Juli verlängert. Sie sei zudem um drei Stationen ergänzt worden: Sie sollen zur Auseinandersetzung mit dem Verständnis von Luxus in der Corona-Krise anregen. Es gehe um die Frage, was durch die Krise zum Luxus wurde - etwa Toilettenpapier, Reisen und Restaurantbesuche? «Mit den neuen Stationen in unserer Wechselausstellung "Purer Luxus" zeigen wir zum einen die Aktualität unserer Arbeit und zum anderen geben wir Einblick in unsere Sammlungsaktivitäten», teilte die neue Direktorin des Hauses, Uta Bretschneider, mit.

16:15 Uhr: Kommunalwahlen können zeitnah nachgeholt werden

Mit der morgen in Kraft tretenden neuen Corona-Verordnung in Sachsen, dürfen nun auch die ausgesetzten Kommunalwahlen neu terminiert werden. Das sagte heute Innenminister Roland Wöller. Die betroffenen 26 Kommunen können danach ihre Bürgermeisterwahlen auch vor dem 20. September durchführen. Möglich sind ebenso Nominierungsveranstaltungen, die Abgabe von Unterstützungsunterschriften, die Wahl per Urne sowie Briefwahl, die anschließende Auszählung sowie Wahlkampfveranstaltungen. Das Ganze unter Einhaltung der entsprechenden Hygienevorgaben, so Wöller.

16:10 Uhr: Innenminister Wöller sieht neue Qualität von Gewalt bei Protesten

Sachsens Innenminister Roland Wöller sieht nach Angriffen auf Polizisten bei Corona-Protesten in Pirna eine neue Qualität erreicht. In Pirna sei «erstmals eine größere, geschlossene Gruppe von gewaltbereiten Hooligans tätlich geworden», sagte er am Donnerstag beim Videobriefing der Regierung zur Lage im Freistaat. Das sei ein Indiz dafür, dass ganz gezielt «Verfassungsfeinde, Extremisten und Rechtsextremisten» legitime Proteste nutzten, um ihre Ziele zu erreichen: «Deswegen müssen wir genau hingucken.» Das könne aber keine alleinige Aufgabe der Polizei sein. Hier säßen auch Versammlungsbehörden, Organisatoren und letztlich jeder Teilnehmer der Versammlung mit im Boot. Gewalt habe nichts mit legitimen Protest zu tun. Die Polizei werde durchgreifen.

14:31 Uhr: Infektionszahlen weiter steigend - 17 neue positive Tests

Das Sächsische Sozialministerium hat am Nachmittag die neuesten Zahlen zu den Infektionen mit dem Coronavirus veröffentlicht. In Sachsen sind (Stand 14. Mai, 12:30 Uhr) 5.046 Menschen positiv getestet worden. Das sind 17 neue Fälle im Vergleich zum Mittwoch. Allerdings sind von diesen über 5.000 Fällen auch geschätzt 4.420 Menschen wieder gesund. 194 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben, Einer mehr als am Vortag.

14:09 Uhr: Chemnitz startet am Stausee Oberrabenstein in die Freibadsaison

In Chemnitz startet die Freibadsaison nach der Lockerung der Corona-Beschränkungen bereits an diesem Freitag. Wie die Stadtverwaltung am Donnerstag mitteilte, gibt es am Stausee Oberrabenstein dann die Chance zum Anbaden. Ab dem 30. Mai sollen den Angaben zufolge das Gablenzer und das Wittgensdorfer Freibad öffnen, während das Einsiedler Freibad erst nach Abschluss von Reparaturarbeiten am 6. Juni öffnet. Badbesucher müssten wegen der aktuellen Regelungen der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung jedoch mit Einschränkungen rechnen, hieß es. So würden die Besucherzahlen begrenzt oder bestimmte Abstandsregelungen innerhalb der Aufenthaltsbereiche oder an den Badkiosken vorgeschrieben.

12:35 Uhr: Sächsischer Erzieherverband warnt vor Überlastung der Kitas

Der Sächsische Erzieherverband warnt angesichts der Wiederöffnung der Kitas ab Montag vor Überlastung der Erzieher durch Mehrarbeit und Überstunden. Wenn die Gruppen strikt voneinander getrennt spielen, lernen und essen sollten, würden viele in den Einrichtungen in den nächsten Wochen an ihre personellen Grenzen geraten, teilte der Verband am Donnerstag in Radebeul mit. Bei der Planung des Personaleinsatzes seien die Arbeitszeitgesetze weiter zu beachten. Gegebenenfalls müsse der Umfang der Beschäftigung befristet aufgestockt werden. Wenn dies nicht möglich sei, müssten die Einrichtungen ihre Öffnungszeiten kürzen, um ihre Beschäftigten vor Überlastungen zu schützen. «Die komplette Trennung der Gruppen ist faktisch nicht möglich», erklärte die Verbandsvorsitzende Katja Reichel. Dazu fehle es unter anderem an den notwendigen Räumen und dem Personal. «Wenn wir alle Vorgaben einhalten wollen, dann sind wir gezwungen in einem Schichtsystem zu arbeiten. Das funktioniert aber nur so lange, bis einer ausfällt. Dann müssen wir wieder länger arbeiten und Überstunden aufbauen.»

10:18 Uhr: Ausweitung der Fährschifffahrt in der Sächsischen Schweiz

Ab kommendem Wochenende sind die Fähren in der Sächsischen Schweiz wieder früher und später unterwegs. Mit den Lockerungen in der Gastronomie und im Tourismus starten die Schiffe des Regionalverkehrs Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (RVSOE) mit dem Sommerfahrplan. Die Fähren Schmilka, Postelwitz – Krippen, Bad Schandau, Königstein, Stadt Wehlen, Pirna und Birkwitz – Heidenau sind ab Samstag (16. Mai) vor allem in den Abendstunden länger unterwegs. Die Fähre in Pirna nimmt zudem ihren Wochenendverkehr wieder auf. Das Wanderschiff in die Sächsisch-Böhmische Schweiz startet am 21. Mai, zu Himmelfahrt, in die Ausflugssaison. Bis zur Grenzöffnung der Tschechischen Republik verkehrt es viermal täglich zwischen Bad Schandau und Schöna, der Halt in Hřensko entfällt. Auch die grenzüberschreitende Fähre pausiert noch.

10:10 Uhr: Fahrradbusse im Verkehrsverbund Oberelbe rollen wieder

Ab Samstag ist das Netz der Fahrradbusse wieder komplett: Die Linie der Regionalbus Oberlausitz (RBO) ins Lausitzer Seenland beginnt am Samstag die Saison. Die Fahrradbusse sind an Wochenenden und Feiertagen in der Sächsischen Schweiz sowie zwischen Kamenz, Hoyerswerda und dem Lausitzer Seenland im Einsatz. Die Busfahrer helfen beim Verladen der Räder auf die Anhänger, die jeweils 20 Fahrrädern Platz bieten und bis zum 1. November unterwegs sind. Die Fahrradbusse sind eng mit dem Bahnnetz im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) verbunden. So fahren die Busse der RBO auf der Strecke von Kamenz in das Lausitzer Seenland im direkten Anschluss an die Züge aus Dresden ab. In der Sächsischen Schweiz sind die Busse zwischen Bad Schandau, Sebnitz und Hinterhermsdorf sowie nach Rosenthal – Bielathal und bis Bahratal unterwegs. Aufgrund der Grenzschließung können die Ziele in Tschechien noch nicht bedient werden.

9:38 Uhr: Kretschmer gegen pauschale Kritik an "Corona-Demonstranten"

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat davor gewarnt, alle Demonstranten gegen Corona-Maßnahmen über einen Kamm zu scheren. «Ich respektiere, dass Menschen demonstrieren und warne davor alle Proteste in einen Topf zu werfen», sagte er der «Sächsischen Zeitung». Zugleich warnte er vor möglichen «Unterwanderungen von Leuten», «die alles nutzen, um Stimmung zu machen und auch falsche Informationen streuen». In Pirna hatten erst am Mittwoch wieder etwa 200 Menschen gegen Corona-Beschränkungen demonstriert. 30 von ihnen griffen die Polizei an, ein Beamter wurde verletzt. Kretschmer wandte sich gegen den Vorwurf vieler Demonstranten, die Bevölkerung solle bewusst in Angst und Schrecken versetzt werden. Es gebe viele juristische Mittel, um sich gegen staatliche Maßnahmen zur Wehr zu setzen, und vielerlei Möglichkeiten, seine Meinung zu artikulieren. «Deshalb halte ich es schlichtweg für unbegründet, was da gesagt wird.» Hinsichtlich der für Freitag geplanten Lockerungen verwies er auf die Eigenverantwortung der Sachsen. Zugleich räumte Kretschmer Fehler bei der Lockerung der Schutz-Maßnahmen ein. «Keine Frage, das hat oft zu lang gedauert», sagte er etwa im Hinblick auf das späte Zustandekommen konkreter Lösungen für Gaststätten- und Hotel-Betreiber.


13. Mai 2020

20:05 Uhr: Schmalspurbahnen nehmen Verkehr wieder auf

Am Samstag nehmen die beiden Schmalspurbahnen des Verkehrsverbunds Oberelbe (VVO) ihren täglichen Fahrbetrieb wieder auf. Die Lößnitzgrundbahn zwischen Radebeul, Moritzburg und Radeburg fährt erstmals seit dem 28. März um 8.26 Uhr ab Radebeul, wie der VVO am Mittwoch mitteilte. Der erste Zug der Weißeritztalbahn zwischen Freital-Hainsberg und Kurort Kipsdorf verlässt den Angaben zufolge um 9.25 Uhr Freital.

Ebenfalls am Wochenende wollen die beiden Bus-Ausflugslinien der Verkehrsgesellschaft Meißen in die diesjährige Saison starten. Die Stadtrundfahrt Meißen verbindet täglich ab 10.00 Uhr im 30-Minuten-Takt die Albrechtsburg, die Altstadt und die Porzellan-Manufaktur miteinander. Auf der Fahrt erklären die Busfahrer das historische Stadtbild. Die Linie M verbindet während der Sommersaison fünfmal täglich im Zwei-Stunden-Takt die Meißener Altstadt und das Jagdschloss von August dem Starken in Moritzburg.

21:05 Uhr: Sachsens Unternehmen schwer von Corona-Krise getroffen

Sachsens Unternehmen bekommen die negativen Auswirkungen der Corona-Krise gleich mehrfach zu spüren. Das ergab eine aktuelle Konjunkturumfrage der sächsischen Industrie- und Handelskammern (IHK) bei 1120 Unternehmen mit rund 70 000 Mitarbeitern im Land, wie die IHK Dresden am Dienstag mitteilte. In fast der Hälfte der Betriebe seien Mitarbeiter aufgrund fehlender Kinderbetreuungsangebote ausgefallen. Jeweils über 40 Prozent beklagten den Angaben nach die Stornierung von Aufträgen und Dienstleistungen sowie ausbleibende Kunden. In 37 Prozent der Betriebe wirken sich demnach Reiseverbote und -beschränkungen negativ auf die Geschäftstätigkeit aus. Jeweils ein Viertel der Unternehmen berichtet von Produktionsrückgängen oder -ausfällen sowie von fehlenden Waren und Zulieferprodukten.

19:02 Uhr: Teilnehmer einer Demo gegen Corona-Maßnahmen schwer verletzt

Ein Teilnehmer einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Leipzig ist kurz nach der Veranstaltung von Unbekannten angegriffen und schwer verletzt worden. Im Zusammenhang mit der Demo könne ein politischer Hintergrund des Angriffs auf den 51-Jährigen nicht ausgeschlossen werden, sagte ein Polizeisprecher am Mittwochabend. Es werde jedoch in alle Richtungen ermittelt, hieß es.

Der 51-Jährige sei am Dienstagabend kurz vor 20 Uhr mit seinem Fahrrad unterwegs gewesen. Als er in der Nähe des Hauptbahnhofes kurz angehalten habe und von seinem Rad abgestiegen sei, hätten ihn mehrere Personen angegriffen, zu Fall gebracht und anschließend schwer verletzt. Das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum im Landeskriminalamt übernahm den Fall.

17:58 Uhr: Gewerkschaft: Zu schnelle Öffnung von Kitas und Grundschulen

Sachsens Lehrer sehen der Wiedereröffnung der Grundschulen am nächsten Montag mit gemischten Gefühlen entgegen. Die Reaktionen an den Schulen reichten von «absoluter Fassungslosigkeit bis hin zur Freude über die Rückkehr», sagte der Vorsitzende des Sächsischen Lehrerverbandes (SLV), Jens Weichelt, der Deutschen Presse-Agentur. «Insgesamt herrscht aber eine große Verunsicherung.» Der Verband warnte vor einer Mehrbelastung für die Lehrer. Zudem dürfte es gerade an Grundschulen schwer werden, das Konzept der strikten Trennung zwischen den Klassen umzusetzen.

18:15 Uhr: Thomanerchor tritt wieder vor Publikum auf

 Nach einer zweimonatigen coronabedingten Zwangspause tritt der Thomanerchor an diesem Wochenende erstmals wieder vor Publikum auf. Mit kleiner Besetzung werden am Samstag die Motette und am Sonntag der Gottesdienst in der Leipziger Thomaskirche musikalisch gestaltet, teilte der Chor am Mittwoch mit. Begleitet werden die Chormitglieder der 11. und 12. Klasse von der Solo-Cellistin Veronika Wilhelm vom Gewandhausorchester sowie Continuo-Organist Sebastian Heindl.

17:39 Uhr: Dehoga bewertet Corona-Auflagen für Gastronomie als «umsetzbar»

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Sachsen hat die Auflagen für die Wiedereröffnung von Gastgewerbebetrieben im Freistaat als «umsetzbar» bewertet. Es gebe viel kompliziertere Lösungen in anderen Bundesländern, sagte Axel Klein, Hauptgeschäftsführer des Dehoga in Sachsen, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. «Man müssen in der Gastronomie ohnehin schon Hygienestandards einhalten», betonte er.

Die Landesregierung hatte am Dienstag die Auflagen für die Wiedereröffnung nach einer zweimonatigen Corona-Zwangspause am Freitag bekanntgegeben. Danach müssen unter anderem ein Hygienekonzept erstellt werden, Tische 1,5 Meter voneinander entfernt stehen, Mitarbeiter einen Mund-Nasen-Schutz tragen und Desinfektionsständer aufgestellt werden. «Der Arbeits- und Hygieneschutz muss gewährleistet werden», sagte Klein

16:36 Uhr: 37 neue Coronafälle in Sachsen

Sachsen hat am Mittwoch im Vergleich zum Vortag 37 neue Infektionen und drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Damit stieg die Gesamtzahl an nachgewiesenen Infizierten auf 5029 seit Beginn der Pandemie, wie das Gesundheitsministeriums mitteilte. 193 positiv getestete Menschen starben bislang. 3 von 13 Stadt- und Landkreisen meldeten demnach keine neuen Nachweise des Erreger Sars-CoV-2 seit Dienstag. Das Gesundheitsministerium geht nach Berechnungen davon aus, dass 4390 der 5029 infizierten Menschen inzwischen genesen sind.

13:30 Uhr: Häftlinge in Sachsen dürfen ab nächster Woche wieder Besuch bekommen

Die Häftlinge in den sächsischen Gefängnissen können ab der kommenden Woche wieder Besuch bekommen. Dabei sind diese auf eine nahe stehende Person des Gefangenen beschränkt, die ein Kind mitbringen darf, wie das Justizministerium am Mittwoch mitteilte. Im Chemnitzer Frauengefängnis können der Mitteilung zufolge auch Besuche nahe stehender Personen in Begleitung von mehreren Kindern zugelassen werden.

Wegen des Infektionsschutzes werden die Besuche mit Trennscheibe und einem Mindestabstand von 1,5 Metern durchgeführt. Außerdem müsse währenddessen eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, die die Besucher mitbringen müssen. Um eine Verbreitung des Coronavirus in den sächsischen Gefängnissen einzudämmen, waren Besuche seit dem 23. März nicht mehr möglich. Ausgenommen waren notwendige Treffen mit Anwälten.

13:15 Uhr: Die neue sächsische Corona-Schutz-Verordnung

Die sächsische Staatsregierung hat am Dienstag eine neue Corona-Schutz-Verordnung beschlossen. Demnach bleiben der Grundsatz der auf ein Mindestmaß zu reduzierenden allgemeinen Kontakte, das Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern und die für bestimmte Bereiche erlassene Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung weiter bestehen. In zahlreichen Bereichen gab es aber Lockerungen. 
Die Verordnung im Überblick HIER

13:10 Uhr: Reisebüro-Inhaber fordern in Dresden Soforthilfe für Branche

Zahlreiche Reisebüro-Besitzer haben in Dresden am Mittwoch für eine staatliche Soforthilfe demonstriert. Optisch unterstützt von Bussen versammelten sich mehrere Dutzend Teilnehmer aus der Branche auf dem Altmarkt. «Die größte Wut haben wir, dass Tui und Lufthansa Förderungen bekommen und die Einzelhändler ohne dastehen», sagte Organisator und Reisebüro-Besitzer Rainer Maertens der Deutschen Presse-Agentur. Er und seine Kollegen forderten daher schnellstens Überbrückungsgelder und Reisefreiheiten. Es brauche einige Zeit, um die Leichtigkeit des Reisen wieder in die Köpfe zu bekommen, betonte Maertens.

11:20 Uhr: DEHOGA stellt Infos zur Gastro-Eröffnung bereit

Am Freitag können Gaststätten, Cafes und Restraurants in Sachsen wieder öffen. Der DEHOGA Bundesverband stellt entsprechend der Hygieneverordnungen und Auflagen auf seiner Homepage umfangreiche Muster und Aushänge zur Gästekommunikation, zum Mitarbeitermanagement sowie Informations-Ikons zum kostenlosen Download bereit. Alles Infos HIER
 

11:05 Uhr: Sachsens Lehrer sehen Wiedereröffnung mit gemischten Gefühlen

Sachsens Lehrer sehen der Wiedereröffnung der Grundschulen am nächsten Montag mit gemischten Gefühlen entgegen. Die Reaktionen an den Schulen reichten von «absoluter Fassungslosigkeit bis hin zur Freude über die Rückkehr», sagte der Vorsitzende des Sächsischen Lehrerverbandes (SLV), Jens Weichelt, der Deutschen Presse-Agentur. «Insgesamt herrscht aber eine große Verunsicherung.» Der Verband warnte vor einer Mehrbelastung für die Lehrer. Zudem dürfte es gerade an Grundschulen schwer werden, das Konzept der strikten Trennung zwischen den Klassen umzusetzen.


12. Mai 2020

17:14 Uhr: Keine weiteren Infektionen bei Zweitligist Dynamo

Bei Dynamo gibt es keine weiteren Corona-Fälle. Alle Untersuchungen der vierten Testreihe seien negativ gewesen, teilte der Verein am Dienstag mit. Am vergangen Samstag wurden zwei Dynamo-Profis positiv auf das Coronavirus getestet. Die Spieler seien noch immer symptomfrei, wie auch der eine Woche zuvor positiv getestete Akteur, hieß es.

Unabhängig von den negativen Testergebnissen befindet sich die gesamte Mannschaft sowie das Trainer- und Betreuerteam weiter bis zum 23. Mai 2020 in einer 14-tägigen häuslichen Quarantäne, die das Dresdner Gesundheitsamt angeordnet hatte. 

15:35 Uhr: OVG kippt 800-Quadratmeter-Regelung für Geschäfte in Sachsen

Das Sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) hat die 800-Quadratmeter-Regelung für Geschäfte in der Corona-Schutz-Verordnung des Landes gekippt. Die Richter gaben damit den Anträgen von vier Elektronikfachmärkten statt, die wegen der Vorschrift nicht wie andere Geschäfte öffnen durften, wie das Gericht am Dienstag mitteilte (Az.: 3 B 177/20, 3 B 178/20, 3 B179/20 und 3 B180/20). Die Entscheidung ist laut Gericht nicht anfechtbar.

14:37 Uhr: Sachsens Regierung zieht Corona-Lockerungen vor

Sachsen will die meisten der bereits angekündigten Corona-Lockerungen schon auf diesen Freitag vorziehen. Das kündigte die Regierung am Dienstag nach einer Kabinettssitzung an. Nach der neuen Schutzverordnung sollen dann etwa Theater, Kinos und Freibäder wieder öffnen. Ursprünglich war das für kommenden Montag vorgesehen. In Ausnahmefällen dürfen auch Angehörige in Alten- und Pflegeheime besucht werden. Voraussetzung sind Hygiene-Konzepte.

14:22 Uhr: Ansturm auf Museen bleibt aus

Der Sächsische Museumsbund hat eine Woche nach Wiederöffnung vieler Museen im Freistaat eine erste Bilanz gezogen - und die fällt nicht gut aus. In der Regel würden nur etwa zehn Prozent der Menschen kommen, die normalerweise erwartet worden wären. Der Chef des Museumsbunds Joachim Breuninger hat heute gesagt, es sei noch viel Luft nach oben. Die Hygiene-Konzepte würden funktionieren. Jetzt wären ein paar mehr Besucher wünschenswert.

14:11 Uhr: 22 neue Coronafälle im Freistaat

22 neue Coronafälle meldet das Sächsische Sozialministerium am Dienstag in Sachsen. Aktuell sind damit (Stand 12.05.20/12 Uhr) 4.992 Menschen im Freistaat mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Toten steigt auf 190 (+2 zum Montag)
Schätzungsweise etwa 4.350 auf SARS CoV-2 positiv getestete Personen sind wieder genesen.

13:56 Uhr: Bonusprogramm für Reisebüros

Die Landesregierung will dem Tourismus in Sachsen wieder auf die Beine helfen. Dazu hat die Tourismus Marketing Gesellschaft ein Bonusprogramm für Reisebüros gestartet. Demnach soll es für jede Reise, die über deren Internetportal gebucht wird, 20 Prozent Provision geben. Das Ganze gilt bis 31. Juli. Kulturministerin Barbara Klepsch will damit den Reisebüros helfen, die in der Corona-Krise ums Überleben kämpfen. Die Aktion solle Anreiz sein, das Geschäft mit dem Verkauf von Urlaubsreisen nach Sachsen wieder anzukurbeln.

12:43 Uhr: Besucherzentrum Sächsische-Schweiz wieder geöffnet

Gute Nachrichten aus der Sächsischen Schweiz – das Besucherzentrum und die Ausstellung des Nationalparkzentrums Bad Schandau öffnet wieder seine Türen. Es gelten ebenfalls strenge Hygienevorgaben, so werden u.a. keine Kopfhörer für die interaktiven Exponate ausgeteilt, Veranstaltungen finden nicht statt, auch der Shop bleibt geschlossen. Wie Marketing Sprecherin Stefanie Engelbrecht mitteilte, wird deshalb auch der Eintrittspreis verringert. Junge Besucher bis 17 Jahren erhalten kostenfreien Zutritt , ab 18 Jahre kostet es 1 Euro.

3:00 Uhr: Regierung beschließt neue Verordnung

Nach den in der vergangenen Woche angekündigten umfangreichen Corona-Lockerungen will Sachsens Regierung heute eine neue Rechtsverordnung beschließen. Dafür kommt das Kabinett in Dresden zusammen. Die neue Corona-Schutzverordnung soll genau regeln, unter welchen Umständen Gaststätten. Hotels, Schulen und Kitas wieder öffnen dürfen. Bisher sind lediglich die Rahmenbedingungen bekannt. So dürfen etwa Kitas und Grundschulen am 18. Mai wieder öffnen; Schüler an weiterführenden Klassen sollen in einem Wechsel aus Präsenz in der Schule und Lernzeit zu Hause unterrichtet werden. Bereits vom 15. Mai an dürfen Hotels, Restaurants und Cafés in Sachsen unter Auflagen aufmachen.


11. Mai 2020

17:02 Uhr: Polizeigewerkschaft Sachsen sieht Gefahr in Bundesliga-Neustart

Die Fortsetzung der Fußball-Bundesliga schaffe laut der Gewerkschaft der Polizei in Sachsen neue Infektionsherde und gefährde Beamte. Nach Einschätzung von Hagen Husgen, sächsischer Landesvorsitzender der Polizeigewerkschaft GdP, sei der Preis für den Neustart der Bundesliga zu hoch. Zudem sei es seiner Ansicht nach der breiten Masse nicht zu erklären, warum der Fußball diese Ausnahmeposition einnimmt. Nach Auskunft des Innenministeriums wird die sächsische Polizei alle erforderlichen Maßnahmen treffen, um Verstöße gegen bestehende Verbote zu verhindern bzw. diese konsequent zu verfolgen. Hierzu komme das übliche Polizeiaufgebot zum Einsatz. Im Bedarfsfall werde man auch Einheiten der Bereitschaftspolizei hinzuziehen.

16:12 Uhr: Tschechien öffnet weitere Grenzübergänge für Berufspendler

Tschechien hat weitere Grenzübergänge für Berufspendler geöffnet, die in Sachsen arbeiten. Seit Montag gibt es zusätzliche Passier- und Kontrollstellen zwischen Kraslice und Klingenthal, Hrensko und Schmilka sowie Dolni Poustevna und Sebnitz, wie aus Informationen des Innenministeriums in Prag hervorgeht. Vielen Pendlern bleiben damit lange Umwege erspart. Staus oder Engpässe wurden nicht gemeldet. Weiter gilt, dass tägliche Grenzgänger den tschechischen Behörden einmal im Monat einen negativen Labortest auf das neuartige Coronavirus vorlegen müssen. Für ausländische Touristen und Tagesbesucher bleibt die Grenze nach Tschechien vorerst dicht.

14:50 Uhr: Kita-Träger fordern klare Regeln

Für die geplante Öffnung der Kindertagesbetreuung mit der Rückführung in den Regelbetrieb in Sachsen ab dem 18. Mai fordern Träger von Einrichtungen landesweit verbindliche Regelungen. Dazu zählten unter anderem die Regelung der Gruppenstruktur sowie die Klärung des Rechtsrahmens für die Hortbetreuung, teilte die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Sachsen mit. Auch die zugesagte Finanzierung der Kita-Notbetreuung sowie die Übergangsphase bis zum Regelbetrieb bedürften landesweiter, klarer Regelungen, hieß es weiter. Auf die Finanzierungspflicht der kommunalen Ebene hinzuweisen, sei aus Sicht der AWO-Träger unzureichend. Für die zusätzlichen Personal- und Raumaufwendungen, die sich aus dem Trennungsgebot ergeben, müsse die Finanzierung verbindlich geklärt werden.

14:03 Uhr: 23 neue Fälle in Sachsen

Die Zahl der positiv getesteten Menschen in Sachsen ist erneut in geringem Maß gestiegen. Von Sonntag auf heute gibt es 23 neue Fälle. 4.970 Personen sind im Freistaat positiv getestet worden. 4.320 Menschen haben eine Infektion dagegen überwunden und sind wieder gesund. Die Zahl der Todesfälle ist um Einen auf 188 gestiegen. Der Anteil der Verstorbenen an der Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionsfälle beträgt 3,8%.

13:35 Uhr: Wieder mehr Blutspenden benötigt

Wegen der Lockerungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie benötigen die sächsischen Krankenhäuser nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) wieder mehr Blutspenden. Mit der kurzfristigen Wiederaufnahme des regulären Betriebs in den Kliniken sei die Versorgungssituation mit Blutpräparaten derzeit kritisch, teilte der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost am Montag mit. Seit einigen Tagen steige die Behandlungsfrequenz und Operationstätigkeit in den Kliniken wieder erheblich. Folge sei eine extreme und schnelle Steigerung des Bedarfs an Blutpräparaten. Spendewillige wurden gebeten, sich im Internet unter www.blutspende.de zu informieren.

9:35 Uhr: Zeitplan für Munitionsbergung an A9 durcheinander gebracht

Die Räumung von Weltkriegsmunition im Fluss Wilde Luppe an der Autobahn 9 bei Leipzig verzögert sich. Die Corona-Krise habe auch bei den Kampfmittelräumern die Abläufe durcheinander gewirbelt, sagte Jürgen Scherf, Sprecher des Polizeiverwaltungsamtes in Dresden. Es sei nicht damit zu rechnen, dass die explosiven Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg wie geplant im Mai aus dem Fluss an der Landesgrenze von Sachsen und Sachsen-Anhalt geholt werden. Wann es stattdessen soweit sein wird, sei noch offen.

09:00 Uhr: Gastronomie wartet auf Auflagen der Landesregierung

Die Hoteliers und Gastronomen in Sachsen wollen ihre Betriebe wieder öffnen und warten mit Spannung auf die wegen der Corona-Krise zu erfüllenden Auflagen. Am Dienstag will die Landesregierung die Details dazu beschließen und damit die Unsicherheiten beseitigen, unter welchen Voraussetzungen von Freitag an wieder Gäste und Besucher empfangen werden dürfen. Bislang sind die Auflagen nur grob abgesteckt. Die Tische sollen mindestens einen Abstand von 1,5 Metern haben, Bedienungen müssen Mundschutz tragen. Speise- und Getränkekarten müssen abwischbar sein, Tischgedecke wie Salz- und Pfefferstreuer dürfen nur zum Einmalgebrauch am Platz stehen. Zudem gibt es Hygienevorgaben. Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hatte bereits erklärt, dass wegen der Abstandsregeln weniger Gäste als normal bewirtet werden könnten. Dadurch würden Umsätze in der notwendigen Höhe fehlen.


10. Mai 2020

13:59 Uhr: 4.947 Sachsen positiv getestet

4.947 Sachsen sind Stand Sonntagnachmittag positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das sind 29 neue Fälle im Vergleich zum Samstag. Demgegenüber steht die geschätzte Zahl von 4.310 Genesenen. Erfreulich ist, dass es keinen neuen Todesfall gibt. Es bleibt bei 187. Der Anteil der Verstorbenen an der Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionsfälle beträgt 3,8%. 

11:06 Uhr: Demonstrationen gegen Einschränkungen

Mehrere Hundert Menschen haben am Samstag in Sachsen gegen die Restriktionen zur Eindämmung der Corona-Pandemie demonstriert. Als Spaziergänge deklarierte Versammlungen gab es unter anderem in Schwarzenberg, Meerane und Crimmitschau, Plauen und Bautzen, wie die Polizeidirektionen mitteilten. Die Versammlungen sind den Angaben zufolge weitestgehend störungsfrei verlaufen. In Schwarzenberg waren nach Polizeiangaben etwa 300 Menschen unter dem Motto «Corona-Wahnsinn stoppen! Freiheit jetzt!» auf die Straße gegangen. Dort riefen zehn Männer rechte Parolen. Die Beamten stellten ihre Identität fest. Die Ermittlungen dazu dauern noch an, wie die Polizeidirektion Chemnitz mitteilte. Gegen einen 18-Jährigen, der Pyrotechnik gezündet hatte, wurde Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz erstattet. 270 Beamte waren den Angaben zufolge im Einsatz.

11:01 Uhr: DFB erwägt Fortsetzung 3. Liga an neutralen Spielorten

Der DFB zieht für den Neustart der 3. Liga offenbar auch neutrale Spielorte in Betracht. Nach einem Bericht des «Kicker» will der Drittliga-Ausschuss bei Präsidium und Vorstand des Verbandes einen entsprechenden Antrag einreichen. Damit will man Szenarien vorbeugen, sollte in bestimmten Stadien aufgrund behördlicher Entscheidungen nicht gespielt werden dürfen. Die 3. Liga soll am 26. Mai fortgesetzt werden. 

10:55 Uhr: Raucher durch Corona besonders gefährdet

Rauchstopp in Corona-Zeiten: Experten rufen angesichts der Coronavirus-Pandemie dazu auf, mit dem Rauchen aufzuhören. «Man ist als Raucher zwar keinem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt. Aber wenn man an Corona erkrankt, macht es einen Unterschied, ob man raucht», sagte der Chemnitzer Suchtforscher Stephan Mühlig der Deutschen Presse-Agentur. Der Leiter der Raucherambulanz Chemnitz kämpft seit Jahren mit weiteren renommierten Tabakforschern aus ganz Deutschland gegen das Rauchen. «Gerade die Lunge wird durch das Coronavirus anscheinend besonders stark angegriffen», erläuterte Mühlig. Bei einer kaputten Lunge werde die Sauerstoffaufnahme zum Problem. «Da hilft dann auch keine künstliche Beatmung mehr», sagte der Wissenschaftler. In Sachsen raucht nach Angaben des Statistischen Landesamts jeder Fünfte.

9:30 Uhr: Wieder mehr Gerichtsverhandlungen

An den sächsischen Amts- und Landgerichten wird im Zuge der Lockerungen bei den Corona-Schutzmaßnahmen wieder vermehrt verhandelt. Unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes wird die Rückkehr zum Normalbetrieb angestrebt, mit Einschränkungen, wie eine Sprecherin des Oberlandesgerichts Dresden der Deutschen Presse-Agentur sagte. Anliegen sollten wenn möglich schriftlich oder nur nach Terminabsprache persönlich erledigt werden, um Besuche zu minimieren. In den Sälen sind die Publikumsplätze reduziert, auch Richter, Staatsanwälte und Nebenkläger sowie Verteidiger und ihre Mandanten müssten Abstand halten.


9. Mai 2020

19:45 Uhr: Zwei Coronafälle bei Dynamo Dresden - Mannschaft in Quarantäne

Nach zwei weitere positiven Corona-Fällen ist die komplette Mannschaft des Fußball-Zweitligisten SG Dynamo Dresden unter häusliche Quarantäne gestellt worden. Wie der Club am Abend mitteilte, habe das für die SGD zuständige Gesundheitsamt in Dresden «nach einer intensiven Analyse der Situation noch am Samstag darüber entschieden». Die Namen der betroffenen Spieler nannte der Verein mit Verweis auf die Privatsphäre nicht. Durch die Quarantäne-Maßnahme wird Dresden beim geplanten Neustart der ersten beiden Ligen in einer Woche nicht dabei sein können. «Fakt ist, dass wir in den kommenden 14 Tagen weder trainieren noch am Spielbetrieb teilnehmen können», sagte Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Minge. Dresden hätte am 17. Mai auswärts gegen Hannover 96 spielen müssen.

15:50 Uhr: Medienberichte: 3. Liga soll am 26. Mai starten

Der DFB plant laut Medienberichten, sollte die Politik grünes Licht geben, am 26. Mai den Spielbetrieb in der 3. Liga wieder aufzunehmen. Wie die "Sportschau" berichtet, wurden die Vereine, darunter der Chemnitzer FC und der FSV Zwickau, mit einem Schreiben über den Terminfahrplan informiert. Demnach sollen Spieler und Betreuer vom 10. bis 12. Mai im Rahmen einer ersten Testreihe auf das Coronavirus geprüft werden. Zwischen 13. und 15.Mai könnten die Mannschaften das Teamtraining wieder aufnehmen.

15:26 Uhr: Sachsen nutzen neue Einkaufsfreiheiten eher verhalten

Die Sachsen nutzen die neuen Einkaufsfreiheiten nur verhalten. Am Samstag seien zwar mehr Besucher in die Leipziger Innenstadt gekommen als in den Tagen zuvor, aber von einem Ansturm könne nicht die Rede sein, sagte Heike Melzer, Geschäftsführerin des City Leipzig Marketing. «Die Menschen haben sich gefreut, sind durch die Stadt gebummelt, haben geschaut, aber große Schlangen vor den Geschäften sind weitgehend ausgeblieben», sagte Melzer. Besonders in den Passagen sei es sehr ruhig gewesen. Normalerweise stürmen an Samstagen die Leipziger und Touristen in die City, um zu shoppen.

Auch im Elbepark in Dresden, einem der größten Einkaufszentren der Stadt, war die Lage überschaubar. Schlangen bildeten sich lediglich an den Eingängen der Geschäfte und Märkte, weil sie nur immer von einer bestimmten Zahl von Kunden betreten werden durften, berichtete ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur.

13:41 Uhr: 4.918 Coronafälle in Sachsen

4.918 Menschen sind in Sachsen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hat das Sächsische Sozialministerium am Nachmittag bekanntgegeben. Das sind 34 neue Fälle im Vergleich zu Freitag. Geschätzt 4.300 haben eine Erkrankung überstanden und sind gesund. Es gibt einen neuen Todesfall. 187 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus in Sachsen gestorben. Der Anteil der Verstorbenen an der Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionsfälle beträgt 3,8%.

13:13 Uhr: 182.612 Spender für Lok Leipzig

Fußball-Regionalligist Lok Leipzig hat seine Spendenaktion mit einer Videoübertragung beendet. Den 5:0-Erfolg gegen einen unsichtbaren Gegner verfolgten am Freitagabend 182.612 Zuschauer, die im Rahmen der Aktion «Leute, macht die Bude voll!» die finanziellen Sorgen des ersten deutschen Fußball-Meisters linderten, wie der Verein am Samstag mitteilte. Leipzig hatte die Spendenaktion am 19. März gestartet und wollte den Rekord von 120.000 Zuschauern, die 1987 den 6:5-Erfolg gegen Girondins Bordeaux nach Elfmeterschießen im Europacup-Halbfinale im Bruno-Plache-Stadion mitverfolgt hatten, knacken. Jeder Spender konnte für mindestens einen Euro das Spiel verfolgen. Nur Stunden vor Beginn des Videos, das in rund sechs Wochen produziert worden war, hatten über 10.000 Personen noch an der Spendenaktion teilgenommen.

11:40 Uhr: Wave-Gotik-Treffen in Leipzig fällt aus

Das Leipziger Wave-Gotik-Treffen wird dieses Jahr nicht stattfinden. Nach Angaben des Veranstalters vom Samstagmorgen sehe man wegen der Kontaktbeschränkungen und der behördlichen Anordnungen keine Möglichkeit, das Festival in angemessener Weise auszurichten. Alle Tickets würden aber ihre Gültigkeit behalten. Besucher könnten die Karten darum für das Festival im kommenden Jahr einlösen. Das Wave-Gotik-Treffen findet seit dem Jahr 1992 jährlich statt. Es ist europaweit eines der größten Musik- und Kulturfestivals der schwarzen Szene: Im vergangenen Jahr kamen so über 20 000 Menschen nach Leipzig. Der Veranstalter hatte das Festival bisher nicht absagen wollen und auf eine unsichere Sachlage verwiesen.

10:00 Uhr: Sonderkonjunktur bei Brettspielen

Das Coronavirus hat für Nachfrage bei Brettspielen gesorgt. So hat das Deutsche Spielemuseum in Chemnitz nach eigenen Angaben während der Corona-Zeit bereits mehr als 50 Boxen mit Spielen verliehen. «Die Menschen können anrufen und wir stellen ihnen dann eine Box zusammen», sagte Eberhard Neumann vom Museum der Deutschen Presse-Agentur. Den Verlegern von Spielen und Puzzles hat die Corona-Krise laut Branchenverband gar eine «kleine Sonderkonjunktur» beschert. Spiele zählten vor allem in Krisenzeiten zur «geistigen Grundversorgung» von Kindern, sagte der Vorsitzende des Verbandes Spieleverlage, Herrmann Hutter, in Nürnberg.


8. Mai 2020

16:06 Uhr: FSV Zwickau schreibt Stelle für Hygienebeauftragten aus

Fußball-Drittligist FSV Zwickau hat die Stelle eines Hygienebeauftragten öffentlich ausgeschrieben. Dieses Amt fordert der DFB von den Clubs, um den Trainings- und Wettkampfbetrieb wieder aufzunehmen. Demnach müssen die Vereine neben diversen infrastrukturellen Veränderungen einen Hygienebeauftragten benennen, der die Verantwortung zur Umsetzung des Hygienekonzepts trägt. «Der/die Bewerber muss zwingend approbierter Arzt sein», teilte der FSV am Freitag auf seiner Internetseite mit.

15:12 Uhr: Dresdner Infektiologe warnt vor Euphorie

Der Dresdner Infektiologe Reinhard Berner hat angesichts niedriger Corona-Infektionszahlen in den vergangenen Tagen vor verfrühter Euphorie gewarnt. Es möge keiner glauben, dass die Pandemie vorbei sei oder kein Problem mehr für die Gesellschaft wäre, erklärte der Experte vom Dresdner Uniklinikum am Freitag. «Wir stehen am Anfang.» Dennoch sei nach acht Wochen der Schließung von Kitas und Schulen eine Grenze der Belastbarkeit erreicht - von Kindern und Familien. Das Modell der strikt voneinander getrennten Gruppen, an dem der Mediziner mitarbeitete, sei eine Möglichkeit, Kitas und Grundschulen zu öffnen. «Und zu sehen, ob das Konzept erfolgreich umsetzbar ist.» Die Maßnahmen mit den größeren, aber voneinander getrennten Gruppen seien längerfristig angelegt, betonte Berner. «Die Pandemie wird uns Wochen, Monate, vielleicht Jahre begleiten.» Da brauche es Konzepte, die es erlaubten, Gesellschaft - und die Kinder dieser Gesellschaft - im Blick zu behalten.

14:40 Uhr: Städte- und Gemeindetag sieht Riesen-Herausforderung

Der eingeschränkte Regelbetrieb in Kitas ab 18. Mai ist nach Einschätzung des Sächsischen Städte- und Gemeindetag (SSG) eine «Riesen-Herausforderung» für Kommunen und Träger - personell, räumlich und finanziell. «Wir appellieren an die Eltern, Verständnis für die Zwänge und Kompromisse aufzubringen, die der eingeschränkte Regelbetrieb in den Kitas mit sich bringen wird», sagte Geschäftsführer Mischa Woitscheck am Freitag in Dresden. Der Mehraufwand sei hoch, um Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus in den Kitas zu vermeiden. Von einer normalen Betreuungssituation sei man auch nach dem 18. Mai noch entfernt. Der kommunale Spitzenverband schließt auch Einschränkungen bei der Öffnung nicht aus. «Besonders die räumliche und personelle Situation in den Kitas wird uns vielfach Grenzen setzen, für die wir schon heute um Verständnis bitten», sagte Woitscheck.

14:35 Uhr: Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft warnt vor zu schneller Kita- und Schulöffnung

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Sachsen hat bei der schnellen Öffnung von Schulen und Kitas vor dem Verlust von Standards gewarnt. «Die zur Verfügung stehenden Räume in Kitas und Schulen, die Altersstruktur der Beschäftigten, der Respekt vor den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen erfordern Augenmaß und nur vorsichtige Schritte», sagte Landeschefin Uschi Kruse am Freitag. «Gesundheitsschutz für alle Beteiligten ist nicht verhandelbar und darf nicht dem Wettlauf um Öffnungen geopfert werden.» Laut Kruse können viele Einrichtungen nicht auf Beschäftigte verzichten, die zur Risikogruppe gehören. «Schon jetzt richtet sich die Gruppengröße in Kindertageseinrichtungen kaum noch nach den vorgegebenen Sicherheitsempfehlungen.» Daher müsse die Machbarkeit in ausreichender Zeit vor Ort geprüft und sichergestellt werden. «Niemand kann ein Interesse daran haben, dass der Praxistest an den Gegebenheiten vor Ort scheitert.»

13:05 Uhr: Grundschulen und Kitas legen in Sachsen am 18. Mai wieder los

Sachsens Kitas und Grundschulen sollen vom 18. Mai an im eingeschränkten Regelbetrieb für alle Kinder öffnen. Das kündigte die Landesregierung am Freitag an. Auch alle Grundschüler können dann an ihre Schulen zurückkehren. Alle Eltern haben demnach einen Anspruch auf die Betreuung ihrer Kinder in Kindergärten, Kinderkrippen und Horten, hieß es. Mädchen und Jungen an weiterführenden Schulen sollen vom 18. Mai an zumindest teilweise wieder an den Schulen unterrichtet werden - in einem Wechsel von Präsenz- und Lernzeiten zu Hause. Weitere Infos HIER

13:01 Uhr: Neue Coronazahlen für Sachsen

Der Zuwachs an positiven Coronafällen in Sachsen hält sich weiter in Grenzen. Gesundheitsministerin Petra Köpping spricht von einer guten Bilanz und einer stabilen Zuwachsrate, die sich in Grenzen hält. Stand heute sind 4.884 Menschen in Sachsen positiv getestet worden. Das sind 27 mehr, als am Donnerstag. Die geschätzte Zahl der Genesenen wird auf 4.280 geschätzt. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus ist auf 186 gestiegen, das sind fünf mehr als am Donnerstag.

12:00 Uhr: Mehr Kinder in Notbetreuung

Die Zahl der notbetreuten Kinder in den Tageseinrichtungen Sachsens ist erneut gestiegen. Nach Angaben des Städte- und Gemeindetages (SSG) in Dresden wuchs der Anteil der in den Krippen und Kindergärten notbetreuten Kinder von knapp 19 Prozent in der Vorwoche auf 27,5 Prozent in dieser Woche. «Der schrittweise Ausbau der Notbetreuung zeigt, dass wir uns dem eingeschränkten Regelbetrieb in den Kitas nähern. Die Infektionslage erlaubt es uns, die Betreuungsansprüche der Eltern zu erfüllen und die nächsten Schritte in Angriff zu nehmen», teilte Mischa Woitscheck, Geschäftsführer des SSG, mit. Anspruch auf Notbetreuung haben Erziehende, die in sogenannten systemrelevanten Berufen tätig sind. Dazu der zählt der Gesundheits- und Pflegebereich, der Rettungsdienst und die Polizei.

10:30 Uhr: Nur wenige Hochzeitsabsagen in Standesämtern

Trotz strenger Corona-Auflagen wird in Sachsens Standesämtern geheiratet. Das ergab eine dpa-Umfrage bei den Städten. Obwohl in Leipzig derzeit eine Mund-Nase-Maske bei der Eheschließung getragen werden muss, würden die Termine nachgefragt, heißt es von der Stadtverwaltung. Sagt dort ein Paar ab, werde der Termin innerhalb kurzer Zeit neu vergeben. In Chemnitz habe es keine Absagen von Trauungen gegeben, so die Stadt.

Anders in Görlitz: Im April seien nur fünf von geplanten 25 Eheschließungen durchgeführt wurden, so die Stadt. Im Mai sollen aber wieder mehr Trauungen stattfinden. Und auch in Dresden, wo im März und April deutlich weniger Eheschließungen stattfanden als in den Monaten des Vorjahres, sollen von Mai bis September voraussichtlich alle angemeldeten Trauungen auch durchgeführt werden, hieß es von der Stadtverwaltung.

10:08 Uhr: Lehrer in Sachsen können sich auf das Corona-Virus testen lassen

Sächsische Lehrer, die wieder an einer Schule unterrichten, können sich vom 1. Juni an freiwillig auf das Coronavirus testen lassen. Die Kosten übernimmt der Freistaat, falls die Krankenkassen nicht dafür aufkommen, wie das Kultusministerium am Freitag mitteilte. Die Tests können beim Hausarzt durchgeführt werden. Perspektivisch werde auch daran gedacht, das Angebot für freiwillige Tests auf den Kita-Bereich zu erweitern, hieß es.

5:00 Gastronomie fordert weitere Krisen-Hilfe

Trotz der angekündigten Wiederöffnung der Hotel- und Gaststättenbetriebe in Sachsen setzt die Branche ihre Corona-Proteste fort. Die Initiative «Leere Stühle» will heute unter anderem in Leipzig und Dresden auf ihre Lage aufmerksam machen. Unter dem Motto «Wir geben den Löffel ab» fordern Gastronomen unter anderem einen Rettungsschirm mit Zuschüssen des Bundes. In Sachsen dürfen die Betriebe unter strengen Hygienevorgaben ab 15. Mai wieder öffnen. Die Vorgaben führten aber dazu, dass weniger Gäste bedient werden könnten. Der Umsatz werde viel niedriger sein als normal, die Kosten etwa für die Pacht blieben aber unverändert. Außerdem fordern die Gastrobetriebe, dass die von der Bundesregierung geplante Absenkung der Mehrwertsteuer für Speisen auch auf Getränke ausgedehnt werden müsse und länger als ein Jahr gelten solle.

3:00 Uhr: Kultusminister stellt Pläne für weitere Kita-Öffnung vor

Kultusminister Christian Piwarz will heute seine Pläne vorstellen, wie es in der Corona-Krise mit der Öffnung von Schulen und Kitas in Sachsen weitergeht. Fest steht bisher nur, dass vom 18. Mai an mehr Jungen und Mädchen in den Kindertageseinrichtungen betreut werden sollen. Bisher greift in Sachsen lediglich eine Notbetreuung in den Kitas. An den Schulen werden bisher unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln die Abschlussklassen sowie diejenigen Schüler unterrichtet, die im nächsten Jahr ihren Abschluss machen - und die 4. Klassen. Vom 18. Mai an soll im Freistaat eine neue Corona-Schutzverordung greifen, die weitreichende Lockerungen vorsieht - unter anderem eine Lockerung der Kontaktbeschränkung und des Versammlungsrechts, Gaststätten und Hotels dürfen bereits ab 15. Mai wieder öffnen.


7. Mai 2020

17:10 Uhr: Kurzarbeitergeld für Grenz-Pendler

Pendler aus Polen und Tschechien erhalten wegen der Corona-Krise jetzt Kurzarbeitergeld. Damit sei eine Gerechtigkeitslücke geschlossen, teilte das Wirtschaftsministerium am Donnerstag in Dresden mit. Das Bundesarbeitsministerium habe eine Regelungslücke beim Kurzarbeitergeld geschlossen, die vielen Betrieben und den Beschäftigten aus den Nachbarländern erhebliche Sorgen bereitete. In Sachsen arbeiten den Angaben zufolge 10.466 Grenzgänger aus Polen und 9.134 aus Tschechien – sie wohnen in ihrem Heimatland und pendeln zur Arbeit. Das Sächsische Wirtschaftsministerium hatte bereits im April Unterbringungszuschüsse von 40 Euro pro Nacht für Einpendler aus Polen und Tschechien auf den Weg gebracht. Enge Familienangehörige, wie Ehepartner und Kinder, werden mit 20 Euro pro Übernachtung unterstützt.

16:30 Uhr: Gewerkschaft fordert bei Kita-Öffnung Rücksicht auf Erzieher

In der Debatte um eine Ausweitung der Kita-Betreuung hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mehr Rücksichtnahme auf die Erzieher gefordert. Die geplanten Öffnungsschritte erforderten mehr Personal als vor der Pandemie, sagte GEW-Landesvorsitzende Uschi Kruse am Donnerstag. «Und der Mangel an ausgebildeten ‎Erzieherinnen wird sich nicht von heute auf morgen beseitigen lassen.» Eine Verkleinerung der Gruppen werde die Personalnot verschärfen, hieß es. Zudem dürfe der Infektions- und Arbeitsschutz nicht außer Acht gelassen werden.

Laut GEW lassen sich gerade in Kindertageseinrichtungen Abstandsregeln nur schwer umsetzen - ebenso wie das Tragen von Schutzkleidung. «Daher ist es umso wichtiger, für jede einzelne Einrichtung zu ‎prüfen, ob die räumlichen und hygienischen Bedingungen für eine weitere Öffnung ‎gegeben sind», so Kruse.

16:26 Uhr: Bundesliga-Fußball ab 16. Mai

Die Deutsche Fußball-Liga DFL hat am Nachmittag den ersten Spieltag zum Re-Start in der Bundesliga und 2. Bundesliga bekanntgegeben. Es geht mit dem 26. Spieltag weiter, also dem, der als erstes abgesagt wurde. RB Leipzig trifft am Samstagnachmittag, den 16. Mai 15:30 Uhr auf den SC Freiburg und in der 2. Bundesliga bekommt es Erzgebirge Aue an jenem Samstag um 13 Uhr mit dem SV Sandhausen zu tun. Dynamo Dresden spielt am Sonntag, den 17. Mai 13:30 Uhr in Hannover.

15:39 Uhr: Deutsch-Sorbisches Volkstheater sagt Spielbetrieb ab

Das Deutsch-Sorbische Volkstheater in Bautzen hat den Spielbetrieb und auch den 25. Bautzener Theatersommer abgesagt. Es seien alle Möglichkeiten ausgelotet worden, den Spielbetrieb und den Theatersommer unter den gegebenen Umständen der Corona-Krise und unter Auflagen durchführen zu können, leider vergeblich, teilte das Theater in der Lausitz am Donnerstag mit. «Trotz der für uns schwierigen Entscheidung blicken wir optimistisch auf die neue Spielzeit», sagte Intendant Lutz Hillmann.

14:28 Uhr: 46 neue Fälle in Sachsen

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen in Sachsen ist auf 4.857 gestiegen. Das ist ein Anstieg von 46 bestätigten Infektion im Vergleich zu Mittwoch. Die Zahl der Genesenen wird auf 4.270 geschätzt.

Es gibt zwei bestätigte neue Todesfälle. Insgesamt sind in Sachsen 181 Menschen im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. Der Anteil der Verstorbenen an der Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionsfälle beträgt 3,7%.

13:21 Uhr: DRK-Präsident dankt Mitgliedern und Mitarbeitern

1.200 Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes haben während der Corona-Pandemie bislang 203 Einsätze in Sachsen geleistet. Das teilte der DRK-Landesverband in einem Schreiben zum Weltrotkreuztag am 8. Mai mit. DRK-Präsident Holger Löser dankte darin den 15.000 ehrenamtlichen Mitgliedern und den 14.000 hauptamtlichen Mitarbeitenden im DRK Sachsen für das bisher Geleistete. «Danke für einen Einsatz, der anders war als alle anderen zuvor. Die Bekämpfung der Corona-Pandemie in Sachsen hat alle Aufgabenfelder im Roten Kreuz durchdrungen. Wir müssen auch weiterhin bereit sein. Es ist nur eine stille Hoffnung, dass weitere Einsätze nicht notwendig sein werden», sagte Löser der Mitteilung zufolge.

11:53 Uhr: Corona-Ausbruch in Zwickauer Klinik

Am Heinrich-Braun-Klinikum in Zwickau sind nach einem Ausbruch des Coronavirus 16 Menschen erkrankt und zwei von ihnen gestorben. Wie das Krankenhaus am Donnerstag mitteilte, infizierten sich neun Patienten und sieben Mitarbeiter auf der Station für Nierenkrankheiten. Bei zwei Patienten habe es einen so schweren Krankheitsverlauf gegeben, dass sie an den Folgen gestorben seien. Beide Personen hätten multiple Vorerkrankungen gehabt. Die sieben positiv getesteten Patienten wurden auf die Covid-19-Isolierstation verlegt, teilte das Klinikum mit. Alle würden einen milden Krankheitsverlauf zeigen. Die nicht infizierten Patienten bleiben den Angaben nach auf der bisherigen Station. Nachtests sowohl bei den Patienten als auch den Mitarbeitern sollen in den kommenden Tagen folgen.

11:45 Uhr: Züge fahren wieder direkt zu Wanderzielen

Von diesem Wochenende an fahren Züge wieder direkt zu beliebten Wanderzielen in Sachsen. Der Saxonia-Express bringt von diesem Samstag an Wanderfreunde wöchentlich in die Sächsische Schweiz nach Schöna, wie DB Regio, die Mitteldeutsche Regiobahn und der Verkehrsverbund Oberelbe am Donnerstag mitteilten. Eine Fahrt von Leipzig bis zu den Felsen im Elbtal dauert dann gut zwei Stunden. Zudem fährt jeweils Samstag und Sonntag der WanderExpress von diesem Wochenende an wieder direkt von Dresden ins Osterzgebirge.

9:43 Uhr: Autokinos voll im Trend

Ein Besuch im Autokino liegt in der Corona-Krise aktuell voll im Trend. In Sachsen hat sich die Zahl der Parkplatzkinos inzwischen von drei auf sieben erhöht. Bisher sind zwei neue Autokinos in Dresden, eines in Görlitz und eines in Chemnitz entstanden. Weitere Projekte gibt es in Leipzig und Bautzen, Filme aus dem Auto heraus schauen zu können.

9:35 Uhr: Leipziger Virologe kritisiert Bundesliga-Neustart

Der Leipziger Virologe Professor Uwe G. Liebert hat die baldige Wiederaufnahme des Spielbetriebs der Fußball-Bundesliga in der Coronavirus-Krise kritisiert. «Ich hätte mir gewünscht, dass man wirklich noch ein paar weitere Wochen gewartet hätte», sagte der Direktor des Instituts für Virologie an der Universität Leipzig in den ARD-«Tagesthemen». Die Spieler würden sich gegenseitig gefährden, sagte Liebert, «sei es durch unachtsamen Umgang oder dadurch, dass sie völlig unbekannt infiziert sind». Zudem müssten die Vereine auch berücksichtigen, «dass die Fans vor dem Fernseher sitzen und da in direkten Kontakt zueinander kommen. Es ist schwierig, den Fans zu vermitteln, dass sie sich nicht umarmen und jubeln dürfen.»

1:00 Uhr: Sachsen will mehr Kultur ermöglichen

Sachsen will in der Corona-Krise wieder mehr Kultur ermöglichen - auch wenn die meisten Bühnen und Konzerthäuser die Saison schon vorzeitig beendet haben. Kultur sei wie Medizin für die Seele, habe ihr ein Gesprächspartner in den vergangen Tagen gesagt, erklärte Kulturministerin Babara Klepsch am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung in Dresden: «Ich glaube, treffender kann man das vielleicht nicht auf den Punkt bringen.» Nach der Öffnung der Museen am vergangenen Montag sollen ab dem 18. Mai weitere Bereiche folgen. Allerdings werde es eine andere Art von Kultur geben: «Wir werden Kultur unter Corona-Regeln aufstellen, wir werden Kultur unter Corona-Bedingungen quasi erleben.» In den kommenden Tagen sollen dazu Details mit Theatern und anderen Einrichtungen besprochen werden. Es gehe in erster Linie um Hygienevorgaben.


6. Mai 2020

20:32 Uhr: Demonstration gegen Corona-Einschränkungen in Pirna

Rund 150 Menschen haben am Mittwochabend laut Polizei in Pirna gegen die Restriktionen zur Eindämmung der Corona-Pandemie demonstriert. Die Versammlung auf dem Marktplatz habe etwa 15 Minuten gedauert, sagte ein Polizeisprecher. Danach hätten die Teilnehmer den Platz verlassen. Zwischenfälle habe es bei der Versammlung nicht gegeben. In Pirna war es seit dem 22. April wiederholt zu nicht angemeldeten Kundgebungen gekommen. Am vergangenen Sonntag waren Polizeibeamte von Teilnehmern geschubst, bedrängt und beleidigt worden. Drei Polizisten seien leicht verletzt worden, hatte die Polizei danach mitgeteilt. Über soziale Netzwerke war zu einem «Spaziergang für Grundrechte» aufgerufen worden - ebenfalls auf dem Marktplatz.

19:55 Uhr: Sächsisches Kabinett beschließt weitere Lockerungen

Das Sächsische Kabinett hat am Abend weitere Lockerungen beschlossen:

  • ab 15. Mai soll die Gastronomie wieder öffnen, unabhängig von Innen- und Außenbereich. Es gelten strenge Auflagen, wie Tischabstände, Bedienungen mit Mundschutz, abwischbare Speisekarten
  • ab 15. Mai sollen Beherbergungsmöglichkeiten, wie Hotels und Ferienwohnungen wieder öffnen können. Allerdings unter strengen Auflagen. Auch Besucher aus anderen Bundesländern sind willkommen.
  • ab 18. Mai können sich zwei Hausstände treffen, z.B. zwei Fmilien aus verschiedenen Haushalten oder zwei Wohngemeinschaften
  • ab 18. Mai sollen wieder mehr Kinder in die Kitas können
  • ab 18. Mai soll die bisherige Beschränkung im Einzelhandel der Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern komplett entfallen
  • ab 18. Mai sollen Kundgebungen nicht mehr in der Teilnehmerzahl beschränkt werden, das Versammlungsrecht soll nicht weiter eingeschränkt werden. Es gelten aber weiter Hygienevorschriften, wie z.B. Abstand von 1,5 Metern und Mundschutz
  • ab 18. Mai sollen Freibäder öffnen können

16:46 Uhr: Reaktionen zum Re-Start der Bundesliga und 2. Bundesliga

In der zweiten Mai-Hälfte dürfen die Fußball-Bundesligisten und Zweitligisten ihre Saison fortsetzen. In Sachsen betrifft das RB Leipzig, Erzgebirge Aue und Dynamo Dresden.

Markus Krösche, Sportdirektor RB Leipzig: "Wir sind glücklich darüber, dass die Zeit des Wartens vorbei ist, wir den Blick nach vorn richten können und dass es schon bald endlich wieder mit Fußball losgehen kann."

"Wir müssen einfach anfangen, handeln und die restliche Saison mit einer hohen Disziplin durchziehen. Diese unnötigen Pro-und-Contra-Diskussionen ertragen die Menschen einfach nicht mehr", sagt Aues Präsident Helge Leonhardt der Deutschen Presse-Agentur.

Aus Dresden heißt es von Sport-Geschäftsführer Ralf Minge: "Wir werden uns mit dieser Entscheidung anfreunden müssen, denn es gibt derzeit keine mehrheitsfähige Alternative zu Geisterspielen unter den Clubvertretern. Fußball ist ohne Wenn und Aber eine Publikumssportart. Das wird schon bald dem Letzten bewusst, der das bisher in Zweifel
gezogen hat. Wir sind als Verein geisterspielerprobt und können deshalb sagen: Was da in den
kommenden Wochen auf uns wartet, wird nicht annähernd die Faszination des Fußballs entfalten
können, die wir an diesem Sport so lieben."

15:43 Uhr: 17 neue Corona-Erkrankungen im Landkreis Zwickau

Die Zahl der Menschen, die sich neu mit dem Corona-Virus infiziert haben, ist im Landkreis Zwickau innerhalb von 24 Stunden um 17 gestiegen. Das hat das Gesundheitsamt am Mittag mitgeteilt. In Zwickau-Stadt gab es mit 10 die meisten Neuinfektionen. Drei wurden aus Crimmitschau und je einer aus Lichtentanne, Oberlungwitz, Werdau und Wildenfels gemeldet. Es gab keinen neuen Todesfall. Die Gesamtzahl der laborbestätigten Corona-Fälle ist nun auf 794 gestiegen.

15:12 Uhr: Ab Mitte Mai wieder Bundesliga-Spiele

Die Fußball-Bundesliga darf die derzeit wegen der Corona-Krise unterbrochene Saison ab der zweiten Mai-Hälfte mit Geisterspielen fortsetzen. 

Darauf einigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrer Schalte am Mittwoch, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

14:08 Uhr: 4.811 Coronafälle in Sachsen

Die Zahl der Coronafälle in Sachsen steigt weiter. Im Vergleich zu Mittwoch gibt es 41 bestätigte Neuinfektionen. In Sachsen sind damit aktuell 4.811 Menschen positiv getestet worden. Weiterhin wachsend ist aber auch die Zahl der geschätzten Genesungen. Diese Zahl liegt bei ca. 4.250.

Es gibt ins Sachsen fünf neue Sterbefälle. Insgesamt sind im Freistaat 179 Menschen gestorben, die mit dem Virus infiziert waren.

12:04 Uhr: Hallen- und Freibäder - Öffnung in Sicht?

Der Sächsische Heilbäder-Verband fordert, dass Thermen, Hallen- und Freibäder zum 29. Mai öffnen dürfen. Gerade in Pandemie-Zeiten dürfe man die Gesundheitsvorsorge nicht vernachlässigen, argumentiert der Verband. Die Zahl der Badegäste lasse sich problemlos kontrollieren. Außerdem werde das Wasser in den Becken kontinuierlich aufbereitet. Damit sei die Sicherheit der Gäste gewährleistet.

10:35 Uhr: Sofortprogramm für Musikschulen und freie Musiklehrkräfte

Sachsen unterstützt die freien Musikschulen ab heute mit etwa 6 Millionen Euro. Das hat das Kulturministerium mitgeteilt. Damit würden die Einnahmeverluste der Schulen und der Honorarlehrkräfte durch die Pandemie ausgeglichen. Für die öffentlichen Musikschulen könnten die Kommunen den Zuschuss für pandemiebedingte Mehrausgaben nutzen. Kulturministerin Barbara Klepsch hat mitgeteilt, man wolle die Musikschulen bestmöglich unterstützen. Sie finde es hervorragend, dass momentan zwei Drittel des Unterrichts z.B. als Videounterricht angeboten würden.

Informationen, Anträge und Hilfen hier:

Finanzhilfen für freie und private Anbieter von Musikunterricht: https://www.saechsischer-musikrat.de/service/ausfallhonorare

Finanzhilfen für nicht-kommunale Musikschulen: https://www.saechsischer-musikrat.de/service/musikschulen

6:28 Uhr: Kretschmer für "neuen Umgang" mit Corona-Pandemie

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat einen «neuen Umgang» mit der Corona-Pandemie gefordert. «Weg von grundsätzlichen Verboten und hin zu einem grundsätzlichen Ja», sagte der CDU-Politiker dem «Spiegel». «Wir müssen wieder so viel wie möglich zulassen, immer unter genauer Abwägung und mit entsprechenden Hygiene-Konzepten.»

«Wir müssen uns mittelfristig an ein Leben mit dem Virus gewöhnen, in dem aber so viel wie möglich normal funktioniert.» Er sprach sich deshalb für ein Ampel-Warnsystem aus. «Wenn regional Infektionen gehäuft auftreten, wird erstmal auf Gelb gestellt. Und wenn wir das nicht in den Griff bekommen, geht die Ampel auf Rot.» Dann müssten Schulen zunächst lokal wieder geschlossen werden oder Kontaktsperren wieder gelten, um die Situation beherrschbar zu machen.

4:39 Uhr: Bund und Länder beraten über weitere Lockerungen

In einer erneuten Telefonkonferenz wollen sich die Ministerpräsidenten der Länder an diesem Mittwoch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über weitere Lockerungen der Anti-Corona-Regeln verständigen. Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) hatte bereits im Vorfeld angekündigt, die Themen Kita-Betreuung und Gastronomie auf die Prioritätenliste zu setzen. Nach der Schalte will das sächsische Kabinett zusammenkommen.

Wirtschaftsminister Martin Dulig hatte mit Blick auf die Bund-Länder-Beratung vorgeschlagen, die Außengastronomie in Sachsen bereits am 15. Mai wieder zu öffnen. ‎«Ich gehöre zu denen, die sonst immer gebremst haben, aber jetzt brauchen wir Lockerungen. Wir ‎müssen der Bevölkerung zeigen, dass sich Mühe und Vernunft ausgezahlt haben», sagte Martin Dulig der Deutschen Presse-Agentur.

4:12 Uhr: Mehr Schüler kehren an Sachsens Schulen zurück

Sachsens Schulen kehren an diesem Mittwoch mit einem weiteren Schritt zurück zur Nomalität: Für die Schüler aller Vorabschlussklassen der Gymnasien, Berufsbildender Schulen, Oberschulen und Förderschulen beginnt unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln wieder der Unterricht. In Grund- und Förderschulen darf die Klassenstufe 4 zurück. Den Anfang machten am 20. April die Abiturienten, um sich auf ihre Prüfungen vorzubereiten.

Das Kultusministerium hatte angekündigt, den Schulen bei der Gestaltung des Unterrichts in Corona-Zeiten weitgehend freie Hand zu lassen. Unter anderem spielten Anzahl und Größe der Räume eine Rolle, die von Schule zu Schule unterschiedlich seien, hieß es. Kultusminister Christian Piwarz (CDU) hatte jüngst in Aussicht gestellt, dass ab dem 25. Mai eine weitere Öffnung erfolgen könnte - bisher gibt es aber noch keinen genauen Zeitpunkt.


5. Mai 2020

20:10 Uhr: Polizei will Angriffe auf Beamte bei Corona-Protest konsequent ahnden

Die Polizeidirektion Dresden will Angriffe auf ihre Beamten bei Anti-Corona-Protesten wie zuletzt in Pirna konsequent unterbinden. «Dieses Verhalten werden wir nicht tolerieren, entsprechend niedrig ist hier unsere Einschreitschwelle», stellte der Dresdner Polizeipräsident Jörg Kubiessa am Dienstag klar. In Pirna war es seit dem 22. April wiederholt zu nicht angemeldeten Kundgebungen gekommen. Am vergangenen Sonntag waren Beamte von Teilnehmern geschubst, bedrängt und beleidigt worden.

20:02 Uhr: Sächsischer Fußball bricht Saison ab

Der Sächsische Fußball-Verband (SFV) hat ein Saisonende auf Landesebene beschlossen. «Demnach wird die Saison 2019/2020 zum 30. Juni 2020 beendet und der Ligaspielbetrieb auf Landesebene nicht wieder aufgenommen. Außerdem sind bis zum 30. Juni 2020 keine Meisterschaftsspiele anzusetzen», teilte der Verband am Dienstag nach einer Videokonferenz seines Vorstandes mit.

Konkret bedeutet die Entscheidung, dass es wegen der Coronavirus-Krise keine Meister für die Saison 2019/20 geben wird. Auf- und Abstiegsregelungen werden außer Kraft gesetzt. Absteiger werden nicht ermittelt. Aufstiege werden durch den SFV unter Anwendung einer Quotientenregelung ermöglicht. Pokalwettbewerbe sollen allerdings, soweit möglich, zu Ende geführt werden. Gegebenenfalls auch noch nach dem 30. Juni.

16:43 Uhr: Corona-Zahlen für Sachsen

Die Zahl der nachgewiesen Corona-Infektionen ist in Sachsen erneut leicht gestiegen. Am Dienstag gab es im Freistaat 4770 bestätigte Fälle und damit 21 mehr als am Tag zuvor, wie Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) mitteilte. Die Zahl der Toten stieg um fünf auf 174; die größte Altersgruppe stellen hier die 80 bist 89-Jährigen - insgesamt 80 Personen. Rund 4200 Infizierte gelten inzwischen wieder als genesen. Laut Köpping sind auch 33 Krankenhäuser und 27 Pflegeheime mit Personal beziehungsweise Patienten vom Corona-Virus betroffen.

16:35 Uhr: Köpping stellt weitere Lockerungen in Aussicht

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) hält weitere Corona-Lockerungen «in einem vernünftigen Maße» für möglich. «Ich bin da optimistisch, weil unsere Zahlen eben im Moment auch wirklich sehr gut sind», sagte sie am Dienstag in einer Video- Pressekonferenz. Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) habe den 15. Mai als Termin für Lockerungen in der Gastronomie genannt. Am 12. Mai werde man den Fahrplan konkret beschließen. «Sofern die Zahlen nicht dagegen sprechen, ist das sicherlich eine Perspektive, die wir aufmachen können

15:00 Uhr: REWE spendet Lebensmittel und Drogerieartikel an die Tafeln in Sachsen

REWE hat heute Lebensmittel und Drogerieartikel im Wert von 33.333 Euro an die Tafeln in Sachsen gespendet. Der Landesvorstand der sächsischen Tafeln nahm die Waren bei der offiziellen Spendenübergabe in Dresden entgegen. Gespendet wurden unter anderem langhaltbaren Lebensmitteln wie Nudeln und Dosensuppen, sowie Drogerieartikeln wie Küchenrollen und Zahnpasta

14:35 Uhr: Land und Kommunen einigen sich auf Corona-Schutzschirm für sächsische Kommunen

Sachsens Städte und Gemeinde sollen in der Corona- Krise einen Schutzschirm erhalten. Das vereinbarten die Landesregierung und die kommunalen Spitzenverbände am Dienstag in Dresden. Insgesamt stehen gut 750 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld dient dazu, den erwarteten Einbrüchen bei Steuereinnahmen sowie Aufwendungen für zusätzliche Aufgaben in der Pandemie zu begegnen. Es gehe darum, die Städte und Gemeinden mit einem Gesamtpaket zu stabilisieren, hieß es. Die Kommunen rechnen allein für dieses Jahr mit Steuerausfällen von rund einer Milliarde Euro - hauptsächlich bei der Gewerbesteuer. Der Landtag muss dem Schutzschirm noch zustimmen.

12:02 Uhr: Kommunen stehen vor enormen finanziellen Einbußen

Der Deutsche Städtetag erwartet infolge der Corona-Krise enorme finanzielle Einbußen für die Kommunen. Die Belastungen liegen nach einer neuen Prognose bei mindestens 20 Milliarden Euro in diesem Jahr. Das teilte der Präsident des Städtetages Burkhard Jung mit. Er ist Bürgermeister von Leipzig.

10:50 Uhr: Sport - Veilchen in häuslicher Quartantäne

Beim Fußball-Zweitligisten FC Erzgebirge Aue befindet sich der gesamte Spielerkader samt dem Trainer- und Funktionsteam bis kommenden Donenrstag in häuslicher Quarantäne. Grund für die Entscheidung ist ein positiver Corona-Test bei einer Person aus dem Veilchen-Funktionsteam, welcher sich nach der zweiten Test-Reihe ergeben hat. Mit der Entscheidung verschärft der FC Erzgebirge Aue seine Vorsichtsmaßnahmen, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.

09:46 Uhr: Tschechien lockert Corona-Bestimmungen

Tschechien will ab kommenden Montag seine Corona-Beschränkungen etwas lockern. Einreisen per Zug, Bus und Flugzeug sind dann wieder zugelassen, das hat das tschechische Parlament am Abend beschlossen. Ausländer, die nach Tschechien einreisen, müssen aber weiter einen negativen Virustest vorlegen. Tschechen dürfen grundsätzlich ausreisen, müssen aber nach der Rückkehr für zwei Wochen in Quarantäne oder ebenfalls einen negativen Coronavirus-Test vorlegen. Die Grenzkontrollen zu Deutschland und Österreich werden mindestens bis zum 13. Juni verlängert.

08:50 Uhr: Bald wieder Urlaub an der Ostsee möglich

Urlaub an der Ostsee ist bald wieder möglich. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat mitgeteilt, dass schrittweise Gaststätten und Hotels erst für Einheimische öffnen dürfen. Ab 25. Mai wird dann das Einreiseverbot für Touristen aus anderen Bundesländern aufgehoben. Der Sprecher vom sächsischen Tourismusministerium Jörg Förster hat mir eben gesagt, dass dann Sachsen nach Mecklenburg-Vorpommern reisen könnten. Insbesondere in Ferienwohnungen könnte eine Familie problemlos Urlaub machen und die Hygiene-Regeln einhalten. Auch Sachsen arbeite an einem Stufenplan, um Gastronomie und Hotellerie öffnen zu können.


4. Mai 2020

16:41 Uhr: Dresdner Fußball-Profi positiv getestet

Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden hat am Nachmittag bekanntgegeben, dass ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Zum Schutz der Privatsphäre des Spielers wird der Name nicht veröffentlicht. Er befindet sich seit gestern in häuslicher Quarantäne. Sportgeschäftsführer Ralf Minge: "Wir haben uns seit Wiederaufnahme des Kleingruppentrainings mit enormem Aufwand an das vorgegebene Hygienekonzept gehalten. Aber es kann trotzdem niemanden wirklichen überraschen, dass es auch im Profi-Fußball Menschen gibt, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Wir unterstützen als Verein unseren Angestellten und seine Familie in der häuslichen Quarantäne mit allem, was in dieser Situation notwendig ist."

14:20 Uhr: Zwei weitere Covid-Todesfälle in Sachsen

Nach den neusten Zahlen des Sozialministeriums, wurden in Sachsen 4.749 Corona-Fälle nachgewiesen. Das sind 18 mehr als noch am Sonntag. Etwa 4.150 werden als Genesen gezählt. Diese Zahl ist ein Schätzwert. Außerdem gab es von gestern zu heute zwei neue Todesfälle nach einer Corona-Infektion. Damit steigt die Zahl der Toten auf 169.

13:45 Uhr: Leipziger Kliniken führen Maskenpflicht ein

Im Herzzentrum und der Helios-Klinik gilt ab sofort eine Maskenpflicht. Wie die Krankenhäuser mitgeteilt haben, betrifft die Regelung sowohl Mitarbeiter als auch Patienten und Besucher. Den Angaben zufolge haben die Kliniken ihre Mitarbeiter bereits in der vergangenen Woche mit Masken ausgestattet. Patienten und Besucher sollen ebenfalls Masken gestellt bekommen. In Einzelfällen – z. B. bei psychischen Erkrankungen – könne die Maskenpflicht aber gelockert werden, heißt es in der Mitteilung. Ziel der Maßnahme sei es, die Pandemie weiter einzudämmen, sagte Geschäftsführer Julian Zimmer.

5:00 Uhr: Vereinssport legt auf Außensportanlagen wieder los

Ab heute dürfen Sportvereine ihre Außensportanlagen wieder für ihre Vereinsmitglieder öffnen. Das hat das Sächsische Kabinett in seiner Sitzung am Donnerstag entschieden. Allerdings gelten strenge Vorgaben. "Wir schließen keine Sportarten aus, machen aber zur Bedingung, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern ebenso einzuhalten ist wie die geltenden Hygienevorschriften. Auch beim Training an der frischen Luft müssen wir uns stets bewusst sein, dass wir uns nach wie vor einem Infektionsrisiko aussetzen", sagte Innenminister Roland Wöller.

Der Deutsche Olympische Sportbund hat dazu zehn Leitplanken verfasst, an die es sich zu halten gilt:

3:30 Uhr: Museen in Sachsen dürfen öffnen - unter strengen Auflagen

Auch die Museen in Sachsen dürfen heute wieder öffnen. «Die Erwartungen und die Vorfreude der Besucher sind groß», berichtete das Kulturministerium. Kulturministerin Barbara Klepsch, der Vorsitzendes des Sächsischen Museumsbundes, Joachim Breuninger, und die Chefs von Bundes- und Landesmuseen wollen heute in Dresden über die Vorbereitungen in den Häusern und darüber berichten, wie die hygienischen Anforderungen im Zuge der Corona-Pandemie umgesetzt werden. Darunter sind die Generaldirektorin der Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Marion Ackermann, die Direktoren des Deutschen Hygiene-Museums und des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr, Klaus Vogel und Oberst Armin Wagner.

1:00 Uhr: Friseure in Sachsen öffnen

Die Sachsen können sich ab heute wieder die Haare schneiden lassen: Nach sechs Wochen Corona-Zwangspause dürfen die knapp 4.000 Betriebe im Freistaat mit rund 20.000 Beschäftigten öffnen - allerdings unter strengen Hygiene- und Sicherheitsauflagen. So müssen Kunden und Friseure Mundschutz tragen, Arbeitsplätze regelmäßig desinfiziert werden, Augenbrauenzupfen und Bartpflege sind vorerst tabu. Um den Mindestabstand von 1,5 Metern zu gewährleisten, können weniger Kunden betreut werden. «Die Inhaber sind darauf eingestellt, ihre Gewerbe auch unter verschärften Auflagen auszuüben‎», sagte ein Sprecher des sächsischen Handwerkstages im Vorfeld.


3. Mai 2020

14:32 Uhr: Corona-Tests im Fußball - Erzgebirge Aue negativ, keine Auskunft von RB Leipzig und Dynamo Dresden

Die sächsischen Fußball-Bundesligisten bereiten sich auf den scharfen Trainingsstart nach der coronabedingten Auszeit vor. Bei RB Leipzig steht am Montag der zweite Corona-Test für Mannschaft und Betreuerteam an. Über die Ergebnisse des ersten Tests machten die Leipziger bislang keine Angaben. Auch bei Zweitligist Dynamo Dresden, bei dem am Samstag 41 Tests genommen worden waren, gab noch noch keine offziellen Informationen über die Testergebnisse. Bei Ligakonkurrent FC Erzgebirge Aue hatten die Proben vom Donnerstag hingegen keine positiven Ergebnisse gebracht. Innerhalb von fünf Tagen müssen die Teams ein zweites Mal getestet werden.

Am 6. Mai wird bei einer Schalte zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder eine Entscheidung darüber erwartet, ob, wann und unter welchen Bedingungen der Bundesliga-Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Als frühester Starttermin ist der 16. Mai im Gespräch.

14:22 Uhr: 4.731 positive Tests in Sachsen

Die Zahl der Corona-Infektionen in Sachsen ist erneut gestiegen. Stand heute 12:30 Uhr sind 4.731 Menschen im Freistaat positiv getestet worden. Das sind 16 mehr, als am Samstag. Etwa 4.100 Menschen in Sachsen sind wieder genesen.

Es gibt zwei neue Todesfälle. In Sachsen sind damit 167 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Der Anteil der Verstorbenen an der Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionsfälle beträgt 3,5%. 

14:15 Uhr: Polens Auflagen für Pendler entfallen

Ab dem 4. Mai gelten neue Regeln für polnische Bürger, die in Deutschland, der Slowakei, Tschechien oder Litauen arbeiten oder studieren. Laut einer Verordnung der Regierung in Warschau müssen die Pendler bei einer Rückkehr nach Polen nicht mehr wie bislang für 14 Tage in Quarantäne. Diese Regelung gelte allerdings nicht für Menschen, die einen medizinischen Beruf ausüben oder in Pflegeeinrichtungen tätig sind, heißt es in der Verordnung vom 30. April. Am Freitag hatte es in Mecklenburg-Vorpommern auf der deutschen Seite das Grenzübergangs Linken-Lubieszyn einen Protest gegen diese Ausnahmeregelung für medizinisches Personal gegeben, wie die Nachrichtenagentur PAP berichtete.

12:58 Uhr: Wirtschaftsminster schlägt Öffnung der Gastronomie zum 15. Mai vor

Die seit Wochen wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Cafés, Kneipen und ‎Restaurants sollen nach dem Willen von Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig schnell Klarheit ‎haben, wann sie wieder öffnen können. Sollte es die Entwicklung der Infektionszahlen zulassen, ‎schlägt er eine Öffnung der Außenbereiche unter strengen Auflagen für den 15. Mai vor, sagte er Deutschen Presse-Agentur am Sonntag. «Man könnte testen, ob die ‎Sicherheitsvorkehrungen funktionieren, bevor sich alles am Pfingstwochenende ballt.»‎ Den 15. Mai wolle Dulig dem Ministerpräsidenten mit Blick auf die nächste Bund-Länder-Schalte am 6. ‎Mai vorschlagen. Gemeinsam mit Kulturministerin Barbara Klepsch und Verbänden werde ‎derzeit an einem Stufenplan gearbeitet, so Dulig. Zu Pfingsten könnten dann weitere Lockerungen - etwa für den Innenbereich in der Gastronomie - folgen.

10:15 Uhr: FSV Zwickau wartet noch mit Kleingruppen-Training

Der FSV Zwickau wartet anders als ein Großteil der Clubs der 3. Fußball-Liga mit dem Beginn des Kleingruppen-Trainings noch ab. Erst nach der nächsten Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder am 6. Mai will man sich bei den Westsachsen positionieren, sagte Sportdirektor Toni Wachsmuth der Bild. Bei der Konferenz soll entschieden werden, wann und unter welchen Voraussetzungen der Profifußball in Deutschland trotz der Coronavirus-Pandemie wieder spielen kann.

Am vergangenen Freitag hatte der Chemnitzer FC mit dem Training in kleinen Gruppen unter starken Sicherheitsvorkehrungen begonnen. Grundlage dafür war eine Genehmigung des Freistaates Sachsen und des Chemnitzer Gesundheitsamtes.


2. Mai 2020

14:17 Uhr: 38 neue Corona-Fälle

Erneut ist in Sachsen die Zahl der bekannten Corona-Infektionen leicht gestiegen. Am Samstag gab es im Freistaat 4.715 laborbestätigte Fälle und damit 38 mehr als am Tag zuvor. Mit zwei neuen Todesfällen - aus dem Landkreis Meißen und der Landeshauptstadt - sind bisher insgesamt 165 Covid-19-Patienten im Freistaat gestorben. Die Sterblichkeitsrate - also der Anteil der Todesfälle an allen Infizierten - liegt bei 3,5 Prozent. Die Zahl der Genesenen wird auf etwa 4.050 geschätzt, sie sind nicht meldepflichtig.

15:05 Uhr: Forderungen nach Lockerungen im Tourismus-Bereich

Der sächsische Landestourismusverband (LTV) sprach sich für eine schrittweise Wiedereröffnung touristischer Einrichtungen aus. «Im ersten Schritt sehe ich dabei die Gastronomie und im Übernachtungsbereich autarke Angebote, wie Ferienwohnungen oder Campingplätze», sagte LTV-Präsident Rolf Keil. Der Wiedereinstieg solle spätestens am 20. Mai erfolgen. «Damit hätten die Anbieter die Möglichkeit, dringend notwendige Umsätze schon über die Feiertage zu generieren», sagte Keil.

12:20 Uhr: IHK Chemnitz gehen Lockerungen in Sachsen nicht weit genug

Der Industrie- und Handelskammer (IHK) Chemnitz gehen die für Sachsen beschlossenen Lockerungen in der Corona-Krise nicht weit genug. Wie die Kammer mitteilte, ist es enttäuschend, dass Hotellerie und Gastronomie bei den Lockerungen, die ab Montag gelten, kaum Beachtung finden. «Übernachtungen von Einzelpersonen oder Familien in Pensionen, Ferienwohnungen und Hotels - in einem ersten Schritt ohne gastronomische Angebote - wären unter Hygieneauflagen gut händelbar», hieß es.

Am Donnerstagabend verständigte sich Sachsens Regierung auf eine neue Corona-Schutz-Verordnung, die am Montag in Kraft treten soll. Dann dürfen im Freistaat Friseure und Kosmetiksalons wieder öffnen, ebenso Museen, Bibliotheken, Zoos und botanische Gärten. Auch Spielplätze sollen unter Hygiene-Auflagen wieder öffnen dürfen. Die Verordnung gilt bis zum 20. Mai.

10:53 Uhr: IKEA öffnet am Montag wieder

Die Möbelkette Ikea will ab Montag ihre Filialen in Sachsen - in Chemnitz und Dresden - öffnen. «Bei all unseren Vorbereitungen geht Sicherheit vor Schnelligkeit», teilte Dennis Balslev, Geschäftsführer von Ikea Deutschland am Samstag mit. Für die Wiedereröffnung habe man ein umfassendes Sicherheits- und Hygienekonzept entwickelt. Dieses habe sich bereits in Nordrhein-Westfalen bewährt, wo elf Filialen der schwedischen Kette seit dem 22. April wieder geöffnet haben.

9:55 Uhr: Neue Kampagne „EEnsFuffzschBidde“

Sachsen startet unter der Dachmarke „So geht sächsisch“ eine neue Kampagne. Unter dem Namen „EEnsFuffzschBidde“ soll auf die aktuellen Maßnahmen in der Corona-Situation hingewiesen werden. Ministerpräsident Michael Kretschmer betonte: „EEnsFuffzschBidde ist eine klare und einprägsame Botschaft. Wer sich an die Regeln hält, kann Leben retten.“ Damit die Botschaft ankommt sind sachsenweite Anzeigen in Zeitungen, Online-Werbung und Radiospots ab geplant. Auch einen Frankierstempel für die Post soll es geben.


1. Mai 2020

14:40 Uhr: Französische Patientin aus Krankenhaus in Coswig entlassen

Eine Covid-19-Patientin aus Frankreich ist aus dem Fachkrankenhaus Coswig entlassen werden. Wie das Krankenhaus am Freitag mitteilte, wurde sie mit einem Kleinflugzeug nach Frankreich geflogen, wo sie weiterhin stationär versorgt wird. Sie habe den Flug gut überstanden. Die Frau aus dem Elsass war am 4. April schwer krank ins Fachkrankenhaus Coswig gekommen. Damals musste sie noch beatmet werden. In Coswig werden noch ein weiterer Patient aus Frankreich sowie einer aus Italien versorgt. Auch sie seien inzwischen so stabil, dass sie bald entlassen werden können, so das Krankenhaus.

14:38 Uhr: 4.677 Coronafälle in Sachsen

Die Zahl der Coronafälle im Freistaat steigt täglich weiter, aber weiterhin auf einem moderaten Niveau. 4.677 Personen wurden den neuesten Angaben zufolge bisher positiv getestet. Das sind 21 mehr als am Donnerstag. Demgegenüber stehen geschätzt 3.950 Genesene.

Es gibt fünf neue Todesfälle. Die Zahl ist auf 163 gestiegen.

14:35 Uhr: Freital verhängt Haushaltssperre

Nach Dresden hat nun auch Freital wegen der Corona-Krise eine Haushaltssperre verhängt. Es muss mit erheblichen Einnahmeausfällen gerechnet werden, teilte die Stadt mit. Nach derzeitiger Einschätzung der Finanzverwaltung sind allein im Bereich der Gewerbesteuern Mindererträge in Höhe von mindestens 2,8 Millionen Euro zu erwarten. Beispielsweise Investitionen, die bereits begonnen worden, sollen fortgesetzt werden. Inwieweit neue Vorhaben begonnen werden, ist im Einzelfall zu prüfen, so die Stadt. Im August soll geprüft werden, ob die Haushaltssperre komplett bleiben muss oder teilweise aufgehoben werden kann.

13:00 Uhr: Elternbeiträge nur bei Nutzung der Betreuungsangebote

Für Eltern, die derzeit keine Betreuungsangebote in Kindertageseinrichtungen, Orten der Kindertagespflege oder Horten nutzen können, fallen bis zum 24. Mai  auch keine Beiträge an. Nur wer die Notbetreuung für systemrelevante Berufe nutzt, muss dafür auch die entsprechenden Elternbeiträge zahlen, teilte das Finanzministerium mit. Darauf haben sich gestern die kommunalen Spitzenverbände mit Finanzminister Hartmut Vorjohann verständigt. Die Kosten tragen Kommunen und Freistaat gemeinsam. 

12:11 Uhr: Landestourismusverband fordert klare Perspektiven

Der Landestourismusverband (LTV) Sachsen hat sich für eine schrittweise Wiedereröffnung touristischer Einrichtungen ausgesprochen. Der Verband will nach eigenen Angaben am Montag ein Konzept zum Wiedereinstieg an Ministerpräsident Michael Kretschmer überreichen. «Im ersten Schritt sehe ich dabei die Gastronomie und im Übernachtungsbereich autarke Angebote, wie Ferienwohnungen oder Campingplätze», sagte LTV-Präsident Rolf Keil am Freitag. Der Wiedereinstieg sollte spätestens am 20. Mai erfolgen. «Damit hätten die Anbieter die Möglichkeit, dringend notwendige Umsätze schon über die Feiertage zu generieren», sagte Keil. Grundvoraussetzung für die Umsetzung eines schrittweisen Wiedereinstiegs sei eine strikte Einhaltung der Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen.

11:01 Uhr: Nur wenig Zeit zur Umsetzung der neuen Corona-Regeln

In Sachsen bleibt Kommunen, Museen und anderen Einrichtungen nur drei Tage Zeit, die neuen Vorgaben zur Lockerung der Corona-Regeln umsetzen. Am Donnerstagabend hatte das Kabinett in Dresden weitere Schritte beschlossen, um Einschränkungen aufzuheben oder abzumildern. Am Montag treten sie in Kraft. Die neue Corona-Schutz-Verordnung des Freistaates im Überblick

10:54 Uhr: Einnahmen durch Corona-Bußgelder schwanken in Sachsen

Die bisher verhängten Bußgelder wegen Verstößen gegen die Corona-Auflagen in Sachsen schwanken je nach Kommune stark. Spitzenreiter ist aktuell Chemnitz. Dort seien bisher knapp 250 Bußgeldbescheide mit einem Gesamtwert von fast 45 000 Euro erlassen worden, teilte die Stadt mit. Zudem liefen weitere Verfahren.

In Leipzig kamen bis zur vergangenen Woche nur 58 Bußgeldbescheide in Gesamthöhe von gut 8800 Euro zusammen, hieß es seitens der Stadt. Im Erzgebirgskreis sind laut Landratsamt bisher 26 Bescheide mit einer Gesamtsumme von insgesamt knapp 3900 Euro erlassen worden. Im Vogtlandkreis wurden Verwarn- und Bußgelder in Höhe von mehr als 18 000 Euro verfügt.

7:57 Uhr: Pflegeheime in Sachsen besonders von Corona-Krise betroffen

Schutzausrüstung rund um die Uhr, lange Dienste, nicht genügend Personal - für die Pflegekräfte in Heimen wird die Corona-Krise zunehmend zu einem Problem. «Das geht an die Grenze der Belastbarkeit», sagte Sandra Gehrmann, Pflegeleiterin des Laurentius-Hauses in Hoyerswerda. Die Einrichtung der Diakonie Libera mit 120 Senioren und 114 Mitarbeiten blieb zwar bisher vom Corona-Virus verschont, aber Gehrmann weiß, wovon sie spricht: Sie sprang im nahe gelegenen Haus Rosengarten in Hoyerswerda ein, wo mehr als die Hälfte der 32 Bewohner am Coronavirus erkrankten, drei Menschen starben vermutlich im Zusammenhang mit Covid-19. Von den 40 Pflegekräften musste ‎ein Großteil in häusliche Quarantäne. ‎

1:00 Uhr: Kleinere Demonstrationen am 1. Mai

Wegen der Corona-Pandemie sind Versammlungen am 1. Mai nur in Ausnahmefällen möglich. In mehreren Orten in Sachsen wurden kleine Demonstrationen genehmigt, wie eine Umfrage der dpa bei den Landkreisen und kreisfreien Städten ergab.

  • In Leipzig wurden laut Verwaltung sechs Versammlungen zugelassen: Dazu zählt eine linke Kundgebung, die im Stadtteil Connewitz und parallel in der Südvorstadt unter dem Motto «Kämpferisch zum Ersten Mai» stattfindet. Die Behörde legte fest, dass maximal 25 Menschen pro Versammlung teilnehmen dürfen.
  • Auch in Dresden wurden laut Verwaltung sechs Versammlungen zugelassen: Unter anderem will die Linke eine Kundgebung auf dem Alaunplatz abhalten.
  • In Chemnitz wurden zwei Infostände genehmigt, einer von der Initiative «Aufstehen gegen Rassismus» und einer der AfD. Zudem plant die Linke eine Veranstaltung am Karl-Marx-Monument mit fünf Teilnehmern, teilte die Stadt mit.
  • Die AfD plant nach Angaben der Landkreise in Pirna und Borna Veranstaltungen mit je 50 Teilnehmern. Auch dabei soll es den Anmeldungen zufolge um Grundrechte gehen.
  • In Görlitz und Zittau will die AfD Versammlungen zum Tag der Arbeit abhalten.

30. April 2020

21:35 Uhr: Weitere Lockerungen in Sachsen

Sachsens Regierung hat sich in der Corona-Krise auf weitere Lockerungen ab 4. Mai verständigt.

  • Friseure und Kosmetiksalons dürfen wieder öffnen
  • Auch Möbelhäuser können wieder verkaufen, ebenso wie Größere Ladengeschäfte, wenn sie ihre Verkaufsflächen auf 800 Quadratmeter begrenzen.
  • Ebenfalls am Montag öffnen Museen, Bibliotheken, Zoos und botanische Gärten.
  • Auch Spiel- und Sportplätze sollen unter Hygiene-Auflagen wieder im Freistaat öffnen dürfen.
  • Für Gottesdienste soll die bisherige Begrenzung auf 15 Personen aufgegeben werden.

21:15 Uhr: Sachsen lockert Versammlungsverbot

Sachsen lockert das Versammlungsverbot weiter. Ab kommenden Montag sind wieder Demonstrationen mit bis zu 50 Teilnehmern möglich, beschloss das Kabinett am Donnerstag in Dresden. «Zwar unterliegen Versammlungen zum Schutz vor der Verbreitung des Virus grundsätzlich weiter Einschränkungen», sagte Justiz- und Demokratieministerin Katja Meier der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Sie erinnerte jedoch daran, dass Versammlungsfreiheit als elementarer Wesenskern der Demokratie gerade in Krisenzeiten besonders wichtig sei.

20:05 Uhr: Polen lockert Auflagen für Pendler

Polen lockert die wegen der Corona-Epidemie verhängten Auflagen für Pendler an der Grenze. Ab dem 4. Mai müssten polnische Bürger, die in Deutschland, der Slowakei, Tschechien oder Litauen arbeiten oder studieren, bei einer Rückkehr nach Polen nicht mehr für 14 Tage in Quarantäne, schrieb Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Donnerstag auf Facebook. Eine entsprechende Regelung habe man in Absprachen mit den Nachbarländern getroffen. Die Zunahme neuer Coronavirus-Fälle sei relativ niedrig und stabil. «Wir haben die Epidemie noch nicht besiegt, aber zunehmend unter Kontrolle. Daher können wir jetzt entschiedener handeln, damit das Wirtschaftsleben wieder Tempo aufnimmt.»

19:40 Uhr: Ostdeutsche Firmen kommen besser durch die Corona-Krise

Ostdeutsche Firmen kommen nach einer Erhebung des Ifo-Instituts bislang besser durch die Corona-Krise als Unternehmen in Westdeutschland. Wie die Wirtschaftsforscher am Donnerstag mitteilten, verzeichnen 77 Prozent aller ostdeutschen Unternehmen Umsatzrückgänge. In Westdeutschland hingegen treffe dies auf 85 Prozent zu. Eine Erklärung für die geringere Betroffenheit ostdeutscher Unternehmen sehe er darin, dass die ostdeutschen Unternehmen stärker auf die regionalen Liefer- und Absatzmärkte fokussiert seien und deswegen die Krise bislang besser abfedern könnten, sagte Joachim Ragnitz von der Niederlassung Dresden des Ifo-Instituts. Unterschiedlich fällt auch die Reaktion auf die Corona-Krise aus. In Ostdeutschland würden 44 Prozent der befragten Unternehmen Kurzarbeit anzeigen, in Westdeutschland seien es 51 Prozent. Zudem haben in Ostdeutschland 65 Prozent der Unternehmen Überstunden verringert bzw. bestehende Zeitguthaben abgebaut, teilten die Wirtschaftsforscher mit. In Westdeutschland seien es 69 Prozent.

17:27 Uhr: Hebammen bekommen 3.000 Schutzmasken aus Vietnam

Der sächsische Hebammenverband hat 3.000 Schutzmasken aus Vietnam bekommen. Die von der vietnamesischen Community gespendeten Schutze seien am Donnerstag in Dresden an den Verein übergeben worden, teilte das Sozialministerium mit. Die Spende helfe, die erforderlichen Hygienemaßnahmen bei der Versorgung werdender Mütter und junger Familien einzuhalten. Die Masken sollen den Angaben nach im nächsten Schritt von der Koordinierungsstelle «Hebammen in Sachsen» an die Geburtshelferinnen und Geburtshelfer verteilt werden.

15:42 Uhr: Zutritt zum Zoo Leipzig nur mit Online-Ticket

Der Leipziger Zoo bereitet sich auf eine Wiedereröffnung am Montag vor. Damit nicht zu viele Besucher gleichzeitig auf dem Gelände sind, sei ein gültiges Online-Ticket Voraussetzung für den Einlass, teilte der Zoo am Donnerstag mit. Darauf werde sowohl der Tag als auch ein Zeitfenster vermerkt. Auch Jahreskarteninhaber müssten vor ihrem Zoobesuch online ein Ticket lösen. «Die Tagestickets gibt es aufgrund der zu erwartenden
Einschränkungen während des Zoobesuchs bis auf Weiteres zum Winterpreis, das Zusatzticket für unsere Jahreskartenbesitzer ist unverzichtbar, aber natürlich kostenlos», erklärte Zoodirektor Jörg Junhold.

14:41 Uhr: 36 neue Coronafälle in Sachsen

4.656 Menschen in Sachsen sind positiv auf das Coronavirus getestet worden und damit 36 mehr als am Mittwoch. Das geht aus den neuen Zahlen des Sozialministeriums hervor. Deutlicher gestiegen ist die Zahl der Genesenen, die bei geschätzt 3.900 liegt.

Aber auch die Zahl der Todesfälle steigt und steht bei 158. Das sind fünf mehr als gestern.

14:25 Uhr: Sachsens Friseure in den Startlöchern

Nach sechs Wochen coronabedingter Pause bereiten sich die Friseure in Sachsen auf einen Neustart vor. In vielen Salons glühten die Telefone heiß, sagte der Obermeister der Friseur- & Kosmetik-Innung Chemnitz, Jörn Lüdecke. Nicht nur die Friseure selbst, auch die Kunden seien froh, dass es endlich wieder losgehe. Ähnlich ist es beim Leipziger Friseurmeister Mario Geistert, der zwei Salons betreibt. Bei einem seiner Geschäfte sei der Kalender für etwa zwei, im anderen für vier Wochen voll.

14:10 Uhr: Bund will bis 6. Mai Konzept für Schulen, Kitas und Sport erarbeiten

Der Bund will bis zum 6. Mai ein Konzept zur weiteren schrittweisen Öffnung von Schulen, Kindertagesstätten und zur Wiederaufnahme des Sportbetriebs erarbeiten lassen. Kanzleramtschef Helge Braun soll mit den Chefs der Staatskanzleien der Länder auf der Grundlage der Empfehlungen der jeweiligen Ministerkonferenzen Vorschläge machen, heißt es in der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder am Donnerstagnachmittag.

14:05 Uhr: Mehr Kita-Kinder in Sachsen in Notbetreuung

Die Zahl der notbetreuten Jungen und Mädchen in Sachsens Kindertagesstätten ist seit der Vorwoche gestiegen. Laut einer Erhebung des Sächsischen Städte- und Gemeindetages (SSG) sei aktuell fast jedes fünfte Kita-Kind in der Notbetreuung, teilte der Verein in Dresden am Donnerstag mit. In der Vorwoche habe der Anteil noch bei 14,3 Prozent - etwa jedes siebte Kind - gelegen, jetzt sei er auf fast 19 Prozent gestiegen.

Seit zehn Tagen haben in Sachsen mehr Berufsgruppen als zuvor Anspruch auf Notbetreuung ihrer Kinder. Bei der steigenden Nachfrage sollten auch die Kapazitäten berücksichtigt werden, teilte der SSG mit. So müsste beispielsweise künftig die Zahl der Kinder pro Gruppe erhöht werden. Derzeit werden je fünf Kinder zusammen betreut.

13:45 Uhr: Leipziger Stadtfest auf 2021 verschoben

Wegen der Corona-Pandemie kann das Leipziger Stadtfest Anfang Juni nicht stattfinden. Es werde auf 2021 verschoben, teilte das Unternehmen Leipzig Tourismus und Marketing heute mit. «Das Leipziger Stadtfest ist mit jährlich rund 250.000 Besuchern die größte Open-Air-Veranstaltung in der Region», wurde Volker Bremer, Geschäftsführer von LTM, zitiert. Ein Großteil der Vorbereitung für das Fest, das für 5. bis 7. Juni geplant war, sei bereits erledigt gewesen, zahlreiche Ausgaben bereits getätigt, so Bernd Hochmuth, der das Stadtfest im Auftrag von LTM organisiert. Daher hätten sich die Veranstalter auf eine Verschiebung geeinigt. Vom 4. bis 6. Juni 2021 soll die 29. Auflage des Leipziger Stadtfestes stattfinden.

13:35 Uhr: Sächsischer Sport kann Soforthilfen beantragen

Sächsische Sportvereine können nun auch Soforthilfen zur Abmilderung der durch die Corona-Krise entstandenen Verluste beantragen und damit finanzielle Engpässe überbrücken. Wie die Sächsische Aufbaubank (SAB) mitteilte, gibt es nun für Trägervereine von Sport- und Sportleiterschulen und Sportvereine sowie deren privatrechtlich ausgegliederte Spielbetriebsabteilungen Soforthilfe-Darlehen bei der SAB und für im LSB organisierte Soforthilfe-Zuschüsse direkt über den Landessportbund. Das zinslose Darlehen über die SAB orientiert sich in der Höhe am Liquiditätsbedarf für vier Monate. Dieses kann maximal fünf Prozent des Jahresumsatzes 2019 betragen, jedoch minimal 5000 Euro und höchstens 350 000 Euro. Das Darlehensprogramm läuft bis zum 31. Dezember 2020.

13:23 Uhr: Außerordentlicher DFB-Bundestag am 25. Mai

Das Präsidium des DFB hat für den 25. Mai einen Außerordentlichen Bundestag einberufen. Eingeladen wurden alle 262 Delegierten, die in digitaler Form teilnehmen und abstimmen können. Themenschwerpunkt sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie und damit die Beratung über die Durch- und Fortführung der DFB-Spielklassen, also unter anderem die 3. Liga. Desweiteren wird über wirtschaftliche und spieltechnische Auswirkungen gesprochen werden.

10:15 Uhr: Mehr als 500.000 Sachsen in Kurzarbeit

Im Freistaat ist die Zahl der Kurzarbeiter wegen der Corona-Krise dramatisch gestiegen. Im April sind über 520.000 Sachsen in Kurzarbeit. Das betrifft jeden dritten Arbeitsplatz. Die Zahl der tatsächlich Arbeitslosen ist dagegen nur auf knapp 130.000 geklettert. Das hat die Landesarbeitsagentur heute in Chemnitz mitgeteilt. Die Corona-Krise setze den Arbeitsmarkt im Freistaat deutlich unter Druck. Die gute Nachricht sei, dass das Kurzarbeitergeld wirke und viele Jobs sichern würde, so der Chef der Arbeitsagentur Klaus-Peter Hansen.

10:11 Uhr: Tausende Verstöße gegen sächsische Corona-Schutz-Verordnung

Die Höhe der bislang in Sachsens Städten und Kommunen verhängten Bußgelder wegen Verstößen gegen die Corona-Schutz-Verordnung unterscheidet sich teilweise stark. In Chemnitz seien bisher knapp 250 Bescheide mit einem Gesamtwert von fast 45.000 Euro erlassen worden, teilte die Stadt mit. In Leipzig kamen laut Stadt bis zur vergangenen Woche nur 58 Bescheide in Gesamthöhe von gut 8.800 Euro zusammen. Noch kein Bußgeldbescheid ist hingegen in Dresden erlassen worden. In 264 Fällen seien jedoch Verwarnungen ausgesprochen worden, teilte eine Sprecherin mit. Meist war daran ein Verwarngeld in Höhe von 55 Euro geknüpft.

3:00 Uhr: Kabinett entscheidet über weitere Lockerungen

Sachsens Kabinett will heute über weitere Lockerungen in der Corona-Krise entscheiden. Zuvor ist eine Videokonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder geplant, um möglichst einheitliche Regeln für ganz Deutschland zu erreichen. Die von Sachsen geplanten Schritte waren bereits in den vergangenen Tagen angekündigt worden. So sollen ab 6. Mai weitere Schulklassen wieder den Unterricht besuchen dürfen. Schon ab kommenden Montag dürfen etwa Friseure und Kosmetiksalons öffnen. Lockerungen von Corona-Einschränkungen hatten auch am Mittwoch die Debatte im Landtag bestimmt. Ministerpräsident Michael Kretschmer stellte dabei schon eine dritte Lockerungsstufe für den 25. Mai in Aussicht.

1:00 Uhr: Agentur für Arbeit veröffentlicht neue Zahlen

Die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit gibt heute bekannt, wie sich der sächsische Arbeitsmarkt in der Corona-Pandemie im April entwickelt hat. Fachleute gehen davon aus, dass die übliche Frühjahrsbelebung in diesem Jahr der Krise zum Opfer fällt. Ob der langjährige Trend eines Rückgangs der Arbeitslosigkeit in Sachsen gebrochen wird, ist offen. Im März waren in Sachsen 116.570 Menschen arbeitslos gemeldet. Das entsprach einer Arbeitslosenquote von 5,5 Prozent. Die Zahlen wurden allerdings erhoben, bevor der Shutdown zur Eindämmung des Corona-Virus verfügt wurde.

0:05 Uhr: Gesundheitsministerin Köpping mahnt zur Zurückhaltung

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping empfiehlt mit Blick auf eine weitere Lockerung von Corona- Einschränkungen Zurückhaltung. Die oft harten Einschränkungen hätten entscheidend dazu beigetragen, dass sich das Coronavirus in Sachsen nicht so rasant und mit so gravierenden Folgen wie beispielsweise in Italien ausgebreitet habe, sagte Köpping am Mittwoch im Landtag. «Eine Prüfung möglicher Lockerungen erfolgt regelmäßig auf breiter fachübergreifender Basis auf Landes- und Bundesebene und unter Einbeziehung der verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse». Dabei flössen auch Überlegungen ein, welche Einschränkungen den Bürgern zumutbar sind.


29. April 2020

20:56 Uhr: Polen verlängert Grenzkontrollen bis zum 13. Mai

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will Polen seine Kontrollen an den Grenzen zu anderen EU-Ländern bis zum 13. Mai beibehalten. Einen entsprechenden Erlass habe Innenminister Mariusz Kaminski unterzeichnet, teilte das Ministerium in Warschau am Mittwoch mit. Die Grenzen zu Deutschland, Tschechien, zur Slowakei und zu Litauen können bis dahin nur an bestimmten Übergängen überquert werden.

17:39 Uhr: Arzttermine sollten nicht aufgeschoben werden

Sachsens Krankenhäuser sind aktuell nur zu rund 66 Prozent ausgelastet und auch nur gut ein Drittel der Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit ist belegt. Angesichts spürbarer Zurückhaltung der Bürger gegenüber Krankenhäusern, Arzt-, Zahnarzt oder Physiotherapiepraxen aus Angst vor dem Corona-Virus warnte Gesundheitsministerin Petra Köpping am Mittwoch, Arztbesuche aufzuschieben. Der Verzicht auf eine medizinische Behandlung wegen Corona könne ernsthafte Folgen haben. Laut Köpping stehen die Krankenhäuser allen Patienten zur Verfügung, unabhängig von der Erkrankung. Sie verwies zudem darauf, das in allen Kliniken und Arzt- und Zahnarztpraxen höchste hygienische Standards eingehalten werden. Auch die parallele Behandlung von Patienten mit ansteckenden Krankheiten und nicht infizierten Patienten gehöre zur Regel.

17:38 Uhr: Lockerungen im Vereinssport

Sachsens Sportminister Roland Wöller hat für den Vereinssport Lockerungen in Aussicht gestellt. «Die bisherigen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie waren einschneidend. Was die sportbegeisterten Sachsen jetzt brauchen, ist eine Perspektive. Wir haben deshalb in Aussicht genommen, dass ab dem 4. Mai der Vereinssport unter freiem Himmel wieder möglich sein wird», sagte Wöller am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur und betonte: «Entscheidend ist dabei die Einhaltung der Hygieneauflagen, beispielsweise der Mindestabstand oder das Umziehen und Duschen zu Hause. In Abhängigkeit von der Entwicklung der Pandemie soll es dann im Mai stufenweise weitere Lockerungen für den Sport im Freistaat geben.» In Sachsen bleiben die Sportstätten und Schwimmhallen bis mindestens 3. Mai geschlossen. Das hatte der Landessportbund Sachsen (LSB) zuletzt auf Grundlage der aktuellen Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung mitgeteilt.

17:32 Uhr: Kunstsammlungen Chemnitz öffnen am Montag

Die Chemnitzer Kunstsammlungen öffnen am kommenden Montag wieder für Publikum - vorerst nur in ihrem Hauptgebäude am Theaterplatz. Besucher müssen gesund sein und eine Mund-Nasen-Abdeckung tragen, wie das Museum am Mittwoch mitteilte. Der Rundgang werde vorgegeben und die Zahl der Personen in den Räumen begrenzt. Die Ausstellung «Paris 1930. Fotografie der Avantgarde» wird bis zum 5. Juli verlängert, die Ausstellung «Clara Mosch und Ralf-Rainer Wasse» bis zum 21. Juni. Die anderen Einrichtungen des Verbundes, Museum Gunzenhauser, Schloßbergmuseum, Henry van de Velde Museum und Burg Rabenstein, sollen später nach und nach folgen.

17:30 Uhr: Beschränkung der Handelsflächen zulässig

Das Sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen hält eine Beschränkung der Handelsflächen gemäß der geltenden Corona-Schutz-Verordnung für zulässig. Im Zuge von vier Normenkontrollverfahren blieben die Betreiberinnen von Elektronikfachmärkten mit mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche mit ihren Anträgen, die Regelung außer Kraft zu setzen, ohne Erfolg. Der Beschluss ist rechtskräftig, wie ein OVG-Sprecher sagte. Die vom Sozialministerium angeordnete landesweite Schließung ist aus Sicht des Senats nach vorläufiger Bewertung der entsprechenden Regelungen des Infektionsschutzgesetzes gedeckt. Danach dürfen nur Ladengeschäfte mit Waren für den täglichen Bedarf und die Grundversorgung, mit separatem Kundenzugang und maximal 800 Quadratmeter Fläche. Eine Reduzierung dieser Fläche sei unzulässig.

16:13 Uhr: Kosmetik- und Nagelstudios öffnen ab Montag

In Sachsen können ab kommenden Montag auch Kosmetiker, Fußpfleger und Nagelstudios wieder ihre Salons öffnen. Dabei stehe die Hygiene für Kunden und Beschäftigte an erster Stelle, wie das Wirtschaftsministerium in Dresden am Mittwoch mitteilte. Es gelten strenge Regeln für Hygiene- und Arbeitsschutz wie die Verwendung von Einmal-Handschuhen oder das Tragen von Mund-Nase-Bedeckung. Dienstleistungen am Gesicht seien erst möglich, wenn die branchenspezifischen verbindlichen Vorgaben konkretisiert wurden. Angesichts des zu erwartenden Interesses der Bevölkerung können die Betriebe Kunden auch bis 22 Uhr bedienen, wie Wirtschaftsminister Martin Dulig sagte. «Wir wollen mit der Öffnung von Friseuren und Kosmetikstudios, wie schon angekündigt, Schritt für Schritt die bestehenden Beschränkungen aufheben.»

14:31 Uhr: Psychotherapeuten verzeichnen weniger Anfragen

Psychotherapeuten werden trotz der Corona-Krise aktuell weniger kontaktiert als gewöhnlich. Eine Umfrage der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer unter fast 1.200 Mitgliedern ergab, dass die Zahl der Anfragen in mehr als der Hälfte der Praxen gesunken ist. Zudem unterbrächen viele Patienten ihre Therapien oder brächen sie ab, sagte Kammer-Präsident Gregor Peikert am Mittwoch in Leipzig. Er warnte: «Gesundheit ist mehr als Infektionsschutz.» Deshalb will die Berufsvertretung der Psychotherapeuten für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg darauf aufmerksam machen, dass Kapazitäten für eine Therapie oder ein Beratungsgespräch vorhanden sind. Zudem böten etwa zwei Drittel der befragten Praxen Videosprechstunden an.

13:57 Uhr: 34 neue Fälle in Sachsen

In Sachsen sind Stand heute (Mittwoch, 11:30 Uhr) 4.620 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hat das Sächsische Sozialministerium am Mittag veröffentlicht. Das sind 34 neue Fälle im Vergleich zu Dienstag. Geschätzt haben 3.700 Menschen im Freistaat eine Covid-19-Erkrankung wieder überwunden und sind gesund.

Gestiegen ist auch die Zahl der Todesfälle um zwei. Die steht jetzt bei 153 in Sachsen. Der Anteil der Verstorbenen an der Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionsfälle beträgt 3,3%

13:30 Uhr: Hochschulen sammeln Spenden für ausländische Studenten

Die vier staatlichen Hochschulen in Leipzig sammeln Spenden für Studierende aus dem Ausland, die wegen der Corona-Pandemie in Not geraten sind. Die Krise hat alle Studierenden hart getroffen. Die klassischen Studentenjobs in der Gastronomie oder im Kulturbereich gibt es derzeit nicht. Besonders für die jungen Menschen aus dem Ausland werde aber die Zahlung von Mieten, Semestergebühren und Lehrmaterialien zu einer unüberbrückbaren Hürde, erklärte die Rektorin der Universität Leipzig, Beate Schücking. Sie hätten – anders als viele deutsche Studierende – keinen Anspruch auf Bafög und Sozialleistungen des Staates. «Wir wissen von wirklich existenzbedrohlichen Notlagen», sagte Schücking. Die Universität, die HTWK Leipzig, die Musikhochschule HMT und die Kunsthochschule HGB sammeln darum Geld für die Betroffnen. 

12:40 Uhr: Kretschmer kündigt weitere Lockerungen ab 25. Mai an

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer hat in der Corona-Krise eine weitere Lockerung von Einschränkungen für die Zeit ab dem 25. Mai angekündigt. Als Beispiel nannte er am Mittwoch bei einer Fragestunde im Landtag den Kita-Betrieb. Alles sei aber von der Entwicklung der Pandemie abhängig. Die Regierung habe stets auf der Grundlage von Fakten gehandelt. Der Gesundheitsschutz sei dabei das A und O gewesen. Ein Leben «mit dem Virus» müsse möglich sein. Mit Kretschmer stellte sich erstmals ein sächsischer Ministerpräsident einer solchen Fragerunde im Parlament. Aus Gründen des Infektionsschutzes tagte der Landtag nur mit der Hälfte seiner Abgeordneten.

12:10 Uhr: Motorrad Grand Prix auf dem Sachsenring auf 2021 verschoben

Der Motorrad Grand Prix auf dem Sachsenring wird in diesem Jahr ausgesetzt und auf 2021 verschoben. «Angesichts des geltenden Verbots von Großveranstaltungen bis zum 31. August können die ursprünglich vom 19. bis 21. Juni 2020 geplanten Rennen der Motorrad-Weltmeisterschaft nicht ausgetragen werden», teilte der veranstaltende ADAC am Mittwoch mit. Der MotoGP-Rechteinhaber Dorna und der ADAC hatten in den vergangenen Tagen alle zur Verfügung stehenden Optionen geprüft. Beide Seiten hätten letztendlich entschieden, den Motorrad Grand Prix von Deutschland in diesem Jahr auszusetzen und das Rennen im Sommer 2021 auszutragen. Alle bereits gekauften Tickets bleiben für kommendes Jahr gültig.

12:00 Uhr: Geschäftsklima auf Talfahrt

Die Talfahrt der ostdeutschen Wirtschaft hat sich im April weiter beschleunigt. Wie das Ifo-Institut in Dresden am Mittwoch mitteilte, stürzte der Geschäftsklimaindex für die gesamte regionale Wirtschaft von 89,6 auf 78,9 Punkte. «Die Corona-Krise ist in allen Teilen der ostdeutschen Wirtschaft angekommen und drückt stärker auf die Stimmung der Unternehmer als die Finanzkrise.» Lageeinschätzungen und Geschäftserwartungen fielen so drastisch wie nie zuvor aus. Laut ifo-Institut ist die Stimmung im «Sturzflug». Im Verarbeitenden Gewerbe brachen Geschäftslage und -erwartungen nach noch zögerlichem Rückgang im März ein, ebenso im Bauhauptgewerbe. Auch im Dienstleistungssektor geht die Talfahrt des Geschäftsklimaindex weiter und der Stimmungsverfall im Handel beschleunigte sich «dramatisch». Zudem ist der Ausblick vor allem wegen des Einbruchs der Geschäftslage im Einzelhandel getrübt.

11:19 Uhr: Wirtschaftsminister stimmt Unternehmen auf schwere Zeiten ein

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig hat angesichts der Corona-Krise die Unternehmen in Sachsen auf schwere Zeiten eingestimmt. «Wir müssen für das gesamte Jahr mit massiven Umsatzeinbrüchen rechnen», sagte er am Mittwoch in einer Regierungserklärung im Landtag. In Branchen wie dem Gastgewerbe, dem Handel, Tourismus oder der Kreativwirtschaft sei teilweise ein Verlust von mehr als der Hälfte des sonstigen Jahresumsatzes zu befürchten: «Es drohen Insolvenzen.» Sachsen werde die Umsatzausfälle nicht kompensieren können. Das Land werde aber alles dafür tun, den Lebensunterhalt von Familien und den Bestand von Firmen zu sichern.

11:17 Uhr: Musikalisches Projekt aus Sachsen

Der Steigermarsch vereint Europa - wegen Corona zumindest im Internet. Im Zuge des Europäischen Blasmusikfestivals Bad Schlema (20. bis 22. September) spielen elf Orchester aus neun Nationen die «Hymne des Erzgebirges» - getrennt vereint. «Sie zeigen damit: Europa lebt und die Musik kann uns alle vereinen über die Grenzen hinweg», sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer laut Mitteilung der Dresdner Staatskanzlei vom Mittwoch. Die Festivalorganisatoren hatten nach einem Aufruf insgesamt 80 Videos bekommen, sodass das traditionelle Volks- und Bergmannslied «Glück auf, der Steiger kommt» nun von Schottland und England, Österreich, Tschechien, Polen und der Schweiz bis nach Italien erklingt. Dafür wurden die Tonspuren aus allen Videos zu einem Online-Orchester arrangiert, das auf den Homepages des Freistaates, des Blasmusikfestivals Bad Schlema und der beteiligten Musikvereine zu hören ist.

10:52 Uhr: Update: Koffer und Busse vorm Landtag

Die schwer von der Corona-Krise gezeichnete Tourismusbranche hat am Mittwoch vor dem Sächsischen Landtag für Unterstützung geworben. Vertreter von Reiseunternehmen und -büros hatten vor dem Parlament Koffer hingestellt und einen Buskonvoi mit Dutzenden Reisebussen organisiert, die hupend durch die Stadt fuhren. Unter dem Motto «Rettet die Tourismuswirtschaft» fanden solche Aktionen auch in anderen Städten Deutschlands statt. Branchenvertreter machten in einem Gespräch mit Tourismusministerin Barbara Klepsch klar, dass die Unternehmen schon seit Wochen keine Einnahmen mehr haben und die Lage inzwischen prekär ist. Nach einer Einschätzung von Branchenverbänden sehen derzeit rund zwei Drittel der Reiseveranstalter und Reisebüros sowie 80 Prozent der touristisch orientieren Busunternehmen in den nächsten Wochen ihre Existenz gefährdet.

5:00 Uhr: Buskonvoi der Tourismusbetriebe in Dresden

Mit einem Buskonvoi durch Dresden wollen Tourismusbetriebe am Mittwoch auf ihre Not in der Corona-Krise aufmerksam machen. Der Protest ist Teil einer bundesweiten Aktion. Unter dem Motto «Rettet die Reisebüros» wollen die Organisatoren darauf aufmerksam machen, dass die Tourismusbranche aus zahlreichen Kleinbetrieben besteht, deren Existenz akut bedroht sei. In den kommenden Wochen drohe der komplette Zusammenbruch vieler Unternehmen und ganzer touristischer Wertschöpfungsketten, hieß es in dem Demo-Aufruf. Am Landtag sollen Forderungen nach Unterstützung an die Politik übergeben werden. In mehr als 30 Städten sind Aktionen geplant.

1:00 Uhr: Landtag tagt mit weniger Abgeordneten

Der Sächsische Landtag tritt am Mittwoch wegen der Corona-Krise in reduzierter Besetzung zusammen. Außerdem tagt das Plenum nur an einem Tag. Darauf hatten sich die Fraktionen im Vorfeld verständigt. Mit dem sogenannten Pairing-Verfahren sollen im Plenarsaal die nötigen Sicherheitsabstände gewährleistet werden. Am Beginn der Sitzung will Wirtschaftsminister Martin Dulig eine Regierungserklärung zur Unterstützung der sächsischen Betriebe und Unternehmer geben. Auch Ministerpräsident Michael Kretschmer möchte das Wort ergreifen und den Abgeordneten Rede und Antwort stehen. In der Aktuellen Stunde wird über die Lage der besonders von der Krise betroffenen Gastronomie- und Tourismusbranche debattiert. Am Nachmittag will sich das Parlament mit diversen Anträgen befassen.


28. April 2020

16:15 Uhr: Wirtschaftsminister Dulig kündigt Erleichterungen für Geschäfte an

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig hat in der Corona-Krise weitere Lockerungen für Läden angekündigt. Manches sei aber noch abhängig von Abstimmungen der Ministerpräsidenten. Auch in Sachsen werde man von der «harten Regel» wegkommen, nur dem Einzelhandel mit Flächen bis 800 Quadratmeter eine Öffnung zu erlauben, sagte Dulig. Ob die Regel aber ganz fällt, hänge von den Verabredungen mit anderen Ländern ab. Möbelhäuser können in Sachsen ab 4. Mai wieder öffnen. Neben Friseuren sollen dann auch artverwandte Dienstleistungen wie Kosmetik oder Fußpflege wieder generell angeboten werden können - wenn sie die hygienischen Standards einhalten.

14:35 Uhr: Weitere Öffnung der sächsischen Schulen

In Sachsen dürfen ab 6. Mai wieder mehr Schüler als bisher zum Unterricht. Kultusminister Christian Piwarz (CDU) stellte am Dienstag den weiteren Fahrplan zur Öffnung der Schulen in Corona-Zeiten vor. Demnach ist der Schulbetrieb ab Mittwoch kommender Woche zunächst wieder für Schüler aller Vorabschlussklassen der Gymnasien, Berufsbildenden Schulen, Oberschulen und Förderschulen geplant. «Wir wollen damit den Schülern, die Chance geben, sich auf ihren Abschluss im kommenden Schuljahr vorzubereiten», sagte Piwarz. Wann die Schule wieder für alle offen ist, steht noch nicht fest. Bisher waren die Schulen im Freistaat nur für die Schüler der Abschlussklassen geöffnet.

14:31 Uhr: Lockerungen auch bei Kosmetik und Fußflege

Weitere Lockerungen in Sachsen: Ab Montag dürfen im Freistaat neben Frisören auch wieder Fußpfleger und Kosmetiker öffnen. #coronaSN

— Radio Dresden (@RadioDresden) April 28, 2020

14:29 Uhr: 19 neue positive Fälle in Sachsen

4.586 Menschen in Sachsen sind positiv auf SARS CoV-2 getestet worden. Das geht aus en neuen Zahlen des Sächsischen Sozialministeriums hervor. Das sind 19 neue Fälle im Vergleich zu Montag. Demgegenüer stehen geschätzt 3.650 Menschen, die nach einer Infektion mit dem Coronavirus wieder gesund sind.

Es gibt drei neue Todesfälle. Die Zahl für Sachsen ist auf 151 gestiegen.

14:15 Uhr: Weiterer Corona-Toter im Kreis Zwickau

Ein weiterer Todesfall und vier neu nachgewiesene Ansteckungen im Kreis Zwickau - das ist die Corona-Bilanz von heute Mittag. Damit hat sich nach Angaben des Gesundheitsamtes die Zahl der Todesopfer innerhalb eines Tages auf 34 erhöht. Die neuen Fälle wurden aus Zwickau, Crimmitschau, Fraureuth und Lichtenstein gemeldet. Wie viele Personen schätzungsweise genesen sind, teilt das Gesundheitsamt nicht mit.

13:48 Uhr: Kultusminister: Jeder Schüler soll vor Ferien Schule besucht haben

Trotz der Corona-Beschränkungen soll jede Schülerin und jeder Schüler vor den Sommerferien zumindest tageweise die Schule besuchen. Das schlagen die Kultusminister der Länder den Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in übereinstimmenden Beschlussvorlagen vor, die der dpa am Dienstag vorliegen. (dpa)

11:22 Uhr: Kultusministerium sieht weitere Kita-Öffnung kritisch

Das sächsische Kultusministerium hält eine Öffnung von Kindertagesstätten derzeit für nicht möglich. «Wer eine weitere Öffnung der Kitas fordert, muss gleichzeitig sagen, wie dann Abstandsgebote und Hygieneregeln eingehalten werden können», sagte ein Sprecher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Da seien die Gesundheitsexperten gefordert, deren Aufgabe es sei zu sagen, wie die Bestimmungen zum Schutz vor Corona-Infektionen in den Einrichtungen umgesetzt werden können. «Wir bekommen von ihnen aber keine Hinweise.»

Anders als an Schulen ist aus Ministeriumssicht die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln bei kleinen Kindern kaum möglich. «Je kleiner die Kinder, desto größer auch der Wunsch nach körperlicher Nähe, bis hin zu der Frage, ob es überhaupt zumutbar ist, dass Erzieher mit Nase-Mund-Schutz auf sie zugehen.»

11:15 Uhr: Bahn verlängert Kulanzregelung für Tickets

Die Deutsche Bahn verlängert ihre Kulanzregel für Tickets bis zum 04. Mai. Wer eine Bahnreise über das kommende lange Wochenende geplant hatte und sie aufgrund der Corona-Situation nicht antreten will, kann seine Fahrkarte in einen Gutschein umtauschen. Das gilt für alle Fernreisetickets die bis zum 13. März gekauft worden sind. Das teilte die Deutsche Bahn der dpa auf Anfrage mit. Gutscheine sind online erhältlich und können bis zum 31. Oktober flexibel genutzt werden. Bislang galt die Kulanzregel nur für Fahrten bis zum 30. April.

11:00 Uhr: Zweiter Französischer Patient aus Dresden kann zur Reha

In Dresden wurde jetzt der zweite französische Patient am Städtischen Klinikum zur Rehabilitation nach Kreischa verlegt. Vor gut drei Wochen ist der schwer kranke Corona-Patienten aus Frankreich ins Städtische Klinikum Dresden gebracht worden. Mittlerweile geht es ihm wieder gut, so Sprecherin Viviane Piffczyk. In Kreischa wird sich der Patient noch ein wenig erholen, bevor ihn seine Familie aus Mulhouse bald wiedersehen kann.

Der erste französische Patient am Städtischen Klinikum konnte bereits vergangene Woche nach Kreischa verlegt werden, so das Städtische Klinikum Dresden mit.

10:37 Uhr: Dresdner Infektiologe für Kita-Öffnung

Der Dresdner Infektiologe Reinhard Berner sieht kein Problem in einer Öffnung von Kitas und Grundschulen im Zuge von Lockerungen bei den Corona-Schutzmaßnahmen. «Ich persönlich glaube, man sollte es tun», sagte der Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Dresden der Deutschen Presse-Agentur. Das gehe mit festen kleinen Gruppen von fünf bis sieben Kindern, wobei die Besetzung relativ konstant bleiben muss. «Das ist das Einzige.» Berner glaubt nicht, dass es bei ein paar Vorsichtsmaßnahmen plötzlich zu einer explosionsartigen Vermehrung kommt.

9:28 Uhr: Freibäder müssen mit Saisonstart noch warten

Die Freibäder in Sachsen müssen mit dem Start in die neue Saison noch warten. «Wir haben wie üblich die Öffnung der Leipziger Freibäder für Mitte Mai geplant». sagte die Pressesprecherin der Sportbäder Leipzig, Katja Gläß. Ob es tatsächlich dazu komme oder nur zu einer Öffnung unter bestimmten Vorgaben, sei abhängig von «übergeordneten Entscheidungen». «Wir gehen davon aus, dass wir Anfang Mai dazu informiert werden», sagte sie. Bis dahin liefen alle Vorbereitungen in den Freibädern planmäßig weiter. Auch die Bäder in Chemnitz sind vorbereitet, Dresden will in den nächsten Tagen informieren.

0:05 Uhr: Dresden hilft Partnerstadt im Kongo

Dresden will seine afrikanische Partnerstadt Brazzaville in der Corona-Krise mit rund 80.000 Euro unterstützen. Über einen entsprechenden Vorschlag von Oberbürgermeister Dirk Hilbert soll am 14. Mai der Stadtrat entscheiden. Das Geld ist zum einen für Lebensmittel gedacht. Zudem soll Brazzaville eine Sachspende für ein Krankenhaus bekommen, in dem an Corona erkrankte Menschen behandelt werden. Dabei geht es unter anderem um Klappbetten, Matratzen und Bettwäsche. Oberbürgermeister Dirk Hilbert sagt, dass mit der Spende rund 3.000 Menschen einen Monat lang zu Essen hätten.


27. April 2020

20:19 Uhr: Mehrheit der Fußball-Drittligisten für Saison-Fortsetzung

Es war ein knappes Abstimmungsergebnis, aber die Mehrheit der Fußball-Drittligisten hat für die Fortsetzung der Saison gestimmt. Das ist das Ergebnis der Tagung zwischen den 20 Teams und dem DFB. Der Chemnitzer FC stimmte für die Fortsetzung. Der FSV Zwickau blieb bei seiner Meinung, die Saison abzubrechen. Insgesamt stimmten zehn Teams für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs, acht dagegen. Kaiserslautern und Meppen enthielten sich. Damit wird, soweit möglich, ein Saisonende zum 30. Juni weiter angestrebt.

17:23 Uhr: Gastronomen warten auf Lockerungen

Sächsische Gastronomen reagieren vorsichtig optimistisch auf Ministerpräsident Michael Kretschmers Idee möglicher Lockerungen für ihre Branche. «Lockerungen sind grundsätzlich gerne gesehen», sagte René Stoffregen vom «Auerbachs Keller» in Leipzig. Allerdings sei noch nichts Konkretes entschieden. Im Fall des Traditionsrestaurants nütze eine Öffnung der Freisitze nichts, da keine vorhanden sind. Zudem fehlten seinem Lokal vor allem Touristen, so der geschäftsführende Gesellschafter. Dennoch sei der Vorstoß als erster Schritt wichtig. Beim «Bayerischen Bahnhof» in Leipzig freue man sich «riesig über das positive Signal», sagte Vize-Geschäftsführer Frank Wiegand. Aktuell erstelle sein Team ein Hygienekonzept, um auf mögliche Lockerungen vorbereitet zu sein. Beispielsweise könne die Biergartenfläche nur zur Hälfte besetzt werden. Wichtig sei, die Sicherheit der Gäste zu gewährleisten. Aber auch das Ambiente müsse erhalten bleiben.

16:51 Uhr: Asylbewerber nähen Schutzmasken für Schneeberg

Asylbewerber im Erzgebirgskreis haben in den vergangenen Wochen Hunderte Schutzmasken als Spenden genäht. Eine größere Menge der Masken sei am Montag an die Stadt Schneeberg und die Gemeinde Zschorlau übergeben worden, teilte die Landesdirektion Sachsen mit. Seit Ende März fertigten die Bewohner einer Aufnahmeeinrichtung in Schneeberg bis zu 120 behelfsmäßige Mund-Nasen-Abdeckungen pro Tag. Dabei würden die freiwilligen Männer und Frauen fachkundig angeleitet, hieß es. Die Idee entstand den Angaben nach im Austausch zwischen Geflüchteten und Mitarbeitern der Malteser Werke, die die Einrichtung betreiben.

16:40 Uhr: Sachsens Museen auf Wiederöffnung vorbereitet

Die Museen in Sachsen sind nach Angaben des Sächsischen Museumsbundes nach langer Zwangspause im Zuge der Corona-Pandemie auf eine Wiederöffnung vorbereitet. In allen Häusern werden oder wurden Hygienekonzepte entwickelt, um Besuche unter Einhaltung der geltenden Regeln des «Social Distancing» zu ermöglichen, sagte Vorsitzender Joachim Breuninger am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Der Verein begrüße die avisierte Öffnung ab nächster Woche.

14:54 Uhr: Handelsverband drängt auf rasche Öffnung größerer Geschäfte

Der Handelsverband Sachsen hat auf eine rasche Öffnung von Einkaufszentren und größeren Geschäften gedrängt. Das sei ein notwendiger nächster Schritt, sagte Hauptgeschäftsführer René Glaser am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Es lägen für Einkaufszentren, Möbelhäuser, Elektromärkte sowie Waren- und Modehäuser entsprechende Hygieneschutzkonzepte vor. Glaser kritisierte die seiner Ansicht nach «willkürliche Grenze» von 800 Quadratmetern, bis zu der Geschäfte wieder öffnen dürfen. Er begrüßte daher den jüngsten Vorstoß von Sachsens Ministerpräsident als einen «ersten Schritt».

14:49 Uhr: 26 Neu-Infektionen in Sachsen

Die Zahl der bestätigten positiven Corona-Tests in Sachsen ist (Stand: 12:30 Uhr) auf 4.567 gestiegen. Das sind 26 neue Fälle im Vergleich zu Sonntag. Demgegenüber stehen geschätzt 3.600 Menschen, die wieder gesund sind. Laut Sächsischem Sozialministerium gibt es einen neuen Todesfall. Insgesamt sind es in Sachsen 148. Der Anteil der Verstorbenen an der Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionsfälle beträgt 3,2%. 

14:30 Uhr: Zwei neue Todesopfer im Kreis Zwickau

Im Kreis Zwickau hat sich die Zahl der Corona-Todesopfer innerhalb eines Tages um zwei auf 33 erhöht. Das hat das Gesundheitsamt am Mittag bekanntgegeben. 39 Menschen befänden sich zur Behandlung in Krankenhäusern – ein Anstieg um vier Personen. Dagegen sind die registrierten Neuinfektionen fast zum Stillstand gekommen. Es gab einen neuen Fall in Crimmitschau. Wie viele Personen genesen sind, teilt das Gesundheitsamt nicht mit.

14:25 Uhr: Öffnung von Museen, Bibliotheken und Zoos die nächste Stufe

Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch freut sich über die in Aussicht gestellte Öffnung von Museen, Bibliotheken und Zoos als nächste Stufe einer schrittweisen Rückkehr. «Wir alle sehnen uns nach etwas mehr Normalität und Abwechslung», sagte sie am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Dabei werde mit Bedacht vorgegangen und das aktuelle Infektionsgeschehen beobachtet. «Gerade Familien mit Kindern freuen sich über einen Besuch im Zoo, im Museum und über neue Bücher aus ihrer Bibliothek.» In diesen Einrichtungen könnten der Zutritt und die hygienischen Gegebenheiten vor Ort gut gesteuert werden.

14:02 Uhr: Kultusminister beraten über Schulen

Am Nachmittag beraten die Kultusminister der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona Krise. In Sachsen sind bereits die Abschlussklassen wieder in den Schulen. Mit Spannung wird erwartet, ob die Minister einen Plan vorlegen, wann für die restlichen einzelnen Klassenstufen der Unterricht wieder beginnt. Bereits jetzt gelten besondere Hygienepläne. Darin enthalten sind etwa geteilte Klassen, gestaffelte Pausenzeiten oder zeitversetzter Unterricht.

14:03 Uhr: AKK warnt vor massiven Lockerungen

Annegret Kramp-Karrenbauer hat vor «massiven Lockerungen» im Kampf gegen das Coronavirus gewarnt. «Über massive Lockerungen zu reden bei einer Zahl von 2.000 Neuinfektionen, das ist eine Wette, die, ich sage mal, riskant ist», sagte die Verteidigungsministerin am Montag bei einem Besuch in Leipzig. Sinnvoll sei dies erst bei 1000 Neuinfektionen pro Tag «oder noch besser bei 600 oder bei 500». «Ich hoffe, dass es in dieser Woche in der Schalte mit den Ministerpräsidenten auch noch einmal eine größere Verständigung darüber gibt», so Kramp-Karrenbauer.

13:23 Uhr: Leipziger Theaterwerkstätten nähen bis Juli weiter Schutzmasken

Die Leipziger Theaterwerkstätten setzen ihre Produktion von Schutzmasken noch bis zum Sommer fort. Bis Juli kämen voraussichtlich 46.000 Masken zusammen, sagte Stadtsprecher Matthias Hasberg am Montag. Die Schneiderinnen hofften, dann ab dem Sommer wieder ihrem eigentlichen Job nachgehen zu können: Kostüme für die nächste Spielzeit nähen. Die Theaterwerkstätten hatten im März nach der Schließung der Spielstätten wegen der Corona-Pandemie mit dem Nähen der Schutzausrüstung begonnen.

12:33 Uhr: Zwei weitere Corona-Todesfälle in Leipzig

In Leipzig sind zwei weitere Patienten an den Folgen des Coronavirus verstorben. Wie uns eine Sprecherin des St. Georg-Krankenhauses gesagt hat, waren beide um die 80 Jahre alt und hatten Vorerkrankungen. Die beiden hätten zudem Patientenverfügungen gehabt - wollten also nicht intensivmedizinisch behandelt werden. Die Zahl der Corona-Todesfälle in Leipzig steigt damit auf sieben.

Insgesamt gibt es bisher 543 bestätigte Corona-Fälle in der Stadt.

11:51 Uhr: Polen berät über Lockerungen für Pendler

Nach Protesten gegen die strengen Corona-Regeln für Pendler an der deutsch-polnischen Grenze will die Regierung in Warschau in den kommenden Tagen über Lösungen beraten. Das Thema solle in der nächsten Sitzung des Krisenstabs besprochen werden, sagte Regierungssprecher Piotr Müller dem öffentlich-rechtlichen Radiosender Trojka am Montag. Die Lösung sei aber schwierig, weil Deutschland eine sehr viel höhere Zahl von Coronavirus-Erkrankungen habe als Polen. Einen Termin für das Treffen nannte er nicht. Am Wochenende hatte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer gesagt, er blicke mit Sorge auf die geschlossene Grenze. Die polnische Regierung sei über das Ziel hinausgeschossen.

10:07 Uhr: Der Flieger mit den Schutzmasken ist am Flughafen Leipzig/Halle gelandet

Pünktlich ist die Antonow An-225, der weltgrößte Frachtflieger, am Flughafen Leipzig/Halle gelandet.

9:43 Uhr: Kultusminister Piwarz mit Wiederaufnahme des Schulbetriebs zufrieden

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz hat angesichts der teilweisen Wiederaufnahme des Schulbetriebs im Freistaat ein positives Fazit gezogen. «Ich bin sehr, sehr zufrieden, wie die erste Woche hier in Sachsen gelaufen ist», sagte der Politiker am Montag im ARD-Morgenmagazin. Man habe die Sorgen der Schüler ernst genommen und das Mögliche im Rahmen des Gesundheitsschutzes umgesetzt. Bei der Schwere der Abituraufgaben habe sich gegenüber den Vorjahren nichts geändert, es handele sich deshalb nicht um ein «Not-Abi», sagte Piwarz. Geändert habe sich lediglich, dass die Zweitkorrekturen an derselben Schule vorgenommen werden. Ob im Sommer bereits Abibälle stattfinden können, konnte Piwarz nicht sagen. «Ich würde es den Abiturientinnen und Abiturienten wünschen.»

9:39 Uhr: Anwältin rät: Rügen und Einsprüche gegen Abi-Prüfung vorher einelgen

Rügen und Einsprüche gegen Abitur-Prüfungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sollten bereits vor den schriftlichen Prüfungen beziehungsweise während der Prüfungen aktenkundig bei der Aufsicht eingelegt werden. Dazu rät die Dresdner Fachanwältin für Verwaltungsrecht mit Schwerpunkt Schul- und Prüfungsrecht, Veronika Wiederhold. Anlaufstellen sind die Schulen selbst oder, wie in Sachsen, das Landesamt für Schule und Bildung, wo extra eine Vermittlungsstelle eingerichtet wurde. Eine generelle Prüfungsverweigerung geschehe mit sehr großem Risiko. Wenn im Vorfeld das Absolvieren der Prüfung allerdings nachweisbar gegenüber der zuständigen Prüfungsbehörde gerügt und die Prüfung ausdrücklich nur unter Vorbehalt absolviert wurde, könne dann die Frage im Rahmen einer Prüfungsanfechtung geklärt werden.

7:30 Uhr: Weltgrößtes Frachtflugzeug bringt Schutzmasken aus China nach Leipzig

Der größte Frachtflugzeugtyp der Welt, eine Antonow 225, soll am Montag (10.00 Uhr) mit mehr als zehn Millionen Schutzmasken aus China am Flughafen Leipzig/Halle landen. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) will sich von der Ankunft des Bundeswehr-Transports aus China selbst ein Bild machen. Es ist nach Angaben der Bundeswehr die zweite von insgesamt drei Maschinen, die am Flughafen Leipzig/Halle landet. Über die «Luftbrücke» sollen insgesamt etwa 25 Millionen Schutzmasken aus China nach Deutschland geflogen werden. Der Transport ist Teil der Amtshilfe der Bundeswehr in der Corona-Krise.


26. April 2020

20:27 Uhr: Kretschmer hofft auf baldige Grenzöffnung zu Polen

Ministerpräsident Michael Kretschmer blickt mit Sorge auf die geschlossene deutsch-polnische Grenze. Es sei ein großes Leid, was dort passiere, sagte er Deutschen Presse-Agentur. «Ich glaube, dass die polnische Regierung über das Ziel hinausgeschossen ist.» Die EU habe geschafft, dass die Grenze kein Ende eines Wirtschafts- und Lebensraums mehr sei und daran hätten sich die Menschen in der Region gewöhnt und pendelten zum Wohnen und Arbeiten hin und her. Durch die rigorose Grenzschließung in der Corona-Krise sei daraus eine große Not geworden. An der deutsch-polnischen Grenze kam es am Freitagabend auf beiden Seiten zu Protesten gegen die Grenzschließung. In der Görlitzer Nachbarstadt Zgorzelec seien rund 300 Menschen auf die Straße gegangen, berichtete die Nachrichtenagentur PAP.

20:14 Uhr: Leipziger Zoo-Direktor froh über baldige Wiederöffnung

Der Leipziger Zoo-Direktor Jörg Junhold ist erleichtert über die angekündigte Wiederöffnung der Zoos in Sachsen zum 4. Mai. «Wir sind sehr froh über diese Entscheidung und haben auch im Hintergrund schon an Konzepten gearbeitet», sagte Junhold am Sonntag in Halle. Dort hatte Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer zuvor gesagt, dass die Zoos im Freistaat unter Auflagen wieder Besucher empfangen können sollen. Die Details für die Wiederöffnung müsse man noch klären, sagte Junhold. Der Zoo Leipzig habe viele Flächen, auf denen Menschen sich verteilen könnten.

16:39 Uhr: Museen und Bibliotheken sollen ab 4. Mai wieder öffnen

Museen, Bibliotheken und Ausstellungsräume sollen in Sachsen und Sachsen-Anhalt ab dem 4. Mai wieder öffnen können. Das kündigten die Ministerpräsidenten der beiden Länder, Michael Kretschmer und Reiner Haseloff (beide CDU), am Sonntag in Halle nach Beratungen über den weiteren Kurs in der Corona-Pandemie an. Basis für die Wiederöffnung sei ein Schutzkonzept des Museumsverbands, mit dem etwa die Hygiene in den sanitären Anlagen angepasst wird und Besucherkonzentrationen vor einzelnen Exponaten vermieden werden sollen. «Der Verband hat gut gearbeitet», sagte Haseloff. Das sei die Voraussetzung dafür, dass die Kultur in Sachsen und Sachsen-Anhalt jetzt wieder ins gesellschaftliche Leben zurückkommen könne.(dpa)

16:21 Uhr: Gastronomie-Öffnung soll vorangetrieben werden

Die Regierungschefs von Sachsen und Sachsen-Anhalt wollen mit gemeinsamen Forderungen in die weiteren Beratungen mit Bund und Ländern über mögliche Corona-Lockerungen gehen. Michael Kretschmer und Reiner Haseloff bestimmten am Sonntag in Halle entsprechende Punkte für ein Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den anderen Länderchefs am 6. Mai ab. Unter anderem geht es darum, von der 800-Quadratmeter-Regel für Geschäfte abzurücken. Kretschmer bekräftigte zudem, dass auch die Gastronomie langsam wieder in Gang kommen solle. Man könne über schrittweise Lockerungen nachdenken, zum Beispiel indem man erst Außenbereiche öffne. Als Termin peile er dafür einen Zeitraum zwischen Himmelfahrt und Pfingsten an, sagte Kretschmer.

15:57 Uhr: Maskenlieferung aus China

Am Flughafen Leipzig/Halle ist eine erste Lieferung mit Millionen Schutzmasken aus China eingetroffen. Eine Transportmaschine sei am Sonntagmorgen gelandet, sagte eine Sprecherin des Landeskommandos Sachsen der Bundeswehr. Am Montag wird eine weitere Lieferung mit dem weltgrößten Frachtflugzeug, der Antonow 225 erwartet. Laut Bundeswehr besteht die «Luftbrücke» aus China aus insgesamt drei Frachtflügen. Es sollen rund 25 Millionen Schutzmasken nach Deutschland geflogen werden. Der Transport ist Teil der Amtshilfe der Bundeswehr in der Corona-Krise.

15:11 Uhr: Zoos sollen ab 4. Mai wieder öffnen

Zoos und botanische Gärten in Sachsen sollen ab 4. Mai wieder öffnen können. Das sei in der sächsischen Landesregierung so verabredet, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer am Sonntag in Halle. Er hatte dort zuvor mit seinem Amtskollegen aus Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, über den weiteren Kurs im Umgang mit der Corona-Pandemie beraten. Details zur Wiederöffnung der Zoos und ähnlicher Einrichtungen müssten noch festgelegt werden, sagte Kretschmer. Klar sei, dass sich keine langen Schlangen bilden dürften und die Besucherzahlen begrenzt werden müssten.

14:49 Uhr: Kein neuer Todesfall von Samstag zu Sonntag

4.541 Menschen in Sachsen sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das geht aus den neuen Zahlen hervor. Es sind 34 neue Fälle im Vergleich zum Samstag. Die geschätzte Zahl der Genesenen im Freistaat liegt bei 3.570.

Erfreulich ist zudem, dass es seit gestern keinen neuen bestätigten Todesfall gibt. Die Zahl bleibt bei 147.

11:30 Uhr: Polizei löst Versammlung auf

Die Polizei hat am Samstag in Dresden eine nicht genehmigte Versammlung aufgelöst. Zu dem Treffen im Großen Garten war im Internet aufgerufen worden. Laut Polizei versammelten sich rund 50 Menschen. Nach der geltenden Corona-Schutz-Verordnung sind Versammlungen in Sachsen nur mit einer Ausnahmegenehmigung möglich. Die Polizei nahm die Personalien von zwei Frauen und neun Männern auf. Gegen sie wird wegen Verstoßes gegen die Corona-Beschränkungen ermittelt.

0:10 Uhr: Ministerpräsidenten Kretschmer und Haseloff beraten weiteren Kurs

Die Ministerpräsidenten von Sachsen und Sachsen-Anhalt, Michael Kretschmer und Reiner Haseloff, wollen über den weiteren Kurs im Umgang mit der Corona-Pandemie beraten. Die beiden Regierungschefs treffen sich zu diesem Zweck am Sonntag im Zoo in Halle, wie die Magdeburger Staatskanzlei mitteilte. Es solle gemeinsam abgewogen werden, welche weiteren Lockerungen und Öffnungsmöglichkeiten denkbar seien und wie das Risiko mit Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen einzuschätzen sei, sagte Sachsen-Anhalts Regierungssprecher Matthias Schuppe. Im Anschluss an die Beratungen wollen die beiden Ministerpräsidenten ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit vorstellen.


25. April 2020

14:57 Uhr: Über 4.500 positive Fälle in Sachsen

In Sachsen sind 4.507 Menschen (Stand Samstag 12:30 Uhr) positiv auf SARS CoV-2 getestet worden. Das sind die neuen Zahlen, die das Sächsische Sozialministerium heute veröffentlicht hat. Das sind 28 neue Fälle, im Vergleich zum Freitag. Demgegenüber stehen geschätzt 4.430 Menschen, die nach einem positive Test wieder gesund sind.

Die Zahl der Todesfälle ist um sechs auf 147 gestiegen.

13:54 Uhr: Neuer Landesbischof vor fast leeren Kirchenbänken ins Amt eingeführt

Im fast leeren Dom zu Meißen ist der neue Bischof der evangelischen Landeskirche in Sachsen, Tobias Bilz, in sein Amt eingeführt worden. Auch für diesen festlichen Gottesdienst galt am Samstag die Corona-Vorschrift von maximal 15 Besuchern. Neben der Familie des neuen Bischofs hatten auch der sächsische Regierungschef Michael Kretschmer und Landtagspräsident Matthias Rößler auf den Kirchenbänken Platz genommen. Sie trugen wie alle Gäste Schutzmasken.

6:00 Uhr: Leicht erhöhtes Müllaufkommen durch Corona-Krise

Der durch die Corona-Krise verursachte unfreiwillige Aufenthalt vieler Menschen zu Hause hat der Müllabfuhr mehr Arbeit eingebracht. Allerdings sind die Abfallmengen nicht so groß geworden, wie von manchem befürchtet, ergab eine dpa-Umfrage in den großen Städten Sachsens. Der Anstieg sei nicht so hoch ausgefallen wie gedacht, sagte die Sprecherin des Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetriebes in Chemnitz (ASR), Beate Bodnár. «Wir haben uns selbst etwas gewundert.» Die größte Veränderung gebe es beim Sperrabfall. Offensichtlich sei der Frühjahrsputz in diesem Jahr ein wenig größer ausgefallen.

5:00 Uhr: Polizei löst unangemeldete Demo auf

Auf dem Marktplatz von Neustadt in Sachsen hat die Polizei am Freitagabend eine wegen der Corona-Pandemie nicht genehmigte Versammlung aufgelöst. Gegen 16 Frauen und Männer werde nun wegen des Verstoßes gegen die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung ermittelt, teilte die Polizei in Dresden mit. Gegen zwei Männer im Alter von 29 und 52 Jahren werde außerdem wegen Beleidigung beziehungsweise wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. In den sozialen Netzwerken habe es zuvor einen Aufruf zu einem «Spaziergang» auf dem Marktplatz gegeben, hieß es von der Polizei. Die Beamten teilten den rund 160 Menschen über Lautsprecher mit, dass die Versammlung beendet sei. Doch auch auf wiederholte Durchsagen hätten die Teilnehmer zunächst nicht reagiert. Einige verließen den Platz demnach erst, nachdem sie einzeln von der Polizei angesprochen worden waren. 35 Polizisten waren den Angaben zufolge im Einsatz.


24. April 2020

22:05 Uhr: Kretschmer fasst Öffnung von Gaststätten für Ende Mai ins Auge

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hält eine Wiedereröffnung von Gaststätten Ende Mai für denkbar. Die Gastronomie brauche Perspektiven, sagte der CDU-Politiker am Freitagabend in der Sendung «ARD Extra» zur Corona-Krise. «Das ist jetzt nicht möglich. Aber für Ende Mai fasse ich das hier auch im Freistaat Sachsen durchaus ins Auge», sagte Kretschmer. Immer vor dem Hintergrund, dass die Infektionszahlen beherrschbar seien, fügte er hinzu.

Kretschmer fühlt sich nicht von der Kritik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) angesprochen, die eine in Teilen zu forsche Umsetzung der von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen zur Lockerung von Beschränkungen kritisiert hatte. Man habe Maß und Mitte gewahrt. «Die Menschen und auch die Händler brauchen Perspektive. Die wollen wir ihnen geben», betonte der Ministerpräsident.

18:16 Uhr: Sächsisches Mozartfest in den Herbst verschoben

Auch das Sächsische Mozartfest kann in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht wie geplant (15. Mai bis 1. Juni) stattfinden. Aber der Großteil des regionalen Klassikfestivals wird in den Herbst verschoben, wie der künstlerische Leiter Franz Wanger-Streuber am Freitag mitteilte. Ab dem 11. September würden zwei Drittel der ursprünglich 30 Veranstaltungen unter dem einmaligen Motto als «Unser Mozartfest 2020» laufen, das Festivalthema «Gleichheit» bleibe bestehen. Sollten die aktuellen Beschränkungen über den 31. August hinaus verlängert werden, werde die Lage neu bewertet «und wir verlängern das Jahr mit guten Ideen», sagte Wagner-Streuber.

16:25 Uhr: Sächsische Landesausstellung soll im Sommer starten

Die 4. Sächsische Landesausstellung soll nach Möglichkeit noch vor den Sommerferien im Juli eröffnen. Einen genauen Termin gebe es allerdings noch nicht, sagte Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch am Freitag im Zwickauer Audi-Bau, dem zentralen Ausstellungsort. Die Schau mit dem Titel «Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen» sollte eigentlich am 25. April beginnen, musste coronabedingt jedoch verschoben werden. Man werde für entsprechende Hygienemaßnahmen und genügend Abstand der Besucher sorgen. Das geplante Begleitprogramm werde nicht live stattfinden, dafür aber als Video- und Podcast-Reihe produziert. Die Ministerin geht demnach davon aus, dass die Museen des Freistaats ab Anfang Mai Stück für Stück wieder öffnen können.

16:15 Uhr: Mehr als 500.000 Euro Spenden für Zoo Leipzig

Der Zoo Leipzig hat in der Corona-Krise mehr als 500.000 Euro an Spenden erhalten. Dieses «starke Zeichen der Besucher» sei überwältigend, erklärte Direktor Jörg Junhold am Freitag. Die privaten Spenden fingen aber die Einnahmeverluste nicht auf. Pro Woche ohne Besucher fehle dem Zoo ungefähr eine Million Euro, erklärte Junhold. Der Zoo sei nun seit mehr als fünf Wochen geschlossen. Er hoffe, dass der Freistaat die sächsischen Zoos mit diesen Einbußen nicht alleine lasse.

15:05 Uhr: Friseure dürfen ab 4. Mai wieder öffnen

In Sachsen dürfen Friseure unter Einhaltung der Hygiene-Regeln vom 4. Mai an wieder öffnen. Für diese Lockerung müssten allerdings Schutzmaßnahmen verbindlich eingehalten werden, betonte Wirtschaftsminister Martin Dulig am Freitag. Unter anderem müssen sowohl Kunden als auch Friseure einen Mund-Nasen-Schutz tragen, zudem muss in den Läden ein ausreichender Abstand gewahrt werden - etwa, indem die Anzahl der Arbeitsplätze begrenzt wird. Zudem muss die Anzahl der Kunden begrenzt werden, die gleichzeitig in den Salons bedient werden. Gerechnet werden müsse mit 20 Quadratmeter pro Kunde, nannte Dulig die Faustregel. Zu den Bestimmungen zählt weiterhin, dass sich die Kunden beim ‎Betreten des Salons die Hände waschen oder ‎desinfizieren müssen. Bartpflege und Augenbrauenzupfen sind wegen der Nähe zum Kunden aber weiterhin tabu.

14:08 Uhr: 41 neue Fälle in Sachsen

In Sachsen sind (Stand: 13:30 Uhr) 4.479 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hat das Sächsische Sozialministerium in seiner täglichen Veröffentlichung bekannt gegeben. Das sind 41 neue Fälle im Vergleich zum Donnerstag. Die Zahl der Genesenen wird auf 3.380 geschätzt.

Todesfälle gibt es in Sachsen 141. Das sind acht mehr als gestern.

14:04 Uhr: Wave-Gotik-Treffen hält an Planungen fest

Das Wave-Gotik-Treffen (WGT) in Leipzig hält in der Corona-Krise an den Planungen für Pfingsten fest. Ob das Treffen der dunklen Szene wirklich stattfindet, lassen die Veranstalter allerdings offen. «Fakt ist, daß wir weiterhin an unterschiedlichen Möglichkeiten einer Umsetzung arbeiten und das WGT zu Pfingsten durchführen wollen, in welcher Form auch immer», schreiben die Veranstalter in einem Fragen-und-Antworten-Katalog auf ihrer Internetseite und auf Facebook. Zum WGT kommen jährlich mehr als 20 000 Besucher. Das Treffen könne aber «nur bedingt als Großveranstaltung betrachtet werden», erklären die Veranstalter. «Beim WGT handelt es sich bekanntermaßen um eine dezentrale Veranstaltung.» Großveranstaltungen sind in Deutschland bis 31. August untersagt.

14:00 Uhr: Sachsen hilft Tschechien mit Masken und Tests

Der Freistaat und das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI) unterstützen Tschechien im Kampf gegen das Coronavirus. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, übergaben am Freitag in Leipzig 3.000 Schutzmasken und 2.400 Sets für Corona-Tests an den tschechischen Bezirkshauptmann von Liberec, Martin Půta. Die Materialien sollen in Pflegeheimen eingesetzt werden, sagte Půta. Er brachte im Gegenzug etwa 10.000 Nano-Filter für Schutzmasken nach Sachsen mit.

13:30 Uhr: Sachsens Gastronomen wollen schrittweise Öffnung

Gastronomen haben in Dresden für eine schrittweise Öffnung der sächsischen Betriebe geworben. Das Gastgewerbe sei in der Lage, die notwendigen Hygieneregeln und Kontaktvorgaben strikt umzusetzen, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga, Axel Klein. Auf dem Dresdner Altmarkt haben Gastwirte, Hoteliers und Veranstalter mit Initiative «Leere Stühle» erneut auf ihre schwierige Situation in der Corona-Krise aufmerksam gemacht und ihre Forderungen an Wirtschaftsminister Martin Dulig übergeben.

Die vom Koalitionsausschuss beschlossene Erhöhung des Kurzarbeitergeldes sowie die befristete Senkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent für Gastronomen wertete die Dehoga unterdessen als «Hoffnungsschimmer». Vor allem die lang geforderte Senkung der Mehrwertsteuer sei ein «wichtiges Signal», so Hauptgeschäftsführer Axel Klein. Dennoch reiche das aus Verbandssicht nicht aus. Die Branche fordert einen Rettungsfonds sowie eine sofortige Anhebung des Kurzarbeitergelds. «Ohne direkte Finanzhilfen werden es die meisten unserer Betriebe nicht schaffen», so Klein.

11:50 Uhr: Verkehrssicherheitstag auf dem Sachsenring abgesagt

Der Verkehrssicherheitstag 2020 fällt wegen der Corona-Krise aus. Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) sagte die Veranstaltung auf dem Sachsenring am Freitag ab. Mit rund 10 000 Besuchern fällt der Verkehrssicherheitstag unter das bis 31. August geltenden Verbot von Großveranstaltungen. «Die Absage schmerzt, aber sie ist unumgänglich. Es geht nach wie vor darum, erneut einen sprunghaften Anstieg der Infektionszahlen zu verhindern», erklärte Dulig. Den nächsten Verkehrssicherheitstag solle es 2021 geben.

11:30 Uhr: Land- und Forstwirte können Hilfskredite bei Aufbaubank beantragen

Kleinere Betriebe aus der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischereibranche können ab sofort Corona-Hilfskredite bei der Sächsischen Aufbaubank beantragen. Die zinsgünstigen Darlehen sollten die Liquidität der Betriebe bei unverschuldeten wirtschaftlichen Schwierigkeiten sichern, teilte Landwirtschaftsminister Wolfram Günther (Grüne) am Freitag mit. Das Programm gelte für Betriebe mit bis zu 100 Mitarbeitern. Gewährt werden Darlehen zwischen 5000 und 100 000 Euro. Die Laufzeit beträgt sechs Jahre, wobei die ersten beiden Jahre tilgungsfrei sind. Anträge können bis 31. August 2020 gestellt werden.

11:06 Uhr: Sportvereine müssen sich weiter gedulden

Die Sportstätten und Schwimmhallen bleiben in Sachsen bis mindestens 3. Mai geschlossen. Das teilte der Landessportbund Sachsen am Freitag auf Grundlage der aktuellen Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung mit. Damit gibt es auch keine Lockerungen im Trainingsbetrieb der Vereine. «Es ist sehr bedauerlich, dass die Menschen in Sachsen weiterhin auf Vereinssport verzichten müssen. Sobald es aus epidemiologischer Sicht vertretbar ist, wollen wir deswegen schrittweise wieder ein kontrolliertes Sporttreiben unter sinnvollen hygienischen Vorschriften etablieren», meinte LSB-Präsident Ulrich Franzen in der Mitteilung.

10:15 Uhr: Bundeswehr transportiert Schutzmasken von China nach Leipzig

Auf dem Flughafen Leipzig/Halle wird am Montag eine Lieferung mit Schutzmaterial aus China eintreffen. Mehr als zehn Millionen Schutzmasken kommen aus dem chinesischen Tianjin auf dem Flughafen Leipzig/Halle an.

9:00 Uhr: Sachsens Museen bauen digitales Angebot aus

Sächsische Museen haben wegen der coronabedingten Zwangsschließung ihre Präsenz im Internet verstärkt. «Sie schlagen sich mit aller Kreativität und gehen neue Wege, indem sie auch digital ihre Einrichtungen öffnen», sagt ein Sprecher des Kulturministeriums in Dresden. Aber es gibt auch viele, vor allem kleine und private Einrichtungen, die von solchen Möglichkeiten träumen. «Akut machen wir uns vor allem Sorgen um Häuser, die in vergangenen Jahren im Zuge von Sparmaßnahmen der Kommunen ausgegliedert wurden», sagt die Direktorin der Landesstelle für Museumswesen, Katja Margarethe Mieth.

5:00 Uhr: Aktion "Leere Stühle" in Sachsen

Gastronomen wollen am Freitagvormittag in Sachsen auf vielen zentralen Plätzen leere Stühle aufstellen, um auf die bedrohliche Situation ihrer Branche hinzuweisen. „Leere Stühle, leere Betten, fehlende Umsätze, aber auch fehlende Hilfspakete!“, fasste der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Dehoga in einer Mitteilung zusammen. „Mit dem Wirtschaftskreislauf unserer Branche werden zunehmend auch Lieferanten und Partner der Branche belastet und dadurch ebenfalls tiefer in die Krise reingezogen.“ DJs, Messebauer und Zulieferer beklagten eine existenzbedrohende Situation.

Über 50 Städte und Gemeinden machen mit. Die Teilnehmer fordern unter Einhaltung bestimmter Hygiene-Voraussetzungen im Mai wieder öffnen zu können. Am vergangenen Freitag hatte die Aktion „Leere Stühle“ in Dresden erstmals für Aufsehen gesorgt. Seit dem hat sich schon etwas getan. So soll unter anderem der Mehrwertsteuersatz für Hotel- und Gaststättengewerbe befristet auf 7 Prozent gesenkt werden.

0:05 Uhr: Tourismus soll mit Stufenplan angekurbelt werden

Mit einem Stufenplan soll in den kommenden Wochen auch wieder vorsichtig der Tourismus in Sachsen angekurbelt werden. Zur Unterstützung der Branche wurden bereits verschiedene Initiativen bzw. Onlineplattformen geschaltet – dazu gehören u.a. die virtuellen Reisen durch sächsische Städte unter: „Träum Dich nach Sachsen“. Die zuständige Ministerin Barbara Klepsch hofft damit auf positive Impulse. Auch wenn derzeit keine Fernreisen möglich sind, so soll doch in absehbarer Zeit wenigstens Urlaub im Freistaat wieder möglich gemacht werden. 

23. April 2020

21:00 Uhr: RB Leipzigs Boss Mintzlaff lobt DFL-Konzept

Oliver Mintzlaff hat das Konzept der Deutschen Fußball Liga für einen möglichen Neustart als «sehr durchdacht und tragfähig für die Austragung künftiger Spiele und Spieltage mit aller gebotenen Vorsicht» bezeichnet. Der Geschäftsführer des Bundesligisten RB Leipzig lobte am Donnerstag auf der Vereins-Homepage auch die finanzielle Einigung, die die DFL mit fast allen Medienpartnern erzielt hat. Diese wollen Vorauszahlungen der noch ausstehenden TV-Prämien leisten. Das gebe den Vereinen Sicherheit, betonte Mintzlaff.

17:15 Uhr: Mehr Kinder in Notbetreuung

In Sachsen sind immer mehr Kinder in Notbetreuung. Wie das Kultusministerium am Donnerstag auf Anfrage mitteilte, wurden (Stand 22.4.) zuletzt rund 25 600 Jungen und Mädchen in den Kitas betreut. Damit haben sich die Zahlen in der Notbetreuung binnen weniger Tage mehr als verdoppelt. Vor einer Woche (15.4.) waren es noch rund 11 870 Kinder. «Dennoch sind die Einrichtungen in der Lage, mehrere kleine Gruppen zu bilden», sagte eine Sprecherin des Kultusministeriums. Damit werden derzeit etwa 14 Prozent der Kinder in Krippen und Kindergärten notbetreut. Die Zahlen basieren auf Abfragen in den Kommunen. Normalerweise kümmern sich die Erzieher in Sachsen um rund 179 300 Jungen und Mädchen.

17:00 Uhr: Rückgang der Kriminalität

Innenminister Roland Wöller (CDU) informierte über eine positive Nebenwirkung der Epidemie: Demnach ist die Zahl der Straftaten seit Inkrafttreten der ersten Verordnung zu Einschränkungen im öffentlichen Leben um etwa ein Viertel gesunken - bezogen auf den gleichen Vorjahreszeitraum. Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz sind in dieser Statistik aber ausgeklammert.

Der Rückgang betreffe nahezu alle Deliktbereiche, wenn auch in unterschiedlichem Maße, hieß es. Diebstähle hätten um mehr als ein Drittel abgenommen, vor allem Wohnungseinbrüche und Kfz-Diebstähle. Die Menschen würden sich häufiger zu Hause aufhalten, das Diebesgut sei schwerer zu verbringen - im Land, aber auch außer Landes, nannte Wöller zwei Gründe. Bei Körperverletzungen wurde eine Reduzierung um 17 Prozent registriert.

16:26 Uhr: 41 neue Corona-Fälle in Sachsen

Nach den neusten Zahlen des Sozialministeriums, steigen die Neuinfektionen in Sachsen auf einem mäßigen Niveau. Derzeit sind 4.438 Menschen im Freistaat positiv getestet worden. Das sind 41 mehr als am Mittwoch. Schätzungsweise sind 3.250 wieder genesen, so das Sächsische Sozialministerium.

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus ist die Zahl der Verstorbenen auf 133 gestiegen. Zum Vortag sind das sieben Personen mehr.

15:32 Uhr: Saatliche Theater und Orchester sollen Saison beenden

Sachsen will die laufende Saison der Theater und Orchester wegen der Corona-Krise komplett vorzeitig beenden. Für staatliche Einrichtungen gilt das bereits, anderen Trägern wird das empfohlen, erklärte Kulturministerin Barbara Klepsch. Es geht vor allem um Planungssicherheit. Bereits in den vergangenen Tagen hatten mehrere Häuser – darunter die Dresdner Philharmonie oder die Staatsoperette Dresden – das Ende ihrer Spielzeit verkündet, so die Ministerin.

15:14 Uhr: Zweiter Corona-Patient im Leipziger Herzzentrum ist verstorben

Der zweite Corona-Patient am Leipziger Herzzentrum ist verstorben. In einer Mitteilung der Klinik hieß es, dass sich der Zustand des 70-Jährigen zuletzt leicht verbessert hätte. Todesursache sei ein Multiorganversagen. Bereits am vergangenen Wochenende ist ein 31-jähriger italienischer Corona-Patient im Herzzentrum verstorben. 

14:26 Uhr: Weiterer Corona-Toter im Kreis Zwickau

Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Zwickau hat sich innerhalb eines Tages um eine Person auf 29 erhöht. Das hat das Gesundheitsamt am Mittag mitgeteilt. Sieben Personen haben sich nachweislich neu angesteckt. Damit liegt die Zahl der Infizierten jetzt bei 724. Den größten Zuwachs hatte die Stadt Zwickau mit fünf neuen Coronafällen. An Schätzungen, wie viele Menschen nach einer Covid-19-Infektion wieder gesund geworden sind, beteiligt sich das Gesundheitsamt nicht.

13:52 Uhr: Kretschmer für längere Steuererleichterungen in der Gastronomie

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer kann sich eine längere Dauer der Steuererleichterungen für Gastronomiebetriebe gut vorstellen. «Ich gehe davon aus, dass die Reduzierung des Mehrwertsteuersatz für die Gastronomie über den Sommer 2021 hinaus verlängert wird», sagte er am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Zugleich deutete er eine mögliche Lockerung von Einschränkungen für Freiluftgaststätten in Sachsen an. Bisher gilt für Speisen, die in einem Restaurant, einem Café oder einer Bar verzehrt werden, ein Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Für Gerichte, die der Gast mitnimmt oder nach Hause bestellt, fallen in der Regel nur 7 Prozent an. Nun sollen generell 7 Prozent gelten.

13:44 Uhr: Leichte Lockerungen an TU Bergakademie Freiberg

Ab 4. Mai sollen an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg wieder einzelne Präsenz-Lehrveranstaltungen stattfinden. Etwa Praktika in Chemie oder Geologie, die durch kontaktlose Formate nicht ersetzt werden können, sollen unter Hygienemaßnahmen durchgeführt werden, teilte die Universität am Donnerstag mit. Weiterhin blieben dennoch digitale Lehrformate die Regel bis zum Ende des Sommersemesters. Mehr als 500 Lehrveranstaltungen finden nach Universitätsangaben derzeit digital statt.

13:35 Uhr: Polizist organisiert Anti-Corona-Demo in Pirna

Ein sächsischer Polizeibeamter hat am Mittwoch in Pirna eine Demonstration gegen Einschränkungen in der Corona-Krise organisiert und muss sich nun seinem Dienstherren gegenüber verantworten. Neben strafrechtlichen Ermittlungen wegen eines Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz wurde ein disziplinarrechtliches Ermittlungsverfahren gegen den Beamten eingeleitet, teilte die Polizeidirektion Dresden am Donnerstag mit. Zudem werde geprüft, ob dem Polizisten das Führen der Dienstgeschäfte verboten wird. Nach Angaben der Polizei hatte der 49-Jährige in sozialen Netzwerken zu einem «Spaziergang» auf dem Pirnaer Marktplatz aufgerufen. Vor Ort habe man zunächst fünf Personen festgestellt. Nachdem drei von ihnen einen Spaziergang begannen, hätten sich fortlaufend immer mehr Leute angeschlossen. Am Ende seien es etwa 180 gewesen. Die Polizei habe daraufhin Beschränkungen und Auflagen erlassen. In der Folge sei es immer wieder zu Verstößen gekommen.

11:34 Uhr: Schutzmaßnahmen an Schulen - Landesschülerrat fordert Kontrollen

Der Landesschülerrat (LSR) Sachsen hat Kontrollen an Schulen gefordert, um zu prüfen, ob Corona-Schutzmaßnahmen ordnungsgemäß umgesetzt werden. Laut LSR werden die Hygienemaßnahmen und Schutzregelungen nicht überall umgesetzt. «Diese Inkonsequenz ist inakzeptabel», teilte Landesschülersprecherin Joanna Kesicka am Donnerstag mit. Gerade Abstandseinhaltung und Hygienevorschriften müssten unbedingt beachtet werden - und gegebenenfalls von Schulaufsichtsbehörden kontrolliert werden. «Sollten einzelne Schulen es partout nicht leisten können, die Vorgaben einzuhalten, braucht es für sie einen Sonderweg – bis hin zu einer Verlängerung der Schließung dieser Schule», sagte Kesicka weiter.

10:50 Uhr: Gewerkschaften fordern Freizügigkeit im Dreiländereck

Gewerkschaften aus Deutschland, Polen und Tschechien fordern von den jeweiligen Regierungen Freizügigkeit auf dem grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt im Dreiländereck. «Grenzschließungen sind kein Instrument zur Corona-Bekämpfung, sondern eine akute Gefährdung von Arbeitsplätzen und Existenzen von Grenzgängern», teilte Markus Schlimbach, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) im Bezirk Sachsen am Donnerstag mit. Der Interregionale Gewerkschaftsrat (IGR) Elbe-Neiße zeigte sich verärgert darüber, «dass der europäische Zusammenhalt derzeit auf der Strecke bleibt».

Laut DGB arbeiten in Sachsen mehr als 11 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte aus Tschechien und etwa 20 000 aus Polen. Davon kommen demnach als 9000 Menschen aus Tschechien regelmäßig über die Grenze zu ihrer Arbeitsstelle in Sachsen, mehr als 10 000 aus Polen. Durch die Quarantäneregelungen in Tschechien und Polen sei es ihnen jedoch kaum noch möglich, nach Deutschland zur Arbeit zu kommen, so der DGB Sachsen.

9:30 Uhr: Sachsens Kommunen fordern Rettungsschirm für Corona-Krise

Sachsens Städte und Gemeinden stellen in der Corona-Krise klare Forderungen an den Freistaat. «Das Land muss ein Kommunalschutzpaket verabschieden oder einen Rettungsschirm über die Kommunen spannen», sagte Mischa Woitscheck, Geschäftsführer des Sächsischen Städte- und Gemeindetages (SSG). Die Maßnahmen müssten einerseits zusätzliche Ausgaben abfangen, zum anderen aber auch anstehende Einnahmeausfälle berücksichtigen. Zudem brauche man Haushaltserleichterungen. Das Land Sachsen hatte bereits angekündigt, einen Teil des geplanten Sondervermögens für die Corona-Folgen den Kommunen zukommen zu lassen. Woitscheck bezifferte das Volumen des Rettungsschirms auf mindestens 1,5 Milliarden Euro für dieses Jahr.

10:05 Uhr: Dulig fordert Nachbesserungen bei Kurzarbeitergeld

Für Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig greifen die von der großen Koalition beschlossenen Verbesserungen beim Kurzarbeitergeld zu kurz - vor allem mit Blick auf Ostdeutschland. «Da müssen wir nachbessern», forderte der SPD-Politiker am Donnerstag. Dulig verwies auf die besondere Situation im Osten mit geringeren Löhnen und weniger tarifgebundenen Unternehmen.

In Sachsen gebe es zudem bundesweit den größten Anteil von Menschen, die Mindestlohn beziehen. 85 Prozent der Kurzarbeitergeld-Bezieher liegen unterhalb des Lohndurchschnitts. Deswegen sei eine schnelle Anhebung des Kurzarbeitergeldes nötig, sagte Dulig. «Wir brauchen jetzt eine Regelung und nicht erst in vier oder sieben Monaten.»

0:05 Uhr: VW fährt Produktion wieder hoch

Beim Autobauer Volkswagen läuft am Donnerstag nach mehr als fünf Wochen Corona-Stillstand die Fahrzeugproduktion langsam wieder an. Den Anfang macht das Werk in Zwickau, wo seit November mit dem ID3 der vollelektrische Hoffnungsträger des Konzerns gebaut wird. Zeitgleich soll das Motorenwerk Chemnitz schrittweise wieder hochgefahren werden, teilte das Unternehmen im Vorfeld mit. Die Gläserne Manufaktur in Dresden folgt demnach am kommenden Montag. Um die Sicherheit der rund 10.000 Mitarbeiter an den drei sächsischen Standorten zu gewährleisten, setzt VW unter anderem auf verschärfte Hygienestandards und kürzere Reinigungsintervalle. So sollen die Arbeiter in Bereichen, in denen Abstände von 1,5 Metern nicht möglich sind, einen Mund-Nasenschutz tragen. Zudem sollen die Taktzeiten deutlich verlangsamt werden.


22. April 2020

18:34 Uhr: Verkürzte Landtagssitzung am 29. April

Der sächsische Landtag kommt am 29. April zu einer regulären Sitzung zusammen. Allerdings findet das Plenum mit weniger Abgeordneten statt und ist auf einen Tag begrenzt, wie die Parlamentsverwaltung am Mittwoch mitteilte. Dadurch könnten die nötigen Abstände im Plenarsaal gewahrt werden. Ministerpräsident Michael Kretschmer wird über den Kampf gegen das Coronavirus sprechen, Wirtschaftsminister Martin Dulig zum «solidarischen Schutzschirm für Arbeit und Wohlstand». Die Abgeordneten müssen den 23. Rundfunkänderungsstaatsvertrag und Anträge zu Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie abstimmen sowie über- und außerplanmäßige Ausgaben und Verpflichtungen der Regierung nachträglich genehmigen.

18:32 Uhr: Bundeswehr hilft in Pflegeheim

Erstmals ist in Sachsen die Bundeswehr im Zuge einer Amtshilfe in einem Pflegeheim im Kampf gegen das Coronavirus im Einsatz. In Radeberg helfen sechs Soldaten der Panzergrenadierbrigade 37 aus Frankenberg bis zunächst 3. Mai aus, unter anderem beim Reinigen, Desinfizieren und Wäsche verteilen. Das sagte der Bürgermeister der Stadt Radeberg, Gerhard Lemm, am Mittwoch auf Anfrage. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung darüber berichtet. In dem Heim gibt es bislang 40 Corona-Fälle unter den Bewohnern. Davon sind acht Patienten verstorben. Da mittlerweile auch elf Mitarbeiter infiziert sind, ersuchte Lemm die Bundeswehr um Amtshilfe. «Diese wurde unbürokratisch innerhalb von 24 Stunden genehmigt», sagte Lemm.

17:39 Uhr: Elbland Philharmonie unterstützt freischaffende Künstler

Aus Solidarität mit freischaffenden Musikern haben die Orchestermitglieder der Elbland Philharmonie 6.000 Euro an den Nothilfefonds der Deutschen Orchesterstiftung gespendet. Zahlreiche selbstständige Akteure des Kulturlebens hätten wegen des Veranstaltungsverbots in der Corona-Krise kein Einkommen und seien in finanzieller Not, begründete das Orchester die Entscheidung. Auch die Sächsische Staatskapelle und die Dresdner Philharmonie waren dem Spendenaufruf bereits gefolgt. Mit der Kampagne, die unter Schirmherrschaft von Kulturstaatsministerin Monika Grütters und dem Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker, Kirill Petrenko, steht, soll unkompliziert und kurzfristig geholfen werden.

17:26 Uhr: Corona-Zahlen leicht gestiegen - Land kündigt weitere Lockerungen an

Sachsen verzeichnet weiter keine rasante Zunahme an Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen bewegte sich auch am Mittwoch im zweistelligen Bereich. Insgesamt wurden im Verlauf der Pandemie bisher 4397 neue Infektionen festgestellt, 55 mehr als am Vortag, gab Gesundheitsministerin Petra Köpping bekannt.

Kretschmer verteidigte den Zeitplan für weitere Lockerungen der Einschränkungen. «Wir werden im wesentlichen an diesem Freitag wissen, welche Bereiche am 4. Mai gelockert werden, geöffnet werden können.» Es sei kein Geheimnis, dass es etwa um Zoos, Bibliotheken und Friseure gehe. Die Abstimmungen mit den zuständigen Kammern und Verbänden liefen. Man wolle die betroffenen Bereiche schon am kommenden Montag informieren, unter welchen Voraussetzungen eine Öffnung erfolgen könne. Am 30. April folge der förmliche Beschluss.

17:00 Uhr: Abstandsregeln gelten auch in Erstaufnahmeeinrichtungen

Die Abstandsregeln zum Schutz vor dem Coronavirus müssen auch in Erstaufnahmeeinrichtungen für Asylbewerber eingehalten werden. Das hat das Verwaltungsgericht Leipzig am Mittwoch in einem Beschluss bekanntgegeben. Konkret ging es um den Fall eines Asylbewerbers, der sich mit einem anderen Mann ein vier Quadratmeter kleines Zimmer in einer Einrichtung im Landkreis Nordsachsen teilen muss. Zudem sind die Toiletten, Duschen sowie die Küche für etwa 50 Menschen vorgesehen.

Das Verwaltungsgericht hob daraufhin die Pflicht des Mannes auf, in dieser Einrichtung zu wohnen. Gerade auch in Asylbewerberunterkünften sei die Verhinderung der Ausbreitung der Krankheit Covid-19 zwingend notwendig, hieß es in der Begründung. Daher müsse für die Bewohner die Möglichkeit bestehen, den Mindestabstand der geltenden sächsischen Corona-Schutz-Verordnung einzuhalten. Die Landesdirektion äußerte sich zunächst nicht zu dem Beschluss.

16:44 Uhr: Neun neue Infizierte in Radeberger Pflegeheim

Die Corona-Situation im Pflegeheim in Radeberg bleibt angespannt. Weitere neun Menschen haben sich mit Covid 19 Infiziert, wie Bürgermeister Gerhard Lemm mitteilte. Neue Todesfälle gibt es dafür nicht. Die Zahl bleibt damit bei acht Verstorbenen. Einer der Toten war jedoch nicht mit dem Corona-Virus infiziert.  Auch die Bundeswehr unterstützt das Heim nun, da durch den hohen Krankenstand personelle Probleme auftreten. Sechs Mitarbeiter sind täglich im Einsatz und helfen dem Personal beispielweise bei Reinigungsarbeiten, Wäscheverteilen und ähnlichem, so Lemm.

16:37 Uhr: Innung fordert Öffnung der Bäckerei-Cafés

Sachsens Bäcker haben eine schrittweise Öffnung der Bäckerei-Cafés trotz der Corona-Pandemie unter angemessenen Hygienemaßnahmen gefordert. Es sei durchaus möglich, in den Cafés ausreichend Abstand zu gewährleisten, sagte Landesobermeister Roland Ermer vom Landesinnungsverband Saxonia des Bäckerhandwerks Sachsen am Mittwoch. «Bäckerei-Cafés sind in der Regel keine Treffpunkte größerer Gruppen. Sie dienen eher als Sitzgelegenheit bei einer typischerweise kurzen Verweildauer». Zudem forderte der Verband die Verringerung des Mehrwertsteuersatzes auf gastronomische Leistungen von derzeit 19 Prozent auf den für Lebensmittel geltenden Satz von 7 Prozent.

16:21 Uhr: Projekt zu Online-Lesungen für Autoren

Online-Lesungen und ein Blog sollen im Zuge der Corona-Krise gefährdeten Autoren und Übersetzern helfen. Das Projekt, mit dem das Schreiben und Präsentieren gefördert werden, ist für 30 Teilnehmer ausgelegt und mit über 12.000 Euro dotiert, wie der Sächsische Literaturrat am Mittwoch mitteilte. Von massiven Einkommensverlusten bedrohte Autoren und Übersetzer sind zwischen dem 15. Mai und 31. Juli zu Live-Stream-Lesungen auf der Projekt-Plattform «Komm! Ins Offene» eingeladen, zugleich können dort kurze und bisher unveröffentlichte Texte hochgeladen werden. Pro Lesung werden 300 Euro Honorar gezahlt, für einen Text 50 Euro. Nach Angaben des Vereins können Schriftsteller und Übersetzer im Freistaat in der Regel nicht vom Schreiben leben.

15:25 Uhr: Sachsen unterstützt den Sport in der Corona-Krise mit insgesamt 20 Millionen Euro

Mitgliedsvereine des Landessportbund Sachsen, die durch die Corona-Pandemie unverschuldet in ihrer Existenz bedroht sind, können Soforthilfe beantragen. Das sächsische Innenministerium hat dazu eine Förderrichtlinie erlassen. Diese Soforthilfe-Zuschüsse für Vereine können bis zu 10.000 Euro und Darlehen zur Liquiditätssicherung bis zu 350.000 Euro betragen. Zuständig für diese Darlehen ist die Sächsische Aufbaubank. Die Soforthilfe bis 10.000 Euro kann beim Landessportbund Sachsen beantragt werden. Das entsprechende Formular sowie weiterführende Informationen gibt es unter www.sport-fuer-sachsen.de/soforthilfe.

15:17 Uhr: TU Dresden untersucht Auswirkungen von Corona auf Unternehmer

An der TU Dresden läuft in Kooperation mit dem King's College London eine Studie zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf Solo-Selbstständige und Unternehmer. Die Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie befragt dazu online Betroffene in Deutschland, Polen, Spanien und Großbritannien nach den Herausforderungen, wie die Universität am Mittwoch mitteilte. Aktuell werden Freiwillige gesucht, die Teilnahme ist anonym. Die nötige Mindestzahl liegt bei 1000. Neben den wirtschaftlichen Folgen für die Unternehmen wollen die Wissenschaftler auch persönliche und gesundheitliche Folgen für die Geschäftseigentümer erfassen und auf Basis der Ergebnisse gezielte Hilfestellungen erarbeiten. Studienleiterin Dominika Wach hofft auf Informationen zu Risiken und Chancen der Krise unter Berücksichtigung der länderspezifischen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie.

15:10 Uhr: Kretschmer sieht Nachholbedarf bei Kurzarbeitergeld

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer hat sich in der Corona-Krise für ein höheres Kurzarbeitergeld ausgesprochen. Darüber gebe es in Sachsen ein gemeinsames Verständnis. 60 bis 67 Prozent seien für Menschen mit einem niedrigen Einkommen zu wenig, sagte er am Mittwoch in Dresden beim täglichen Video-Briefing der Regierung. Deshalb unterstütze man Bemühungen, zu einem Wert von 80 bis 85 Prozent vom letzten Nettolohn zu kommen. «Ich denke, vor allen in den Bereichen, wo die Einkommen sehr niedrig sind, ist das zwingend geboten und sollte auch ergriffen werden.» Auch mit Blick auf die geforderte Senkung des Mehrwertsteuersatzes für die Gastronomie wäre ein Zeichen des Koaltionsausschusses in Berlin am Mittwochabend «mehr als wünschenswert», so Kretschmer. «Die Unternehmen brauchen ein Licht am Ende des Tunnels.»

14:55 Uhr: 55 neue Fälle in Sachsen

Die Zahl der Neuinfektionen in Sachsen steigt weiter, allerdings weiterhin auf einem mäßigen Niveau. 4.397 Menschen sind im Freistaat positiv getestet worden. Das sind 55 mehr, als am Dienstag. Von diesen knapp 4.400 positiv getesteten Menschen sind schätzungsweise 3.100 wieder gesund, teilt das Sächsische Sozialministerium mit.

Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus ist auf 126 gestiegen. Das sind sieben mehr, als am Dienstag.

14:22 Uhr: Brauereien von Krise stark betroffen

Die deutschen Brauereien leiden unter der Corona-Krise. Zum Internationalen Tag des Bieres morgen zeichnen sie ein düsteres Bild für das Jahr 2020. Der Fassbierverkauf ist im März nahezu vollständig eingebrochen. Zwar verzeichnen die großen Brauereien einen erhöhten Absatz an Flaschen- und Dosenbier, doch könne dies die Ausfälle durch die Schließung der Gastronomie und der Absage von Volksfesten und Großveranstaltungen wie der Fußball-EM und den damit verbundenen fehlenden Fassbierabsätzen nicht kompensieren. «Es wird hier keinen Nachholeffekt geben», sagt Barbara Sarx-Lohse, Geschäftsführerin des Sächsischen Brauerbundes. Es sei daher wichtig, dass es schnelle unbürokratische Hilfe für die Gastronomie und die kleinen Gasthausbrauereien gibt. «Nur dann werden viele Gasthäuser nach der Krise wieder öffnen können», betont Sarx-Lohse.

14:15 Uhr: Wieder mehr Busse und Bahnen in die Sächsische Schweiz

Im Zuge der Lockerungen durch die neue Corona-Schutz-Verordnung erweitert der Verkehrsverbund Oberelbe nach mehreren Wochen der Beschränkungen seine Angebote im S-Bahn- und Regionalverkehr. Damit werde auch für mehr Abstand in Bussen und Bahnen gesorgt, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Alle Fahrgäste sind dabei gebeten, sich an die Pflicht zum Tragen eines Nasen-Mund-Schutzes im Nahverkehr zu halten.

  • Die S-Bahn S1 fährt an Wochenenden und Feiertagen wieder alle halbe Stunde bis Bad Schandau, dabei geht jede zweite Fahrt bis Schöna.
  • Sonn- und Feiertags verkehren Züge ab dem Dresdner Hauptbahnhof in die Sächsische Schweiz und die S2 auch an Samstagen zwischen Pirna und dem Dresdner Flughafen.
  • Der Regionalverkehr beginnt ab Samstag mit dem Sommerfahrplan und mehr Abfahrten auf wichtigen Buslinien in die Täler der Sächsischen Schweiz an Schultagen.
  • Die Kirnitzschtalbahn sowie Wander- und Fahrradbusse nehmen ihren Betrieb wieder auf.

Weiter außer Betrieb bleiben indes die Schmalspurbahnen, die regionalen Nachtlinien, grenzüberschreitende Fahrten nach Tschechien sowie Fahrradbusse und Freizeitlinien in Elb- und Lausitzer Seenland.

13:38 Uhr: Stipendien für freischaffende Künstler

Mit dem Stipendienprogramm «Denkzeit» unterstützt das Kulturministerium freischaffende Künstler in Sachsen, die durch die Corona-Krise in existenzielle Schwierigkeiten geraten sind. Die Zuwendungen von je 2.000 Euro könnten ab sofort bei der Kulturstiftung des Freistaates beantragt werden, sagte Kulturministerin Barbara Klepsch am Mittwoch in Dresden. Für die Förderung seien insgesamt zwei Millionen Euro bewilligt. «Das Programm soll ihnen den nötigen Freiraum bieten, um mit kreativen Ansätzen diese gesellschaftliche und kulturelle Ausnahmesituation zu überbrücken», sagte Klepsch. Die Stipendien werden als einmalige Zuwendung für die Dauer von zwei Monaten gewährt, in den Bereichen Darstellende und Bildende Kunst, Musik, Literatur und Film.

12:52 Uhr: Wirtschaftsminister Dulig rechnet mit deutlichen Einbußen für die Automobilbranche

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig rechnet mit deutlichen Einbußen für die Automobilbranche im Freistaat. «Natürlich wird man in einigen Monaten in den Branchenbilanzen für das erste Halbjahr 2020 einen deutlichen coronabedingten Rückgang ausweisen müssen», sagte er am Mittwoch in Dresden vor Wiederaufnahme der Produktion bei VW in Zwickau. Kurzarbeit und umfangreiche Hilfsprogramme von EU, Bund und Freistaat für Unternehmen würden aber helfen, solche schwerwiegenden vorübergehenden Krisenzeiten einigermaßen unbeschadet zu überstehen. «Das alles stimmt mich zuversichtlich, dass wir in einigen Monaten zu alter Stärke zurückfinden werden.»

12:23 Uhr: Erneut zwei Corona-Tote im LK Zwickau

Auch heute hat der Landkreis Zwickau zwei weitere Corona-Todesopfer gemeldet. Damit haben 28 Menschen im Kreis die Pandemie nicht überlebt. Die Zahl der neu nachgewiesenen Infektionen erhöhte sich innerhalb eines Tages um acht auf 719. An Schätzungen, wie viele Menschen nach einer Covid-19-Infektion wieder gesund sind, beteiligt sich das Gesundheitsamt nicht.

12:15 Uhr: französischer Corona-Patient aus Dresden entlassen

Der erste der französischen Corona-Patienten im Dresdner Universitätsklinikum ist am Mittwoch entlassen worden. Der 52-Jährige aus dem Elsass war 20 Tage auf der Intensivstation und zeitweilig ins künstliche Koma versetzt worden. Sein Zustand habe sich so weit gebessert, dass er in die Heimat zurück könne, sagte der Intensivmediziner Peter Markus Spieth. Für den Mann schließe sich nun eine umfangreiche Reha-Phase an. Sein Zimmernachbar, ein 50 Jahre alter Elsässer, sei natürlich traurig gewesen. Spieth geht aber davon aus, dass auch er das Krankenhaus in den nächsten Tagen verlassen kann. In sächsischen Kliniken werden insgesamt noch zwölf Corona-Patienten aus Italien und Frankreich behandelt. Zwei weitere Italiener sind gestorben.

Den ausführlichen Artikel dazu finden Sie hier.

12:00 Uhr: Stipendien für Sächsische Künstler

Ab Donnerstag können Sächsische Künstler ein Stipendium bei der Kulturstiftung des Freistaates beantragen. Je 2000 Euro sollen unter anderem Musikern, Schauspielern oder Bildhauern übergeben werden. Das Programm soll ihnen ermöglichen auch während der Krise künstlerisch Tätig zu bleiben und einen kreativen Handlungsansatz für den Umgang mit der Corona-Krise zu entwickeln. Den Antrag zum Stipendium finden Sie auf der Website der Kulturstiftung. Darin soll das Vorhaben kurz beschrieben werden. Insgesamt zwei Millionen Euro hat der Sächsischer Landtag dafür bewilligt.

10:41 Uhr: Über eine halbe Milliarde Euro für Corona-Hilfen freigegeben

Der Haushalts- und Finanzausschuss des sächsischen Landtages hat am Dienstagabend mehr als eine halbe Milliarde Euro für Corona-Hilfen freigegeben. Das Geld fließt in die Wirtschaft, wo der Bedarf groß ist, aber auch in den Sozialbereich, wie Finanzexpertin Franziska Schubert mitteilte. Berücksichtigt werden Kleinstunternehmer, kleine und mittlere Betriebe in der Landwirtschaft und im Gartenbau, die hohe Einnahmeverluste haben. Weitere Mittel stehen für Sport, Kultur und Bildung zur Verfügung sowie zur Unterstützung für Erwerbstätige mit Verdienstausfall aufgrund von Quarantänemaßnahmen und der Schließung von Kitas und Schulen.

6:30 Uhr: Sachsens Schulen füllen sich wieder

Sachsens Schulen füllen sich langsam wieder: Nach den Abiturienten kehren heute auch die Abschlussklassen an Oberschulen, Berufs- und Förderschulen nach einer mehrwöchigen Zwangspause durch die Corona-Krise zurück. Regulären Unterricht gibt es allerdings nicht, im Mittelpunkt stehen die Vorbereitungen auf die anstehenden Prüfungen. Insgesamt gehen dann nach Angaben des Kultusministeriums rund 60.000 Schüler in Sachsen wieder zur Schule.

Um Lehrer und Schüler vor einer Corona-Infektion zu schützen, wurden die Häuser mit Desinfektionsmitteln und Mundschutzmasken ausgestattet. Das Lernen in kleinen Gruppen soll zudem ermöglichen, dass die Abstandsregeln eingehalten werden.

21. April 2020

17:52 Uhr: Beschaffung von Schutzausrüstung schwierig

Sachsen will von der Corona-Krise betroffene Ausbildungsbetriebe mit einem Zuschuss unterstützen. Gewährt werden soll die Hilfe Firmen in Kurzarbeit und mit bis zu 250 Mitarbeitern, sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts. Die neue Förderrichtlinie sieht die Übernahme der jeweiligen Ausbildungsvergütung über einen Zeitraum von sechs Wochen vor - bis zum Anspruch auf Kurzarbeitergeld.

Anders als bei regulären Arbeitnehmern, bei denen die Kurzarbeit greift, müssen Firmen ihren Lehrlingen sechs Wochen die volle Ausbildungsvergütung zahlen - auch bei Einschränkungen durch die Corona-Krise. Dieser sonst sinnvolle Schutz der Azubis belaste nun viele Betriebe des Einzelhandels und der Veranstaltungsbranche sowie Hoteliers und Gastronomen, so die Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden. Die Kammer begrüßte daher die neue Regelung.

18:05 Uhr: SAB ändert Auszahlungsverfahren

Nach dem Auftauchen betrügerischer Webseiten zur Beantragung von Corona-Soforthilfen für Unternehmen in Sachsen hat die Sächsische Aufbaubank (SAB) ihr Verfahren zur Auszahlung geändert. Es sei nun eine Zwischenstufe eingeführt worden, erklärte Wirtschaftsminister Martin Dulig am Dienstag. Mit der Bewilligung erhalte nun jeder Antragsteller einen Auszahlungsantrag, der eigenhändig unterschrieben werden muss. Erst nach einem Gegencheck und dem Abgleich der Kontonummern werden die Zuschüsse ausgezahlt. Zwar könne damit nicht mehr innerhalb von 24 Stunden gezahlt werden, so Dulig. «Aber Sicherheit geht an dieser Stelle vor.»

Am Freitag hatte Sachsen vorübergehend die Zahlung von Soforthilfe-Zuschüssen des Bundes für Selbstständige und Unternehmen in der Corona-Krise gestoppt. Unbekannte hatten zuvor mit einer «Fake-Seite» versucht, Daten von Unternehmen abzugreifen. Bank und Polizei hätten schnell reagiert, so dass aus heutiger Sicht kein Schaden entstanden sei, erklärte Dulig.

Für die Soforthilfe-Zuschüsse des Bundes sind bisher 66 380 Anträge bei der SAB eingegangen, davon wurden gut 53 400 mit einem Volumen von rund 438 Millionen Euro bewilligt. Für das landeseigene Darlehen «Sachsen hilft sofort» sind bisher rund 16 300 Anträge eingegangen - knapp 8000 mit einem Volumen von 263 Millionen Euro wurden bewilligt.

16:55 Uhr: Fußball-Drittligisten wollen sachlich, konstruktive Diskussion

Nach dem öffentlich ausgetragenen Disput über die Fortsetzung der Saison wollen die Fußball-Drittligisten künftig wieder sachlicher diskutieren. Darauf verständigten sich die Club während einer Videokonferenz am Dienstag, wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mitteilte. «Ungeachtet zum Teil unterschiedlicher Auffassungen unter den Clubs ist es das gemeinsame Ziel aller Beteiligten, eine tragfähige Lösung zu finden, um die 3. Liga in ihrer bewährten Struktur zu erhalten und ihre Zukunft als Profiliga zu sichern», hieß es in der Mitteilung. Die sächsische Clubs Zwickau und Chemnitz hatten sich zuletzt für einen Saison-Abbruch ausgesprochen. 

16:05 Uhr: Sachsen zahlt Ausbildungszuschuss für Unternehmen

Sachsen will von der Corona-Krise betroffene Ausbildungsbetriebe mit einem Zuschuss unterstützen. Gewährt werden soll die Hilfe Firmen in Kurzarbeit und mit bis zu 250 Mitarbeitern, sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig  am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts. Die neue Förderrichtlinie sieht die Übernahme der jeweiligen Ausbildungsvergütung über einen Zeitraum von sechs Wochen vor - bis zum Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Dulig rechnet damit, dass zwischen 5500 und 9000 Betriebe die Leistung in Anspruch nehmen. Rund zehn Millionen Euro stehen zur Verfügung.

15:31 Uhr: Weiter wenig Neuinfektionen in Sachsen

Die neusten Zahlen des Sächsischen Sozialministeriums zeigen 19 neue Corona-Infektionen im Vergleich zum Montag. Im Freistaat sind demnach aktuell 4.342 Personen positiv auf das Virus getestet worden. Mittlerweile wird geschätzt, dass 3.000 Corona-Infizierte wieder genesen sind.

Von gestern zu heute hat sich die Zahl der Todesopfer von 111 auf 119 erhöht.

15:55 Uhr: Dresden verhängt Haushaltssperre

Die Stadt Dresden hat wegen der Corona-Krise eine sofortige Haushaltssperre verhängt. Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD) begründete den Schritt mit wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Es müsse mit erheblichen Einnahmeausfällen im Haushalt vor allem bei der Gewerbesteuer gerechnet werden. Zudem seien wegen der anhaltenden Beschränkungen des öffentlichen Lebens weitere deutliche Mindereinnahmen absehbar. Gleichzeitig würden aber Ausgaben wie die für das Personal unverändert bestehen.

15:18 Uhr: Zwei weitere Todesfälle im Kreis Zwickau

Im Kreis Zwickau ist die Zahl der Corona-Todesopfer um zwei auf 26 gestiegen, wie das Gesundheitsamt mitteilte. Neuinfektionen kamen fast zum Stillstand. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden seien nur zwei neue Fälle nachgewiesen worden, und zwar in Zwickau und Werdau, so die Behörde. Insgesamt sind es jetzt im Kreis 709. 417 Menschen befinden sich in Quarantäne.

13:59 Uhr: Wirtschaftsrat Sachsen fordert: Hygiene statt Flächenlimit

Nach der Lockerung der Landenschließungen, meldet sich der Wirtschaftsrat Sachsen zu Wort. Gefordert wird eine flexiblere Handhabung bei der Wiedereröffnung im Einzelhandel. Zwar würde die Schrittweise Öffnung begrüßt werden. Die Begrenzung auf eine Ladenfläche von maximal 800 Quadratmetern stößt aber auf Kritik.

„Denn je größer eine Ladenfläche ist, desto mehr Platz kann auch Abstands- und Hygieneregeln eingeräumt werden.“ – Dirk Schröter /Landesvorsitzender des Wirtschaftsrates Sachsen

Er sieht vor allem Familienunternehmen und mittelständische Einzelhändler in Gefahr, die Läden jenseits der 800 Quadratmeter betreiben. Nun fordert der Wirtschaftsrat, dass die Bestimmungen über eine weitere Ladenschließung nicht an der Größe des Betriebes oder der Verkaufsfläche festgemacht werden. Ihr Vorschlag ist, den Fokus auf angemessene Hygienemaßnahmen durch die Einzelhändler zu legen.
Unter anderem schlägt der Landesvorsitzende Dirk Schröter vor, die Besucherzahlen auf einen Kunden pro 25 Quadratmeter Verkaufsfläche zu begrenzen und getrennte Ein- und Ausgänge zu schaffen.

"Zudem sind auch kürzere Öffnungszeiten oder innerhalb größerer Geschäfte Teilöffnungen zu erlauben“ – Dirk Schröter /Landesvorsitzender des Wirtschaftsrates Sachsen

13:20 Uhr: Saison in 1. und 2. Handball-Bundesliga abgebrochen

Die Saison in der 1. und 2. Handball-Bundesliga (HBL) ist wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochen worden. Das haben die 36 Clubs am Dienstag nach einer Abstimmung mit großer Mehrheit beschlossen. Zudem legte das HBL-Präsidium fest, dass die Abschlusstabelle nach der sogenannten Quotientenregelung gewertet wird. Betroffen sind aus Sachsen der SC DHfK Leipzig in der 1. Liga sowie der EHV Aue und der HC Elbflorenz Dresden für die 2. Liga. 

13:03 Uhr: Nachbarbundesländer ziehen bei Mundschutz nach

Nach Sachsen wird jetzt auch in Sachsen-Anhalt und Thüringen die Mundschutzpflicht in Öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen eingeführt.

In Sachsen-Anhalt müssen die Menschen ab Donnerstag einen Schutz über Mund und Nase ziehen, das hat die Landesregierung heute beschlossen. Ab Freitag greift die Regelung auch in Thüringen, darauf hat sich die Regierung im Nachbarbundesland jetzt geeinigt.

10:41 Uhr: Keine verstärkten Mundschutz-Kontrollen der Polizei

Die sächsische Polizei wird die Mundschutzpflicht im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften nicht verstärkt kontrollieren. Ob diese im Einzelhandel eingehalten wird, sei zunächst Sache der Händler, so der Landeschef der Gewerkschaft der Polizei Hageni Husgen in einem Interview. Sollte sich jemand aber nicht an die Mundschutzpflicht halten, könne ein Geschäft aber die Polizei rufen, so Husken weiter.

10:33 Uhr: Keine Jugendweihen im Frühjahr

Alle Jugendweihefeiern in Sachsen - bis einschließlich 31. Mai - wurden aufgrund der aktuellen Corona-Situation in den Herbst verschoben. Neue Termine sollen von September bis Dezember angeboten werden. Genaue Daten stehen aber noch nicht fest, so der Sächsische Verband für Jugendarbeit und Jugendweihe. Auch der Verkauf für Gästekarten wird bis zum 18. Mai ausgesetzt. Bereits gekaufte Karten behalten aber ihre Gültigkeit. Eltern können sich telefonisch bei ihren jeweiligen Regionalbüros über alle Änderungen Informieren.

9:10 Uhr: Leipzig-Boss Mintzlaff zu möglichen Geisterspielen

Vorstandschef Oliver Mintzlaff von RB Leipzig hat die bevorstehende Wiederaufnahme der Fußball-Bundesliga begrüßt. «Es wäre schön, wenn wir den Fans durch den Fußball wieder ein Stück Lebensfreude und Normalität geben könnten. Die jüngsten Signale aus der Politik sind positiv», sagte der 44-Jährige bei «Bild». Derzeit pausiert der Spielbetrieb aufgrund der Coronavirus-Pandemie bis mindestens zum 30. April. Am Montag hatten NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und sein bayerischer Kollege Markus Söder (CSU) den 9. Mai als möglichen Wiederbeginn ins Spiel gebracht.

8:55 Uhr: Sachsens Ministerpräsident für Geisterspiele

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich in der Debatte um mögliche Partien ohne Zuschauer in der Fußball-Bundesliga grundsätzlich positiv geäußert. «Geisterspiele sind besser als nichts. Viele Deutsche freuen sich auf die Fußballübertragung. Ich auch», sagte der CDU-Politiker der «Bild»-Zeitung (Dienstag). «Leider gibt es nicht viele Sportarten, für die sich diese Möglichkeit eröffnet. Wenigstens der Fußball bleibt uns.» Aus Sachsen spielt RB Leipzig in der Bundesliga, Erzgebirge Aue und Dynamo Dresden in der 2. Bundesliga.

7:55 Uhr: Handelsverband Sachsen kritisiert Maskenpflicht

Der Handelsverband Sachsen hat sich überrascht von der «kurzfristig erlassenen Regelung» der Maskenpflicht gezeigt. Wie Hauptgeschäftsführer René Glaser mitteilte, hätte sich der Verband im Vorfeld einen Austausch mit der Politik gewünscht und rechtzeitige Informationen. Zwischen der Anordnung der Pflicht und deren Beginn lag nur ein Wochenende.

Für die Einhaltung der Pflicht könne nach Einschätzung des Handelsverbands nur der Kunde selbst zur Verantwortung gezogen werden, so Glaser. Von Unternehmen und Betreibern der Geschäfte könne nicht verlangt werden, dass sie die Maskenpflicht durchsetzen und sogar Kunden ohne Maske des Geschäfts verweisen, wie Glaser sagte. «Da die Vorschrift seitens des zuständigen Ministeriums in Sachsen erlassen wurde, ist die Kontrolle der Einhaltung aus unserer Sicht auch als hoheitliche Aufgabe zu werten», hieß es vom Handelsverband. Ansonsten würden sich monetäre Fragen stellen.


7:10 Uhr: Gespräche zu weiteren Krankenhaus-Behandlungen

Gesundheitsministerin Petra Köpping will noch in dieser Woche Gespräche führen, wie es mit Krankenhausbehandlungen im Freistaat weiter gehen soll. Um genügend Betten für Corona-Notfälle bereit stellen zu können, waren nicht dringliche Operationen verschoben worden. Jetzt geht es darum, bereits geplante OP´s wieder durchzuführen und auf der anderen Seite zu prüfen, wie schnell Betten wieder frei gemacht werden können, wenn es notwendig ist.

20. April 2020

18:30 Uhr: Möglicherweise Geisterspiele ab 9. Mai

Geisterspiele der Fußball-Bundesliga sollen ab dem 9. Mai möglich sein. Das sagten Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet am Montag im Live-Programm der «Bild». «Voraussetzung ist, dass es ein durchdachtes Konzept gibt», sagte Laschet. «Das, was die DFL in diesen Tagen vorgelegt hat, lässt erkennen, dass es Schutzvorkehrungen gibt. Ich könnte mir vorstellen, dass wir zum Zustand der Geisterspiele zurückkehren können.»

Die Fußball-Bundesliga und 2. Bundesliga pausieren bis mindestens zum 30. April. Am Donnerstag will die Deutsche Fußball Liga über weitere Schritte und eine mögliche Saisonfortsetzung mit Geisterspielen beraten. «Das sind positive Signale, die ausgesendet wurden. Das gibt beiden Ligen eine wichtige Perspektive», sagte DFL-Chef Christian Seifert zu dem Datum, warnte aber auch: «Die Politik vertraut uns, und wir und vor allem die Spieler müssen jetzt Vorbild sein.»

18:25 Uhr: Sondersitzung der Drittliga-Vereine

Der Deutsche Fußball-Bund hat für morgen eine Sondersitzung der Drittliga-Vereine angesetzt. Dabei handelt es sich um eine Informationsveranstaltung, auf der diversen Szenarien vorgestellt werden sollen. Die Vereine der Liga sind uneins ob die Saison fortgesetzt werden soll. Die sächsischen Vereine Zwickau und Chemnitz sprechen sich aktuell für einen Abbruch aus.

16:14 Uhr: Keine Jubliäums-KÄT 2020 in Annaberg-Buchholz

Nun ist es amtlich. Die Jubliäums-KÄT in Annaberg-Buchholz wird verschoben. Das hat die Stadtverwaltung am Montag mitgeteilt. Wie Stadtsprecher Matthias Förster sagte, fällt neben dem 500-jährigen KÄT-Jubiläum auch das historische Trinitiatisfest aus.

Hintergrund ist die Festlegung von Bund und Ländern, wonach alle Großveranstaltungen aufgrund der Corona-Krise bis 31. August verboten sind. Rolf Schmidt, der Oberbürgermeister von Annaberg-Buchholz, hatte sich zur diesjährigen Absage am Montagmittag noch einmal mit dem Ältestenrat besprochen. „ Wir bedauern diese Absage, verstehen auch die schwierige Situation der Schausteller, hoffen aber, sie in absehbarer Zeit wieder in Annaberg-Buchholz begrüßen zu können.“

Ein neuer Termin für Trinitiatisfest und Jubiläums-KÄT wurde noch nicht bekannt.

15:51 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen in Sachsen steigt derzeit langsam

Das Sächsische Sozialministerium zählt 46 neue Corona-Infektionen im Vergleich zum Sonntag. Laut den neusten Zahlen sind im Freistaat 4.323 Menschen positiv auf das Virus getestet worden. Schätzungsweise 2.850 Corona-Infizierte haben den Virus überwunden.

Sachsenweit sind vier weitere Menschen an den Folgen der Covid-19-Erkrankung gestorben. Die Zahl ist damit auf insgesamt 111 gestiegen.

14:07 Uhr: Sächsischer Lehrerverband appelliert an sächsische Schüler: Ersttermine der Abiturprüfungen nutzen

Den Abiturienten werden aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr zwei Prüfungstermine angeboten. Der Sächsische Lehrerverband empfiehlt, die Ersttermine der schriftlichen Abiturprüfungen zu nutzen. An den allgemeinbildenden Gymnasien werden diese planmäßig vom 22. April bis zum 11. Mai 2020 durchgeführt.

Der Zweittermin startet am 12. Mai und geht bis zum 2. Juni 2020. Der Sächsische Lehrerverband weist in einer Mitteilung aber darauf hin, dass die weitere Entwicklung der Corona-Infektionen bis dahin aber nicht absehbar ist. Zudem fällt der Zweitprüfungstermin für die schriftlichen Abiturprüfungen in die Zeit der mündlichen Abschlussprüfungen. Dies würde eine Doppelbelastung für die Schüler und Schülerinnen bedeuten.

Die mündlichen Prüfungen sind in diesem Jahr vom 13. Mai bis zum 5. Juni 2020 angesetzt.

Sollten sich die Schüler für die Zweittermine entscheiden, sollten sie dies schnellstmöglich den Schulen mitteilen, da es nur begrenzt Raum- und Personalkapazitäten gibt.

13:12 Uhr: Zahl der Corona-Opfer im Kreis Zwickau steigt auf 24

Im Kreis Zwickau sind übers Wochenende zwei weitere Menschen an den Folgen ihrer Corona-Erkrankung gestorben, teilte das Gesundheitsamt am Mittag mit. Damit erhöhte sich die Zahl der Opfer auf 24. Sieben weitere Personen wurden innerhalb der vergangenen 24 Stunden nachweislich neu infiziert. Angaben über eine geschätzte Anzahl der bereits Genesenen macht das Gesundheitsamt nicht.

Im Kreis Zwickau sind übers Wochenende zwei weitere Menschen an den Folgen ihrer Corona-Erkrankung gestorben, teilte das Gesundheitsamt am Mittag mit. Damit erhöhte sich die Zahl der Opfer auf 24.

12:33 Uhr: Italienischer Corona-Patient in Leipzig verstorben

Ein Corona-Patient aus Italien, der am Herzzentrum behandelt wurde, ist gestorben. Der Mann wurde 31 Jahr alt. Wie es in einer Mitteilung der Klinik heußt, hatte sich der Zustand des Mannes über Ostern nochmal deutlich verschlechtert. Am Samstag starb er aufgrund des Versagens weiterer Organsysteme, hieß es.

Am Herzzentrum wird ein weiterer Patient aus Italien behandelt. Der über 70-Jährige sei in einem stabilen, aber nach wie vor kritischem Zustand.

9:55 Uhr: Tschechiens Präsident will Grenzen ein Jahr geschlossen halten

Der tschechische Präsident Milos Zeman hat seinen Bürgern wegen der Coronavirus-Pandemie empfohlen, diesen Sommer die Schönheiten ihres eigenen Landes zu entdecken. Für Auslandsreisen sollten die Staatsgrenzen hingegen ein volles Jahr geschlossen bleiben, «damit keine neue Infektionswelle dadurch hervorgerufen wird, dass Reisende in Länder fahren, in denen die Epidemie noch nicht zu Ende ist», sagte das Staatsoberhaupt am Sonntag in einem Radiointerview.

Tschechien hatte Mitte März zur Eindämmung des Coronavirus ein weitgehendes Ein- und Ausreiseverbot verhängt. Ausnahmen vom Ausreiseverbot gelten derzeit für Pendler, Lkw-Fahrer und in unabdingbaren Fällen zum Beispiel für medizinische Behandlungen.

8:45 Uhr: Geschäfte öffnen wieder

In Sachsen stehen in der Corona-Krise mit dem Start in die neue Woche Lockerungen an: Die Menschen können wieder in kleineren Geschäften einkaufen, auch Garten- und Baumärkten können öffnen. So dürfen Geschäfte des täglichen Bedarfs und der Grundversorgung mit einer Verkaufsfläche bis zu 800 Quadratmeter und separatem Kundeneingang öffnen - unter Beachtung von Hygiene- und Abstandsregeln. Bei Kfz-, Fahrrad- und Buchhändlern ist die Größe egal, ebenso bei Bau- und Gartenmärkten. Einkaufszentren bleiben hingegen weiterhin geschlossen.

8:40 Uhr: VW fährt Produktion in Zwickau wieder hoch

Der Autobauer Volkswagen will ab dieser Woche seine Fahrzeugproduktion wieder hochfahren. Im Zwickauer VW-Werk gibt es von Montag an entsprechende Vorbereitungen. «Wiederanlaufen wird das Band dann am Donnerstag», sagte ein Unternehmenssprecher der Deutschen Presse-Agentur. Zwickau sei damit das erste Fahrzeugwerk in Deutschland, das der Autohersteller schrittweise wieder in Betrieb nehme. Europaweit soll zuerst im slowakischen Bratislava losgelegt werden, wo die Bänder bereits am Montag wieder anlaufen sollen.

In Sachsen nimmt ab Donnerstag auch das Motorenwerk in Chemnitz seine Arbeit wieder auf. In den Werken Wolfsburg, Emden, Dresden und Hannover soll es den Angaben zufolge am 27. April losgehen.

8:20 Uhr: Schulen öffnen wieder für Abiturienten

Nach vier Wochen kehren die ersten Schüler in Sachsen an ihre Schulen zurück. Los geht es am Montag mit den Prüfungsvorbereitungen für die Abiturienten, am Mittwoch folgen dann die Abschlussklassen an Oberschulen, Berufs- und Förderschulen. Regulären Unterricht gibt es nach Angaben des Kultusministeriums jedoch vorerst nicht. Die Jungen und Mädchen, die demnächst ihr Abitur ablegen, sollen in kleinen Gruppen lernen, in denen die Hygiene- und Abstandsregeln entsprechend eingehalten werden können. Auch für die anderen Abschlussklassen geht es vor allem um die Prüfungsvorbereitungen.

Um die Schüler vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen, werden die Schulen mit Hygiene-Starterpaketen ausgerüstet. Sie beinhalten Handdesinfektionsmittel und textile Schutzmasken.

7:55 Uhr: Maskenpflicht im Freistaat

Ab Montag gilt im Freistaat eine Maskenpflicht beim Einkauf sowie in Bussen und Bahnen. Sachsen ist das erste Bundesland mit einer derartigen Regelung. Zur Abdeckung von Mund und Nase reicht dabei laut Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zur Not auch ein Schal oder ein Tuch.

Auch Polizisten sind laut Behörden angehalten, im Zuge der Lockerungen der Corona-Regeln Schutzmasken zu tragen. Sie hätten sogenannte Community-Masken erhalten, teilte das Landespolizeipräsidium am Sonntag in Dresden mit. Diese sollten die Beamten grundsätzlich bei Bürgerkontakten tragen. Außerdem werde das Tragen auch bei Zusammenkünften im Innendienst dringend empfohlen.


19. April 2020

16:57 Uhr Kaum Verstöße gegen Corona-Regeln - Maskenpflicht kommt

Trotz frühlingshaften Wetters mit viel Sonnenschein und trotz anstehender Lockerungen haben sich die Menschen in Sachsen am Wochenende weitgehend an die Beschränkungen zur Corona-Pandemie gehalten. «Es sind uns keine gröberen Verstöße bekannt», sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Dresden. Die Menschen verhielten sich sehr verantwortungsbewusst.

Ab Montag gibt es gelockerte Beschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie in Sachsen. Das hatte die Landesregierung am Freitag auf den Weg gebracht. Für Abschlussklassen beginnt die Schule. 50 000 Schüler und 20 000 Lehrer erhalten sogenannte Hygiene-Starterpakete. Sie beinhalten Handdesinfektionsmittel und Schutzmasken aus Stoff.

Kleinere Geschäfte dürfen öffnen und Gottesdienste sind in begrenztem Rahmen erlaubt. In Bus, Bahn und Einzelhandel gibt es die Maskenpflicht. Auch Tücher und Schals sind erlaubt. Die jetzige Verordnung gilt bis 3. Mai.

15:15 Uhr: Langsamer Anstieg an Neu-Infektionen

Das Sächsische Sozialministerium hat am Nachmittag die neuen Zahlen zu den positiven Corona-Tests veröffentlicht. 4.277 Menschen sind im Freistaat positiv auf das Virus getestet worden. Das sind 37 neue Fälle im Vergleich zum Samstag. Demgegenüber stehen geschätzt 2.800 Menschen, die den Virus überwunden haben.

Es gibt einen neuen bestätigten Todesfall. Die Zahl ist damit auf insgesamt 107 gestiegen.

10:50 Uhr Sachsens Polizei geht mit Maske auf Streife

Im Zuge der Lockerungen der Corona-Regeln in Sachsen wird die Polizei des Landes ab Montag Schutzmasken tragen. Die Bediensteten sind angehalten, den dienstlich gelieferten, textilen und waschbaren Mund-Nase-Schutz, die sogenannte Community-Maske, grundsätzlich bei Bürgerkontakten zu tragen, teilte das Landespolizeipräsidium am Sonntag in Dresden mit. Außerdem werde das Tragen auch bei Zusammenkünften im Innendienst dringend empfohlen.

Vom Polizeiverwaltungsamt seien rund 26 000 Community-Masken beschafft und an die Dienststellen der sächsischen Polizei ausgeliefert worden. Operativ tätige Beamte im Polizeivollzugsdienst erhalten mindestens zwei Masken, für alle anderen Bediensteten werde jeweils eine Maske zur Verfügung gestellt.

8:58 Uhr: Tourismusbranche im Freistaat leidet stark unter Corona-Krise

Sachsen hat der Tourismusbranche in der Corona- Krise Unterstützung in Aussicht gestellt. «Den Vorschlag, die Mehrwertsteuer für Gaststätten abzusenken, unterstütze ich sehr», sagte dazu Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) der Deutschen Presse-Agentur in Dresden mit Blick auf eine zentrale Forderung des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga. «Nicht nur, weil sie den Unternehmen hilft, sondern auch weil damit das Berechnungsverfahren vereinheitlicht wird.»


18. April 2020

16:05 Uhr: Kaum Verstöße in Sachsen

Trotz frühlingshaften Wetters mit viel Sonnenschein und angekündigter Lockerungen haben sich die Menschen in Sachsen am Samstag weitgehend an die Beschränkungen zur Corona-Pandemie gehalten. «Es sind uns keine gröberen Verstöße bekannt», sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Dresden. Die Menschen verhielten sich nach wie vor sehr verantwortungsvoll. «Es gab vereinzelte Vorfälle, doch die seien nicht nennenswert», sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz. «Die haben sich alle ordentlich benommen», so ein Sprecher der Polizeidirektion Görlitz.

13:57 Uhr: 60 neue Coronafälle in Sachsen

Das Sächsische Sozialministerium hat am Nachmittag die neuen Infektionszahlen veröffentlicht. 4.240 Menschen sind im Freistaat mit dem Coronavirus infiziert. Das sind 60 mehr, als am Freitag. Demgegenüber stehen weiterhin geschätzte 2.600 Genesene.

Die Zahl der Todesfälle ist um sechs auf 106 gestiegen.

12:05 Uhr: RB Leipzigs Geschäftsführer: "Saisonabbruch wäre Desaster"

Geschäftsführer Oliver Mintzlaff vom Fußball-Bundesligisten RB Leipzig hofft auf eine Fortsetzung des Spielbetriebes. Ein Saisonabbruch aufgrund der Coronavirus-Krise «wäre ein absolutes Desaster, weil es viele Clubs in die Insolvenz führen könnte», sagte der 44-Jährige dem «General-Anzeiger». Mintzlaff hält eine Fortsetzung der Liga ohne Zuschauer für zeitnah umsetzbar. Auch wenn die Gesundheit an erster Stelle stehe, müsse jeder Bereich für sich Lösungen finden. «Es geht beim Fußball dann allerdings auch nicht nur um die 22 Spieler auf dem Rasen. Der Fußball ist ein riesiger Wirtschaftszweig mit mehr als 55.000 Mitarbeitern.»

10:33 Uhr: Handwerksbranche kämpft mit der Corona-Krise

Die Handwerksbetriebe in Sachsen haben infolge der Corona-Krise mit erheblichen Umsatzeinbußen zu kämpfen. «Viele Handwerker plagen existenzielle Ängste», sagte der Pressereferent der Handwerkskammer Dresden, Daniel Bagehorn, bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den Kammern und Innungen. Einer Blitzumfrage der Handwerkskammer Chemnitz von Ende März zufolge sind rund neun von zehn Betrieben (87 Prozent) betroffen. Der Umsatzrückgang lag den Angaben zufolge bei durchschnittlich 60 Prozent. An der Umfrage hatten sich 204 Betriebe aus dem Kammerbezirk beteiligt.

10:05 Uhr: Sorgenfalten bei Festival-Veranstaltern

Die Folgen der Corona-Pandemie haben auch viele Veranstalter großer Festivals in Sachsen schon zu spüren bekommen. Zur Eindämmung des Coronavirus sind Großveranstaltungen bis einschließlich 31. August verboten. Der Ausfall zum Beispiel des «Highfield» am Störmthaler See bei Leipzig beschäftigt die Branche.

«Unser gesamtes Team hat gemeinsam mit unzähligen Beteiligten und regionalen Partnern lange auf den Festivalsommer hingearbeitet und ist genauso enttäuscht wie unsere Gäste», teilte Folkert Koopmans vom Veranstalter FKP Scorpio mit. Limp Bizkit, Deichkind und die Beatsteaks gehörten zu den 41 angekündigten Künstlern. Mehrere zehntausend Musikfans hatte das Festival in den Vorjahren an den Störmthaler See gelockt.

9:45 Uhr: Forschung kann von Corona-Krise profitieren

Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow sieht in der Corona-Krise auch eine Chance für Sachsens Forschung. «Kurzfristig ist das System natürlich ausgebremst, aber nicht gefährdet», sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Die Stärke des Wissenschaftsstandortes hänge zwar auch ein Stück weit davon ab, wie gravierend die Folgen für die Wirtschaft seien. «Andererseits ergeben sich auch neue Forschungsansätze.» Die Pandemie habe gesellschaftliche Fragestellungen und Herausforderungen zu Tage gefördert, auf die neue Antworten gefunden werden müssten. «Dies bietet eine enorme Chance auch für den Wissenschaftsstandort Sachsen, aus der Krise gestärkt hervorzugehen», sagte Gemkow.

8:30 Uhr: Innenminister Wöller mahnt zur Einhaltung der Regeln

Sachsens Innenminister Roland Wöller hat die Sachsen weiterhin zu Disziplin und Einhaltung der Corona-Regeln aufgerufen. «Die beschlossenen Lockerungen gelten erst ab Montag und nicht schon an diesem ‎Wochenende», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Daher werde die Polizei am Samstag und Sonntag im Einsatz sein, um die Einhaltung der noch gültigen Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen zu kontrollieren. «Das machen sie ‎aber nicht, um die Bevölkerung zu schikanieren, sondern um die Rechtsverordnung durchzusetzen und ‎dieser entsprechend Menschenansammlungen aufzulösen», betonte der Innenminister. Es gehe um den Schutz von Gesundheit ‎und Leben. Zugleich bedankte sich Wöller bei den Sachsen für die bisher disziplinierte Einhaltung der Regeln. Diese hätten eine Lockerung möglich gemacht.


17. April 2020

17:57 Uhr: Handwerk fordert Zuschüsse ohne Rückzahlung

Sachsens Handwerker haben in der Corona-Krise erneut auf Zuschüsse gedrängt, die nicht zurückgezahlt werden müssen. «Wir im Handwerk sind fassungslos, dass sich der Freistaat Sachsen – im Unterschied zu den meisten anderen Bundesländern – bislang noch immer nicht hat dazu durchringen können, den von existenzbedrohenden Einnahmeausfällen betroffenen kleinen und mittleren Unternehmen auch mit nichtrückzahlbaren Zuschüssen zu unterstützen», sagte der Präsident des Sächsischen Handwerkstages, Roland Ermer, am Freitag. Es gebe deswegen Unmut von Handwerkern aus vielen Gewerken. Diese Ungleichbehandlung sorge für einen Standortnachteil, so Ermer.

17:30 Uhr: Entscheidung über verkürzte Sommerferien zu früh

Nach Ansicht von Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer ist es noch zu früh für eine Entscheidung über verkürzte Sommerferien. «Ich will das jetzt nicht bewerten. Es gibt Gründe dafür und und auch Gründe dagegen», sagte der Ministerpräsident am Freitag in Dresden. Nach diesem «sehr aufreibenden Frühjahr» freuten sich viele Menschen auf den Sommerurlaub. Vielleicht sei «Urlaub in der Heimat» auch eine gute Möglichkeit für Hoteliers und kleine Pensionen. Die Diskussion sei richtig und werde auch geführt, aber sie könne jetzt noch nicht entschieden werden, betonte Kretschmer.

17:25 Uhr: Drittligisten Zwickau und Chemnitz für Saison-Abbruch

Acht Fußball-Drittligisten - darunter der FSV Zwickau und der Chemnitzer FC haben sich für den Abbruch der Saison ausgesprochen und dafür in einem Positionspapier zahlreiche Gründe aufgeführt. Das sei zwar ein sportlich bitterer, aber letztlich der einzig mögliche Weg. Die Gesundheit muss weiter über Allem stehen, Geisterspiele würden einige Vereine zudem direkt in die Insolvenz führen. Die Saison soll dennoch einen sportlichen Wert haben. Heißt, es soll Aufsteiger geben, aber keine Absteiger. Die 3. Liga soll aufgestockt werden mit den Tabellenführern der Regionalligen.

17:15 Uhr: Fichtelberg-Radmarathon abgesagt

Von den Einschränkungen von Großveranstaltungen ist auch der Fichtelberg-Radmarathon betroffen. Wie die Veranstalter mitteilten, ist eine Terminverschiebung innerhalb des Jahres nicht möglich. Eigentlich war die Fahrt von der Chemnitzer Innenstadt zum Fichtelberg für den 14. Juni geplant. In einem Facebook-Beitrag hieß es außerdem: „Wir werden uns in der nächsten Woche an Euch mit einem ausführlichen Statement zur weiteren Verfahrensweise wenden. Gleichzeitig erarbeiten wir eine individuelle FRM-Alternative für die Sommermonate. Damit sich die Räder in der Sportstadt Chemnitz beim Fichtelberg Radmarathon weiter drehen hoffen wir zukünftig auf eure Unterstützung.“

15:12 Uhr: Die wichtigsten Punkte der neuen sächsischen Corona-Verordnung

Im Freistaat Sachsen gelten ab kommendem Montag leicht gelockerte Beschränkungen im öffentlichen Leben. Das Kabinett beschloss eine neue Corona-Verordnung:

  • Verpflichtend ist das Tragen einer Mund-Nasenbedeckung bei der Benutzung des öffentlichen Nahverkehrs und beim Aufenthalt in Einzelhandelsgeschäften.
  • Die Ausgangsbeschränkungen entfallen. Es ist künftig erlaubt, die eigene Wohnung auch ohne triftigen Grund zu verlassen. Der Aufenthalt ist außerhalb der eigenen Wohnung bzw. des eigenen Hauses nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis des eigenen Hausstandes gestattet.
  • Untersagt bleiben weiterhin Veranstaltungen und Ansammlungen jeglicher Art. Im Einzelfall können jedoch auf Antrag Ausnahmegenehmigungen durch die zuständigen Landkreise oder kreisfreien Städte erteilt werden.
  • Gottesdienste, Beerdigungen, Trauerfeiern und Trauungen können mit bis zu 15 Besuchern stattfinden. Geschlossen bleiben jegliche Einrichtungen und Angebote für den Publikumsverkehr.
  • Ausgenommen sind unter anderem nur staatliche und freie Schulen zum Zweck der Prüfungsvorbereitung, Hochschulen und die Berufsakademie, Fachbibliotheken und Archive, Bildungseinrichtungen der beruflichen Aus- und Weiterbildung und Kitas zur Notbetreuung.
  • Eine Öffnung ist weiterhin für Einzelhandelsgeschäfte für Lebensmittel und für Waren der täglichen Grundversorgung erlaubt. Zudem können weitere Ladengeschäfte des Einzelhandels jeder Art bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern geöffnet werden.
  • Unabhängig von der Fläche zulässig ist die Öffnung von Ladengeschäften von Handwerksbetrieben, Tankstellen, Autohäusern, Fahrradläden, Kfz- und Fahrradwerkstätten sowie einschlägigen Ersatzteilverkaufsstellen, selbstproduzierenden und selbstvermarktenden Baumschulen und Gartenbaubetrieben, Läden für Tierbedarf sowie von Garten- und Baumärkten. Einkaufszentren bleiben weiterhin geschlossen. Erlaubt ist dort wie bisher nur die Öffnung von Geschäften des täglichen Bedarfs und der Grundversorgung sowie von Läden, die über einen separaten Kundeneingang von außen verfügen.
  • Untersagt bleibt die Öffnung von Gastronomiebetrieben jeder Art sowie Hotel- und Beherbergungsbetriebe zu touristischen Zwecken. Ebenso ist der Betrieb von Dienstleistungsbetrieben mit unmittelbarem Kundenkontakt untersagt - mit Ausnahme notwendiger medizinischer Behandlungen.
  • Die bestehenden Besuchsverbote für Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Altenheime, Rehabilitationseinrichtungen, Einrichtungen und ambulant betreuten Wohngemeinschaften und Wohngruppen mit Menschen mit Behinderungen sowie stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe bleiben bis auf wenige Ausnahmen gültig. 

14:50 Uhr: Hygiene-Starterpakete für Abschlussklassen in Sachsen

Die Abschlussklassen an den Oberschulen, Gymnasien, Berufsbildenden Schulen und Förderschulen in Sachsen bekommen vom Landesamt für Schule und Bildung derzeit sogenannte Hygiene-Starterpakete. Sie beinhalten Handdesinfektionsmittel und textile Schutzmasken, wie Roman Schulz, der Sprecher des Landesamtes, am Freitag sagte. Mit diesem Basispaket sollen seinen Angaben nach rund 50.000 Schüler und 20.000 Lehrer ausgerüstet werden, für die am Montag der Schulalltag wieder beginnt. Am Freitag wurden sie beispielsweise für den Standort Bautzen des Landesamtes ausgegeben.

14:35 Uhr: Ab Montag Mundschutzpflicht im ÖPNV und beim Einkauf

In Sachsen muss in Geschäften, öffentlichen Einrichtungen sowie im Öffentlichen Personennahverkehr ab Montag eine Schutzmaske getragen werden. Das teilte Ministerpräsident Michael Kretschmer bei der Vorstellung der neuen Corona-Verordnung mit. Außerdem sind in den Kirchen wieder Gottesdienste möglich. Allerdings ist die Teilnehmerzahl auf 15 beschränkt.

Die Verordnung des Sächsischen Kabinetts zum Nachlesen

14:01 Uhr: Rammstein-Konzert in Leipzig muss verlegt werden

Das für den 30. Mai geplante Konzert der Rock-Band Rammstein kann nicht wie geplant in der Red Bull Arena in Leipzig stattfinden. Das hat die Band heute über Facebook bestätigt.

13:55 Uhr: 4.180 positive Tests in Sachsen

Die Zahl der Coronainfizierten ist von Donnerstag auf heute um weniger als 100 Menschen gestiegen. 70 neue positive Tests gibt es laut Sächsischem Sozialministerium. Die Gesamtzahl für Sachsen ist damit auf 4.180 gestiegen. Demgegenüber stehen geschätzte 2.600 Genesene.

Die Zahl der Todesfälle hat ein neues Maß erreicht. Durch sechs neue Sterbefälle ist die Zahl für Sachsen auf 100 gestiegen.

13:24 Uhr: DEHOGA-Protest auf Dresdner Neumarkt

Vertreter des Hotel- und Gaststättenverbands waren heute im Gespräch mit Ministerpräsident Michael Kretschmer, Wirtschaftsminister Martin Dulig und Landwirtschaftsminister Wolfram Günter um über Rettungsmaßnahmen für die Hotel und Gastronomiebranche zu reden. Die wichtigsten Forderungen sind die Reduzierung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent in der Gastronomie, sowie eine Rettungsfond für die Branche, erklärte DEHOGA Geschäftsführer Axel Klein. Sachsen will sich an der Sieben-Prozent-Initiative auf Bundesebene beteiligen, so Klein. Gastronomen aus ganz Sachsen hatten heute vor der Frauenkirche in Dresden mit leeren Tischen und Stühlen auf ihre Situation aufmerksam gemacht.

12:35 Uhr: Erster Erntehelfer-Flieger in Leipzig gelandet

Am Flughafen Leipzig-Halle sind die ersten Erntehelfer aus Rumänien angekommen. Die 135 Passagiere hätten am Donnerstag zunächst einen obligatorischen Gesundheitscheck mit Temperaturmessung absolviert, teilte der Flughafen am Freitag mit. Anschließend seien sie mit Bussen zu ihren Saison-Arbeitsplätzen in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen weitergefahren.

8:27 Uhr: Clubs in Sachsen sammeln Spenden gegen die Corona-Pleite

Clubs in Leipzig und Dresden haben in der Corona-Krise Zehntausende Euro Spenden zum Erhalt der Spielstätten gesammelt. 54 000 Euro Spenden seien mit Crowdfunding und direkten Spenden für Clubs in Dresden vom 15. März bis Mitte April gesammelt worden, sagte Felix Buchta vom Klubnetz Dresden. Die Gelder seien zwar ein «solidarisches Signal», jedoch nicht ausreichend, um den 13 Spielstätten, die sich zum Klubnetz Dresden zusammengeschlossen haben, das Überleben zu sichern.

1:15 Uhr: Sachsen will Corona-Schutz-Verordnung beschließen

Die sächsische Regierung will am Freitag (10.30 Uhr) ihre neue Corona-Schutz-Verordnung beschließen. Bund und Länder hatten sich am vergangenen Mittwoch über eine Lockerung der bisherigen Vorgaben in einzelnen Bereichen verständigt. Konkret müssen das aber die Länder umsetzen. Eine völlige Aufhebung aller Beschränkungen und Schließungen wurde als verfrüht verworfen, um das Infektionsrisiko nicht wieder zu erhöhen.

0:05 Uhr: Betrug bei Corona-Zuschüssen in Sachsen

Auch in Sachsen sind betrügerische Webseiten zur Beantragung von Corona-Soforthilfen für Unternehmen aufgetaucht. «Die Auszahlung der Soforthilfe-Zuschüsse des Bundes wird bis zur Klärung des Sachverhaltes gestoppt», teilte die Sächsische Aufbaubank (SAB) am Donnerstagabend mit. «Die Darlehen des Freistaates Sachsen sind davon nicht betroffen.» Die Bank habe «alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen, um Fehlleitungen öffentlicher Mittel zu vermeiden». Weitere Infos gibt es HIER


16. April 2020

19:28 Uhr: Ministerpräsident Kretschmer rät zu Masken

Die Menschen in Sachsen sollen sich nach Vorstellung des Regierungschefs mit einfachen Schutzmasken ausrüsten. «Wir brauchen Mundschutz, wir brauchen Nasenschutz. Da reicht im Zweifel auch ein Tuch, da reicht im Zweifel auch ein Schal», sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer in einem Livestream mit Bürgern. «Meine Erwartung ist, dass sich alle mit Masken eindecken. Für die Nutzung des ÖPNV wird es in Zukunft nötig sein, so eine Maske zu tragen.»

Die sächsische Regierung will am Freitag ihre neue Corona-Schutz-Verordnung beschließen. Bund und Länder hatten sich am Mittwoch über eine Lockerung der bisherigen Vorgaben verständigt. Konkret umsetzen müssen das aber die Länder.

18:29 Uhr: Ab Montag Schulpflicht für Abschlussklassen

Schüler der Abschlussklassen müssen in Sachsen ab nächster Woche wieder in die Schule gehen. An den Gymnasien soll die Prüfungsvorbereitung am Montag losgehen, an den Oberschulen, Berufsschulen und Förderschulen am Mittwoch. Für die Abschlussklassen gelte dann auch wieder die Pflicht zum Schulbesuch, betonte Kultusminister Christian Piwarz. «Wenn wir die Schulen wieder öffnen, besteht auch die Pflicht, diese wieder zu besuchen.» Die Schulen würden vom Land bis Anfang nächster Woche mit einer «Erstausstattung» an Masken und Desinfektionen ausgerüstet, sagte Piwarz.

Für die übrigen Schüler gebe es noch «keinen ganz klaren Fahrplan». Es sei angedacht, als nächstes die Vorabschlussklassen - also die elften Klassen des Gymnasiums, die achten und neunten Klassen der Oberschulen sowie die vierten Klassen der Grundschulen - wieder zuzulassen. Der Termin dafür stehe noch nicht fest. Vermutlich werde es der 4. Mai werden.

17:25 Uhr: Erntehelfer landen am Airport Leipzig-Halle

Heute Abend gegen 19.35 Uhr landet der erste Flieger mit Erntehelfern für Sachsen. Die Eurowings-Maschine aus Siebenbürgen in Rumänien landet am Airport Leipzig-Halle. Die Saisonarbeitskräfte werden laut Manfred Uhlmann vom Landesbauernverband vor allem im Garten-, Obst- und Weinbau gebraucht. Etwa 4.000 Kräfte sollen im April und Mai nach Sachsen eingeflogen werden. Die Helfer wurden vor dem Abflug bereits untersucht. Dennoch werden sie hier erst einmal zwei Wochen unter Quarantäne auf den Höfen arbeiten.

Mehr Infos in unserem Artikel.

16:59 Uhr: Leipziger Zoo-Chef enttäuscht über andauernde Schließung

Der Direktor des Zoos Leipzig, Jörg Junhold, bedauert, dass die Zoos bei den ersten Corona-Lockerungen nicht berücksichtigt worden sind. «Wir sind natürlich alle etwas traurig und auch ein bisschen enttäuscht. Wir hätten unter Auflagen vielleicht auch öffnen können», sagte Junhold, der auch Präsident des Verbands der Zoologischen Gärten ist, am Donnerstag. Der Zoo Leipzig werde jetzt gucken müssen, wo er Kosten einsparen könne. Die finanzielle Situation sei «sehr angespannt», sagte Junhold. Er hatte bereits vorgerechnet, dass die Schließung seit März ein Loch von rund vier Millionen Euro reiße. Die Einnahmen seien komplett weggebrochen, während die Kosten weiterliefen. Er hoffe weiter auf Unterstützung der Politik durch einen Rettungsschirm für die Zoos.

16:12 Uhr: Corona-Todesfall im Vogtlandkreis

Das Corona-Virus hat im Vogtlandkreis seinen dritten Todesfall gefordert. Bei der verstorbenen Person handelt es sich um einen 85-jährigen Mann, der mit seinen Vorerkrankungen zur Risikogruppe gehörte. Er verstarb in einem Krankenhaus im Vogtlandkreis.

15:46 Uhr: Soforthilfe-Darlehen in Sachsen für Unternehmen bis 100 Mitarbeiter

Von der Corona-Krise betroffene Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern können ab Freitag bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) Soforthilfe-Darlehen bis zu 100.000 Euro beantragen. Antragsberechtigt seien Unternehmen, die mehr als eine Million Euro Jahresumsatz erzielen, teilte die SAB am Donnerstag in Dresden mit. Die Darlehen in Höhe von mindestens 5.000 und maximal 100.000 Euro sind zinsfrei und müssen in den ersten drei Jahren nicht getilgt werden. Danach haben die Darlehensnehmer sieben Jahre Zeit, um das Geld zurückzuzahlen.

14:51 Uhr: 4.110 positive Tests in Sachsen

In Sachsen haben sich seit Anfang März 4.110 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der positiv Getesteten stieg binnen eines Tages um 82, wie Gesundheitsministerin Petra Köpping am Donnerstag in Dresden sagte.

Weitere sieben Patienten starben, so dass sich die Zahl der Toten auf 94 erhöhte. Schätzungsweise 2.400 der positiv getesteten Menschen sind laut Köpping wieder gesund. «Wir sind auf einem guten Weg, aber es gibt keine Entwarnung», sagte sie. Die Zahl der positiv Getesteten sei gemessen an der Bevölkerung relativ gering, aber es gebe eine Dunkelziffer. «Wir wissen nicht, wie viele Menschen sich mit dem Virus infizieren und wie viele Überträger sein können.»

13:28 Uhr: Arbeiten an neuer Corona-Verordung

Bis morgen wird im Freistaat weiter an der neuen Corona-Verordnung gearbeitet, dann soll sie verabschiedet werden. Schon jetzt gibt es Änderungen an gewissen Details. In Sachsen bleiben Museen, Zoos oder botanische Gärten auch weiterhin geschlossen. Zwar gibt es ab Montag einige Lockerungen, wie den Wegfall der Ausgangsbeschränkung, allerdings kann das normale Leben noch nicht wieder ganz hochgefahren werden. Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern dürfen öffnen, ebenso Baumärkte, Autohäuser oder Buchhandlungen. Gültig bleibt das Verbot von Ansammlungen oder Veranstaltungen. Auch die Schließung von Hotels und Gastronomie gilt weiter.

Auch zum Nachlesen auf der Seite des Freistaates

13:03 Uhr: Präsident des Deutschen Städtetags begrüßt Lockerungen

Der Präsident des Deutschen Städtetags, Leipzigs Oberbürgermeister Burkrad Jung, begrüßt die behutsamen Lockerungen der Beschränkungen. Er hat der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" gesagt, dass die Menschen damit nicht überfordert würden; es gebe aber Signale der Lockerung. Das einheitliche Vorgehen von Bund und Ländern sei gut, meint Jung. Ein Flickenteppich voller unterschiedlicher Regeln hätte dagegen nur Verwirrung gestiftet.

12:43 Uhr: Motorrad-Grand-Prix auf dem Sachsenring droht Verschiebung

Dem Motorrad-Grand-Prix auf dem Sachsenring droht eine Verschiebung auf einen späteren Zeitpunkt. Ursprünglich sollten die WM-Läufe auf dem sächsischen Traditionskurs bei Hohenstein-Ernstthal am Wochenende vom 19. bis 21. Juni stattfinden. Dieser Termin wird allerdings nicht mehr zu halten sein. Hintergrund ist die Entscheidung der Bundesregierung und der Ministerpräsidenten der Länder, dass Großveranstaltungen in Deutschland bis zum 31. August grundsätzlich untersagt bleiben. Zu den Läufen der Motorrad-Weltmeisterschaft waren im vergangenen Jahr mehr als 200.000 Zuschauer an den Sachsenring gekommen. Der ADAC als Veranstalter, die Dorna als WM-Rechtevermarkter und der Motorrad-Weltverband FIM haben sich bislang noch nicht zu einer Entscheidung für den Großen Preis von Deutschland geäußert.

12:45 Uhr: Zahl der Coronatoten ist im Kreis Zwickau auf 20 gestiegen

Im Kreis Zwickau sind drei weitere Menschen an den Folgen ihrer Corona-Erkrankung gestorben. Das hat das Gesundheitsamt am Mittag mitgeteilt. Damit erhöht sich die Opferzahl auf 20. Mit dem Virus angesteckt haben sich bisher nachweislich 670 Personen, neun mehr als gestern. Einen heftigen Anstieg gibt bei der Zahl derer, die im Krankenhaus behandelt werden müssen. 55 sind es derzeit, 15 mehr als am Vortag. Angaben über bereits Genesene macht das Gesundheitsamt nicht.

11:51 Uhr: Handelsverband Sachsen fordert eindeutige Regeln

Der Handelsverband Sachsen hat in der Corona-Krise eindeutige Regeln und Aussagen für Unternehmen gefordert. Damit Geschäfte am kommenden Montag rechtssicher öffnen können, müssen Unsicherheiten aus dem Weg geräumt werden. Insgesamt begrüßte der Handelsverband, dass erste Geschäfte im «Non-Food-Handel», die nicht zur Grundversorgung wie Supermärkte gehören, wieder öffnen dürfen.

Für Geschäfte, die weiterhin geschlossen bleiben müssen, fordert der Handelsverband «kurzfristig faire und diskriminierungsfreie Lösungen». «Auch diese Unternehmen, die sich durch die Schließung in ihrer Existenz bedroht sehen, brauchen eine Perspektive», so Hauptgeschäftsführer René Glaser. Nach seiner Einschätzung können Abstands- und Hygieneregeln sowohl in kleinen als auch in großen Geschäften eingehalten werden.

11:02 Uhr: Veranstalter Semmel Concerts bittet Kunden um Geduld

Durch das Verbot von Großveranstaltungen bis 31. August geraten viele Veranstalter in eine schwieirige Lage. So auch der Veranstalter Semmel Concerts. Die Konzerte von Roland Kaiser (19. und 20.06.2020) auf der Festwiese in Leipzig sowie die Kaisermania bei den Filmnächten am Dresdner Elbufer (31.07., 01.08., 07.08. und 08.08.) und den Toten Hosen (15./16.07.2020) bei den Filmnächten am Dresdner Elbufer müssen verschoben werden. Der Veranstalter arbeitet mit Hochdruck an Ersatzterminen und bittet seine Kunden deshalb um Geduld. Die Tickets behalten ihre Gültigkeit.

11:00 Uhr: Porsche-Werk in Leipzig ruht weiterhin

Der Sportwagenbauer Porsche wird seine Werke in der kommenden Woche noch nicht wieder anlaufen lassen. Die Produktion im Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen und in Leipzig bleibe eine weitere Woche ausgesetzt, sagte ein Sprecher der VW-Tochter am Donnerstag. Es gebe weiterhin Engpässe bei den globalen Lieferketten, die einen geordneten Wiederanlauf nicht zuließen.

10:25 Uhr: Erleichterung bei sächsischen Friseuren

Die rund 4000 Friseure in Sachsen sind erleichtert über die Ankündigung, ihre Betrieb bald wieder öffnen zu können. «Dass wir wieder aufmachen, ist existenziell», sagte die Geschäftsführerin der Friseurinnung Dresden, Beatrice Kade. Bund und Länder hatten sich am Mittwoch über das weitere Vorgehen zur Eindämmung des Coronavirus verständigt. Dabei hieß es, dass Friseure trotz der körperlichen Nähe, unter bestimmten Auflagen sowie «unter Nutzung von persönlicher Schutzausrüstung den Betrieb am 4. Mai wieder aufzunehmen» könnten.

8:10 Uhr: Dulig verteidigt Darlehensprogramme

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) will am Darlehensprogramm für Unternehmen festhalten. «Ich verstehe natürlich den Unternehmer, der lieber einen Zuschuss hätte anstatt eines guten Darlehens», sagte Dulig in einem Interview mit der «Freien Presse» (Donnerstag). Aber die Zuschussprogramme anderer Bundesländer setzten nur auf einen kurzfristigen Effekt. Dulig sprach sich damit gegen die von Kammern und Verbänden geforderten direkten Zuschüsse an Unternehmer mit mehr als zehn Mitarbeitern aus. Man müsse davon ausgehen, dass die Krise die Wirtschaft «eher die nächsten vier Monate betrifft», sagte Dulig. «Deshalb sind wir mit unserem zinslosen Darlehensprogramm viel nachhaltiger.»

7:55 Uhr: Gaststättenverband befürchtet Wegfall von Jobs

Die Corona-Krise droht auch Sachsens Gastgewerbe auszuzehren. «Die Branche trifft es besonders hart», sagte Axel Klein, Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in einer ersten Reaktion auf die von Bund und Ländern angekündigten Lockerungen der bisherigen Corona-Regeln. Das Gastgewerbe bleibt außen vor. Bars, Clubs und Restaurants dürfen für ungewisse Zeit nicht öffnen. Hotels sollten auch weiter «nur für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung» stehen.

6:55 Uhr: Verbraucherzentrale ist gefragt

In der Corona-Krise wenden sich viele Menschen an die Verbraucherzentrale Sachsen. Mehr als 4200 Anfragen erreichten die Verbraucherzentrale in den vergangenen Wochen seit der Schließung der Beratungsstellen am 23. März, sagte Vorstand Andreas Eichhorst auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die 13 Beratungsstellen im Freistaat wurden coronabedingt geschlossen, über ein sachsenweites Termintelefon können sich Verbraucher aber weiterhin über ihre Rechte informieren.

0:10 Uhr: Highfield Festival abgesagt

Konzert-Veranstalter FKP Scorpio hat eine Reihe seiner Festivals abgesagt. Dazu gehört auch das für den 14. bis 16. August geplante Highfield Festival am Störmthaler See Großpösna bei Leipzig. Grund für die Absage ist die Corona-Krise. Großveranstaltungen bis zum 31. August sind untersagt. Ob die Festival-Besucher das Geld für ihre Tickets zurückbekommen, ist noch offen.

«Unsere Gäste können sich sicher sein, dass wir sie schnellstmöglich und umfassend über weitere Schritte informieren werden», hieß es. «Für viele Musikfans sind unsere Festivals lang herbeigesehnte Höhepunkte des Jahres, die in dieser noch nie da gewesenen Ausnahmesituation dennoch ganz klein scheinen», erklärte der FKP-Scorpio-Geschäftsführer Stephan Thanscheidt. 


15. April 2020

21:17 Uhr: Die wichtigsten Corona-Lockerungen in Sachsen

Das sächsische Kabinett hat am Abend unter anderem folgendes beschlossen:

  • Die Ausgangsbeschränkung im Freistaat im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wird zum Montag aufgehoben. Stattdessen gelte künftig eine Kontaktbeschränkung,
  • Für die Schüler aller Abschlussklassen an Gymnasien, Berufsbildenden Schulen, Oberschulen und Förderschulen werden die Schulen nach den Osterferien wieder öffnen.
  • Geschäfte bis zu einer Größe von 800 Quadratmetern dürfen ab Montag öffnen. Bau- und Gartenmärkte dürfen ab Montag ebenfalls wieder öffnen.
  • Friseure sollen unter strengen hygienischen Auflagen ab dem 4. Mai wieder öffnen.

20:55 Uhr: Sächsische Schulen werden für alle Abschlussklassen geöffnet

Für die Schüler aller Abschlussklassen an den Gymnasien, Berufsbildenden Schulen, Oberschulen und Förderschulen werden die Schulen nach den Osterferien wieder öffnen. Das hat heute die Staatsregierung beschlossen.Im Vordergrund stehen die Vorbereitungen auf die Abschlussprüfungen. Die Schulen werden ab dem 20. April vorerst ausschließlich für das Personal geöffnet, welches zur Vorbereitung der Schüler auf ihre Prüfungen notwendig ist. Erst ab dem 22. April beginnt die eigentliche Prüfungsvorbereitung für die Schülerinnen und Schüler.

18:26 Uhr: Bundesweitere „leichte“ Lockerungen in der Corona-Krise

Angela Merkel bezeichnet die aktuelle Lage in Deutschland in der offiziellen Pressekonferenz als „Zerbrechlicher Zwischenerfolg“.

  • Ab Montag, 20. April können Geschäfte bis 800m² unter bestimmten Sicherheits- und Hygienebestimmungen wieder öffnen dürfen
  • Das Kontaktverbot bleibt vorerst bis einschließlich 3. Mai bestehen
  • Schrittweise soll ab dem 4. Mai der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden. Allerdings bleiben Kitas und Grundschulen weiterhin geschlossen
  • Großveranstaltungen wie Konzerte, Messen oder Festivals bleiben vorerst bis zum 31. August dieses Jahres verboten
  • Auch Gaststätten, Restaurants und Hotels müssen weiter geschlossen bleiben

Am 30. April wollen sich die Länderchefs erneut mit der Bundeskanzlerin zusammensetzen. Dann soll darüber entschieden werden, wie es ab Anfang Mai weiter geht

17:40 Uhr: Nur wenige Corona-Lockerungen geplant

Die Ministerpräsidenten der Bundesländer und Bundeskanzlerin Angela Merkel sprechen seit dem Nachmittag über mögliche Lockerungen in der Corona-Krise. Laut dpa-Informationen ist mittlerweile folgendes bekannt:

  • Das Kontaktverbot bleibt vorerst bis zum 3.Mai bestehen
  • Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern sollen unter Auflagen ab Montag wieder öffnen dürfen
  • Das Tragen von Schutzmasken wird aber für bestimmte Bereiche "dringend" empfohlen
  • Großveranstaltungen sind bis 31. August grundsätzlich untersagt
  • Schulen sollen schrittweise ab 4. Mai wieder öffnen - Schüler sächsischen Abschlussklassen dürfen bereits am kommenden Montag wieder zum Unterricht

16:10 Uhr: Anstieg der Neuinfektionen in Sachsen wie gestern

In Sachsen haben sich seit Anfang März 4028 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der positiv Getesteten stieg binnen eines Tages um 113, wie das Gesundheitsministerium in Dresden am Mittwoch mitteilte. Weitere 13 Corona-Patienten starben, so dass sich die Zahl der Toten auf 87 erhöhte. Allein zehn wurden dabei aus dem Erzgebirgskreis gemeldet.

Schätzungsweise 2200 der positiv getesteten Menschen seien wieder gesund, hieß es. Landesweit die meisten Infektionen wurden weiterhin im Landkreis Zwickau (656) registriert; weitere Hotspots sind die Landeshauptstadt Dresden (497) und die Stadt Leipzig (492).

09:09 Uhr Kretschmer im ARD Morgenmagazin - "Gesundheit der Menschen alleroberste Priorität"

Sachsen wird heute über mögliche Lockerungen in der Corona- Krise entscheiden. Zuvor werden die Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel das weitere Vorgehen abstimmen. Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte im ARD Morgenmagazin, das bei allen Entscheidungen der gesundheitliche Aspekt an erster Stelle stehen werde. Bei dem Gespräch wird es aber auch um die Öffnung der Schulen bzw. der bevorstehenden Prüfungen gehen. Am Abend tagt zudem das Sächsische Kabinett in Dresden.

6:20 Uhr: Sachsen will Kultureinrichtungen möglichst schnell wieder öffnen

 Sachsen möchte seine in der Corona-Krise geschlossenen Musentempel möglichst bald wieder zugänglich machen. «Ich rechne damit, dass wir zunächst stufenweise unsere Einrichtungen wieder öffnen werden», sagte Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU). Dabei spiele auch der Infektionsschutz eine Rolle. Das Land werde die Kultureinrichtungen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen: «Und auch die Menschen werden wieder kommen, denn die Sehnsucht nach Kultur ist stark.»

0:05 Uhr: Sachsen will über mögliche Corona-Lockerung entscheiden

Sachsens Regierung will am Mittwoch über erste Lockerungen der Corona-Regeln entscheiden. Dem soll eine Telefonkonferenz (14.00 Uhr) von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder vorausgehen. Im Anschluss tritt das Kabinett in Dresden zusammen. Noch am Abend soll die Öffentlichkeit informiert werden. Allgemein wird mit einem behutsamen Aufheben einzelner Maßnahmen gerechnet, beispielsweise mit dem Wiederöffnen von Baumärkten.


14. April 2020

18:05 Uhr: Kretschmer will weniger Einschränkungen in der kommenden Woche

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat für eine Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen bereits vom 20. April an plädiert. «Wir wollen eine Lockerung in den Bereichen, die gesellschaftlich und wirtschaftlich am wichtigsten sind», sagte er vor der Abstimmung zwischen Bund und Ländern am Mittwoch der Funke Mediengruppe (Dienstag). Er verwies darauf, dass Deutschland durch schnelles Handeln, das den Bürgern viel abverlangt habe, bisher eine große Tragödie erspart geblieben sei. «Nur weil wir alle diszipliniert waren, haben wir viele Menschenleben retten können.» Die Krankenhäuser hätten ihre Kapazitäten aufgestockt und es könne mehr getestet werden. «Jetzt können wir über weitere Schritte entscheiden.» Der Schutz der Gesundheit habe weiter höchste Priorität bei der Umsetzung der Maßnahmen. «Wir werden nicht ohne, aber mit weniger Einschränkungen nach dem 20. April leben können.»

16:15 Uhr: Leipzig hebt Begleit-Verbot im Kreißsaal auf

Das Väter-Verbot in Leipziger Geburtskliniken ist wieder aufgehoben worden. Wie es in einer Mitteilung hieß, dürfen am St. Georg-Klinikum, am St. Elisabeth-Krankenhaus und an der Uniklinik Frauen im Kreißsaal von einer weiteren Person begleitet werden. Damit wurde das Verbot, das seit zwei Wochen gilt, wieder zurückgenommen. Der Grund dafür sei die aktuelle Neubewertung der Covid-19-Lage und die bisherigen negativen Corona-Tests bei stationär aufgenommen Patienten an der Uniklinik. Die Gefahr einer Ansteckung von Patientinnen und Mitarbeiter werde aktuell als niedrig genug eingeschätzt, um wieder eine Begleitperson zuzulassen.

15:01 Uhr: Hochschulrektoren in Sachsen lehnen einheitliche Corona-Regelungen ab

Die Rektoren der sächsischen Hochschulen lehnen einheitliche Regelungen an ihren Einrichtungen zur Bewältigung der Folgen der Corona-Krise ab. «Sie würden den Hochschulen die Flexibilität nehmen, auf die unterschiedlichen Herausforderungen jeweils angemessen zu reagieren», erklärte der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz, Klaus-Dieter Barbknecht, am Dienstag laut einer Mitteilung des Wissenschaftsministeriums. Sollten zum Beispiel Studierende wegen der Corona-Beschränkungen bestimmte Leistungen nicht erbringen können, so sollten diese gegebenenfalls in einer verlängerten Regelstudienzeit nachgeholt werden können. Das würden die Hochschulen auf Basis des Hochschulfreiheitsgesetzes und im Einklang mit der Hochschulautonomie gewährleisten.

14:55 Uhr: Vier Szenarien für Corona-Lockerungen

Sachsen will mit vier möglichen Ausstiegsszenarien die Corona-Vorgaben lockern. In dem Diskussions-Papier wurden alle wichtigen Kernbereiche aufgenommen, wie Bildung oder Wirtschaft. Näheres soll aber erst nach dem morgigen Telefongespräch der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie der Tagung des Sächsischen Kabinetts bekannt gegeben werden. Im Freistaat sind aktuell rund 3915 Menschen mit dem CoronaVirus infiziert, 74 sind bislang daran verstorben. Nach Schätzungen sind mehr als 2030 wieder genesen.

14:50 Uhr: Infektion in Sachsen wieder stärker im Anstieg

Nach den Osterfeiertagen ist die Zahl der Corona-Erkrankten in Sachsen wieder etwas stärker gestiegen. Am Mittag hat das Sozialministerium die neuen Daten veröffentlicht. Aktuell seien demnach 3.915 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das macht einen Anstieg von 113 Infizierten im Vergleich zum gestrigen Tag. Außerdem sind weitere fünf Menschen an den Folgen von Covid-19 verstorben. Die Zahl der Toten stieg von 69 auf 74. Etwa 2030 Menschen sollen laut den Angaben wieder genesen sein.

14:23 Uhr: Zustand von italienischem Patienten in Leipzig weiter verschlechtert

Der Zustand eines italienischen Covid-19-Patienten in Leipzig hat sich über Ostern weiter verschlechtert. Der Mann war im Herzzentrum Leipzig schon vor anderthalb Wochen an eine sogenannte künstliche Lunge angeschlossen worden, was für die Ärzte die letzte Behandlungsmöglichkeit ist. Wegen des sehr schlechten Verlauf seit Freitag sei seine Lebenserwartung nun noch mal rapide gesunken, sagte Kliniksprecher Stefan Möslein am Dienstag. Es handele sich um einen relativ jungen Patienten unter 40 Jahren, der keinerlei Vorerkrankungen gehabt habe.

13:45 Uhr: Virtueller Aufgalopp im Scheibenholz

Der Aufgalopp im Scheibenholz am 1. Mai soll als virtuelle Spendenaktion stattfinden. Ab sofort seien symbolische Tickets zu kaufen, um die älteste Sportstätte Sachsens zu retten, hieß es vom Veranstalter. So soll der wirtschaftliche Schaden aufgrund der Corona-Krise gemindert werden. Im vergangenen Jahr waren zum Renntag am 1. Mai rund 20 000 Besucher gekommen.

13:03 Uhr: Studentenvertreter fordern einheitliche Soforthilfe für Studierende

Die Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) fordert angesichts der Corona-Krise schnelle und bundeseinheitliche Soforthilfen für in Not geratene Studierende. Zahlreiche Betroffene hätten seit Ausbruch der Sars-CoV-2-Pandemie ihren Nebenjob verloren, so die KSS laut einer Mitteilung vom Dienstag. «Es ist eine moralische Pflicht, Studierende nicht schlechter zu stellen als andere gesellschaftliche Gruppen», erklärte KSS-Sprecher Lars Eichinger. Dies bedeute, dass es für die Betroffenen Zuschüsse statt zinsloser Darlehen geben müsse.

Die bislang vorgesehenen Änderungen bei der Bundesausbildungsförderung (Bafög) reichten bei weitem nicht aus, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der KSS und Studierenden aus Bayern, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Nur 12 Prozent der Studierenden würden überhaupt Leistungen nach dem Bafög beziehen und von diesen seien nur wenige von den Änderungen zum Zuverdienst betroffen. «Die große Masse der Studierenden steht vor der Frage, wie sie Miete, Internet und Nahrung jetzt zahlen soll», so die Vertreter der Studenten.

Die KSS vertritt eigenen Angaben zufolge als gesetzlich legitimierte Landesstudierendenvertretung alle rund 106 000 Studierenden an Sachsens staatlichen Hochschulen. (dpa)

12:37 Uhr: Bundesverwaltungsgericht nimmt Sitzungsbetrieb wieder auf

Nach vier Wochen Unterbrechung nimmt das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig seine Arbeit am kommenden Montag wieder auf. Nachdem bei mehreren Mitarbeitern eine Corona-Infektion nachgewiesen werden konnte, ist das oberste deutsche Verwaltungsgericht in den Notmodus gegangen. Laut einer Gerichtssprecherin sind mittlerweile alle wieder gesund. Weiterhin gelten aber im Gericht strenge Sicherheitsmaßnahmen zum Infektionsschutz. So wurde jede zweite Stuhlreihe für Zuschauer entfernt, zudem darf nur jeder dritte Platz besetzt werden. Alle Prozessbeteiligten können zudem ihre Kontaktdaten hinterlassen und werden kontaktiert, falls eine Infektion bekannt wird.

10:55 Uhr: Gesundheitsministerium warnt vor vermeintlichen Wundermitteln

Das Gesundheitsministerium in Sachsen warnt vor vermeintlichen Wundermitteln, die gegen das Coronavirus helfen sollen. Häufig verbergen sich dahinter völlig unwirksame oder im schlimmsten Falle gefährliche Mittel. In diesem Zusammenhang wird beispielsweise aktuell ein vermeintliches Malariaheilmittel auf der Basis von Natriumchlorit, auch unter dem Kürzel MMS (Miracle Mineral Supplement) bekannt, angepriesen. Tatsächlich gibt es keinen einzigen Nachweis für irgendeine positive Wirkung. Bei Aktivierung des Natriumchlorits entsteht bei der Einnahme das als ätzend und sehr giftig eingestufte Chlordioxid, so heißt es vom Gesundheitsministerium. 

10:15 Uhr: Corona-Krise bringt Digitalisierungsschub an Hochschulen

Die Corona-Pandemie hat an Hochschulen in Sachsen eine Digitalisierungswelle ausgelöst. Weil die Studierenden noch bis mindestens 4. Mai zuhause bleiben sollen, haben die Universitäten und Fachhochschulen ihre Lehrangebote auf E-Learning umgestellt. Das Thema Digitalisierung gebe es schon länger, doch jetzt sei es «mit Macht und Eile» umgesetzt worden, sagte der Prorektor für Bildung an der Universität Leipzig, Thomas Hofsäss.

Seiner Einschätzungen nach setzen praktisch alle Fakultäten in Leipzg auf E-Learning mit Podcasts, Videokonferenzen oder Chats. Hofsäss schätzt die Mehrkosten, die sich für die Universität Leipzig daraus ergeben, auf eine halbe Million Euro.

10:05 Uhr: Niners Chemnitz vorerst abgesichert

Trotz des vorzeitigen Saisonendes und der Coronavirus-Krise muss sich der designierte Basketball-Bundesligist Niners Chemnitz vorerst keine Sorgen um die Existenz machen. Durch den Verkauf von symbolischen Playoff-Tickets, Kurzarbeit für Spieler und Trainer sowie ausbleibende Rückforderungen von Sponsoren ist der Zweitligist finanziell stabil. «Wir haben in den letzten drei Wochen hart gearbeitet, so dass das aktuelle Geschäftsjahr abgesichert ist», sagte Geschäftsführer Steffen Herhold der «Freien Presse» (Dienstag).

08:22: Uhr: Zusätzliche Bestimmungen für Berufspendler nach Tschechien

In Tschechien sind heute zusätzliche Bestimmungen für Berufspendler in Kraft getreten. Wer u.a. im Gesundheits- und Rettungswesen arbeitet, kann weiter täglich nach Deutschland pendeln, benötigt aber ab sofort Nachweise für die Einhaltung von Gesundheitsstandards.


13. April 2020

19:15 Uhr: Tschechien fordert von Grenzgängern Hygiene-Nachweis

In Tschechien treten am Dienstag zusätzliche Bestimmungen für Berufspendler in Kraft, die in Deutschland arbeiten. Wer im Gesundheits- und Rettungswesen, in sozialen Einrichtungen oder im Bereich der kritischen Infrastruktur arbeitet, kann weiter täglich pendeln. Neu ist, dass die Regierung in Prag wegen der Coronavirus-Pandemie für diese Gruppe die Einhaltung strenger Hygienevorschriften einfordert. Dazu zählen das Tragen eines Mundschutzes am deutschen Arbeitsplatz sowie die Minimierung von sozialen Kontakten.

Dazu müssen eine Pendlerbescheinigung des deutschen Arbeitgebers sowie eine Verbalnote der deutschen Botschaft in Prag als Nachweis zu den Gesundheitsstandards vorgelegt werden. Die neue Regelung sei eine Herausforderung für alle Beteiligten, schrieb der Botschafter der Bundesrepublik, Christoph Israng, am Montag bei Twitter. Das Team der Botschaft sei auch über das Osterwochenende im Einsatz gewesen, um die geforderten Bestätigungen zu erstellen. 

18:01 Uhr: Nur leichter Anstieg bei Corona-Infektionen in Sachsen

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Sachsen ist zu Ostern auf 3802 gestiegen. Bis zum Mittag (Stand: 13.30 Uhr) des Ostermontages nahm die gemeldete Zahl binnen 24 Stunden um 38 zu, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Inzwischen sind 69 Menschen, die an Covid-19 erkrankt waren, gestorben. Am Vortag waren es 68 registrierte Todesopfer. Etwas mehr als 13 Prozent aller Erkrankten befinden sich im Krankenhaus, hieß es. Etwa 1880 der positiv getesteten Menschen seien inzwischen wieder gesund. «Hotspots» bei den Infektionen sind der Landkreis Zwickau mit 616 Fällen, gefolgt von den Städten Dresden (491) und Leipzig (483). Die meisten Todesopfer gab es bisher im Zwickauer Raum (18) und im Erzgebirgskreis (17).

14:35 Uhr: Raffael-Engel fliegen als Osterbotschafter virtuell durch Sachsen

Sachsen lässt in der Corona-Krise die beiden Engel von Raffaels Sixtinischer Madonna als Hoffnungsträger virtuell durch den Freistaat fliegen. Ein entsprechender Videoclip ist als Teil der Imagekampagne «So geht sächsisch» seit Ostersonntag zu sehen, teilte die Staatskanzlei am Montag mit. Die Engel würden Botschaften und Werte in die Welt tragen, «die den Menschen in diesen Zeiten besonders wichtig sind: Liebe, Hoffnung, Mut, Glaube, Zuversicht, Zusammenhalt, Solidarität».

Die Engel, die nicht nur auf Raffaels berühmten Bild in der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden, sondern derzeit auch als Lichtinstallation des Österreichers Peter Baldinger auf dem Dach der Galerie zu sehen sind, machen in dem Clip einen Rundflug durch Sachsen und umkreisen dabei unter anderem das Leipziger Gewandhaus und das Chemnitzer Karl-Marx-Denkmal. Die Orte stünden symbolisch für den Freistaat Sachsen und sollen den Zusammenhalt gerade in diesen Zeiten symbolisieren, hieß es.

14:05 Uhr: Lok Leipzig verkauft weiter virtuelle Tickets

Fußball-Regionalligist 1. FC Lokomotive Leipzig hat mit seiner Spendenaktion über 120 000 Euro eingesammelt und damit frühzeitig seine Zielmarke geknackt. Der Club verkauft seit gut dreieinhalb Wochen zum Preis von einem Euro Tickets für ein imaginäres Spiel am 8. Mai, bis Montagnachmittag gingen mehr als 126 000 Tickets weg. Der Club hatte sich das Ziel gesetzt, auf mehr virtuelle Zuschauer zu kommen, als reell beim legendären Europapokal-Halbfinale gegen Bordeaux im Zentralstadion waren. 1987 sollen 120 000 Besucher das Spiel verfolgt haben. Offiziell waren nur 73 000 Zuschauer erlaubt gewesen.

7:34 Uhr: Sächsische Schausteller in Existenznot

Für die sächsischen Schausteller sollte die Saison zu Ostern eigentlich beginnen. Doch wegen der Corona-Krise sind Volksfeste derzeit verboten. «Es trifft uns schwer, wir haben seit dem 23. Dezember keine Einnahmen», sagte der Vorsitzende des Mittelsächsischen Schaustellerverbandes, Klaus Illgen, in Chemnitz. Mit den Weihnachtsmärkten habe die Saison für viele geendet. Alle hätten gewartet, dass es im Frühjahr wieder losgehe. «Doch das tut es in diesem Jahr nicht.» Vier große Veranstaltungen, darunter der für September in Aue-Bad Schlema geplante «Tag der Sachsen», seien bereits abgesagt worden.

7:05 Uhr: Keine Corona-Hilfe für Sexarbeiterinnen

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus treffen Prostituierte besonders hart. Während andere Branchen Kurzarbeitergeld, Soforthilfen oder zinslose Kredite beantragen können, fallen Menschen in der Prostitution durchs Raster, sagte Hannah Drechsel von Karo e.V. der Deutschen Presse-Agentur. Der Plauener Verein kämpft im Grenzgebiet zu Tschechien gegen Zwangsprostitution und sexuelle Ausbeutung.


12. April 2020

15:45 Uhr: Moderater Anstieg bei Corona-Zahlen

Die Zahl der Coronavirus-Nachweise in Sachsen ist um 56 auf insgesamt 3764 gestiegen. Die Zahl der Toten erhöhte sich um einen auf 68. Das geht aus der täglich aktualisierten Übersicht vom Ostersonntag hervor (Stand: 13.30 Uhr). Inzwischen sind nach Schätzungen der Landesuntersuchungsanstalt etwa 1770 Infizierte wieder genesen. «Hotspots» bei den Infektionen sind der Landkreis Zwickau mit 598 Fällen sowie Dresden mit 491 und Leipzig mit 476. Der neue Todesfall wurde aus dem Landkreis Meißen gemeldet, die meisten Opfer sind bisher im Landkreis Zwickau (18) und dem Erzgebirgskreis (17) registriert.

15:05 Uhr: Christen feiern Ostern in Sachsen trotz Corona

Tausende Gläubige haben am Ostersonntag in Sachsen das Fest der Auferstehung Christi gefeiert - aber anders als gewohnt. Wegen der Bestimmungen im Zuge der Corona-Pandemie beteten und sangen sie in Distanz statt Gemeinschaft. In vielen Kirchen hielten die Pfarrer den Ostergottesdienst vor leeren Bänken, die Gemeinden waren per Livestream, Lokal- oder Regionalfernsehen oder Rundfunk dabei.

In der sorbischen Lausitz fehlte diesmal der rege Trubel um die traditionellen und stets auch von Touristen bestaunten Osterreiter, die sonst in Prozessionen zwischen den Dörfern die Frohe Botschaft singend vom Pferderücken aus verkünden. Diesmal durchbrach nur das vertraute Geläut der katholischen Kirchen die Stille. Das «Haleluja, zwońće zwony» («Halleluja, läutet die Glocken») der Reiter ertönte diesmal jedoch aus Gärten und Höfen. «Im Ort haben die Leute, jeder in seinem Grundstück, gestanden und die Frohe Botschaft gesungen, auch nach dem Gottesdienst», berichtete der Crostwitzer Pfarrer Měrćin Lukaš Deleńk, für den die leere Kirche «furchtbar» war.

15:00 Uhr: Keine größeren Probleme mit Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen

Die Menschen in Sachsen halten sich auch Ostern an die Beschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie. «Bisher haben wir aus den Polizeidirektionen keine negativen Berichte», sagte am Mittag ein Sprecher des Lagezentrums des Innenministeriums in Dresden. Bei den noch einmal verstärkten Kontrollen würden zwar vereinzelt kleinere Probleme auftreten. Der Großteil der Bevölkerung aber halte sich an die Regelungen zum Kontaktverbot sowie Ausgangsbeschränkungen.

In Chemnitz löste die Polizei am Samstag Zusammenkünfte in Wohnungen, bei Grillpartys im Freien und auf der Straße auf. Die Beamten sprachen Platzverweise aus und erstatten Anzeige wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutz-Verordnung oder das Infektionsschutzgesetz.

11:32 Uhr: Ostergottesdienste in Sachsen

Landesbischof Tobias Bilz hat am Sonntag in der leeren Leipziger Nikolaikirche gefeiert - mit Gläubigen per Livestream verbunden. «Niemand von uns hat jemals ein solches Osterfest gefeiert», sagte Superintendent Martin Henker vor den verwaisten weißen Kirchenbänken. Mit Bilz zusammen zog zuvor das Osterlicht in das Gotteshaus ein, welches zu den Orten der Friedlichen Revolution im Herbst 1989 zählt. Ohne Gemeinde in der vertrauten Kirche zu feiern, «das ist ein großer Schmerz», sagte Henker. Die Botschaft der Auferstehung Jesu werde auch 2020 verkündet. «Sie gilt gerade zu diesem Fest», erklärte er vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie.

11:30 Uhr: Lok Leipzig knackt virtuellen Zuschauerrekord

Fußball-Regionalligist 1. FC Lokomotive Leipzig hat mit seiner Spendenaktion über 120 000 Euro eingesammelt und damit frühzeitig seine Zielmarke geknackt. Der Club verkauft seit gut dreieinhalb Wochen zum Preis von einem Euro Tickets für ein imaginäres Spiel am 8. Mai, bis Sonntagvormittag gingen mehr als 122 000 Tickets weg. Der Club hatte sich das Ziel gesetzt, auf mehr virtuelle Zuschauer zu kommen, als reell beim legendären Europapokal-Halbfinale gegen Bordeaux im Zentralstadion waren. 1987 sollen 120 000 Besucher das Spiel verfolgt haben. Offiziell waren nur 73 000 Zuschauer erlaubt gewesen.

8:15 Uhr: Sachsen will Schulen nach Coronakrise schnell wieder öffnen

Sachsen will bei der Normalisierung des Schulbetriebes nach der Coronakrise keine Zeit verlieren. Nach den Abschlussjahrgängen sollen auch alle anderen Schüler so schnell wie möglich wieder zurückkehren können. Besonderen Bedarf sieht Kultusminister Christian Piwarz bei Mädchen und Jungen in der Grundschule sowie in den Förderschulen. Am vergangenen Donnerstag hatte Piwarz angekündigt, dass die Abschlussprüfungen in Sachsen wie geplant am 22. April beginnen. Zur Vorbereitung sollen die Schulen für die betroffenen Klassen am 20. April wieder geöffnet werden.


11. April 2020

15:55 Uhr: Moderater Anstieg in Sachsen

Mit 107 Fällen binnen eines Tages ist die Zahl der Neuinfektionen in Sachsen etwas langsamer als zuletzt gestiegen. Am Samstag (12.30 Uhr) lag die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 3708, wie aus der täglich aktualisierten Übersicht der Sächsischen Staatsregierung hervorgeht. Die Zahl der Toten stieg um 3 auf 67. Schätzungen zufolge sind rund 1700 Infizierte im Freistaat inzwischen wieder genesen. 

15:25 Uhr: Gesundheitsministerin wehrt sich gegen Kritik an Quarantäne-Maßnahmen

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping hat sich gegen Kritik an geplanten Maßnahmen im Umgang mit Quarantäne-Verweigerern gewehrt. Es sei nach wie vor Sache der Polizei, die von den Gesundheitsämtern angeordneten Maßnahmen durchzusetzen, erklärte die Ministerin am Samstag. «Wir gehen auch weiterhin davon aus, dass solch gravierende Maßnahmen gar nicht nötig sein werden.» Zudem verwahre sie sich gegen Vorwürfe, «wir wollten Menschen, die sich den Quarantäneanordnungen widersetzen, in die Psychiatrie einweisen.» Daher würden die Landeskrankenhäuser nun nicht mehr zur Verfügung stehen, hieß es.

15:15 Uhr: Polizei registriert keine größeren Verstöße

Die Menschen in Sachsen haben sich trotz des schönen Frühlingswetters auch am Samstag bisher zumeist an die Vorgaben gehalten. "Wir haben keine größeren Verstöße festgestellt", sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei ist erneut verstärkt in Parks unterwegs. In Dresden habe es vom frühen Samstagmorgen bis zum Nachmittag nicht einmal zehn Fälle gegeben. Meist handele es sich um kleinere Gruppen, die von der Polizei angesprochen werden und sich dann rasch auflösten. In Chemnitz musste die Polizei drei unerlaubte Zusammenkünfte beenden, unter anderem hatten sich in einem Innenhof acht Personen zum Grillen versammelt.

14:39 Uhr: Bautzener Vize-Landrat infiziert

Die Ausbreitung des Coronavirus hat auch den Krisenstab des Landratsamtes in Bautzen getroffen. Ein Stabsmitglied sei positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden, teilte das Landratsamt am Samstag mit. Mehrere Beschäftigte des Landratsamtes wurden unter Quarantäne gestellt, darunter auch Vize-Landrat Udo Witschas. Sowohl der Krisenstab als auch das Landratsamt seien aber weiter arbeitsfähig, hieß es. Mittlerweile haben sich im Landkreis Bautzen 284 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, in 425 Fällen ist derzeit Quarantäne angeordnet.

13:33 Uhr: Unternehmen spendet 20.000 Masken

Mehr als 20.000 Gesichtsmasken, Handschuhe und medizinische Schutzkleidung hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer in Empfang genommen. Dabei handelte es sich um eine kostenlose Hilfslieferung eines Technologieunternehmens. «Das ist eine starke Botschaft der Solidarität und der Menschlichkeit in einer schwierigen Zeit», sagte der Regierungschef. Das international tätige Unternehmen RIB Software SE, das auch einen Sitz in Leipzig unterhält, hatte Sachsen Unterstützung bei der Beschaffung von Masken und Schutzkleidung zugesagt. Weitere Lieferungen sollen folgen.

8:45 Uhr: Sorgenfalten bei sächsischen Volkshochschulen

Die Vertreter der Volkshochschulen (VHS) in Sachsen sorgen sich um die Zukunft der Bildungseinrichtungen. Der Sächsische Volkshochschulverband geht davon aus, dass das Herbst- und Winterprogramm an den 16 VHS im Land weniger stark nachgefragt wird. Der Verband rechnet damit, dass Teilnehmende etwa wegen veränderter privater oder beruflicher Situationen, finanziellen Sorgen oder aus Vorsicht zurückhaltender mit der Buchung von Kursen sind.

8:35 Uhr: Hohe Verluste für sächsische Zoos

Die Zoologischen Gärten und Tierparks rechnen wegen der im Zuge der aktuellen Corona-Krise verfügten Schließungen mit erheblichen Einnahmeverlusten. Viele von ihnen hoffen auf Spenden, ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. Der Direktor des Leipziger Zoos, Jörg Junhold, bezifferte seine Verluste aus entgangenen Einnahmen für die Zeit zwischen dem 16. März und 19. April mit rund vier Millionen Euro. «Die Wochen um Ostern gehören zu der Zeit mit dem meisten Besuch», sagte er. Laut Junhold, der zugleich Präsident des Verbandes Zoologischer Gärten ist, können das die Zoos ohne Hilfen nicht lange durchhalten.

8:05 Uhr: Hoher Bedarf an Corona-Hilfen für den Osten

In der Corona-Krise hat die Wirtschaft im Osten aus Sicht des Ostbeauftragten der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, einen hohen Bedarf an Direktzuschüssen für kleine Firmen. «Wir beobachten, dass die Hilfen für Solo-Selbstständige und kleine Firmen in den neuen Bundesländern überproportional abgerufen und gebraucht werden», sagte der parlamentarische Staatssekretär im Wirtschaftsministerium der Deutschen Presse-Agentur. «Das hängt auch mit den anderen Wirtschaftsstrukturen zusammen. Im Osten dominieren immer noch kleinere Firmen. Die Kapitaldecken sind dünner als im Westen.»


10. April 2020

20:55 Uhr: Kritik an strengen Regeln für Quarantäne-Verweigerer

Die Freien Wähler haben die strengen Regeln für Quarantäne-Verweigerer in Sachsen kritisiert. Es sei «völlig überzogen», dass diese zwangsweise isoliert werden könnten, teilte die Partei am Freitag mit. Manche Bürger fühlten sich an schlimmste DDR-Zeiten ‎erinnert, hieß es. Zuvor hatte der MDR berichtet, dass Rückkehrer, die sich nicht an die seit Donnerstag geltende Quarantäne-Verordnung im Freistaat hielten, zwangsweise in einer von vier psychiatrischen Kliniken abgesondert untergebracht werden könnten. Dort hat die Landesregierung 22 Zimmer vorgesehen.

Das Gesundheitsministerium betonte auf Anfrage, dass es sich dabei nur um ein «allerletztes Mittel» handele. Es sei für die Gesundheit aller wichtig, dass sich die Menschen an die ‎Quarantäneanordnungen hielten, erklärte Gesundheitsministerin Petra Köpping. (dpa)

17:26 Uhr: Neue Coronazahlen für Sachsen

Auch am Karfreitag hat das Sächsische Sozialministerium die neuen Infektionszahlen für Sachsen veröffentlicht. Stand 16 Uhr sind im Freistaat 3.601 Menschen positiv getestet worden. Das sind 114 mehr, als am Donnerstag. Die Zahl der Todesfälle ist von 58 auf 64 gestiegen. 

15:15 Uhr: #Bleibtdaheeme Kampagne

Mit der Kampagne #Bleibtdaheeme will der Freistaat die Sachsen dazu aufrufen, die Osterfeiertage zu Hause zu verbringen. Es gehe darum, in diesem Jahr auf liebgewonnene Traditionen zu verzichten und das Osterfest im ‎engsten Familienkreis zu verbringen, teilte die Staatskanzlei am Freitag mit. Trotz des schönen Wetters gelte es, auch während der Feiertage Vernunft zu wahren. Im Internet soll es dazu laut Regierung auf den Kanälen von ‎«So geht sächsisch» unter dem Schlagwort #Bleibtdaheeme ‎mehrere Aktionen zum Thema Kunst, Kultur und Sport geben. Unter anderem arbeitet die Musikschule Dreiländereck an einer neuen Version des Oberlausitzliedes ‎- die Premiere ist für Samstag geplant. ‎Das Erzgebirge intoniert am Samstag gleichzeitig an drei Orten das bekannte Steigerlied, geplant ist die Übertragung von den Kirchen in Freiberg, ‎Schneeberg und Olbernhau.

13:55 Uhr: Polizei kontrolliert

Die Polizei hat am Karfreitag weiter die Einhaltung der Corona-Regeln in Sachsen kontrolliert. So wurden etwa in Leipzig vom Morgen des Gründonnerstags bis zum Morgen des Karfreitags 73 Einsätze im Zusammenhang mit der Corona-Schutz-Verordnung registriert, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Etwa ein Drittel der Einsätze gehe auf Hinweise aus der der Bevölkerung zurück, sagte eine Sprecherin. Oft würden etwa Zusammenkünfte mehrerer Menschen gemeldet.

13:18 Uhr: Heilbäder und Kurorte fordern Unterstützung

Die Folgen der Corona-Pandemie treffen auch die sächsischen Heilbäder und Kurorte. «Die Situation kann man zweifelsohne als dramatisch bezeichnen», sagte ‎der Präsident des Sächsischen Heilbäderverbandes, Karl-Ludwig Resch. Die Krise treffe die fünfzehn Heilbäder und Kurorte in Sachsen härter als andere Städten und Gemeinden. Denn die Kurorte hätten zum einen hohe Fixkosten in den Bädern für die Pflege der Kurparks, zum anderen eine kosten- und personalintensive Infrastruktur. Weil Kurgäste wegblieben, seien die Einnahmen weggebrochen. Viele der sächsischen Kureinrichtungen und Thermen befänden sich in ‎kommunaler Hand und fielen daher durch das Förderraster. Denkbar seien zinsfreie Darlehen oder nicht zurückzuzahlende Direkthilfen, sagte Resch.

8:10 Uhr: Folgen der Corona-Krise für Bäcker und Fleischer

Immer weniger Bäcker und Fleischer in Sachsen: Die Zahl der Betriebe ist auch 2019 gesunken. Welche Folgen die Corona-Krise hat, hängt nach Einschätzung von Branchenverbänden insbesondere vom Geschäftsmodell der Betriebe ab.Der kleine Dorfbäcker, der überwiegend Brot und Brötchen anbietet, dürfte nur einen relativ geringen Umsatzrückgang verzeichnen, sagte Daniel Schneider, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks. «Bäckern, die Catering anbieten, oder Kantinen beliefern, bricht dagegen ein großer Teil des Umsatzes weg». Das gelte auch für Bäckereien, die gleichzeitig ein Café betreiben oder für Verkaufsstellen an Bahnhöfen oder Flughäfen sowie Betriebe in Tourismusorten.

7:50 Uhr: Bestatter drängen auf Anerkennung als systemrelevant

Sachsens Bestatter drängen darauf, als systemrelevant eingestuft zu werden. Damit könne die derzeit fehlende Schutzausrüstung einfacher beschafft werden, sagte Tobias Wenzel, Innungsobermeister der Bestatter-Innung Sachsen. «Es wird kritisch, da wir in viele Einrichtungen nur noch mit kompletter Schutzausrüstung dürfen.» Nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Bestatter gilt der Beruf bislang nur in wenigen Bundesländern wie Bayern, Baden-Württemberg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern sowie Thüringen als systemrelevant.

7:45 Uhr: Corona-taugliches Johannes-Passion in Leipzig

Unter strengen Corona-Auflagen des Ordnungsamtes wird am Freitag (15.00) in der Leipziger Thomaskirche eine besondere Johannes-Passion aufgeführt. Die kammermusikalische Fassung wird als Online-Event über Livestreams verbreitet. Dort werden außerdem Bachchöre aus Malaysia, Kanada oder der Schweiz zugeschaltet, so dass der virtuelle Eindruck eines gemeinsamen weltweiten Musizierens entstehen soll.

Die Johannes-Passion war eigentlich ein Programmpunkt des abgesagten Leipziger Bachfestes 2020. Die Musik sollte auf dem Leipziger Marktplatz erklingen und 5000 Menschen rundherum sollten mitsingen

7:10 Uhr: Verstärkte Kontrollen während der Osterfeiertage

Die Sachsen müssen sich von Karfreitag an auf verstärkte Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Regeln einstellen. Neben der Bereitschaftspolizei ist auch berittene Polizei im Einsatz, um mögliche Menschenansammlungen in Parks und an Ausflugszielen zu unterbinden. Nach Angaben des Innenministeriums sollen allerdings anders als in anderen Bundesländern keine Drohnen zur Überwachung des Kontaktverbotes zum Einsatz kommen. «Grund dafür sind datenschutzrechtliche Bedenken», erklärte ein Sprecher. Auch nach den Osterfeiertagen sind daher keine Drohneneinsätze geplant.

7:05 Uhr: Kretschmer wirbt um Geduld in Corona-Krise

Ministerpräsident Michael Kretschmer hat Sachsens Bürger im Zuge der Corona-Pandemie weiter um Geduld, Verständnis und Engagement gebeten. «Der liebe Gott hat uns einen Kopf gegeben zum Denken, ein Herz zum Fühlen und Hände zum Zupacken, und die brauchen wir, in dieser schwierigen Zeit», sagte er in einer in der Kreuzkirche in Dresden aufgenommenen Osterbotschaft zum Karfreitag. Das Leben stehe überall auf der Welt still, um «diesen schwierigen Virus» besiegen zu können. Und das gelinge nur, «indem wir uns zurücknehmen, Infektionen untereinander unterbinden und die Zeit überbrücken, bevor es Impfstoffe und Medikamente gibt».


9. April 2020

22:05 Uhr: Sachsen ordnet für Reiserückkehrer aus dem Ausland Quarantäne an

Sachsen hat für Menschen, die aus dem Ausland einreisen, eine zweiwöchige Quarantäne angeordnet. Die Reiserückkehrer müssten sich auf direktem Weg in ihre Wohnung oder Unterkunft begeben und dürften keinen Besuch empfangen oder arbeiten, teilte das Sozialministerium am Donnerstag in Dresden mit. Sie unterlägen zudem der Beobachtung durch das örtliche Gesundheitsamt. Ausnahmen gelten unter anderem für Lastwagenfahrer, Piloten, medizinisches Personal oder Diplomaten. Auch besonders triftige, private Reisegründe könnten zur Befreiung von der Quarantänepflicht führen. In begründeten Einzelfällen könnten die Gesundheitsämter Ausnahmegenehmigungen erteilen. Die Regelung gelte bis zum 20. April.

20:05 Uhr: Annaberger KÄT wird verschoben

Das Jahr 2020 sollte in Annaberg-Buchholz ganz im Zeichen des Jubiläums „500 Jahre Annaberger KÄT“ stehen. Durch die geltende Allgemeinverfügung muss ds historische Trinitatisfest in diesem Jahr allerdings abgesagt werden. Ursprünglich sollte es vom 21. bis zum 23. Mai stattfinden. Ob und in welcher Form die Jubiläums-KÄT vom 12. bis zum 21. Juni 2020 stattfinden kann, wird die Stadt Annaberg-Buchholz gemeinsam mit dem Ältestenrat des Stadtrates nach dem Auslaufen der sächsischen Allgemeinverfügung festlegen.

17:05 Uhr: Schulen öffnen ab 20. April für Abschlussklassen wieder

Für die aktuellen Abschlussklassen an Gymnasien, Oberschulen und Berufsschulen in Sachsen öffnen die Schulen ab dem 20. April wiede! Das gab heute Kultusminister Christian Piwarz bekannt. Ab wann alle anderen Schüler wieder in die Schulen können, soll erst nach Ostern diskutiert werden. Die Abiturprüfungen werden zu den regulären Zeiten stattfinden, allerdings gibt es einige Veränderungen. So können die Schüler auch einen Alternativtermin für die Abschlussprüfungen wahrnehmen. Noch heute sollen die Schulleiter darüber informiert werden. 

16:20 Uhr: Sachsen hält an Soforthilfen fest

Während Nordrhein-Westfalen die Auszahlung von Corona-Soforthilfen für Unternehmen wegen Betrugsversuchen stoppt, hält Sachsen an der Auszahlung fest. «Wir zahlen sowohl die Soforthilfe des Freistaates, als auch die Zuschüsse des Bundes aus», sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums auf dpa-Anfrage. Es gebe kurze Prüfungen, die Antragssteller müssten zudem eine ‎Selbstauskunft zur Notwendigkeit der Unterstützung abgeben. Sollten sich im Nachhinein Falschangaben ‎herausstellen, würden diese natürlich entsprechend verfolgt. «Derzeit geht es aber um Hilfen, nicht um überbordende ‎Bürokratie‎», so der Behördensprecher.

In Sachsen sind bisher nach Ministeriumsangaben 46.200 Anträge auf Soforthilfe eingegangen, davon wurden 24.700 wurden mit einem Volumen von rund 207 Millionen Euro bewilligt. Solo-Selbstständige und Firmen mit bis zu fünf Beschäftigten können laut Ministerium maximal 9000 Euro Zuschuss vom Bund bekommen, die Anträge werden über die Sächsische Aufbaubank (SAB) gestellt. Über das landeseigene Darlehensprogramm «Sachsen hilft sofort» sind bisher mehr als 13.700 Anträge eingegangen, 4.475 wurden bisher bewilligt.

16:00 Uhr: Gerichtsurteil: Krankenhaus darf werdenden Vater Zutritt zum Kreißsaal verwehren

Die Krankenhäuser dürfen einem werdendem Vater in der Corona-Krise den Zutritt zum Kreißsaal verwehren. Das hat das Verwaltungsgericht Leipzig am Donnerstag auf den Eilantrag eines Mannes hin entschieden. Der werdende Vater wollte seiner Lebensgefährtin bei der Geburt von Zwillingen in der Uniklinik Leipzig zur Seite stehen. Die Krankenhäuser in der Messestadt verbieten den Partnern aber derzeit den Zutritt. An dieser Entscheidung war viel Kritik laut geworden. Das Verwaltungsgericht lehnte jedoch den Antrag des Mannes ab. Das Zutrittsverbot sei durch das Hausrecht der Uniklinik gedeckt, begründete das Gericht. Es diene der Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus. Die Maßnahme sei verhältnismäßig, also «geeignet, erforderlich und angemessen», teilte das Gericht mit.

15:25 Uhr: Vietnam spendet Schutzausrüstung an Leipziger Krankenhäuser

Hilfe aus Vietnam: Das St. Georg-Klinikum und die Uniklinik Leipzig haben insgesamt 10.000 Gesichtsmasken, 1.000 Schutzkittel sowie Schutzbrillen, Handschuhe und Schuhüberzieher von einem Krankenhaus aus der Metropole Ho-Chi-Minh-Stadt bekommen. Das teilte die Stadt Leipzig heute mit. Die Schutzausrüstung wurde den Angaben nach in einem Flieger transportiert, der auch gleichzeitig Urlauber zurückgeholt hat, die in Vietnam gestrandet waren

15:06 Uhr: Landtag beschließt Neuverschuldung

Als Konsequenz aus der Corona-Krise will Sachsen sechs Milliarden Euro Schulden aufnehmen. Am Donnerstag stimmte der Landtag entsprechenden Plänen der Regierung zu. Zusätzlich sollen 725 Millionen Euro aus Rücklagen in ein Sondervermögen mit dem Titel «Coronabewältigungsfonds Sachsen» fließen. Damit will man die Krise getrennt vom regulären Haushalt behandeln. Sachsen hat seit 2014 ein Neuverschuldungsverbot in der Verfassung und nimmt schon seit 2006 keine Schulden mehr auf. Ausnahmen sind nur möglich, wenn der Landtag eine «außergewöhnliche Notsituation» feststellt. Dafür war eine Zwei- Drittel-Mehrheit notwendig. Auch AfD und Linke stimmten zu.

15:04 Uhr: Sonderhilfeprogramm für Auszubildende

Leipzig startet ein Sonderhilfeprogramm für Azubis. Wie die Stadt mitteilte, bekommen Unternehmen für ihre Auszubildenden einmalig 927 Euro pro Ausbildungsvertrag. Damit soll die Kurzarbeitsregelung ergänzt werden, die bei Azubis gegenüber Beschäftigten später greift. Die entsprechenden Anträge können voraussichtlich ab dem 4. Mai online gestellt werden. Voraussetzung sei, dass bei der Arbeitsagentur auch für die Azubis ein Antrag auf Kurzarbeitergeld gestellt wurde. Leipzig sei die erste Stadt in Deutschland mit diesem Soforthilfeprogramm, sagte Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht. Drei Millionen Euro investiert die Stadt für das Programm. In Leipzig werden derzeit rund 9.000 junge Menschen ausgebildet.

14:20 Uhr: Aktuelle Coronazahlen für Sachsen

Das Sächsische Sozialministerium hat am frühen Nachtmittag aktuelle Zahlen zu den Coronavirusinfektionen veröffentlicht. Demnach sind (Stand 13 Uhr) in Sachsen 3.487 Menschen positiv getestet worden. Das sind 148 mehr, als am Mittwoch. Die geschätzte Zahl der Genesenen im Freistaat liegt bei 1.400 Fällen.

Es gibt allerdings auch sechs neue Todesfälle. 58 Menschen sind in Sachsen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

13:19 Uhr: Schlösserland Sachsen für Zuhause

Unter dem Motto „Schlösserland Sachsen für zu Hause“ gibt es ab heute verschiedene Video-Playlists beispielsweise mit einer „Museumstour auf dem Sofa“ oder auch einer „Gartentour auf dem Sofa“. Die Schlossleiter und Mitarbeiter vor Ort präsentieren die schönsten Highlights, die Sie nach der Wiedereröffnung selbst besuchen werden können. Alles dazu HIER!

13:11 Uhr: Philharmoniker musizieren vor Zwickauer Seniorenheim

Vor den Fenstern von Pflegeheimen in Zwickau werden an Ostern die Clara-Schumann-Philharmoniker Plauen-Zwickau musizieren. Damit solle den Bewohnern, die während der Corona-Krise keinen Besuch bekommen dürfen, ein bisschen Unterhaltung geboten werden, wie die Philharmonie am Donnerstag mitteilte. Die kleinen Konzerte gibt es am Samstag vor dem Seniorenpflegeheim Haus Planitz, am Sonntag vor der Seniorenresidenz am Schwanenteich und am Donnerstag kommender Woche im Innenhof des Seniorenpflegeheims Schloss Osterstein in Zwickau.

12:22 Uhr: „Notfall-KiZ“ unterstützt Familien mit kleinem Einkommen in der Corona-Krise

Durch die Corona-Krise kommt es bei vielen Familien zu unvorhergesehenen Einkommenseinbußen. Neben dem Kindergeld können Familien mit kleinem Einkommen bei ihrer Familienkasse auch einen Kinderzuschlag beantragen. Im Rahmen des Sozialschutzpakets hat die Bundesregierung die Beantragung als „Notfall-KiZ“ vereinfacht. Familien mit geringem Einkommen können so monatlich bis zu 185 Euro pro Kind erhalten, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen. Auch Selbständige oder Eltern werden erreicht, die noch keine zwölf Monate sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren und deswegen keinen Zugang zu Kurzarbeiter- oder Arbeitslosengeld haben.

Mit Hilfe des „KiZ-Lotsen“ können Eltern prüfen, ob ein Anspruch besteht.

12:01 Uhr: Ministerpräsident Kretschmer sichert Polen und Tschechien Hilfe zu

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer hat Polen und Tschechien Hilfe in der Corona-Krise zugesagt. «In der Not erkennt man seine Freunde», sagte er bei einer Sondersitzung des Landtages in Dresden. Die Aufnahme italienischer und französischer Patienten in Sachsen sei eine Frage von Leben und Tod gewesen, ihre Betreuung in hiesigen Krankenhäusern eine Selbstverständlichkeit. Die Bereitschaft der Ärzte zur Hilfe habe ihm eine Gänsehaut beschert, sagte Kretschmer. Man habe auch Polen und Tschechien eine entsprechende Hilfe angeboten. Am Geld werde die Behandlung tschechischer und polnischer Patienten nicht scheitern.

11:47 Uhr: Sorben wollen Kirchenlied Halleluja singen

Die Sorben wollen am Sonntag als Ersatz für das wegen der Corona-Krise abgesagte Osterreiten das Kirchenlied «Haleluja, zwońće zwony» («Halleluja, läutet die Glocken») anstimmen. Es wird normalerweise von den Osterreitern gesungen. Am Ostersonntag, unmittelbar nach dem Ende der Heiligen Messe in Crostwitz, sollen die Sorben die Fenster ihrer Häuser und Wohnungen öffnen und das «Haleluja» singen. «Als Sorben haben wir uns jahrzehntelang gegen eine Kommerzialisierung des Osterreitens verwahrt und immer betont: Das Osterreiten ist nicht irgendein Brauch oder Event, es ist ein religiöser Ritus, eine Andacht unter freiem Himmel», betonte Dawid Statnik, Chef der Domowina (Bund Lausitzer Sorben). Und deshalb sei man Osterreiter mit Leib und Seele das ganze Jahr.

11:35 Uhr: Landtag berät über Kreditaufnahme

In Dresden hat die Landtagssitzung im Internationalen Kongresszentrum begonnen! Es geht um eine Kreditaufnahme von 6 Milliarden Euro, um die Corona-Krise in Sachsen zu bewältigen. Dafür ist im Parlament eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig. Die Abgeordneten sitzen in großen Abständen zueinander und tragen Mundschutz. Landtagspräsident Matthias Rößler eröffnete die Sitzung mit einem Dank an alle Menschen, die im Moment das gesellschaftliche Leben am Laufen halten. Gleichzeitig sprach er zu den Sachsen! "Es geht um die soziale Verantwortung jedes Einzelnen - Wenn wir viel zu verlieren haben, dann müssen wir es gemeinsam schützen", so Rößler. Bleiben Sie zuhause!

10:42 Uhr: Landesschülerrat spricht sich erneut für Abiturprüfungen aus

Der Landesschülerrat hat sich erneut für Abiturprüfungen in Sachsen ausgesprochen. In anderen Bundesländern wurde in jüngster Zeit die Forderung nach einem Durchschnittsabitur laut. «Wir als LSR Sachsen sehen das wirklich erst einmal als eine Art Notlösung», sagte Vorsitzende Joanna Kesicka der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage. Sollten die Prüfungen nicht stattfinden, müsse man darüber natürlich nachdenken. Bei einem sogenannten Durchschnittsabitur würde ein Durchschnitt der erbrachten Leistungen errechnet und als Abiturnote festgelegt.

«Was wir aber vor allem bei unseren sächsischen Schülerinnen und Schülern sehen, ist, dass sie auf diese Chancengleichheit plädieren, die von der Kultusministerkonferenz auch versprochen ist und natürlich auch durchs Ministerium bei uns in Sachsen umgesetzt werden muss», sagte die 18-Jährige. Die KMK hatte sich Ende März dafür ausgesprochen, die Schulabschlussprüfungen stattfinden zu lassen. Dieser Position hatte sich der Freistaat angeschlossen.

10:00 Uhr: Schäfer sorgen sich um Verkauf von Osterlämmern

Sachsens Schäfer sorgen sich um den Verkauf ihrer Osterlämmer. Wegen der Corona-Krise könnten viele Züchter auf ihren Tieren sitzen bleiben, sagte der Vorsitzende des Sächsischen Schaf- und Ziegenzuchtverbandes, Detlef Rohrmann. Die Gaststätten, die in der Osterzeit traditionell Lamm auf den Tisch bringen, hätten derzeit geschlossen. Die Großhändler klagten über gesunkene Abnahmemengen. Die Schäfer könnten die Lämmer in den nächsten Wochen nur nach und nach verkaufen. «Für einen schlechten Preis», so Rohrmann. In Sachsen wurden 2018 laut Statistischem Landesamt rund 67 000 Schafe in etwa 400 landwirtschaftlichen Betrieben mit 20 und mehr Schafen gehalten.

9:50 Uhr: Mehr als 2.000 Verstöße gegen Beschränkungen in Sachsen

Gegen die Corona-Beschränkungen sind in Sachsen nach Angaben des Innenministeriums bisher 2.085 Verstöße festgestellt worden. Der Großteil, ämlich 1.646, werde als Straftaten eingestuft, der Rest von 439 als Ordnungswidrigkeiten. Die Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum vom 16. März bis zum 7. April. Insgesamt zog das Innenministerium aber eine positive Bilanz. Der Großteil der Bürgerinnen und Bürger halte sich an die Regelungen. Zu den Osterfeiertagen, für die frühlingshaftes Wetter vorhergesagt ist, kündigte das Ministerium weitere Verkehrs- und allgemeine Kontrollen der Polizei an.

0:30 Uhr: Apotheker informiert über Mundschutz, Desinfektionsmittel und Handschuhe

Brauche ich einen Mundschutz? Wie muss ich diesen tragen? Benötige ich Desinfektionsmittel und ist es sinnvoll Handschuhe zu tragen, um mich vor dem Coronavirus zu schützen? Diese und viele andere Fragen beschäftigen die Menschen hier bei uns in Sachsen. Reporter Rocco Reichel hat mit dem Dresdner Apotheker Christian Flössner darüber gesprochen.

0:20 Uhr: Landtag stimmt ab

Der Sächsische Landtag stimmt heute über die finanziellen Pläne der Regierung zur Bewältigung der Corona-Krise ab. Das Land plant erstmals seit 2006 eine Neuverschuldung. Dafür wird eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Abgeordneten benötigt. Sie müssen eine Notlage feststellen, damit der Freistaat seine in der Verfassung verankerte Schuldenbremse lockern kann. Die Regierung hatte sich in der Vorwoche auf eine Kreditaufnahme in Höhe von sechs Milliarden Euro verständigt. Das Geld soll zusammen mit Rücklagen in Höhe von 725 Millionen Euro in ein Sondervermögen für die Corona-Folgen fließen und so vom regulären Haushalt des Landes getrennt werden.

8. April 2020

17:55 Uhr: Tag der Sachsen 2020 fällt aus

Der «Tag der Sachsen» fällt zum zweiten Mal seit 1992 aus. Wegen der Folgen der Coronavirus-Pandemie wird das für vom 4. bis 6. September in Aue-Bad Schlema geplante Volks- und Heimatfest nicht stattfinden. Das erfuhr die dpa aus Kreisen der Organisatoren. Danach hatte Oberbürgermeister Heinrich Kohl in einem Brief an die Staatskanzlei in Dresden darum gebeten, den Tag der Sachsen in Aue-Bad Schlema auf 2022 oder 2023 zu verschieben. 2021 ist Freital Gastgeber für das Ereignis. Am Donnerstag soll die Entscheidung offiziell bekanntgegeben werden. Zuvor hatten die Mitglieder des Kuratoriums über die Bitte des Oberbürgermeisters beraten.

16:35 Uhr: "Sachsen hilft sofort" auch für mittelständische Unternehmen

Sachsen weitet seine Corona-Hilfen für mittelständische Unternehmen aus. Das Programm «Sachsen hilft sofort» werde nun auch für Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern und mehr als einer Million Euro Jahresumsatz geöffnet, sagte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig. Durch die Corona-Krise in Not geratene Firmen können Darlehen bis zu 100.000 Euro in Anspruch nehmen - zinsfrei und in den ersten drei Jahren tilgungsfrei. Damit werde nach den Kleinunternehmen, Kreativen und Selbstständigen nun der Mittelstand als «Motor der wirtschaftlichen Entwicklung» in den Blick genommen, so der Minister. Das erweiterte Programm soll am Mittwoch nach Ostern an den Start gehen. Anträge können über die Sächsische Aufbaubank (SAB) gestellt werden.

15:30 Uhr: Mundschutzpflicht auf Dresdner Wochenmarkt - Chemnitz lehnt ab

Dresden öffnet seinen größten Wochenmarkt an diesem Donnerstag unter verschärften Auflagen und auf größerer Fläche. Besucher dürfen nur mit einem Mundschutz auf das Gelände. Dieser könne selbst mitgebracht werden oder werde kostenlos ausgegeben. Zudem wird das gesamte Marktgelände auf der Lingnerallee eingezäunt und soll nur über einen kontrollierten Einlass an der Lennéstraße betreten werden. Die Zahl der Stände werde zudem auf 75 halbiert.

Chemnitz hatte zuvor bereits eine eigene Regelung zur Maskenpflicht auf dem Wochenmarkt oder generell für den Einkauf in Geschäften abgelehnt. Sie halte nichts von Einzelgängen, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig. Sie erwarte dazu Entscheidungen in den nächsten Wochen, wenn in Deutschland die Rückkehr in ein vergleichsweise normales Leben wieder beginnen sollte. Grundsätzlich halte sie Mundschutzmasken für ganz Deutschland für sinnvoll.

14:51 Uhr: Zwickau bekommt 20.000 Masken aus China

Zwickau hat eine erste Lieferung medizinischer Schutzmasken aus China erhalten. Wie eine Stadtsprecherin mitteilte, kommen die Masken aus der Partnerstadt Yandu und sind eine Gegenleistung für Zwickaus Hilfe im Februar. Damals hatte die sächsische Kommune als Unterstützung im Kampf gegen das neue Coronavirus 300 Schutzkittel in die ostchinesische 700.000-Einwohner-Stadt geschickt. Nun revanchieren sich die Chinesen mit Schutzmasken. Insgesamt sollen 20.000 Stück geschickt werden. Zunächst ist eine Teillieferung von vier Kartons mit jeweils 2000 Masken angekommen. Die Masken sind bei der Feuerwehr eingelagert und sollen bei Bedarf an Kliniken oder Pflegeheime verteilt werden.

14:39 Uhr: Neue Coronazahlen für Sachsen

Das Säschsische Sozialministerium hat am Nachmittag bekannt gegeben, dass in Sachsen Stand 13 Uhr 3.339 Menschen positiv auf das Coronavirus gestestet wurden. Das sind 158 Fälle mehr, als am Dienstag und damit ein deutlicherer Anstieg als noch von Montag auf Dienstag. Da waren es 84 neue Fälle.

Die Zahl der Todesfälle in Sachsen im Zusammenhang mit dem Virus ist von gestern auf heute um neun auf 52 gestiegen.

14:25 Uhr: Mundschutzträger in Dresden mit Schlagring attackiert

Ein Unbekannter hat in Dresden einen 23-jährigen Mundschutz-Träger mit einem Schlagring angegriffen und verletzt. In der Auseinandersetzung sei das Wort «Corona» gefallen, sagte ein Sprecher der Polizei. Ob der Angriff mit dem Tragen des Mundschutzes oder der chinesischen Staatsangehörigkeit des 23-Jährigen zu tun habe, sei Gegenstand der Ermittlungen, hieß es. Als ein Passant dem Opfer bei dem Angriff in der vergangenen Woche zu Hilfe kommen wollte, bedrohte der Täter die beiden Männer mit einem Messer - sie konnten flüchten. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.

14:01 Uhr: Ostdeutsche Wirtschaft weniger von Corona-Krise bedroht

Die ostdeutsche Wirtschaft ist nach Einschätzung von Experten nicht so stark von der Corona-Krise bedroht wie die westdeutsche. Das liege vor allem an der anderen Zusammensetzung der Wirtschaft im Osten, teilte das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) mit. So habe das von der Krise besonders betroffene Verarbeitende Gewerbe in Ostdeutschland mit etwa 16 Prozent Anteil an der Gesamtwirtschaft ein geringeres Gewicht als in Deutschland insgesamt (23 Prozent).

Öffentliche Dienstleister, deren Produktion nach Erwartung des IWH recht stabil bleiben dürfte, spiele in der ostdeutschen Wirtschaft mit einem Anteil von 25 Prozent hingegen eine größere Rolle als im Westen (18 Prozent).

13:40 Uhr: IHK fordert Nachbesserungen der Corona-Hilfe

Die Dresdner Industrie- und Handelskammer hat vor der Zusammenkunft des Landtages am Donnerstag Nachbesserungen der Corona-Hilfe für mittelständische Unternehmen gefordert. Das Darlehensprogramm schließe mit der Begrenzung auf eine Million Jahresumsatz viele Unternehmen aus. Das bisherige landeseigene Programm «Sachsen hilft sofort» gilt nur für Einzelunternehmer und Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten und einem Jahresumsatz von bis zu einer Million Euro.

Die IHK fordert, die Grenze deutlich anzuheben sowie das Darlehen um einen Tilgungszuschuss zu ergänzen. Zudem rief die Kammer die Landesregierung zudem auf, Unternehmen bei der Sicherung von Ausbildungsplätzen zu unterstützen.

13:49 Uhr: Sächsischer Lehrerverband warnt vor überstürzten Entscheidungen

Der Sächsischer Lehrerverband hat Schüler davor gewarnt, das Schuljahr wegen der Corona-Krise in einer überstürzten Entscheidung freiwillig zu wiederholen. «Wenn es vor der Schulschließung keinen Grund für ein freiwilliges Wiederholen der Klassenstufe oder eine Nichtversetzung gegeben hat, gibt es ihn auch danach nicht», sagte der SLV-Vorsitzende Jens Weichelt. «Eine Panikmache vor oder während des Osterfestes ist unangebracht», hieß es. Seit nunmehr drei Wochen findet in den Schulen kein Unterricht mehr statt. Der Schulbetrieb in Sachsen ist bis einschließlich 17. April eingestellt.

13:35 Uhr: Weniger Stromverbrauch - keine Preiserhöhung

Der ostdeutsche Energiedienstleister enviaM plant nach eigenen Angaben trotz gesunkenen Stromverbrauchs wegen der Corona-Krise keine Preiserhöhungen für Bestandskunden. Man habe laufende Verträge, in die könne man nicht eingreifen, sagte der Vorstandsvorsitzende Stephan Lowis. «Eine Preisveränderung wäre zu kurzfristig gedacht», fügte er an. Das in Chemnitz ansässige Unternehmen hat laut Lowis einen Rückgang beim Stromverbrauch seit Ausbruch der Corona-Pandemie festgestellt. Im Vergleich zwischen dem März 2019 und dem März dieses Jahres schwanke der Rückgang abhängig vom Wochentag zwischen fünf und 15 Prozent. Der Rückgang sei vornehmlich im Gewerbe- und Industriebereich zu verzeichnen. Dies sei eine Auswirkung des Lockdown, sagte Lowis. Nur 30 Prozent des gelieferten Stroms wird den Angaben zufolge von Privatkunden verbraucht.

13:25 Uhr: Sachsens Bibliotheken mit digitalen Lesungen und Filmen

Die sächsischen Bibliotheken haben ihre Veranstaltungen in den digitale Raum geholt. So produzieren die Städtischen Bibliotheken Dresden von April bis Juni einmal wöchentlich literarische Gespräche und Lesungen. Ab Gründonnerstag soll das erste dreißigminütige Video auf den Social-Media-Kanälen der Bibliotheken sowie in der Mediathek des Literaturnetz Dresden zu sehen sein.

Auch die Stadtbibliothek Chemnitz hat ihr digitales Angebot ausgebaut. Ab Karfreitag sollen über den hauseigenen Streamingdienst «Filmfriend» auch Empfehlungen des Internationalen Filmfestivals für Kinder und junges Publikum Schlingel zu sehen sein. Insgesamt zehn Filme vergangener Festival-Editionen können online geschaut und bewertet werden.

13:10 Uhr: Diakonie Sachsen richtet Hilfsfonds ein

Die Diakonie Sachsen hat einen Corona-Hilfsfonds für Menschen in Not eingerichtet. «Neben der Kontaktsperre bereitet die aktuelle Krise all jenen in unserem Land jetzt massive ‎Probleme, die schon vorher mit einem äußerst schmalen Geldbeutel zurecht kommen mussten», sagte Sachsens Diakonie-Chef Dietrich Bauer. Verdienstausfälle, Mehrkosten und plötzliche Notfälle könnten zu einer «schier ausweglosen und akuten finanziellen Notlage» führen‎. Der neu eingerichtete Fonds soll aus privaten Spenden und Kollekten finanziert werden und Menschen in Not schnell und unbürokratisch helfen, hieß es.

12:20 Uhr: Leipziger Thomaskirche wird Johannes-Passion online aufführen

In der Leipziger Thomaskirche wird am Karfreitag trotz Corona-Krise eine Johannes-Passion aufgeführt - und als Online-Event zum Mitsingen in die Welt übertragen. Initiiert hat das Projekt der Leiter des abgesagten Leipziger Bachfestes, Michael Maul. Die Johannes-Passion hätte ein Programmpunkt des Festes im Juni sein sollen, aufgeführt auf dem Leipziger Marktplatz mit 5000 Mitsingenden. Nun wird es eine Kammermusik-Fassung am Grab Johann Sebastian Bachs in der Thomaskirche werden - unter strengen Auflagen des Leipziger Ordnungsamtes.

11:01 Uhr: Kretschmer wendet sich in Corona-Krise per Post an die Sachsen

Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich in der Corona-Krise in einem Brief an die Menschen in Sachsen gewandt. "Nur in diesem Miteinander, in dem wir alle aufeinander achten, konnte gelingen, dass das gefährliche Virus sich in Sachsen nicht so schnell und sprunghaft ausgebreitet hat», schrieb er darin. Die 2,12 Millionen Briefe sollten nach Angabe der Staatskanzlei noch vor Ostern alle sächsischen Haushalte erreichen.

Kretschmer bat die Menschen um Geduld: "Erst nach Ostern können wir wirklich sehen, ob die gewaltige Kraftanstrengung zur Verlangsamung der Infektionen führt." Man stehe "mitten in der größten Bewährungsprobe der vergangenen Jahrzehnte".

Hier können Sie den Brief als PDF nachlesen.

10:45 Uhr: 50.000 Atemschutzmasken in Pirna übergeben

Im Landratsamt in Pirna sind am Vormittag 50.000 Atemschutzmasken an den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge übergeben worden. Gesundheitsministerin Petra Köpping hat diese stellvertretend entgegengenommen. Das Chemieunternehmen Schill + Seilacher hatte diese in China geordert. Die Masken sollen unter anderem an Krankenhäuser und Pflegeheime oder Arztpraxen verteilt werden, heißt es von einem Unternehmenssprecher. Aktuell produziert das Chemieunternehmen an seinem Standort in Pirna auch Desinfektionsmittel.

50.000 dringend benötigte Mund-Nase-Schutzmasken spendet das Chemie-Unternehmen Schill+Seilacher dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Die Firma hat Produktion ebenfalls auf dringend benötigtes Desinfektionsmittel umgestellt. #CoronaSN#sachsen#schutzmasken#COVIDpic.twitter.com/K2IpBs40c0

— Sozialministerium (@sms_sachsen) April 8, 2020

10:15 Uhr: Vierte Corona-Ambulanz im Voigtland

In Markneukirchen öffnet heute eine vierte Corona-Ambulanz im Voigtland. In Plauen, Reichenbach und Rodewisch werden bereits Corona-Ambulanzen betrieben. Mithilfe dieser Einrichtungen sollen Verdachtsfälle behandelt werden, um Arztpraxen zu entlasten.

9:58 Uhr: Sächsisches Handwerk schreibt offenen Brief

Das sächsische Handwerk hat seine Forderung nach finanziellen Zuschüssen bekräftigt. Die Lage von tausenden Betrieben sei außerordentlich kritisch, heißt es in einem Schreiben an Ministerpräsident Michael Kretschmer und Wirtschaftsminister Martin Dulig. Die Situation drohe sich nach Ostern massiv zu verschärfen.  

9:20 Uhr: Zunahme häuslicher Gewalt befürchtet

Sachsen bereitet sich auf einen möglichen Anstieg von Hilfegesuchen wegen häuslicher Gewalt in der Corona-Krise vor. Engpässen in Schutzhäusern soll etwa mit zusätzlichen Unterkünften vorgebeugt werden, teilte Gleichstellungsministerin Katja Meier auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. «Frauenhäuser sind gerade in der aktuell angespannten Situation absolut systemrelevant», so Meier. Ausgangsbeschränkungen sowie Unsicherheiten mit Blick auf die eigene wirtschaftliche Situation erhöhten das Risiko von innerfamilialen Konflikten und Partnerschaftsgewalt, teilte Meier mit. Bislang sei noch kein Anstieg der Schutzgesuche zu beobachten, hieß es aus dem Ministerium. Man gehe aber von einem Anstieg in den kommenden Wochen und Monaten aus.

Darum baue der Freistaat z.B. die Kapazitäten von Frauenhäusern aus. Dafür sollen auch Pensionen und Ferienwohnungen genutzt werden. Die Telefon- und Online-Beratung für Betroffene werde ausgeweitet und technisch besser ausgestattet, hat die Grünen-Politikerin mitgeteilt.
Die sächsische Staatsregierung hat am Dienstag für das Programm zusätzlich 540.000 Euro locker gemacht.

Soltlen Sie unter häuslicher Gewalt leidern, können diese kostenfreien Rufnummern rund um die Uhr erreichen:

  • Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 08000 116 016
  • Elterntelefon: 0800 111 0 550
  • Nummer gegen Kummer: 116 111 5

7. April 2020

18:50 Uhr: Sport nur bis 15 Kilometer von der Haustür erlaubt

Sachsens Allgemeinverfügung in der Corona-Krise ist weiter rechtens. Das Oberverwaltungsgericht Bautzen lehnte einen Eilantrag gegen die Verfügung des Gesundheitsministeriums ab. Konkret ging es darum, dass laut Verordnung Sport und Bewegung im Freien nur „vorrangig im Umfeld des Wohnbereichs“ möglich sind. Der Kläger hatte sich gegen einzelne Passagen gewandt. Der Antragsteller hielt diese Formulierungen für unklar. Die Richter präzisierten: Sport oder andere Freizeitaktivitäten sind lediglich nur 15 Kilometer vom Wohnort entfernt erlaubt.

Das Urteil zum Nachlesen gibt es HIER

18:30 Uhr: TU Chemnitz erforscht Arbeitsweise in der Corona-Krise

Forscher der TU Chemnitz wollen herausfinden, welchen Belastungen Berufstätige im Job durch die Corona-Pandemie ausgesetzt sind. Dafür wurde eine Online-Befragung gestartet. Mit den ersten Ergebnissen wird in vier bis sechs Wochen gerechnet. Es hänge auch davon ab, wie lange die momentanen Beschränkungen andauern und wie viele Personen mitmachen. Die Beantwortung der 69 Fragen rund um die aktuelle Arbeitssituation dauert nach den Angaben zwischen 15 bis 20 Minuten. Die Wissenschaftler wollen unter anderem wissen, ob man im Home Office arbeitet, dabei Kinder betreuen muss oder sich Sorgen ums Geld macht. Darüber hinaus geht es in der anonymen Datenerhebung vor allem um die Gefühlslage der Menschen seit Beginn der Kontaktbeschränkungen vor gut drei Wochen.

16:55 Uhr: Notärztliche Versorgung gesichert

Die notärztliche Versorgung in Sachsen ist gesichert. Die Gesetzlichen Krankenkassen und die Geschäftsstelle Arbeitsgemeinschaft Notärztliche Versorgung konnten gemeinsam mit ihren Vertragspartnern nahezu alle Notarztdienste im ersten Quartal 2020 in Sachsen besetzen. Den Angaben zufolge mussten insgesamt 13.500 Notarztdienste in Sachsen besetzt werden, was trotz der derzeit angespannten Situation und knappen ärztlichen Ressourcen fast vollständig gelang. Dieses herausragende Ergebnis sei nur durch das Engagement der Notärztinnen und Notärzte sowie der örtlichen Krankenhäuser und überregionalen Ärztevermittler erreicht worden.

16:00 Uhr: Nächste Woche Entscheidung über Lockerungen

Sachsen will in der nächsten Woche nach einer Beratung mit Bund und Ländern über eine mögliche Lockerung der Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus nach dem 19. April entscheiden. Dazu solle es am nächsten Mittwoch eine Schaltkonferenz und eine anschließende Kabinettssitzung geben, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer nach einer Sitzung des Kabinetts. Man denke über eine «schrittweise Lockerung» nach - in Abstimmung mit anderen Bundesländern und den Kommunen, hieß es.

«Wir sollten den Menschen schon in Aussicht stellen, dass die aus unserer Sicht aktuell positive Entwicklung auch zu entlastenden Maßnahmen führen kann», so Kretschmer. Noch im Lauf der Woche wolle sich die sächsische Regierung dazu austauschen. Unter anderem gehe es etwa um die Abiturprüfungen. Wenn man kein «Not-Abitur» wolle, müsse das in den Tagen nach Ostern entschieden und organisiert werden, erklärte der Regierungschef.

15:55 Uhr: 10 Millionen Euro für Kultur

Sachsen bringt angesichts der Corona-Krise zusätzlich zehn Millionen Euro für die Kultur auf den Weg. Das habe die Regierung in ihrer Kabinettssitzung beschlossen, teilte Kulturministerin Barbara Klepsch mit. «Viele Künstler und Kulturschaffende treffe die Corona-Krise hart. Intensive Gespräche in den vergangen Wochen hätten deutlich gezeigt, wo schnelle Hilfe nötig sei. Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen werde ein neues, unbürokratisches Stipendienprogramm namens «Denkzeit» auflegen. Es richte sich an Künstler, damit sie die Zwangspause kreativ nutzen und Ideen für die Zeit danach entwickeln können. Zudem soll über die Kampagne «So geht sächsisch» weiteren Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform geboten werden.

14:00 Uhr: 3.181 Corona-Fälle in Sachsen

Das Sächsische Sozialministerium hat wie gewohnt am frühen Nachtmittag die Zahlen rund um das Coronavirus im Freistaat veröffentlicht. Demnach sind 3.181 Menschen in Sachsen positiv getestet worden. Das sind 84 mehr als am Montag. Allerdings sind auch sieben neue Todesfälle zu verzeichnen.

13:30 Uhr: Innenministerium erarbeitet Förderrichtlinie für Sportvereine in Sachsen

Das Innenministerium erarbeitet aktuell eine Förderrichtlinie für Sportvereine. Wie Minister Roland Wöller sagte, könnten sowohl Vereine als auch Profivereine Zuschüsse bzw. zinslose Darlehen beantragen. Für den Profisport in Sachsen sind bis zu 500.000 Euro im Gespräch, für kleinere Vereine bis zu 10.000 Euro. Diese Richtlinie wird bis zum 14. April erarbeitet und soll einen Tag später in Kraft treten. Darüber hinaus dürfen die drei Erst- und Zweitligisten RB Leipzig, Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue unter strengen Auflagen wieder trainieren, allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

12:30 Uhr: Medizinstudenten melden sich zu freiwilligem Einsatz

Am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden haben sich rund 100 Medizinstudentinnen und -studenten für den freiwilligen Einsatz gemeldet. «Insgesamt wurden 21 Studierende rekrutiert - 15 Personen davon sind schon im Einsatz», sagte die Sprecherin des Klinikums, Annechristin Bonß. Sie arbeiten unter anderem in der Leitstelle, der Corona-Ambulanz und in der Notaufnahme. Außerdem kümmern sich die Studenten unter anderem um die Patientenversorgung, die Betreuung bei Transporten, Blutabnahmen und Datenabfrage für die Leitstelle. 

12:20 Uhr: Porschewerke stehen auch nach Ostern weiter still

Die Werke des Sportwagenbauers Porsche stehen wegen der Coronavirus-Pandemie auch in der Woche nach Ostern still. Angesichts der aktuellen Lage bleibe die Produktion im Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen und in Leipzig eine weitere Woche ausgesetzt, erklärte ein Sprecher. Es gebe weiterhin Engpässe bei den globalen Lieferketten, die einen geordneten Wiederanlauf der Produktion nicht zuließen, hieß es.

10:50 Uhr: Chemie Leipzig Fans spenden 185.000 Euro

Die Fans von Fußball-Regionalligist Chemie Leipzig haben ihrem Verein 185.000 Euro gespendet. Die Summer wurde durch die Aktion "Das kann doch einen Leutzscher nicht erschüttern" gesammelt. Das Geld soll dem Klub helfen, die Einnahmeverluste durch fehlende Spiele in der Corona-Krise aufzufangen. «Was hier in den letzten Tagen passiert ist, hat uns alle förmlich umgehauen. Chemie lebt mehr denn je», sagte Chemie-Boss Frank Kühne in einer Mitteilung auf der Vereins-Homepage. Laut Schatzmeister Florian Berger würden die Einnahmen helfen, bis zum Saisonende durchzuhalten.

10:45 Uhr: Gesundheitsministerin warnt vor "Glücksrittern"

Gesundheitsministerin Petra Köpping hat vor unseriösen Angeboten im Zusammenhang mit Schutzausrüstungen für die Corona-Krise gewarnt. «Leider versuchen Glücksritter, mit falschen Angeboten und der Hoffnung auf Vorkasse, schnelles Geld auf dem Rücken des Steuerzahlers zu verdienen», sagte Köpping der «Sächsischen Zeitung». Laut Ministerium trafen in den ersten zwei Wochen der Corona-Pandemie täglich etwa 40 bis 50 Angebote von sogenannten Vermittlern und Zwischenhändlern ein. Meist habe sich jedoch schnell herausgestellt, dass die Ware weder in Deutschland noch im Ausland vorrätig war.

10:00 Uhr: Dynamo-Spieler Klingenburg sieht Saison-Fortsetzung im Mai kritisch

Der Mittelfeldspieler von Fußall-Zweitligist Dynamo Dresden Rene Klingenburg sieht eine Fortsetzung der Saison ab Mai kritisch. Der Bild-Zeitung sagte er: "Auf einer Seite dürfen die Menschen sich im Park nicht treffen, aber 22 Leute sollen sich auf dem Platz beackern dürfen. Ich bin gespannt, welche Lösungen der Fußball in den kommenden Wochen findet, um unter sicheren und fairen Bedingungen weiterspielen zu können." Klingenburg ist mit seiner Lebensgefährtin in Göttingen, wo sie einen Sohn erwarten.

09:00 Uhr: Abstandsregeln auf Wochenmärkten kontrolliert

Die Kommunen in Sachsen kontrollieren auch auf den Wochenmärkten die Einhaltung der Abstandsregeln in der Corona-Krise. Zwei Meter Abstand halten müssen die Besucher von den Verkaufsständen. In Leipzig habe das auf dem Wochenmarkt am vorigen Freitag an einigen Ständen gut geklappt, andere seien aber dichter umlagert gewesen, sagte Stadtsprecher Matthias Hasberg. Das Ordnungsamt werde daher auf dem nächsten Markt mit mehr Personal kontrollieren. Auch andere Städte lassen die Wochenmärkte wieder öffnen und setzen auf Kontrollen. Teilweise wurden auch Schilder aufgestellt, um die Besucher an die Abstandsregeln zu erinnern.

0:05 Uhr: Wöller warnt vor Corona-Betrügern

Sachsens Innenminister Roland Wöller appelliert an die Sachsen, auch in der aktuellen Krise aufmerksam zu sein. So versuchen mancherorts Betrüger die Lage für sich auszunutzen. So etwa am vergangenen Wochenende in Leipzig. Dort hatten sich zwei (mutmaßliche) Betrüger als Polizisten verkleidet und einem Mann 100 Euro abgenommen, weil er angeblich gegen die Allgemeinverfügung zum Stopp der Corona-Epidemie verstoßen hatte „ Bitte lassen Sie sich die Dienstausweise der Beamten zeigen und melden Sie solche Vorfälle der echten Polizei“ so Wöller.


6. April 2020

18:45 Uhr: Suchthilfe erwartet Zunahme der Probleme durch Corona-Krise

Fachleute befürchten eine Zunahme der Suchtprobleme in der Corona-Krise. Die Situation in betroffenen Familien könne sich verschärfen und Hilfesysteme besonders fordern, teilte die Sächsische Landesstelle gegen die Suchtgefahren am Montag mit. Der aktuelle «Suchtbericht 2019» vermerkt unter anderem eine weiter sinkende Zahl der Crystal-Konsumenten, die eine Beratungsstelle aufsuchen. Ihre Zahl ging in den vergangenen drei Jahren um 20 Prozent zurück, bei Cannabis nahm die Konsumentenzahl dagegen zu.

18:40 Uhr: Sächsische Aufbaubank bewilligt 171 Millionen Euro Corona-Soforthilfe

Die Sächsische Aufbaubank (SAB) hat in der ersten Woche seit dem Start des Corona-Soforthilfe-Programms durch den Bund mehr als 171 Millionen Euro für kleine Unternehmen bewilligt. Wie die Förderbank am Montag mitteilte, wurde die Hälfte der Summe bereits ausgezahlt. Insgesamt sind bislang rund 42 200 Anträge auf die Unterstützungszahlung eingegangen.

Der Bund hatte ein Soforthilfe-Programm aufgelegt für kleine Unternehmen einschließlich Unternehmen mit landwirtschaftlicher Urproduktion, Solo-Selbständige und Angehörige der Freien Berufe.

18:31 Uhr: CDU lehnt Forderungen nach Vermögensabgabe wegen Corona-Krise ab

Die CDU-Fraktion im sächsischen Landtag hat Forderungen nach einer Vermögensabgabe zur Bewältigung der Corona- Krise eine Absage erteilt. «Jetzt geht es um das nackte Überleben vieler Betriebe in Deutschland, die das Rückgrat des Mittelstands bilden», erklärte der Landtagsabgeordnete Frank Hippold am Montag in Dresden. Wer mitten in der Krise neue Belastungen für die Zeit danach fordere, sorge für große Unsicherheit.

16:00 Uhr: 7-Seen-Wanderung abgesagt

Die diesjährige 7-Seen-Wanderung durch den Leipziger Südraum ist wegen der Corona-Krise abgesagt worden. Der Landkreis Leipzig und die Stadt Markkleeberg hätten den Organisatoren mitgeteilt, dass es für das Event keine Genehmigung geben werde, teilte der Verein Sportfreunde Neuseenland am Montag mit. Die 7-Seen-Wanderung hätte vom 8. bis 10. Mai veranstaltet werden sollen. Ein Ausweichtermin in diesem Jahr sei nicht möglich. 2019 hatten rund 7000 Wanderfreunde teilgenommen. Für den Veranstalterverein gehe es jetzt darum, das Überleben zu sichern.

15:28 Uhr: Mundschutze für Busfahrer im LK Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Der Verwaltungsstab des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat heute 1.000 Behelfsmasken an den Geschäftsführer des Regionalverkehrs übergeben. Sie sollen den Busfahren zusätzlichen Schutz vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus geben. Geschäftsführer Uwe Thiele wird die Masken verteilen. Hergestellt wurden sie von der Inhaberin eines Stoffladens in Pirna.

14:50 Uhr: Corona-Infektionen in Sachsen steigen weiter

Die Zahl der nachweislich am Coronavirus infizierten Sachsen steigt weiter. Wie Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Montag beim Videobriefing der Regierung mitteilte, haben sich bisher 3097 Menschen infiziert (Stand: 13.00 Uhr). Das sind 91 mehr als am Vortag und damit deutlich weniger als zuletzt. Allerdings sah Köpping keinen Grund zur Entwarnung. Die Zahl der Todesopfer stieg auf 35. Am Tag zuvor waren es 34. Laut Köpping sind 940 Infizierte inzwischen wieder genesen. Zwischen den Zahlen des Robert- Koch-Institutes und denen örtlicher Behörden kommt es immer mal wieder zu Differenzen, weil Daten zu verschiedenen Zeiten erhoben werden.  

Die Grafik für Sachsen finden Sie hier.

14:23 Uhr: Dritter Todesfall im Landkreis Leipzig

Im Landkreis Leipzig sind jetzt insgesamt drei Menschen gestorben, die an Corona erkrankt waren. Das teilte das Landratsamt Borna heute mit.
Im Landkreis sind 137 Menschen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden (Stand Montag 11 Uhr). Sechs Infizierte werden stationär behandelt.

14:06 Uhr: Sächsisches Theatertreffen in Chemnitz abgesagt

Gut fünf Wochen vor dem geplanten Austragungstermin ist das Sächsische Theatertreffen in Chemnitz wegen der Corona-Krise abgesagt worden. Die Entscheidung sei in der Verantwortung für Künstler und Publikum gefallen, so der Chemnitzer Generalintendant Christoph Dittrich. Das Treffen sollte vom 13. bis 17. Mai über die Bühne gehen und die große Bandbreite der sächsischen Theaterlandschaft präsentieren. Die Organisatoren hoffen jetzt, dass das Festival zu einem anderen Termin nachgeholt werden kann.

13:52 Uhr: Bachfest Leipzig abgesagt

Das Leipziger Bachfest 2020 wird wegen der Coronavirus-Pandemie nicht stattfinden. Dies habe Oberbürgermeister Burkhard Jung angeordnet, teilte das Bach-Archiv Leipzig mit. Gründe seien weltweite Reiseverbote, beschränkter Flugverkehr und die potenzielle Gefährdung von Gästen, Künstlern und Mitarbeitern.

8:25 Uhr: Sachsens Universitäten starten digital ins Sommersemester

An den Universitäten in Sachsen hat am Montag das Sommersemester begonnen. Die Lehrveranstaltungen werden aufgrund der Corona-Krise ausschließlich online stattfinden. «Eine Präsenz in den Hörsälen ist mindestens bis zum 4. Mai nicht möglich und erforderlich», teilte beispielsweise die TU Freiberg ihren Studierenden mit.

Über digitale Lehrangebote auf der Online-Plattform der sächsischen Universitäten und das Bildungsportal Sachsen sollen die Studierenden in das Semester starten. Neben Video- oder Audio-Aufzeichnungen der Dozentinnen sollen sie dort auch zusätzliches Lehrmaterial wie Übungen oder weiterführende Unterlagen zum Selbststudium finden.

8:20 Uhr: RB-Chef Mintzlaff: Saisonabbruch wäre "ein Desaster"

RB Leipzigs Vorstandschef Oliver Mintzlaff warnt eindringlich vor einem Abbruch der derzeit ausgesetzten Saison in der Fußball-Bundesliga. «Das wäre «ein Desaster», sagte der 44-Jährige im Interview der «Bild»-Zeitung (Montag) mit Blick auf mögliche Insolvenzen bei den Vereinen. «Die Bundesliga würde nicht mehr so sein, wie wir sie kennen. Das wäre ein katastrophales Bild und deshalb müssen wir alles dafür tun, um die Saison einigermaßen vernünftig zu beenden.»

Für seinen eigenen Club prophezeite der RB-Chef: «Wir machen jetzt nicht täglich Kassensturz. Im Vergleich zu unserem Businessplan für das Jahr 2020 werden wir aber sicherlich mit einem zweistelligen Millionenbetrag schlechter abschneiden. Wir gehen allerdings bei diesen Planungen momentan davon aus, dass wir bis zum Ende des Jahres auch ohne Zuschauer spielen werden.»

8:10 Uhr: Ein Drittel des Gastgewerbes in Existenz gefährdet

Der Dehoga fürchtet im Zuge der Corona-Krise um die Existenz vieler Hotels, Restaurants, Gaststätten und Lokale in Sachsen. «Wenn jetzt nicht gehandelt wird, bedeutet das für bis zu einem Drittel der Unternehmen das Aus», sagte Geschäftsführer Axel Klein der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Degoga) fordert Zuschüsse statt Kredite sowie zinslose Darlehen zugunsten der Liquidität der Betriebe sowie die Sicherheit, dass sie das Kurzarbeitergeld zurückbekommen. «Wir brauchen die Senkung der Mehrwertsteuer für die Branche von 19 auf 7 Prozent.» Die Rückzahlung der Differenz von 2019 könnte ebenso helfen.


5. April 2020

14:45 Uhr: Über 3.000 positive Tests in Sachsen

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Sachsen ist über 3.000 gestiegen. Am Nachmittag hat das Sächsische Sozialminsterium bekanntgegeben, dass 3.006 Personen in Sacshen positiv getestet wurden. Das sind 163 mehr, als noch am Samstag. 34 Menschen sind im Freistaat im Zusammenhang mit dem Virus gestorben, zwei mehr als gestern.

11:20 Uhr: Keine akute Insolvenzgefahr für Erzgebirge Aue

Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue kann seinen Zahlungsverpflichtungen derzeit weiter nachkommen. Das bestätige Geschäftsführer Michael Voigt der Deutschen Presse-Agentur. «Eine akute Insolvenzgefahr besteht für den Verein derzeit nicht. Wichtig wird sein, dass bei allen Mitarbeitern weiterhin die Vernunft vorhanden ist. Dazu gehören auch die Spieler und das Trainerteam», sagte Voigt. Der «Kicker» hatte zuvor berichtet, dass 13 der 36 Proficlubs der 1. und 2. Bundesliga von der Insolvenz bedroht seien. Morgen werden diee Auer in Kleingruppen wieder ins Training einsteigen.

8:25 Uhr: Sachsens Metropolen waren mit Notfallplänen auf Epidemie vorbereitet

Die größten Städte in Sachsen waren mit Notfallplänen auf eine Epidemie vorbereitet. In Chemnitz konnte das Gesundheitsamt nach Angaben der Stadt den Pandemieplan «auspacken» und sofort die Umsetzung einleiten. Der Influenza-Pandemieplan, der in Dresden bereits ausgearbeitet war, sehe ein Vorgehen in Phasen vor. Dieses konnte laut Stadt auch in der Corona-Krise angewendet werden.

Auch in Leipzig war anlässlich der Schweinegrippe 2009 ein Pandemieplan ausgearbeitet worden. Er sei nicht eins zu eins auf die aktuelle Situation übertragbar, so das Gesundheitsamt. Bei der Grippe-Epidemie sei etwa zügiger ein Impfstoff verfügbar gewesen. Doch grundsätzliche Strukturen des Pandemieplans seien für die aktuelle Lage übernommen worden.

7:35 Uhr: Sachsen helfen sich mit kreativen Ideen

Drei Wochen nach Beginn der einschneidenden Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus sprießen in Sachsen die kreativen Ideen. Ob lokaler Handel, Textilwirtschaft, Kulturschaffende oder Nachbarn: Der Ausnahmezustand führt nicht nur zu Hamsterkäufen, sondern auch zu zahlreichen solidarischen Initiativen. In der Erzgebirgsstadt Aue-Bad Schlema sammeln Händler, die noch öffnen dürfen, für Geschäfte, die schließen mussten. «Allein bei uns im Geschäft sind in nur einer Woche 1500 Euro zusammengekommen. Das ist nicht nur Trinkgeld. Das ist ganz viel Liebe», sagte Fleischermeisterin Christin Popella, die die Idee für den «Notgroschen» hatte.


4. April 2020

14:45 Uhr: Weitere Corona-Patienten aus Frankreich in Sachsen

Sachsen hat drei weitere Corona-Patienten aus Frankreich aufgenommen. Am Samstag war zunächst ein Ambulanzflugzeug der «Luxembourg Air Rescue» vom Typ Learjet 45 aus Saint-Dizier mit einer Person auf dem Flughafen in Dresden gelandet. Zwei weitere Patienten wurden anschließend mit einem Hubschrauber aus Bourscheid in der Region Grand Est eingeflogen.

Nach Angaben des Universitätsklinikums Dresden werden die drei Patienten auf die Uniklinik, das Fachkrankenhaus Coswig und das Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt aufgeteilt. Über die Identität der drei Personen wurde nichts bekannt. Eine Sprecherin des Uniklinikums erklärte lediglich, dass es sich um Intensivpatienten handele

14:20 Uhr: Mehr als 2.800 Infektionen in Sachsen

Das Sächsische Sozialministerium hat am Nachmittag wieder die aktuellen Zahlen zu den Corona-Infektionen veröffentlicht. Stand 13 Uhr sind in Sachsen 2.843 Menschen positiv getestet worden. Das sind 197 mehr, als am Freitag. 32 Menschen in Sachsen sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Am Freitag waren es noch 25 Menschen. Die sieben Verstorbenen sind der höchste Anstieg bisher in Sachsen an einem Tag.

12:00 Uhr: Spendenaktion von Lok Leipzig bringt mehr als 100.000 Euro

Fußball-Regionalligist Lok Leipzig hat mit seiner Spendenaktion innerhalb von zwei Wochen mehr als 100 000 Euro eingesammelt. Unter dem Motto «Leute, macht die Bude voll» können Anhänger des Traditionsvereins für einen Euro symbolische Eintrittskarten für das virtuelle Duell Lok gegen den Unsichtbaren Gegner am 8. Mai erwerben. Am Samstagvormittag hatten nach Angaben des Vereins mehr als 103 000 Fans eine Eintrittskarte erworben.

11:15 Uhr: Bund liefert 1,7 Millionen Schutzmasken an Sachsen

Sachsen hat im Zuge der Coronavirus-Krise vom Bund rund 1,7 Millionen Schutzmasken für medizinische Zwecke erhalten. Das geht aus einer Auflistung des Bundesgesundheitsministeriums hervor, die der sächsische Bundestagsabgeordnete Alexander Krauß veröffentlichte. Danach wurden an den Freistaat 1,251 Millionen OP-Masken sowie rund 430.000 Masken mit den höheren Schutzklassen FFP2 und FFP3 geliefert. Zudem gingen an Sachsen 1,1 Millionen Handschuhe. Die Lieferungen seien für Krankenhäuser, Arztpraxen und die Altenpflege gedacht, sagte Gesundheitspolitiker Krauß. «Für die Verteilung ist der Freistaat zuständig», fügte er an.

10:40 Uhr: Polizei rechnet mit wenig Osterverkehr

Sachsens Polizei rechnet wegen der Einschränkungen in der Corona-Krise mit weniger Straßenverkehr zu Ostern. «Der sonst übliche Osterverkehr ist im Moment nicht zu erwarten, da der Besuch von Familienangehörigen nur zulässig ist, wenn sie den gleichen Haupt- oder Nebenwohnsitz haben», sagte Jan Meinel, Sprecher des Innenministeriums, der Deutschen Presse-Agentur. Die meisten Menschen würden sich an die Regeln halten.

Ein Schwerpunkt der Polizei zu Ostern werde die Durchsetzung der bestehenden Verbote sein. Bei Verstößen gegen das Kontaktverbot droht Betroffenen ein Bußgeld von 150 Euro. Verstöße gegen die Einhaltung der Quarantäne fallen unter das Infektionsschutzgesetz und können in der Regel mit Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von zwei Jahren geahndet werden.

9:05 Uhr: Wieder längere Staus an Grenze zu Polen

Auf der Autobahn A4 kommt es in Richtung polnischer Grenze erneut zu längeren Staus. Aktuell werden zwischen Weißenberg und Grenzübergang Ludwigsdorf rund 20 Kilometer Stau gemeldet. Grund sind die umfassenden Corona-Kontrollen. 

8:45 Uhr: Kaum Besucher in sächsischen Parks und Gärten

In öffentlichen Grünanlagen und Parks sorgen blühende Blumenbeete in diesen Wochen für Frühlingsstimmung. Doch die Gärtner haben auch Sorgen, vor allem wegen der trockenen Sommer und den Ausgangsbeschränkungen zum Schutz vor Corona-Infektionen. In einigen Parkanlagen wird das derzeit ausbleibende Eintrittsgeld künftig fehlen, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa bei den Parks ergab. «Wir haben aktuell keine Einnahmen», sagte der Sprecher der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen, Uli Kretzschmar, in Dresden. Wie es im Sommer mit den Pflanzungen weitergehe, sei deshalb ungewiss. Jetzt sei kaum jemand in den Parks unterwegs. Die sanitären Anlagen seien zu, eine gastronomische Betreuung gebe es nicht. Deshalb werde auf Eintritt verzichtet.


3. April 2020

18:50 Uhr: Eindringlicher Appell von Auer Klinik-Chef

Marcel Koch, Geschäftsführer am Helios-Klinikum Aue hat sich in einer eindringlichen Videobotschaft an die Erzgebirger gewandt. Er habe inzwischen gehört, dass einige Angst haben ins Auer Helios Krankenhaus zu kommen. Das finde er tragisch. Er bittet um Vertrauen in die Mediziner. Außerdem appelliert an Vernunft und Menschlichkeit, er habe mit Sorge die Kommentare im Internet zum Bethlehem-Stift in Zwönitz gelesen. Dort sind mittlerweile 53 Bewohner und 37 Mitarbeiter infiziert.

Auszug aus der Botschaft von Marcel Koch:

18:20 Uhr: Sonn- und Feiertagsfahrverbot für LKW in Sachsen bis Ende Mai aufgehoben

Sachsen hebt das Fahrverbot für Lastwagen an Sonn- und Feiertagen bis Ende Mai auf. In der Corona-Pandemie sei es wichtig, dass der Waren- und Güterverkehr reibungslos funktioniere, erklärte Verkehrsminister Martin Dulig am Freitag. Um der Logistikbranche in dieser Krisensituation zu helfen, habe er die Aufhebung des Sonntagsfahrverbots angeordnet. «Mit den international bedeutenden Transitautobahnen A4 nach Polen und A17 nach Prag sichern wir durch die Freigabe an Sonn- und Feiertagen einen zuverlässigen Transport durch Sachsen ab», erklärte Dulig.

16:25 Uhr: Zoo Leipzig wirbt mit Bienen-Patenschaften zur Corona-Unterstützung

Die Zoo Leipzig wirbt mit symbolischen Bienen-Patenschaften um Unterstützung in der Corona-Krise. Der Einrichtung seien von einem Tag auf den anderen die Einnahmen weggebrochen, während die Kosten weiterliefen, sagte Direktor Jörg Junhold.. Es fehlten bis zu vier Millionen Euro in der Kasse. Darum hat der Zoo die Aktion «Ein Bienchen für dich» ins Leben gerufen. Für einen Euro kann man symbolisch Pate für eine Biene werden. Auch größere Spendenpakete bis hin zu 1000 Euro für eine Bienenkönigin sind möglich. Die Hoffnung des Zoodirektors ist, dass sich ein möglichst großer Schwarm an Spendern zusammenfindet. (dpa)

16:20 Uhr: Ministerpräsident Kretschmer begründet Eile über Abstimmung für Kreditaufnahme

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sieht bei der Abstimmung über eine Kreditaufnahme für den Freistaat in der Corona-Krise Eile geboten. «Wir wissen nicht, ob der Sächsische Landtag in den nächsten Wochen und Monaten noch so zusammentreten kann und arbeitsfähig ist, wie es derzeit der Fall ist», sagte er am Freitag beim täglichen Video-Briefing der Regierung in Dresden. Es sei wichtig, dass die Entscheidung vom Landtag in Gänze getroffen werde und nicht von einem Notparlament: «Diese Entscheidung müssen alle Abgeordneten gemeinsam treffen.» Am Donnerstagabend hatte sich das Kabinett auf eine Neuverschuldung von sechs Milliarden Euro verständigt. Zusätzlich will die Regierung 725 Millionen Euro aus Rücklagen für die Abmilderung der Krisenfolgen verwenden.

15:50 Uhr: Sachsens Kabinett beschließt Nachtragshaushalt und Sondervermögen

Sachsens Regierung hat zur Bewältigung der Corona- Krise einen Nachtragshaushalt und ein Sondervermögen beschlossen. Beides soll in Gesetzesform nun zur Abstimmung in den Landtag eingebracht werden. «Ich rechne heute mit einem zusätzlichen Finanzierungsbedarf in den Jahren 2020 bis 2022 von insgesamt sechs bis sieben Milliarden Euro», erklärte Finanzminister Hartmut Vorjohann am Freitag in Dresden. Bis spätestens Ende 2022 sei eine Neuverschuldung von bis zu sechs Milliarden Euro erforderlich. Aus Rücklagen stünden 725 Millionen Euro zur Verfügung - mit den Krediten wären das dann 6,725 Milliarden Euro.

14:00 Uhr: 40.000 Saisonarbeiter aus Osteuropa für Erntehilfe

Großes Aufatmen beim Sächsischen Landesbauernverband und dem Landesverband Sächsisches Obst. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Bundesinnenminister Horst Seehofer haben grünes Licht gegeben, dass für April und Mai 40.000 Saisonarbeiter aus Osteuropa unter bestimmten Konditionen einreisen dürfen und bei der Ernte helfen.

Über 4.000 Saisonarbeiterkräfte hätten den sächsischen BAuern für die anlaufende Saison gefehlt. Um den Gesamtbedarf an Arbeitskräften zu reduzieren, wollten die Gemüse- und Obstbauern nun stark miteinander kooperieren. Spargelhelfer könnten dieses Jahr also auch Erdbeeren, Kirschen und Äpfel ernten.

13:45 Uhr: Neue Infektionszahlen für Sachsen

Das Sächsische Sozialministerium hat am Nachmittag wieder die aktuellen Zahlen zu den Corona-Infektionen veröffentlicht. Stand 13 Uhr sind in Sachsen 2.646 Menschen positiv getestet worden. Das sind 235 mehr, als am Donnerstag. 25 Menschen in Sachsen sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Am Donnerstagnachmittag waren es noch 19 Menschen.

13:15 Uhr: Zwei Corona-Todesfälle in Leipzig

In Leipzig sind zwei Patienten an dem Coronavirus verstorben. Wie das St. Georg Klinikum mitgeteilt hat, handelt es sich um 87-jährige und 73-jährige Männer. Beide kamen schon geschwächt in Krankenhaus, teilweise mit schweren Vorerkrankungen und mussten von Beginn an beatmet werden. In Leipzig gibt es aktuell 363 Corona-Fälle. Das teilte die Stadt auf ihrer Homepage mit.

12:30 Uhr: Landessportbund arbeitet mit Landesregierung an finanzieller Unterstützung für Sportvereine

Abgesagte Sportveranstaltungen, geschlossene Sportstätten und ausgefallene Trainingseinheiten treffen den organisierten Sport in Sachsen in der Corona-Krise hart. Vereine und Verbände stehen vor großen finanziellen Problemen. Gemeinsam mit dem Sächsischen Innenministerium arbeitet der Landessportbund Sachsen an Unterstützungsmöglichkeiten.

Innenminister Roland Wöller hat versichert, dass trotz der Mehrkosten, die aktuell aufgrund der Corona-Pandemie auf den Freistaat zukommen, keine Änderungen bei der Ausreichung der im Zuwendungsvertrag für den organisierten Sport versprochenen Mittel zu erwarten sind. Das Thema Sport soll in der nächsten Woche zudem intensiv im Regierungskabinett besprochen werden.
 

12:25 Uhr: Restauratoren geben Schutzanzüge und -masken an Kliniken ab

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden spenden Schutzmaterialien aus ihrer Restaurierung an das Klinikum Oberlausitzer Bergland. Abgegeben werden 6.200 Einmalhandschuhe, mehr als 130 Tyvek-Schutzanzüge sowie rund 150 Atemschutzmasken FFP2 und FFP3. Nun werde geprüft, ob und wie sie in den Klinikum-Standorten Ebersbach-Neugersdorf und Zittau eingesetzt werden können.

11:25 Uhr: Kultusminister Piwarz hält am Termin für Abi-Prüfungen fest

In Sachsen werden die Abiturprüfungen nach derzeitigem Stand wie geplant am 22. April beginnen. Es gebe eine klar kommunizierte Terminkette, auf die sich Schulen und Schüler eingerichtet hätten und von der nur im äußersten Notfall abgewichen werden soll, sagte Kultusminister Christian Piwarz der «Sächsischen Zeitung» (Freitag). Der entscheidende Punkt sei, wann die Schulen wieder öffnen können. Piwarz betonte, dass es deutschlandweit rund um das Osterwochenende eine Entscheidung geben werde. Für den Fall, dass die Schulen länger geschlossen bleiben müssten, habe man im Kultusministerium verschiedene Szenarien durchgerechnet. So könnten die ab dem 13. Mai vorgesehenen Nachschreibetermine als Haupttermin für die Abiturprüfungen infrage kommen.

10:35 Uhr: Dresdner Dixieland-Festival abgesagt

Das Dresdner Dixielandfestival fällt dem Corona-Virus zum Opfer. Die Jubiläums-Ausgabe wird auf 2021 verschoben. Das bestätigte uns Pressesprecher Hendrik Meyer. Das 50. Dresdner Dixielandfestival sollte vom 17. bis 24. Mai 2020 gefeiert werden.

09:50 Uhr: Sächsisches Kabinett verständigt sich auf Nachtragshaushalt und Sondervermögen

Das sächsische Kabinett hat sich zur Bewältigung der Corona-Krise auf einen Nachtragshaushalt und ein Sondervermögen verständigt. Beides soll in Gesetzesform nun in den Landtag eingebracht werden. «Ich rechne heute mit einem zusätzlichen Finanzierungsbedarf in den Jahren 2020 bis 2022 von insgesamt sechs bis sieben Milliarden Euro», erklärte Finanzminister Hartmut Vorjohann. Bis spätestens Ende 2022 sei eine Neuverschuldung von bis zu sechs Milliarden Euro erforderlich. Aus Rücklagen stünden 725 Millionen Euro zur Verfügung - mit den Krediten zusammen also 6,725 Milliarden Euro. Am Freitagvormittag sollten die Pläne im Präsidium des Landtages vorgestellt werden.

00:56 Uhr: Sächsische Regierung schlägt Landtag Milliarden-Kredit vor

Sachsens Regierung schlägt dem Landtag ein Sondervermögen zur Bewältigung der Corona-Krise vor. Das kündigte Ministerpräsident Michael Kretschmer am Donnerstagabend vor einer Sitzung des Kabinetts an. Damit soll eine Kreditaufnahme in Höhe von sechs Milliarden Euro einhergehen. Die besondere Situation erfordere Handlungsfähigkeit, betonte er. Man wolle Menschenleben retten und müsse dafür unter anderem in Krankenhäuser investieren.

Laut Kretschmer geht es aber auch darum, Firmen und Jobs zu retten. Gerade die Lücke in der Unterstützung des Mittelstandes müsse geschlossen werden, damit die Aufbauleistung der vergangenen 30 Jahre nicht vergebens war. Die Kreditaufnahme sei «eine schwere, aber notwendige Entscheidung, um das Land gut durch die Krise zu führen».

2. April 2020

19:45 Uhr: Zahlreiche Corona-Fälle in Zwönitz

Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus in Zwönitz (Erzgebirgskreis) ist auf 87 gestiegen. Das waren 63 Fälle mehr als am Vortag, wie das zuständige Landratsamt am Donnerstag unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden mitteilte. Seit dem vergangenen Sonntag seien drei Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

Ein Großteil der Infektionsfälle stamme aus dem Altenpflegeheim Bethlehmsstift, wo das Coronavirus bei bisher 48 Bewohnern und 29 Mitarbeitern nachgewiesen worden sei. Das Pflegeheim hatte demnach weitreichende Tests veranlasst, nachdem es dort zwei Todesfälle und mehrere schwere Krankheitsfälle gegeben hatte.

19:25 Uhr: Veränderte Notenvergabe in Sachsen

Sachsens Kultusministerium plant für den Rest des diesjährigen Schuljahres Veränderungen in der Notengebung. «Wir arbeiten an Szenarien, damit den Schülern durch die Schließzeit nicht in irgendeiner Form Nachteile entstehen», sagte Kultusminister Christian Piwarz der «Sächsischen Zeitung». Piwarz kündigte an, «Günstigkeitsregeln» für die Schüler einzuführen. Bis zum Ende des Schuljahres am 19. Juli sollen die Schüler Möglichkeiten bekommen, ihren Notenspiegel zu verbessern.

Lehrer sollen dabei zugunsten der Schüler entscheiden, etwa, wenn es um Versetzungen geht. Verbessert sich ein Schüler durch eine Note nicht oder verschlechtert sich sogar, kann die Zensur aus dem Notenspiegel gestrichen werden. «Wir sind in einer Sondersituation und müssen über so etwas nachdenken», sagte Piwarz. (dpa)

18:30 Uhr: Sächsische Regierung will Mittelstand unterstützen

Sachsens Regierung will den einheimischen Mittelstand in der Corona-Krise nicht im Regen stehen lassen. Wirtschaftsminister Martin Dulig kündigte nach einem Treffen mit Wirtschaftsvertretern entsprechende Maßnahmen an. «Jetzt wollen wir natürlich auch größere Unternehmen in den Blick nehmen, die die sächsische Wirtschaft mit ausmachen: Den Mittelstand zwischen 10 und 250 Beschäftigten», erklärte Dulig. Auch dort gehe es darum, die entstehenden Liquiditätsprobleme aufzufangen: «Seit über einer Woche erarbeiten wir dabei Vorschläge in der Staatsregierung.» Das bisherige landeseigene Darlehensprogramm «Sachsen hilft sofort» gilt nur für Einzelunternehmer und Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten und einem Jahresumsatz von bis zu einer Million Euro.

17:00 Uhr: Zustand von italienischem Coronapatienten in Leipzig lebensbedrohlich

Nach dem Tod eines Corona-Patienten aus Italien in Sachsen befindet sich ein weiterer Landsmann in einem lebensbedrohlichen Zustand. Man sei «in die letzte medizinische Eskalationsstufe» gegangen, sagte Gerhard Hindricks, Ärztlicher Direktor des Herzzentrums am Donnerstag. Der Patient musste demnach an eine sogenannte künstliche Lunge angeschlossen werden. «Wenn das nicht greift, haben wir keine weiteren Möglichkeiten», sagte der Arzt. Insgesamt waren in den vergangenen Tagen acht Menschen aus Norditalien nach Sachsen geflogen worden. Sie werden in fünf Kliniken behandelt. Der Patient, der in Lebensgefahr schwebt, habe keine Vorerkrankungen gehabt und sei jünger als 40 Jahre alt, so Hindricks.

16:00 Uhr: Vollzug von Haftstrafen wird zum Teil verschoben

Sachsen verschiebt in der Corona-Krise den Vollzug einiger Haftstrafen. Konkret betrifft das den geplanten Haftantritt bei Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren, teilte Justizministerin Katja Meier mit. Ausgenommen sind Verurteilte, die wegen Gewalttaten, Sexualdelikten oder Rauschgiftkriminalität ins Gefängnis müssen. Zudem verschiebt man sogenannte Ersatzfreiheitsstrafen und unterbricht bereits geleistete. Diese Strafen werden fällig, wenn Straftäter eine vom Gericht verhängte Geldstrafe nicht begleichen. Die Maßnahmen dienen dazu, die Belegung in den Haftanstalten zu reduzieren. Meier zufolge gibt es dort bisher keine nachgewiesene Corona-Infektion. Wenn bei Inhaftierten entsprechende Symptome auftreten, würden sie unter Quarantäne gestellt.

15:45 Uhr: Dynamo Dresden spendet 50.000 Euro

Dynamo Dresden spendet 50.000 Euro für soziale Zwecke. 35.000 Euro davon gehen als finanzielle Unterstützung direkt an Krankenhäuser, die aktuell in der Corona-Krise alle Hände voll zu tun haben. Je 15.000 Euro gehen an das Krankenhaus Friedrichstadt und das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden. 5.000 Euro fließen als Spende nach Italien zum Krankenhaus Papa Giovanni XXIII in Bergamo. Von der finanziellen Unterstützung der Dresdner sollen direkt die Pflegekräfte in den Krankenhäusern profitieren.
 

15:00 Uhr: Zehn Senioren in Pflegeheim in Hohnstein infiziert

Von 48 Bewohnern eines Seniorenheims in Hohnstein (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) sind zehn positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet worden. Drei Betroffene befänden sich in stationärer Behandlung, teilte das Landratsamt in Pirna heute mit. Zudem seien sechs Mitarbeiter des Seniorenheims positiv auf eine Infektion getestet worden.

Seit gestern Abend steht die Einrichtung unter Quarantäne. Diese gelte «sowohl für die Bewohner als auch für das Personal der Einrichtung», so das Landratsamt. Angeordnet hatte die Maßnahme demnach das Gesundheitsamt des Landkreises.

14:15 Uhr: Profis von RB Leipzig spenden Blut

Die Fußball-Profis von RB Leipzig spenden in der Corona-Krise ihr Blut in der Universitätsklinik der Messestadt. Wie der Verein in einem Tweet mitteilte, unterstützten die beiden deutschen Nationalspieler Lukas Klostermann und Marcel Halstenberg das Klinikum mit ihrer Blutspende und riefen zugleich zum Nachmachen auf. Die Aktion läuft im Rahmen der Klub-Kampagne #WirAlle #GemeinsamHelfen.

14:05 Uhr: 2.411 Coronafälle in Sachhsen

Das Sächsische Sozisalministerium hat am Nachmittag die neuen aktuellen Zahlen zu den mit dem Corobavirus infizierten Menschen im Freistaat ausgegeben. Stand 13 Uhr sind in Sachsen 2.411 Menschen erkrankt. Das sind 166 mehr, als am Vortag. Der Anstieg der positiven Fälle bleibt auf einem stabilen Niveau.

19 Menschen sind in Sachsen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Allerdings sind auch 550 Corona-Patienten in Sachsen inzwischen genesen.

13:45 Uhr: Sächsischer Fußballverband beschäftigt sich mit Abbruch der Saison

Nicht nur der Profi-Fußball wird hart von der Corona-Krise betroffen. Das setzt sich fort bis in die kleinsten Vereine und hat da zum Teil noch viel schlimmere Auswirkungen. Die fehlenden Spiele bringen diee Klubs in eine existenzbedrohliche Situation. Das betrifft auch die vielen kleinen Sponsoren, die aktuell keine Zahlungen leisten können. Deshalb ist nicht auszuschließen, dass die Saison in allen Amateurligen von Senioren bis Nachwuchs abgebrochen wird.

Hermann Winkler, der Präsident des Sächsischen Fußballverbandes hat sich bei uns zur aktuellen Situation geäußert.

11:40 Uhr: TU Bergakademie Freiberg beginnt Sommersemester online

An der TU Bergakademie Freiberg sollen ab kommendem Montag Vorlesungen und Kurse online stattfinden. Eine Anwesenheit der mehr als 4.000 Studierenden in den Hörsälen sei mindestens bis zum 4. Mai nicht möglich und auch nicht notwendig, teilte die Universität heute mit. Digitale Lehrangebote stünden den Studierenden auf dem Bildungsportal Sachsen zur Verfügung. Dort fänden sie auch zusätzliche Materialien zum Selbststudium, so die Universität.  Auch die TU Dresden und die Universität Leipzig wollen wie geplant am 6. April digital in die Vorlesungszeit starten.

11:25 Uhr: Fehlende Schutzbekleidung bei Zahnärzten in Sachsen

Fehlende Schutzmaterialien haben bei rund 20 Prozent der Zahnarztpraxen in Sachsen mittlerweile zu reduzierten Öffnungszeiten geführt. Darauf verwies Holger Weißig, Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen (KZVS), in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Demnach kommen viele der etwa 2.700 Zahnarztpraxen im Freistaat nur noch mit großen Anstrengungen an die erforderlichen Hygieneartikel, die wegen der Corona-Pandemie derzeit äußerst rar sind. Weißig verwies auf den enormen Kostenanstieg bei Schutzkleidung, aber auch darauf, dass diese für Zahnärzte kaum noch zu bekommen sei und wenn doch, dann zu horrenden Summen über dubiose Zwischenhändler und Fremdanbieter.

10:15 Uhr: RB Leipzig Chef Mintzlaff hofft, dass bald wieder Fußball gespielt wird

RB Leipzigs Vorstandschef Oliver Mintzlaff sieht neben der wirtschaftlichen Wichtigkeit für die Vereine auch in Geisterspielen eine Rückkehr zu ein bisschen Normalität für die Fans. "Wir werden die Spiele ohne Zuschauer brauchen, denn auch hier müssen wir alle ehrlich sein: Es geht ums Geld und dementsprechend um das nackte Überleben für viele Clubs", schrieb der 44-Jährige in einem Beitrag für den «Kicker». "Ich glaube aber, dass wir den Menschen ein Stück weit Normalität und Ablenkung zurückgeben sollten, auch wenn es sicherlich im ersten Moment skurril wirkt, wenn die Spiele in unseren modernen, dann jedoch leer gefegten, Stadien angepfiffen werden."

7:55 Uhr: Große Nachbarschaftshilfe in Corona-Krise

In Sachsen gibt es in der Corona-Krise nach Angaben des Sozialministeriums viel Solidarität. «Wir verzeichnen eine große Hilfsbereitschaft im Land», sagte ein Sprecher in Dresden. Auf einer Plattform von Ministerium und DRK haben sich Hunderte Helfer registriert, die Mund-Nase-Masken nähen oder eine Reserveambulanz mit aufbauen. Die Nachbarschaftshilfe im Kleinen funktioniert ebenfalls. «Auch in dieser Krise zeigt sich, dass die meisten Menschen hilfsbereit und solidarisch miteinander umgehen», sagt Sozialministerin Petra Köpping (SPD). Sie dankt allen helfenden und sich um andere sorgenden Menschen und bittet zugleich, «bei all den guten Taten auch stets an den eigenen Infektionsschutz zu denken!».

7:40 Uhr: Mehr Beratung in sächsischen Apotheken

Nach Angaben des Sächsischen Apothekerverbands kommen in der Corona-Krise deutlich mehr Menschen in Apotheken. Es lägen drei arbeitsintensive und kräftezehrende Wochen hinter den Beschäftigten in Apotheken, teilte Verbandssprecherin Kathrin Quellmalz mit.

Gerade die Beratung und Aufklärung der Patienten sei zeitintensiv, aber dringend notwendig. Hinzu kämen Lieferengpässe bei wichtigen Wirkstoffen sowie die schwierige Beschaffung von Ausgangsstoffen für die Herstellung von Desinfektionsmitteln. «Die Kolleginnen und Kollegen in den öffentlichen Apotheken leisten derzeit Enormes», sagte Quellmalz.

1:12 Uhr: Sächsisches Seniorenheim unter Quarantäne

Weil sich mehrere Bewohner und Mitarbeiter eines Seniorenheims in Hohnstein (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) mit dem Coronavirus infiziert haben, steht die komplette Einrichtung ab sofort unter Quarantäne. Diese gelte «sowohl für die Bewohner als auch für das Personal der Einrichtung», teilte das Landratsamt Pirna am Mittwochabend mit. Angeordnet hatte die Maßnahme demnach das Gesundheitsamt des Landkreises. Die Einrichtung verfügt eigenen Angaben zufolge über 48 Einzelzimmer. Wie viele Menschen dort derzeit wohnen, war zunächst nicht bekannt.


1. April 2020

19:00 Uhr: Zittern am Sachsenring

Die Motorsportfans weltweit müssen aktuell auf dröhnende Motoren verzichten und womöglich auch die Motorrad-Fans, die sich auf das WM-Rennen im Ende Juni auf dem Sachsenring freuen. "Zusätzlich zu den Einbußen durch die Coronavirus-Pandemie wäre eine Absage des Deutschland Grand Prix für die gesamte Region ein herber Schlag", sagte Lars Kluge im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Der Bürgermeister von Hohenstein-Ernstthal, der Kleinstadt nahe dem Sachsenring, macht sich Sorgen.

"Stand jetzt gibt es noch keine Beeinträchtigung des Motorrad Grand Prix Deutschland auf dem Sachsenring", teilte ein ADAC-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage schriftlich mit. Und weiter: "Die Vorbereitungen für den Grand Prix laufen nach Plan und der Zusammenhalt für die Veranstaltung ist in der Region sehr groß. Wir beobachten die Situation genau und stehen in engem Austausch mit den örtlichen Behörden und dem MotoGP-Rechtehalter Dorna."

16:10 Uhr: Quarantäne-Haushalte sollen Müll nicht trennen

Private Haushalte, in denen infizierte Personen oder begründete Verdachtsfälle in häuslicher Quarantäne leben, sollen den Haushaltsmüll nicht trennen. Heißt: Restmüll, Verpackungsabfälle (gelber Sack) und Biomüll sollen für die Dauer der Quarantäne über die Restmülltonne entsorgt werden. Das gilt aber nicht für Altpapier, Altglas, Elektroschrott und Batterien. Diese müssten gegebenenfalls länger aufbewahrt werden.

"Damit schützen wir die Müllwerker, aber auch Nachbarinnen und Nachbarn, Hausmeisterinnen und -meister. Das heißt aber auch, dass alle, die nicht betroffen sind, weiterhin ihren Müll getrennt entsorgen", sagt Umweltminister Wolfram Günther.

15:40 Uhr: Großteil der VW-Mitarbeiter in Sachsen in Kurzarbeit

In den drei sächsischen VW-Werken in Dresden, Zwickau und Chemnitz stehen die Bänder wie im gesamten Bereich der Kernmarke Volkswagen bis mindestens 19. April still. Wie ein Sprecher von VW Sachsen am Mittwoch auf Anfrage mitteilte, befindet sich ein Großteil der Mitarbeiter in Kurzarbeit. Um wie viele es sich dabei handelt, gab das Unternehmen nicht bekannt. «Genaue Zahlen nennen wir nicht», erklärte Sprecher Carsten Krebs.

VW hatte am Vortag die seit 17. März bestehende Werksschließung um zehn Tage bis zum 19. April verlängert. Begründet wurde dies mit «der anhaltend sinkenden Nachfrage nach Fahrzeugen und den weiterhin bestehenden Herausforderungen in der Lieferkette». Durch den Produktionsstopp befinden sich den Angaben zufolge «insgesamt rund 80 000 Mitarbeiter der Volkswagen AG» in Kurzarbeit.

15:00 Uhr: Italienischer Corona-Patient in Leipzig gestorben

Einer der in Sachsen behandelten Corona-Patienten aus Italien ist tot. Er starb im Universitätsklinikum Leipzig, wie der medizinische Vorstand des Uniklinikums, Christoph Josten, am Mittwoch mitteilte. Über die Identität des Toten wurde nichts bekannt. Der Patient habe auch an einer anderen lebensbedrohlichen Erkrankung gelitten. Seine Leiche soll nun nach Italien überführt werden. Man stehe mit der italienischen Botschaft in Verbindung. Sachsen hatte acht Covid-19-Patienten aus Italien zur Behandlung aufgenommen. Bei den anderen ging Josten von einer leichten Besserung aus. (dpa)

14:15 Uhr: Neue Corona-Fallzahlen für Sachsen

Das Sächsischen Sozialministerium hat am Nachmittag die neuen Zahlen der Coronainfektionen in Sachsen bekannt gegeben. Stand 13 Uhr sind im Freistaat 2.245 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das sind 161 Fälle mehr, als am Dienstag. 18 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

14:10 Uhr: Profis von RB Leipzig beschließen Gehaltsverzicht 

Die Fußball-Profis von RB Leipzig haben beschlossen auf einen Teil ihres Gehalts zu verzichten. Wie der Bundesligist heute mitgeteilt hat, geht es dabei um einen zweistelligen Prozentsatz. Damit unterstützen die Leipziger die Mitarbeiter im Verein, die dadurch nicht in Kurzarbeit müssen.

Zudem engagieren sich Spieler und Verein im Rahmen der Club-Kampagne #WirAlle. Die Profis spenden signierte Teamsachen für Versteigerungen und helfen somit sozialen Institutionen.

13:55 Uhr: Sachsen braucht ergänzendes Zuschussprogramm für den Mittelstand

Das Darlehensprogramm "Sachsen hilft sofort" sei ein richtiger erster Schritt, aber die Begrenzung auf eine Million Jahresumsatz würde zu viele Unternehmen ausschließen, erklärte Dr. Detlef Hamann, Hauptgeschäftsführer der IHK Dresden. 

Wichtig sei auch, dass Soloselbstständige und Kleinstunternehmer bis zehn Mitarbeiter Direktzuschüse beantragen können. Unternehmen mit elf und mehr Mitarbeitern oder höheren Umsätzen gehen dabei aber leer aus. Darauf wird die IHK am Donnerstag beim Spitzentreffen der sächsischen Wirtschaftskammern mit Ministerpräsident Michael Kretschmer hinweisen, um die nicht berücksichtigten Unternehmen des Mittelstandes in Sachsen zu unterstützen.

13:45 Uhr: Riesige Nachfrage bei Hilfsprogrammen

Für die Hilfsprogramme Sachsens und des Bundes für Unternehmer in der Corona-Krise gibt es eine riesige Nachfrage. Wie das Wirtschaftsministerium am Mittwoch auf Anfrage mitteilte, gingen für die Soforthilfe des Bundes bis Dienstag 14 222 Anträge ein. 1539 davon im Umfang 13,5 Millionen Euro wurden bewilligt, 1481 mit einem Volumen 13 Millionen Euro bereits ausgezahlt. Die meisten Anträge stammten von Restaurants, Friseur- und Kosmetiksalons sowie Dienstleistern und Unternehmensberatern.

Auch das landeseigene Darlehensprogramm «Sachsen hilft sofort» wird stark nachgefragt: Dafür gingen bisher 10 577 Anträge ein, 3294 im Umfang von 111,6 Millionen Euro wurden bewilligt, 328 für 12,2 Millionen Euro ausgezahlt. Es handelt sich um Darlehen für Einzelunternehmer, kleine Firmen und Freiberufler mit einem Jahresumsatz von bis zu einer Million Euro. (dpa)

13:30 Uhr: Wanderer im Erzgebirge gestoppt

Zwei Wanderer haben sich im Osterzgebirge Anzeigen wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz eingehandelt. Die beiden 21 und 29 Jahre alten Männer wurden gestern in Rechenberg-Bienenmühle von der Polizei gestoppt. Sie waren mit dem Zug von Dresden nach Altenberg gefahren und dann gewandert, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten stuften das als Verstoß gegen die Allgemeinverfügung zur Corona-Eindämmung ein. Die beiden Männer mussten umgehend die Heimreise nach Dresden antreten. (mit dpa)

12:40 Uhr: Maskenlieferung an Pflegebeschäftigte in Sachsen

Eine Maskenlieferung des Bundes soll in der Corona-Krise Pflegekräften in Sachsen zu Gute kommen. Insgesamt 182.000 Mund-Nase-Masken würden zu gleichen Teilen an die Landkreise und kreisfreien Städte verteilt, erklärte das Gesundheitsministerium in Dresden am Mittwoch. Pro Kreis und kreisfreier Stadt liefere das Deutsche Rote Kreuz somit 14.000 Masken. Kurzfristig könnten so Beschäftigte in der Pflege, in Hospizen und Wohnheimen mit OP-Masken ausgerüstet werden. (dpa)

11:30 Uhr: Ministerpräsident Kretschmer fordert Korrekturen am Hilfspaket

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat von der Bundesregierung Korrekturen am Corona-Hilfspaket gefordert. «Beim Thema Wirtschaftshilfen muss dringend nachgesteuert werden. Die Bazooka, von der die Rede war, hat eine Ladehemmung», sagte Kretschmer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. «Es gibt eine Lücke bei der Unterstützung des Mittelstands, die viele der Unternehmen in ihrer Existenz bedroht. Diese Lücke muss geschlossen werden», so Kretschmer. Am Nachmittag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder in einer Telefon-Schaltkonferenz das weitere Vorgehen beraten. (dpa)

1:15 Uhr: Neue Regelungen für Sachsen

In Sachsen treten am Mittwoch eine neue Rechtsverordnung und ein Bußgeldkatalog in Kraft. Damit hat das Kabinett an einige Stellen für mehr Klarheit und Rechtssicherheit gesorgt. So dürfen u.a. Alleinstehende auch mit einer Person außerhalb des eigenen Hausstandes unterwegs sein, etwa beim Einkaufen. Das Verlassen der Wohnung ohne triftigen Grund kann ab heute mit einer Geldstrafe von 150 Euro bestraft werden. Auch wer sich nicht an das Besuchsverbot in Alten- und Pflegeheimen hält, muss mit 500 Euro tief in die Tasche greifen. Aufatmen dagegen bei den Direktvermarkter, sie dürfen unter bestimmten Voraussetzungen ab heute wieder öffnen. Insgesamt wurden die Ausgangsbeschränkungen bis zum 20. April verlängert – bis zum 19. April können zudem LKW an Sonn- und Feiertagen fahren.

1:05 Uhr: Sachsen geht eigene Wege bei Schutzkleidung

Sachsen geht eigene Wege in der Besorgung von Schutzkleidung, Handschuhen und Masken. Eine Projektgruppe aus Mitarbeitern des Sozial- und des Innenministeriums kümmern sich aktuell um eine Bündelung der Bedarfe und Möglichkeiten. Dazu wurden auch gut 60 Unternehmen angesprochen, die Schutzkleidung produzieren können, bei einigen Firmen wurde auch schon bestellt. Ziel ist, dass auch auch nach der Krise Firmen Schutzbekleidung und Masken produzieren, damit Sachsen auch für künftige Pandemien und Notfälle gerüstet ist. Dabei geht es auch um Überlegungen Vorräte aufzustocken bzw. ein zentrales Lager anzulegen, sagte Innenminister Roland Wöller.


31. März 2020

21:01 Uhr: Verdienstausfälle wegen Kinderbetreuung können entschädigt werden

Die Landesdirektion Sachsen nimmt ab sofort Anträge auf Entschädigung wegen Verdienstausfall entgegen, wenn die Kinderbetreuungseinrichtung oder Schule wegen der Corona-Pandemie geschlossen wurde. Die Entschädigung wird gewährt, wenn die Sorgeberechtigten ihrer Tätigkeit infolge der Schließung nicht weiter nachgehen konnten und für die Kinder eine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit nicht verfügbar ist.

Die Entschädigung wird für die zu betreuenden Kinder gewährt, wenn diese das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Die Erstattung kann jedoch auch erfolgen, wenn das zu betreuende Kind älter als zwölf Jahre ist, aber behindert und auf Hilfe angewiesen ist. Alle Details zur Antragstellung sowie die erforderlichen Antragsformulare finden Sie HIER

16:45 Uhr: Tausende Anträge auf Soforthilfe in Sachsen

Von rund 9700 eingegangenen Anträgen auf ein Soforthilfe-Darlehen hat die Sächsische Aufbaubank (SAB) fast ein Drittel bereits bewilligt. Das teilte die Bank am Dienstag in Dresden mit. Seit Montag läuft die Soforthilfe des Bundes für Soloselbstständige, kleine Unternehmen, Freiberufler und Landwirte. Zuletzt hatte es Kritik am mangelnden Tempo der Hilfe gegeben. Zudem seien mittlerweile rund 10 000 Anträge - allein rund 6100 zum Start am Montag - auf Soforthilfe-Zuschuss bei der SAB eingegangen. Sie können noch bis zum 31. Mai 2020 bei der Aufbaubank gestellt werden.

15:45 Uhr: Sachsen verlängert Ausnahmegenehmigung vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot

Aufgrund der anhaltenden Verbreitung des Coronavirus und der damit verbundenen Maßnahmen hat das sächsische Verkehrsministerium die Geltungsdauer der befristeten Ausnahmegenehmigung vom Sonntags- und Feiertagsfahrverbot für Lkw bis zum 19. April verlängert. Diese Ausnahmegenehmigung gilt für Fahrzeuge, die haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel sowie medizinische Produkte transportieren, aber auch für Leerfahrten, die in unmittelbarem Zusammenhang dieser Transporte stehen.

15:10 Uhr: Gesundheitsministerin Köpping empfiehlt Maskenschutz

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping hat Atemschutzmasken gegen das Coronavirus ausdrücklich empfohlen. Sie halte es «für außerordentlich wichtig, dass man in der Öffentlichkeit eine Maske trägt», sagte sie am Dienstag. Von einer Maskenpflicht ist in Sachsen allerdings noch keine Rede. Köpping ließ zwischen den Zeilen auch die Gründe dafür durchblicken. «Pflicht heißt, dass auch jeder eine Maske kaufen kann. So weit sind wir noch nicht. Deswegen bin ich da ein bisschen vorsichtig in der Formulierung.» Die Ministerin war aber fest davon überzeugt, dass sich das öffentliche Leben in Zukunft verändern wird. Deshalb sei es gut, schon jetzt mit dem Tragen einer Maske zu beginnen.

14:30 Uhr: Bußgeldkatalog in Sachsen tritt am Mittwoch in Kraft

Ab morgen tritt in Sachsen ein Bußgeldkatalog in Kraft. In ihm werden Geldstrafen bei Verstößen gegen die Rechtsverordnung geregelt. Wer demnach ohne triftigen Grund seine Wohnung verlässt muss 150 Euro Strafe zahlen, bei Verletzung des Besuchsverbotes in Alten- und Pflegeheimen drohen 500 Euro. Hält sich Heimleitung nicht an die Vorgaben drohen auch dieser Strafen zwischen 500 und 1000 Euro.

Innenminister Roland Wöller:

14:20 Uhr: Fußball pausiert bis Ende April

Die Spielpause in der Fußballbundesliga und der 2. Bundesliga ist bis zum 30. April verlängert worden. Das haben die 36 Profiklubs heute auf einer Video-Konferenz bei der DFL-Mitgliederversammlung einstimmig entschieden. Betroffen sind davon unter anderem RB Leipzig, Erzgebirge Aue und Dynamo Dresden.

13:40 Uhr: Ausgangsbeschränkungen in Sachsen werden verlängert

Sachsen hat die Ausgangsbeschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise über die Osterfeiertage hinaus bis zum 20. April verlängert. Das hat heute Kabinett beschlossen. Gleichzeitig wurde die geltende Allgemeinverfügung zu den Ausgangsbeschränkungen in eine Verordnung umgewandelt, um mehr Rechtssicherheit zu erhalten.

13:35 Uhr: Neue Zahlen für Sachsen

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Sachsen ist auf 2.084 gestiegen. Das hat das Sächsische Spozialministerium am Mittag bekannt gegeben. Das sind 154 Fälle mehr, als am Montag. 13 Menschen sind gestorben, zwei mehr als gestern, wie Gesundheitsministerin Petra Köpping verkündete. Bei den Verstorbenen handelt es sich um Menschen, die älter als 74 Jahre waren. Köpping empfahl in der Öffentlichkeit einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

13:15 Uhr: Porsche-Werke bleiben weiter dicht

Die Werke des Sportwagenbauers Porsche bleiben wegen der Coronavirus-Pandemie mindestens auch kommende Woche geschlossen. Betroffen davon ist auch die Produktion in Leipzig. Es gebe nach wie vor Engpässe bei den globalen Lieferketten, die eine geordnete Produktion nicht zuließen. Porsche hatte Mitte März angekündigt, die Arbeit in den Werken für zunächst zwei Wochen einzustellen. Zudem hat der Autobauer Kurzarbeit für seine Beschäftigten angemeldet.

12:10 Uhr: Mitteldeutsche Regiobahn dünnt Fahrplan aus

Die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) dünnt ihren Fahrplan weiter aus.

  • Der Betrieb der als Wanderexpress bekannten Linie RB 19 zwischen Dresden und Altenberg bis zum 19. April eingestellt
  • Auf der Strecke RB 110 Leipzig - Döbeln entfallen die halbstündigen Verbindungen zwischen Leipzig und Grimma. Der Stundentakt zwischen Leipzig und Döbeln bleibt erhalten
  • Nur noch eine Direktverbindung pro Tag in jede Richtung gibt es auf der Linie RE 3 von Dresden über Chemnitz und Zwickau ins fränkische Hof. Das gilt bis auf Weiteres, mindestens jedoch bis zum 19. April

Mit den Maßnahmen reagiert die Bahngesellschaft nach eigenen Angaben auf stark gesunkene Fahrgastzahlen und notwendige Sicherheitsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Fahrkarten könnten daher auch nicht mehr direkt beim Zugpersonal gekauft werden.

10:15 Uhr: 100 Millionen Euro Soforthilfe für Zoos nötig

Der Verband der Zoologischen Gärten hat wegen der Corona-Krise ein Soforthilfe-Programm in Höhe von 100 Millionen Euro für mehr als 50 Zoos in Deutschland gefordert. In einem Brief wandte sich Verbandschef Jörg Junhold, selbst Zoodirektor in Leipzig, am Dienstag auch an Kanzlerin Angela Merkel und wies auf die Notwendigkeit sofortiger Unterstützung hin. «Anders als andere Einrichtungen können wir unseren Betrieb nicht einfach runterfahren – unsere Tiere müssen ja weiterhin gefüttert und gepflegt werden.»

Nach Junholds Worten arbeiten Zoos derzeit ohne Einnahmen, aber mit gleichbleibend hohen Ausgaben weiter. Ein großer Zoo müsse in der aktuellen Krise einen wöchentlichen Umsatzverlust von etwa einer halben Million Euro verkraften. Insgesamt werden 56 deutsche Zoos vom Verband mit Sitz in Berlin vertreten. In den Einrichtungen werden mehr als 180 000 Wirbeltiere gepflegt und gezüchtet. Viele von ihnen sind bedrohte Arten. (dpa)

7:50 Uhr: Kultusminister schreibt Brief an alle Eltern zum Umgang mit Lernstoff und Hinweisen zur Benotung

„Mir ist bewusst, dass Sie als Eltern in diesen Tagen in besonderer Weise gefordert sind.“ Sachsens Kultusminister Christian Piwarz hat sich in einem Brief an alle Eltern von sächsischen Schülerinnen und Schülern gewandt. Darin bedankt der Kultusminister sich für das Verständnis, welches Eltern im Zuge der Schulschließungen aufgebracht haben. Unter anderem enthält der Brief auch Hinweise zum Umgang mit den Lernaufgaben, sowie Hinweisen zur Benotung. Weitere Informationen finden Sie hier.

1:15 Uhr: Sachsen will Ausgangsbeschränkungen bis 20. April

Sachsen will die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus bis 20. April verlängern. Eine entsprechende Rechtsverordnung wolle das Kabinett am Dienstag diskutieren und verabschieden, kündigte Innenminister Roland Wöller (CDU) am Montag in Dresden an. Die bisherige Allgemeinverfügung endet an diesem Sonntag. Die Rechtsverordnung solle die Rechtssicherheit erhöhen, sagte der Minister.


30. März 2020

20:20 Uhr: Frottana produziert Mund-Nasen-Schutz

Der Oberlausitzer Textilhersteller Frottana in Großschönau (Landkreis Görlitz) produziert angesichts eines drohenden Mangels an Schutzmasken Mund-Nasen-Schutz für das Gesundheitswesen. Hergestellt wird ein waschbares Exemplar, der verwendete Stoff ist als bakterien- und virendicht eingestuft, wie das Landratsamt Görlitz am Montag mitteilte. Die ersten der weißen Masken seien bereits im Gebrauch. Die Behörde hofft, dass die Versorgungsengpässe in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen im Landkreis dadurch minimiert werden können. Bei Frottana werden Hand- und Duschtücher oder Bademäntel sowie Badematten hergestellt. (dpa)

20:15 Uhr: Werdende Väter sollen bei der Geburt dabei sein

Werdende Väter oder andere Angehörige sind aus Sicht von Deutschlands Gynäkologen auch in Corona-Zeiten eine unverzichtbare Unterstützung bei Geburten. Die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe (DGPFG) mit Sitz in Dresden kritisierte am Montag, dass diese Empfehlung vielfach missachtet wird. «Familien bilden immunbiologisch eine Einheit, sie zu trennen, macht schon deswegen keinen Sinn.»

Gerade unter zunehmend erschwerten Rahmenbedingungen brauchten Frauen bei der Geburt ihre Partner als Begleiter und «Garant für Betreuung, Unterstützung und Hilfe», hieß es. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie (DGGG) hatte Kliniken in der vergangenen Woche ebenfalls aufgefordert, Väter auch in der Corona-Krise zur Geburt mit in die Kreißsäle zu lassen, sofern sie nicht positiv getestet seien oder Krankheitssymptome hätten. Wegen der Coronakrise dürfen Väter bei Geburten teilweise nicht mehr in den Kreißsaal.  (dpa)

20:00 Uhr: Kretschmer für bundesweites Konjunkturpaket nach Corona-Krise

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) denkt schon an die Zeit nach der Corona-Krise und schlägt dafür ein bundesweites Konjunkturpaket vor. «Schon jetzt müssen wir uns darüber Gedanken machen, wie wir die Wirtschaft ankurbeln, wenn wir die Corona-Krise gemeistert haben», sagte er in einem Interview der «Super Illu». Es gehe darum, schnell wieder Wachstum zu generieren. Bund, Länder und Gemeinden sollten deshalb ihre Investitionen in Infrastruktur und Bildung erhöhen.

Kretschmer zufolge gilt es, parallel dazu Anreize zu schaffen, um schnell private Investitionen zu mobilisieren. Ein Instrument könnten etwa Investitionsprämien für Unternehmen sein. Zudem schlug er zusätzliche Konsumanreize vor: «Hier wären beispielsweise verminderte Mehrwertsteuersätze für die Gastronomie oder verlängerte Ladenöffnungszeiten hilfreich. All diese Maßnahmen gilt es so zu verzahnen und abzustimmen, dass sie den Menschen Zuversicht geben.» (dpa)

18:05 Uhr: Zuwendungsbescheide erreichen Kleinstunternehmen

Vier Tage nach dem Stadtratsbeschluss zur „Soforthilfe Corona-Pandemie“ erreichen bereits heute die ersten Zuwendungsbescheide betroffene Selbstständige, Freiberufler und Kleinstunternehmen. Dr. Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung: „In kürzester Zeit sind viele Unternehmen in existentielle Nöte geraten. Jetzt kommt es auf unbürokratische und schnelle Hilfe an. Mit jeweils 1 000 Euro Soforthilfe können wir in vielen Fällen erste finanzielle Engpässe überbrücken.“ Die ersten drei Bescheide übergab Franke persönlich, um sich vor Ort noch ein besseres Bild der Situation zu verschaffen.

Alle Informationen zum Antragsverfahren und die Antragsunterlagen der „Soforthilfe Corona-Pandemie“ erhalten Sie unter www.dresden.de/wirtschaftsservice. Fragen dazu beantwortet der Wirtschaftsservice unter Telefon (03 51) 4 88 87 26 (Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr) oder wirtschaftsfoerderung@dresden.de.
 

18:00 Uhr: Großspende an Desinfektionsmittel erreicht Sachsen

Am Dienstag wird eine Großspende der Beiersdorf AG mit Handdesinfektionsmittel Sachsen erreichen. Das Deutsche Rote Kreuz unterstützt in der Folge die Landesregierung bei der Verteilung des zur Umsetzung der Hygienevorschriften in der Coronakrise dringend erwarteten Schutzmittels. In Anwesenheit von Staatsministerin Petra Köpping, dem Vorstandsvorsitzenden des DRK Landesverbandes Sachsen, Rüdiger Unger, und dem Werksleiter der Beiersdorf Manufacturing Waldheim (BMWa), Stephan Roelen, wird die Lieferung in Empfang genommen.

15:45 Uhr: Mobile Verkaufsstände öffnen voraussichtlich am Mittwoch wieder

Gute Nachrichten für Direktvermarkter in Sachsen! Sie dürfen ab dieser Woche unter bestimmten Umständen wieder ihre mobilen Verkaufsstände öffnen. Verkauft werden dürfen nur Lebensmittel, alles für den Tierbedarf sowie Garten- und Baumschulerzeugnisse. Ordnungs-und Marktämter sollen die Einhaltung der neuen Regeln kontrollieren. Gibt das Kabinett dafür morgen grünes Licht, könnte bereits ab Mittwoch wieder verkauft werden. Umweltminister Wolfram Günter: 

15:40 Uhr: Ministerpräsident Kretschmer dämpft Hoffnungen auf schnelles Ende der Corona-Maßnahmen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat Hoffnungen auf ein rasches Ende der Corona-Einschränkungen gedämpft. Es gehe darum, keine falschen Hoffnungen zu nähren und sich auf einen längeren Zeitraum einzurichten, sagte er am Montag bei einer Video-Pressekonferenz in Dresden. Zu Ostern werde man Bilanz ziehen, erst dann ließe sich eine Entscheidung treffen.

«Wenn wir mit den Maßnahmen erfolgreich sind, wenn die Zahl der Neuinfektionen stabil bleibt auf einem Niveau, was verträglich ist, dann wissen wir, dass wir das mit dem jetzigen Instrumentenkasten erreicht haben», sagte Kretschmer. Das bedeute aber nicht, alle Maßnahmen zurückzunehmen, weil es dann wieder schnell zu einem Anstieg der Fallzahlen kommen könne.

«Wenn wir die Situation wie in Italien vermeiden wollen, müssen wir uns disziplinieren, müssen wir den Anstieg kontrollieren», sagte der Regierungschef. Es brauche Geduld, Disziplin und Akzeptanz dieser Maßnahmen: «Es bleibt der Grundsatz, dass der beste Schutz ist, wenn wir alle in unserer Wohnung bleiben - mit den Menschen, die da wohnen - und nicht draußen herumlaufen.» (dpa)

15:30 Uhr: Zwei weitere Corona-Patienten aus Italien in Sachsen

Seit Sonntag werden zwei weitere Coronavirus-Intensivpatienten aus Italien in Sachsen behandelt. Sie landeten am Sonntag mit einem Ambulanzflug in Leipzig und wurden ins Klinikum Chemnitz gebracht, wie ein Sprecher der Mitteldeutschen Flughafen AG am Montag sagte. Nach Angaben der Klinik sind beide Patienten über 60 Jahre alt und haben Vorerkrankungen. Es habe am vergangenen Freitag eine entsprechende Anfrage aus Südtirol an Sachsens Regierung gegeben. Damit werden nun acht schwer an Covid-19 erkrankte Italiener im Freistaat behandelt - auch in Leipziger und Dresdner Kliniken und Krankenhäusern.

15:00 Uhr: 1.930 bestätigte Coronafälle in Sachsen - elf Todesopfer

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Sachsen ist bis Montag auf 1930 gestiegen. Das sind 114 Fälle mehr als am Sonntag, berichtete Innenminister Roland Wöller (CDU) in einem Presse-Briefing aus dem Innenministerium. Inzwischen seien elf Todesopfer zu beklagen. Bei fünf Fällen gebe es einen klinisch schweren Verlauf. «Die Lage ist weiter ernst, es gibt keinen Grund zur Entwarnung», sagte Wöller. Allerdings ist die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen Tagen gesunken, am Samstag waren es noch 195, am Sonntag 116. Zwischen den Zahlen des Robert Koch- Institutes und denen den örtlichen Behörden kommt es immer mal wieder zu Differenzen, weil Daten zu verschiedenen Zeiten erhoben werden.

14:50 Uhr: RB Leipzig spendet 100.000 Euro

Fußball-Bundesligist RB Leipzig hat eine Spendenaktion gestartet und will verschiedene Einrichtungen der Stadt unterstützten. Dazu spendet der Club selbst 100 000 Euro. Der Betrag kann sich durch Erlöse aus dem Verkauf eines Sondershirts erhöhen. Zudem teilte RB am Montag mit, von Mittwoch an von Spielern signierte Team-Utensilien zu versteigern.

14:25 Uhr: Soforthilfe für Unternehmer angelaufen

In der Corona-Krise ist am Montag die Soforthilfe des Bundes für Unternehmer angelaufen. Zugleich kündigte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) weitere Unterstützung an. «Wir sind auch innerhalb des Kabinettes im Gespräch über eine Erweiterung der Hilfen mittels zusätzlicher Unterstützungsprogramme und wollen bereits in dieser Woche weitere Schritte gehen. Unser Ziel ist es, insbesondere dem sächsischen Mittelstand effektiv dabei zu helfen, gut durch die Krise zu kommen.»

13:40 Uhr: SAB Server teilweise überlastet 

Kleine Unternehmen, Solo-Selbständige, Freiberufler und Landwirte in Sachsen können ab sofort ihre Anträge für die Bundes-Soforthilfen bei der Sächsischen Aufbaubank einreichen. Die Seite der SAB ist gut besucht – die Server sind derzeit an der Leistungsgrenze oder überlastet. Die Bank bittet um Verständnis , dass die Antragsstellung etwas länger dauern kann. Der Bund stellt ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung, deshalb können Anträge auch in den kommenden Tagen problemlos gestellt werden.

12:30 Uhr: Mittelstand fordert schneller Umsetzung der Soforthilfe

Sachsens Mittelstand hat mehr Tempo bei den vom Bund am vergangenen Freitag beschlossenen Soforthilfen für Soloselbstständige und Kleinstunternehmen angemahnt. «Wir fordern eine deutlich schnellere Geschwindigkeit der Umsetzung aller Maßnahmen durch die Politik in Sachsen», sagte der Präsident des Bundesverbandes Mittelständische Wirtschaft (BVMW) für Sachsen, Jochen Leonhardt, am Montag in Dresden. In der angespannten Situation müsse es im Interesse der kleinen Unternehmer viel rascher gehen.(dpa)

11:20 Uhr: Musikalische Grüße der Künstler der Semperoper

Künstler der Semperoper in Dresden möchten ihr Publikum in der Corona-Krise mit Auftritten aus dem heimischen Wohnzimmer erfreuen. «Ich finde, in diesen schweren und ungewissen Tagen ist es vor allem die Musik Johann Sebastian Bachs, die einem Kraft und Trost geben kann», leitete Stephan Pätzold, stellvertretender Solobratscher der Staatskapelle Dresden, am Montag seinen Auftritt ein. Neben ganz persönlichen musikalischen Statements von Sängern und Musikern stellt die Sächsische Staatsoper auch kurze Mitschnitte von Aufnahmen ins Netz. Zu sehen ist das Ganze auf der Seite der der Semperoper
Die Oper hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus wie andere Häuser den Spielbetrieb eingestellt - vorerst bis 20. April.  (dpa)

10:20 Uhr: Kevin Kampl von RB Leipzig für Geisterspiele

Morgen wird entschieden, wie es in der Fußballbundesliga und der 2. Bundesliga weitergeht, wenn sich die 36 Erst- und Zweitligisten bei der DFL-Mitgliederversammlung wieder treffen. Das Präsidium hat vorgeschlagen bis Ende April weiter auszusetzen.

Weitergehen würde es sehr wahrscheinlich ohnehin nur mit Geisterspielen. Kevin Kampl von RB Leipzig wäre dafür. "Wenn das der einzige Ausweg ist, um Vereine zu retten, muss man ihn dankend annehmen. Klar ist das nicht schön für die Fans, aber ich glaube, dass sie es verstehen und ertragen werden, mal ein paar Spiele von zu Hause aus anschauen zu müssen", sagte er dem «Kicker». Wichtiger sei im Augenblick, dass möglichst alle Vereine gerettet werden.

Privat musste Kampl selbst auch Abstriche machen. Seine Eltern leben in Nordrhein-Westfalen, sein Vater hatte Lungenkrebs und gehört zur Risikogruppe. Seine Eltern hat er wochenlang nicht gesehen.
 

8:32 Uhr: Sachsens Hebammen kommen nur schwer an Schutzkleidung

Sachsens Hebammen fehlt in der Corona-Krise Schutzkleidung. Hebammen kämen nur sehr schwer an entsprechende Ausstattung heran, sagte die Vorsitzende des Sächsischen Hebammenverbandes, Stephanie Hahn-Schaffarczyk, der Deutschen Presse-Agentur. Die Betreuung einer positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Frau wäre daher «sehr schwierig». Bis Donnerstag (26.3.) sei ihr kein Fall einer infizierten Schwangeren in Sachsen bekannt gewesen. Ihrer Einschätzung nach ist es aber nur eine Frage der Zeit, bis es soweit ist.

07:00 Uhr: Clubs hoffen auf Unterstützung

In der Corona-Krise hoffen Clubs in Sachsen auf finanzielle Unterstützung. Ein Zusammenschluss von zehn Leipziger Clubs wirbt für sogenannte Club-Solitickets, um der Szene zu helfen. Zahlreiche Veranstaltungen können wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. «Wir sind durch die Bank weg von Insolvenz bedroht. Gehälter, Mieten und sonstige laufende Kosten können nicht mehr bezahlt werden und das jeweils in einem individuellen Maß», schreiben die Leipziger Initiatoren.

Spender, die die Leipziger Clublandschaft mit 25 Euro unterstützen, sollen nach der Krise kostenlosen Eintritt in einen der Clubs bekommen. Innerhalb von vier Tagen hätten mehr als 2500 Menschen Tickets gekauft, sagte Sebastian Vogt, der die Aktion mit organisiert hat.

1:22 Uhr: Sozialschutz-Paket greift auch in Sachsen

Auch in Sachsen greift ab heute (Montag) das von der Bundesregierung beschlossene Sozialschutz-Paket. Mieter, Eigentümer, Kurzarbeiter aber auch Familien können verschiedene Angebote in Anspruch nehmen, um finanzielle Schwierigkeiten, die durch die Corona-Krise entstanden sind, abzufedern. Mietern zum Beispiel, die wegen der Pandemie ihre Miete nicht zahlen können, darf von April bis Ende Juni nicht einfach gekündigt werden. Die Raten müssen aber später nachgezahlt werden. Mehr Infos hier.

0:05 Uhr: Leichter Anstieg bei Notbetreuung in Kitas und Grundschulen

Die Kitas und Grundschulen in Sachsen kommen mit dem leichten Anstieg der zu betreuenden Kinder gut zurecht. Während es bei Grund- und Förderschulen kaum Änderungen gab, stieg die Nachfrage allerdings bei Kitaplätzen, so Kultusminister Christian Piwarz. Seit vergangener Woche können mehr Eltern Betreuungsplätze in Anspruch nehmen, weil ihre Berufe als systemrelevant eingestuft wurden. 


29. März 2020

22:00 Uhr: IG Metall Ostsachsen mit Appell für mehr Kurzarbeitergeld

Die IG Metall Ostsachsen fordert in der Corona-Krise eine Anhebung des Kurzarbeitergeldes. «Mit einem Kurzarbeitergeld in der aktuellen Höhe zeichnet sich schon jetzt die Krise in der Krise ab», teilte die Gewerkschaft am Sonntagabend mit. Der Erste Bevollmächtigte, Jan Otto, lobte zwar, «wie zügig der Bund und auch die Länder reagiert haben und Hilfspakete auf den Weg gebracht haben». Er monierte aber, dass «die Unternehmen teilweise zu 100 Prozent Unterstützung, unsere Kolleginnen und Kollegen jedoch nur rund zwei Drittel» bekommen würden.

13:50 Uhr: 1.816 positive Coronafälle in Sachsen

Das Sächsische Sozialministerium hat am Nachmittag die aktuellen Zahlen der Coronavirus-Infizierten verkündet. Stand 13:30 Uhr sind in Sachsen 1.816 Menschen infiziert. Das sind 116 mehr als am Samstag. Zehn Menschen sind in Sachsen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

13:35 Uhr: Keine größeren Verstöße gegen Auflagen in Sachsen am Wochenende

Abgesehen von einzelnen Ermahnungen haben sich die Menschen in Sachsen am Wochenende an die Regeln zur Ausgangsbeschränkung im Zuge der Corona-Pandemie gehalten. Größere Probleme gab es nach Auskunft des Lagezentrums im Innenministerium in Dresden nicht, obwohl am Samstag bestes Frühlingswetter viele Menschen ins Freie lockte. Es habe «nur kleinere Sachen wie eine Gartenparty und Ähnliches» gegeben, sagte ein Sprecher am Sonntag. 

In Dresden wurden bis zum Samstagabend insgesamt vier Straftaten nach dem Infektionsschutzgesetz gemeldet. Die Leipziger Polizei berichtete über mehr «Corona»-Einsätze, bei denen unter anderem eine Familienfeier in einer Garage oder eine Zusammenkunft von 85 Menschen in einem Park unterbunden wurde. Die Chemnitzer Polizei sprach ebenfalls Platzverweise aus, beendete eine laute Party in einem leerstehenden Gebäude und ein Tischtennis-Turnier. 

9:35 Uhr: Verkehrsverbund Oberelbe streicht und reduziert Verbindungen

Der VVO wird ab Mittwoch sein Angebot reduzieren. Einschränkungen wird es bei der DB Regio, der Mitteldeutschen Regiobahn und dem trilex geben. Das Fahrgastvolumen bei S-Bahn- und Regionalverkehr ist um 60 bis 70 Prozent zurückgegangen - der Busverkehr sogar bis 80 Prozent.

  • Ab Pirna, Meißen und Tharandt fahren die S-Bahnen künftig zweimal stündlich nach Dresden, ab Großenhain, Weinböhla und Radeberg zwei- bis dreimal stündlich
  • Bad Schandau, Elsterwerda, Hoyerswerda, Kamenz, Königsbrück und Riesa sind im Stundentakt erreichbar
  • Der Busverkehr auf 14 Linien läuft weiter im Stundentakt, wie die Regionalexpress-Linien zwischen Dresden und Leipzig, Cottbus, Hoyerswerda und Elsterwerda.
  • Die Wanderzüge in die Sächsische Schweiz und nach Altenberg entfallen, zwischen Dresden und Kamenz sowie Königsbrück und Heidenau–Altenberg fahren einzelne Züge mit geringerer Kapazität, aber nach normalen Fahrplänen
  • In Hoyerswerda fahren die Stadtbusse nur noch im Stundentakt, die wichtigen Anschlüsse an die Bahn in Dresden werden weiter bedient

8:45 Uhr: Ausgangsbeschränkungen für viele Menschen "Stress"

Die Corona-bedingte häusliche Isolation durch Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote stellt Familien, Paare und Singles vor sehr unterschiedliche Herausforderungen. «Es ist ein Stresstest für viele Beziehungen und Familien», sagt Stephan Mühlig, Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie der TU Chemnitz. «Das Wichtigste ist: Ruhe bewahren.» Sonst drohe schnell eine psychische Belastung, die man als «Lagerkoller» kenne. Bei längerer Isolation drohe psychischer Schaden, sagt der Wissenschaftler unter Verweis auf frühere Epidemien oder die jüngsten Erfahrungen in China. «Dort hat sich gezeigt, dass die monatelange Ausgangssperre zu sozialem Stress führt, wenn Menschen über längere Zeit zusammen in ihrer Wohnung eingesperrt sind.»


28. März 2020

14:25 Uhr: Coronavirus in Sachsen weiter auf dem Vormarsch - Anstieg ist aber geringer

In Sachsen ist die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten weiter angestiegen. Im Vergleich zum Vortag ist der Antieg aber weniger stark. Bis zum Nachmittag wurden nach Angaben der Landesuntersuchungsanstalt (LUA) insgesamt 1700 Menschen im Freistaat positiv getestet. Das bedeutet einen Anstieg um 195 Fälle, von Donnerstag auf Freitag lag das 24 Stunden-Plus noch bei 230 Personen. Die Zahl der Menschen mit einer Sars-CoV-2-Infektion, die starben, liegt weiterhin bei neun. (mit dpa)

11:50 Uhr: Ministerpräsident Kretschmer sieht verlangsamte Ausbreitung in Sachsen

Das Coronavirus breitet sich nach Angaben von Ministerpräsident Michael Kretschmer im Freistaat weniger schnell aus als in China oder Italien. "Sachsen ist bei einer Verdopplung in fünf bis sieben Tagen, das ist eine deutliche Verlangsamung", sagte er den «Dresdner Neuesten Nachrichten». Für eine schnellere Lockerung der Ausgangsbeschränkungen sei die Verzögerung der Ausbreitung kein Grund. "Wir müssen bis Ostern warten", sagte er. Am Ostersonntag werde Bilanz gezogen. "Erst dann, wenn alles gut gelaufen ist, besteht die Möglichkeit, etwas lockere Bestimmungen gelten zu lassen."

10:31 Uhr: Polizei will Parks verstärkt kontrollieren

Die Polizei will am Wochenende an vielen Orten in Sachsen verstärkt kontrollieren, ob die Regeln zum Eindämmen des Coronavirus eingehalten werden. «Ziel ist es, Menschenansammlungen zu unterbinden», sagte ein Polizeisprecher in Dresden am Samstagmorgen. Die Beamten wollen vor allem in Naherholungsgebieten wie der Sächsischen Schweiz, aber auch in Parks und anderen beliebten Aufenthaltsorten unterwegs sein.

Auch in Chemnitz und Leipzig soll es laut Polizei Kontrollen geben. Bereits in den vergangenen Tagen waren Beamte und Mitarbeiter des Ordnungsamts im Einsatz, so ein Polizeisprecher in Chemnitz. Wie viele Verstöße es gab, konnte er nicht sagen.

8:11 Uhr: Weniger Verbrechen und Verkehrsunfälle in Sachsen

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben in Sachsen kurzfristig zu weniger Straftaten und Verkehrsunfällen geführt. Grundsätzlich sei die Anzahl der polizeilich erfassten Einsätze zur Zeit rückläufig, wie die Polizei Sachsen auf dpa-Anfrage mitteilte. Eine belastbare statistische Auswertung des Kriminalitätsaufkommens in dieser Zeit stehe allerdings noch aus.

Dass die derzeit geltenden strengen Ausgangsbeschränkungen langfristig zu einem Rückgang der Kriminalität führen, erwartet die sächsische Polizei jedoch nicht: Einzelne Delikte könnten weniger häufig begangen werden, andererseits würden sich neue Deliktbereiche ergeben. Derzeit erarbeite das Bundeskriminalamt (BKA) Prognosen und Empfehlungen zu Einsatzschwerpunkten der Polizei unter den Bedingungen der Corona-Krise.


27. März 2020

20:00 Uhr: Berufspendler können in Sachsen finanzielle Hilfe beantragen

Tschechische und polnische Berufspendler, die wegen der Corona-Beschränkungen ihrer Heimatländer vorübergehend in Sachsen Unterkünfte nehmen, können finanzielle Hilfen des Landes beantragen. Das gilt für Beschäftigte in Medizin und Pflege - diese können nun Anträge auf die Zuschüsse auf der Website der Landesdirektion Sachsen stellen, wie diese am Freitagabend mitteilte.

Die Hilfen in Höhe von 40 Euro pro Tag und Person sowie 20 Euro pro Tag und Person für nahe Angehörige hatte die sächsische Landesregierung am Mittwoch beschlossen. Voraussetzung für eine Förderung sei, dass die Beschäftigten infolge der neuen Einreisebeschränkungen der Nachbarländer nicht mehr täglich nach Sachsen einpendeln könnten. 

19:55 Uhr: Sachsen stellen Fragen an Köpping und Duli

In einem Facebook-Livechat konnten die Menschen in Sachsen am Freitag ihre Fragen zur Corona-Krise an Gesundheitsministerin Petra Köpping und Wirtschaftsminister Martin Dulig stellen. Zahlreiche Anliegen drehten sich um die Themen Kurzarbeitergeld, wirtschaftliche Sorgen und die geltende Allgemeinverfügung.

«Wir haben ganz viele schwierige Einzelprobleme, die wir jetzt alle Schritt für Schritt lösen müssen», sagte Köpping zu Beginn der einstündigen digitalen Bürgersprechstunde. Im Gespräch lenkte Köpping ein, nicht alle Sorgen der Bürger im Blick gehabt zu haben. So nahm sie unter anderem einen Hinweis auf ausbleibenden Unterricht für gehörlose Kinder zur Bearbeitung mit.

Wirtschaftsminister Dulig betonte auf Nachfrage, dass er sich für eine Erhebung des Kurzarbeitergelds für einkommensschwache Gruppen einsetze. «Ich mach mir vor allem um die Sorgen, die jetzt mit Mindestlohn oder geringem Lohn auf 65 Prozent sind», sagte Dulig. Da aber keiner wisse, wie lange diese Krise andauere, müsse man trotz aller persönlicher Schicksale bedacht haushalten. (dpa)

18:12 Uhr: Kein Patientenkontakt durch infizierte Ärzte in Meißen

Zwei mit dem Coronavirus infizierte Ärzte am Elblandklinikum Meißen hatten keinen Patientenkontakt. Das sagte eine Klinik-Sprecherin am Freitag. Die beiden Ärzte hatten sich extern angesteckt und befinden sich derzeit in Quarantäne.

Die Sprecherin verwies darauf, dass an dem Klinikum die Möglichkeit für einen Test für das Personal sehr großzügig gehandhabt werde und über die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts hinausgehe. Das Elblandklinikum Meißen hat eine eigene Infektionsambulanz. (dpa)

17:25 Uhr: Wohnungsgenossenschaften rechnen mit Millionen-Ausfällen

Sachsens Wohnungsgenossenschaften (VSWG) rechnen im Zuge der Corona-Pandemie mit Mietausfällen von knapp 20 Millionen Euro pro Monat. «Wir gehen derzeit davon aus, dass kurzfristig rund 20 Prozent der Mieteinnahmen gefährdet sind», teilte der Vorstand in Dresden am Freitag mit. Der VSWG erwartet zudem, dass sich der Anteil der ausfallenden Mieten mit zunehmender Dauer der Krise um rund 1,5 bis 2 Prozent pro Monat erhöhen könnte und plädierte für einen Sicher-Wohnen-Fonds. Ein Moratorium für die Mieter als alleinige Lösung bedeute einen wachsenden Schuldenberg, den diese mangels Einnahmen möglicherweise auch später nicht bedienen könnten. Der Bund hatte verfügt, dass Mieter drei Monate lang nicht gekündigt werden, wenn sie wegen der Krise nicht zahlen könnten. (dpa)

16:52 Uhr: Sachsens Krankenhäuser für Behandlung schwerkranker Corona-Patienten gut vorbereitet

Sachsens Krankenhäuser verfügen über eine große Bettenkapazität zur Behandlung von Patienten, die am Coronavirus erkranken. Von den ca. 26.000 Krankenhausbetten im Freistaat Sachsen stehen potentiell 14.471 Betten zur Versorgung zur Verfügung. Momentan sind davon 5.325 Betten frei. Für die Behandlung schwerer klinischer Krankheitsverläufe stehen ca. 1.422 Betten auf Intensivstationen zur Verfügung. Davon sind 1.173 mit Beatmungsgeräten ausgestattet. Aktuell werden in sächsischen Krankenhäusern 222 Corona-Patienten behandelt. Davon liegen 32 Patienten auf Intensivstationen.

16:30 Uhr: Hotline und Infoseite des Sächsischen Sozialministeriums

Sachsens Sozialministeriums hat zum Thema Corona eine eigene Seite ins Netz gestellt. Alle Infos gibt es HIER

Dazu gibt es auch eine Corona-Hotline: 0800 100 02 14

14:55 Uhr: Keine Verschiebung der Abiturprüfungen

Das Abitur oder der Oberschulabschluss sollen in Sachsen trotz Coronavirus-Krise erst einmal nicht verschoben werden. Wie Kultusminister Christian Piwarz heute in Dresden sagte, wird vorerst an den Terminen festgehalten. Das Gleiche gilt auch für die weiterführenden Schulen – dort wird ab Mai geprüft. Allerdings verwies Piwarz auch auf die aktuellen Entwicklungen in der Krise, möglich das dann noch einmal neu entschieden werden muss.

14:20 Uhr: Aktueller Stand der Coronavirus-Infizierten

Das Sächsische Spzialministerium hat am Mittag die neuen Zahlen veröffentlicht. Demnach sind in Sachsen 1.505 Menschen positiv getestet worden. Neun Menschen sind gestorben.

14:00 Uhr: Verkehrsverbund Oberelbe reduziert Angebot

Der VVO wird ab Mitte nächster Woche sein Angebot reduzieren. Einschränkungen wird es bei der DB Regio, der Mitteldeutschen Regiobahn und dem trilex geben. Nach Angaben des Verbundes ist das Fahrgastvolumen bei S-Bahn- und Regionalverkehr um 60 bis 70 Prozent zurückgegangen - der Busverkehr gar bis 80 Prozent.

  • Ab Pirna, Meißen und Tharandt fahren die S-Bahnen laut VVO künftig zweimal stündlich nach Dresden, ab Großenhain, Weinböhla und Radeberg rollen die Züge zwei- bis dreimal stündlich
  • Bad Schandau, Elsterwerda, Hoyerswerda, Kamenz, Königsbrück und Riesa sind im Stundentakt erreichbar
  • Der Busverkehr auf 14 Linien läuft weiter im Stundentakt, wie die Regionalexpress-Linien zwischen Dresden und Leipzig, Cottbus, Hoyerswerda und Elsterwerda.
  • Die Wanderzüge in die Sächsische Schweiz und nach Altenberg entfallen, zwischen Dresden und Kamenz sowie Königsbrück und Heidenau–Altenberg fahren einzelne Züge mit geringerer Kapazität, aber nach normalen Fahrplänen
  • In Hoyerswerda fahren die Stadtbusse nur noch im Stundentakt, die wichtigen Anschlüsse an die Bahn in Dresden werden laut VVO weiter bedient

(mit dpa)

11:40 Uhr: Deutsche Post ohne Probleme bei Zustellungen

Die Brief- und Paketzustellung in Sachsen läuft nach Angaben der Deutschen Post trotz der Corona-Krise ohne wesentliche Einschränkungen. Die meisten Filialen und DHL Paketshops seien geöffnet und zudem über 200 Packstationen landesweit zugänglich. Die mehr als 9000 Fahrer, Zusteller sowie Mitarbeiter in den drei Paketzentren sorgten sechs Tage die Woche für einen reibungslosen Ablauf, nur in Einzelfällen könne es wegen Krankheit oder fehlender Betreuung durch Kita- und Schulschließungen zeitweise zu Einschränkungen kommen. Die Post ist auch temporär auf ein höheres Sendungsaufkommen im Zusammenhang mit mehr Onlinebestellungen vorbereitet. Bisher gebe es keine Engpässe. (dpa)

11:00 Uhr: Musikfest Schmochtitz in Bautzen abgesagt

Das Musikfest Schmochtitz 2020 in Bautzen fällt aus. Der Verein Via Regia Musikevents als Organisator und das Bischof-Benno-Haus als Austragungsort sagten die 16. Ausgabe des Open-Air-Festivals am Freitag wegen der Corona-Pandemie ab. Mit der Ungewissheit hinsichtlich des Engagements osteuropäischer Künstler und wann wieder Veranstaltungen mit Besuchern im Bischof-Benno-Haus möglich sind, könne nicht weiter geplant werden. «Die Absage schmerzt uns sehr, denn das Musikfest gehört jährlich zu den Höhepunkten in unserem Haus», sagte Rektor Sebastian Kieslich. (dpa)

10:36 Uhr: Verbraucherzentrale warnt vor Abzocke

Im Zuge der Corona-Krise nutzen Betrüger die schweren Zeiten um Profit zu machen. Besonders vorsichtig sollten Sie bei: Angebliche Wundermittel, Tests an der Haustür, Pishingmails: Verbraucher werden bereits mit vielfältigen Corona-Betrugsmaschen konfrontiert. Mit Wucherpreisen, falschen Versprechungen und Fehlinformationen machen manche Anbieter Geschäfte mit der Notlage der Verbraucher. Die Verbraucherzentrale geht bereits gegen die Betrüger vor.

10:22 Uhr: Poldi-Mitmach-Aktion

Das Landeskriminalamt Sachsen startet ein Mitmachaktion für Vorschulkinder und Grundschüler. Weil Schulen und Kitas geschlossen sind, will das Maskottchen Poldi gern wissen was die Jungen und Mädchen den ganzen Tag über tun. Bis zum 19. April können Bilder, Briefe oder Gedichte eingereicht werden – darüber sollen die Kinder erzählen was sie im Moment gut oder aber auch nicht so gut finden. Unter den Einsendungen werden 3 Gewinner gezogen, die dann ein Poldipaket zugeschickt bekommen. Die Adresse und alle weiteren Infos erhalten Sie über einen Link bei uns im Netz. 

Per E-Mail an:         poldi@polizei.sachsen.de

Per Post an:           Landeskriminalamt Sachsen
Stichwort »POLDI«
Neuländer Straße 60
01129 Dresden

9:40 Uhr: Helios Kliniken schalten Psychologenhotline

Die Helios Kliniken haben am 10. März eine Hotline für Fragen rund um das Corona-Virus geschaltet. Seitdem meldeten sich mehr als 11.000 Anrufer. Um den zunehmenden Bedarf an psychologischer Unterstützung abzudecken, hat Helios das Team hinter der Hotline nun unter anderem um Psychologen erweitert. Die Telefonnummer: (0800) 8 123 456 

09:02 Uhr: „Sachsen-hilft-sofort Programm“ wird gut angenommen

Mehr als 5500 Unternehmen bzw. Einzelunternehmer haben bereits Anträge auf zinsfreie Kredite bei der Sächsischen Aufbaubank beantragt! 67 wurden wurden bislang bewilligt. Das „Sachsen-hilft-sofort Programm“ richtet sich vor allem an kleinere Unternehmen oder Freiberufler deren Jahresumsatz bei maximal 1 Million Euro liegen und die durch die Corona-Krise in Schieflage geraten sind oder geraten könnten. Darüber hinaus wird Sachsen heute mit im Bundesrat über das Hilfspaket des Bundes abstimmen. Für kleinere Unternehmen und Solo-Selbständige sind u.a. Zuschüsse von bis zu 15.000 Euro vorgesehen, die nicht zurück gezahlt werden müssen.

9:01 Uhr: Neue JVA Zwickau - Verzögerungen durch Corona-Virus

Eigentlich sollte die neue JVA in Zwickau schon letztes Jahr stehen, nun könnte es noch länger dauern: Der Bau des gemeinsamen Gefängnisses von Sachsen und Thüringen könnte sich infolge der Ausbreitung des Coronavirus nochmal verzögern. Auch die 1,35 Kilometer lange Anstaltsmauer und eine Regenwasserrückhaltebecken sollen im nächsten Monaten fertiggestellt werden. Doch ob es dann in der zweiten Jahreshälfte planmäßig mit dem Rohbau weitergehen kann, ist derzeit nicht sicher. «Das ist abhängig von möglichen Einschränkungen im Zusammenhang mit der weltweiten Corona-Pandemie, die derzeit nicht einschätzbar sind», sagte eine Sprecherin. 

16:00 Uhr: Facebook-Livechat

Gesundheitsministerin Petra Köpping und Wirtschaftsminister Martin Dulig wollen am Freitag (18.00 Uhr) in einem Facebook-Livechat Fragen rund um das Coronavirus beantworten. «Wir sprechen über die Maßnahmen der Sächsischen Staatsregierung gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Sachsen», steht in dem Facebook-Post mit der Ankündigung zur Fragen-Antwort-Runde.  Weitere Infos zum Chat gibt es HIER 

26. März 2020

17:50 Uhr: Gesundheitsministerin und Wirtschaftsminister beantworten Bürgerfragen

Gesundheitsministerin Petra Köpping und Wirtschaftsminister Martin Dulig werden am Freitag gemeinsam Fragen rund um das Coronavirus beantworten. Um 18 Uhr stellen sich die beiden Minister den Fragen der Bürger in einem Facebook-Livechat.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können ab sofort ihre Fragen auf der Facebook-Seite von sachsen.de stellen.

16:38 Uhr: Regionale Tests auf das Corona-Virus

Im Erzgebirgsklinikum (EKA) sowie an den Klinikstandorten Stollberg, Zschopau und Olbernhau der Gesundheitsholding Erzgebirge werden seit dem 26. März 2020 Tests auf das Corona-Virus vorgenommen. Die Corona-Teststationen sind montags bis freitags geöffnet, am EKA 16.00 – 18.00 Uhr, in Zschopau 15.00 – 17.00 Uhr sowie in Stollberg und Olbernhau von 10.00 bis 12.00 Uhr und an den Kliniken ausgeschildert.
Aus Kapazitätsgründen können die Tests nur nach den Richtlinien des Robert Koch-Instituts durchgeführt werden. Getestet werden nur Personen mit typischen Symptomen (Husten, Fieber, Schnupfen, Halsschmerzen, Atemnot, Kurzatmigkeit, Geschmacksstörungen, Gliederschmerzen) und Kontakt zu einem nachgewiesenen Corona-Fall oder Rückkehrer aus den Risiko-Gebieten.

16:30 Uhr: Patienten aus Bergamo in Dresden gelandet

Auf dem Flughafen Dresden Klotzsche sind zwei schwerkranke Coronavirus-Patienten aus Italien angekommen. Sie landeten am Donnerstagnachmittag aus Bergamo kommend mit einer Militärmaschine der italienischen Luftwaffe. Sie wurden von Rettungskräften in Fachkliniken gebracht und werden im Universitätsklinikum Dresden und im Fachkrankenhaus Lungenzentrum Coswig behandelt. Insgesamt nimmt Sachsen in diesen Tagen acht Schwerkranke aus Italien auf.

Bereits am Dienstag und Mittwoch waren je zwei Patienten aus Italien nach Leipzig gebracht worden. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte am Montag über die Hilfsaktion informiert. Man sei damit einer Bitte der italienischen Regierung nachgekommen.

16:26 Uhr Jobs für Helfer

In Zeiten der Corona-Krise werden überall helfende Hände gesucht. Das Studentenwerk Chemnitz-Zwickau hat eine Liste mit studentischen Nebenjobs erstellt. Die Liste wird laufend aktualisiert. Alle Infos gibt es hier.

16:23 Uhr: Unfallkasse Sachsen spendet über 4.000 Einheiten Mundschutz

Am Donnerstag übergab die Unfallkasse Sachsen nochmals 2.000 Exemplare Mundschutz an die ELBLANDKLINIKEN in Meißen. Bereits am Mittwoch wurde eine Lieferung von 2.300 Stück übergeben. Die ELBLANDKLINIKEN sind das Corona-Virus-Zentrum für den Landkreis. Der Mund-Nasen-Schutz stammt aus Lagerbeständen der Unfallkasse in Meißen, die wegen einer Schimmelbelastung in den Kellerräumen für die Beschäftigten in Meißen angeschafft worden waren. „Ärztliches und pflegerisches Personal leisten in diesen Tagen Außergewöhnliches und haben unsere Anerkennung und den bestmöglichen Schutz ihrer Gesundheit verdient“, so Dr. Martin Winter bei der Übergabe der Lieferung an den Vorstand der ELBLANDKLINIKEN Frank Ohi.

15:23 Uhr: Flughafen Leipzig/Halle stellt auf Kurzarbeit um

Der Flughafen Leipzig/Halle stellt im Zuge der Corona-Krise jetzt die Betriebszeiten um. Das hat die Mitteldeutsche Flughafen AG mitgeteilt. Zudem wurde für Mitarbeiter im operativen Bereich und in der Verwaltung Kurzarbeit beantragt. Da die meisten Passagierflüge wegfallen, wolle man sich komplett auf den Frachtverkehr konzentrieren – täglich kommen rund 200 Flieger an.

15:15 Uhr: Sozialministerium und Verbraucherzentrale warnen vor Abzocke

Das Sächsische Sozialministerium und die Verbraucherzentrale Sachsen warnen gemeinsam vor Abzocke und Betrug in der Coronavirus-Krise. Aktuell seien vermehrt Telefonakquisen, Phishing-Mails und falsche Audio-Dateien im Umlauf.

"Neben den Mut machenden Seiten des Zusammenhalts und der notwendigen Vernunft, gibt es leider auch andere Extreme in der Krise: Menschen, die die gegenwärtige Situation ausnutzen," so Sozialministerin Petra Köpping. "Lassen Sie sich von den wenigen schwarzen Schafen in keine Falle locken. Aktuell mischen sich dubiose Online-Angebote und Fake-Shops unter seriöse Webseiten. Angeblich ausverkaufte Waren, vor allem Desinfektionsmittel oder Atemschutzmasken werden zu sehr hohen Preisen angeboten. Davor möchte ich gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Sachsen ausdrücklich warnen."
 

15:05 Uhr: Sachsen denkt über Bußgeldkatalog nach

Um die Corona- Krise weiter einzudämmen denkt Sachsen jetzt auch über die Erstellung eines Bußgeldkataloges nach. Wie Innenminister Roland Wöller sagte, halte sich zwar der überwiegende Teil der Sachsen an die bislang getroffenen Maßnahmen, dennoch muss die Polizei auch immer wieder eingreifen und u.a. Platzverweise aussprechen. Bereits jetzt stehen Menschenansammlungen unter Strafe. Bislang gibt es in Sachsen 1275 nachgewiesene Infektionsfälle – das sind 147 mehr als gestern. 6 Menschen sind gestorben – bei 8 Patienten gibt es einen schweren Verlauf, so Gesundheitsministerin Petra Köpping.

14:52 Uhr: Die Zahl der Corona-Patienten in Sachsen nimmt weiter zu

Die Zahl der Corona-Patienten in Sachsen nimmt weiter zu. Wie Gesundheitsministerin Petra Köpping am Donnerstag in Dresden mitteilte, wurde das Virus bei mittlerweile 1275 Menschen nachgewiesen, 147 mehr als am Vortag. Bisher starben acht Patienten zwischen 74 und 85 Jahren, die laut Köpping alle Vorerkrankungen hatten. Bei acht Patienten gibt es einen schweren Verlauf. Nach wie vor werden pro Tag 5600 Tests auf das Virus durchgeführt. 

14:34 Uhr Kritik an Schließung der Wochenmärkte

Der sächsische Landesbauernverband hat die Schließung der Wochenmärkte im Freistaat scharf kritisiert. "Die Maßnahme ist eine Katastrophe und es ist nicht nachvollziehbar, warum Sachsen als einziges Bundesland eine solche Anordnung erlässt", sagte Hauptgeschäftsführer Manfred Uhlemann am Donnerstag der dpa. Zum einen käme die frische Ware direkt aus der Region. Zum anderen sei die Ansteckungsgefahr im Freien nicht größer als in Supermärkten. Auch auf Wochenmärkten könnten die Desinfektionsregeln eingehalten und Abstandsvorgaben zwischen den Kunden so gar noch günstiger gestaltet werden. Sein Verband habe sich mit einem Brief an Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) gewandt und gebeten, die Regelung noch einmal zu überprüfen und zurückzunehmen, sagte der Hauptgeschäftsführer.

14:25 Uhr: Schüler und Studenten sollen auch während der Corona-Pandemie finanzielle Sicherheit haben

Schüler und Studenten sollen auch während der Corona-Pandemie finanzielle Sicherheit haben. Das BAföG wird trotz verschobenem Semesterbeginn gezahlt. Sollte der Studienabschluss aufgrund von verschobenen Prüfung nicht in der Regelstudienzeit geschafft werden, bekommen Studenten auch länger eine Ausbildungsförderung, heißt es aus dem sächsischen Bildungsministerium.

14:23 Uhr: Insassen der Gefängnisse in Chemnitz und Torgau unterstützen mit der Herstellung von Schutzmasken

Insassen der Gefängnisse in Chemnitz und Torgau unterstützen das Deutsche Rote Kreuz und die Polizei mit der Herstellung von Schutzmasken gegen das Coronavirus. Außerdem nähen sie für den eigenen Bedarf der Justiz, wie das zuständige Ministerium am Donnerstag in Dresden mitteilte. Die von den Gefangenen gefertigten Masken sorgten dafür, dass Hilfsorganisationen und Polizei einsatzfähig bleiben, so Justizministerin Katja Meier (Grüne) nach einem Besuch der Justizvollzugsanstalt (JVA) Chemnitz. Sie dankte den Insassen für ihren Einsatz. In der Näherei der JVA Chemnitz wurden seit letzter Woche 15 000 Mund-Nase-Schutzmasken aus medizinischem Vlies hergestellt. In der JVA Torgau sind es täglich 2000 Stück.

14:16 Uhr: Landesschülerrat hofft auf mehr Klarheit über Abiturprüfungen

Der Landesschülerrat (LSR) hat die Ankündigung planmäßig stattfindender Abiturprüfungen positiv aufgenommen. «Ich bin sehr froh, dass wir jetzt Klarheit haben und uns gezielt auf das Datum der Prüfung vorbereiten können», sagte LSR-Beraterin und Abiturientin Selma Roth am Donnerstag in Leipzig. Sachsens Kultusministerium stellte mit Blick auf das Coronavirus am Mittwoch planmäßig nach Ostern beginnende Abiturprüfungen in Aussicht. Man bereite sich auf alle Eventualitäten vor und prüfe Ausweichmöglichkeiten, hieß es. Schüler in Sachsen sollen ihr Abitur im Zeitraum vom 22. April bis 11. Mai schreiben. Die mündlichen Prüfungen sollen zwischen 13. Mai und 5. Juni stattfinden.  

14:14 Uhr: RB Leipzig unterstützt Corona-Solidaritätsaktion

RB Leipzig beteiligt sich an einer Solidaritätsaktion für Clubs aus der 1. und 2. Fußball-Bundesliga, die von der Coronavirus-Krise besonders schwer betroffen sind. Gemeinsam mit Bayern München, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen stellen die Sachsen insgesamt 20 Millionen Euro zur Verfügung. Über die Kriterien zur Verteilung des Geldes soll das DFL-Präsidium befinden.

14:10 Uhr: Corona-Todesfall im Landkreis Görlitz

Im Landkreis Görlitz ist die erste Patientin im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Erkrankung gestorben. Die 89-Jährige aus einer Pflegeeinrichtung in Krauschwitz im Landkreis Görlitz wurde positiv getestet, teilte das Landratsamt am Donnerstag in Görlitz mit. Sie sei bereits am Mittwoch gestorben. Zuvor sei sie mit bestehenden Vorerkrankungen und dem Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion in einer Klinik behandelt worden. (dpa)

12:54 Uhr: Görlitzer Stadtrat allein im Saal

Der Görlitzer Stadtrat ist heute unter sich. Wegen der Corona-Ansteckungsgefahr dürfen Besucher nicht in den Tagungssaal. Die Sitzung wird aber live im Internet übertragen. So können auch wir über berichten. Der Stadtrat will u.a. eine Soforthilfe von 100.000 Euro für das Klinikum beschließen. Damit sollen dringend benötigte Beatmungsgeräte gekauft werden. Außerdem will der Stadtrat die Planungen für Sanierung und Modernisierung der Stadthalle anschieben. Die AfD hat im Zusammenhang mit der Corona-Krise einen Antrag auf Überlebenshilfe für Selbstständige eingebracht. Jeder soll einmalig 1.000 Euro bekommen.Getagt wird in der neuen Sporthalle an der Jägerkaserne. Dort können die Räte den geforderten Mindestabstand von 1,50 Meter einhalten.

12:10 Uhr: Kostenlose Hotline der Staatsregierung rund um Corona

Ab sofort gibt es eine zentrale kostenlose Telefon-Hotline der Staatsregierung. Experten aus verschiedenen Ministerien stehen in der derzeitigen Situation als Ansprechpartner zur Verfügung. Unter anderem wird zu unternehmerischen und steuerlichen Aspekten beraten. Wochentags von 7 bis 18 Uhr und auch am Wochenende gibt es Sprechzeiten. Telefonische Anfragen können unter der einheitlichen kostenlosen Hotline 0800 – 1000 214 gestellt werden.

11:36 Uhr: Mitteldeutsche Flughäfen sichern Betriebsfähigkeit

Die Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle haben einen umfassenden Maßnahmenkatalog zur Krisenbewältigung auferlegt bekommen. So gelten während der Cororna-Krise besondere EInschränkungen auf den Flughäfen:

  • Starts und Landungen müssen an beiden Flughäfen mit einem Vorlauf von 24 Stunden angemeldet werden. Dieser Vorlauf gilt auch für Fluggesellschaften, die ihre Flugzeuge vorübergehend abstellen möchten.
  • Am Standort Leipzig/Halle wird die Nordbahn in der Zeit von 6 bis 22 Uhr geschlossen.
  •  Flugzeuge, die von den Elbe Flugzeugwerken in Dresden gewartet werden, können derzeit nach Voranmeldung landen und starten.
  • Rückholflüge und Flüge zur Hilfeleistung in Not- und Katastrophenfällen, zur Erfüllung humanitärer, polizeilicher und hoheitlicher Aufgaben sowie Landungen aus Flugsicherheitsgründen sind weiterhin an beiden Airports möglich.

10:50 Uhr: Neiße-Festival abgesagt

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie ist das Neiße-Festival im Mai abgesagt worden. Das haben die Organisatoren des Kunstbauerkino Großhennersdorf heute bekanntgegeben. Durch die Einschränkungen des öffentlichen Lebens, Schließungen vn Kinosälen sowie der Grenzschließungen zu Polen und Tschechien ist die Vorbereitung des Festivals nicht möglich. Die 17. Auflage des Neiße-Festivals soll aber nicht ganz entfallen, sondern wenn möglich, später in einer verkürzten Form nachgeholt werden.

10:39 Uhr: Rennbahn Scheibenholz sagt Aufgalopp am 1. Mai 2020 ab

Um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, sagt die Leipziger Galopprennbahn Scheibenholz den Aufgalopp am 1. Mai ab – erstmals in der Geschichte. Im letzten Jahr wurden bei der Auftaktveranstaltung 20.000 Besucher gezählt.

Der nächste geplante Renntag im Scheibenholz ist der Moderenntag am Sonntag, den 7. Juni. Danach folgen der Sommernachtsrenntag am Donnerstag, den 9. Juli, und das Große Saisonfinale am Samstag, den 10. Oktober.

08:35 Uhr: Polizei verteilt Schutzmasken an Krankenhäuser

Um die Ärzten, Pflegern und Krankenhausmitarbetern unter die Arme zu greifen, hat das Polizeiverwaltungsamtes Sachsen jetzt Atemnschutzmasken aus dem eigenen Lager gespendet. Bereits Mittwochvormittag wurden fast 3.000 Feinstaubmasken der Schutzklasse FFP3 an das Klinikum St. Georg nach Leipzig ausgeliefert. Weitere 3.000 Schutzmasken gab es für das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden und fast 1.500 Stück erhält das Klinikum Chemnitz.

0:27 Uhr: Tschechien schließt Grenze für Berufspendler

Tschechien stoppt nun auch die Ein- und Ausreise für Berufspendler. Zur Eindämmung der Coronavirus-Infektionen sind seit Mitternacht alle Übergänge dicht. Das tschechische Kabinett in Prag hatte dies am Montag beschlossen.

Nach Angaben von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer pendeln insgesamt rund 10 000 Menschen aus Tschechien zum Arbeiten nach Sachsen. Sie müssen sich entscheiden, daheimzubleiben oder sich für mehrere Wochen in Deutschland eine Unterkunft zu suchen. In letzterem Fall müssten sie sich nach ihrer Rückkehr nach Tschechien in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne begeben.

Ausnahme: Angehörige des Gesundheits- und Rettungswesens sowie der sozialen Dienste, die in Deutschland arbeiten, aber in Tschechien leben, dürfen die Grenze nun doch weiter täglich überschreiten.


25. März 2020

20:15 Uhr: Tschechien lenkt bei Berufspendlern ein

Tschechien lenkt bei der strittigen Frage der grenznahen Berufspendler teilweise ein. Angehörige des Gesundheits- und Rettungswesens sowie der sozialen Dienste, die in Deutschland arbeiten, aber in Tschechien leben, dürfen die Grenze nun doch weiter täglich überschreiten. Das teilte das tschechische Innenministerium mit.

19:01 Uhr: Lok Leipzig verkauft 64.000 virtuelle Tickets

Fußball-Regionalligist Lok Leipzig hat mit seiner Spendenaktion "Leute, macht die Bude voll" den virtuellen Zuschauerrekord im Bruno-Plache-Stadion geknackt. Am Mittwochabend waren knapp 64.000 Tickets für ein imaginäres Spiel am 8. Mai gegen einen "unsichtbaren Gegner" verkauft worden. Die Tickets können online im Lok-Fanshop für jeweils einen Euro erworben werden. Das Geld kommt dem Verein in der Coronakrise zugute.

18:25 Uhr: Kritik an Schließung der sächsischen Wochenmärkte

Die Arbeitsgemeinschaft der bäuerlichen Landwirtschaft Mitteldeutschland und das Handwerk in Sachsen haben die verfügte Schließung der Wochenmärkte in Sachsen kritisiert. Sie leisteten einen wichtigen Beitrag zur Nahversorgung der Bevölkerung mit gesunden und regionalen Lebensmitteln und böten einen höheren Schutz vor Infektionen als Supermärkte, wenn alle Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden, teilten der Verband und der sächsische Handwerkstag am Mittwoch mit. Das Land hatte am Dienstag verfügt, die Wochenmärkte in Sachsen zu schließen. Die Städte Leipzig, Chemnitz und Plauen haben daraufhin die Märkte bis auf Weiteres abgesagt. Andere Kommunen prüfen noch, wie die Allgemeinverfügung umgesetzt werden soll.

17:01 Uhr: Sachsen dehnt seine Hilfsangebote auf polnische Arbeitnehmer im Freistaat aus

Sachsen dehnt in der Corona-Krise seine Hilfsangebote auf polnische Arbeitnehmer im Freistaat aus. Nachdem ab diesem Donnerstag Hilfen für Beschäftigte aus Tschechien gezahlt werden, sollen nun auch Polen solche Vergünstigungen erhalten, wenn sie weiter in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen arbeiten, teilte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Mittwoch in Dresden mit. Ihnen wird vom Freistaat ein Zuschuss von je 40 Euro pro Tag gezahlt. Auch Angehörige und Lebenspartner können mit nach Sachsen kommen und erhalten dann jeweils 20 Euro täglich. Dafür hat Sachsen für die kommenden drei Monate zehn Millionen Euro eingeplant.

16:20 Uhr: Die Abitur- und Abschlussprüfungen in Sachsen sollen durchgeführt werden

Die Abitur- und Abschlussprüfungen in Sachsen sollen trotz Corona-Krise nach aktuellem Stand durchgeführt werden. Darauf haben sich die Kultusminister der Länder heute geeinigt. Präsidentin der Kultusministerkonferenz Stefanie Hubig erklärte das die Prüfungen zu den geplanten Terminen oder Nachterminen stattfinden sollen. Diese Regelung gilt solange der Infektionsschutz gewährleistet werden kann. Die Gesundheit von Schülern und Lehrern steht nach wie vor an erster Stelle so Hubig.

15:00 Uhr: Aktuell sind 1128 Menschen in Sachsen mit dem Corona-Virus infiziert

Wie das Sächsische Sozialministerium mitteilte sind in Sachsen 1128 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Stand: 25. März 2020, 12:00 Uhr

14:35 Uhr Neue Liste mit häufig gestellten Fragen

Weil immer wieder Fragen zur Allgemeinverfügung auftauchen, hat der Freistaat jetzt die wichtigsten in einer FAQ-Liste zusammengefasst.

14:20 Uhr Sachsen schaltet zentrale Corona-Hotline

Ab sofort gibt es eine zentrale kostenlose Telefon-Hotline der Sächsischen Staatsregierung. Die Hotline lautet 0800 - 100 0214 und ist Montag bis Freitag von 7 - 18 Uhr und Samstag von 10-18 Uhr erreichbar. Das Angebot wird kontinuierlich ausgebaut. Aktuelle Informationen daneben fortlaufend auf www.coronavirus.sachsen.de

14:14 Uhr Volkswagen hilft mit Atemschutzmasken

Volkswagen Sachsen hat aus eigenen lokalen Beständen 3.000 Atemschutzmasken sowie hunderte Schutzkittel und Schutzbrillen für medizinische Einrichtungen in Zwickau, Chemnitz und Dresden zur Verfügung gestellt. Volkswagen will mit dieser Spende in der aktuellen Pandemie-Situation schnell und effektiv helfen.

Das Unternehmen hat die Schutzausrüstung bereits direkt an die lokalen medizinischen Ansprechpartner verteilt. „Es ist unser Anliegen, vor Ort gezielt zu helfen und unserer sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen“, hieß es von Seiten des Unternehmens.

13:30 Uhr: Freital richtet Bürgertelefon ein

Freital richtet ein Bürgertelefon für dringende Fragen rund um das Corona-Virus ein. Erreichbar ist es ab dem 26. März unter der 0351 6476-327 von Montag bis Freitag zwischen 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Der Freitaler Kommunalstab hat sich dazu entschieden die WLAN-Hotspots m Neumarkt, im Mehrgenerationenpark Zauckerode und im Bereich Schloss Burgk abzuschalten.

13:01 Uhr: RB-Leipzig stellt Team eine Woche vom gemeinsamen Training frei

Fußball-Bundesligist RB Leipzig hat seine Profis für eine Woche vom gemeinsamen Trainingsbetrieb freigestellt. «Die Jungs haben alle einen Trainingsplan mitbekommen. Das gilt bis Mitte nächster Woche und dann schauen wir mal, wie sich die Lage entwickelt», sagte RB-Sportdirektor Markus Krösche am Mittwoch in einer Telefon-Konferenz. Das Team solle «nicht komplett frei machen», sondern habe auch «eine sportliche Komponente», betonte der Sportdirektor, der die klare Anweisung gab, dass die Spieler in Leipzig bleiben sollen. «Sie arbeiten auch viel mit den Analysten an ihren Fähigkeiten, an Schwächen und Stärken», betonte Krösche.  

12:54 Uhr: Auch polnische Pendler dürfen nicht mehr über die Grenze

Polen zieht nach. So wie die tschechischen Pendler können ab diesem Freitag auch Arbeitskräfte jenseits der Neiße nicht mehr ohne weiteres ein- und ausreisen. Wenn sie zurück nach Polen kehren, müssen sie sich zwei Wochen in Quarantäne begeben. Darüber informierte heute das Landratsamt Görlitz. Für tschechische Arbeitspendler gilt die Regelung schon ab morgen.

12:54 Uhr: Busverkehr nur von Prag nach Sachsen möglich

Wegen der Corona-Krise hat Tschechien den internationalen Bahn- und Busverkehr einstellen lassen. Für Deutsche, die das EU-Partnerland verlassen wollen, verkehrt das Unternehmen Regiojet nun mit Bussen von Prag über Dresden nach Berlin. Das tschechische Außenministerium habe dafür eine Sondererlaubnis erteilt, sagte Firmensprecher Ales Ondruj am Mittwoch. In die andere Richtung nehmen die Busse keine Passagiere mit. 

12:51 Uhr: Zwei weitere Corona-Patienten aus Italien sollen heute in Leipzig ankommen

In Leipzig werden heute zwei weitere Corona-Patienten aus Italien erwartet. Das bestätigte ein Sprecher des Helios-Klinikums und des Herzzentrums. In den beiden Krankenhäusern sollen die Patienten aus Bergamo behandelt werden. Den Angaben zufolge sind sie in einem schlechten Zustand, beide müssten beatmet werden. Die beiden Patienten sollen jünger als 70 Jahre sein. Eigentlich sollten die beiden bereits gestern am Flughafen Leipzig/Halle ankommen. Probleme beim Transport hätten das aber verhindert. Sachsen nimmt in Leipzig, Dresden und Coswig acht Corona-Patienten aus Italien auf.

12:14 Uhr: Bischofswerdaer können ihre Hilfsangebote vernetzen

Die Bischofswerdaer können Hilfsangebote über eine Online-Plattform vernetzen. Dafür steht Ihnen das Nachbarschaftsportal nebenan.de zur Verfügung - so die Stadtverwaltung. Einwohner können sich ab sofort virtuell vernetzen, austauschen und ihre Hilfsangebote zusammenstellen. Nebenan.de war bislang nur in Großstädten angesiedelt. Das sollte sich mit dem Ende Januar erfolgten Startschuss zum Projekt „Dörfer mit Zukunft“ ändern. Die Diakonie Deutschland initiierte dies gemeinsam mit der Nachbarschaftsplattform nebenan.de für den ländlichen Raum.

11:14 Uhr: Virtuelle Führung in Görlitz

Das Museum im Barockhaus Neißstraße in Görlitz ist wieder geöffnet. Besucher können bequem am heimischen Computer einen virtuellen Bummel unternehmen. Der Rundgang führt durch die Dauerausstellungen in beiden Geschossen. Die Nieskyer Firma „Sachsenhits“ hat die Bilder für den Bummel mit einer speziellen Kamera aufgenommen. Den Link finden Sie bei uns im Netz. 

11:09 Uhr: Die Autobahnrasthöfe bleiben für die Versorgung der LKW-Fahrer geöffnet

Mit der Allgemeinverfügung hat sich auch die Versorgung vieler LKW-Fahrer entlang der sächsischen Autobahnen verschlechtert. Sie stehen an den Rasthöfen vor verschlossenen Türen, können nicht essen, schlafen oder duschen. Das Wirtschaftsministerium appelliert an die Betreiber, ihre Angebote aufrecht zu erhalten. Die Abgabe von Speisen und Getränken außer Haus sei weiterhin möglich, auch WC und Duschen können und sollen geöffnet bleiben. Darüber hinaus sind Übernachtungen für Geschäftsreisende nach wie vor möglich.

10:47 Uhr: Sächsischer Familientag im Juni 2020 abgesagt

Der Sächsische Familientag in Coswig wird nicht stattfinden. Das teilte die Sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Petra Köpping dem Oberbürgermeister Thomas Schubert mit. Geplant war der Familientag für den 20. Juli in Coswig. Die an der Vorbereitung Beteiligten konzentrieren sich nun auf den Schutz vor der Ausbreitung des Corona-Virus.

10:32 Uhr: Erste "digitale Dörfer" gehen in Sachsen online

Die digitalen Dienste "DorfNews" und "DorfFunk" wurden am Morgen des 25. März für die Lommatzscher Pflege freigeschaltet. Ab sofort können alle Bewohnerinnen und Bewohner mit den Anwendungen Nachrichten aus dem Dorf und der Umgebung publizieren, Hilfsangebote und -gesuche einstellen oder einfach miteinander plauschen. Die App gibt’s für IOS und Android. Sie wurde zusammen mit dem Frauenhofer Institut entwickelt. In dem Projekt "Digitale Dörfer Sachsen" werden digitale Dienste für ländliche Räume im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Regionalentwicklung entwickelt und erprobt.

08:20 Uhr: Chemnitz setzt Mahnungen aus

Bis 30. April sind Mahnungen und Vollstreckungen von der Stadt Chemnitz ausgesetzt. Eine Ausnahme gibt es nur dann, wenn Verjährung droht. Dies gilt jedoch nicht für Ordnungswidrigkeiten. Die Gewerbesteuer wird auf Antrag gestundet, die Herabsetzung der Vorauszahlung ist ebenfalls auf Antrag möglich. Das Formular dazu gibt es auf www.chemnitz.de. Für die Vergnügungssteuer gilt das auch.

24. März 2020

18:15 Uhr: Sechster Corona-Todesfall in Sachsen

In Sachsen ist ein weiterer Mensch in Folge einer Coronavirus-Infektion gestorben. Wie das Gesundheitsministerium am Dienstag auf Anfrage bekanntgab, handelt es sich um eine Person aus dem Landkreis Zwickau. In dieser Region gibt es besonders viele bestätigte Infektionen. Zu Alter und Geschlecht des Toten konnte ein Sprecher keine Angaben machen. Damit sind inzwischen sechs Menschen im Freistaat an der Atemwegserkrankung Covid-19 gestorben.

Erst am Mittag hatte Gesundheitsministerin Petra Köpping  zwei Todesfälle bekanntgegeben. Die Anzahl der mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten gab das Ministerium am Abend weiterhin mit 1018 an.

18:10 Uhr: Urlauber können Autos aus Prag holen

Urlauber aus Deutschland, die von Prag aus in andere Länder geflogen sind, können ihre am dortigen Flughafen geparkten Autos mit einer Ausnahmegenehmigung abholen. Wie die Sächsische Staatskanzlei am Dienstag mitteilte, ist das noch bis zum Freitag möglich. Dies gehe aus einer Ausnahmeregelung des Innenministers der Tschechischen Republik hervor.

Für die Abholung des Fahrzeugs sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. So muss nachgewiesen werden, dass man Besitzer des Autos ist. Benötigt würden zudem eine eidesstattliche Erklärung über die Durchreise durch Tschechien sowie der Parkschein oder das ursprüngliche Flugticket über den Abflug in Prag. «Die Zeitspanne des Aufenthalts in der Tschechischen Republik ist so kurz wie möglich zu halten, ein Zwischenhalt nur bei dringender Erforderlichkeit erlaubt», teilte die Staatskanzlei mit.

17:49 Uhr: BASF will Desinfektionsmittel herstellen

BASF in Schwarzheide will Hand-Desinfektionsmittel herstellen – als Reaktion auf Engpässe in der Corona-Krise. Noch fehlten aber die Genehmigungen der Behörden, so ein Sprecher. Das Desinfektionsmittel soll für Abnehmer in der Region produziert werden. Es gebe viele Anfragen. BASF hat allerdings noch Probleme, alle Rohstoffe heranzubekommen. Da gebe es derzeit Engpässe

17:45 Uhr: Zahlreiche Verstöße gegen Kontaktverbote

In Sachsen hat die Polizei zahlreiche Verstöße gegen das zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie verhängte Kontaktverbot festgestellt. Die Polizeidirektion Dresden registrierte am Montag insgesamt 57 Einsätze mit «Coronabezug», teilte die Behörde am Dienstag mit. Fast alle Fälle konnten mit Verweis auf die bestehenden Allgemeinverfügungen kommunikativ gelöst werden, hieß es. Schwerpunkt seien die Abendstunden zwischen 18.00 Uhr und 22.00 Uhr. In dieser Zeit komme in der Stadt Dresden auch die Reiterstaffel zum Einsatz. 

17:11 Uhr: Osterreiten ist untersagt

Die Landesdirektion Sachsen informierte das Landratsamt Bautzen darüber, dass das Osterreiten in diesem Jahr untersagt ist. Bis vorerst zum 5. April gilt die Allgemeinverfügung des Sozialministeriums, die eine strenge Ausgangsbeschränkung regelt. Außerdem ist zu beachten, dass die am 19. März 2020 in Kraft getretene Allgemeinverfügung zur Untersagung von öffentlichen und nichtöffentlichen Veranstaltungen sowie von Versammlungen von Menschen eine vorläufige Gültigkeit bis 20. April 2020 hat. Auch in  Anwendung dieser Allgemeinverfügung ist eine Veranstaltung wie das Osterreiten nicht möglich.

17:03 Uhr: Erster schwerer Corona-Fall in Bautzen geheilt

Der erste schwere Corona-Fall in Bautzen wurde geheilt. Wie die Oberlausitz-Kliniken mitteilten, konnte der 60-Jährige heute nach Hause entlassen werden. Er wurde mit mehreren Vorerkrankungen am 10. März aufgenommen und musste anschließend auf die Intensivstation verlegt werden. Dort erhielt er über mehrere Tage eine künstliche Atemunterstützung. Der Mann ist nicht mehr infektiös und konnte das Krankenhaus in Bautzen nun verlassen.

16:50 Uhr: Fußballpause wird verlängert

Das Präsidium der Deutschen Fußbllliga DFL hat am Dienstag getagt und eine Empfehlung ausgesprochen. Demnach soll die Spielpause bis zum 30. April ausgeweitet werden. Betroffen sind davon der Spielbetrieb in der Bundesliga und der 2. Bundesliga, also auch alle Spiele von RB Leipzig, Erzgebirge Aue und Dynamo Dresden. Nächsten Dienstag treffen sich noch die Vertreter der 36 Erst- und Zweitligisten.

16:00 Uhr: Baumschulen und Betriebe im Gartenbau arbeiten weiter

Selbst produzierende und vermarktende Baumschulen und Gartenbaubetriebe dürfen weiterhin geöffnet bleiben. Dies wurde heute von der Staatsregierung beschlossen. Es müssen klare Perspektiven für die Aussaat und Pflanzung geben. Denn es muss die Versorgung mit Obst, Gemüse und anderen pflanzlichen Erzeugnissen sichergestellt werden, so Landwirtschaftsminister Wolfram Günther.

15:50 Uhr: Polizeigewerkschaft Sachsen sieht Nachbesserungsbedarf

Die Polizeigewerkschaft Sachsen begrüßt die Allgemeinverfügung des Sächsischen Sozialminsteriums, sieht aber auch Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Verfügung für die Beamten. Es fehle eine klare Handlungsanweisung, wie mit welchen Fällen umzugehen ist. In einer Mitteilung heißt es "Beispielsweise ist unklar, wie das Umfeld des Wohnbereichs zu definieren ist. Sind dies 300m oder 500m?" Desweiteren bestehen Unstimmigkeiten in der Sanktionierung, wnn Verstöße als Ordnungswidrigkeit und wann als Straftat geahndet werden müssen.

Ein weiteres Problem sieht die DPolG Sachsen e.V. beim Schutz der Polizeibeamten vor dem Virus. Ddie Umsetzung der Allgemeinverfügung ohne entsprechende Schutzmittel seei nicht möglich. Es mangelt demnach an Desinfektionsmitteln, Schutzhandschuhen und Schutzmasken.

15:15 Uhr: Wahlen in Sachsen werden verschoben

Wegen der Coronavirus-Krise werden in Sachsen alle bis zu den Sommerferien geplanten Wahlen verschoben. Wie das Innenministerium in Dresden am Dienstag auf Nachfrage der Dpa bestätigte, sind die Oberbürgermeister- und Bürgermeisterwahlen in den Herbst verlegt worden. Die betreffe alle Urnengänge, die vor dem Start der Sommerferien am 8. Juli vorgesehen waren. Zuvor hatte die Freie Presse online darüber berichtet. 

15:00 Uhr: Angebot für Berufspendler aus Tschechien

Als Reaktion auf die von Tschechien angekündigte Grenzschließung auch für die täglichen Berufspendler hat die sächsische Regierung den in Medizin und Pflege tätigen Tschechen ein Angebot gemacht. Denen, die bleiben, wird ab Donnerstag ein Zuschuss von je 40 Euro pro Tag gezahlt. Das sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer. Auch Angehörige oder Lebenspartner könnten für die nächsten Wochen mit nach Deutschland kommen. Sie sollen 20 Euro pro Tag und Person erhalten. Das Angebot ist auf drei Monate befristet und kann verlängert werden. Zur Unterbringung gebe es Kapazitäten in Pensionen, Hotels und Ferienheimen. 

14:39 Uhr Olympische Spiele werden verschoben

Die Olympischen Spiele in Tokio werden wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. Sie sollen spätestens im Sommer 2021 nachgeholt werden. Das haben das Internationale Olympische Komitee und die Olympia-Organisatoren in Japan heute gemeinsam beschlossen.

13:55 Uhr: Zwei Corona-Todesfälle in Dresden - 1.018 Infizierte in Sachsen

Die sächsische Sozial- und Gesundheitsministerin Petra Köpping hat bestätigt, dass es in Dresden zwei Todesfälle in Folge der Coronavirus-Pandemie gibt. Über das Alter wurden bisher keine Angaben gemacht. In Sachsen sind damit fünf Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

Aktuell sind in Sachsen 1018 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Damit zählt der Freistaat unter die ersten 10 Bundesländer mit über 1000 Infizierten.

13:23 Uhr: #BleibtDaheeme So geht sächsisch

Internet statt Bühne: Künstler und Kreative können sich ab sofort auf der Internet-Plattform «So geht sächsisch» präsentieren - vom Live-Couch-Konzert bis zum Sofa-Kino. Der Freistaat hat dazu die Aktion #Bleibt-Daheeme ins Leben gerufen, wie das Kulturministerium in Dresden am Dienstag mitteilte. «Der sächsische Kulturbetrieb geht im digitalen Raum weiter», sagte Ministerin Barbara Klepsch (CDU). Künstler, Kreative und Kultureinrichtungen seien eingeladen, sich mit eigenen Inhalten zu melden, Teil der #Bleibt-Daheeme-Community zu werden und so direkt in die Wohnzimmer der Bürger gelangen. Veranstaltungen sind zum Beispiel:

•       25.03., 10 Uhr | Sofa-Kino: Sächsische Gesichter

•       25.03., 13 Uhr | Kul-Tour: virtuelle Tour Silberbergwerk Freiberg

•       25.03., 17 Uhr | Künstlergespräch des MdBK Leipzig

•       26.03., 13 Uhr | Workout: Sporttipps der DSC Volleyball-Damen

•       26.03., 19 Uhr | Couch-Konzert: LIVE Singer/Songwriterin RIA aus Leipzig

•       28.03., 12 Uhr | Kul-Tour: virtuelle Tour Industriemuseum Chemnitz

•       28.03., 20 Uhr | Couch-Konzert: LIVE Karaoke mit Luis Lametta

•       29.03., 13 Uhr | LIVE Kinder-Programm mit Clown LuLu

13:04 Uhr: In Leipzig untergebrachte Patienten aus Italien sind in kritischem Zustand

Die beiden in der Nacht aus Italien nach Leipzig eingeflogenen Coronavirus-Patienten sind in einem kritischen Zustand. Das sagte ein Sprecher des Leipziger Uniklinikums. In der Uniklinik werden die beiden Patienten betreut. Im Laufe des Tages sollen noch weitere Patienten aus Italien nach Leipzig kommen. Auch das Herzzentrum und das Helios-Klinikum in Leipzig werden zwei Patienten auf der Intensivstation aufnehmen. Das bestätigte der Pressesprecher der beiden Krankenhäuser.

12:49 Uhr: Weitere Rückholflüge in Leipzig gelandet

Am Flughafen Leipzig/Halle kommen weiterhin Rückholflüge mit Urlaubern aus dem Ausland an. Am Montag sei ein Flugzeug aus Dubai sowie zwei Maschinen aus Ägypten am Flughafen gelandet, so Flughafen-Sprecher Uwe Schuhart. Auch in den kommenden Tagen sollen weitere Rückholflüge in Leipzig landen. Der normale Flugverkehr ist dagegen fast zum Erliegen gekommen.

12:17 Uhr Oberbürgermeisterwahl in Chemnitz wird verschoben

Die Oberbürgermeisterwahl in Chemnitz wird wegen der Corona-Krise verschoben. Das hat das Innenministerium mitgeteilt. Wie uns ein Sprecher sagte, werden alle Bürgermeisterwahlen im Freistaat, die bis zu den Sommerferien geplant waren, in den Herbst verlegt. Auch Chemnitz ist davon betroffen.

Einen neuen Termin wird es laut Ministerium nicht vor dem 20. September geben. Die Wahl war eigentlich für den 14. Juni angesetzt, ein zweiter Wahlgang war, wenn nötig, für den 5. Juli geplant.

11:50 Uhr: Krankschreiben per Telefon für 14 Tage

Krankschreibung per Telfon war zunächst nur für sieben Tage möglich doch, die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Krankenkassen-Spitzenverband KBV haben am Dienstag eine neue Entscheidung getroffen. Nun ist es möglich sich für 14 Tage krankschreiben zu lassen. Die Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit ist nur möglich, wenn der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht. Wenn ein Coronavirus-Test gemacht werden soll, soll der Arzt dem
Patienten sagen, wo dieser sich testen lassen kann. Die Möglichkeit zur Zwei-Wochen-Krankschreibung ist zunächst bis zum 23. Juni befristet.

11:00 Uhr: Landratsamt Görlitz setzt mobile Tempokontrollen aus

Das Blitzerteam des Landratsamtes rückt nicht mehr aus. Mobile Tempokontrollen werden bis auf weiteres eingestellt, teilte die Sprecherin der Kreisverwaltung mit. Grund dafür sind andere wichtige Aufgaben in der Corona-Krise. Bis wann die Pause anhält ist ungewiss. 

10:50 Uhr: Insgesamt drei Tote durch das Corona-Virus

Zwei weitere Personen sind im Landkreis Zwickau am neuarigen Corona-Virus gestorben. Wie das Landratsamt mitteilte, waren eine 84-Jährige und ein 87-Jähriger aus Bernsdorf schwer vorerkrankt. Damit erhöht sich die Zahl der Corona-Virus-Opfer im Freistaat auf drei. Der erste Tote im Zuge der Coronavirus-Pandemie war am vergangenen Freitag ein älterer und vorerkrankter Patient im Landkreis Bautzen.

9:30 Uhr: Bautzener Theatersommer soll pünktlich starten

Trotz der Ausbreitung des Coronavirus, sollen die Karten für den diesjährigen Bautzener Theatersommer pünktlich verkauft werden. Der Vorverkauf beginnt voraussichtlich am 4. April. Der traditionelle Startschuss wird im Internet live übertragen. Anschließend werden die Karten ausschließlich telefonisch und über die Internetseite des Theaters verkauft.

8:10 Uhr: Uniklinik Leipzig hat sich auf mehr Corona-Patienten vorbereitet

Die Uniklinik Leipzig hat ab dem 23. März eine neue Isolierstation für Corona-Patienten. Die Station verfügt über 30 Betten. Dort sollen Patienten unterkommen, die an dem Virus erkrankt sind, aber keine intensivmedizinische Behandlung brauchen. Für schwer Erkrankte ist aber auch eine extra Intensivstation mit insgesamt 14 Betten eingerichtet worden. Außerdem hat ab dem23. März die Hautklinik auch wieder komplett geöffnet. Eine Mitarbeiterin war dort positiv getestet worden, eine Station wurde vorübergehend geschlossen.

07:14 Uhr: Corona-Patienten aus Italien zur Behandlung in Sachsen

Eine Gruppe von in Sachsen zu behandelnden Corona-Patienten aus Italien ist in der Nacht zu Dienstag am Flughafen Leipzig-Halle gelandet. Zwei Rettungsfahrzeuge standen auf dem Flugplatz für den Transport der Patienten ins Krankenhaus bereit.

Am Montag hatte Ministerpräsident Michael Kretschmer angekündigt, dass Sachsen Corona-Patienten aus Italien in seinen Krankenhäusern aufnehmen will. Man komme damit einer Bitte der italienischen Regierung nach. Die Krankenhäuser im Freistaat hätten signalisiert, dafür die Kapazitäten zu haben. Zudem könne man durch die Behandlung der italienischen Patienten lernen, mit dem Virus umzugehen.

Zunächst hatte Kretschmer von sechs Patienten aus Italien gesprochen, am Abend war dann von acht Patienten die Rede, die auf mehrere Kliniken verteilt werden sollen.

23. März 2020

18:55 Uhr: Tschechien schließt Grenzen für Berufspendler

Tschechien schließt seine Grenzen nun auch für tägliche Berufspendler, die in die Nachbarstaaten zur Arbeit fahren. Sie könnten entweder daheimbleiben oder sich für mehrere Wochen in Deutschland eine Unterkunft suchen, sagte Innenminister Jan Hamacek nach der Kabinettssitzung am Montag in Prag. In letzterem Fall müssten sie sich nach ihrer Rückkehr nach Tschechien in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne begeben. Die Einhaltung der Quarantänebestimmungen werde «sehr strikt» kontrolliert. Analog gilt das Gleiche für Österreich.

Nach Schätzungen sind mehr als 37 000 tschechische Grenzgänger in Deutschland und weitere 12 000 in Österreich beschäftigt, vor allem im Gesundheitswesen und in der Gastronomie.

18:18 Uhr: Sozialministerium meldet zwei weitere Corona-Todesfälle

In Sachsen sind laut Sozialministerium zwei weitere Menschen am Coronavirus verstorben. Sie stammen aus Bernsdorf im Landkreis Zwickau. Dort gibt es mit 175 Infektionen die meisten Corona-Fälle in Sachsen. Aktuell sind im Freistaat 865 Corona-Infizierte registriert. Drei Infizierte sind verstorben.

17:35 Uhr: Bürgermeisterwahl in Wiedemar wird verschoben

Die für nächsten Sonntag geplante Bürgermeisterwahl in der nordsächsischen Gemeinde Wiedemar fällt wegen der Corona-Pandemie vorläufig aus. Nordsachsens Landrat Kai Emmanuel begründete die Absage mit höherer Gewalt, wie das Landratsamt am Montag mitteilte. Wegen der Zuspitzung der Lage komme auch eine Briefwahl nicht infrage. Die Gemeinde Wiedemar habe außerdem mitgeteilt, nicht mehr genug Wahlhelfer zu haben. Die Kommune und der Landkreis gehen davon aus, dass ein neuer Wahltermin in den nächsten sechs Monaten möglich sein wird. (dpa)

17:30 Uhr: Migranten nähen Schutzmasken

Den Pflegediensten und Pflegeheimen droht ein Engpass bei Desinfektionsmitteln und Schutzmasken. Der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Sachsen, Dietrich Bauer bittet deshalb sächsische Unternehmen um Solidarität

"Diese Zeit erfordert kreative Lösungen und Zeichen der Solidarität. So nähen jetzt Mitarbeitende der Migrationsberatung der Diakonie Riesa-Großenhain mit Migrantinnen und Migranten aus Syrien, Venezuela, Iran und Irak 1500 Mundschutzmasken für die Elblandkliniken und das Gesundheitsamt!"

Bauer bittet Unternehmen, ihr Materialangebot unter Angabe des jeweiligen Begriffs „Desinfektion“, Schutzkleidung“, Schutzmasken“ zu senden. Menge und Nennung des Ortes, an dem das Material von lokalen Pflegeorganisationen abgeholt werden könnte, sowie der notwendigen Adresse zur Kontaktaufnahme per Email an info@diakonie-sachsen.de

17:07 Uhr: Notbetreuung in Kitas und Schulen wird erweitert

Die Notfallbetreuung in Kitas und Grundschulen in Sachsen ist wird ab dem 24. März erweitert. Wie Gesundheitsministerin Petra Köpping sagte, liegt ein Anspruch auf die Notfallbetreuung bei Gesundheits- und Pflegeberufen sowie der Polizei vor, wenn nur ein Elternteil in einen der sogenannten systemrelevanten Berufen arbeitet – Vorher mussten immer beide Elternteile einen solchen Nachweis erbringen. Auch Mitarbeiter von Banken und Sparkassen oder in der Landwirtschaft können ihre Kinder nun zur Betreuung geben.

16:20 Uhr: Diakonie bittet um Mundschutz und Desinfektionsmittel

Um den Engpässen an Desinfektionsmittel und Schutzmasken entgegenzusteuern, bittet die Diakonie um Spenden. Genauer gesagt sollen lokale sächsische Unternehemen ihre unternehmensspezifischen Bestände an Desinfektions- und Schutzmaterial prüfen und entscheiden ob es ihr Bestand zulässt, Teile lokalen Pflege- und Gesundheitsorganisationen zur Verfügung zu stellen. So nähen jetzt Mitarbeitende der Migrationsberatung der Diakonie Riesa-Großenhain gGmbH mit Migrantinnen und Migranten aus Syrien, Venezuela, Iran und Irak 1500 Mundschutzmasken für die Elblandkliniken und das Gesundheitsamt.

15:52 Uhr: Sachsens Lehrer dürfen Aufgaben aus Heimarbeit benoten

Aufgaben, die während der Schulschließungen in Sachsen an die Schüler verteilt werden, können die Lehrer auch bewerten. Darauf weist das Kultusministerium hin. Ob dabei auch neu Gelerntes benotet wird, bleibt den Lehrern überlassen. Dazu gebe es keine Vorgabe, so das Ministerium. Generell komme es auf die Schulart und die Klassenstufe an, welcher Lernstoff dort vermittelt werde. Welche Lernplattform die Schüler benutzen, bleibt ebenfalls der Schule überlassen.

15:44 Uhr: Kultur-und Touristenministerin begrüßt Bundeszuschüsse

Für Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch ist das von der Bundersregierung beschlossene Corona-Soforthilfepaket eine wichtige Unterstützung für viele hart von der Krise getroffene Künstler und Kulturschaffende in Sachsen. Mit den Zuschüssen des Bundes könnten vor allem laufende Miet- und Pachtkosten beglichen werden. Der Freistaat stellt zudem zinslose Soforthilfe-Darlehen und Express-Bürgschaften bereit, sagte Klepsch. Die Bundesregierung hat zuvor in Berlin ein milliardenschweres Hilfsprogrammen beschlossen, um Arbeitsplätze und Unternehmen zu retten. 

15:36 Uhr: Sächsisches Oberbergamt in Freiberg geschlossen

Das Sächsisches Oberbergamt in Freiberg ist bis auf Weiteres geschlossen. Der größtmögliche Teil wird im Homeoffice bearbeitet womit die Arbeitsfähigkeit der Behörde weiterhin sichergestellt ist. Bei Fragen erreichen Sie das Oberbergamt  von Montag bis Donnerstag zwischen 8 und 16 Uhr und am Freitag zwischen 8 und 14 Uhr unter Telefon 03731 372-0 oder per E-Mail unter poststelle@oba.sachsen.de.

Bei Notfällen erreichen Sie den Bereitschaftsdienst unter der 0151 16 133 177. 

15:35 Uhr: Sozialministerium schaltet Info-Hotline zu Ausgangsbeschränkung

Die neue Ausgangsbeschränkung hat bei den Sachsen zahlreiche Fragen aufgeworfen. Die Polizei sowie die Kommunen wurden am Montag über ihre Socialmedia-Accounts mit Detailfragen bestürmt und versuchten, Zweifel auszuräumen. Das Sozialministerium in Dresden hat eine Hotline geschaltet, um Bürgeranfragen zu beantworten.  Die Nummer lautet: 0351 - 564 55 860

15:17 Uhr: Coronavirus stoppt Dresdner "Tatort"-Dreh

Die Dreharbeiten zum Dresdner Tatort sind seit vergangenen Freitag eingestellt. Grund dafür ist das Corona-Virus. Der Titel «Rettung so nah» sollte eigentlich bis Mitte April fertiggestellt sein. Wann es weitergeht sei ungewiss, teilte ein MDR-Sprecher mit.

14:50 Uhr: Zwei Asylbewerber in Aufnahmeeinrichtung in Leipzig mit Corona infiziert

Zwei Asylbewerber sind in einer Aufnahmeeinrichtung in Leipzig positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Wie die Landesdirektion mitgeteilt hat, steht das gesamte Gebäude deshalb seit Samstag unter Quarantäne. Den Angaben zufolge zählen die Männer zu einer Gruppe von Neuankömmlingen. Erkannt wurden die Infektionen, weil sie provisorisch auf Covid-19 getestet wurden.

14:35 Uhr: Sachsen nimmt Corona-Kranke aus Italien auf

Sachsen nimmt Corona-Kranke aus Italien auf. Insgesamt sechs Personen werden nach Leipzig und Dresden verbracht. Das gab Ministerpräsident Michael Kretschmer am Nachmittag auf einer Pressekonfernz bekannt.

14:30 Uhr: 865 Corona-Fälle in Sachsen

Nach Angaben des Sächsischen Sozialministeriums vom Montagmittag (23.03. 12:30 Uhr) gibt es aktuell 865 Corona-Fälle in Sachsen.

13:53 Uhr: Amts-, Landes- und Oberlandesgerichte arbeiten weiter

Alle Gerichte arbeiten trotz der verschärften Bedingungen weiter obwohl der Besucherverkehr nahezu vollständig eingeschränkt. Verhandlungen finden weiter statt, wenn diese unerlässlich sind. Besucher müssen ihre Anliegen schriftlich oder telefonisch vorbringen. Grundsätzlich haben nur Personen mit vereinbarten Terminen Zugang zum Gericht.

13:52 Uhr: Leipziger Gewandhausorchester veröffentlicht Konzertaufzeichnungen

Das Leipziger Gewandhausorchester will ab dieser Woche je donnerstags und freitags eine Konzertaufzeichnung auf seiner Webseite veröffentlichen. Damit biete das Konzerthaus dem Publikum trotz der Coronakrise Kultur, sagte Gewandhausdirektor Andreas Schulz am Montag der Deutschen Presse-Agentur. «Die Schäden können wir momentan noch nicht absehen und auch noch nicht beziffern», sagte er mit Blick auf die Absage von 80 Veranstaltungen bis zum 20. April.

12:37 Uhr: IG Metall und Kfz Handwerk vereinbaren neuen Tarif für Kurzarbeit

Die Corona-Pandemie hält auch die Wirtschaft fest im Griff. Die IG-Metall und die Tarifgemeinschaft Mitteldeutsches Kraftfahrzeuggewerbe haben sich auf die Ergänzung zur Einführung von Kurzarbeit geeinigt. Aus dieser Einigung geht hervor, dass Kurzarbeiter in der Kfz-Industrie über dem gestzlichen Maß bezahlt werden. Zugleich wird die Einführungsfrist auf drei Tage verkürzt. Ziel dieser Vereinbarung ist es, für die Beschäftigten mehr Klarheit und finanzielle Unterstützung für die Zeit der Kurzarbeit zu schaffen und die Einführung von Kurzarbeit zügig einleiten zu können.

12:09 Uhr: DRK verzeichnet Zuwachs bei Blutspenden

Die Ausbreitung des Corona-Virus hat in den letzten Wochen auch den Blutspendediensten vor Probleme gestellt. Den Aufrufen des DRK sind gerade in den letzten Tagen viele Sachsen gefolgt. Die Blutspendedienste sind momentan gut besucht. Wegen der kurzen Haltbarkeitsdauer der Konserven, wird jetzt empfohlen, erst wieder in 2 Wochen zur Blutspende zu kommen. Wichtig auch, um die vorgeschriebenen Abstandsregelungen einhalten zu können,  so Pressesprecherin Kerstin Schweiger.

11:34 Uhr: Kleine Unternehmen und Selbständige im Freistaat bekommen Unterstützung von der Sächsischen Aufbaubank

Kleine Unternehmen und Selbständige im Freistaat sollen infolge der Coronavirus-Krise schnell und unkompliziert unterstützt werden. Ab dem 23. März können sie bei der Sächsischen Aufbaubank u.a. ein Darlehen abrufen. Angesprochen sind Unternehmen mit einem Jahresumsatz von maximal einer Million Euro. Das Darlehen hat eine Laufzeit von 10 Jahren – die ersten drei sind tilgungsfrei. Unternehmen haben so die Möglichkeit Liquiditätsengpässe von bis zu 50.000 Euro in Ausnahmefällen bis zu 100.000 Euro zu überbrücken.

10:37 Uhr: Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge fasst die Risikogebiete zusammen

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge weißt besonders auf diese Risikogebiete hin:

  • Ägypten
  • China (Provinz Hubei)
  • Frankreich (Region Grand Est)
  • Iran
  • Italien
  • Österreich (Bundesland Tirol)
  • Spanien (Madrid)
  • Südkorea (Provinz Gyeongsangbuk-do)
  • USA (Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York)
  • Landkreis Heinsberg

Wenn Sie aus einem dieser Risikogebiete zurückkehren ist es von besonderer Wichtigkeit, dass Sie sich bei dem Gesundheitsamt in Ihrem Landkreis vorstellen.

22. März 2020

18:45 Uhr: Kanzlerin muss in Quarantäne

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) muss sich in der Corona-Krise nun selbst in häusliche Quarantäne begeben. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Sonntagabend in Berlin mit. Die Kanzlerin sei nach ihrem Presseauftritt am Abend unterrichtet worden, dass sie am Freitag zu einem Arzt Kontakt hatte, der mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet worden sei.

16:15 Uhr: Sachsen verschärft Corona-Maßnahmen

Sachsen verschärft die Ausgangsregelungen weiter, um die Ausbreitungsgefahr des Coronavirus zu bremsen. Das sächsische Gesundheitsministerium, untersagt die eigenen vier Wände ohne triftigen Grund zu verlassen. Dadurch soll der soziale Kontakt zwischen den Menschen auf ein absolutes Mindestmaß reduziert werden, um weitere Ansteckungen möglichst zu verhindern. Wer kontrolliert werde, müsse deshalb die Gründe benennen, warum er sich außer Haus aufhält. Dies kann durch Vorlage einer Arbeitgeberbescheinigung, eines Betriebs- oder Dienstausweises oder durch mitgeführte Personaldokumente erfolgen.

Wege zur Arbeit und zum Einkaufen bleiben erlaubt. Auch Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie der Besuch des eigenen Kleingartens sind weiter möglich.

Die Maßnahmen seien laut Innenminister Roland Wöller notwendig, um Gruppenbildungen mit mehr als fünf Personen zu unterbinden. Die verschärften Ausgangsregeln sollen ab Montag vorerst für 14 Tage gelten.

Mehr Infos zu den neuen Ausgangsbeschränkungen hier

16:10 Uhr: Neues Kontaktverbot gegen Coronakrise

Bund und Länder wollen eine Art Kontaktverbot im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschließen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder einigten sich nach Informationen der DPA am Sonntag bei einer Telefonkonferenz darauf, Ansammlungen von mehr als 2 Personen grundsätzlich zu verbieten. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen.

13:45 Uhr: Präsident von Erzgebirge Aue schließt Kollaps von Vereinen nicht aus

Helge Leonhardt, der Präsident von Fußball-Zweitligist Erzgebirge Aue befürchtet durch die Coronavirus-Krise heftige Konsequenzen für den deutschen Fußball. Dem Handeslblatt sagte er am Sonntag: "Wenn die Pandemie der Wirtschaft länger anhält, kann es und wird es in der Bundesliga zu Planinsolvenzen kommen. Ich schließe nicht aus, dass einzelne Vereine, sogar die meisten, kollabieren." Gegenmaßnahmen wären Kurzarbeitergeld und Gehaltsverzicht der Profis. Erzgebirge Aue hat wie Dynamo Dresden seine Angestellten bereits in Kurzarbeit geschickt. Die Dresdner Spieler, das Trainertem und die Geschäftsführung haben bereits einen Gehaltsverzicht beschlossen.

13:35 Uhr: Leipzig will weitere Schutzanzüge nähen lassen

Die Stadt Leipzig will weitere Schutzanzüge in der Coronavirus-Krise nähen lassen. Dafür werden Firmen gesucht, die nähen können. Oberbürgermeister Jung spricht von zehntausenden Anzügen, die benötigt werden. Interessierte Firmen sollen sich melden. In Leipzig werden ab der kommenden Woche auch die Theaterwerkstätten Schutzanzüge und Masken nähen.

13:25 Uhr: Tschechien will Grenze über Monate schließen

Die tschechischen Grenzen sollen wegen der Coronavirus-Gefahr «viele Monate» für Ein- und Ausreisende geschlossen bleiben, mindestens aber ein halbes Jahr. Das sagte der Leiter des tschechischen Coronavirus-Krisenstabs, der Epidemiologe Roman Prymula, am Sonntag im Fernsehsender «Prima». Ausländer dürfen ausreisen, aber nicht wieder einreisen. Ausnahmen gelten für grenznahe Berufspendler, die in Sachsen, Bayern und Österreich arbeiten. Werde diese Sonderregelung massiv von Unberechtigten missbraucht, höre die Gutmütigkeit auf, warnte Innenminister Jan Hamacek. Auch Lkw-Fahrer dürfen die Grenzkontrollstellen passieren, um den Warenverkehr zu gewährleisten. (dpa)

13:08 Uhr: 731 Corona-Infizierte in Sachsen

Die Zahl der aufgetretenen Erkrankungen mit COVID 19 steigt in Sachsen. Aktuell (Stand: Sonntag, 22.03., 12 Uhr) gibt es 731 Infizierte. Die meisten Fälle sind im Landkreis Zwickau aufgetreten (149). 
 

13:00 Uhr: Leipziger Oberbürgermeister rechnet mit landesweiten Ausgangsbeschränkungen

Der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung geht davon aus, dass zur Eindämmung der Corona-Pandemie in ganz Sachsen weitere Ausgangsbeschränkungen erlassen werden. Es sei in Beratungen deutlich geworden, dass eine einheitliche landesweite Regelung zu befürworten sei. Der sächsische Krisenstab will am Sonntagnachmittag über weitere Maßnahmen informieren. Dresden hatte schon am Freitag eine eigene Allgemeinverfügung veröffentlicht, wonach die Menschen ihre Häuser nur aus triftigen Gründen verlassen sollen.

«Es muss weiter möglich sein, dass Menschen spazieren gehen», sagte Jung. Der Ausgang werde aber beschränkt auf das absolut Notwendige. Was es nicht mehr geben dürfe, seien Gruppenversammlungen. Nach Einschätzung von Jung halten sich die Bürgerinnen und Bürger in Leipzig inzwischen an die Einschränkungen. Es seien am Wochenende deutlich weniger Verstöße gegen die bisher bestehende Allgemeinverfügung des Freistaates festzustellen gewesen. (dpa)

12:02 Uhr: Leuchtende Schwibbögen senden Zeichen der Zuversicht

Paris lässt in der Corona-Krise den Eiffelturm leuchten, die Sachsen setzen auf ihre traditionellen Schwibbögen. Im Erzgebirge kursieren seit dem Wochenende über Facebook Aufrufe, die Holzbögen in die Fenster zu stellen. «Es ist Zeit, Zuversicht an den Nachbarn, in die Region, Deutschland und die Welt zu senden», heißt es in einem tausendfach geteilten Aufruf. Von 21.00 bis 23.00 Uhr sollten die Lichter leuchten. Zahlreiche Nutzer - auch aus anderen Regionen - posteten Bilder, die zeigen, dass sie dem Aufruf gefolgt sind.

11:50 Uhr: Nationalspieler von RB Leipzig will spenden

Fußball-Nationalspieler Marcel Halstenberg von RB Leipzig unterstützt in der Corona-Krise eine Hilfsaktion von Kollegen - und wäre auch zu weiteren Schritten bereit. «Klar, würde ich auf mein Gehalt verzichten, um Mitarbeiter des Vereins zu unterstützen, wenn es zu so einer heftigen Krise kommt», sagte der Verteidiger am Wochenenede bei «bild.de». Da er momentan wenig Kontakt zu seinen Mitspielern habe, sei darüber jedoch noch nicht konkret gesprochen worden.

Halstenberg sorgt sich in der Krise nach eigener Aussage vor allem um seine Familie: «Ich habe Angst um meine Familienangehörigen, weil mein Vater auch schwer krank ist», sagte er. «Da möchte ich vermeiden, dass er dieses Virus bekommt.» Er verbringe viel Zeit mit seiner Tochter und seiner Frau und gehe nur noch für das Wichtigste nach draußen. (dpa)

8:31 Uhr: Landwirte in Sachsen fürchten Ausfall von Erntehelfern

Kurz vor Beginn der Spargelsaison fürchten Landwirte in Sachsen einen Ausfall der Erntehelfer. Wegen der Corona-Krise gelingt es vielen Betrieben derzeit nicht, Arbeitskräfte aus Polen und anderen osteuropäischen Ländern zu bekommen. «Das ist eine große Herausforderung», sagte der Hauptgeschäftsführer des Landesbauernverbandes Sachsen, Manfred Uhlemann. Und nicht nur Spargelbauern sind betroffen. Uhlemann geht davon aus, dass verteilt über die Saison rund 20 000 Helfer in Sachsen im Obst- und Gemüseanbau zum Einsatz kommen.

8:01 Uhr: Kein Abflug in Leipzig/Halle

Zum ersten Mal seit Ausbruch der Corona-Krise ist am Flughafen Leipzig/Halle am Sonntag kein einziger Abflug einer Passagiermaschine mehr geplant. Die beiden noch vorgesehenen Flüge nach Palma de Mallorca und Düsseldorf wurden laut Flugplan des Airports gestrichen. Schon am Samstag war demnach nur noch ein einziges Flugzeug nach Mallorca gestartet.
Auch am Flughafen Dresden herrscht kaum noch Betrieb. Am Sonntag sollten noch vier Maschinen abheben, zwei Richtung Frankfurt, eine nach Düsseldorf und eine nach Warschau. Zudem waren fünf Ankünfte geplant.

21. März 2020

19:08 Uhr: Sachsens Kommunen wollen einheitliche Corona-Regelungen

Sachsens Kommunen wünschen sich in der Corona- Krise einheitliche Regeln für alle Städte, Gemeinden und Landkreise und keinen Flickenteppich an Vorgaben. Das machten die kommunalen Spitzenverbände am Samstag bei einem Treffen mit Regierungschef Michael Kretschmer und Innenminister Roland Wöller (beide CDU) deutlich, teilte die Staatskanzlei in Dresden mit. Der Krisenstab der Regierung sei derzeit noch in einer Abstimmung mit den Verbänden. Am Sonntag soll das Ergebnis der Öffentlichkeit vorgestellt werden. «Auch weiterhin wird es möglich sein, im Freien spazieren zu gehen, Einkäufe zu erledigen, auf Arbeit oder zum Arzt zu gehen», hieß es. (dpa)

16:25 Uhr: Dynamo Dresden spendet über 300.000 Euro

Die Zweitligaprofis von Dynamo Dresden, der Trainerstab sowie die Geschäftsführung verzichten bis zum 30. Juni aauf Teile ihres Gehalts. Damit werden über 300.000 Euro gespendet. Damit soll den Vereinsmitarbeitern geholfen werden, die in Kurzarbeit geschickt werden mussten. 50.000 Euro der Gesamtsumme spendet Dynamo Dresden für soziale Zwecke.

14:26 Uhr: Neue Corona-Hotline für Leipzig

Der Missbrauch der Notrufnummer 112 durch besorgte Corona-Anrufer ist in Leipzig deutlich zurückgegangen. Anfang der Woche hätten sehr viele Menschen den Notruf gewählt, um allgemeine Fragen zum Corona-Virus zu stellen, sagte Stadtsprecher Matthias Hasberg am Samstag. Das habe inzwischen deutlich nachgelassen. In Leipzig wird ab sofort die städtische Servicenummer 123-0 zur zentralen Corona-Hotline. Das teilte das Hauptamt der Stadt mit. Die bisherige Hotline werde abgeschaltet. (dpa)

14:00 Uhr: 650 Corona-Infizierte in Sachsen

Nach Angaben des Sächsischen Sozialministeriums vom Samstagmittag (21.03. 12 Uhr) sind aktuell 650 Menschen positiv auf SARS CoV-2 getestet worden. Besonders betroffen sind die Stadt Leipzig (129), der Landkreis Zwickau (115) und die Landeshauptstadt Dresden (108).

13:00 Uhr: Zuversicht in Corona-Zeiten - Das Erzgebirge soll leuchten

Erzgebirger wollen in Zeiten der Corona-Krise ein Zeichen setzen - für Hoffnung und Solidarität. Deswegen wird zur Zeit mehrfach über soziale Netzwerke dazu aufgerufen, die Schwibbögen wieder ins Fenster zu stellen. Sie sollen nicht nur dem Nachbarn eine kleine Freude bereiten, sondern Zuversicht in die ganze Welt hinauszusenden, heißt es von einigen Initiatoren. Leuchten soll die Weihnachtsdeko ab sofort immer abends von 21 bis 23 Uhr. Wer will, kann auch einen Engel oder einen Bergmann ins Fenster stellen.

12:45 Uhr: Leipzigs OB Burkhard Jung fordert einheitliche Regelungen für Sachsen

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) dringt zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf sachsenweit einheitliche Regeln. Es mache keinen Sinn, dass Kommunen unterschiedliche Vorschriften erlassen, sagte sein Sprecher Matthias Hasberg am Samstag. Die Stadt Dresden hatte mit Wirkung ab Mitternacht eine Allgemeinverfügung verlassen, die über die Vorschriften des Landes Sachsen zur weitgehenden Beschränkung des öffentlichen Lebens hinausgeht. Uneinheitliche Lösungen seien den Menschen nicht nur schwer zu erklären. Sie machten auch medizinisch keinen Sinn, sagte Hasberg. (dpa)

10:35 Uhr: Sächsischen Kleingärten gut besucht

Frühlingshaftes Wetter, Schulen und Kitas sind geschlossen. Derzeit treibt es viele Kleingärtner in Sachsen zu Laube und Beeten. «Da haben Familien noch was, wo sie sich beschäftigen können», sagte Tommy Brumm, Präsident des Landesverbands Sachsen der Kleingärtner, der Deutschen Presse-Agentur. Wegen des schönen Wetters besuchten derzeit viele Menschen die Kleingärten. Hinzu kommt, dass die Gefahr einer Ansteckung mit Sars-CoV-2 in Gärten gering ist, wie Brumm sagte. Immerhin käme man gewöhnlich nicht mit fremden Menschen in Kontakt.

10:30 Uhr: Finanzhilfe für Selbstständige startet in Sachsen ab Montag

Zur finanziellen Entlastung von Selbstständigen und Freiberuflern in der Corona-Krise startet am Montag das Programm «Sachsen hilft sofort». Insgesamt stehen 120 Millionen Euro zur Verfügung, wie der Freistaat Sachsen mitteilte. Es handele sich um ein zinsloses Darlehen mit einer tilgungsfreien Zeit von drei und einer Laufzeit von zehn Jahren, die ab Montag bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) beantragt werden können. «Mit Ablauf der drei tilgungsfreien Jahre werden wir genau hinschauen und entscheiden, ob das ausgebliebene Geschäft nachgeholt werden konnte und die wirtschaftliche Situation so ist, dass das Darlehen tatsächlich auch zurückgezahlt werden kann», teilte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) mit.

Ab Montag können über das Programm «Sachsen hilft sofort» Hilfsdarlehen von bis 50 000 Euro, in Ausnahmefällen sogar bis 100 000 Euro beantragt werden. Antragsberechtigt sind sächsische Solo-Selbstständige und Unternehmen mit einem Jahresumsatz unter einer Million Euro. Das Darlehen werde gewährt, wenn der Antragsteller im Jahr 2019 wirtschaftlich gesund war und aufgrund der Corona-Krise mit einem Umsatzrückgang von 20 Prozent zu rechnen sei. Die erforderlichen Formulare stelle die SAB laut Sächsischer Staatskanzlei ab Montag online bereit SAB Sachsen

20. März 2020

20:05 Uhr: RB-Leipzig startet Corona-Kampagne

Fußball-Bundesligist RB Leipzig hat angesichts der Coronavirus-Pandemie die Club-Kampagne «Was ist wichtiger als Fußball? #WirAlle!» gestartet. «Wir alle sollten unser Leben entschleunigen, um den Virus zu entschleunigen. Wir alle sollten alles dafür tun, diese schwierige und angespannte Phase für uns alle so schnell wie möglich vorübergehen zu lassen», hieß es in einer Botschaft von RB-Trainer Julian Nagelsmann an die Anhänger.

17:10 Uhr: Erster "Corona-Todesfall" in Sachsen

Es gibt einen ersten Corona-Toten in der Sachsen. Heute verstarb ein Patient aus dem Landkreis Bautzen an den Folgen der Infektion. Landrat Michael Harig sprach den Angehörigen sein tiefstes Beileid aus.  Die Zahl der nachweislich Infizierten in der Region ist auf 55 gestiegen. Fast 600 Menschen im Kreis Bautzen befinden sich in Quarantäne.

17:05 Uhr: Mann gibt Corona-Erkrankung vor und bespuckt Polizisten

Ein Mann hat in Leipzig Polizeibeamte bespuckt und behauptet, am Coronavirus Covid-19 erkrankt zu sein. Zuvor hatte er am Donnerstagnachmittag laut Zeugen eine Frau in der Kröbelstraße im Stadtteil Reudnitz-Thonberg angeschrien und angespuckt, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Der 31-Jährige soll der Polizei wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz bekannt sein. Nach Absprache mit dem Gesundheitsamt und dem Bereitschaftsrichter habe der Mann einen Test auf Sars-CoV-2 durchführen müssen. Ein Ergebnis lag am Freitagnachmittag noch nicht vor. Sollte der Test positiv ausfallen, müssten die Ermittlungen wegen des Verdachts der Beleidigung ausgeweitet werden. (dpa)

16:42 Uhr: Städtisches Klinikum Görlitz stockt Intensivbetten auf

Das Städtische Klinikum Görlitz hat die hauseigenen Kapazitäten zur Behandlung erwarteter Coronavirus-Infizierter aufgestockt. «Derzeit haben wir keinen Patienten mit Covid-19 bei uns, doch angesichts der rasanten Ausbreitung müssen wir jederzeit damit rechnen», sagte der medizinische Direktor Eric Hempel am Freitag in Görlitz. Die 20 bereits zur Verfügung stehenden Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit seien kurzfristig auf 24 erweitert worden. (dpa)

16:36 Uhr: Leipziger Theaterwerkstätten nähen Schutzkleidung

Die Kostümbildner in den Leipziger Theaterwerkstätten haben in Corona-Zeiten eine andere Aufgabe übernommen. Wie Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) sagte, nähen sie Masken und Schutzkleidung. «Ab nächster Woche wird produziert», berichtete Jung am Freitag. «Die Premieren fallen aus. Wir sollten die Kapazitäten und das handwerkliche Niveau nutzen.» (dpa)

16:30 Uhr: 160 ehrenamtliche DRK-Helfer auf der A4

Aktuell rollt der Verkehr auf der A4 wieder. Daran beteiligt waren 160 ehrenamtliche DRK-Helfer, die in den letzten Tagen den Megaustau versorgt haben. Der Stau war teilweise aus humanitärer Sicht bedenklich, da Viele ihr Fahrzeug nicht verlassen konnten. Die Helfer haben rund um Weißwasser, Görlitz, Bautzen, Löbau und Zittau Menschen mit Lebensmitteln versorgt. Die übrig gebliebenen Lebensmittel wurden an die Tafel in Görlitz und Löbau zur Verfügung gestellt. 

16:00 Uhr: Elternbeiträge werden erstattet

Sachsens Staatsregierung und die kommunalen Spitzenverbände haben sich am 20. März 2020 zur Erstattung von Kitagebühren verständigt.
So sollen für den Zeitraum der Schließung von Kitas und Horten keine Elternbeiträge anfallen. Bis zu einer gesetzlichen Regelung gehen Städte und Gemeinden in Vorfinanzierung. Die Kosten dafür belaufen sich auf 28,3 Millionen Euro. Der Freistaat Sachsen wird die Belastungen durch eine zentrale Finanzierungsregelung kompensieren.

15:30 Uhr: Aktueller Corona-Virus-Stand in Sachsen

In Sachsen sind 562 Personen an dem Corona-Virus erkrankt. Stand: 20. März 2020, 15:30 Uhr.

14:43 Uhr: Sachsen will harte Strafen für Nichteinhaltung der Vorgaben der Behörden

Sachsen will mit harten Strafen gegen Menschen vorgehen, die sich nicht an die Vorgaben der Behörden in Zeiten der Corona-Krise halten. Sie sollen mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren geahndet werden können, teilte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Freitag in einem Videobriefing mit. Rechtsgrundlage sei das Infektionsschutzgesetz. Eine Größenordnung für Menschenansammlungen wurde nicht genannt. Nicht alle dürften in Mithaftung genommen werden für eine kleine Gruppe, die sich nicht an die Regeln halte. Allein gestern musste die Poliozei 83 mal einschreiten. Laut Kretschmer gehe es darum, immer wieder nachzusteuern. Nach Angaben von Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) haben sich bisher 562 Menschen mit dem Virus infiziert, 173 mehr als am Vortag registriert.

14:00 Uhr: Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks fordert schnelle finanzielle Hilfe

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks fordert eine unbürokratische und schnelle finanzielle Hilfe für Betriebe aus der Branche. Das sei entscheidend, damit die Betriebe in der aktuellen Lage, aber auch im Zuge einer möglichen staatlich angeordneten Schließung, am Markt bleiben könnten. Es wird Engagement von der Politik wie im Industriebereich gefordert.  

13:27 Uhr: Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie

Die IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen strebt Verhandlungen zur Übernahme des NRW-Pilotabschlusses an. Der Vorstand der IG Metall hat zwischenzeitlich das Verhandlungsergebnis gebilligt und unter Berücksichtigung der regionalen Bedingungen die bundesweite Übernahme empfohlen.

Die erzielte Tarifergebnis beinhaltet folgende Punkte:

  • Regelungen zur Kurzarbeit, die die Nettoentgelte der Beschäftigten für die ersten Monate auf dem Niveau von etwa 80 Prozent absichern können. Dies geschieht durch eine Abschmelzung der Sonderzahlungen und einen Arbeitgeberzuschuss von 350 Euro je Vollzeitbeschäftigtem
  •  Bei Schließungen von Kitas und Schulen können Eltern mit Kindern bis zu 12 Jahren acht freie Tage für die Kinderbetreuung nehmen anstatt des tariflichen Zusatzgeldes (T-ZUG). Zusätzlich erhalten Beschäftigte im Jahr 2020 für die Betreuung von Kindern - soweit zwingend erforderlich - mindestens fünf freie Tage ohne Anrechnung auf den Urlaub, das Entgelt wird weitergezahlt

13:58 Uhr: Polizei und Gesundheitsamt Leipzig warnen vor falschen Corona-Virus-Testern

Die Polizei und das Gesundheitsamt Leipzig warnen vor falschen Corona-Virus-Testern. So sollen Anfang der Woche zwei Männer mit Schutzanzügen bei einem 58-Jährigen Mann aus Beucha erschienen sein. Diese haben ihm vorab am Telefon erzählt, das einer seiner Bekannten mit dem Corona-Virus im Krankenhaus liegen würde. Laut der Polizei wollten die beiden Corona-Virus-Tester den 58-Jährigen überfallen, es fehlte jedoch nichts aus der Wohnung. 

11:21 Uhr: Sächsische Schweiz-Osterzgebirge setzt monatlichen Eigenanteiles zur Schülerbeförderung aus

Gemäß Schülerbeförderungssatzung wird je Beförderungsmonat ein monatlicher Eigenanteil erhoben. Auf Grund der derzeitigen Einstellung des Schulbetriebes hat der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge entschieden, den Eigenanteil für April 2020 in Höhe von 16,00 € nicht zu erheben,d. h. es erfolgt zum 01.04.2020 kein Lastschrifteinzug.

Für Nachfragen können Sie sich unter dieser E-Mail Adresse melden: verkehrswesen@landratsamt-pirna.de 

10:56 Uhr: Sächsische Schweiz-Osterzgebirge verbietet betriebsinterne Kinderbetreuung

In einer Pressemitteilung des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass keine neuen Betreuungsgruppen für Kinder und Jugendliche gebildet werden sollen. Es heißt einzelne Kommunen hätten dennoch "betriebsbezogene Einrichtungen" gebildet. Sie müssen jetzt mit einer Untersagungsverfügung auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes rechnen. Der Landkreis würde diese mit sofortiger Wirkung vollziehen.

10:45 Uhr: Kleinunternehmen und Solo-Selbstständige benötigen dringende Hilfe

Das Corona-Virus hat die Wirtschaft fest im Griff. Vor allem Kleinunternehmen und Solo-Selbstständige leiden schwer unter der Krise. Mit einem Umfassenden Hilfspaket sowohl von der Bundesregierung als auch von der Landesregierung soll Hilfe geleistet werden. Vorgesehen ist ein zinsloses, nachrangiges Liquiditätshilfedarlehen von bis zu 50.000 Euro, in Ausnahmefällen bis zu 100.000 Euro, mit einer Laufzeit von bis zu acht Jahren, welches für die ersten drei Jahre tilgungsfrei zur Verfügung gestellt wird.

10:32 Uhr: Tschechien verschärft wegen der Corona-Krise nun auch die Bestimmungen für Berufspendler

Tschechien verschärft wegen der Corona-Krise nun auch die Bestimmungen für Berufspendler, die die deutsch-tschechische Grenze regelmäßig überqueren. Vom Ein- und Ausreiseverbot sind Pendler weiterhin ausgenommen. Von Samstag müssen sie jedoch ein «Ausweisbuch für grenzüberschreitende Arbeitskräfte» vorlegen. Das Formular kann im Internet heruntergeladen werden, wie das Innenministerium in Prag bekanntgab. Die Regelung gilt auch für die Grenze zu Österreich. Begründet wurde die Verschärfung damit, dass die bisherige Regelung von Menschen missbraucht werde, die gar nicht täglich pendelten. Als
Grenzpendler gelten Beschäftigte, die innerhalb eines 100 Kilometer breiten Streifens beiderseits der Grenze arbeiten.
 

Das Ausweisbuch für Grenzpendler gibts HIER

9:26 Uhr: Mehr Stabsstrukturen im Landkreis Sächsische Schweiz Osterzgebirge

In ganz Sachsen sind die Kommunen aktuell gefragt weitere örtliche Strukturen aufzubauen, um der Corona Krise zu begegnen. Am Abend gab es u.a. Gespräche im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Wie das Landratsamt mitteilte soll damit der Krisenstab des Landratsamtes unterstützt werden. Den Kommunen werden wichtige Aufgaben übertragen, um die Leistungsfähigkeit bei der Krisenbewältigung zu erhöhen. Bis Anfang der kommenden Woche soll die komplette Arbeitsfähigkeit der kommunalen Stäbe hergestellt sein.

9:10 Uhr: Grenzstau auf Autobahn A4 löst sich nahezu auf

Der Stau auf der Autobahn 4 in Richtung deutsch-polnischer Grenze hat sich in der Nacht zu Freitag vorerst aufgelöst. Am Donnerstagabend hatte der Stau noch eine Länge von etwa 20 Kilometern und sich dann gegen Mitternacht ganz aufgelöst, wie ein Sprecher der Polizei Görlitz am Freitag sagte. Grund dafür sei eine Lockerung der polnischen Grenzkontrollen. Inwiefern sich die Verkehrssituation an der Grenze nun dauerhaft entspannt, konnte die Polizei Görlitz am Freitagmorgen nicht abschätzen.

14:06 Uhr: Kontrollen der Allgemeinverfügung vom 18. März 2020

Am Donnerstag ist bei uns Freistaat das öffentliche Leben heruntergefahren worden. Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, sind neben Schulen und Kitas auch Spielplätze geschlossen. Wie uns ein Sprecher des Innenministeriums gesagt hat, werden Gesundheits- und Ordnungsamt kontrollieren, ob sich die Bürger auch daran halten. Bei Bedarf würden auch Bereitschaftspolizisten die Kollegen unterstützen. Wer sich nicht an die Regeln hält, riskiert eine Geldbuße von bis zu 25.000 Euro oder einen Freiheitsentzug von bis zu fünf Jahren, hieß es weiter.

Was genau die Allgemeinverfügung vorsieht: hier.

09:25 Uhr: Unter „ teamsachsen.de“ können sich ab sofort Helfer melden

Wer in der aktuellen Krisensituation helfen will, kann sich dafür jetzt online anmelden. Unter „teamsachsen.de“ werden engagierte Menschen zuerst registriert und dann an die verschiedenen Organisationen weiter vermittelt, wo sie dann unterstützen können. Auf der Internetseite wird zudem ein Onlinekurs: Hygiene und Desinfektionsschulung angeboten – für alle Helfer ist dieser Kurs Pflicht, aber jeder kann sich dazu informieren. Es geht hierbei vor allem Schutz für sich und alle Anderen.

19. März 2020

20:20 Uhr: Kretschmer appelliert an Vernunft

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat angesichts der weiteren Ausbreitung des Coronavirus an die Vernunft der Bürger im Freistaat appelliert. «Seien Sie wachsam, seien Sie solidarisch, seien Sie mutig und achten Sie aufeinander. Es geht um unsere geliebten Angehörigen», sagte er am Donnerstag in einer TV-Ansprache an die Bevölkerung. «Wir sind sicher, dass in den nächsten Tagen die Zahl der Erkrankungen weiter zunimmt. Erst nach ungefähr 14 Tagen werden die Maßnahmen, die wir jetzt ergriffen haben, Wirkung zeigen. Wenn wir sehen, dass das Ganze erfolgreich ist, wissen wir auch, mit welchen Instrumenten wir in Zukunft arbeiten werden.» Wenn das nicht gelinge, gelte es weitreichendere Entscheidungen zu treffen. Details nannte er nicht.

17:27 Uhr VW stellt Produktion in Chemnitz ein

Die Coronakrise legt das Chemnitzer VW-Motorenwerk vorübergehend lahm. Wie andere Hersteller unterbricht nun auch Volkswagen europaweit die Produktion. Betroffen sind auch alle drei Standorte in Sachsen. Mit dem Ende der Spätschicht um 22.00 Uhr soll die Fertigung ruhen.

17:25 Uhr: Unternehmen in Sachsen dürfen ohne Antrag an Sonn- und Feiertagen arbeiten

Die Landesdirektion Sachsen hat für eine Reihe von Tätigkeiten eine Ausnahme vom Verbot der Sonn- und Feiertagsarbeit bewilligt. In einigen Branchen kann zudem von der täglichen Höchstarbeitszeit abgewichen und bis max. zwölf Stunden gearbeitet werden. Die Regelungen gelten zunächst bis zum 19. April 2020.
 

17:20 Uhr: Unbürokratische steuerliche Hilfen für Unternehmen in der Corona-Krise

Die Finanzministerien der Länder haben steuerliche Hilfen für Betroffene der Corona-Pandemie in Kraft gesetzt. Es geht dabei um zinslose Steuerstundungen sowie die Anpassung von Steuerzahlungen. Von Vollstreckungsmaßnahmen wird in diesen Fällen abgesehen.

Mit einem formlosen Antrag können sich Betroffene direkt an ihr zuständiges Finanzamt wenden. Diese Regelungen gelten bis zum 31. Dezember 2020 und werden in Sachsen auch auf Landessteuern angewendet.

16:55 Uhr: Initiative "Teamsport Sachsen" bündelt Kräfte für starke Zukunft

Die Coronavirus-Pandemie macht dem Sport in Sachsen schwer zu schaffen Deshalb haben sich die Spitzenvereine des Freistaates als Initiative "Teamsport Sachsen" zusammengeschlossen, um gebündelt einen Ansprechpartner für Behörden und Entscheidungsträger zu stellen.

Am Donnerstag wurden mit Regierungsvertretern unter anderem folgende Sachverhalte besprochen:
Wie kann der Sport als Vorbild die Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus unterstützen?
Wie kann die Fortführung des Trainingsbetriebs unter strengsten Auflagen sichergestellt werden?
Wie können Vereine und Unternehmen mit Liquiditätshilfen und Entlastungen untertützt werden?

Die Landesregierung bildet als Ergebnis eine Arbeitsgruppe Sport, zu der neben Vertretern der Initiative auch Vertreter der Sächsischen Staatskanzlei, des SMI sowie der Landes- und Kreissportverbände angehören werden.
 

16:32 Uhr: Staatsregierung beschließt Ausnahmen vom aktuellen Nutzungsverbot für Sportanlagen in Sachsen

Das Innenministerium und das Gesundheitsministerium haben Ausnahmen für das Nutzungsverbot von Sportanlagen beschlossen:

1. Ausnahmen zur Nutzung von öffentlichen und privaten Sportanlagen werden aktuell grundsätzlich nur für Bundeskaderathletinnen und -athleten bzw. für Athletinnen und Athleten mit vergleichbaren Kadereinstufungen (z.B. bei Mannschaftssportarten aus den Bundesligen) aus dem Bereich der Sommersportarten erteilt.

2. Den Antrag stellt der Verein der jeweiligen Athletinnen und Athleten mit einer sportfachlichen Begründung, warum die entsprechende Sportstätte genutzt werden muss.

3. Diesem Antrag beizufügen sind bereits die Zustimmung des Betreibers/Eigentümers der Sportstätte sowie die Zustimmung des jeweils zuständigen Gesundheitsamtes.

4. Die Anträge auf Ausnahme vom Nutzungsverbot für Sportanlagen müssen beim Sächsischen Staatsministerium des Innern, Stabsstelle Sportpolitik/ Sportförderung, Wilhelm-Buck-Straße 2, 01097 Dresden eingereicht werden. Die Anträge können auch per E-Mail geschickt werden an:
sportpolitik-sportfoerderung@smi.sachsen.de.

5. Das Sächsische Staatsministerium des Innern holt das Einvernehmen mit dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt ein.

Es gilt weiterhin, dass Ausnahmeregelungen nur in Ausnahmefällen gestattet werden.

15:56 Uhr: Leipziger Firmenlauf verschoben

Am 17. Juni 2020 sollte in Leipzig der Firmenlauf über die Bühne gehen. Die Veranstalter haben sich jetzt entschieden, den Lauf zu verschieben.Der neue Termin ist der 14. Juli 2020.

15:54 Uhr: Aktueller Corona-Virus Stand in Sachsen

In Sachsen sind 389 Personen an dem Corona-Virus erkrankt. Stand: 19. März 2020, 13:00 Uhr

15:35 Uhr: Leipzig verbietet Veranstaltungen mit mehr als 20 Menschen

Die Stadt Leipzig untersagt ab Freitag Veranstaltungen mit mehr als 20 Menschen. Damit verschärfe die Kommune die Regelung des Freistaats zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie, wie Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) am Donnerstag in einer Videobotschaft sagte. Die Allgemeinverfügung des Freistaats tolerierte bisher Veranstaltungen mit bis zu hundert Menschen. Zudem müssen Friseurgeschäfte in Leipzig ab Freitag geschlossen bleiben.

«Es nützt nichts, wenn jetzt in den Parks zu Hunderten die Menschen zusammen sitzen und miteinander grillen und feiern. Das kann nicht die Antwort sein auf diese krisenhafte Situation», appellierte Jung an die Bevölkerung. «Wenn wir verhindern wollen, dass Ausgangssperren irgendwann für unsere Stadt drohen, dann bitte halten Sie sich dran, gehen Sie auf Abstand», so Jung.

14:59 Uhr: Leipzig verschärft die Allgemeinverfügung des Freistaats

Leipzig verschärft die Allgemeinverfügung des Freistaats. Ab Freitag müssen auch Friseurgeschäfte geschlossen bleiben. Das teilte Oberbürgermeister Burkhard Jung am Donnerstag mit. Außerdem sind private Veranstaltungen nur noch für Gruppen bis 20 Personen zulässig. Bisher waren laut Stadt noch Veranstaltungen bis zu 100 Menschen erlaubt.

14:42 Uhr: Team Sachsen bedeutet Hilfe für Alle

Die Website www.teamsachsen.de bringt Hilfswillige und Bedürftige in Sachsen zueinander. Wer seine Unterstützung anbieten möchte, kann sich ganz unkompliziert anmelden. Das Team Sachsen ist eine Initiative des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gemeinsam mit den sächsischen Hilfsorganisationen. Darunter der Arbeiter-Samariter-Bund, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter sowie die Malteser. 

14:32 Uhr: Stau an deutsch-polnischer Grenze noch rund 30 Kilometer lang

 Der Stau auf der A4 in Richtung deutsch-polnischer Grenze hat sich verkürzt. Lastwagen und Autos stauten sich nach Angaben der Polizei am Donnerstagmittag auf einer Länge von rund 30 Kilometern. Am Mittwochabend war die Fahrzeugschlange mit rund 60 Kilometern noch doppelt so lang. Das Stauende befinde sich nun zwischen den Abfahrten Bautzen-Ost und Weißenberg in Richtung Görlitz, hieß es am Donnerstag. Die Polizei rät dennoch, die Autobahn in Richtung Görlitz ab Dresden weiterhin zu meiden. Die Auffahrten ab Hermsdorf in Richtung Grenze bleiben weiterhin gesperrt.  

14:31 Uhr: Die 4. Sächsische Landesausstellung wird verschoben

Die 4. Sächsische Landesausstellung wird verschoben. Das teilte das Kulturministerium am 19. März  in Dresden mit. Die Schau mit dem Titel «Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen» sollte eigentlich am 25. April eröffnet werden. Aufgrund der aktuellen Entwicklung bei der Ausbreitung des Coronavirus könne an der ursprünglich geplanten Laufzeit vom 25. April bis 1. November 2020 nicht mehr festgehalten werden, hieß es. Wann es einen erneuten Anlauf gibt, könne derzeit noch nicht gesagt werden.

14:30 Uhr: Sachsens Gefängnisse führen neue Möglichkeiten für Sozialkontakte ein

In Sachsens Gefängnissen können auf Grund des Corona-Virus keine sozialen Kontakte gepflegt werden. Nur nahe Verwante und Rechtsanwälte dürfen zur Zeit den Gefangenen Besuche abstatten. Eine Lösung hat zum Beispiel Die Justizvollzugsanstalt Zeitain finden. Dort können Gefangene im begrenzten Rahmen Skype-Videotelefonate führen. Dies soll auf weitere JVA's in Sachsen ausgeweitet werden. 

12:50 Uhr: Sachsen schafft Verbot der Sonn- und Feiertagsarbeit ab

Einige Unternhemen in Sachsen sind per Allgemeinverfügung vom 18. März von dem Verbot der Sonn- und Feiertagsarbeit freigestellt. Des Weiteren kann in einer Reihe von Branchen von der täglichen Höchstarbeitszeit abgewichen und bis maximal 12 Stunden gearbeitet werden.

13:09 Uhr: Lesen, Spielen und Lernen in Zeiten von Corona

Die Stiftung Lesen will Eltern die mit ihren Kindern zu Hause sind, unter die Arme greifen. So haben sie ihre Angebotspalette aufgestockt und speziell für die Zeit zu Hause angepasst. 

Neu sind: 

  • Digitale Vorlesegeschichten
  • (Vor-)Lese-Apps
  • Buchempfehlungen
  • Bastel- und Aktionsideen
  • Infos und Unterrichtsmaterial für Lehrkräfte

Noch mehr Informationen finden Sie HIER

12:45 Uhr: Sachsen beteiligt sich an der Produktion von 500 Tonnen Desinfektionsmittel

In einem ersten Schritt will das Unternehmen Beiersdorf 500 Tonnen Desinfektionsmittel herstellen. Dieses Soll vorallem den öffentlichen Einrichtungen und Einsatzkräften zur Verfügung gestellt werden. Die Produktionsstätten befinden sich in Hamburg und in der Nähe von Madrid. Der dritte Produktionsstandort wird Waldheim in der Nähe von Döbeln sein.

11:18 Uhr: Viele Flüge am Flughafen Dresden gestrichen

Bereits am Mittwoch wurden jeweils fünf ankommende und startende Flüge am Flughafen gestrichen. Unter anderem von und nach Amsterdam oder Köln-Bonn.

Immer mehr Reiseziele werden von der Flugtafel genommen. Für den Donnerstag wurden sieben Abflüge gestrichen. Unter anderem entfallen die Flüge nach Stuttgart, Düsseldorf, Köln-Bonn und Mallorca.

Auf der Flugtafel des Flughafens Dresden International gibt es den Überblick. In ganz Deutschland sind Reisewarnungen ausgesprochen worden, mit weiteren Problemen im Flugverkehr ist zu rechnen.

09:35 Uhr: Corona-Hotline für Unternehmen und Freiberufler in Leipzig

Für Unternehmen, Freiberufler und Selbstständige gibt es ab sofort eine eigene Hotline, die bei Fragen rund um die Corona-Krise helfen soll. Eingerichtet von der kommunalen Wirtschaftsförderung.

Telefonhotline: 0341 123 5885

8:20 Uhr: Lage an der Grenze zu Polen entspannt sich etwas

Die Staulage auf der A4 in Richtung deutsch-polnischer Grenze in Sachsen hat sich in der Nacht zu Donnerstag ein wenig entspannt. Lastwagen und PKW stauten sich am Morgen 40 Kilometer vom Grenzübergang Ludwigsdorf bei Görlitz bis Bautzen-Ost, wie eine Sprecherin der Polizei Görlitz sagte. Am Mittwochabend hatte der Stau noch eine Länge von etwa 60 Kilometern. Die A4-Auffahrten ab Pulswitz seien gesperrt, ebenso die Görlitzer Stadtbrücke für Autos ab 7,5 Tonnen. Die Polizei empfiehlt, die A4 ab Dresden zu meiden. Der Stau habe sich zwar über Nacht etwas gelöst, man rechne aber tagsüber mit einem erneuten Anwachsen, so die Sprecherin.

0:05 Uhr: Weitgehende Sperrung des öffentlichen Lebens in Sachsen beginnt

Die Kliniken halten sich an den Beschluss der Bundesregierung, dass planbare Eingriffe, wie Kreuzband-Operationen, verschoben werden. Dadurch entstehen freie Betten, die für die Behandlung von Corona-Patienten genutzt werden sollen. Im Städtischen Klinikum würde Fachpersonal aus anderen Fachbereichen abgezogen und weitere Kollegen umgeschult werden, um gegebenenfalls bei der Behandlung von Corona-Patienten zu helfen, sagte uns Sprecherin Viviane Piffzcyk. Entbindungen oder auch Operationen bei Krebspatienten laufen wie geplant.

Auch das Diakonissen Krankenhaus fährt ab Montag planbare Operationen zurück. Zudem soll es bis auf weiteres keine Patientenbesuche geben, teilte uns Victor Franke vom Diakonissen Krankenhaus mit. In Ausnahmefällen würde ein Besucher pro Patient erlaubt sein, dieser müsse sich aber vorher anmelden. Ein Besuch für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und Menschen mit Infekten sei ausdrücklich untersagt.


18. März 2020

19:05 Uhr: Sächsische Panzergrenadiere leisten Nothilfe bei Mega-Stau

Zur Notversorgung der in einem Mega-Stau vor der polnischen Grenze wartenden Lastwagen- und Autofahrer werden vom späten Abend an 50 Soldaten eingesetzt. Die Bundeswehr werde auf der Autobahn A4 Wasser, Lebensmittel und Decken verteilen, sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur am Mittwochabend weiter. Die Soldaten leisten Amtshilfe auf Antrag der sächsischen Landesregierung. Sie gehören der Panzergrenadierbrigade 37 aus Frankenberg an. Wegen der teilweisen Schließung der polnischen Grenze haben sich chaotische Zustände auf der Autobahn entwickelt.

18:18 Uhr: Landwirtschaftsminister Günther appelliert gegen Hamsterkäufe

Sachsens Landwirtschaftsminister Wolfram Günther hat im Zusammenhang mit der Coronavirus-Krise erneut an die Menschen appelliert, Hamsterkäufe zu unterlassen. «Das Plädoyer ist, nicht mehr zu kaufen als man braucht und verbraucht, um nicht Notlagen zu schaffen, die es nicht gibt», sagte der Grünen-Politiker am Mittwoch beim Besuch eines Logistiklagers in Berbersdorf (Landkreis Mittelsachsen). Alles andere sei unsolidarisches Verhalten. «Optisch machen wir uns eine Notsituation, die es gar nicht gibt», sagte Günther angesichts der Bilder von leeren Regalen in Supermärkten.

17:18 Uhr: Krankenhausgesellschaft fordert Schutzschirm für Krankenhäuser

Die Krankenhausgesellschaft Sachsen (KGS) fordert einen wirtschaftlichen Schutzschirm für die Krankenhäuser. Dies beträfe unter anderem die Absicherung der Ausfälle durch die Verschiebung von geplanten Behandlungen, die Mehrkosten durch Beschaffung sowie Um- und Ausbau der Kapazitäten und die Aktivierung von zusätzlichem Personal, erklärte KGS-Geschäftsführer Stephan Helm am Mittwoch in Leipzig. Ein solcher Schutzschirm müsse «auf der Bundesebene realisiert werden, um auf gesetzgeberischem Wege unbürokratisch Liquidität und Geschäftsbetrieb der Krankenhäuser zu sichern.»

16:59 Uhr: Trickbetrüger nutzen die Corona-Krise in Sachsen aus

Trickbetrüger nutzen die Corona-Krise in Sachsen aus. Nach Angaben der sächsischen Polizei geben sich Unbekannte nach einem vorherigen Anruf als Corona-Tester oder medizinisches Personal aus. Dann besuchten sie Menschen unter dem Vorwand eines Infektions-Verdachts für eine Probenentnahme. Diese Situation könne für Diebstähle oder Raubüberfälle ausgenutzt werden, so die Polizei.

16:07: Annaberger Rathaus und Sportstätten geschlossen

Das Annaberger Rathaus bleibt ab dem morgigen Donnerstag, dem 19. März 2020 bis auf weiteres geschlossen. Für dringende Fälle, die z. B. einer persönlichen Unterschrift bedürfen, z. B. Ausweise, Pässe, Standesamtsdokumente ist unter Tel. (03733) 425-174 montags bis freitags von 9.00 bis 18.00 Uhr von ein Bürgertelefon zur Terminvereinbarung geschaltet. Der Zugang erfolgt für dringende Fälle wie z. B. Geburts- oder Sterbeurkunden von Montag bis Donnerstag, jeweils 9.00 bis 16.00 Uhr sowie freitags von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr am Seiteneingang des Rathauses.

15:44: Schließung der Fahrerlaubnis- und Kfz-Zulassungsbehörde Dresden

Zur Eindämmung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus durch direkten Bürger- bzw. Kundenkontakt schließt das zuständige Ordnungsamt die Fahrerlaubnis- sowie die Kfz-Zulassungsbehörde auf der Hauboldstraße von Donnerstag, 19. März 2020 bis einschließlich Freitag, 17. April 2020 für den Besucherverkehr. Alle bereits vereinbarten Termine innerhalb dieser Schließzeit entfallen.

15:30 Uhr: Aktuell sind 296 Personen in Sachsen auf das Corona-Virus positiv getestet

Insgesamt 296 Menschen wurden in Sachsen positiv auf aus Corona-Virus getestet. Stand: 18. März 2020, 14:30 Uhr.

14:35 Uhr: Deutsche Post verzichtet bei Zustellung auf Unterschriften

Auch die Deutsche Post trifft immer mehr Vorkehrungen um die Ausbreitung des Corona-Virus zu bremsen. So wird bei der Übergabe von Paketen und Übergabeeinschreiben auf die Unterschrift des Empfängers verzichtet. Stattdessen dokumentieren die Zusteller anstelle des Empfängers die erfolgreiche Auslieferung mit ihrer eigenen Unterschrift. Sofern der Empfänger damit nicht einverstanden ist, werden die Sendungen in die Filiale oder an den Absender zurückgesandt.

So will die Deutsche Post den persönlichen Kontakt zwischen den Empfängern und den Zustellern reduzieren und  eine mögliche Übertragung von Viren über Handscanner und Stift vermeiden.

Des Weiteren empfiehlt die Post den Kunden, wenn möglich für den Empfang der Pakete einen Ablageort festzulegen oder direkt an Packstationen schicken zu lassen.

Weitere Infos auf: https://www.deutschepost.de/de/c/coronavirus.html

14:21 Uhr: Auch Porsche stoppt Produktion im Werk Leipzig

Neben BMW will nun auch Porsche die Produktion stoppen. Das Werk in Leipzig bleibt ab Samstag zunächst für zwei Wochen geschlossen, teilte das Unternehmen mit. An erster Stelle gehe es um den Schutz der Belegschaft. Darüber hinaus gebe es inzwischen aber auch Engpässe in den globalen Lieferketten. Heute wurde bekannt, dass BMW die Produktion in seinen Werken für vier Wochen stoppt - also auch im Werk Leipzig.

14:00 Uhr: Sächsische Taxi-Unternehmen arbeiten weiter

Die Sächsischen Taxi-Unternehmen übernehmen weiterhin medizinische Fahrten und bringen Patienten zu den Untersuchungen, dies sagte uns Alexander Noack von der Taxi-Interessengemeinschaft. Die Fahrer übernehmen u.a. den Transport von Dialyse-Patienten von zu Hause in die Praxis oder Klinik und zurück. Die Fahrzeuge würden klinisch gereinigt und besonders Türgriffe und Armaturen noch mehr gereinigt. Sie würden als Dienstleister zur Versorgung dazu gehören und stellen den Betrieb daher nicht ein.

13:35 Uhr: Auch Porsche stoppt wegen Coronavirus die Produktion

Auch der Sportwagenbauer Porsche stoppt wegen der Ausbreitung des Coronavirus seine Produktion. Das Stammwerk in Zuffenhausen sowie das Werk in Leipzig bleiben von diesem Samstag an zunächst für zwei Wochen geschlossen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Primär gehe es um den Schutz der Belegschaft, darüber hinaus gebe es inzwischen aber auch Engpässe in den globalen Lieferketten, die eine geordnete Produktion nicht mehr zuließen.

13:15 Uhr: Stau-Chaos an Grenze: Kretschmer will Bundeswehr um Hilfe bitten

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) will angesichts der langen Staus an der deutsch-polnischen Grenze notfalls die Bundeswehr um Hilfe bitten. Er habe mit der Bundesverteidigungsministerin gesprochen und um Unterstützung bei der Versorgung der Wartenden gebeten, falls sich die Situation verschärfe, erklärte der Regierungschef am Dienstag in Dresden. Der Stau war am Mittwoch wegen Grenzkontrollen aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus auf rund 60 Kilometer angewachsen. Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) standen die Menschen bis zu 20 Stunden im Stau, darunter viele Familien.

13:12 Uhr: Klinikum Chemnitz verhängt wegen Coronavirus-Krise Besuchsverbot

Nach sechs Tagen mit eingeschränkten Besuchszeiten schließt das Klinikum Chemnitz wegen der Coronavirus-Krise seine Stationen komplett für Besucher. «Ab sofort gilt in allen Standorten des Klinikums Chemnitz ein absolutes Besuchsverbot», teilte das Krankenhaus am Mittwoch mit. Dies habe die Geschäftsführung in Abstimmung mit der medizinischen Task-Force des Klinikums entschieden.

11:50 Uhr: ADAC Sachsen schließt alle Geschäftsstellen und Reisebüros

Der ADAC hat am Mittwoch wegen des Coronavirus alle seine Geschäftsstellen und Reisebüros in Sachsen geschlossen. Nicht betroffen sind davon die Pannenhelfer, die den Angaben des Clubs zufolge weiter auf den Straßen unterwegs sind. Fragen zur Clubmitgliedschaft, zu Versicherungen und Reisen würden telefonisch beantwortet. Kontaktdaten sind den Angaben zufolge unter der Internetadresse adac.de/sachsen zu finden.

10:51 Uhr: Kretschmer ruft Besonnenheit auf - 650 Millionen Euro für Coronakrise

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat die Bevölkerung angesichts der Ausbreitung des Coronavirus zur Besonnenheit aufgerufen. Es sei nicht Zeit für Hektik und Übersprungsreaktionen, sondern für ein umsichtiges Handeln. Wohin Entscheidungen ohne ausreichendes Überdenken der Folgen führen könnten, sehe man augenblicklich auf der Autobahn 4 in Richtung Polen, wo aufgrund der Grenzschließung durch das Nachbarland ein mehr als 40 Kilometer langer Stau entstanden sei: «Wir wollen, dass wir diese schwierige Situation gemeinsam durchstehen.» Es gelte, Mut und Zuversicht zu behalten. Kretschmer kündigte an, die 650 Millionen Euro Haushaltsüberschuss von 2019 zur Abmilderung der Krisenfolgen zu verwenden.

9:05 Uhr: Weniger Hochzeiten in Sachsen

Das Coronavirus macht auch vor Verliebten nicht Halt. Allein in Leipzig sind nach Angaben des Standesamtes sieben Hochzeiten in der nahen Zukunft abgesagt worden. Die Tendenz sei steigend, hieß es am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Auch im Standesamt gebe es «krankheitsbedingte Ausfälle».

In Leipzig sind Trauungen nur noch ohne Gäste - ohne Trauzeugen, Angehörige oder Kinder - möglich. «Das Brautpaar kann einen Fotografen mitbringen, der Bilder für Daheimgebliebene machen kann», hieß es aus dem Standesamt. Auch in Chemnitz und Görlitz sind nur Paar und Standesbeamter zugelassen. «Insgesamt ist festzustellen, dass die Eheschließenden in dieser besonderen Situation sehr besonnen und verständnisvoll reagieren», teilte Sylvia Otto, Sprecherin der Stadt Görlitz, mit. In Görlitz sei eine Eheschließung verschoben worden. «Es ist abzuwarten wie sich die Situation insgesamt entwickelt», so Otto.

In Chemnitz gab es bislang noch keine Verlegung oder Absage von den Brautpaaren, hieß es von der Stadtverwaltung. Auch in Zwickau laufe alles nach Plan. In Dresden habe bis zum Dienstag ein Paar abgesagt. Auch in der Landeshauptstadt sollen Paare die Zahl der Gäste soweit wie möglich reduzieren.

0:05 Uhr: Sächsischer Krisenstab "Infektionsschutz" tagt erstmals

Sachsen hat einen neuen Krisenstab «Infektionsschutz» eingerichtet. Dieser soll in Regie des Innen- und des Gesundheitsministeriums geführt werden. Am Mittwoch soll der neu gegründete Krisenstab das erste Mal tagen. Der Katastrophenfall werde aber nicht ausgerufen. «Wir haben eine ernste Krise, aber keine Katastrophe», erklärte Innenminister Roland Wöller (CDU).

17. März 2020

19:15 Uhr: Freistaat plant millionenschweren Sachsenfonds

Sachsen will kleinen Unternehmen mit einem eigenen Sachsenfonds helfen, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Epidemie abzufedern. «Wir müssen mit eigenen Mitteln dort helfen, wo Bundesmittel nicht greifen», kündigte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Dienstagabend in Dresden an. Damit sollen Unternehmen zunächst über die Sächsische Aufbaubank (SAB) öffentliche Darlehen bis zu 100 000 Euro bekommen - zinsfrei und mit einer Laufzeit von acht Jahren. Kurzfristig sollen so Engpässe überbrückt werden, so Dulig. Zunächst sei ein «dreistelliger Millionenbetrag» für den Sachsenfonds im Gespräch.

18:44 Uhr: Aktion "Frühlingsspaziergänge" in Sachsen ausgesetzt

Sachsens Umweltministerium sagt die Aktion »Frühlingsspaziergänge« bis einschließlich Sonntag, 19. April 2020 ab. Umweltminister Wolfram Günther: »Unser aller Gesundheit steht an erster Stelle. Um der Ausbreitung des Corona-Virus keinen Vorschub zu leisten, haben wir uns dazu entschieden, die Aktion »Frühlingsspaziergänge« zunächst bis zum Ende der Osterferien auszusetzen. In dieser Zeit werden keine Spaziergänge im Rahmen der Aktion stattfinden. Wir hoffen, dass wir diese schöne Tradition zu einem späteren Zeitpunkt fortführen können.«

18:20 Uhr: Jugendweihefeiern in Sachsen ausgesetzt

Weniger als drei Wochen vor Beginn der traditionellen Jugendweihefeiern in Sachsen sind wegen des Coronavirus alle Veranstaltungen abgesagt worden. Feierstunden, die bis einschließlich 10. Mai hätten stattfinden sollen, würden in die Monate Juni, Juli, September und notfalls Oktober verlegt, teilte der Sächsische Verband für Jugendarbeit und Jugendweihe als Organisator am Dienstag in Dresden mit. 

17:15 Uhr: Corona-Virus-Stand in Sachsen

Stand 17. März 16:00 gibt es in Sachsen 247 Corona-Fälle. Das gab das Sächsische Sozialministerium bekannt. 

16:41 Uhr: FC Erzgebirge Aue möchte den Trainingsbetrieb aufrechterhalten

Die Mannschaft von Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue will trotz der Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie den Trainingsbetrieb aufrechterhalten. Das bestätigte Geschäftsführer Michael Voigt am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. «Die Trainingseinheiten werden allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Außerdem werden wir die Lage täglich neu bewerten», sagte Voigt.

16:36 Uhr: Chemnitz verzichtet auf Forderungen aus Mahnungen oder Vollstreckungen

Analog zum Weihnachtsfrieden verzichtet Chemnitz angesichts der Coronavirus-Krise vorerst auf die Forderung von Geldern aus Mahnungen und Vollstreckungen. Diese würden von sofort an bis zum 30. April ausgesetzt, teilte die Stadt am Dienstag mit. Ausnahmen gebe es nur dann, wenn die Verjährung und damit der endgültige Ausfall der noch offenen Zahlung drohe.

16:33 Uhr: Nahverkehrsunternehmen reagieren mit Fahrplanänderungen

Die Nahverkehrsunternehmen in Sachsen reagieren mit Fahrplanänderungen auf die zunehmenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen des Coronavirus. Die Mitteldeutsche Regiobahn teilte am Dienstag mit, dass sie einen spürbaren Rückgang der Fahrgastzahlen verzeichne und es wegen der Schließung von Kindertagesstätten und Schulen zudem eine angespannte Personalsituation gebe.

15:39 Uhr: Der Basketball-Zweitligist Niners Chemnitz durch Saisonende Aufstiegsrecht in die Bundesliga

Der Basketball-Zweitligist Niners Chemnitz hat nach dem vorzeitigen Saisonende wegen der Coronavirus-Krise das Aufstiegsrecht in die Bundesliga erhalten. Die Chemnitzer führten die Tabelle vor dem Abbruch mit 50:4 Punkten souverän an. Die Niners und der Zweitplatzierte aus Bremerhaven erhielten somit das sportliche Recht in die BBL aufzurücken, wie die Liga am Dienstag mitteilte.

14:56 Uhr: Der Leipzig-Marathon fällt in diesem Jahr aus

Der Leipzig-Marathon fällt wegen der Coronavirus-Krise in diesem Jahr aus. Die 44. Ausgabe, die für den 26. April geplant war, könne aus organisatorischen Gründen auch nicht im Herbst dieses Jahres stattfinden, teilten die Veranstalter am Dienstag mit. Sie baten die bereits angemeldeten Sportlerinnen und Sportler um etwas Geduld. Sobald man sich auf eine konkrete Vorgehensweise verständigt habe, werde man an sie herantreten, sagte der Geschäftsführer des Stadtsportbundes Leipzig, Michael Mamzed, der Mitteilung zufolge.

14:13 Uhr: Flixbus stellt den kompletten nationalen und grenzüberschreitenden Verkehr ein

Ab dem 17. März um 24 Uhr stellt Flixbus den kompletten Verkehr in Deutschland ein. Somit folgt das Unternhemen den Anweisungen der Bundesregierung zur Eindämmung des Corona-Virus. Ebenso wie der nationale Verkehr, wird auch der Grenzverkehr bis auf Weiteres eingestellt.

13:01 Uhr: Hautklinik des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) schließt seine Ambulanz

 Die Hautklinik des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) schließt seine Ambulanz bis zum 24. März. Grund ist der Nachweis einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bei einer Mitarbeiterin der Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des UKL, wie das Klinikum am Dienstag mitteilte. Deshalb werde auch eine der beiden Stationen schrittweise geschlossen und die Patienten in den kommenden zwei bis drei Tagen entlassen. Der Betrieb der zweiten Station könne auch mit reduzierter Mitarbeiterzahl aufrechterhalten werden, hieß es.

13:00 Uhr: Sachsen schließt fast alle öffentlichen Einrichtungen

Geschlossen werden Spielplätze, Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen, Theater, Opern, Konzerthäuser, Museen, Ausstellungen, Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen, Bordelle, alle Sportanlagen, Fitnessstudios und alle andere Verkaufsstätten des Einzelhandels sowie Outletcenter.
Auch Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen und Synagogen sind verboten. Musikschulen und Volkshochschulen müssen geschlossen bleiben. Restaurants und Gaststätten sollen frühestens ab 6 Uhr öffnen und spätestens 18 Uhr schließen. Offen bleiben der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol - und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel. Die Allgemeinverfügung gelte von Donnerstag an bis zunächst zum 20. April, teilte die Regierung am Dienstag nach einer Kabinettssitzung mit. Damit folgt Sachsen einer Empfehlung, auf die sich Bund und Länder zuvor verständigt hatten.

9:01 Uhr: VW stoppt Produktion

Der VW-Konzern will die Produktion in zahlreichen Werken wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus vorübergehend aussetzen. An den allermeisten Standorten solle an diesem Freitag (20. März) die letzte Schicht laufen, hieß es am Dienstag aus dem Betriebsrat in Wolfsburg.

8:20 Uhr: Aue-Boss Leonhardt sieht Watzke-Aussagen kritisch

Präsident Helge Leonhardt von Zweitligist FC Erzgebirge Aue hat die ablehnende Haltung von Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zu möglichen finanziellen Hilfen von größeren für kleinere Clubs in der Fußball-Bundesliga kritisiert. «Ich denke da völlig anders, weil ich anders erzogen wurde und schon in den letzten 20 Jahren drei große Krisen erlebt und soziale Verantwortung für viele Menschen habe. Und da ging es nicht um Fußballer, die Multimillionäre sind», sagte Leonhardt der «Leipziger Volkszeitung» (Dienstag).

8:06 Uhr: Staus an polnischer Grenze

Die Kontrollen an der polnischen Grenze wegen der Coronakrise führen weiter zu langen Staus auf der A4 bei Görlitz. Am frühen Dienstagmorgen stauten sich Autos und Lastwagen über 20 Kilometer vom Grenzübergang Ludwigsdorf bis Weißenberg, wie eine Sprecherin der Polizei Görlitz sagte. Jedes Auto werde durch die polnischen Grenzbeamten einzeln kontrolliert.

Die Situation an der tschechischen Grenze sei entspannter, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Pirna am Dienstag. Wegen der tschechischen Kontrollen komme es zwar auch auf der A17 zu Rückstau - allerdings nicht in dem Maße wie auf der A4, so der Polizeisprecher.

0:06 Uhr: Corona-Krisengipfel in Dresden

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) laden am Dienstag (15.00 Uhr) Vertreter von Gewerkschaften und Wirtschaft zu einem Corona-Krisengipfel ein. «Wir schlittern in eine Situation, die es so in der neueren Zeit noch nie gegeben hat», sagte Dulig im Vorfeld. Man sei «mit größter Anstrengung» dabei, Antworten auf viele Fragen zu finden.

Als Beispiele nannte Dulig unter anderem die vereinfachte Beantragung von Kurzarbeitergeld und Liquiditätshilfen von Bund und Land. «Wir arbeiten zur Zeit an Programmen, die vor allem unserer kleinteiligen Wirtschaft helfen sollen», so Dulig. Etwa für Freiberufler und Selbstständige, die von den bisherigen Darlehensprogrammen nicht profitierten.


16. März 2020

20:20 Uhr: 3. Fußball-Liga setzt bis 30. April aus

Der Deutsche Fußballbund DFB und die 20 Drittligisten haben sich auf eine verlängerte Spielpause bis 30. April geeinigt. Mit den beiden bereits abgesagt Spieltagen, müssen damit insgesamt acht Ligaspiele aufgrund der Coronavirus-Krise nachgeholt werden. Am Montag fiel die Entscheidung bei der außerordentlichen Managertagung.

Peter Frymuth, als DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung zuständig für die 3. Liga, sagt: “An erster Stelle stehen Gesundheit und Solidarität. Zur effektiven Bekämpfung des Coronavirus’ und Bewältigung der Krise haben wir alle unseren Beitrag zu leisten und die zuständigen Behörden bestmöglich zu unterstützen. Auf uns warten gewaltige Herausforderungen – in der Gesellschaft, im organisierten Sport, in der 3. Liga. Dessen sind wir uns bewusst. Auch während der Sitzung haben uns die aktuellen Ereignisse im Land mit neuen Verfügungen immer wieder überholt. Für die 3. Liga ist die heutige Entscheidung ein nächster Schritt, um auf die weiteren Entwicklungen reagieren zu können.”

17:15 Uhr: Aktuelle Zahl Coronavirus-Erkrankte in Sachsen: 152 Fälle

15:30 Uhr: Sächsische Schulen, Kitas und Kindertagespflegen schließen ab dem 18. März

In Sachsen schließen die am Mittwoch die Schulen und Kitas. Dazu hat Sachsens Sozialministerium am Nachmittag eine Allgemeinverfügung erlassen. Oberschulen und Gymnasien werden geschlossen. An Grundschulen und Kitas sollen es noch in Einzelfällen eine Notbetreuung geben.  Betreuungsangebote werden geschaffen für Kinder, deren Eltern  oder der alleinige Personensorgeberechtigte in Bereichen der kritischen Infrastruktur tätig und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Gründe an einer Betreuung des Kindes gehindert sind. Infos, wer die Betreuung in Anspruch nehmen kann sowie das auszufüllende Formblatt gibts auf hier.
Für Rückfragen schaltet das Kultusministerium eine Hotline unter  0351 56 46 99 99
Für die Zeit der Schulschließungen wird den Schülern durch die Schulen Lernstoff bereitgestellt, damit die freie Zeit als Lernzeit genutzt werden kann.
Die Regelungen gelten vorerst bis zum Ende der Osterferien am 17. April.  

Schulen und Kitas schließen | Ab 18. März 2020 werden alle Schulen, Kitas und die Kindertagespflege in #Sachsen bis zum Ende der Osterferien (17. April 2020) geschlossen. Eine Notbetreuung an Kitas und Grundschulen wird gewährleistet.https://t.co/hprdUyoTvJ. #Corona_SN

— Sächsisches Staatsministerium für Kultus (@Bildung_Sachsen) March 16, 2020

16:30 Uhr: Vorlesungen an sächsischen Hochschulen frühstens wieder ab 4. Mai

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus beginnen die Vorlesungen und die Präsenzveranstaltungen an den sächsischen Hochschulen und der Berufsakademie frühestens am 4. Mai. Darauf haben sich das Wissenschaftsministerium und die Landesrektorenkonferenz Sachsen verständigt, wie das Ministerium am Montag in Dresden mitteilte. Sämtliche Einrichtungen und die Lesesäle der Bibliotheken werden bis dahin geschlossen. Prüfungen, die nicht verschoben werden können, werden nur noch unter besonderen Hygienebedingungen durchgeführt. Zudem soll so früh wie möglich mit Lehrformaten begonnen werden, die eine Anwesenheit der Studierenden und Lehrenden nicht erfordern. 

13:30 Uhr: Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sagt Veranstaltungen ab Mittwoch ab

Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sind Veranstaltungen ab Mittwoch untersagt. Ausnahmen gibt es für Hochzeiten, Beisetzungen und Kindstaufen. Auch alle Gaststätten werden dort geschlossen. Für Hotels gibt es Sonderregelungen.

12:01 Uhr: Blutspenden dringend benötigt

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ruft in Sachsen dringend zu Blutspenden auf. Derzeit sei die Versorgung mit lebensrettenden Blutpräparaten nur noch auf niedrigstem Niveau gesichert, teilte der DRK-Blutspendedienst am Montag mit. Wenn in den kommenden Tagen nicht genügend Blutspenden eingingen, wäre die Patientenversorgung innerhalb kurzer Zeit nicht mehr lückenlos abgesichert. Gerade in der Frühphase der Epidemie sei es wichtig verstärkt zu spenden, um einen Vorrat anlegen zu können, hieß es.

13:12 Uhr: VW-Werke arbeiten ohne nennenswerte Einschränkungen weiter

Besonders wird in den drei VW-Werken in Sachsen auf die Hygienevorschriften wert gelegt. Wirtschaftlich nicht zwingend erforderliche Dienstreisen werden reduziert und Beschäftigte aus Risikogebierten in 14tägigie Quarantäne gesetzt. Wer kann soll von zu Hause aus arbeiten.

10:00 Uhr: Landkreis Görlitz verschärft Veranstaltungsverbot

Der Landkreis Görlitz hat wegen der Corona-Ausbreitung das erlassene Veranstaltungsverbot verschärft. Die Teilnehmerzahl wurde auf 75 begrenzt.  Das gilt für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen und unter freiem Himmel. Wie das Landratsamt  heute weiter informierte, müssen Veranstaltungen mit bis zu 75 Teilnehmern mindestens drei Tage vor Beginn angemeldet werden – mit einer Kurzbeschreibung und den geplanten Hygienemaßnahmen.

8:40 Uhr: DFB plant Hilfsfond für 3. Liga

Der Deutsche Fußball-Bund hat seine Absicht bekräftigt, Vereinen aus der 3. Liga in der Coronavirus-Krise zu helfen. «Es geht darum, im Notfall sehr gezielt Überbrückungshilfen zu geben, um Liquiditätskrisen zu vermeiden», zitierte der «Kicker» am Montag DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge. In der dritthöchsten Spielklasse haben Clubs ohnehin immer wieder mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen.

8:16 Uhr: Erste Jugendweihe-Absagen in Deutschland

Weniger als drei Wochen vor Beginn der traditionellen Jugendweihfeiern in Sachsen stehen die für April bis Juni angesetzten Veranstaltungen auf der Kippe. Erste Auftaktveranstaltungen in Leipzig und Dippoldiswalde (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) wurden abgesagt. «Ziel ist in jedem Fall, alle Feiern stattfinden zu lassen», sagte die Sprecherin des Sächsischen Verbands für Jugendarbeit und Jugendweihe, Carla Hentschel, der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Eventuelle Ausfälle sollen nachgeholt werden.

7:16 Uhr: Dresdner Schule & Kita wegen Corona-Fall dicht

Eine Mitarbeiterin im Hort der 139. Grundschule in Dresden und der dazugehörigen Kita „Gorbitzer Sonnenland“ wurde positiv auf das Coronavirus getestet.  Die Einrichtungen wurden geschlossen. Für alle Kinder, Lehrer und das gesamte Personal der Einrichtung wird auch hier eine häusliche Isolation von 14 Tagen angeordnet.

Weitere Corona-Informtionen aus Dresden finden hier in unserem Dresden-Ticker.
 

15. März 2020

16:55 Uhr: Stand Corona-Infektionen in Sachsen

Nach Angaben des Sächsischen Sozialministeriums gibt es (Stand Sonntag 15.03., 16:55 Uhr) aktuell 130 Corona-Infizierte im Freistaat Sachsen.

16:30 Uhr: Corona-Fall an Chemnitzer Sportoberschule

An der Chemnitzer Sportoberschule ist eine Lehrerin positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Die Schule samt Gymnasium und Internat wurden sofort geschlossen. Das teilte die Stadtverwaltung am Sonntagnachmittag mit. Schüler, Lehrer, Trainer und alle Mitarbeiter befinden sich nun in häuslicher Quarantäne und dürfen vorübergehend ihre Wohnungen nicht mehr verlassen.

15:30 Uhr: Deutschland macht die Grenze dicht

Wegen des neuartigen Coronavirus führt Deutschland ab Montagmorgen strenge Regeln an seinen Grenzen zu Frankreich, Österreich und zur Schweiz ein. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen, zuvor hatte die «Bild Zeitung» dies berichtet. Die Einreisebeschränkungen für bestimmte Personengruppen sollen ab Montagmorgen 08.00 Uhr gelten. Deutsche dürfen aber in jedem Fall aus den Nachbarländern einreisen.

Der Warenverkehr zwischen Deutschland und den Nachbarstaaten soll nach dpa-Informationen aber weiter gesichert bleiben. Auch Pendler dürften den Plänen zufolge weiterhin die Grenzen passieren. Hintergrund ist nicht nur die Eindämmung des Coronavirus, sondern auch der Versuch, Hamsterkäufe von Ausländern zu unterbinden, die im grenznahen Raum bereits zu Versorgungsproblemen geführt haben, wie die «Bild-Zeitung» ebenfalls berichtete. (dpa)

15:20 Uhr: Einschränkungen bei der Länderbahn

Im Linienverkehr der Länderbahn kommt es wegen der Einstellung der grenzüberschreitenden Zugverbindungen in Tschechien und Polen seit Samstag zu Behinderungen. In Sachsen sind die Vogtlandbahn sowie der Trilex betroffen, wie ein Sprecher der Länderbahn mitteilte. Von Zwickau und Plauen aus fährt die Bahn nur noch bis Zwotental und nicht mehr bis nach Kraslice auf tschechischer Seite. Fahrgäste von Zwickau Richtung Cheb können nur noch bis Bad Brambach fahren.

Der Trilex zwischen Dresden und Liberec verkehrt noch bis Zittau. Die Verbindung von Dresden nach Zgorzelec endet in Görlitz und führt nicht mehr nach Polen. Für den Betrieb auf der Strecke Seifhennersdorf-Zittau-Liberec entfallen die Haltepunkte in Deutschland. Entsprechende Anträge wurden von tschechischen und polnischen Verkehrsministerien genehmigt. (dpa)

14:50 Uhr: Nächster Corona-Fall in Dresdner Kita

In der Dresdner Kindertagesstätte Villa Mittendrin auf der Kretschmerstraße gibt es einen Corona-Fall. Diese Kita wird vom Gesundheitsamt deshalb mindestens für zwei Wochen geschlossen. 
„Für alle Kinder und das gesamte Personal der Einrichtung wird auch hier eine häusliche Isolation von 14 Tagen angeordnet. Die Kita-Leitung wird die Eltern darüber schnellstmöglich informieren, ein schriftlicher Bescheid des Gesundheitsamtes folgt“, so Pressesprecher Kai Schulz.

14:05 Uhr: Corona-Fall in Dresdner St. Benno-Gymnasium

Ein Schüler des St. Benno-Gymnasiums wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Das Testergebnis ging am Sonntag ein. Das Gesundheitsamt hat daraufhin den Kontakt zur Schulleitung hergestellt und angeordnet, dass die Schule bis einschließlich 27. März 2020 geschlossen bleibt. Diese Entscheidung ist unabhängig von der morgigen Aussetzung der Schulpflicht in Sachsen.

Betroffene Personen werden jetzt von der Schulleitung über die Verhaltensregeln informiert. „Dies bedeutet, dass tatsächlich für alle Schüler, Lehrer und sonstiges Personal eine häusliche Isolation angeordnet wird“, sagt Dresdens Pressesprecher Kai Schulz. „Der Kreis der Personen lässt sich leider nicht stärker eingrenzen, deshalb ist die Isolation für alle unumgänglich“, so Schulz weiter. 
 

12:38 Uhr: Chemnitzer Basketballer rechnen mit hohen finanziellen Einbußen

Der sächsische Basketball-Zweitligist Niners Chemnitz rechnet bei einem Abbruch der Saison mit hohen finanziellen Einbußen. Der Tabellenführer hätte in der Hauptrunde noch zwei Heimspiele absolvieren müssen. Hinzu kämen mindestens fünf weitere Partien in den Playoffs. Die Chemnitzer führen mit 50:4 Punkten souverän die Zweitliga-Tabelle an. Bei den Niners geht die Angst um, dass neben wirtschaftlichen Schwierigkeiten auch der sportliche Aufstieg in die Basketball-Bundesliga in Gefahr gerät.

0:05 Uhr: Die Grenze zu Polen ist dicht

Nach den ersten Sperrungen zum Nachbarland Tschechien, hat nun auch Polen nachgezogen. Seit Mitternacht wurden an den Grenzübergangspunkten entsprechende Sperren eingerichet. Außerdem sind alle internationalen Flug- und Zugverbindungen ausgesetzt. Für den Warenverkehr bleibe die Grenze aber geöffnet - betonte Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am vergangenen Freitag auf einer Pressekonferenz. Die Maßnahmen gelten zunächst für zehn Tage, können aber um weitere 20 Tage verlängert werden.

Polnische Staatsbürger hingegen können mit dem Auto aus dem Ausland zurückkehren, müssen dann aber in eine 14-tägige Quarantäne. Zudem sind alle polnischen Geschäfte in Einkaufszentren geschlossen - mit Ausnahme von Lebensmittelläden und Apotheken. Kneipen, Bars, Spielcasinos und Restaurants bleiben ebenfalls geschlossen. Außerdem sind Veranstaltungen mit über 50 Besuchern untersagt.

11:37 Uhr: Große Herausforderung für Sachsens Eltern

Zehntausende Mütter und Väter in Sachsen stehen in der kommenden Woche vor einer großen Herausforderung. Sie müssen organisieren, wer den Nachwuchs betreut, wenn Kitas und Schulen wegen des Coronavirus schließen müssen. Bei 184 000 Kindern bis 16 Jahren sind beide Eltern oder das alleinerziehende Elternteil in Vollzeit beschäftigt. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamts hervor, die die Linke im Bundestag angefragt hatte und die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

14. März 2020

16:30 Uhr: Stand Corona-Infektionen in Sachsen

Nach Angaben des Sächsischen Sozialministeriums gibt es Stand (Samstag 14.03., 16 Uhr)  aktuell 99 Corona-Infizierte im Freistaat Sachsen. 

15:55 Uhr: Cosplayer trotzen abgesagter Buchmesse in Leipzig

Trotz abgesagter Buchmesse sind am Samstag einige Cosplayer zum Leipziger Clara-Zetkin-Park gekommen. Durch die Absage der Buchmesse wurde auch die Manga-Comic-Con wegen des Coronavirus abgesagt. Daraufhin haben die Cosplayer ihre eigene Show geplant. Bei frühlingshaften Temperaturen haben sie ihre farbenrohen selbstgemachten Kostüme präsentiert.

15:09 Uhr: Zweitligist Erzgebirge Aue stellt das regelmäßige Training ein

Der FC Erzgebirge Aue hat das regelmäßige Training vorerst eingestellt. Das erklärte Vereinspräsident Helge Leonhardt am Samstag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. "Ich habe dem Trainerteam und den Spielern mitgeteilt, dass zunächst bis Dienstag kein Training stattfindet". Der Plan sei, dass anschließend aller drei Tage unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainiert wird. "Die Situation kann sich allerdings immer wieder ändern. Deshalb werden wir die Lage, die sehr ernst ist, täglich neu bewerten. Wir haben einen unsichtbaren Feind", betonte Leonhardt.

Er appellierte an die Mannschaft und die Mitarbeiter des Vereins, soziale Kontakte zu vermeiden. "Alle müssen ihren Beitrag leisten, damit sich das Coronavirus nicht weiter ausbreitet. Sollten im Umfeld unserer Angestellten Fälle auftreten, muss dies umgehend an den Club gemeldet werden."

13:49 Uhr: Dresdner Vereine starten Ticketaktionen

Der plötzliche Saisonabbruch in der Volleyball-Bundesliga und auch im Eishockey stellt einige Vereine vor wirtschaftliche Probleme. Es gehen Einnahmen verloren, mit denen zum Teil fest gerechnet wurde. Das betrifft in Dresden auch die Volleyballerinnen vom DSC und die Eislöwen.

Die Volleyballerinnen dürfen dabei auf die Unterstützung ihrer Fans zählen, die sich bereit erklärt haben, das Geld für bereits gekaufte Eintrittskarten nicht zurück zu verlangen. Diese Tickets werden quasi zu "Geistertickets". Das Geld soll dem DSC zugute kommen. Weitere Infos gibt es HIER

Auch die Eislöwen haben eine Aktion gemeinsam mit den Fans gestartet. Die Dresdner Eishockeycracks bieten "Supporter-Tickets" in drei verschiedenen Kategorien an.
Das Geld soll den Eislöwen helfen. Als Dankeschön für die Unterstützung wird mit allen Ticketkäufern und der kompletten Mannschaft vor Beginn der neuen Spielzeit ein XXL-Gruppenbild auf dem Eis erstellt, welches im Nachgang als Andenken an die besondere Aktion zur Verfügung gestellt wird. Weitere Infos gibt es HIER

13:00 Uhr: Delitzsch: Wochenmarkt bleibt – Osterfeuer abgesagt

Auch Delitzsch setzte verstärkt auf Sicherheitsmaßnahmen. Alle Osterfeuer in der Stadt und in den Ortsteilen sind abgesagt worden. Außerdem bleiben ab morgen auch der Tiergarten, das Barockschloss, die Stadtbibliothek, die Tourist Information und die meisten Sporthallen geschlossen. Der Wochenmarkt findet aber bis auf weiteres dienstags und donnerstags statt.

Unter den Rufnummern 03421-758 5555 und 03421-758 5556 sind Mitarbeiter des Gesundheitsamtes des Landratsamtes Nordsachsen täglich von 8 bis 16 Uhr erreichbar, auch am Wochenende.

Die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises werden dringend gebeten, die Hotline ausschließlich für begründete Verdachtsfälle zu nutzen.

12:15 Uhr: Trainingsfrei für Spieler von RB Leipzig, aber Reiseverbot

Nach der Absage des Bundesliga-Spieltags hat Bundesligist RB Leipzig seinen Spielern vorerst freigegeben. Nach einer Trainingseinheit am Samstag, ruht der Ball am sonntag und Montag. Für den Rest der neuen Woche haben die Profis des Bundesliga-Dritten individuelle Pläne bekommen. Ab Freitag soll dann wieder regulär trainiert werden. Bis dahin haben die Spieler auch einen Maßnahmenkatalog an die Hand gegeben bekommen. Darin wird ihnen untersagt ins Ausland zu reisen und geraten in Leipzig zu bleiben.

12:01 Uhr: Eispiraten starten Crowdfunding-Aktion

Die Eispiraten Crimmitschau starten eine Crowdfunding-Aktion. Das vorzeitige Ende der Eishockeysaison hat ein finanzielles Loch von bis zu 150.000 € gerissen. Die Aktion läuft unter dem Motto „Nur Zusammen“. Alle Infos gibts im Netz auf der Seite der Eispiraten. HIER 

11:57 Uhr: Kein Mannschaftstraining bei Dynamo Dresden

Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden hat seinen Spielern bis zum Dienstag freigegeben. Die Akteure sollen individuell trainieren, so Sportchef Ralf Minge.  Am Montag werden die Profi-Vereine der 1. und 2. Bundesliga zusammen mit der Deutschen Fußball über die Konsequenzen und Auswirkungen der Corona-Krise beraten. Mindestens bis zum 2. April ruht der Spielbetrieb.
 

11:31 Uhr: Landeskirche ruft zu Verzicht auf Gottesdienst auf

Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus ruft die sächsische Landeskirche ihre Gemeinden dringend auf, am Sonntag auf alle Gottesdienste zu verzichten. Die Glocken sollten dennoch läuten und die Kirchen offen sein, teilte das Landeskirchenamt am Samstag in Dresden mit. Der Verzicht auf die Versammlung in der Gemeinde sei keine leichte Entscheidung, aber sie entspreche dem Gebot der Nächstenliebe und diene dem gesellschaftlichen Miteinander, so das Kirchenamt.

10:35 Uhr: Update Schulen/Kitas

Hier nochmals die wichtigsten Regelungen des sächsischen Kultusministeriums im Überblick: 

  • In den sächsischen Schulen findet ab Montag kein Unterricht mehr statt. Zwar bleiben die Schulen geöffnet, die Schulpflicht werde jedoch aufgehoben, teilte das sächsische Kultusministerium mit. Außerdem ordnete das Ministerium unterrichtsfreie Zeit an. 
  • Die Abiprüfungen sind nach derzeitigem Stand nicht in Gefahr. 
  • Klassenfahrten ins In- und Ausland sind bis zum Schuljahresende abzusagen. Klassenfahrten in Sachsen sind zunächst bis zu den Osterferien abzusagen.
  • Die sächsischen Kitas bleiben bis auf Weiteres geöffnet.
  • Eine Entscheidung, ab wann Schulen und Kitas bis zum 17. April komplett geschlossen werden, wird im Laufe der kommenden Woche getroffen.

10:20 Uhr: Dresdner HumorZone vorzeitig beendet

Auch die Dresdner Humorzone wurde am Freitagabend vorzeitig beendet. Alle Veranstaltungen die am Wochenende noch stattfinden sollten sind abgesagt. Die Abschlussgala am Sonntag wird trotzdem fürs Fernsehen aufgezeichnet – allerdings ohne Publikum vor Ort. Der Veranstalter hat bereits Ersatztermine für die verschobenen Auftritte bekannt gegeben. Die Tickets behalten ihre Gültigkeit.

10:15 Uhr: Erster Corona-Fall in Dresdner Kita

In Dresden ist die erste Kita von einem Corona-Fall betroffen. Ein Kind in der Kindertagesstätte „Mäuseburg“ auf der Weesensteiner Straße in Tolkewitz wurde positiv getestet. Die Einrichtung wurde für zwei Wochen gesperrt. Für alle 159 Kita-Kinder und 29 Beschäftigten gilt jetzt eine zweiwöchige Quarantäne Der Verdachtsfall im Kreuzgymnasium in Striesen hat sich unterdessen nicht bestätigt. Der Unterricht war am Freitag vorsorglich ausgesetzt worden.

8:15 Uhr: Sebnitzer Schüler an Corona erkrankt

Die Oberschule am Knöchel in Sebnitz bleibt ab Montag geschlossen. Ein Schüler wurde positiv auf das Corona-Virus getestet. Damit können Schüler auch nicht in der Schule betreut werden. Das teilte das Landratsamt Sächsische Schzweiz Osterzgebirge mit.

13. März 2020

22:30 Uhr: Sächsisches Kabinett schließt vorübergehend Museen und Theater

Das sächsische Kabinett hat auf einer Sondersitzung wegen der Corona-Pandemie weitere Einschnitte ins öffentliche Leben beschlossen. So werden staatliche Theater und Museen bis zum 19. April geschlossen, wie es in einer Mitteilung vom Freitagabend heißt. Die Staatsregierung empfehle den Kommunen, kommunale Einrichtungen wie Theater, Museen und Bäder ebenfalls zu schließen.

Zum Schutz älterer und kranker Menschen sollen zudem Besuche in Kliniken, Alten- und Pflegeheimen deutlich eingeschränkt werden. Empfohlen wurde den Kommunen außerdem, dass für Veranstaltungen mit einer Teilnehmerzahl von mehr als 75 Menschen eine Anzeigepflicht gelten soll. Weiterhin gebe es ein generelles Veranstaltungsverbot für Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen.

21:35 Uhr: Viele Dresdner Museen geschlossen

Zahlreiche Museen haben in Dresden geschlossen. Dazu gehören die Sächsische Kunstsammlung, das Verkehrsmuseum, das Hygienemuseum oder das Militärhistorisches Museum. Auch die Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten in Sachsen empfangen keine Gäste mehr. 

21:03 Uhr: Auch Polen schließt Grenze

Polen schließt in der Corona-Krise seine Grenzen für Ausländer. Dies teilte der Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Freitagabend auf einer Pressekonferenz in Warschau mit. Alle Internationale Flug- und Zugverbindungen sollen ab Sonntag ausgesetzt werden. Damit solle einer weiteren Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 entgegengewirkt werden. Morawiecki betonte, für den Warenverkehr blieben die Grenzen offen. Die Maßnahme gelte zunächst für zehn Tage, könne aber um weitere 20 Tage verlängert werden.

20:10 Uhr: Keine Probleme bei Strom und Trinkwasser in Dresden

Wie die Versorger Drewag und Drewag Netz  mitteilen, läuft die Versorgung mit Strom, Trinkwasser, Fernwärme und Gas im gesamten Dresdner Stadtgebiet stabil und störungsfrei. Die Hygienemaßnahmen wurden wie überall verstärkt.
 

18:15 Uhr: Update Schulschließungen / Falschmeldungen

Es kursieren diverse Falschmeldungen im Netz und über Whatsapp zu den Schulschließungen und den Betreuungen in Kitas. Am Freitagabend gibt es eine Pressekonferenz mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. Da werden voraussichtlich weitere Einzelheiten bekanntgegeben werden.

Was wir bisher wissen:
Sachsens Kultusministerium ordnet für öffentliche Schulen ab Montag (16. März) unterrichtsfreie Zeit an. Die Anordnung gilt bis auf Weiteres. Die Schulen bleiben jedoch geöffnet. Das Lehrpersonal ist anwesend, um die Betreuung für alle Schülerinnen und Schüler sicherzustellen. In der unterrichtsfreien Zeit können Schülerinnen und Schüler jedoch zuhause bleiben. Eine Schulpflicht besteht nicht.

❗️ Liebe Nutzerinnen und Nutzer, aufgrund der zahlreichen Nachfragen und Falschmeldungen: Die sächsischen Kitas bleiben bis auf Weiteres geöffnet.

— Sächsisches Staatsministerium für Kultus (@Bildung_Sachsen) March 13, 2020

17:34 Uhr: Aktuell Zahl der Corona-Infizierten in Sachsen

Aktuell gibt es 77 Corona-Fälle in Sachsen  (Stand 13.03.2020, 17:30 Uhr) 

17:19 Uhr: Landkreis Nordsachsen: Zwei bestätigte Corona-Fälle – 20 unter Quarantäne

Nach dem Mann aus Krostitz, ist nun auch eine Frau auch Schkeuditz positiv auf den Coronavirus getestet worden. Das hat  das Landratsamt mitgeteilt. Sie war in einem der Risikogebiete und hatte sich vorsorglich selbst in häusliche Quarantäne begeben. Insgesamt sind damit jetzt 20 Personen aus dem Landkreis in Quarantäne.

16:37 Uhr: Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge führt Besuchsverbot ein

AB dem 13. März tritt die vom Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge erlassene Allgemeinverfügung des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Kraft, die das  Betretungsverbot von Alten- und Pflegeheimen, Einrichtungen, die dem Sächsischen Betreuungs- und Wohnqualitätsgesetz unterfallen sowie stationäre Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe auf dem Gebiet des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge regelt. Somit ist es verboten diese Einrichtungen als Besucher zu betreten.

16:33 Uhr: DVB mit Sondermaßnahmen gegen das Corona-Virus

Die DVB reagieren auf die Situation rund um den Corona-Virus. Unter anderem öffnen die Türen von Bussen und Bahnen automatisch an jeder Haltestelle, die erste Tür beim Busfahrer ist gesperrt und es können keine Tickets mehr im Bus gekauft werden. Alle DVB-Fahrzeuge werden jede Nacht gereinigt und gründlich desinfiziert. Ebenso die Ticketautomaten werden regelmäßig gereinigt. Servicepunkte bis auf den am Hauptbahnhof haben weiterhin geöffnet und durch die sachsenweite Schulaussetzung werden Sonderbusse aus dem bestehenden Linienverkehr entfernt.

16:29 Uhr: DFL verlegt den 26. Spieltag

Im Umfeld mehrerer Clubs sind potentielle und bestätigte Corona-Virus-Infektionen aufgetreten. Das nimmt die DFL zum Anlass den 26. Spieltag in der ersten und zweiten Bundesliega zu verlegen. Dabei bleibt jedoch das Ziel, die Saison bis zum Sommer zu Ende zu spielen.

15:00 Uhr: Landkreis Bautzen verbietet Veranstaltung mit über 100 Besuchern

Der Landkreis Bautzen hat eine Allgemeinverfügung erlassen. Ab dem 14.03.20 um 0:00 Uhr sind bis zum 09.04.2020 alle Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen untersagt. Damit ist der Spielbetrieb in allen Kultureinrichtungen eingestellt. Museen bleiben vorerst geöffnet. Auch die Sitzung des Kreistages am 16.03.2020 findet nicht statt. Auch für Veranstaltungen unter 100 Personen empfielt das Gesundheitsamt eine Absage.

15:55 Uhr: Uniklinikum Dresden hat Besuchsverbot erlassen

Das Uniklinikum hat aufgrund des Coronavirus neue Sofortmaßnahmen ergriffen. In der Notaufnahme werden nur noch Patienten mit lebensbedrohlichen Symptomen behandelt. Dies gilt insbesondere für Patienten mit dem Wunsch nach einem Coronavirus-Test.
Außerdem wurde ein sofortiges Besuchsverbot erlassen.

15:50 Uhr: Center for Molecular and Cellular Bioengineering (CMCB) der TU Dresden vorübergehend geschlossen

Ein Doktorand an der TU Dresden hat sich im Rahmen einer Dienstreise nach Frankreich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Ihm geht es den Umständen entsprechend gut, und er befindet sich in häuslicher Quarantäne.

Um die Verbreitung des Virus zu verhindern, hat das Rektorat der TU Dresden entschieden, die Gebäude des CMCB in der Dresdner Johannstadt vorübergehend zu schließen und die ca. 500 Mitarbeiter von der Arbeit freizustellen. Lediglich ein Notbetrieb der Institute wird aufrecht gehalten.

15:37 Uhr: Ab Montag wird der Schulunterricht in Sachsen aufgrund des Corana-Virus ausgesetzt.

Ab Montag wird der Schulunterricht in Sachsen aufgrund des Corana-Virus ausgesetzt. Die Regelung gilt bis zum Ende der Osterferien am 19. April. Für die Schüler bis zur 6. Klasse soll es bis Mittwoch ein Betreuungsangebot in der Schulen geben. 

15:28 Uhr: Museen, eintrittspflichtige Parks und Gärten der Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen geschlossen

Ab dem 14. März bis zum 19. April sind vorerst Museen, eintrittspflichtige Parks und Gärten der Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen geschlossen.

Davon betroffen sind:

  • Filmkuppel „Zwinger Xperience“ im Innenhof des Dresdner Zwingers
  • „Festung Xperience“ in der Festung Dresden
  • Schloss & Park Pillnitz
  • Schloss Moritzburg und Fasanenschlösschen Moritzburg
  • Albrechtsburg Meissen
  • Barockgarten Großsedlitz
  • Schloss Weesenstein
  • Palais Großer Garten & Parkeisenbahn Dresden
  • Burg Stolpen
  • Barockschloss Rammenau
  • Schloss Nossen
  • Klosterpark Altzella
  • Burg Mildenstein
  • Burg Kriebstein
  • Schloss Colditz
  • Schloss Rochlitz
  • Burg Gnandstein

14:52 Uhr: Großteil der Mitarbeiter in Siemens-Niederlassung in Leipzig nach Hause geschickt

Auch die Siemens-Niederlassung in Leipzig hat es getroffen. Weil ein Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden ist, wurde ein Großteil der rund 400 Mitarbeiter nach Hause geschickt. Das bestätigte uns ein Unternehmenssprecher. Die Mitarbeiter werden vorerst von zu Hause aus weiter arbeiten, um den laufenden Betrieb aufrecht zu erhalten. 

14:43 Uhr: Sachsen will Schulpflicht aussetzen

Sachsen will ab kommenden Montag die Schulpflicht aussetzen. Schüler können demnach zu Hause bleiben oder eine sichergestellte Betreuung an den Schulen wahrnehmen. Schüler, Lehrer und Eltern sollen so genügend Zeit bekommen sich auf die Schulschließung vorzubereiten. Wann Schulen geschlossen werden soll in der nächsten Woche entschieden werden.

14:32 Uhr: Borna sagt Veranstaltungen ab

Auch Borna zieht jetzt Konsequenzen. Die Kreisstadt hat jetzt alle städtischen Veranstaltungen abgesagt. Darunter zählen zum Beispiel Veranstaltungen im Stadtkulturhaus, der Mediothek und im Museum. Wie lange das Veranstaltungsverbot gilt, ist offen.

14:20 Uhr: Grenzen für Pendler mit Sonderregelungen geöffnet

Tschechien schließt die Grenzen ab Mitternacht für Deutsche, die keinen Wohnsitz in unserem Nachbarland haben. Ausnahmen gelten aber unter anderem für LKW-Fahrer, Busfahrer, Rettungsdienste oder Pendler. Pendler benötigen allerdings eine Bescheinigung ihres Arbeitsgebers, dass ihr Arbeitsort im Umkreis von 50 km von der Grenze liegt.

 

Weiterhin geöffnete Grenzübergänge (für Pendler und Güterverkehr):

- Strážný - Phillippsreut
- Pomezí nad Ohří - Schirnding
- Rozvadov-dálnice - Waidhaus
- Folmava – Furth im Wald/Schafberg
- Železná Ruda – Bayerisch Eisenstein
- Krásný Les - Breitenau
- H. Sv. Šebestiána – Reitzenhain

 

Zusätzliche Grenzübergänge (offen nur für die Grenzpendler – nur von 5.00 bis 23.00 Uhr):

- Všeruby – Eschlkam
- Jiříkov – Neugersdorf
- Vojtanov –Schönberg
- Cínovec - Altenberg

 

Betroffen von den Einschränkungen sind auch Bus und Bahn Verbindungen über die Grenze:

- Die Nationalparkbahn
- Buslinie T in Sebnitz
- Linie 398 Dresden – Teplice
- Fähre zwischen Schöna und Hřensko
 

13:49 Uhr: Absage einzelner Veranstaltungen der staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten

Absage einzelner Veranstaltungen der staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten:

  • Veranstaltungsverbot im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
  • "Offene Orangerie" im Schlosspark Pillnitz abgesagt (14.-15. März)
  • Absage Mittelalterspektakel im Klosterpark Altzella (4.-5. April)
  • Absage der Feier zur Saisoneröffnung von SBG (5. April)
  • "Sächsische Zitrustage" abgesagt (23.-24. Mai)

13:45 Uhr: Landratsamt Zwickau meldet vierten Infektionsfall

Die Zahl der Corona-Erkrankungen im Kreis Zwickau ist auf vier gestiegen. Wie das Landratsamt mitteilte, sind eine Mutter und ihr Kind positiv getestet worden. Eine der beiden Personen wird im Krankenhaus behandelt. Beide haben sich zuvor nicht in einem Risikogebiet aufgehalten. Außerdem hat sich eine 60-Jährige infiziert, die sich in häuslicher Quarantäne befindet. Die junge Frau, bei der das Virus erstmals im Landkreis nachgewiesen wurde, hatte Urlaub im Risikogebiet gemacht.

13:36 Uhr: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr beantwortet alle Fragen rund um das Corona-Virus

Die wichtigsten Fragen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern hat das Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr aufgenommen und HIER beantwortet

13:40 Uhr: Weißwasser sperrt öffentliche Einrichtungen für Besucher

Die Stadt Weißwasser schließt die ersten öffentlichen Einrichtungen. Eisarena, Schwimmhalle, Stadtbibliothek und Glasmuseum wurden mit sofortiger Wirkung für den öffentlichen Besucherverkehr gesperren. Dies gilt vorerst bis zum 29.03.2020. Die Mitarbeiter in den Einrichtungen sind weiter tätig, werden in anderen Diensteinheiten der Verwaltung eingesetzt oder können nach Antrag Übersunden bzw. Urlaub nehmen.

13:24 Uhr: Erster Corona-Fall an Leipziger Schule

An einer Leipziger Schule gibt es den ersten Corona-Fall. Am Leibniz-Gymnasium sind am Freitag Schüler und Lehrer nach Hause geschickt worden. Die Schule ist die nächsten zwei Wochen geschlossen (bis einschließlich 25. März), heißt es in einer Mitteilung des Gesundheitsamtes, die auf der Homepage der Schule veröffentlicht ist. Die Schüler stehen unter häuslicher Isolation. D.h. sie dürfen keine Veranstaltungen besuchen, soziale Kontakte sollen auf ein Mindestmaß beschränkt werden. Das Amt weist darauf hin, dass die häusliche Isolierung nur für die Schüler, nicht aber für die Eltern oder Geschwister gelte.

13:20 Uhr: Alle staatlichen Museen schließen

Mit sofortiger Wirkung werden ab dem 14. März alle staatlichen Museen in Sachsen bis zum 19. April geschlossen. Darauf einigten sich Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch und die staatlichen Museen.

12:10: Deutsche Bahn stellt Fernverkehr nach Italien ein

Derzeit kommt es zu keinen Einschränkungen im Bahnverkehr innerhalb Deutschlands. Jedoch der Fernverkehr zwischen Deutschland und Italien wird eingestellt. Dies gilt mindestens bis zum 3. April. Auch im Bahnverkehr nach Tschechien wird es zu Einschränkungen kommen. 

12:54 Uhr: Die Stadt Chemnitz schließt alle öffentlichen Einrichtungen

Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig gab bekannt, dass alle öffentlichen Einrichtungen schließen ab dem 13. März um 18:00 Uhr. Darunter zählen Theater und Stadthalle. Ab dem 14. März haben dann auch Einrichtungen wie Tierpark, Museen, Schwimm- und Sporthallen geschlossen. Schulen und Kitas sind davon ausgenommen.

11:52 Uhr: Sächsische Finanzämter werden für den Besucherverkehr geschlossen

Die Informations- und Annahmestellen der sächsischen Finanzämter bleiben vorerst für den Besucherverkehr geschlossen. Grund dafür ist der Schutz der Bevölkerung und die Gewährleistung der Arbeitsfähigkeit der Bediensteten. Über das Info-Telefon mit der Rufnummer 0351/ 7999 7888 können generelle Fragen von 8 bis 17 Uhr (Mo. - Do.) und von 8 bis 12 Uhr am Freitag beantwortet werden. 

10:50 Uhr: Sächsischer Fußballverband unterbricht Spielbetrieb

Bis einschließlich 22. März finden auf Landesebene keine Spiele statt. Das teilte der Verband am Freitag mit. Er empfiehlt auch allen Kreisverbänden, sich anzuschließen. Die meisten haben schon nachgezogen und setzen ihren Spielbetrieb ebenfalls aus. Ob die Saison zu Ende gespielt werden kann, ist derzeit offen.

10:42 Uhr: Freistaat Sachsen entscheidet bis Samstag über Schließung von Schulen und Kitas

Sachsen wird bis morgen entscheiden, ob Schulen und Kitas im Freistaat wegen Corona geschlossen werden sollen. Nach unseren Informationen tritt heute der Krisenstab der Staatsregierung zusammen. Hier werden Gesundheitsministerium, Kultusministerium und Gesundheitsbehörden beraten. Gegen 16 Uhr werden Vertreter der Großstädte und Landkreise in der Staatskanzlei erwartet, um die Möglichkeiten von Notbetreuungen in den Kommunen auszuloten. Am Abend kommt dann das Kabinett zusammen. Eine Entscheidung (über Schul- und Kita-Schließungen) wird wohl erst am späten Abend oder Samstagfrüh verkündet werden.

10:40 Uhr: Lungen-Experten verschieben Tagung in Leipzig

Ende des Monats wollten sich in Leipzig eigentlich tausende Lungenfachärzte zu einem Kongress treffen, wegen der Ausbreitung des Corona-Virus wird die Tagung aber nun verschoben. Wie es in einer Mitteilung heißt, werden die Ärzte derzeit in ihren Kliniken und Praxen gebraucht.

10:25 Uhr: Entscheidung gefallen! Bundesliga und 2. Bundesliga spielen am Wochenende

In einer Sondersitzung ist die Entscheidung der Deutschen Fußball-Liga DFL gefallen. Der anstehende Spieltag in der Bundesliga und 2. Bundesliga am Wochenende wird gespielt. In allen Stadien aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit, also als Geisterspiele.

Bedeutet, dass RB Leipzig am Samstag planmäßig auf den SC Freiburg trifft und auch Erzgebirge Aue wird am Samstag in der 2. Bundesliga den SV Sandhausen empfangen.

Die einzige abgesagte Partie ist am Sonntag Hannover 96 gegen Dynamo Dresden, da es bei den Niedersachsen zwei positive Corona-Fälle gibt und die Mannschaft in häuslicher Quarantäne ist.

Am Montag tagt die Mitgliederversammlung der DFL, dann soll der Spielbetrieb ab Dienstag bis einschließlich 2. April, also zum Ende der Länderspielpause, eingestellt werden. Danach wird neu beraten.

10:17 Uhr: Chorfest in Leipzig abgesagt

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus wurde nun auch das Deutsche Chorfest in Leipzig abgesagt. Die Veranstalter wollen nun gemeinsam mit der Stadt Leipzig über einen Ausweichtermin im Jahr 2021 oder 2022 sprechen. Das Deutsche Chorfest sollte vom 30. April bis 3. Mai 2020 in Leipzig stattfinden.

07:15 Sächsische Schweiz-Osterzebirge verhängt Hausarrest für Rückkehrer aus Risikogebieten

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat angeordnet, dass Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten 14 Tage lang zu Hause bleiben müssen. Die Allgemeinverfügung ist mit sofortiger Wirkung in Kraft. Zu Risikogebieten zählen Italien und Iran oder einige Gebiete in China, Korea und Frankreich. Die Rückkehrer sollen sich unverzüglich beim Gesundheitsamt des Landkreises melden - telefonisch, schriftlich oder per Mail. NICHT persönlich! Sie müssen alle unnötigen Kontakte zu anderen Menschen unterlassen.

Ausführliche Informationen finden Sie hier.

Hier geht's zum Online-Formular.

12. März 2020

20:37 Uhr Leipziger Sportvereine vorerst ohne Zuschauer

Die Heimspiele der großen Leipziger Sportclubs werden bis zum 10. April ohne Zuschauer stattfinden - sofern sie nicht ausfallen oder verschoben werden. Die Stadt Leipzig entschied am Donnerstag, alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern bis zum Karfreitag abzusagen. Dies betrifft unter anderem die Partien des Fußball-Bundesligisten RB Leipzig, der Regionalliga-Clubs Chemie und 1. FC Lok sowie des Handball-Vereins SC DHfK.

20:35 Uhr: Tschechische Staatsbahn stellt Verkehr nach Deutschland ein

Die tschechische Staatsbahn Ceske Drahy (CD) stellt ab der Nacht zu Samstag den Verkehr von und nach Deutschland ein. «Die Züge werden bis zur Staatsgrenze fahren und dann umkehren», teilte der Konzern am Donnerstag bei Twitter mit. Man reagiere damit auf die Ausrufung des Notstands durch die Regierung in Prag, um eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verhindern. Betroffen sind unter anderem die Eurocity-Verbindungen Hamburg-Berlin-Dresden-Prag sowie die IC-Busse zwischen Leipzig und Prag sowie zwischen Nürnberg und Prag.

20:32 Uhr: Vorzeitiges Saisonende der Volleyball-Bundesliga

Die Volleyball Bundesliga (VBL) reagiert auf die sich rasant verändernde Situation rund um die Vorkehrungen zur Eindämmung des Coronavirus. Die Spielzeit der 1. Bundesliga der Frauen und Männer wird sofort abgebrochen. Betroffen davon sind auch die Volleyballerinnen des DSC.

19:05 Uhr: Kraftklub-Sänger Kummer muss Solo-Tour absagen

Einen Tag vor dem geplanten Start hat Kraftklub-Sänger Felix Kummer seine Solo-Tour «Kiox» abgesagt und um mehrere Monate verschoben. «Sitze hier bei der Probe, alles ist fertig, morgen wär' es eigentlich losgegangen. Die komplette KIOX TOUR muss verschoben werden», teilte der Musiker am Donnerstag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. 
Ursprünglich war das Auftaktkonzert für diesen Freitag in Wiesbaden vorgesehen. Die Tour sollte mit zwei Auftritten am 28. und 29. März in Dresden enden. Für den Sommer war die Teilnahme an zahlreichen Festivals geplant.

18:10 Uhr: Handball-Bundesliga setzt bis Ende April aus

Die Handball-Bundesliga GmbH setzt aufgrund des Corona-Virus den Spielbetrieb bis Ende April aus. Betroffen sind die erste und zweite Bundesliga und damit drei sächsische Teams. Der SC DHfK Leipzig (Bundesliga) sowie der HC Elbflorenz und EHV Aue (2. Bundesliga) haben damit unfreiwillig bis Ende April spielfrei.

Der Schritt ist der Handball-Bundesliga nicht einfach gefallen, da er einen sportlich und wirtschaftlich massiven und bedrohlichen Einschnitt darstellt.

17:40 Uhr Westsächsische Hochschule Zwickau verschiebt Semesterstart

Die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) hat den Beginn der Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2020 um vorerst zwei Wochen auf den 30. März verschoben. Öffentliche Veranstaltungen an der Hochschule werden bis Ende März abgesagt bzw. verschoben.

17:35 Uhr: Großer Andrang in Dresdner "Coronavirus-Ambulanz"

Die Ärzte des Dresdner Universitätsklinikums haben aufgrund des riesigen Andrangs in der "Corona-Ambulanz" aufgerugen, sich wirklich nur im Verdachtsfall testen zu lassen. So sollen sich Menschen mit Erkältungssymptomen nur dann beim Arzt vorstellen, wenn sie aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind oder Kontakt zu Infizierten hatten. So sollen lange Warteschlangen, wie in den vergangenen Tagen vermieden werden. Vereinzelt seien Menschen mit der Bitte um einen negativen Test für den Arbeitgeber vorbeigekommen oder um in den Urlaub reisen zu können.

"Nur die, die wirklich krank sind, werden getestet", bekräftigte der medizinische Geschäftsleiter Andreas Mogwitz. Um die Wartezeit zu verkürzen, befragt inzwischen eine Infektiologin die Wartenden vor der Ambulanz und trifft anhand eines Fragebogens eine Vorauswahl. Bis zu 100 Menschen am Tag seien seit der Eröffnung am Montag in die Coronavirus-Ambulanz der Dresdner Uniklinik gekommen, rund ein Drittel aber wieder nach Hause geschickt worden.

17:20 Uhr: Erster Coronafall im Kreis Zwickau

Der Landkreis Zwickau meldet den ersten Fall einer Corona-Infektion. Das Virus wurde bei einer jungen Frau aus Zwickau nachgewiesen, haben Laboruntersuchungen bestätigt.

17:15 Uhr US-Army verkleinert Manöver wegen Corona

Die Verbreitung des Corona-Virus hat auch Auswirkungen auf die US-geführte Truppenübung „Defender“. So soll der Umfang der beteiligten Streitkräfte reduziert werden, teilte das US-Hauptquartier in Wiesbaden mit. Gleichzeitig werde alles unternommen, um die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten. Die amerikanischen Truppen rollen bei ihrer Verlegung nach Osteuropa auch durch Sachsen. In der Bundeswehrkaserne Frankenberg ist ein Zwischenstopp geplant.

17:05 Uhr: Corona-Krisengipfel in Dresden

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) wollen angesichts der Ausbreitung des Coronavirus zu einem Treffen mit Wirtschaftsvertretern zusammenkommen. Am kommenden Dienstag (17.3.) soll es einen «Corona-Krisengipfel» geben unter dem Motto «Beschäftigung sichern, Unternehmen gezielt helfen‎».

Ob Quarantänefälle in den Belegschaften, ausbleibende Lieferungen in den ‎Zulieferketten oder betroffene Handwerker - immer mehr Firmen ‎meldeten Probleme, teilte das Wirtschaftsministerium am Dienstag mit. Zusammen mit Vertretern von Gewerkschaften, Wirtschaftsverbänden, Industrie- und Handelskammern (IHK), Handwerkskammern und Arbeitsagentur soll über aktuelle Probleme in den Branchen und über benötigte Hilfe diskutiert werden.

17:00 Uhr Klinikum Chemnitz schränkt Besuchszeiten ein

Um Patienten und Mitarbeiter vor dem Coronavirus zu schützen, schränkt das Chemnitzer Klinikum seine Besuchszeiten ein. Nur so könne weiterhin die bestmögliche medizinische Versorgung sichergestellt werden, sagte ein Sprecher. Wer zum Beispiel Husten oder Schnupfen hat, darf nicht mehr rein. Ansonsten dürfen Patienten wochentags zwischen 16 und 18 Uhr und am Wochenende zwischen 14 und 16 Uhr Besuch empfangen.

16:35 Uhr: Update zu Veranstaltungen in Dresden und Umgebung

Sachsens Regierung greift zu drastischen Maßnahmen - und verbietet Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen. Wie ist die Lage in Dresden. Welche Events werden gestrichen oder verschoben. 
Ein Überblick:  (Stand: 12. März, 16:35 Uhr):

  • Die 28. Gala des Dresdner Sports am Samstag, 14. März ist abgesagt worden
  • Der City Lauf Dresden am Sonntag, 15. März wurde jetzt abgesagt
  • Die SemperOper Dresden und Staatsschauspiel Dresden stellen den Spielbetrieb bis zum 19. April 2020 ein.
  • Der Hutball ist auf den 21. November verschoben worden. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit, können aber auch zurück gegeben werden. Bis 10. April wird der Kaufpreis erstattet.
  • Die "Lange Nacht der Dresdner Theater" am 14. März wurde abgesagt.
  • Die Frühlingsmesse "Dresdner Ostern" vom 2. bis 5. April 2020 ist abgesagt.
  • Der Nachflohmarkt am 14. März und die 2. Lady-Fashion-/Hosenscheisser-Flohmärkte am 15. März in Riesa sind abgesagt.
  • Der Kulturpalast sagt ab dem 12. März alle Veranstaltungen im Konzertsaal ab. Davon betroffen ist auch "The Queen Night - die Musik-Show" am 19 April 2020. Das Konzert wurde auf den 11. Januar 2021 verschoben. Alle Tickets behalten ihre Gültigkeit.
  • Die Dresdner Philharmonie streicht sämtliche Veranstaltungen im Konzertsaal des Kulturpalasts. Die Regelung gelte zunächst bis zum 19. April, teilten die Veranstalter mit. 
  • Die Babymesse wird vorerst auf den 6. und 7. Juni verschoben.
  • Die Volleyballerinnen vom Dresdner SC spielen am Samstag vor leeren Rängen gegen Wiesbaden.
  • Die Organisatoren des City-Laufs beraten sich, sind aber noch zu keinem Entschluss gekommen.
  • Das Handball-Sachsenderby am Sonntag zwischen HC Elbflorenz und EHV Aue wird bis auf weiteres verschoben.

16:30 Uhr: Bahnverkehr zwischen Tschechien und Sachsen wird eingestellt werden

Tschechien macht die Grenzen dicht. Die Regelung gilt ab Mitternacht in der Nacht zum Samstag. Züge und Busse sollen dann nicht mehr über die Tschechische Grenze fahren. Damit soll die Verbreitung des Corona-Virus verhindert werden. Das teilte uns ein Sprecher des VVO mit. Diese Einschränkung betrifft auch die Fähre von Schöna nach Hrensko. Derzeit wird an einem alternativen Fahrplan gearbeitet.

16:15 Uhr: TU Dresden verschiebt Semesterbeginn

Die TU Dresden verschiebt den Start des Sommersemesters mindestens auf den 27. April 2020. Dies teilten die Verantwortlichen in einer Pressemitteilung mit. Damit würde die TU der Empfehlung des Sächsischen Wissenschaftsministeriums folgen, heißt es weiter. Die Studierenden sollen umgehend informiert werden.

16:15 Uhr: Dynamo Dresden beschließt Maßnahmen

Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden hat auf die Ausnahmesituation reagiert und verschiedene Maßnahmen vorerst bis zum 9. April getroffen:

  • Die Profis sind angehalten, keine Selfie- und Autogrammwünsche mehr zu erfüllen
  • Alle vereinseigenen Veranstaltungen (Autogrammstunde, Giraffenbande, Sponsorenabend, etc.) werden im angegebenen Zeitraum gestrichen
  • Keine Pressekonferenzen vor den Spielen
  • Die Geschäftsstelle bleibt vorerst geschlossen.

16:00 Uhr: Jetzt 49 Infizierte in Sachsen

Das sächsische Gesundheitsministerium korrigiert die Zahl der infizierten Personen auf 49, von bisher 39 gemeldeten am Morgen.

15:30 Uhr: Erste Schule in Dresden schließt

Wegen eines Corona-Verdachtsfalles bleibt das Evangelische Kreuzgymnasium in Striesen am Freitag geschlossen. Die Schule hat eine automatische Bandansage am Telefon geschaltet. Sollte sich der Verdachtsfall nicht bestätigen, soll ab Montag der Unterricht wieder planmäßig stattfinden.

15:25 Uhr Tschechien stoppt Einreise für Deutsche

Tschechien schließt seine Grenzen für alle Deutschen, die keinen festen Wohnsitz in dem EU-Mitgliedstaat haben. Die Maßnahme gelte auch für Ausländer aus Italien, Spanien, Österreich, der Schweiz, Schweden, Norwegen, den Niederlanden, Belgien, Großbritannien, Dänemark und Frankreich, erklärte Ministerpräsident Andrej Babis nach einer Krisensitzung am Donnerstag. Er stufte diese Staaten als Risikogebiete für eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus ein. In Tschechien gibt es bisher 96 bestätigte Fälle einer Infektion mit dem Virus.

15:16 Uhr: Dynamo-Spiel in Hannover unsicher

Das Dynamo Spiel am Sonntag in Hannover wird wahrscheinlich. Grund: Beim Gegner Hannover 96 gibt es mittlerweile den zweiten Corona-Fall. Nach Timo Hübers jetzt auch sein Teamkollege Jannes Horn betroffen. Die Niedersachsen haben ihr Training am Nachmittag bereits komplett abgesagt. 

Alle Spieler der Profimannschaft von #H96 stehen ab heute für 14 Tage aus #Corona-Vorsichtsgründen unter häuslicher Quarantäne. Der Klub beantragt bei der #DFL die Absetzung der Zweitligaspiele gegen @DynamoDresden und beim @VfL_1899. #NiemalsAlleinhttps://t.co/OOi73uP5wq

— Hannover 96 (@Hannover96) March 12, 2020

15:00 Uhr Viele Veranstaltungen in Leipzig werden abgesagt

(Stand 12. März/15 Uhr)

Folgende Konzerte werden verlegt: 

13. März 2020 Hämatom / Leipzig Haus Auensee -> Neuer Termin: 16. Mai 2020

17. März 2020 Ghostemane / Leipzig Felsenkeller -> Neuer Termin steht noch nicht fest

21. März 2020 Mono Inc. / Leipzig Haus Auensee -> Neuer Termin: 09. Oktober 2020

24. März 2020 Richard Marx / Leipzig Kupfersaal -> Neuer Termin Neuer Termin steht noch nicht fest

28. März 2020 Versengold / Leipzig Haus Auensee -> Neuer Termin: 10. September 2020

Bereits gekaufte Tickets behalten Ihre Gültigkeit für den jeweiligen Ersatztermin. 

Folgendes Konzert  wird abgesagt:

17. März 2020 Little Hours - Leipzig Horns Erben

Bereits gekaufte Karten können an der jeweiligen Vorverkaufsstelle zurückgegeben werden, an der sie gekauft wurden. 

14:55 Uhr: Allgemeinverfügung für Veranstaltungen in Leipzig

Im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wird Oberbürgermeister Burkhard Jung für die Stadt Leipzig eine Allgemeinverfügung auf den Weg bringen. Die besagt: alle Veranstaltungen über 1.000 Personen werden abgesagt. Außerdem müssen Veranstaltungen ab 200 Personen beim Ordnungsamt gemeldet werden. 

14:52 Uhr Wichtige Hinweise vom Gesundheitsamt Chemnitz

Das Gesundheitsamt Chemnitz bittet darum, dass sich alle Chemnitzer, die in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet waren, direkt beim Gesundheitsamt melden, wenn milde Krankheitssymptome vorliegen. Bis dahin sollten Sie zu Hause bleiben und unnötige Kontakte zu anderen Personen vermeiden. Auch sollen sich Personen, die mit einer nachweislich am Coronavirus erkrankten Person in den letzten 14 Tagen persönlichen Kontakt hatten, sich telefonisch im Gesundheitsamt melden.

Nur wenn deutliche Krankheitssymptome wie Fieber, Husten oder Atemnot auftreten, melden Sie sich bitte ausschließlich telefonisch bei Ihrem Hausarzt oder beim hausärztlichen Bereitschaftsdienst. Dies gilt auch für Erkrankte ohne Kontakt in definierte Risikogebiete. In der Stadt Chemnitz gibt es drei bestätigte Fälle von Personen, die mit dem Corona-Virus erkrankt sind.

Täglich aktualisierte Informationen gibt es über das Bürgertelefon 0371 488-5321.

14:35 Uhr: 39 Corona-Fälle in Sachsen

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Corona-Virus in Sachsen steigt auf 39 Fälle. Das teilte das Gesundheitsministerium in Dresden mit. Gegenüber dem Vortag waren damit neun Menschen mehr positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden.

14:10 Uhr: Polnische Schüler des Görlitzer Gymnasiums unter Quarantäne

Mehrere polnische Familien aus Zgorzelec, deren Kinder das Augustum-Annen-Gymnasium in Görlitz besuchen, befinden sich derzeit in Quarantäne. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Es gelte für sie aufgrund ihres Wohnortes eine Anordnung der polnischen Regierung. Die Schüler werden daher bis auf Weiteres nicht am Unterricht teilnehmen. Unterdessen läuft für die deutschen Schüler der Unterrichtsbetrieb regulär weiter.

13:29 Uhr: Massive Folgen für sächsische Wirtschaft

Die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus zieht die sächsische Wirtschaft in Mitleidenschaft. Besonders hart trifft es durch Absagen von Messen und Veranstaltungen das Gastgewerbe. Mehr als drei Viertel der etwa 8500 Betriebe im Freistaat verzeichnet laut einer Blitzumfrage des Branchenverbands Dehoga bereits massive Umsatzrückgänge. Noch nicht so sehr betroffen ist demnach derzeit die Automobilindustrie. «Das Hauptrisiko ist aktuell ein drohender Produktionsausfall in den sächsischen Firmen, weil die Zulieferungen aus China fehlen», sagte Netzwerkmanager Dirk Vogel vom Zulieferernetzwerk AMZ.

13:19 Uhr: Uni Leipzig verschiebt Semesterstart

Nun ist es offiziell: auch die Studierenden in Leipzig sollen zu Hause bleiben. Der Semesterstart bleibt zwar bestehen, studiert wird aber von zu Hause aus. Von der Universität Leipzig heißt es, dass bis voraussichtlich Anfang Mai keine Vorlesungen und Seminare stattfinden. Dafür soll es für die Studierenden aber online Angebote geben. Die konkrete Umsetzung werde in den nächsten Tagen besprochen, heißt es von der Uni. Auch der Campus der Handelshochschule Leipzig bleibt vorerst dicht, dort werden ebenfalls online Kurse angeboten. Hier soll aber voraussichtlich Anfang April der reguläre Betrieb wieder aufgenommen werden.

13:09 Uhr: Dresdner Hochschule für Musik setzt Unterricht aus

Die Dresdner Hochschule für Musik Carl Maria von Weber setzt wegen des neuartigen Coronavirus vorübergehend ihre Ausbildung aus. Mit sofortiger Wirkung wurde der Unterrichtsbetrieb eingestellt, teilte die Einrichtung am Donnerstag mit. Alle bis zum 31. März geplanten Veranstaltungen wurden abgesagt. «Wir machen dies aus vorsorgender Verantwortung gegenüber unseren Lehrenden und Studierenden und um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern», sagte Rektor Axel Köhler. Betroffen davon sind rund 600 Studenten und etwa 300 Lehrkräfte. Über eine endgültige Verschiebung des Semesterbeginns werde in der kommenden Woche beraten, so der Rektor.

12:53 Uhr: Dance Parade in Chemnitz abgesagt

Aufgrund des Coronavirus muss auch das Kulturzentrum Kraftwerk in Chemnitz Veranstaltungen absagen. Betroffen sind die Dance Parade am 14.3.2020 und die Dance Parade Kids am 15.3.2020 im Haus Kraftwerk, Kaßbergstraße 36.

12:46 Uhr: TU Chemnitz verschiebt Vorlesebeginn

Die Technische Universität Chemnitz verschiebt wegen der sich ausweitenden Infektion mit dem neuartigen Coronavirus den Beginn des Vorlesungsbetriebs. Dieser werde nach aktueller Einschätzung der Situation nicht zum 6. April starten können, schrieb Rektor Gerd Strohmeier in einem Offenen Brief. Nähere Informationen würden demnächst bekanntgegeben. Bis auf Weiteres wurden alle Lehrveranstaltungen abgesagt. Beratungen, Gremiensitzungen und sonstige Zusammenkünfte sollten auf eine zwingende Notwendigkeit geprüft werden, forderte Strohmeier. Es werde empfohlen, kurzfristig von mobiler Arbeit Gebrauch zu machen.

11:20 Uhr: FC Erzgebirge Aue will das Spiel gegen Sandhausen am kommenden Samstag absagen

Grund dafür sind mit dem Coronavirus infizierte Personen, die beim Auswärtsspiel am vergangenen Wochenende in Dresden dabei waren. Die beiden Personen hatte Kontakt zu einigen weiteren Fans der Veilchen. Das Gesundheitsamt des Erzgebirgskreises hat deshalb zur Spielabsage geraten. Da nicht genau klar ist, mit wem die Personen im Auer Mannschafts- und Klub-Umfeld Kontakt hatten, sehen die Veilchen aktuell keine Alternative zur Spielabsage. Die Deutsche Fußball-Liga ist informiert. Eine Entscheidung über eine Spielabsage steht noch aus.

10:05 Uhr: Zweite Schule in Sachsen geschlossen

Eine weitere Schule in Sachsen hat im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus geschlossen. Die Evangelische Werkschule in Naundorf im Landkreis Nordsachsen mit rund 90 Schülern hat den Unterricht bis Freitag (13.03.2020) ausgesetzt, bestätigte uns Geschäftsführer Tobias Leißner. Der Grund: Schüler der Oberschule haben Geschwister, die auf das Gymnasium „Rudolf Stempel“ in Riesa gehen. Die Schule dort war geschlossen worden. Ein Kind hatte sich mit dem neuen Coronavirus infiziert.

07:35 Uhr: Dresdner Uniklinik stockt Kapazitäten für Corona-Tests auf

Das Dresdner Universitätsklinikum hat angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus seine Laborkapazitäten für Tests aufgestockt. Es wurde ein zweites Gerät in Betrieb genommen, welches noch einmal zusätzlich 180 bis 200 Proben pro Tag schaffen kann. Kurzfristig sei ein weiteres Testgerät verfügbar.

Die molekularbiologischen Tests werden in Sachsen auch am Uniklinikum Leipzig und am Klinikum St. Georg in Leipzig sowie an der Landesuntersuchungsanstalt (LUA) durchgeführt. «Aktuell gibt es im Freistaat ausreichend Kapazitäten für Labordiagnostik auf das Coronavirus», sagte ein Sprecher des Sozialministeriums.

0:05 Uhr: Aktuell 29 Corona-Infizierte im Freistaat

Aktuell gibt es in Sachsen bis zum Mittwochabend 29 Corona-Infizierte. „Diese Krankheit wird einen sehr, sehr großen Teil der Bevölkerung - 70 bis 80 Prozent, vielleicht auch mehr – erreichen.“, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer am Nachmittag. Für den überwiegenden Teil werde es einen milden Verlauf geben. Es gebe daher keinen Grund, Panik bei der Bevölkerung zu mehren. Es gehe jetzt um Ruhe, Besonnenheit und ein entschiedenes Handeln.
 

11. März 2020

20:25 Uhr: Hochschule Mittweida verschiebt Semesterstart

Die Hochschule Mittweida verschiebt den Beginn des neuen Semesters auf den 30. März. Immatrikulationsfeier und Semesterauftaktparty werden verschoben.

20:10 Uhr: Unis wollen Semesterbeginn verschieben

Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU) empfahl den Hochschulen, den Semesterbeginn auf Ende April oder Anfang Mai zu verschieben. Die Rektoren von Sachsens Hochschulen wollen am Montag über eine mögliche Verschiebung des Starts in das Sommersemester beraten. Mit einer Entscheidung sei frühestens am Dienstag zu rechnen, sagte eine Sprecherin der TU Bergakademie Freiberg.

19:30 Uhr: Dynamo Dresden stoppt Vorverkauf

Dynamo Dresden hat den Vorverkauf für das nächste Heimspiel am 22. März gegen Greuther Fürth mit sofortiger Wirkung gestoppt. Stand jetzt wird die Partie sogenanntes „Geisterspiel“ vor leeren Zuschauerrängen ausgetragen. Bisher wurden insgesamt rund 22.000 Tickets für das Fürth-Spiel verkauft.

19:00 Uhr: Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge untersagt Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen

Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sind ab sofort öffentliche Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen untersagt, die nicht unter freiem Himmel stattfinden. Das gab das Landratsamt in einer Mitteilung bekannt.
 

15:32 Uhr: Spieltage in der 3. Liga verschoben

Die beiden kommenden Spieltage in der 3. Liga werden verschoben. Es handelt sich um die Spieltag 28 dieses Wochenende und die englische Woche, 29. Spieltag. Die Partien sollen nach Ostern nachgeholt werden.

15:12 Uhr: Gymnasium in Riesa geschlossen

Im Christlichen Gymnasiums Rudolf Stempel in Riesa kann bis auf weiteres nicht unterrichtet werden. Wie uns die Geschäftsführerin Diana Ulbricht vom Gymnasium gesagt hat, wurde die Schule  geschlossen. Eine Schülerin der Privatschule wurde positiv auf Corona getestet 160 Schüler gehen auf die Schule. 

14:10 Uhr Keine Veranstaltung mit mehr als 1.000 Teilnehmern

Sachsens Regierung hat wegen des Coronavirus Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen untersagt. Der Erlass solle eine einheitliche Regelung für den Freistaat schaffen und trete am Donnerstag, 8.00 Uhr, in Kraft, teilte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Mittwoch mit.

14:05 Uhr Ministerpräsident Kretschmer informiert

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Gesundheitsministerin Petra Köpping informieren aktuell über weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus:

  • Die Gesundheitsämter bekommen den Erlass Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abzusagen. Der Erlass tritt am Donnerstag ab 8 Uhr in Kraft. 
    Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Teilnehmern sollen genau überprüft werden.

  • Dr Schulbetrieb in Sachsen wird NICHT grundsätzlich eingestellt. Sollte eine Corona-Erkrankung vorliegen gibt es eine zweiwöchige Pause 

  • Klassenfahrten in Risikogebiete sind verboten. Schulische Reisen sollten am besten nur innerhalb von Sachsen  unternommen werden, Osterurlaube sollte man überdenken
     
  • Osterurlaub sollte man laut Ketschmer zu Hause verbingen 

13:58 Uhr: Keine Besuchergruppen mehr im Landtag

Der sächsische Landtag verzichtet wegen Corona-Virus auf Besuchergruppen und nicht-parlamentarische Veranstaltungen. Der Parlamentsbetrieb soll aber aufrecht erhalten bleiben.

13:50 Uhr: Corona-Fall bei Dynamo-Gegner Hannover

Zum ersten Mal ist im deutschen Profifußball ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Zweitliga-Club Hannover 96 gab am Mittwoch bekannt, dass sich der 23 Jahre alte Verteidiger Timo Hübers in häuslicher Quarantäne befindet. Der Verein geht davon aus, dass er seit seiner Ansteckung keinen Kontakt mehr zu Teamkollegen hatte. Hannover spielt am Sonntag in der 2. Bundesliga gegen Dynamo Dresden.

13:48 Uhr: Roland Kaiser verschiebt seine komplette Tour

Roland Kaiser gab bekannt, dass seine komplette "Alles oder Dich"- Tour auf Mai verschoben wird. Grund dafür ist die Beschränkung bei Großveranstaltungen auf unter 1000 Besucher. Die Sommer- und Herbsttermine sollen bestehen bleiben.

12:46 Uhr: Leipzig gegen Freiburg ohne Zuschauer

Alle Spiele des 26. Spieltages der Fußball-Bundesliga finden aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus ohne Zuschauer statt. Als letzte Partie wurde am Mittwoch das Aufeinandertreffen von RB Leipzig und SC Freiburg als Geisterspiel bestätigt. 

12:25 Uhr: Partie von Dynamo Dresden wird zum Geisterspiel

Das Auswärtsspiel von Dynamo am Sonntag in Hannover wird zum Geisterspiel. Hintergrund: Das Land Niedersachsen hat Mittag ein allgemeines Veranstaltungsverbot für alle Events mit mehr als 1.000 Menschen ausgesprochen hat. Diese Verfügung gilt für alle Veranstaltungen.

11:20 Uhr: Bei Verdienstausfällen kann Landesdirektion Sachsen beauftragt werden

Bei Verdienstausfällen durch Quarantäne wegen des Coronavirus kann bei der Landesdirektion Sachsen eine Entschädigung beantragt werden. «Mit den entsprechenden Entschädigungen können sächsische Betriebe, Selbstständige und Freiberufler wirksam unterstützt werden», teilte Landesdirektionspräsidentin Regina Kraushaar am Mittwoch mit.

In der Regel zahle demnach der Arbeitgeber bei Angestellten den Lohn weiter, wenn diese wegen einer Quarantäne nicht arbeiten können. Dieses Geld könne sich das Unternehmen im Nachhinein von der Landesdirektion erstatten lassen. 

11:05 Uhr: Landratsamt Zwickau verbietet Großveranstaltungen

Das Landratsamt Zwickau verbietet Großveranstaltungen ab 1.000 Personen. Damit entspricht die Behörde der Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, der diese Regelung zur Eindämmung des Coronavirus empfohlen hatte. Die Regelung tritt ab Freitag in Kraft. Sie enthält auch eine Meldepflicht von privaten und öffentlichen Veranstaltungen und Ansammlungen von Menschen ab 200 Personen. Diese seien unter Vorlage einer Risikobewertung im Voraus dem Landkreis anzuzeigen, hieß es.

10:25 Uhr: Jugendkonferenz #MISSION2038 in der Lausitz abgesagt

Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus wird die Jugendkonferenz #MISSION2038 in Hoyerswerda abgesagt. Darüber informierte heute die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) Sachsen. Die Veranstaltung war ursprünglich für den 14. März mit rund 100 jungen Lausitzern in der Kulturfabrik Hoyerswerda geplant. In der gesamten Lausitz stehen aktuell mehr als 100 Personen unter Quarantäne.

Auf der Jugendkonferenz haben junge Menschen aus der Lausitz die Möglichkeit, sich mit den Auswirkungen des Kohleausstiegs auf ihre unmittelbare Zukunft auseinanderzusetzen.

10. März 2020

19:28 Uhr: Neue Zahlen für Sachsen

Bis zum frühen Dienstagabend gab es nach Angaben des Gesundheitsministeriums 23 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus im Freistaat, am Montagabend waren es noch 12 gewesen. Die Zahlen steigen derzeit stetig. Erstmals sind drei Menschen in Chemnitz betroffen, auch im Landkreis Görlitz wurde ein erster Fall bekannt. Nach Angaben des Ministeriums befinden sich die meisten Betroffenen in häuslicher Isolation, zwei Patienten werden derzeit im Leipziger Krankenhaus St. Georg behandelt. 

18:15 Uhr Eishockey-Saison vorzeitig beendet

Die DEL und die DEL 2 haben die Eishockey-Saison vorzeitig beendet. Es wird damit keinen Deutschen Meister und keinen Meister in der DEL 2 geben und auch keinen sportlichen Absteiger in die Eishockey-Oberliga. Betroffen sind davon auch die drei sächsischen Zweitligisten Dresdner Eislöwen, Lausitzer Füchse und Eispiraten Crimmitschau. Das Playoff-Viertelfinale der Eislöwen gegen Hauptrundensieger Frankfurt entfällt damit ebenso wie die Abstiegsrunde der Füchse gegen Landshut und der Eispiraten gegen Bayreuth.

16:47 Uhr: Aktuell fünf Corona-Fälle in Dresden

In Dresden wurden drei weitere Personen positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet. Damit liegt die Zahl der Erkrankten aktuell bei fünf. Weitere Testergebnisse stehen aus.
Bei den nunmehr erkrankten Personen handelt es sich zunächst um eine junge Frau, die zu Gast in Dresden ist. Zudem wurde das Virus bei einem jungen Mann nachgewiesen, der in Dresden lebt. Auch bei einer Kontaktperson dieses Erkrankten wurde das Virus nachgewiesen.

16:00 Uhr: Drei Corona-Fälle in Chemnitz

Das Corona-Virus ist jetzt auch in Chemnitz angekommen. Es gibt drei bestätigte Fälle in der Stadt. Die drei Erwachsenen gehören zu einer achtköpfigen Reisegruppe und waren gemeinsam im Skiurlaub in Italien. Sie haben sich laut Stadt vorbildlich verhalten, nachdem sie am Wochenende zurückgekommen sind. Sie haben aufgrund ihrer Symptome sofort das Gesundheitsamt kontaktiert, dass Abstriche veranlasst hat.

15:20 Uhr: Messeabsage in Dresden

Die Messe „Babywelt“, die am kommenden Wochenende in Dresden geplant war, ist in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden abgesagt worden. Die Messe soll auf den 6. und 7. Juni 2020 verschoben werden.

15:30 Uhr: Verdachtsfall bei Lausitzer Füchsen

Im Umfeld des Eishockey-Zweitligisten Lausitzer Füchse gibt es einen Corona-Verdachtsfall. Geschäftsführer Dirk Rohrbach befürchtet, dass die Mannschaft in Weißwasser unter Quarantäne gestellt wird. Sollte der Test positiv ausfallen, entscheidet das Gesundheitsamt Görlitz, wie es weitergeht. Es soll sich weder um einen Spieler oder Betreuer handeln. Am Freitag startet die Mannschaft eigentlich in die Abstiegsplayoffs gegen Landshut.

 

15:13 Uhr: Sachsen lockert Sonntagsfahrverbot für LKW

Sachsen lockert wegen der Ausbreitung des Coronavirus das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen, um mehr haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel zu transportieren. Eine solche Regelung soll zunächst bis Anfang April gelten, sagte Staatssekretär Hartmut Mangold vom Wirtschaftsministerium am Dienstag in Dresden.

14:30 Uhr: Busreisende an polnischer Grenze kontrolliert

Polnische Beamte haben am Grenzpunkt Jedrzychowice (Hennersdorf) an der A4 bei Görlitz bis Mitternacht 22 Busse mit insgesamt 73 aus Deutschland kommenden Reisenden kontrolliert. Dabei habe man bei niemandem Symptome festgestellt, die einen Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion nahelegten, sagte ein Sprecher des Grenzschutzes am Dienstag laut Nachrichtenagentur PAP

14:05 Uhr: Sachsen richtet Krisenstab ein

Das sächsische Gesundheitsministerium richtet einen Krisenstab ein. Ziel soll es sein die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Das beschloss das Kabinett auf seiner Sitzung. Den Krisenstab leitet die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping. Sie rät, Veranstaltungen in Sachsen, die von internationalen Gästen besucht werden, abzusagen oder ohne Besucher stattfinden zu lassen.
 

14:00 Uhr: Zwei Messen in Chemnitz abgesagt

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus sind zwei Messen in Chemnitz abgesagt worden. Veranstalter und Stadt hätten sich am Dienstag entschieden, die Garten- und Freizeitmesse «Chemnitzer Frühling» sowie die Mobilitätsmesse «Mobil3» abzusagen, teilte die Chemnitzer Messe mit. Die beiden Ausstellungen sollten ursprünglich an den kommenden beiden Wochenenden stattfinden.