Impfen gegen vierte Covid-19-Welle

Corona-Impfung für Kinder von 5-11 Jahre - Aktueller Hinweis der Sächsischen Impfkommission

Die Sächsische Impfkommission (SIKO) hat Ihre Impfempfehlung am 01.12.2021 aktualisiert. Eine klare Impfempfehlung gibt die SIKO nur für Kinder mit entsprechenden Vorerkrankungen, für die eine COVID-19-Erkrankung ein besonderes Risiko bedeutet und für Kinder, die Kontakt zu Risikopatienten haben. Alle anderen Kinder können geimpft werden, allerdings ist der Impfstoff in der für Kinder angepassten Zubereitung frühestens Mitte Dezember in Deutschland verfügbar.

Die Europäische Zulassungsbehörde EMA hat die Zulassung des Impfstoffes Comirnaty der Fa. BioNTech auch für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren empfohlen. Zugelassen für Kinder in diesem Alter ist eine spezielle Zubereitung des Impfstoffes und eine geringere Dosierung (ein Drittel der mRNA-Dosis für Kinder ab 12 Jahren und Erwachsene). Die Vials für Kinder sind in Deutschland frühestens ab Mitte Dezember lieferbar. Impfungen mit dem derzeit verfügbaren Impfstoff sind auch in der auf Kinder angepassten Dosierung nur im Off-Label-Use möglich.

In Sachsen bereiten sich vor allem die niedergelassenen Kinderärzte auf die Impfung vor, da diese die Kinder am besten kennen. Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt unterstützt die Kinderärzte und stimmt das konkrete Vorgehen derzeit mit allen Beteiligten ab. Ergänzende staatliche Impfangebote sind in Vorbereitung.

Sächsische Impfkommission empfiehlt Booster-Impfungen für alle ab 18 Jahre

Nach der neuesten Empfehlung der Sächsischen Impfkommission (SIKO) zum 1. November 2021 sind Auffrischungsimpfungen ohne Einschränkung für alle Menschen ab 18 Jahre möglich. Frühestens sechs Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung kann demnach eine so genannte Booster-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff verabreicht werden. Neueste Daten belegen demnach eindrucksvoll eine Risikoreduktion für alle Altersgruppen. Gemäß dem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz sind Auffrischungsimpfungen in Sachsen grundsätzlich seit schon September 2021 möglich. Die Auffrischungsimpfungen werden zuerst vor allem in vollstationären Dauerpflegeeinrichtungen durchgeführt. Hier koordiniert die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen den Einsatz von niedergelassenen Ärzten. Die Booster-Impfung kann nach Empfehlung der SIKO nach ärztlichem Ermessen parallel mit der saisonalen Grippeschutzimpfung verabreicht werden.

Die SIKO empfiehlt grundsätzlich allen Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren eine Impfung gegen das Coronavirus. Auch die Ständige Impfkommission (STIKO) hat sich im August für Coronaschutzimpfungen für alle Kinder und Jugendlichen ab 12 Jahren ausgesprochen. Eine ärztliche Aufklärung (auch der Eltern) wird sichergestellt.

Die Sächsische Impfkommission empfiehlt die Corona-Schutzimpfung für Fünf- bis Elfjährige, wenn sie einer Risikogruppe angehören oder Kontakt zu Risikopatienten haben. Für die übrigen Kinder gilt: Wenn sie geimpft werden wollen, sollte man den Wunsch erfüllen, teilte die Kommission gestern mit. Die Empfehlung gilt ab dem 1. Dezember. Die Siko begründete ihre noch zurückhaltende Position damit, dass die Frage nach seltenen unerwünschten Nebenwirkungen in dieser Altersgruppe noch nicht ausreichend beantwortet werden kann. Noch ist kein Impfstoff zugelassen.

Ebenfalls wird allen ungeimpften Schwangeren ab dem 2. Trimenon und ungeimpften Stillenden eine Impfung gegen COVID-19 empfohlen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat im September eine Impfempfehlung gegen das Coronavirus für bisher ungeimpfte Schwangere und Stillende ausgesprochen. Die SIKO hatte eine entsprechende Empfehlung bereits im Mai veröffentlicht. Die STIKO empfiehlt mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs im Abstand von drei bis sechs (Biontech) bzw. vier bis sechs Wochen (Moderna). Wenn die Schwangerschaft nach der Erstimpfung festgestellt wurde, sollte die Zweitimpfung erst ab dem 2. Trimenon erfolgen.

Generell wird allen Bürgerinnen und Bürgern ab vollendetem 12. Lebensjahr eine Impfung gegen COVID-19 empfohlen. Es gibt nur sehr wenige medizinische Gründe, weshalb sich jemand dauerhaft oder vorübergehend nicht gegen COVID-19 impfen lassen kann. Personen mit Immundefizienz können zwar geimpft werden, möglicherweise ist die Impfung bei ihnen aber weniger wirksam. Die Impfung immundefizienter Personen ist jedoch besonders wichtig, da sie ein erhöhtes Risiko für schwere COVID-19-Verläufe haben. Ihnen wird daher etwa sechs Monate nach der Grundimmunisierung zu einer Auffrischungsimpfung geraten.

Impftermine können in Sachsen ab Freitag, 3. Dezember, wieder online gebucht werden. 13 Uhr wird das Portal www.sachsen.impfterminvergabe.de freigeschaltet, wie das DRK mitteilte.

Quelle: Sächsisches Sozialministerium