Corona - Was Sie über das Virus wissen müssen

Jeden Tag erreichen uns neue Meldungen über das Corona-Virus! Wie hoch ist die Gefahr einer Ansteckung? Welche Maßnahmen müssen bei Verdachtsfällen ergriffen werden. Fragen und Antworten haben wir für Sie zusammengestellt.

Für wen ist eine Ansteckung gefährlich?

Derzeit wird das Virus genau unter die Lupe genommen. Der jetzige Stand der Forschung geht davon aus, dass für die meisten jungen Menschen bzw. Menschen mittleren Alters das Virus nicht lebensgefährlich ist. Gefährlich könnte das Coronavirus allerdings für Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen werden.

Welche Symptome zeigen sich?

Die meisten Erkrankungen zeigen vermutlich nur einen Infekt der oberen Atemwege, ähnlich einer Erkältung. Mögliche Anzeichen:

  • Fieber
  • Husten
  • Atemnot
  • Muskelschmerzen
  • Müdigkeit

Eher seltene Symptome:

  • Auswurf
  • Durchfall
  • Kopfschmerzen

Wie verhalte ich mich, wenn ich glaube, infiziert zu sein?

Symptome wie Fieber, Husten oder Atemnot müssen nicht gleich auf eine Corona-Infektion hinweisen, aktuell grassieren auch Grippe- und Noro - Viren.

Wer aber u.a. Kontakt zu Infizierten hatte oder aus einem Ausbruchgebiet kommt, sollte auch unabhängig vom Auftreten der o.g. Symptome einen Arzt telefonisch kontaktieren.

Ein direkter persönlicher Besuch beim Arzt ist nicht zu empfehlen, Ärzte können schon am Telefon abwiegen ob es sich um Grippe-Symptome handelt oder einen Coronaverdacht.

Ein wichtiger Hinweis von Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping:

Unterdessen wurde in Sachsen ein so genanntes Corona-Zentrum eingerichtet. Es befindet sich im Dresdner Uniklinikum. In der seperat eingerichteten Infektions-Ambluanz können sich Patienten auf das neuartige Virus testen lassen. Anschließend warten Patienten in häuslicher Quarantäne aufn das Ergebnis. Wer infiziert oder krank ist wird ins Krankenhaus gebracht.

Wie ist Sachsen vorbereitet?

Krankenhäuser, Gesundheitsämter und auch Ärzte sind auf eine weitere Verbreitung des Virus vorbereitet. Neben dem Klinikum St. Georg in Leipzig gibt es auch im Klinikum Dresden und Chemnitz spezielle Stationen für Infektionskrankheiten. Auch die Universitätsklinika in Dresden und Leipzig sind für solche Erkrankungen ausgestattet. Unter anderem wurde in Dresden eine Corona-Ambulanz eingerichtet. Darüber hinaus ist jedes Krankenhaus in der Lage, Patienten mit Infektionskrankheiten für einen gewissen Zeitraum zu isolieren.

Sachsen ist mit den Möglichkeiten der Landesuntersuchungsanstalt selbst in der Lage, die entsprechende Labordiagnostik von Speichelproben durchzuführen.

Neuartiges Coronavirus SARS-CoV-2: Wie lange dauert die Inkubationszeit?

Das Robert-Koch-Institut und die Weltgesundheitsorganisation gehen derzeit davon aus, dass die Inkubationszeit bis zu 14 Tage beträgt.

Hilft eine Atemschutzmaske als Schutz gegen das Coronavirus SARS-CoV-2?

Wie Ursula Sellerberg von der Bundesregierung Deutscher Apothekenverbände der deutschen Presseagentur sagte, helfen Atemschutzmasken nur „begrenzt“ gegen eine Ansteckung mit dem Coronavirus. Viel wichtiger: Eine gute Handhygiene.

Wie kann man sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 schützen?

Da Coronaviren durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen werden, empfiehlt das Robert-Koch-Institut folgende Maßnahmen gegen eine Ansteckung mit dem Coronavirus: 

  • gute Handhygiene
  • Husten- und Nies-Etikette
  • Abstand zu Erkrankten und möglichen Erkrankten (ca. ein Meter)

Darüber hinaus empfiehlt die WHO unnötige Reisen oder den Besuch von Großverantsaltungen zu vermeiden.

Das sagt das Sächsische Sozialministerium

Andreas Friedrich vom Sächsischen Sozialministerium sagte uns zum Verhalten im Falle einer Infektion:

Desinfektionsmittel selber machen – nach WHO Empfehlung

Zur Herstellung von 500 ml Desinfektionsmittel benötigen Sie:

  • 375 ml Alkohol/Ethanol
  • 20ml Wasserstoffperoxid (wahlweise und nicht zwingend notwendig)
  • 28ml Glycerin
  • Gereinigtes oder abgekochtes Wasser

Zubereitung:

Geben Sie Ethanol, Wasserstoffperoxid und Glyzerin in die Vorratsflasche und füllen Sie den Rest mit gereinigtem Wasser auf. Ethanol, Wasserstoffperoxid und Glycerin finden Sie in der Apotheke. Vorsicht bei der Verwendung von Wasserstoffperoxid, dieses ist leicht entflammbar. Die Verwendung ist draußen zu empfehlen mit einem Sicherheitsabstand zu offenem Feuer.

Quarantäne/ Häusliche Isolation

Falls doch der Verdacht besteht, sich mit dem Virus angesteckt zu haben, gilt eine 14-tägige Quarantäne. Die Patienten müssen dann jeden Tag zwei Mal Fieber messen und die Daten an das Gesundheitsamt übermitteln. Freunde und Familie sollen den Betroffenen dann beim Einkaufen helfen und Lebensmittel zum Beispiel vor die Tür stellen, um direkten Kontakt zu vermeiden. Ist ein Haushalt betroffen, müssen zunächst alle Personen in der Wohnung isoliert bleiben. Tipps zur Beschäftigung in den zwei Wochen gibt das Gesundheitsamt direkt an die isolierten Menschen weiter.

Rechtliche Fragen zum Corona-Virus:

Die Rechtslage während der Corona-Krise ist für den Arbeitgeber und Arbeitnehmer sehr unübersichtlich.  Wird weiterhin beispielsweise Gehalt gezahlt, wenn ein Betrieb vorübergehend schließen oder ein Beschäftigter in Quarantäne muss? Diese und weitere relevante Fragen hat das Rechtsportal "juris" aufgenommen und beantwortet sie HIER

Die wichtigsten Fragen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern hat das Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr aufgenommen und HIER beantwortet