Was bewegt Zwickau?

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Ab sofort hören Sie bei uns überraschende und spannende Antworten aus Zwickau. Denn wir wollen wissen: Was bewegt unsere Stadt?

In den vergangenen Wochen haben wir die die Menschen in Zwickau und Umgebung zusammen mit dem renommierten Marktforschungsinstitut IFAK nach ihrer Meinung zu ganz vielen verschiedenen Themen befragt.

Die Radio Zwickau-Umfrage ist repräsentativ für die internetnutzende Bevölkerung in der Stadt bzw. ganz Sachsen und wurde im Zeitraum vom 27. August bis 7. September auf Grundlage wissenschaftlicher Anforderungen durchgeführt.

Wir veröffentlichen jede Woche spannende neue Themen:

Jeder dritte Zwickauer will die Elfgeschosser in der City stutzen

Stadtplaner stören sich an den Elfgeschossern in der Innenstadt. Sie verstellen den Blick auf die Altstadt und behindern die Frischluftzufuhr. Deshalb gibt es sehr langfristige Pläne, die Plattenbauten wenigstens zu stutzen, also die oberen Etagen abzutragen. Fast jeder dritte Zwickauer fände das gut, ergab unsere "Was bewegt Zwickau?"-Umfrage. Sechs Prozent würden die sehr gut vermieteten Blöcke, in denen sich auch Eigentumswohnungen befinden, sogar ganz abreißen. Gut jeder vierte Befragte will, dass alles so bleibt, wie es ist.

Sollten die Elfgeschosser in der Innenstadt abgerissen bzw. "gestutzt" werden?

43 Prozent der Zwickauer wollen mehr Events auf der Freilichtbühne

Sollte es auf der Freilichtbühne mehr Veranstaltungen geben? Das wollten wir von den Zwickauern wissen. "Ja, unbedingt" sagen 43 Prozent, 19 Prozent antworteten, "nein, die Anzahl reicht aus". Dem Rest ist es egal.

In diesem Jahr ist die Open-Air-Saison zu Ende. Nach Angaben von Betreiber Kultour Z. haben zehn Events stattgefunden, für kommendes Jahr sind bisher elf bis zwölf geplant. 20 dürfen es pro Jahr sein, diese Zahl wurde auch gerichtlich bestätigt. Hintergrund ist ein Rechtsstreit mit einem Anwohner.

Finden Sie, dass es auf der Freilichtbühne mehr Konzerte geben müsste?

Schon einmal Krankheit vorgetäuscht? "Ja", sagen 22 Prozent der Landkreis-Bewohner

Knapp jeder fünfte Einwohner im Landkreis Zwickau hat sich schon mal eine Krankschreibung beim Arzt geholt, obwohl ihm nichts fehlte. Dabei ist der Anteil der Männer um einiges höher als der der Frauen. Verglichen mit ganz Sachsen sind die Zahlen aus unserem Landkreis mit die niedrigsten, nur die Einwohner im Erzgebirgskreis täuschen seltener eine Krankheit vor. Spitzenreiter beim Schummeln sind die Leipziger, wo jeder dritte Befragte zugegeben hat, den Arzt für einen Krankenschein schon mal belogen zu haben.

Haben Sie schon einmal bei einem Arzt eine Krankheit/ein Unwohlsein vorgetäuscht, um eine längere Krankschreibung zu bekommen?

Zwickau für jeden dritten Einwohner Top-Einkaufsstadt

Mehr als jeder dritte Einwohner von Zwickau Stadt und Land mag Zwickau sehr als Einkaufsstadt. Das hat eine Radio-Zwickau-Umfrage ergeben. Demnach antworteten 36 Prozent auf die Frage: "Wie gerne gehen Sie in Zwickau einkaufen?" mit "sehr gerne". Am Ende der Skala stehen 16 Prozent, die überhaupt nicht gerne in unserer Stadt shoppen gehen. Die restlichen 48 Prozent vertreten die Meinung "Geht so".

Wie gerne gehen Sie in Zwickau einkaufen?

Hauptstraße ist meisten Zwickauern als Einkaufsstraße weiterhin wichtig

Die meisten Zwickauer wollen, dass die Hauptstraße eine Einkaufsmeile bleibt bzw. als solche wiederbelebt wird, und das auch mit finanzieller Unterstützung der Stadt. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag unseres Senders. Demnach stimmen vier von fünf Befragten (77 Prozent) zu. Allerdings sehen genauso viele auch den Druck durch den Internethandel als gegeben an. Deshalb ist die Hoffnung darauf, dass wieder mehr Geschäfte in der Hauptstraße öffnen könnten, gedämpft. Die Idee, Werkstätten und Wohnungen für Kreative in der Hauptstraße anzubieten, finden demzufolge immerhin 44 Prozent der Befragten gut.

Inwiefern stimmen Sie den folgenden Aussagen bezüglich der Zukunft der Hauptstraße in Zwickau, die früher einmal eine beliebte Einkaufsstraße war, zu?

Zwickauer sind die glücklichsten Sachsen

Nirgendwo sonst in Sachsen sind die Menschen so glücklich wie im Kreis Zwickau. Das ist ein Ergebnis aus unserer repräsentativen Umfrage. Demnach sagen 52 Prozent der Einwohner von sich, dass sie glücklich oder sogar sehr glücklich sind. Zum Vergleich: In Chemnitz sind es nur 41 Prozent, in Dresden 46 Prozent. Auch bei denen, die geantwortet haben, dass sie überhaupt nicht glücklich sind, ragt der Kreis Zwickau heraus: Nur sechs Prozent behaupten das von sich - der niedrigste Wert in Sachsen.

Wie glücklich sind Sie?

ÖPNV für jeden zweiten Zwickauer kein Thema

In Zwickau nutzt mehr als jeder Zweite öffentliche Verkehrsmittel. Das hat eine repräsentative Umfrage von Radio Zwickau ergeben. Demnach sind acht Prozent der Einwohner täglich mit Bus und Bahn unterwegs. Gut 30 Prozent gaben an, den ÖPNV nur selten in Anspruch zu nehmen, "nie" sagten 46 Prozent.

Fahren Sie in Zwickau mit Bussen und Straßenbahnen?

Zwickauer bei Gefängnisneubau überwiegend skeptisch bis ablehnend

Sachsen rechnet weiter damit, gemeinsam mit Thüringen ein neues Gefängnis in Zwickau-Marienthal zu bauen. Ein Sprecher des Finanzministeriums in Dresden teilte auf Nachfrage mit, man gehe davon aus, dass Thüringen den Staatsvertrag erfüllen wird. Aktuell werde mit hoher Dringlichkeit und in Abstimmung mit Thüringen ein zweites Vergabeverfahren vorbereitet, um angemessene Preisangebote für den Bau zu bekommen. Das erste Verfahren war gestoppt worden, weil die geplanten Kosten um ein Vielfaches überschritten worden wären.

Baubeginn soll im ersten Halbjahr 2019 sein, eines der ersten Baumaßnahmen soll ein Regenrückhaltebecken sein.

Wir wollten von den Zwickauern in verschiedenen Fragestellungen wissen, wie sie zum JVA-Neubau stehen. Die Antworten lauten im Kern: Nur etwa jeder dritte Befragte will den Neubau. Vor dem Hintergrund, dass die JVA Schillerstraße geschlossen werden soll, ist fast jeder Zweite für den Neubau.

Es wurde bekannt, dass die geplanten Baukosten für das Großgefängnis in Marienthal explodieren. Inwiefern stimmen Sie den folgenden Aussagen zu?

Jeder dritte Landkreisbewohner meint, ein Klaps gehöre zur guten Erziehung

Ein Klaps gehört für rund 36 Prozent der Menschen im Landkreis Zwickau zur guten Erziehung. Das ist ein Ergebnis aus unserer repräsentativen Umfrage "Was bewegt Zwickau?". Demnach ist - bezogen auf ganz Sachsen - nur noch in der Lausitz diese Einstellung so verbreitet wie hier. Rund 32 Prozent der Befragten im Kreis Zwickau lehnen den Klaps als Methode zur guten Erziehung ab. Der Rest ist bei dieser Frage unentschieden bzw. hat keine Meinung dazu.

Inwiefern stimmen Sie der Aussage, dass ein sogenannter "Klaps" zu einer guten Erziehung gehört, zu?

10 Jahre Kreisstadt Zwickau: Kein Unterschied zu früher, sagt die Mehrheit der Einwohner

Seit zehn Jahren ist Zwickau keine kreisfreie Stadt mehr. Übrig blieben nach der Kreisreform in Sachsen im August 2008 Dresden, Chemnitz und Leipzig. Doch hat es Zwickau geschadet, auf den Status einer Kreisstadt zurückgestuft worden zu sein? Immerhin war der damalige Oberbürgermeister Dietmar Vettermann wegen des Verlustes der Kreisfreiheit aus der CDU ausgetreten. Er fürchtete einen Bedeutungsverlust für die Stadt. Etwa 80 Prozent der Einwohner sagen jetzt, nein, es habe nicht geschadet bzw. sei kein Unterschied feststellbar. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unseres Senders.

Vor zehn Jahren bei der Kreisreform hat Zwickau seinen Status als kreisfreie Stadt verloren. Hat das Zwickau geschadet?

83 Prozent aller Zwickauer waren noch nie im neuen Stadion

Zu den Heimspielen des FSV Zwickau sind seit Beginn der Saison im Schnitt 5.900 Zuschauer gekommen. Damit hat der Verein seine selbst gesteckten Ziele bisher übertroffen. Kalkuliert wurde mit 4.700 Zuschauern. Vor dem Hintergrund dieser guten Zahlen überrascht das Ergebnis einer repräsentative Umfrage unseres Senders: Demnach waren acht von zehn Zwickauern noch nie im 2016 eröffneten Stadion. Und neun Prozent der Befragten nur einmal.

Waren Sie schon mal im neuen Stadion in Eckersbach?

Zwickauer gestehen, schon mal auf Arbeit geklaut zu haben

40 Prozent der Zwickauer haben auf Arbeit schon einmal etwas "mitgehen lassen". Auch das ist ein Ergebnis unserer "Was bewegt Zwickau?"-Umfrage. Genannt wurden Kleinigkeiten wie Stifte, Tacker oder Briefumschläge oder auch Klopapier und Spültabs. Der überwiegende Teil aber beklaut seinen Chef, seine Chefin nicht. 60 Prozent sind dann doch ganz ehrliche Angestellte.

Haben Sie bei der Arbeit schon einmal etwas "mitgehen lassen"?

Jeder fünfte Zwickauer hat einen Festumzug zum Stadtjubiläum vermisst

Zwickau hat im Jubiläumsjahr auf einen Festumzug verzichtet, stattdessen fand im Mai das "Festival of Lights" statt. Und das war ein riesen Erfolg: 300.000 Besucher kamen in die Stadt. War es also richtig, den Umzug wegzulassen? Ja, sagen 42 Prozent der Zwickauer, die wir repräsentativ befragt haben. Nur 26 Prozent hätten gerne einen Festumzug gehabt. Umzug hin oder her: Jedem dritten Befragten ist das Thema egal.

Fehlte Ihnen beim 900-jährigen Stadtjubiläum in Zwickau ein Festumzug?

Mehrheit der Eltern hat kein Problem damit, ihr Kinder schon vor Ferienbeginn aus der Schule zu nehmen

Am Freitag ist der letzte Schultag vor den zweiwöchigen Herbstferien. Viele Familien verreisen, nehmen den Flieger in den Süden. Und dafür werden Kinder schon mal früher aus der Schule genommen, um an Wochentagen günstigere Ticketpreise zu bekommen.

Eine repräsentative Umfrage unseres Senders hat ergeben, dass das etwa 70 Prozent der Eltern mit Kind im Kreis Zwickau schon mal gemacht haben oder es machen würden.

Haben Sie Ihr Kind schon einmal vor dem offiziellen Ferienbeginn aus der Schule genommen, um günstiger/besser in den Urlaub zu kommen?

Mehrheit der Zwickauer will Alkoholverbot im Muldeparadies

Bis zur nächsten Sitzung des Stadtrates am 25. Oktober soll die Stadtverwaltung ein Sicherheitskonzept vorlegen. Und sie soll bis dahin auch prüfen, ob an besonders neuralgischen Punkten ein Alkoholverbot eingeführt werden kann, zum Beispiel im Muldeparadies.

Die Zwickauer würden das begrüßen, wie eine repräsentative Umfrage unseres Senders ans Licht gebracht hat. Demnach sind 61 Prozent der Befragten dafür, und zwar ausnahmslos. Weitere 19 Prozent sind für eine zeitliche Begrenzung. Nur sechs Prozent lehnen ein Alkoholverbot ab.

Bisher scheitert ein Alkoholverbot an zu hohen gesetzlichen Hürden. Jetzt gibt es Überlegungen, über eine Grünflächensatzung ein Verbot hinzubekommen.

Im "Muldeparadies" und auf dem Neumarkt kommt es häufig zu Schlägereien und nächtlichen Ruhestörungen. Sollte es dort Alkoholverbote geben?

Jeder zweite Zwickauer will Schocken und Joh nicht als Kaufhäuser zurück

Im früheren Schocken-Kaufhaus sollen künftig Läden, Büros und Wohnungen einziehen. Das planen Stadt und Investor Papenburg. Darüber hatten wir berichtet.

Wie die Zwickauer dazu stehen, hat jetzt eine repräsentative Umfrage unseres Senders ergeben: Leerstehende Kaufhäuser, also auch das frühere Joh, sollten genau so genutzt werden, wie Rathaus und Investor das vorhaben. Jeder zweite Befragte findet das gut.

Nur etwa jeder Fünfte setzt auf die ausschließliche Nutzung als Kaufhaus. Und immerhin 15 Prozent würden aus den früheren Konsumtempeln Wohnungen machen.

Welche Nutzungsidee haben Sie für die leerstehenden Kaufhäuser in Zwickau?
(Mehrfachnennung möglich)

Jeder zweite Beschäftigte im Kreis Zwickau mag seinen Job

Fast die Hälfte der Menschen im Landkreis Zwickau sagt, dass sie mit ihrem Job zufrieden oder sogar sehr zufrieden ist. Das hat eine repräsentative Umfrage unseres Senders ergeben. 20 Prozent sind es demnach nicht oder überhaupt nicht. Verglichen mit ganz Sachsen ist nur im Erzgebirgskreis der Anteil der Unzufriedenen höher. Und heraus kam auch, dass die Leipziger am zufriedensten im Job sind. Dort sind es 55 Prozent.

Wie zufrieden sind Sie in Ihrem Job?

Übergroße Mehrheit der Einwohner im Kreis Zwickau fühlt sich sicher

Gut jeder Zweite im Landkreis fühlt sich in seiner Stadt, seinem Dorf sicher oder sogar sehr sicher. Das hat eine repräsentative Umfrage unseres Senders ergeben. Demnach sagen weitere 37 Prozent, dass das Sicherheitsgefühl, salopp ausgedrückt, ganz okay sei. Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere: 12 Prozent fühlen sich nicht oder überhaupt nicht sicher.

Gefragt haben wir auch nach der Zufriedenheit mit der Polizei. Das Ergebnis: Deren Arbeit sehen die Menschen im Landkreis mit gemischten Gefühlen. 47 Prozent haben weder besonders großes Vertrauen noch besonders großes Misstrauen in die Polizei, 38 Prozent haben großes oder sehr großes Vertrauen.