Nach Tafel-Insolvenz: Geschäftsführer tritt aus SPD aus

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Der Zwickauer Stadt- und Kreisrat Jens Juraschka ist aus der SPD ausgetreten. Das berichtet Freie Presse online. Demnach reagierte er damit auf die Forderung der Partei, seine Mandate niederzulegen, was er aber offenbar nicht plant - und auch nicht muss. Auch ohne Parteimitgliedschaft ist der 51-Jährige berechtigt, die Ämter fortzuführen. 

Juraschka ist Geschäftsführer des insolventen Trägervereins der Zwickauer Tafel. In dieser Funktion wird ihm unter anderem vorgeworfen, trotz der finanziellen Schieflage in den Urlaub gefahren zu sein. Mehrere Zusagen, dass Löhne wieder gezahlt werden sollen, hat er nicht eingehalten.

Update 21:30 Uhr 

Juraschka hat den Vorsitz der Fraktion Progressive Demokraten im Zwickauer Stadtrat abgegeben. Sein Nachfolger ist der Bündnisgrüne Lars Dörner, wie die Fraktion am Abend mitteilte. Der Wechsel habe planmäßig erst zum Jahresende angestanden und sei nun vorgezogen worden, damit sich Juraschka als Tafel-Geschäftsführer voll auf seine beruflichen Angelegenheiten konzentrieren könne. Weiter heißt es, die Fraktion habe den 51-Jährigen darin bestärkt, sein Mandat zu behalten.