++ EIL ++

100 Jahre HBK – gefeiert wird nicht

Zuletzt aktualisiert:

Das Heinrich-Braun-Klinikum begeht am heutigen Mittwoch sein 100-jähriges Bestehen. Gefeiert wird wegen der angespannten Coronalage nicht, wie die Geschäftsführung mitteilte. 2,7 Millionen Mark hatte die sächsische Landesregierung 1914 für den Bau bewilligt. Am 1. Dezember 1921 wurden die ersten Bettenhäuser in Betrieb genommen. Nach dem Tod des Gründers Heinrich Braun 1934 wurde das Staatliche Krankenstift umbenannt in Heinrich-Braun-Krankenhaus. 2012 fusionierte das HBK mit dem Kreiskrankenhaus Kirchberg, Träger sind seitdem Stadt und Landkreis.

Heinrich Braun plante das Klinikareal 1911 im sogenannten Pavillonsystem. Von einem Hauptgebäude ausgehend entstanden nach und nach weitere eigenständige Bauten, die sich zu einem Gesamtkomplex zusammenfügen. Aufgrund der Lage außerhalb der Stadt wurden alle notwendigen Einrichtungen auf dem Gelände angesiedelt: Von Ärztehäusern und Schwesternwohnheimen über eine Gärtnerei, Küche und Wäscherei bis hin zu den medizinischen Einrichtungen – nahezu 40 Bauten zählte das Areal bereits in seinen Anfangsjahren.

Seit den 2000er Jahren werden Schritt für Schritt Neubauten errichtet. Entlang eines Zentralverbinders werden die Gebäude miteinander verbunden und damit die logistischen Prozesse optimiert. Im Jahr 2021 finden sich auf dem Gelände rund 30 Gebäude. Etwa 2.500 Beschäftigte aller Berufsgruppen sind heute am Standort Zwickau tätig. Weit über 40.000 Patienten werden jährlich stationär in Marienthal behandelt.