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11.000 Teilnehmer bei Menschenkette

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Über 11.000 Menschen haben sich am Donners­tag­abend in die Menschen­kette um die Dresdner Innen­stadt einge­reiht. Sie gedachten gemeinsam und erinnerten damit an die Opfer der Bomben­an­griffe auf Dresden. Tausende waren zuvor auch bei den Demons­tra­tionen in der Innen­stadt dabei. Am Nachmittag kamen etwa 2.000 Teilnehmer zum Mahngang Täter­spuren. Eine ursprüng­lich angemel­dete rechts­ex­treme Kundge­bung wurde abgesagt.Tillich: Instru­men­ta­li­sie­rung "unerträg­lich und schäbig"Sachsens Minis­ter­prä­si­dent Stanislaw Tillich hat unter­dessen Aktionen von Neonazis zum 13. Februar verur­teilt. "Der Versuch von Rechts­ex­tre­misten, das Gedenken an die Zerstö­rung Dresdens und den Krieg für ihre Zwecke zu instru­men­ta­li­sieren ist schäbig und unerträg­lich", sagte Tillich. Die breite Betei­li­gung an fried­li­chen Aktionen von Mahnwa­chen bis zur Menschen­kette sei darauf "genau die richtige Antwort". Mehr als 1.000 Menschen haben bereits am Mittwoch­abend gegen einen Aufmarsch von Rechts­ex­tremen demons­triert. Die Polizei sperrte zeitweise Teile der Innen­stadt, etwa 500 Neonazis zogen von der Semper­oper zum Haupt­bahnhof. Im Vorfeld hatte die Polizei über 3.000 Einsatz­kräfte aus dem gesamten Bundes­ge­biet angefor­dert. Größere Zwischen­fälle gab es nach Angaben eines Polizei­spre­chers nicht.