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12 Jahre nach NSU-Enttarnung: Opfer-Gedenken am Schwanenteich

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Zwickau erinnert am Sonnabend an die Opfer des Nationalsozialistischen Untergrundes und die Folgen für die Angehörigen. 11 Uhr beginnt die Veranstaltung an den zehn Gedenkbäumen am Schwanenteich. Jeder Baum steht für eines der Mordopfer. Ihre Namen werden verlesen und Kerzen angezündet. Das NSU-Trio Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe lebte jahrelang unerkannt in Zwickau. Selbst enttarnt haben sich die Rechtsterroristen, als Zschäpe am 4. November 2011 den Unterschlupf in Weißenborn in die Luft sprengte. Böhnhardt und Mundlos waren da schon tot, Zschäpe sitzt eine lebenslange Haftstrafe ab.

Justizministerin Katja Meier sieht Sachsen und den Bund weiter in der Pflicht, das Geschehen rund um die Terrorzelle aufzuarbeiten. „Wir müssen dazu beitragen, dass Gewalttaten aus rassistischen Motiven gegen Menschen aus unserer Mitte nie wieder passieren“, erklärte die Grünenpolitikerin. Meier verwies auf Pläne, in Chemnitz oder Zwickau ein Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex zu errichten. Dazu brauche es aber schon jetzt zusätzliches Geld vom Bund. Im Frühjahr war eine Machbarkeitsstudie vorgestellt worden.