160 Menschen gedenken Opfer des Zwickauer Grubenunglücks von 1960
Auf dem Zwickauer Hauptfriedhof ist heute der Opfer des Grubenunglücks von 1960 gedacht worden. Mitglieder des Steinkohlenbergbauvereins und Vertreter der Stadt legten Kränze nieder. Überraschend hoch war zum 57. Jahrestag die große Beteiligung an der Gedenkveranstaltung - fast 160 Menschen kamen. Es sei erfreulich, dass so Viele das Unglück in Erinnerung halten, denn aus der Vergangenheit könne man lernen, sagte der ehemalige Bergmann Karl-Heinz Baraniak (78). Erstmals läuteten in der Stadt heute auch die Kirchenglocken für die getöteten Bergleute. Bei einer Explosion unter Tage waren am 22. Februar 1960 im damaligen VEB Steinkohlenwerk "Karl Marx" 123 Kumpel ums Leben gekommen. Es war das wohl größte Grubenunglück in der DDR.