200 Musikschüler müssen vor Schimmel fliehen
Wegen Schimmelbefalls hat die Baupolizei im Robert-Schumann-Konservatorium mehrere Unterrichtsräume unter dem Dach gesperrt. Davon betroffen seien mehr als 200 Schüler und Lehrer (Fachbereiche Zupfinstrumente und Gesang), die jetzt in einem nahegelegenen Haus in der Moritzstraße unterrichtet werden müssen, sagte Schulleiter Thomas Richter unserem Sender. Grund für den Pilzbefall sind nach Analysen von Gutachter Wofgang Hertrampf unter anderem undichte Stellen im Dach. Planer, Firmen und Bauüberwachung hätten gleichermaßen Fehler gemacht. Der Schaden liege im sechsstelligen Bereich, begleichen sollen ihn möglichst die Verursacher. Die Stadt treffe keine Schuld, sagte Baubürgermeister Rainer Dietrich.
Im kommenden Frühsommer sollen die Reparaturen erfolgen. Voraussichtliche Dauer: sechs bis acht Wochen. Dabei müssen auch Nässe-Schäden im Verwaltungsteil des Komplexes behoben werden.
Damit nicht genug: Einige Kellerübungsräume sind ebenfalls feucht, außerdem ist der Schallschutz mangelhaft. Untersuchungen dazu laufen noch. Ungewiss ist zudem, wie der Streit um Pfusch an der Glasfassade ausgeht. Die verantwortliche Firma ist pleite. Das Beweissicherungsverfahren zieht sich hin.
Das Konservatorium war zwischen 2009 und 2012 für knapp zehn Millionen Euro modernisiert und umgebaut worden.