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2.000 holten sich Hilfe bei Zwickauer Verbraucherschützern

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Knapp 2.000 Leute aus Zwickau und Umgebung haben im vergangenen Jahr die Hilfe der Verbraucherschützer in der Hauptstraße in Anspruch genommen. Meist ging es dabei um überhöhte Rechnungen für Schlüsseldienste, untergeschobene Telefonverträge oder falsche Inkassoschreiben, zog die Verbraucherzentrale am Donnerstag Bilanz.

Der Gang dorthin lohne sich in jedem Fall, sagte Chefin Sigrid Woita. Vor allem die sogenannte Rechtsbesorgung sei ein gutes Mittel gegen unseriöse Firmen. Dabei nimmt die Verbraucherzentrale Kontakt zu den Unternehmen auf. "Die meisten reagieren erst, wenn wir uns einschalten", sagte Woita. In 90 Prozent der Fälle sei man damit 2018 erfolgreich gewesen und konnte Schaden vom Verbraucher abwenden. Geht es um kleinere Geldbeträge, sei das auch eine gute Alternative bevor man einen Anwalt einschaltet.

Am häufigsten hatten die Verbraucherschützer letztes Jahr mit einer Firma zu tun, die versucht, vorwiegend Rentnern neue Telefonverträge unterzujubeln. Meist merken die Opfer das erst, wenn die erste Rechnung kommt. "Die meisten Verträge konnten wir erfolgreich rückabwickeln", so Woita. Wichtig sei aber, dass die Leute so schnell wie möglich zur Verbraucherzentrale gehen. Denn je mehr Zeit vergeht, desto schwieriger werde die Rückabwicklung.

Ganz aktuell häuften sich auch Inkassoschreiben, in denen sofort mit dem Gerichtsvollzieher gedroht werde, sagte Mitarbeiterin Ramona Kretschmer. Wer so ein Schreiben erhält, sollte ruhig bleiben und sich ebenfalls an die Verbraucherschützer wenden.    

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Sigrid Woita