33-jährige Brandstifterin muss zweieinhalb Jahre ins Gefängnis
Eine Frau aus Wiesenburg ist wegen schwerer Brandstiftung zu zwei Jahren und sieben Monaten Haft verurteilt worden. Im Berufungsprozess hat das Landgericht am Dienstag das Urteil aus erster Instanz bestätigt.
„Mit der Brandstiftung habe die Angeklagte versucht, die Zwangsräumung ihrer Wohnung zu verhindern“, sagte Gerichtssprecher Altfrid Luthe. Die 33-Jährige soll 2.000 Euro Mietschulden gehabt haben. Der Vermieter kündigte ihr fristlos. Daraufhin steckte sie am 28. Juni 2018 das Mehrfamilienhaus in Brand, mit dem Wissen dass sich zum Tatzeitpunkt mindestens zwei Kinder in dem Gebäude befunden haben.
Das Alibi der Angeklagten, sie sei bei einem Arzttermin gewesen und hätte dann im Stau gestanden, wurde wiederlegt. Zwei Nachbarn hatten die Frau gesehen, als sie das Haus betrat. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Der Schaden, den das Feuer angerichtet hat, liegt bei mindestens 20.000 Euro. Aller Voraussicht nach wird Vermieter Karsten Zierold auf den Kosten sitzenbleiben. Wegen der Mietaußenstände habe er die Versicherung nicht zahlen können, sagte er uns.