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450 Menschen bei Zwickauer Demo gegen Rassismus

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Rund 450 meist junge Menschen haben am Samstag in Zwickau gegen Rassismus und Polizeigewalt demonstriert. Sie zogen vom Platz der Völkerfreundschaft durch die Innenstadt zum Gedenkhain für die NSU-Opfer. Vor der Polizeidirektion forderte die Leipziger Landtagsabgeordnete Juliane Nagel (Die Linke) eine unabhängige Beschwerdestelle für Opfer von Polizeigewalt.

Auf der Kreuzung Innere Plauensche/Peter-Breuer-/Magazinstraße legten sich die Teilnehmer für acht Minuten und 46 Sekunden auf die Straße und schwiegen. Genau so lange hatte in den USA ein Polizist bei einem Einsatz sein linkes Knie an den Hals des Afroamerikaners George Floyd gedrückt. Der Tod des 46-Jährigen hat weltweit Proteste ausgelöst.

156 Polizisten haben den Demonstrationszug durch die Stadt begleitet. Zwischenfälle gab es laut Polizei nicht.