5.200 „Multi-Jobber“ im Kreis
Immer mehr Menschen im Kreis Zwickau brauchen einen Zweit-Job. Rund 5.200 Berufstätige waren im vergangenen Jahr auf einen Mini-Job als zusätzliche Einnahmequelle angewiesen. Das geht aus einer Untersuchung des Pestel-Instituts in Hannover hervor. Auftraggeber waren die Gewerkschaften Verdi und NGG. "Blickt man zehn Jahre zurück, so hat es eine Zunahme von mehr als 71 Prozent gegeben", sagt Studienleiter Matthias Günther vom Pestel-Institut.
"Wir haben das Phänomen der Multi-Jobber. Das sind Menschen, die mit dem Geld, das sie in ihrem Hauptjob verdienen, nicht mehr auskommen. Deshalb müssen sie auf einen oder mehrere Nebenjobs ausweichen, um überhaupt noch über die Runden zu kommen. Aus der puren Lust an einer 55- oder 60-Stunden-Woche macht das jedenfalls keiner", sagt die Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Vogtland/Zwickau, Kerstin Eger. Sie macht für das "Multi-Jobben" vor allem Niedriglöhne verantwortlich.