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8. Mai: Wert der Freundschaft und neue Sehnsucht nach Frieden

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Auch in Zwickau wurde am 8. Mai erinnert an das Ende des Zweiten Weltkrieges, an das Ende des Nationalsozialismus vor 80 Jahren. Vor dem Hauptportal der Marienkirche wurden Blumen niedergelegt, Kerzen leuchteten. Oberbürgermeisterin Constance Arndt hielt eine kurze Ansprache, das Bläserquartett des Robert-Schumann-Konservatoriums gab der Gedenkveranstaltung den musikalischen Rahmen.

Constance Arndt ging in ihrer Rede vor allem auf den Wert der Völkerverständigung ein. Die Freundschaft zwischen den Nationen war nach dem, was zwischen 1933 und 1945 geschehen war, nicht selbstverständlich, sagte die Oberbürgermeisterin, und die Völkerverständigung zu leben, sei wertvoll – als Grundlage für das friedliche Zusammenleben. Sie wünschte sich, dass wir eines Tages diesen Tag der Befreiung wieder Schulter an Schulter mit den Menschen aus Russland feiern können.

Als Ort des Gedenkens wurde die wichtigste Stadtkirche gewählt, weil zwei Zwickauer am 17. April 1945 auf dem Turm die weiße Fahne gehisst hatten und so Leid und Zerstörung der Stadt verhindern konnten. Hier sei der Wille zum Frieden deutlich geworden, sagte Pfarrer Andreas Marosi. Wir sind heute dankbar für 80 Jahre Frieden und zugleich traurig, dass woanders in Europa Krieg herrscht, fuhr er fort und lud zum Friedensgebet ein, das 17 Uhr begann.