Abschied von den Helfern in Uniform
Elf Frauen und Männer in Uniform standen am Donnerstag, punkt 11.30 Uhr, in Reih und Glied im Verwaltungszentrum auf dem Flur von Haus 5. Ein ungewöhnliches Bild am Ende eines ungewöhnlichen Einsatzes. Seit Mitte November hatten bis zu 40 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr im Gesundheitsamt bei der Kontaktnachverfolgung mitgearbeitet. Die elf von einem Aufklärungsbataillon in Bayern wurden nun als letzte Truppe verabschiedet – mit Dankesworten, Applaus und Klemmmappen vom Landkreis als Geschenk.
„Die Kollegen von der Bundeswehr waren sehr einsatzfreudig. Wir mussten sie zwar erst anlernen, weil sie ein ganz anderes Berufsbild haben als Verwaltung, aber sie haben das mit Bravour gemeistert“, sagte uns Vize-Landrätin Angelika Hölzel, „wir konnten so die großen Fallzahlen überhaupt bewältigen.“ Nächste Woche endet auch die Unterstützung durch Mitarbeiter des Freistaates.
Die Soldatinnen und Soldaten haben den Job im Amt angenommen und mit Engagement und Ernsthaftigkeit erledigt, so der Eindruck von Oberstleutnant Reiko Denisz - er ist der Verbindungsmann zwischen Bundeswehr und Landkreis: „Ich glaube, jeder hat durch Erfahrungen im eigenen Familienkreis und durch die Presse verinnerlicht, dass Not am Mann ist.“