Abstriche bei Trinkwasserqualität befürchtet
Ein Ausschuss des Europäischen Parlaments beschloss, dass Wasserwerke in Deutschland nicht zwangsweise privatisiert werden müssen. Aber größere Kommunen sollen ihre Wasserversorgung ausschreiben. Sachsens Städte- und Gemeindetag kritisierte uns gegenüber den Beschluss. Der stellvertretender Geschäftsführer Ralf Leimkühler sagte, bei privaten Konzernen stünde die Gewinnoptimierung im Vordergrund. Bei fehlenden Investitionen könne darunter mittelfristig die Wasserqualität leiden. Die Verbraucher in Sachsen würden auch nicht von einem Preiskampf profitieren wie etwa auf dem Telefonmarkt. Denn die Kunden würden weiterhin nicht zwischen unterschiedlichen Anbietern wählen können. Ein wirklicher Wettbewerb um das Produkt Trinkwasser finde auch künftig nicht statt.