AfD-Fraktion im Zwickauer Stadtrat zerfällt
Nach dem Austritt von Frank Frieder Forberg aus der AfD wird die Fraktion im Stadtrat wohl aufgelöst. Das sagte deren Vorsitzender Sven Itzek am Mittwochnachmittag unserem Sender. Von Forberg verlangte er, sein Mandat niederzulegen und so einem Nachrücker Platz zu machen, was Forberg ablehnt. Forberg hatte am Mittwochmittag seinen Wechsel zur "Blauen Wende" bekanntgegeben, er will aber weiter der Fraktion angehören und auch als bezahlter Geschäftsführer weiterarbeiten. "Ausgeschlossen", sagt Itzek, der mit dem Rausschmiss Forbergs den Fraktionszerfall in Kauf nimmt. Eine Fraktion muss mindestens vier Abgeordnete haben. Ohne Forberg hat die AfD aber nur drei. Folgen sind, dass die AfD jetzt keine Fraktionsgelder mehr bekommt, über die Büro und Geschäftsführer bezahlt werden. Und sie fliegt aus allen Ausschüssen raus und hat damit praktisch keinen Einfluss mehr auf die Stadtpolitik. Für Itzek kam Forbergs Parteiaustritt zum jetzigen Zeitpunkt zwar überraschend, aber "er war absehbar, weil sich Frank Frieder Forberg immer weiter abgekoppelt hatte." Im Stadtrat ist die "Blaue Wende" jetzt mit zwei Abgeordneten vertreten. Vor zwei Wochen war Karl-Ernst Müller aus der CDU aus- und in die Petry-Bewegung eingetreten. Update 14. Februar: Die AfD-Rumpf-Fraktion hat ihren Geschäftsführer Frank Frieder Forberg mit sofortiger Wirkung entlassen. Das teilte Fraktionschef Sven Itzek am Donnerstag mit. Jetzt werde eine Neuausschreibung vorbereitet. Itzek und Forberg reden derzeit offenbar nur über die Medien miteinander. An einer Sitzung heute früh nahm Forberg nicht teil, er gehe auch nicht ans Telefon, sagte Itzek.