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AfD ohne Direktkandidat im Wahlkreis Zwickau

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Die AfD stellt für die Bundes­tags­wahl im Wahlkreis Zwickau keinen Direkt­kan­di­daten. Der Vorsit­zende des Kreis­wahl­aus­schusses, Udo Brett­schneider, legte dem Gremium am Freitag bei der Zulas­sung der Kandi­daten für die Wahl am 24. September keinen Vorschlag der AfD zur Entschei­dung vor. Hinter­grund ist ein partei­in­terner Streit um den AfD-Rechts­außen Benjamin Przybylla, der zwar von seinem Kreis­ver­band zum Direkt­kan­di­daten gewählt, später aber wieder abgesetzt worden war.

Während zwei Schieds­stellen der Partei in Mecklen­burg-Vorpom­mern und in Sachsen die Rücknahme der Kandi­datur durch den AfD-Landes­vor­stand beanstandet und Przybyllas Wieder­ein­set­zung gefor­dert hatten, betrach­tete Brett­schneider die Rücknah­me­er­klä­rung des Landes­vor­standes als wirksam. Da die Entschei­dungen der AfD-Schieds­stellen nicht durch ein staat­li­ches Gericht ratifi­ziert worden seien, gebe es auch keinen Kandi­da­ten­vor­schlag, den er dem Kreis­wahl­aus­schuss zur Entschei­dung vorlegen könne.

Im Wahlkreis Zwickau dürfen antreten der Journa­list Heiko Richter und vom Inter­na­tio­na­lis­ti­schen Bündnis Helmut Zager­mann. Sie konnten genügend Unter­stüt­zer­un­ter­schriften vorweisen. CDU-Kandidat Carsten Körber (Gewinner des Direkt­man­dates 2012), die linke Bundes­tags­ab­ge­ord­nete Sabine Zimmer­mann, der Grüne Wolfgang Wetzel, der frühere sächsi­sche Justiz­mi­nister Jürgen Martens von der FDP und SPD-Landtags­ab­ge­ord­neter Mario Pecher sind die weiteren Bewerber. (mit dpa)