AfD-Politikerin von Storch verärgert Crossener Badchef
Der Rummel um das Freibad Crossen hat die AfD-Spitze auf den Plan gerufen. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Beatrix von Storch, konstruiert bei Facebook einen Zusammenhang zwischen geringen Besucherzahlen und Ausländern. Sie schreibt: "Das Zwickauer Freibad Crossen leidet trotz guten Wetter unter niedrigen Besucherzahlen. Wie kommt es?" Dann liefert die Politikerin selbst die Antwort, in dem sie aus der Bild-Zeitung zitiert: "'Es sind andere Gäste da als früher. Jugendliche, auch aus anderen Kulturkreisen, die oft sehr laut sind', so ein Bad-Betreiber aus dem Vogtland zu Bild." Zitat Ende. Was von Storch dabei egal zu sein scheint, ist, dass Crossen nicht im Vogtland liegt, also auch nicht gemeint sein kann im Bericht der Bild-Zeitung. Und in der Tat: Im Hilferuf des Crossener Bades vor zehn Tagen, als trotz Superwetters kaum jemand kam, war von Problemen mit Ausländern überhaupt nicht die Rede. Badchef Carol Forster ärgert sich über die Fake-News: "Das stimmt überhaupt nicht, was Frau von Storch da schreibt!", sagte er unserem Sender. Und auch sonst hat Forster keine Probleme mehr im Bad. Seit dem Medienrummel kommen die Besucher in Scharen.