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Affäre um verschwundene Wesa-Gerüstteile

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In Zwickau braut sich eine Affäre zusammen, die bald die Justiz beschäf­tigen könnte. Es geht um verschwun­dene Stahl­rohr­t­ri­bünen aus dem Westsach­sen­sta­dion. Ein Teil davon wurde in der FSV-Interims­spiel­stätte Sojus wieder aufge­baut, doch der große Rest ist verschwunden. Die Suche hat begonnen, und damit auch die Suche nach den Schul­digen.Ins Rollen kam die Angele­gen­heit durch die Anfrage eines Stadt­rates im Finanz­aus­schuss. Warum sollen 185.000 Euro für weitere im Sojus benötigte Gerüst­teile ausgeben werden, wenn doch noch welche aus dem Wesa übrig sind?, fragte DAZ-Mann Tristan Drechsel sinngemäß. Die seien kaputt, antwor­tete Sport­amts­leiter Uwe Findeiß. Doch stimmt das? Immer deutli­cher wird, dass eine Gerüst­bau­firma die noch funkti­ons­fä­higen Teile zweck­ent­fremdet nutzt. Als kosten­lose "Dauer­leih­gabe". Nur der tatsäch­lich unbrauch­bare Rest landete im städti­schen Bauhof. Für eine Stellung­nahme war der Gerüstbau-Geschäfts­führer bisher nicht zu errei­chen. Von der Stadt hieß es, man prüfe den Sachver­halt noch.Ob dabei eine Inven­tar­liste auftaucht, ist eher unwahr­schein­lich. "Es gibt keine", sagte FSV-Präsi­di­ums­mit­glied Gerhard Neef unserem Sender. Und da liegt das Versäumnis bei der Stadt. Die habe den Überblick über den Bauhof verloren, vermutet Neef. Jetzt herrscht hekti­sche Betrieb­sam­keit. Bis zum 13. Juli wurde dem Gerüst­bauer von der Stadt nach unseren Infor­ma­tionen eine Frist einge­räumt, die verschwun­denen Teile doch noch ranzu­schaffen. Liefert die Firma nicht, ist der Stadt ein großer finan­zi­eller Schaden entstanden. Und das dürfte dann den Staats­an­walt inter­es­sieren...