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„Alstom-Übernahme ist Chance für Görlitz und Bautzen“

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Die IG Metall  sieht die geplante Übernahme der Bombardier- Zugsparte durch Alstom als Chance für die Werke Bautzen und Görlitz. Es bestehe nun erst einmal Klarheit. Die letzten Wochen seien lähmend gewesen, sagte uns Ostsachsen-Bevollmächtigter Jan Otto. An beiden Standorten sei alles vorhanden, was für die leichte und die schwere Schiene gebraucht werde. „Görlitz und Bautzen als Vollbahnhersteller haben einen ziemlich guten Stand“.

Alstom-Chef Henri Poupart-Lafarge hatte erklärt, dass es nicht um eine Resturkturierung gehe, allenfalls um Anpassungen in einzelnen Fabriken.  Details nannte er aber nicht.  Der Übernahme muss noch die Europäische Union zustimmen. Das wird als problematisch gesehen. Es könnte ein marktbestimmender Konzern entstehen. Otto will nicht ausschließen, dass einzelne Bombaradierwerke in Deutschland herausgelöst und verkauft werden. „Wir erwarten, dass wir jetzt zügig einbezogen werden“.

An den beiden sächsischen Bombardier-Standorten Görlitz und Bautzen sind mehr als 2.000 Beschäftigte tätig. In Bautzen hat der Konzern über 20 Millionen Euro investiert. Von den zugesagten acht Millionen Euro für Görlitz sind nach Angaben von Betriebsratschef René Straube bislang rund zwei Millionen Euro geflossen.

Die Übernahme soll laut Alstom im ersten Halbjahr kommenden Jahres abgeschlossen werden. 

Bombardier begrüßte die Übernahme. Es gebe eine Vereinbarung „über die potenzielle Übernahme unserer globalen Aktivitäten durch Alstom, erklärte der Präsident von Bombardier Transportation, Danny Di Perna, So könne die Kapazität erhöht werden, “um auf die weltweit wachsende Nachfrage nach Schienenfahrzeugen zu reagieren„.

Audio:

Reporter Knut-Michael Kunoth im Gespräch mit dem Bevollmächtigten der IG Metall Ostsachsen, Jan Otto