Alter Zeitzeuge wird für die Zukunft fit gemacht
Der Bergfried der Burg Schönfels ist seit ein paar Wochen eingerüstet. Zu Pfingsten hat uns der neue Burgchef verraten, was der Grund ist: die komplette Erneuerung des Turms. Am Mittwoch informierte die Gemeinde ausführlich über das Vorhaben. Wer mit dem Ort und der Region verbunden ist, nahm ein Stück Optimismus und Stolz mit.
Tino Obst, Bürgermeister von Lichtentanne, ging zum Beispiel in seinem Statement darauf ein, dass die beteiligten Firmen aus der Region kommen. „Es ist ganz toll, dass wir die regionale Wirtschaft damit unterstützen können“, sagte er anschließend im Interview. Weiter bezeichnete Tino Obst die Turmsanierung als Zwischenschritt und berichtete von einer Machbarkeitsstudie, wie die Burg weiterentwickelt werden kann. Die Ergebnisse werden in Kürze vorliegen.
Der neue Leiter der Burg, Christian Landrock, erklärte, dass hier nicht irgendein Turm saniert wird, sondern ein Zeitzeuge. „Seit acht Jahrhunderten wacht der Bergfried über die Region“, sagte der Historiker und zählte auf, was der Turm unter anderem erlebt hat. Mit der Sanierung für rund eine Viertelmillion Euro soll das betagte Bauwerk für die Zukunft ertüchtigt werden.
Die Erneuerung wird zum größten Teil über Fördermittel finanziert. Torsten Remus vom Landesamt für Denkmalpflege sagte mit seinen Ausführungen zur Burg, warum Schönfels wahrscheinlich gute Karten hat, wenn es um Geld vom Bund geht. Neun Burgen gibt es im Landkreis, eine davon ist eine Ruine. Und die Burg Schönfels unterscheidet sich in zwei Punkten von den anderen: zum einen durch die exponierte Lage auf dem Felssporn und dadurch, dass die Anlage seit dem Mittelalter weitgehend unverändert besteht.