An dieser Schule macht das Lernen tierisch Spaß
In der Comenius-Grundschule in Wilkau-Haßlau gibt es eine besondere Pädagogin. Sie läuft auf vier Pfoten, ist schwarz gepunktet und motiviert die Schülerinnen und Schüler zu einem rücksichtsvolleren Umgang. Dalmatiner-Dame Simba begleitet seit fast vier Jahren den Schulalltag an der Grundschule.
Schon als Welpe war die Hündin erstmals im Unterricht und begann ihre Ausbildung zum Schulhund. Die Kinder haben sie aufwachsen sehen und sind seit der ersten Begegnung total begeistert: „Man merkt vom ersten Tag an, dass die Simba ‘ne ganz Liebe ist. Die würde nie beißen, nie zwacken.“ erzählte uns ein Schüler der vierten Klasse.
Ein Dreamteam
Johanna Flügel hat das Projekt „Schulhund“ ins Leben gerufen. Die engagierte Lehrerin wollte schon lange einen Hund haben, zweifelte aber daran, wie sie das Haustier mit dem zeitaufwändigen Beruf vereinbaren könnte.
„Ich habe dann im Studium bei einer Kommilitonin gesehen, dass sie einen ausgebildeten Therapiehund hatte.“ Das Konzept eines Schulhundes kam wie gerufen. Und Ihr Plan ist gut aufgegangen: Die Hündin hat einen beruhigenden Einfluss auf die Kinder und die Unterrichtsatmosphäre.
Unterricht mit Wau-Effekt
Zwei Mal pro Woche hat jede Klasse Unterricht mit Simba. Nach Bedarf bekommen die Schüler auch Einzelstunden mit dem Vierbeiner. Simba ist jedoch nur montags und freitags „auf Arbeit“, an den anderen Tagen hat sie frei.
Natürlich gibt es auch klare Regeln für den Schulalltag mit Simba. Beispielsweise müssen die Kinder jedes Mal, nachdem sie die Hündin angefasst haben, ihre Hände waschen. Auch wenn Simba nur im Klassenzimmer gestreichelt werden darf, die Zeit mit ihr zu verbringen, ist für viele Schüler das Highlight der Schulwoche.