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Anführer von Zwickauer Jugendbande „Knxz“ zu Gefängnisstrafe verurteilt

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Das Amtsgericht hat am Donnerstag den Kopf der Zwickauer Jugendbande "Knxz" für zwei Jahre und sechs Monate hinter Gitter geschickt. Der 19-jährige Ali H. ist Deutscher mit nordafrikanischen Wurzeln und war nach Ansicht des Gerichts Haupttäter bei der Schlägerei im Sommer am Schumannplatz, bei der ein 31-Jähriger während eines Jungesellenabschieds am Kopf schwer verletzt wurde.

Mehrere Zeugen hatten übereinstimmend ausgesagt, dass Ali H. das Opfer wie bei einem "Elfmeterschuss" mehrfach gegen den Kopf getreten habe, sagte Staatsanwalt Jörg Rzehak unserem Sender. Danach war der Jugendliche in Untersuchungshaft genommen worden. Die Polizei bestätigte vor Gericht, dass die Bande, die sich meist am Neumarkt aufhielt, seitdem nicht mehr in Erscheinung getreten sei und sich aufgelöst habe.

Die Richter sahen es ebenfalls als erwiesen an, dass Ali H. auch den Überfall auf einen 46-Jährigen "offensichtlichen Skinhead" im Dezember 2017 am Planitzer Markt angeführt hat. Das Opfer war ebenfalls schwer verletzt worden. Das Urteil ist noch nicht rechskräftig. Die Verteidigung kündigte an, in Berufung zu gehen.

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Staatsanwalt Jörg Rzehak