Architekturforum zeichnet gelungene Bauwerke aus
Seit über 20 Jahren werden beim Architekturforum Zwickau die gelungensten Bauwerke ausgezeichnet - Sanierungen oder Neubauten. Am Samstagvormittag kamen vier weitere hinzu.
Diesmal räumten der Ersatzneubau der KITA Apfelbäumchen in Eckersbach, die denkmalgerecht sanierte Alte Redehalle auf dem Hauptfriedhof, ein saniertes Wohn- und Geschäftshaus in der Schumannstraße und der Eingangspavillon der Landesausstellung die Auszeichnung ab.
Gestaltungswillen und Qualitätsanspruch hob die Jury mit Fachpreisrichtern aus Berlin, Dresden und Weimar hervor. Sinnvolle, handwerklich hervorragende sowie individuelle und stimmige Lösungen, bescheinigten die Vertreter der vier Träger - Architektenkammer, IHK Regionalkammer Zwickau, Kreishandwerkerschaft und Stadtverwaltung Zwickau.
Nachdenkliche Töne stimmte Zwickaus Amtsleiter für Stadtplanung, Jens Raußer, an: „Corona und Digitalisierung haben auch Auswirkungen aufs Baugeschehen und Immobilienmarkt.“ Vermieter rüsten Balkone nach, durch Home-Office werden in Großstädten Mietverträge ganzer Büroetagen gekündigt.
Und noch etwas stellte der Raußer fest: „Zum Erholen und Atmen benötigen wir Grünflächen und keine Doppelcarports für SUVs so groß wie Bungalows oder gar Steingärten.“
Der Veranstaltungsort selbst - die Kulturweberei in der Seilerstraße - war ein gutes Beispiel, wie historische Industriearchitektur funktionieren kann. Dort gibt es ja über 100 Mieteinheiten für Vereine, Kreative und Selbstständige. Ateliers und Werkstätten sind entstanden.
Bisher wurden vom Architekturforum Bauherren von 75 Objekten ausgezeichnet. Zu den Preisträgern der letzten Jahre gehörten u. a. die Knopffabrik und das Rittergut Mosel.