Aschenbrödel-Schau auf Schloss Moritzburg eröffnet

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Auf Schloss Moritzburg bei Dresden ist am Samstagvormittag die traditionelle Winterausstellung "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" zum gleichnamigen Kultfilm eröffnet worden. Vor dem großen Tor warteten bereits erste Gäste, später strömten zahlreiche Menschen die lange Auffahrt zu dem inmitten eines Teiches liegenden barocken Jagdschloss. "Es ist sehr gut besucht", sagte eine Mitarbeiterin des Museums. Die Präsentation macht bis zum 28. Februar 2023 die Welt rund um den bekannten Märchenfilm erlebbar.

Dabei sind neben nachgebildeten Filmszenen, Multimedia und Installationen etwa 20 Originalkostüme aus dem Fundus der Prager Barrandov-Studios und Potsdam-Babelsberg sowie Filmrequisiten zu sehen. Dazu gehören auch das Hochzeitskleid von Aschenbrödel-Darstellerin Libuše Šafránková (1953-2021) und die in Sachsens Landgestüt bewahrte Galakutsche, in der König und Königin vor 50 Jahren durch die Moritzburger Winterlandschaft fuhren.

Das Barockschloss von Sachsen-Kurfürst August der Starke (1670-1733) war ein Drehort der deutsch-tschechischen Koproduktion von 1972/1973, die Kult wurde und seit über 40 Jahren zum weihnachtlichen Fernsehprogramm gehört. Seit 2011 können Fans und andere Besucher dort jeweils im Winter in die Szenerie der Märchenklassiker-Verfilmung eintauchen und von der Küche der Stiefmutter, wo Täubchen "die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen" picken, durch den Stall von Aschenbrödels Pferd Nikolaus bis zum Ballsaal wandeln. (dpa)