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Asylunterkunft in E5 – bisher geht's friedlich zu

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Im August vorigen Jahres sind die ersten Asylbewerber in der Heisenbergstraße in Zwickau-Eckersbach eingezogen. Gut sieben Monate später lässt sich sagen: Was einige Zwickauer befürchtet hatten, ist nicht eingetreten. Es gab bisher keine Beschwerden, wurde bei der Einwohnerversammlung am Mittwochabend mitgeteilt. Es übte auch keiner von den etwa 70 anwesenden Bürgern Kritik an dem Wohnprojekt.

Aktuell wohnen 150 Asylbewerber oder Flüchtlinge in dem Neubaublock. 37 von ihnen haben bereits eine Arbeit gefunden, 60 besuchen einen Deutschkurs, wurde informiert. Pierre Söllner, Regionalvorstand der Johanniter, zeigte sich optimistisch, dass sie nach Abschluss der Sprachausbildung ebenfalls auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen. Die Wirtschaft brauche Leute.

Bisher verlaufe alles friedlich, sagte Matthias Resche vom Sozialamt des Landkreises. Von den Bürgern im Raum widersprach keiner. Es sei erträglich, so das Resümee eines älteren Herrn, der in unmittelbarer Nähe wohnt. „Zwischen 2 und 4 Uhr gehen die letzten Lichter aus“, berichtete er, zeigte aber Verständnis: „Die Bewohner haben andere Lebensgewohnheiten“.

Aufgefallen sind Anwohnern außerdem die Lichtkegel in der Nacht. Dabei handelt es sich um Lampen des Wachdienstes, erklärte Pierre Söllner vom Betreiber der Unterkunft, die Wachleute würden stündlich eine Streife machen.

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Pierre Söllner, Regionalvorstand der Johanniter: