Auch die Pleißental-Klinik soll eine Finanzspritze bekommen
Der Zwickauer Stadtrat hat im März ein Darlehen für das HBK abgesegnet. Jetzt steht der Kreistag vor einer ähnlichen Entscheidung: Er soll am Mittwoch eine Liquiditätshilfe für die Pleißental-Klinik bewilligen – ein Darlehen von bis zu 4,6 Millionen Euro.
Das Geld ist nötig, um den Betrieb des Krankenhauses aufrechtzuerhalten. Das sagt bereits der Beschlusstext. Rund 8.000 Patienten werden dort im Jahr behandelt. Dass die Klinik in Werdau auf eine Finanzspritze angewiesen ist, um weiter zahlungsfähig zu sein, hat allgemeine und spezielle Gründe.
Vize-Landrätin Angelika Hölzel sprach in dieser Woche von einem deutschlandweiten Problem, das den Krankenhäusern zu schaffen macht: Die Personal- und Sachkosten steigen schneller als die Einnahmen. Die Krankenhausreform soll das korrigieren, tritt aber frühestens im Januar 2025 in Kraft.
Die Pleißental-Klinik hat aber mit weiteren Schwierigkeiten zu kämpfen. Vor einem knappen Jahr war Richtfest für den Erweiterungsbau. Er soll 15 Millionen Euro kosten und unter anderem Platz schaffen für die Geriatrie (Altersmedizin). Auch die Ausgaben für Honorarärzte belasten die Kasse. Und die neuen Medizinischen Versorgungszentren zahlen sich nicht sofort aus, sondern perspektivisch.
Update am Mittwoch, 22:30 Uhr: Der Kreistag hat nach kurzer Debatte beschlossen, dass der Klinik das Darlehen gewährt wird. Es gab keine Gegenstimme und eine Enthaltung.