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Auf der Gewandhausbaustelle geht es vorwärts

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Im Gewandhaus wird weitergebaut. Nach der Kündigung des Leipziger Architekturbüros vor acht Wochen ist das die wichtigste Botschaft, die die Stadtspitze am Donnerstag auf einer Baustellenführung vermittelt hat.

„Es ist alles andere als eine Chaos-Baustelle“, sagte Architekt Wolfgang Hertrampf, der übergangsweise verantwortlich ist für die Arbeiten an der Gebäudehülle. Man arbeite planmäßig. Als nächsten von außen sichtbaren Schritt nannte Hertrampf die Entfernung der beiden Ecksäulen, die in einer Werkstatt denkmalgerecht bis Juni erneuert werden. Im Dachbereich laufen Zimmererarbeiten.

Dass es läuft, bestätigte Frank Firmbach, als Tragwerksplaner interimsmäßig zuständig für Innen. „So langsam kriegen wir Stabilität ins Gebäude.“ Im Boden sind die Arbeiten abgeschlossen. „Wir sind raus aus dem Dreck“, sagte Hochbauamtsleiter Mirko Richtsteiger. Als nächstes wird im Foyer eine neue Geschossdecke eingezogen.

Nur noch bis Freitag verrichten die Archäologen ihre Arbeit. Die haben ein paar Keramikscheiben entdeckt, „aber nichts Wertvolles“, sagte André Zakrozinsky.

Eine Frage konnte aber niemand mit Gewissheit beantworten: Wie viele Monate beträgt der Bauverzug? Bürgermeisterin Kathrin Köhler sagte, dass wohl noch die beiden kommenden Jahre durchgearbeitet werden muss, bevor 2020 das Theater ins Gewandhaus zurückkehren kann.

Ob sich die Stadt dann immer noch mit dem geschassten Planer einen Rechtsstreit über ausstehende Honorare liefern wird, steht in den Sternen. Köhler sagte, sie wolle es vermeiden.

Audio:

Wolfgang Hertrampf
Frank Firmbach
André Zakrozinsky
Kathrin Köhler