Aufruhr in Zwickau – als das Volk die Stimme erhob
Das Museum Priesterhäuser in Zwickau erinnert mit einer Sonderausstellung an den Deutschen Bauernkrieg vor 500 Jahren. Die Schau mit dem Titel „1525. Bauern im Krieg“ beleuchtet ab dem heutigen Sonntag, 14 Uhr, dieses bedeutende Ereignis der frühen Neuzeit.
Die Ausstellung zeigt, dass sich nicht nur Bauern gegen Missstände und für tiefgreifende Reformen erhoben haben, sondern auch Menschen verschiedenster Herkunft. Die Ursachen lagen in sozialer Ungleichheit, politischer Willkür, wirtschaftlicher Not und den Ideen der Reformation.
In Zwickau waren im Juli 1525 80 Rebellen zum Tode verurteilt worden. Kurfürst Johann I. der Beständige begnadigte sie unerwartet. Dieser seltene Akt wird auch thematisiert.
Ein Highlight ist ein eigens gefertigtes Diorama des britischen Modellbauers Douglas Miller, das die Begnadigungsszene in Miniatur darstellt.
Die Sonderausstellung läuft bis zum 26. Oktober. Es gibt ein umfangreiches Begleitprogramm mit Führungen, Vorträgen und einer Autorenlesung.