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Augenarzt-Termine – Entspannung in Sicht

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Termin beim Augenarzt – da können viele in Zwickau und Umgebung mitreden, also ihr Leid klagen, und viele können das Thema auch nicht mehr hören. Dass eine Versorgungslücke klafft, bestreitet keiner. Um sie zu schließen, wurden „KV-Ambulanzen“ ins Leben gerufen. Der Betrieb ist angelaufen. Die Terminvergabe stockt.

Das Problem: Niedergelassene Augenärzte sind in Rente gegangen und haben für ihre Praxis keinen Nachfolger gefunden. Im Bezirk Chemnitz sind 13 Stellen unbesetzt. Die verbleibenden Praxen sind ausgelastet und nehmen keine neuen Patienten an.

Die KV, die Kassenärztliche Vereinigung in Sachsen, hat daraufhin mit Krankenhäusern vereinbart, dass sie solche Patienten, die keinen Augenarzt haben, behandeln. Es wurden vier sogenannte Ambulante Versorgungs- und Weiterbildungszentren eingerichtet, darunter in Glauchau und in Zwickau. Im HBK gibt es diese „KV-Ambulanz“ seit Dezember. Sie behandelt nach und nach die Patienten, die ihr die KV nennt – bisher wurden ihr rund 900 gemeldet.

Die Kassenärztliche Vereinigung bittet um Verständnis, dass sich die Ambulanzen noch in der Aufbauphase befinden – Abläufe müssen sich erst noch etablieren. Was aktuell gar nicht geht, ist die Terminvergabe: Patienten ohne Augenarzt können sich derzeit nirgendwo anmelden. Das HBK bittet darum, von Anrufen in der Augenklinik abzusehen und sich an die KV zu wenden. Die KV bereitet einen elektronischen Terminprozess vor, wie es heißt. Mitte März soll das online funktionieren, sagte uns die Pressesprecherin von der Landesgeschäftsstelle – Patienten können sich auf der Website der KV Sachsen eintragen und bekommen dann einen Termin mitgeteilt.

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