Ausgangsregelungen in Sachsen werden verschärft

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Die Ausgangsregelungen in Sachsen werden weiter verschärft, um die Ausbreitungsgefahr des Coronavirus zu bremsen. Das Gesundheitsministerium hat am Sonntag auf Basis des Infektionsschutzgesetzes eine weitere Allgemeinverfügung erlassen.

Der Bevölkerung wird untersagt, die eigenen vier Wände ohne triftigen Grund zu verlassen. Wer bei Kontrollen angetroffen wird, muss die Gründe benennen, warum er sich außer Haus befindet. Das kann durch eine Arbeitgeberbescheinigung, einen Betriebs- oder Dienstausweis oder mitgeführte Personaldokumente getan werden. Es gibt aber auch weiter einige Ausnahmen:

  • Hin- und Rückweg zur Arbeit
  • Hin- und Rückweg zur Kindernotbetreuung
  • Einkäufe
  • Abhol- und Lieferdienste
  • Arztbesuche und medizinische Behandlungen
  • Sport und Bewegung an der frischen Luft allein oder im kleinsten Kreis der Familie von nicht mehr als fünf Personen
  • Versorgung von Haustieren

Gänzlich untersagt sind dagegen bis auf wenige Ausnahmen der Besuch in Alten- und Pflegeheimen, Einrichtungen und ambulant betreuten Wohngemeinschaften und Wohngruppen mit Menschen mit Behinderungen, in Krankenhäusern sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen.

Jeder ist angehalten, beim Verlassen des Hauses möglichst auf physischen sozialen Kontakt zu verzichten. Wenn möglich, soll ein Abstand von mindestens 1,5 Metern eingehalten werden.

Die Allgemeinverfügung tritt am 23. März 2020, 0 Uhr in Kraft und gilt bis zum Ablauf des 5. April 2020, 24 Uhr.