Ausschuss vergibt Planung für Straßenbau – im dritten Anlauf!
Die Marienthaler Straße soll 2024 zwischen Weingut und Waldstraße erneuert werden. Dafür sollte der Zwickauer Bauausschuss im Oktober die Planung vergeben. Doch es wurde lange diskutiert, zweimal vertagt, und auch der Stadtentwicklungsausschuss befasste sich noch mit dem Thema. Alles drehte sich um die Frage: Wohin mit den Radfahrern? Eine Antwort gibt es noch nicht. Nach der Sitzung in dieser Woche kann immerhin ein Zwickauer Ingenieurbüro loslegen mit der Planung.
Die Mehrheit der Ausschussmitglieder konnte nicht mit dem Gedanken leben, dass am Rand der neuen Fahrbahn Streifen für die Radfahrer abgetrennt werden. „Die Bürger wollen separat fahren“, sagte Christopher Hahn (FfB) und plädierte wie andere für einen Radweg außerhalb der Fahrbahn.
In der Beschlussvorlage legt sich das Tiefbauamt nicht fest. Dort ist nur von einer Radverkehrsanlage die Rede, die hergestellt werden soll. Das kann alles sein: vom Schutzstreifen bis zur eigenen „Piste“ im Grünen. Bei der Einwohnversammlung im Sommer hieß es, dass im ersten Abschnitt auch ein eigener Radweg, abseits der Straße, in Frage kommt. Gemeint war der Bereich des Trampelpfades neben den Straßenbahngleisen, Höhe Hagebaumarkt. Diese Aussage ist nach unseren Informationen weiter aktuell.
Am Ende der dritten Lesung hat der Bauausschuss, wie erwähnt, die Planung vergeben – unter einer Bedingung: Das Ingenieurbüro legt nach der Vorplanung mehrere Varianten vor, und dann wird erneut diskutiert über Radverkehr in diesem Teil von Marienthal.