++ EIL ++

Ausweichrouten entlang der A4 werden für schwere LKW gesperrt

Zuletzt aktualisiert:

Damit LKW bei einem Stau auf der A4 nicht mehr auf die Schleichwege zwischen Siebenlehn und Wilsdruff ausweichen, greifen die Behörden jetzt durch. Die betroffenen Straßen werden für schwere Laster gesperrt, die zulässige Tonnage auf 7,5 Tonnen beschränkt. 

Das soll die Anwohner vom dichten Durchgangsverkehr entlasten und für mehr Sicherheit sorgen. In den nächsten Tagen werden die entsprechenden Schilder aufgestellt. Die Regelung ist zunächst befristet auf zwei Jahre und wird fortlaufend überwacht.

Betroffen sind die Staatsstraßen S 36, S 195 und S 196 in den Landkreisen Mittelsachsen, Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Die notwendige Allgemeinverfügung sowie die verkehrsrechtlichen Anordnungen für den Versuch sind durch die Verkehrsbehörden erlassen.

Anwohner hoffen auf Entlastung 

„Dieser Versuch ist eine sehr gute Nachricht für die betroffenen Orte und die Bevölkerung“, erklärt Sven Krüger, Landrat im Landkreis Mittelsachsen. „Mit großem überregionalem Engagement wurde sich für eine Lösung eingesetzt – es gab zahlreiche Gespräche, Schriftwechsel und Vor-Ort-Begehungen. Ich bin dankbar, dass es diesen Versuch jetzt gibt und hoffe, dass wir aussagekräftige Daten dadurch erhalten, wie der Verkehr nachhaltig gesteuert werden kann. Gerade jetzt, wo die Reisemonate bevorstehen.“

Für die Menschen vor Ort soll der Verkehrsversuch vor allem eines bringen: weniger schwere Fahrzeuge in den Ortslagen, mehr Sicherheit auf alltäglichen Wegen und eine geringere Belastung durch Lärm und Abgase. Zugleich sollen die Straßen und die Bauwerke vor weiterer zerstörerischer Beanspruchung geschützt werden. Insbesondere bei einigen Brückenbauwerken sind bereits kritische Zustände erreicht. 

Die Informationen zu den Tonnagebeschränkungen werden auch in digitale Verkehrsinformationssysteme, wie beispielsweise Navigationssysteme, einbezogen. Der Verkehrsversuch wird wissenschaftlich begleitet. So sollen belastbare Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wie sich Verkehrsaufkommen, Verkehrssicherheit und die Akzeptanz bei Verkehrsteilnehmern und Anwohnern entwickeln. Auf dieser Grundlage wird bewertet, welche Maßnahmen sich bewähren und wie dauerhaft mit Ausweichverkehr im betroffenen Raum umzugehen ist.

Audio:

Landrat Sven Krüger