Autobahn wird immer mehr zur Müllkippe
Kaffeebecher, Autobatterien und sogar Elektrogeräte - entlang der sächsischen Autobahnen wird immer mehr Müll illegal entsorgt. Bis zu 200 Tonnen Müll sammeln sich dabei allein im Bereich einer einzigen Autobahnmeisterei an, sagte uns eine Sprecherin vom Landesstraßenbauamt. An allen sächsischen Autobahnen sind die Mitarbeiter nahezu täglich mit mindestens einer Kolonne unterwegs, um den Müll und andere Hinterlassenschaften der Verkehrsteilnehmer von den Fahrbahnrändern zu sammeln. In der Regel schaffen sie dabei zwei bis drei Kilometer Strecke am Tag. Problematisch ist vor allem der Müll, der nichts mehr mit den normalen „Reiseabfällen“ der Autofahrer zu tun hat. Hier geht es um Sondermüll, der offensichtlich bewusst am Fahrbahnrand oder auf Parkplätzen abgeladen wird. Reifen und Batterien zum Beispiel müssen aufwendig entsorgt werden. Dazu kommt jede Menge Hausmüll. Die Kosten für die Beseitigung der Hinterlassenschaften sind laut Landesstraßenbauamt inzwischen auf rund eine Million Euro im Jahr gestiegen. Zum Vergleich: im Jahr 2013 waren es noch 600.000 Euro.