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Automobilzulieferer befürchten Produktionsausfälle wegen Corona

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Zwei von drei Automobilzulieferern rechnen mit Produktionsrückgängen bis hin zum Produktionsstopp wegen der vom Corona-Virus verursachten Lieferengpässe. Das hat eine Blitzumfrage des Netzwerks AMZ unter seinen 160 Mitgliedern ergeben. Gegenwärtig spürten 23 Prozent der Befragten Engpässe bei ihren Zulieferanten aus Asien. 28 Prozent erwarten diese zukünftig.

Das Hauptrisiko sei aktuell ein drohender Produktionsausfall in den sächsischen Firmen, weil die Zulieferungen aus China fehlten, so AMZ-Netzwerkmanager Dirk Vogel. Er schätzt, dass sich die Produktion in Asien in drei bis sechs Wochen normalisiert, weil die Ansteckungen dort zurückgehen. Voraussetzung sei allerdings, dass sich das Virus in Europa nicht weiter ausbreitet und es dann zu einem großflächigen Stillstand in den europäischen Zulieferketten kommt.

Am anderen Ende der Lieferkette, bei den Kunden, verspürten die sächsischen Automobilzulieferer momentan noch wenig Veränderungen, hieß es. Über 60 Prozent verneinen die Frage nach Auftragsreduzierungen.