Glauchauer Straße wird verlegt – wenn VW expandiert
Das Verfahren dauerte fünf Jahre. Der Stadtrat brauchte am Donnerstag etwa sieben Minuten, um den Bebauungsplan 116 für Zwickau-Mosel zu beschließen. Der B-Plan erlaubt VW, auf 25 Hektar westlich vom Werk neue Hallen zu bauen. Und er sieht vor, dass in dem Fall die Glauchauer Straße herabgestuft und verlegt wird.
Die Glauchauer Straße hat den Rang einer Kreisstraße und führt durch die Erweiterungsfläche, teilt sie gewissermaßen. Laut neuem B-Plan wird sie zur städtischen Ortsstraße – was für den Eigentümer die nutzbare Fläche vergrößert, erklärte Baubürgermeisterin Silvia Queck im Stadtrat, denn es darf näher an die Straße herangebaut werden als an eine Kreis- oder Bundesstraße.
Für mehr Gesprächsstoff hat der Verlauf der Straße gesorgt. Sie soll nach der Brücke über die B93 zurückgebaut werden, die neue Straße würde am westlichen Rand des neuen VW-Areals entlanglaufen, in unmittelbarer Nähe der B175. Die Kosten für Planung und Bau würde VW übernehmen. Der Bau der neuen Straße erfolge aber erst, so Silvia Queck, wenn die Fläche in Anspruch genommen wird, wenn die Hallen errichtet werden.