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Babys sollen weiter mit 100 Euro begrüßt werden, nur etwas anders
Von einer guten Sache war im Stadtrat die Rede, von einer Willkommensgeste und von einem Zeichen der Wertschätzung für die jungen Menschen. Gemeint war damit am vergangenen Donnerstag der Vorschlag, in Zwickau das Begrüßungsgeld im Wert von 100 Euro weiterhin zu zahlen, allerdings künftig in Form von Stadtgutscheinen und nicht mehr in zwei Raten, sondern in einem Zug. Am Ende wurde ohne Gegenstimme beschlossen, dass die entsprechende Richtlinie in dem Sinne überarbeitet wird. Trotzdem gab es vorher eine Diskussion.
Der Grund steht im sogenannten Haushaltsstrukturkonzept - vom Stadtrat eine Sitzung zuvor beschlossen. Unter der Nummer 40.03 ist als Sparmaßnahme „Wegfall Begrüßungsgeld Neugeborene“ aufgelistet. Daran erinnerte unter anderem die AfD, die dem Konzept nicht zugestimmt hatte. Es werde angefangen, das Paket aufzuschnüren, sagte Fraktionschef Wolfgang Elsel.
Mit dem Abschaffen des Begrüßungsgeldes könnten - laut Konzept - pro Jahr 30.000 Euro eingespart werden. Dabei handelt es sich um die Sachkosten, erklärte Oberbürgermeisterin Constance Arndt, der Verwaltungsaufwand sei deutlich höher. Finanzbürgermeister Sebastian Lasch (SPD) zeigte sich zuversichtlich, dass mit der neuen Richtlinie und dem Erhalt des Begrüßungsgeldes das Sparziel trotzdem erreicht wird - eben durch den geringen Aufwand, aber auch durch mögliche Sponsoren.
