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Ausschuss schickt Mammutprojekt in die nächste Planungsrunde

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Der Bauausschuss hat das Millionen-Vorhaben am Bahnhof wieder ein Stück vorangetrieben. Er vergab am Montag den Auftrag für zwei weitere Planungsphasen – für die Entwurfs- und die Genehmigungsplanung. Kostenpunkt: 1,35 Millionen Euro.

Die so genannte Komplexmaßnahme sieht vor, für aktuell 33 Millionen Euro den Bahnhofsvorplatz neu zu gestalten, die Innenstadt-Tangente zu bauen und die Trasse der Straßenbahn zu verändern – die Linie 4 soll stadteinwärts entlang der Kopernikusstraße zum Bahnhof fahren, also an der früheren SED-Kreisleitung rechts abbiegen.

Die Entscheidung fiel nach etwa halbstündiger Debatte und auch nicht einstimmig. Herbert Reischl, Fraktion Die Linke, forderte, dass diese Querspange der Straßenbahn aus der Planung herausgenommen wird. Vieles sei noch unklar, sagte er zur Begründung und nannte als Beispiel unter anderem den Kauf der notwendigen Grundstücke. Auch der Sinn und die Finanzierbarkeit erschienen ihm fraglich: „Die Querspange brauchen wir nicht.“

Die Querspange könne nicht aus dem Planungsprozess herausgelöst werden, erklärte Tiefbauamtsleiter Thomas Pühn. Er bestätigte, dass viele Fragen offen sind. Aber um die zu beantworten, müsse geplant werden.

Letztlich stimmte die Mehrheit für die Auftragsvergabe und damit für die neue Planungsstufe. Die Linke und die AfD lehnten sie ab.

Die Umsetzung soll schrittweise geschehen. Der erste Bauabschnitt wäre dann die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes. Start: Ende 2023.