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Bahnhofs­vorstadt soll von EU-Geldern profitieren

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Die Bahnhofs­vor­stadt gibt ein unter­schied­li­ches Bild ab. Zwar findet man dort schick sanierte Häuser und Straßen. Aber zu dem Viertel gehören eben auch der hässliche Bahnhofs­vor­platz, Abwan­de­rung und soziale Probleme. Viele Einwohner sind arbeitslos, leben von Hartz IV. Ein sozial benach­tei­ligter Stadt­teil. Doch genau das soll sich ändern.

Die Hoffnungen der Stadt­ver­wal­tung ruhen auf EFRE und ESF, zwei EU-Förder­pro­grammen. Ein Konzept muss her dafür, und Einwohner, Kirchen und Vereine müssen sich einbringen. So geschehen Diens­tag­abend in der Luther­kirche. Wenige kamen, aber sie gingen mit drei wichtigen Erkennt­nissen nach Hause:

1. Die Stadt will ein leerste­hendes Haus an der Ecke Spiegel­straße/Bahnhofs­straße (gegen­über Sipro) kaufen, sanieren und als Begeg­nungs­stätte zur Verfü­gung stellen.

2. Luther­kirch­ge­meinde und Stadt­mis­sion wollen Migranten eine neue Heimat geben in der Bahnhofs­vor­stadt.

3. Sozial­ver­eine wollen die Förder­mittel nutzen, um z.Bsp. einen Nachbar­schafts­garten anzulegen oder Bienen zu züchten.

Im Januar könnte es losgehen, wenn die Stadt aufge­nommen wird in die EU-Programme. Lohnens­wert wäre das. Bei EFRE liegt die Höhe der Förde­rung bei 80 Prozent, beim ESF sogar bei 90 Prozent. Insge­samt könnte Zwickau 16,5 Mio. Euro abgreifen.