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Baumängel am Konservatorium größer als erwartet

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Am Robert-Schumann-Konser­va­to­rium ist offenbar in großem Stil gepfuscht worden. Zu den bereits bekannten Baumän­geln an einer Glasfas­sade und am Dach kommen weitere hinzu. Das haben Unter­su­chungen ergeben. Wie der Leiter des Hochbau­amtes, Mirko Richt­steiger, am Donnerstag mitteilte, könnte die Mängel­be­sei­ti­gung fast eine Million Euro kosten.

Neu entdeckt wurden Schäden an einer weiteren Glasfas­sade. Keller­übungs­räume sind feucht, eine Lüftungs­an­lage muss deshalb einge­baut werden. Auch gibt es Probleme mit dem Schall­schutz.

Zunächst muss die Stadt das Geld aufbringen - das Okay des Rates voraus­ge­setzt. In einem voraus­sicht­lich Jahre dauernden Rechts­streit sollen gegen­über Planern, Firmen und Bauüber­wa­chung Schadens­er­satz­an­sprüche geltend gemacht werden. Die Behebung der Mängel soll vor allem in den Ferien erfolgen. Abschluss der Arbeiten: voraus­sicht­lich in zwei Jahren.

Das Konser­va­to­rium war vor zweiein­halb Jahren nach umfang­rei­cher Moder­ni­sie­rung wieder­er­öffnet worden. Die Baukosten betrugen damals fast zehn Millionen Euro.

Audio:

Inter­view mit Mirko Richt­steiger