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Behörden fordern Auslieferung von V-Mann „Primus“

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Die sächsi­schen Behörden wollen nun doch die Auslie­fe­rung des Neonazis und früheren V-Manns des Bundes­amtes für Verfas­sungs­schutz, Ralf Marschner, aus der Schweiz fordern. Das bestä­tigte das Justiz­mi­nis­te­rium in Dresden.

Gegen Marschner, der von 1992 bis 2002 in Zwickau als V-Mann „Primus“ zumin­dest im Umfeld des NSU tätig gewesen war, liegt seit 2012 ein Vollstre­ckungs­haft­be­fehl vor. Dabei geht es um eine Verur­tei­lung wegen Insol­venz­ver­schlep­pung.

Marschner, in Zwickau auch als "Manole" bekannt, lebt seit Jahren in der Schweiz. Chancen, dass er ausge­lie­fert wird, bestünden aber kaum, so ein Sprecher. Vielmehr gehe es um den formalen Akt, die Verjäh­rungs­frist zur Vollstre­ckung der Geldstrafe zu verlän­gern, die ansonsten im kommenden Jahr auslaufen würde. (dpa)