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Behördenumgang mit Grundschüler bringt Fliegerbauer auf die Palme

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Bauunternehmer Kurt Fliegerbauer hat Zwickaus Finanzbürgermeister Sebastian Lasch „menschliche Kälte“ vorgeworfen.

Es geht um einen siebenjährigen Jungen aus Weißenborn, der in Pölbitz in die Dittesschule geht. Weil sein Schulweg etwas zu kurz ist, um noch ein billiges Schülerticket zu bekommen, muss die Mutter jeden Tag einen Einzelfahrschein kaufen oder ihr Kind die rund zwei Kilometer laufen lassen.

Fliegerbauer will die Ticketkosten übernehmen und fragte im Stadtrat über den Abgeordneten Sven Itzek nach den Kontaktdaten. Lasch lehnte kurz und knapp ab - aus Datenschutzgründen, wie er Itzek schreibt. „Behörden-Idiotie“, schimpft Fliegerbauer.

Ausführlicher antwortet Lasch auf Fragen zum selben Fall, gestellt von Stadtrat Matthias Sawert. Der Bürgermeister schreibt u.a. sinngemäß, dass eine direkte Kostenübernahme für alle Schulkinder, also auch die, die laut Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) keinen Anspruch haben, eine neue freiwillige Leistung der Stadt wäre. Ein Stadtratsbeschluss müsste also her.  

Fliegerbauer will es unkomplizierter. Lasch müsse doch einen Weg im Haushalt finden können – womöglich über ein „Konto für soziale Härten“.

Nun will Fliegerbauer über andere Kanäle versuchen, Kontakt zur Mutter aufzunehmen.