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Beim Plakatieren: Wahlkampfteam in Dresden attackiert!

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Seit dem Wochenende dürfen in Dresden Plakate für die kommende Landtagswahl am 1. September aufgehangen werden. Direkt zum Auftakt wurde ein Team der Piraten-Partei mitten in der Stadt von bislang unbekannten Tätern attackiert.

So war das vierköpfige Team kurz nach Mitternacht im Bereich der Seestraße unterwegs, als sie plötzlich von einer Gruppe junger Menschen angesprochen worden.

Landtagswahl-Kandidat Manuel Wolf war beim Plakate aufhängen mit dabei. „Im ersten Moment war es für mich eine Gruppe angetrunkener Jugendlicher, die einfach auf Stunk aus waren“, schilderte er uns gegenüber die Situation. Seinen Angaben zufolge drohte ihnen die Gruppe mit Gewalt und kündigte an, die soeben aufgehängten Plakate wieder abzureißen. Dem Wahlkampfteam gelang es, die Situation zu entschärfen - „mit entwaffnender Freundlichkeit“, so Wolf. Er habe keinen Stress haben wollen. Die Täter flüchteten.

Kurz danach meldeten die „Piraten“ den Vorfall der Polizei. Diese machten sich sofort auf die Suche nach den Tatverdächtigen, konnten aber niemanden mehr ausfindig machen.

Mitglieder der Plakatiergruppe glauben, in den Tätern Mitglieder der rechtsextremen „Elblandrevolte“ erkannt zu haben. Das konnte bislang noch nicht bestätigt werden. Der Staatsschutz ermittelt.

Erst im Mai war der Europawahlkandidat Matthias Ecke beim Plakatieren für die SPD in Dresden angegriffen und dabei auch verletzt worden. Im selben Monat wurde eine Grüne-Politikerin beim Plakate aufhängen in Gorbitz attackiert - vor laufender Kamera.

Audio: Politiker Manuel Wolf zum Vorfall

Weiterer Zwischenfall am Parteibüro der Piraten

Noch in derselben Nacht gab es einen weiteren Zwischenfall.

So wurde das Büro der Partei "Die Piraten" an der Rothenburger Straße mit Farbe besprüht. Den Angaben der Piraten-Partei zufolge handelte es sich dabei um ein "Lambda"-Symbol, Erkennungszeichen der rechtsextremen Identitären Bewegung.

Zum Sachschaden liegen noch keine Angaben vor. Der Staatsschutz der Polizeidirektion Dresden hat die Ermittlungen übernommen.