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Betrüger mit mieser Krebsmasche erfolgreich

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Telefonbetrüger haben am Mittwoch in Chemnitz, Zwickau und im Erzgebirge verstärkt versucht, an die Ersparnisse älterer Menschen zu gelangen. Dabei nutzten sie Schockanrufe, falsche Bankmitarbeiter und angebliche Polizeibeamte. In einem Fall erbeuteten die Betrüger 20.000 Euro. Eine weitere Überweisung über 60.000 Euro konnte gerade noch gestoppt werden.

Angeblicher Arzt fordert Geld

Allein im Raum Zwickau meldeten Betroffene elf verdächtige Anrufe. Sie kamen unter anderem aus Wilkau-Haßlau, Zwickau, Glauchau, Adorf, Bad Elster und Bad Brambach.

Die Anrufer behaupteten, ein Familienmitglied sei schwer an Krebs erkrankt. Für die Behandlung werde dringend ein teures Medikament aus der Schweiz benötigt. Eine Frau aus Zwickau glaubte die Geschichte. Sie übergab am Nachmittag einem unbekannten Mann 20.000 Euro. Erst später wurde sie misstrauisch, weil der angekündigte Rückruf des vermeintlichen Arztes ausblieb.

Der Abholer war nach Angaben der Frau mittelgroß, schlank und dunkelhaarig. Sie schätzte ihn auf Mitte 30. Gesprochen habe er nicht.

Bank stoppt 60.000 Euro

In Ehrenfriedersdorf gab sich eine Anruferin als Bankmitarbeiterin aus. Unter dem Vorwand, eine neue Geldkarte einzurichten, brachte sie eine Seniorin dazu, eine Fernwartungssoftware zu nutzen.

Die Betrüger erhielten so Zugriff auf das Onlinebanking und überwiesen mehr als 60.000 Euro. Die Seniorin schöpfte Verdacht und rief ihre Bank an. Das Geld konnte zurückgehalten werden. Weitere Betrugsversuche gab es in Chemnitz, Zschorlau und Lauter-Bernsbach. Dort erkannten die Angerufenen den Schwindel rechtzeitig.

Bundesweit stieg der Schaden durch falsche Polizisten laut Bundeskriminalamt zuletzt von rund 30 Millionen auf fast 50 Millionen Euro.