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„Bin stolz auf das Geschaffene!“: Zwickauer Puppentheater-Chefin geht

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Es war eine überraschende Nachricht, die die Direktorin des Zwickauer Puppentheaters, Monika Gerboc, am vergangenen Wochenende über Soziale Netzwerke verkündet hat: Die 44-Jährige hört zum Ende der Spielzeit auf. Der Grund für die Entscheidung, die „Puppe“ im Sommer zu verlassen, ist ein trauriger: „Mein Mann ist vor Kurzem an Krebs gestorben“, sagte Gerboc unserem Sender. Sie wolle sich nun Zeit nehmen, um zu verarbeiten und für ihre Tochter da zu sein: „Sie braucht mich jetzt mehr als das Zwickauer Puppentheater.“ 

Neun Jahre lang war Monika Gerboc Leiterin des Puppentheaters und hat dabei auch einige Herausforderungen bewältigen müssen. Die größten waren der Umbruch 2016, als das Puppentheater als Sparte des Theaters Plauen-Zwickau ausgegliedert wurde und die Kultour Z. es als Betreiber übernommen hat: „Wir haben damals Theater-Pädagogik etabliert, mussten ein eigenes Marketing auf die Beine stellen oder uns überlegen, wie der Ticketverkauf abläuft, aber es hat sich gelohnt“, resümiert die gebürtige Slowakin. 

Auch die Corona-Zeit war für das Puppentheater als Kultureinrichtung schwierig: „Aber wir sind aus jeder Krise als Gewinner hervorgegangen“, sagt Gerboc und meint damit die unter ihrer Leitung etablierten Virtual-Puppetry-Inszenierungen, das Esstheater im Brauhaus oder auch das Gruseltheater für Erwachsene auf der Burg Schönfels. Sie hofft nun, das Geschaffene in kompetente Hände geben zu können. Die Stelle wurde bereits ausgeschrieben. (mit rko)

 

Audio:

Monika Gerboc im Interview mit Ralph Köhler